AIDA & DART

P_E_T_E_R

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Noch nicht ganz in trockenen Tüchern, aber immerhin grünes Licht für eine vorläufige Konstruktionsstudie:

NASA plans to test asteroid deflection technique designed to prevent Earth impact

DART would use what is known as a kinetic impactor technique - striking the asteroid to shift its orbit. The impact would change the speed of a threatening asteroid by a small fraction of its total velocity, but by doing so well before the predicted impact, this small nudge will add up over time to a big shift of the asteroid's path away from Earth.

Der Plan ist, einen kleinen Asteroiden mit einem 300 kg schweren Modul anzustoßen und seine Bahn dadurch geringfügig zu verändern.

DART = "Double Asteroid Redirection Test" ist Teil von AIDA = "Asteroid Impact and Deflection Assessment", einem Gemeinschaftsprojekt von NASA, ESA, und verschiedenen nationalen Raumfahrtagenturen, darunter auch der deutschen DLR.

Als Zielobjekt für den Kollisionstest der NASA ist die kleinere Komponente "Didymoon" des doppelten Asteroiden 65803 Didymos vorgesehen. Dieser näherte sich der Erde im Jahr 2003 bereits bis auf einen Abstand von 7,2 Millionen Kilometern, und im Jahr 2123 werden es nur noch 5,9 Millionen Kilometer sein.

The impact of the 300 kg DART spacecraft at 6.25 km/s will produce a velocity change on the order of 0.4 mm/s, which leads to a significant change in the mutual orbit of these two objects, but only a minimal change in the heliocentric orbit of the System.


 

P_E_T_E_R

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Cash crunch for anti-Armageddon asteroid mission

Europe urged to reconsider pullout from 'Armageddon' asteroid mission

Europe's contribution, to send a small craft close to the action to measure the crash and its impact, suffered a setback when space ministers rejected a 250-million-euro ($300-million) funding request last December.

The project was called AIM, for Asteroid Impact Mission.

At the meeting in the Latvian capital, European scientists proposed an altered, slightly cheaper alternative for AIM. The new price tag? About 210 million euros, said Patrick Michel, the science lead for the European part of the project.

And of course there will be a delay.

European Space Agency boss Jan Woerner told AFP "we will go forward with a new proposal" for the next ministerial meeting in 2019.




 

ThN

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Noch ein Nachtrag von Alexander Stirn, freier Wissenschaftsjournalist:

Hera: zugesagt 160 Mio. €, es fehlen 130 Mio €, Start 2024
Quelle: Alexander Stirn on Twitter

Das restliche Geld muss dann wohl auf der nächsten Ministerkonferenz 2021 eingesammelt werdn, oder? Ist schon ein hartes Brot, die Projektentwicklung... Da kann ich ein Wörtchen mitreden (Immobilienprojekte).

Thomas
 

MiMeDo

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Noch ein Nachtrag von Alexander Stirn, freier Wissenschaftsjournalist:

Hera: zugesagt 160 Mio. €, es fehlen 130 Mio €, Start 2024
Quelle: Alexander Stirn on Twitter

Das restliche Geld muss dann wohl auf der nächsten Ministerkonferenz 2021 eingesammelt werdn, oder?
Der Alexander Stirn ist ein notorischer Pessimist. Heute habe ich seine Tweets mal wieder hervorgeholt, und wusste ziemlich schnell warum ich ihn schon vor langem stummgeschaltet hatte.

Man bedenke, die nächste Ministerkonferenz ist 2022, d.h. das Geld von heute ist für die nächsten drei Jahre. Danach gibt's neues. Das Projekt müsste also schon klappen.

Dasselbe gilt für die robotische Mondmission. Da war vor zwei Jahren von 250 Mio. € die Rede, aber bis einschliesslich 2025. Es gibt jetzt 150 Mio, bis 2022. Kann also bis 2025 300Mio. werden. Kein Grund zur Klage.

Gruss
Thorsten
 
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Reaktion: ThN

ThN

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> Man bedenke, die nächste Ministerkonferenz ist 2022, d.h.
> das Geld von heute ist für die nächsten drei Jahre. Danach
> gibt's neues. Das Projekt müsste also schon klappen.

OK, also eine Finanzierung in Bauabschnitten. Und wenn sie gute Arbeit machen (Review board), gibts neues Geld. Macht Sinn. Das Wörtchen "fehlen" hörte sich so negativ an so in der Art "Man lässt die Jungs am ausgestreckten Arm verhungern". Und wo du es sagst, einige Kommentare vom Stirn kamen mir auch negativ und ein bisschen zynisch vor. Aber soll sich jeder selbst seinen Eindruck machen. Ich werde ihn in meiner Timeline noch lassen.

Im übrigen: Ich finde in Deutschland geht man in letzter Zeit so negativ an Aufgaben und große Projekte ran. Eher Problem- als Lösungs-orientiert. Und immer mit so'nem Schuss Zynismus und Häme und fehlender Sachlichkeit. Mit fehlerhaften, lückenhaften und auf Thesen hin zusammengeklaubten Daten.

Aber ich will mich jetzt nicht in Rage schreiben sondern lieber mal Schlafen gehen. ;)

Thomas ("I'm too old for that sh*t!")
 
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