Alles Dobson .. oder was ?

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Tommy_Lookville

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Hi Folks,

ich möchte mal eine Meinung zur Einsteigerberatung kundtun. Ich bin immer wieder erstaunt das, egal was jemand für Einstiegsvorstellungen äußert, (fast) ausschließlich ein 8“ Dobson empfohlen wird. Natürlich und völlig unbenommen ist es so :

1. Öffnung .. Öffnung … für (im Verhältnis) kleines Geld
2. leicht zu bedienen … aufstellen, durchgucken..

Als ich angefangen habe (130/920 Newton) war die Montierung natürlich viel (!) zu wackelig.
Der Newton hat einen sphärischen Spiegel (..bäh). Die Okulare (Gott weis welcher Herkunft) waren grauenhaft. Der OAZ aus Plastik. Doch trotzdem….

Polaris.. Polhöhe.. nachführen in nur einer Achse (Himmelsmechanik)… alles unwichtig für ein Dobson.. aber ist das etwa KEIN lohnenswerter Einstieg. Doch .. weil man LERNT.

Auch mit einem Lidl auf Astro-Montierung kann man wunderbar in die Astronomie einsteigen. Ich behaupte man „begreift“ im Nachhinein Hobbyastronomie nicht nur als Öffnungsfieber auf der Jagt nach einem Spiralarm .

Keine Frage : visuell gibt es keine bessere Wahl als ein Dobson mit > 10“ .
Allerdings sollte man sich schon gut am Himmel auskennen. Man sollte es schon mal versucht haben, einen Planeten mit einer widerspenstigen Montierung eingestellt zu haben. Selbst der Terminator am Mond kann da schon zur Aufgabe werden.

Jedesmal einem Einsteiger empfehlen, einen Lichteimer von insgesamt 20 Kilo auf einen Acker zu schleppen , halte ich für fantasielos. Los Bruder .. mit der großen Öfnnung siehst du alles und wirst jetzt Spaß haben. Der Rest ist nur anstrengend und unnötig.
So.. jetzt dürft ihr mich rundmachen
 
Seh ich ähnlich.

Sehe das Lidl, mit Tuning und ein paar brauchbaren Okus als das Einsteigerteleskop. Kommt man mit 200 Euro hin. (Gibts billig bei Ebay, bitte nur die alten paralaktischen kaufen...)
Wenn man dann weis, was man sieht, oder auch nicht, kommt alles weitere ganz automatisch.

8" f6 Dobs ist schon eher ein "Aufsteigerteleskop".

Es sei denn, Geld ist wurscht.

Grüße

Claudius

 
Hallo zusammen

'Öffnung, Öffnung, Öffnung' finde ich gerade bei einsteigern schon ein verständliches Konzept.
Um bei einem kleinen Refraktor zu bleiben: Abgesehen von solaren Objekten, einigen Kugelsternhäufen und vielleicht noch m42 und m31 muss man sich den Ausblick hart erarbeiten.
Auch das kann unglaublich spannend sein. Das Gerät bietet erst mit der Zeit mehr bzw. wenn der Beobachter erfahrener ist, er muss also üben.
Das kann frustrieren.
Bei einem Dob dagegen bekommt man mehr oder minder sofort hunderte hochaufgelöste Objekte zu sehn.
Was jetzt das bessere Konzept ist lässt sich schwer sagen.
Ich für meinen Teil bin aber froh, mit einem 70mm Refraktor auf einer EQ angefangen zu haben. Die ersten 'Schüsse' gingen eh in die Richtung des schon bekannten wie oben kurz erwähnt. Durch die eingeschräntere Auswahl habe ich mich stärker drauf konzentriert, war nicht vom Angebot erschlagen. Gleichzeitig musste ich mich allein fürs Aufstellen und einrichten stärker mit der Theorie beschäftigen, anstatt mehr oder minder intuitiv den Dob hinterherzuschubsen (was ich immernoch nicht mag).

Insofern finde ich es gar nicht schlecht, nicht mit einem großen Gerät einzusteigen.
Ein kleiner Refraktor und ein Fernglas zeigen mehr als man in den ersten 3 Jahren überhaupt beobachten kann, sind leicht, billig und bringen einem viel bei.

Nur ists wohl einigen Einsteigerberichte so, dass viele regelrecht vom Anblick enttäuscht sind bzw. einfachste Strukturen damit nicht sehen können. Finde ich aber auch nicht schlecht - man ist gleich gezwungen, sehen zu lernen anstatt das nur als Option in der Rückhand zu haben, auf die man später mal zurückgreift.

Die einzige Unart ist mMn, dass Parallaktische Einsteigergeräte chronisch untermontiert angeboten werden.
Etwas solider wirds erst ab den 6" Newtons (wenn auch da teils grenzwertig und eh schon in einem nicht wirklich handlichen Format) oder bei schnellen Geräten, die vielleicht auch nicht gerate top für Anfänger sind.
Kauft man mit Beratung kässt sich das zwar einfach lösen, indem die nächstgrößere Montierung gekauft wird, aber 'per Default' gibts eben nur wacklige.

cs
Jürgen
 
Hallo zusammen,


es ist halt so daß ein heutiger 8" Taiwan-Dobs weniger kostet als ein 80/1200 Refraktor einer nicht unbekannten Marke mal neu gekostet hat. Das blöde an der Sache ist daß ein solcher Dobs gar nicht soviele Unzulänglichkeiten haben kann daß er den kleineren Refraktor nicht völlig abhängt.

Wenn man nicht knipst braucht man das paralaktische Gerödel schlicht nicht, am Himmel findet man auch durch Dobsen die Orientierung.

Wenn das Budget bei 500,- liegt hat man die Wahl zwischen paralaktischem Aussteigerwackelteleskop oder primitivem Lichteimer in Holzkiste, welches der richtige Weg ist sollte jeder selber entscheiden können der sich die Mühe macht hier etwas zu lesen und sich nicht alles vorkauen zu lassen.

Daher: 6"f8 oder 8"f6 Dobsons sind nahe am Ideal was das Preis-Leistungsverhältnis angeht, daher würde ich nie auf die Idee kommen einen kleineren, wacklig montierten Refraktor oder Newton oder ein SC zu empfehlen nur um mal was anderes empfohlen zu haben...


Viele Grüße Felix
 
Hallo Tommy,

Vom Preis-Leistungsverhältnis ist der Standartdobson einfach ungeschlagen, das ist wohl unbestritten. Das ganze Geld steckt im Hauptspiegel und OAZ, da kann kein anderes Teleskop mithalten.

Meistens heißt es ja, möchte alles sehen, so bunt wie bei Hubble, außerdem das Ganze noch fotografieren, für max. 200 Euro! Was soll man da denn groß empfehlen? Das ein 8"f/6 Dobson dann doch nicht für jeden das ideale Instrument ist liegt daran dass die Einsteiger nicht wissen auf was sie eigentlich den meisten Wert legen und was sie Beobachten wollen. Ich würde zb. niemals ohne paralaktische Nachführung einen Planeten beobachten wollen, auch wenn das mit dem Dobson prinzipiell möglich wäre ist das für mich das absolut falsche Instrument.

Was mich bei der Sache also eher verärgert ist wenn zb. explizit nach einem nachgeführten Mak oder Refraktor gefragt wird und es dann heißt kauf dir lieber nen Dobson, dass passiert hier nämlich andauernd.
 
Alternativlos...

Hallo Tommy,

die Frage ist doch eigentlich: Was gibt es denn an Alternative?!?
Die Überschrift mit unserem Unwort ist mit Bedacht gewählt, denn Alternativen gäbe es schon, aber man kann sie nicht kaufen.

Du schreibst selbst: Montierung... zu wacklig. Das hat System, egal welches Teleskop man auf Montierung für unter 300 Euro anschaut. Zwangsläufig, ein China-Clone einer GP (bzw. was sich daraus entwickelt hat über die Jahre) fängt wohl so bei 250 Euro an. Vom Empfinden her wäre dann ein Paket aus Teleskop und Kleinkram zu klein für die Montierung. Mit der EQ-3, die für manches noch taugte, ist es genauso. So ein 114/900, der lang genug ist um ihn nicht auf die EQ-1 zu packen (egal ob man die EQ-1 als EQ-2 schönredet oder sie als das verkauft, was sie ist: eine EQ-1), der würde ja auf EQ-3 Montiert nicht in die Staffel passen. Nur 114 Öffnung und eine Montierung, auf der andere 6" f/8 verkaufen???

Und das gilt für das Lidl ganz genauso. Auch das ist recht wacklig montiert, wenn es auch die Montierung nicht so fordert wie der 114/900.

Und optisch? Vom Leistungspotenzial her sieht ein 70/700 Achromat gegen einen 114/900 Kugelspiegel-Newton wirklich alt aus. Der Kugelspiegel beim 114/900 erreicht ja noch sehr gute Werte, weil die Abweichung von der Parabel bei einem so kleinen Spiegel eben im kleinen Nanometer-Bereich liegt und somit unerheblich ist. Der Kugelspiegel ist außerdem maschinell gut herstellbar. Gegen Fabrikationsfehler wie quetschende Fassungen sind 70/700 wie 114/900 nicht gefeit, übrigens ein Grund, der bei heutigen Standards gegen diese ganze Preisklasse spricht. Bleibt doch beim Refraktor einzig der Einblick für kleine Leute als wirkliches Merkmal.

Was das lernen angeht: Wer einen Dobson nutzt, lernt ja genauso die Himmelsmechanik indem er in jeder Ecke des Himmels anders schieben muss.
Und was das Beobachten Lernen betrifft: Ist es wirklich lernen, wenn man Geräte hat, deren geringe Öffnung geradezu in die Übervergrößerung treibt, weil attraktive Vergrößerungen anders nicht zu erreichen sind? Wohin bringt mich denn 0,7mm AP bei 70mm Öffnung? Und kann ich überhaupt erwarten, bei üblichen Qualitätsstandards, diese AP sinnvoll einsetzen zu können? Farbfehler kommt ja noch hinzu. 100x ist dann das Ergebnis. Beim 114/900 komme ich wenigstens noch auf 160x und das ist schon eine Hausnummer mehr. Ich weiß auch wirklich wie das live aussieht, habe meinen 114/1000 Cat-Newton noch, habe einen 80/1200, habe meinen 60/800 umgerödelt auf 60/430.

Es macht wirklich überhaupt keinen Sinn, solche Geräte zu empfehlen, wenn einfach eine für anfänger robustere Variante zur Wahl steht. Das ist der 8" f/6 Dobson, das ist aber auch ein 6" f/8 oder 6"f/6 (wenn es den mal etwas konsequenter geben würde).

Das Bessere ist schlicht des guten Feind, und daher halte ich den 70/700 als Einstieg in den meisten Fällen für einen Fehlkauf. Ich erlebe bei solchen Geräten viel zu Häufig, dass nur argumentiert wird "nettes Teleskop". Und das ist eine Fehlberatung, weil es auch andere Teleskope gibt, die sogar netter sind. Wenn man keine harten Argumente für ein 70/700 Paket angeben kann, dann kan man es eigentlich gleich vom Markt nehmen. Und wie gesagt, mir fällt wenigstens noch der niedrige Einblick ein. Das ist aber für die meisten weder Thema noch von Vorteil.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Markus,

da aber die meisten Leute ein nachgeführtes Dingsbumms haben wollen ohne zu wissen, was Nachführung bedeutet, ist es durchaus richtig, zu hinterfragen, ob sie wollen, was sie fordern.
Die meisten wollen nämlich nicht, ohne es zu wissen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo in die Runde!

Ich finde es auch immer befremdlich, dass, egal was die ersten vom Frager aufgestellten Vorstellungen/Bedingungen sind, über kurz oder lang unweigerlich der 8" Dobson empfohlen wird. Alles drunter wird eher als Spielzeug abgetan. In die Richtung 8" Dobson möchte ich sicherlich auch einmal gehen, allerdings weiß ich jetzt schon, dass das dann wahrscheinlich das Ende meiner "Astroentwicklung" sein wird. Größere Haubitzen werde ich sicherlich nicht in der Gegend rumtragen (und Wegzug aus der Stadt steht nicht zur Debatte).

Gerade die eingeschränkte Objektauswahl bei kleinen Geräten macht es mir als Anfänger leicht, eine "Beobachtungstour" zusammenzustellen. Freilich kann das, was man dann sieht, nicht mit den Fotos hier im Forum mithalten und der -das nenne ich mal so- astroUNinteressierte Einsteiger wird generell eine Enttäuschung erleben, egal ob 8" oder Lidl (muss zugeben, dass das größte Ding, durch das ich bisher gesehen habe, ein 6" f5 war). Ich finde es auch immer faszinierend, dass manch ein Einsteiger nicht mal weiß, in welche Himmelsrichtung der Balkon weist. Oder dann auch solche Schmankerl wie "ich will details an den Sternen sehen". Da kann ich auf bairisch nur sagen: da happerts vom Boa weg. In solchen Fällen ein Teleskop zu empfehlen, ist purer Schwachsinn! Das einzige was ich da seriös(!) empfehlen kann ist:

1. Lies Bücher zum Thema!
2. Lies die einschlägigen Einsteigerseiten
3. Triff dich mit anderen und schau es dir selber an!!!

Aktuell läuft ja ein "Wiedereinsteiger" im Teleskope-Berich rum, der gefragt hat, was f5 usw. bedeutet. Nur ein Punkt in diesem Thread... Und der wird dann auch noch fleißig zum Thema Astrofotografie beraten. Da wird im Zweifelsfall mehr Geld verbrannt als bei einem billigen Wackeldackel-AllInOne-Angebot.

Bei Beratung von komplett ahnungslosen Einsteigern kann man in meinen Augen eigentlich nur zu den oben angegebenen Punkten raten und ihm den Kauf zunächst ausreden. Für den interessierten Einsteiger, der weiß was er tut, ist der 8“ sicherlich eine gute Wahl (je nach Präferenz!).

Das ist jetzt meine persönliche Meinung, aber ich will mich entwickeln können und ich will erstmal den Himmel gut kennenlernen, bevor ich aufrüste (mein kleiner Mak ist hierfür ein guter Filter ;) ).

Das waren jetzt mal meine Einsteiger-Fünf-Pfennich zum Thema 8“-Dobs-Reflex in der Beratung.

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Sven, Hallo Markus,

Ich seh das so: Wenn sich einer nicht ernsthaft mit der Materie auseinandersetzt kann ihm sowieso keiner von uns wirklich helfen. Es gibt ja genügend gute Informationsquellen im Internet wo man sich eingehend informieren kann (deine HP mit eingeschlossen) und auf die hier immer wieder hingewiesen wird.

Wenn einer zb. nicht mal mit dem groben, visuellen einnorden einer Montierung zu recht kommt ist ein technisches Hobby wie die Astronomie höchstwahrscheinlich sowieso nicht das Richtige, da wärs dann evtl. gleich besser zu raten Gemüse zu züchten o.ä.

Man sollte sich bei den Einsteigerberatungen sicher noch viel stärker auf die subjektive Erwartungshaltung konzentrieren, da habt ihr völlig recht!
 
Hi Markus,

Wenn einer zb. nicht mal mit dem groben, visuellen einnorden einer Montierung zu recht kommt ist ein technisches Hobby wie die Astronomie höchstwahrscheinlich sowieso nicht das Richtige, da wärs dann evtl. gleich besser zu raten Gemüse zu züchten o.ä.

Das klingt mir ja fast a bisserl überheblich ... jedenfalls hast Du ein etwas seltsames Verständnis für alle Facetten dieses Hobbys.

Glaubst, dass es einem "Autorennfahrer" Spass macht, wenn er vor jedem Start erstmal Zündung und Vergaser wieder neueinstellen müsste oder ein Skifahrer nach jedem Ausflug die Bindung demontieren und vor dem nächsten Skitag wieder montieren und justieren müsste? "Technische" Hobbys müssen nicht zwangsläufig was mit der Arbeit eines Landvermessers oder eines Mechatronikers zu tun haben ... ;)

Gerade dieses (meist unterdimensionierte und unhandliche) parallaktische Gerödel bietet - auch für den ambitionierten Einsteiger - schon 'ne ganze Menge Frustpotential ... auf das bei einer engagierten Einsteigerberatung tunlichst immer hingewiesen werden sollte :cool:

Auf den "Bildern" sieht das nämlich meist aus, als "gehe alles wie von selbst" (HB-Männchen-like ;) ) ... und 'ne Goto findet sich selbstverständlich auch ohne Alignment ganz von alleine in der grossen weiten Welt zurecht ...

Zur "Himmelsmechanik" findet jeder - ganz nach dem eigenen Bedarf - seinen Weg ... zum Rest dann mehr oder weniger auch noch. Oder gibt es bei der Hobbyastronomie schon "Zulassungslizenzen" wie beim Amateurfunk, wo man eventuell seine "Morsefähigkeit" nachweisen muss, um als ein "ganzer Kerl/ganzes Weib" anerkannt zu werden ?) ;)
 
Zitat von Tommy_Lookville:
Hi Folks,

ich möchte mal eine Meinung zur Einsteigerberatung kundtun. Ich bin immer wieder erstaunt das, egal was jemand für Einstiegsvorstellungen äußert, (fast) ausschließlich ein 8“ Dobson empfohlen wird. Natürlich und völlig unbenommen ist es so :

1. Öffnung .. Öffnung … für (im Verhältnis) kleines Geld
2. leicht zu bedienen … aufstellen, durchgucken..

Als ich angefangen habe (130/920 Newton) war die Montierung natürlich viel (!) zu wackelig.
Der Newton hat einen sphärischen Spiegel (..bäh). Die Okulare (Gott weis welcher Herkunft) waren grauenhaft. Der OAZ aus Plastik. Doch trotzdem….

Polaris.. Polhöhe.. nachführen in nur einer Achse (Himmelsmechanik)… alles unwichtig für ein Dobson.. aber ist das etwa KEIN lohnenswerter Einstieg. Doch .. weil man LERNT.

Auch mit einem Lidl auf Astro-Montierung kann man wunderbar in die Astronomie einsteigen. Ich behaupte man „begreift“ im Nachhinein Hobbyastronomie nicht nur als Öffnungsfieber auf der Jagt nach einem Spiralarm .

Keine Frage : visuell gibt es keine bessere Wahl als ein Dobson mit > 10“ .
Allerdings sollte man sich schon gut am Himmel auskennen. Man sollte es schon mal versucht haben, einen Planeten mit einer widerspenstigen Montierung eingestellt zu haben. Selbst der Terminator am Mond kann da schon zur Aufgabe werden.

Jedesmal einem Einsteiger empfehlen, einen Lichteimer von insgesamt 20 Kilo auf einen Acker zu schleppen , halte ich für fantasielos. Los Bruder .. mit der großen Öfnnung siehst du alles und wirst jetzt Spaß haben. Der Rest ist nur anstrengend und unnötig.
So.. jetzt dürft ihr mich rundmachen


ist vor allem auch geschmacksache.
ich hatte zu anfang auch einen 8 zoll dobson und fand das gerät ziemlich unhantlich und spass hat mir das ganze erst mit einer montierung + goto gemacht.

für mich persönlich gesehen, war der kauf des dobson ein fehler.
 
Hallo Ralf,

ich denke schon, dass die Aussage mit dem Technikverständnis (besser: der generelle Willen, sich mit der gesamten Materie auseinanderzusetzen) und dem Gemüsezüchten in gewissen Rahmen richtig ist. Ein Rennfahrer kann vllt. Nicht den Vergaser richtig einstellen, kann aber seinem Mechaniker sagen, ob er ein fetteres oder mageres Gemisch haben will. Keiner muss eine Montierung konstruieren können, aber dass meine Montierung wackelt wie [zensiert], das merk ich schon. Die Gruppe, die Markus mit seiner Aussage angesprochen hat, sind die, die meinen, einfach so ein Röhrchen hinstellen zu können und damit hubbleeske Ausblicke zu haben. Um auf dein Rennfahrer-Beispiel zurückzukommen: die wissen nicht mal, wie sie das Ding anlassen können. Eine „Prüfung“ verlangt bestimmt niemand, diese Leute hören schon von alleine wieder auf.

Der Rest muss dann eben die große Entscheidung treffen, was er sich als Gerät hinstellt. Und das ist in der Tat sehr individuell und mit dem lapidar hingeworfenen 8“ nicht erledigt (siehe den Beitrag von AndiHam).

Viele Grüße
Markus
 
Hallo

von meiner Seite kann ich folgendes beitragen. Ich bin mittlerweile froh, dass ich mich unter Aufwendung erheblicher finanzieller Mittel für Neugeräte nicht vorschnell für eine Lösung entschieden habe. Die Komplexität der verfügbaren Bauformen mit ihren Vor- und Nachteilen wurde mir erst später wirklich klar. Ich hatte zu Beginn ganz bewußt auf das Lidlskop gesetzt, welches in der Bucht immer noch für rund 30-60,- Euro zu erstehen gibt. So konnte ich klären:

-- liegt mir die Astronomie überhaupt?
-- reicht mir der kleine günstige Refraktor zum gelegentlichen Spechteln vielleicht schon aus?
-- wie läuft das mit der Ekliptik, wie funktioniert eine Parallaktik?
-- was brauche ich wirklich, um meine später gereiften Wünsche und Ziele wirklich umzusetzen?
-- DeepSky? Spacewalk? Ja, bitte. Daher kein Mak und kein SC wegen der kleinen Gesichtsfelder.

Jetzt - nach vielen Wochen intensiver Beschäftigung mit der Materie - konnte ich meine Entscheidung treffen: ein Newton auf Parallaktik. Ich möchte gern gezielt nachführen, zwischendurch etwas im Karkoschka prüfen, eine rauchen und anschließend meine Frau, meine Kinder, Urlaubsbekanntschaften oder Freunde auch mal schnell durchschauen lassen... als Gemeinschaftsevent gewissermaßen... und nur kurz eine halbe Umdrehung drehen und das Objekt ist da, wo es ein soll. Später sogar mit Motor möglich! Und ein paar Mondfotos sind auch drin.

Insofern habe ich auch etwas Mühe mit dem Paradevorschlag für Anfänger: Mach gleich groß und dann kann es eigentlich nur ein Dobson sein.

Bei mir lief es - Gott sei Dank - etwas anders. Wenn ich dann mal wirklich Öffnungssüchtig werden sollte: dann folgt ein Dobson. Dann weiß ich aber auch, warum...

Gruß aus der trüben Nordheide


Logi
 
Hallo Ralf,

Ich habs ja zugegeben bewußt sehr provokant formuliert. Das man als Erwachsener Mensch in der Lage sein sollte herrauszufinden wo bei mir daheim Norden ist oder ähnliche komplizierte Fragestellungen die immer wieder mal auftauchen setz ich mal vorraus auch wenns für dich überheblich klingt, sorry (bei Kindern ist das aber ja wieder definitiv etwas anderes).

Auch beim Dobson wird dir so eine Auseinandersetzung mit der Materie ja nicht erspart bleiben auch wenn er nur hinzustellen ist. Natürlich muss hier aber darauf hingewiesen werden wenn die Montierung ein wackeliger Schrott ist und das Scope nicht stabil trägt, keine Frage. Deshalb bleibt ja für extrem begrenze Budgets unter 200 Euro sowieso nicht wirklich mehr viel übrig als einen Dobson zu empfehlen, bin ganz bei dir.

@Logi: Genau so sollte es ja eigentlich ja auch laufen, es gibt ja zum Glück auch positive Beispiele so isses ja nicht!
 
Hi juristicus-Markus,

ja ja ... es gibt natürlich solche "Grenzgänger" :)

Aber es wird ja nicht nur der Dobson "lapidar" hingeworfen ... oft genug wird auch "dringend" eine Parallaktische Montierung, am besten mit Motornachführung, "angeraten" - ohne auf die damit verbundenen "Umstände" hinzuweisen.

Als ich das erste Mal von so einer Montierung gelesen habe (nicht hier, sondern im Online-Katalog eines Händlers) kam das bei mir eben mit "it's so easy" rüber: hinstellen, Teleskop einhängen, Stern/Planet anvisieren, Motor starten und von mir aus dann zwischendurch auch mal eine Rauchen gehen oder was man sonst noch so "Dringendes" zu erledigen hat ;) ... und das Objekt ist bei Rückkehr - wenns denn keine Stunden gedauert hat - immer noch "im Visier" - toll. Aber denkste :Trost: ... wie ich dann lernen durfte. Gottseidank noch "nur theoretisch", weil ich mich hier rechtzeitig beraten habe lassen.

Alles hat seine Vor- und Nachteile (wie Andi es aufzeigt) ... und zwar "individuell abgestimmte" Vor- und Nachteile. Und darauf sollte in der Beratung - egal zu welchem System der Berater tendiert - "schonungslos" hingewiesen werden.

Auf die "besonderen Umstände", die so eine Parallaktische Montierung machen wird, wird nämlich meinem Empfinden nach auffällig seltener hingewiesen als auf die diversen Nachteile eines Dobson.
 
Hallo.

Als ich das erste Mal von so einer Montierung gelesen habe (nicht hier, sondern im Online-Katalog eines Händlers) kam das bei mir eben mit "it's so easy" rüber: hinstellen, Teleskop einhängen, Stern/Planet anvisieren, Motor starten und von mir aus dann zwischendurch auch mal eine Rauchen gehen oder was man sonst noch so "Dringendes" zu erledigen hat ... und das Objekt ist bei Rückkehr - wenns denn keine Stunden gedauert hat - immer noch "im Visier" - toll

Ja, das funktioniert auch.
Man braucht nicht mal so viel Hirnschmalz dazu. Wenn man mit einer Parallaktischen Montierung arbeiten will, ist das keine schwere Sache. Mit ein bisschen Gewohnheit geht das Aufstellen der Montierung fast schon von alleine, man braucht nicht mehr viel darüber nachdenken.

Aber denkste ... wie ich dann lernen durfte. Gottseidank noch "nur theoretisch", weil ich mich hier rechtzeitig beraten habe lassen.

Nichts da denkste!
Es reicht wenn der Polarstern in der Mitte vom Sucher steht, wenn das Stativ grob ausnivelliert ist.
Ich beobachte nur mit Parallaktischen Montierungen, seit weit über 20 Jahren, auch ich habe mit einer wackeligen Montierung angefangen, aber ein Objekt ist mir noch nicht herausgelaufen.

Wir haben ein technisches Hobby, das geht auch schon beim Dobson los.
Ich halte nichts davon auf eine Parallaktische Montierung zu schimpfen, wer sie nicht zum laufen bringt, was keine große Sache ist, der ist sie eben nicht gewachsen und sollte es auch bleiben lassen.

Auf die "besonderen Umstände", die so eine Parallaktische Montierung machen wird, wird nämlich meinem Empfinden nach auffällig seltener hingewiesen als auf die diversen Nachteile eines Dobson.

Eine Parallaktische Montierung macht keine besonderen Umstände, die Umstände macht nur derjenige der sie nicht kapiert oder kapieren will.

Nur mit einem bin ich einer Meinung: Sie sollte den Tubus auch tragen können.

Gruß
*entfernt*
 
Hi Ralf,

Aus eigener Erfahrung dauert bei mir das Aufstellen der Monti im Garten tatsächlich genau 10 Sekunden!

Das Stativ ist mit der Dosenlibelle bereits waagrecht ausgerichtet und bleibt beim wegräumen einfach in der selben Länge geklemmt. Drei simple Markierungen für die Stativbeine am Boden erledigen den Rest. Das Genze ist tatsächlich so genau das ich so sogar mit Webcam fotografieren kann, also rauchen, cafe trinken und and weggehen sind da schon gar kein Thema.

An Ausrichtearbeit bleibt bei ersten Mal also genau einmal waagrecht einstellen, einmal mit Polsucher einnorden und einmal die Polhöhe einstellen. Ich versteh also das Problem dabei wirklich nicht, bzw was daran so kompliziert sein kann. Wenn der Beobachtungsplatz nicht wechselt (Garten, Balkon, etc.) seh ich da zum Dobson überhaupt keinen Nachteil. Bei ständig wechselnden Beobachtungsplätzen dauerts natürlich schon etwas länger, da ist der Dobson im Vorteil. Deshalb sollte ja auch genau hinterfragt werden wie und wo genau beobachtet werden soll. Rein visuell reichts ja wenn man sich die Montierung waagrecht hinstellt und grob Auge mal Pi nach Norden dreht, ok dauert dann 2 Minuten. Kaum einer wird die komplette Montierung zerlegen, vielleicht wenn mal man weiter auf Reisen fährt, dann wirds natürlich aufwändiger das Ganze richtig einzustellen.

Was ich nur damit sagen wollte es ist alles eine Frage der Technik, und die lernt man sehr schnell wenn man damit arbeitet.
 
Hallo zusammen.

Meine Meinung: Das Dobson ist so etwas wie der VW Golf: Den fährt die Mutti wenn sie die Kinder in die Schule bringt, den fährt der Sohn abends in die Disco, und der Papa tunt ihn nach Feierabend in der Garage. Soll heißen: Gerade die Vielzahl der verschiedenen Ansprüche, die oft an ein Teleskop gestellt werden oder besser: die Erwartungshaltung an Astronomie überhaupt kann ein Dobson relativ flächendeckend bedienen. Die Technik ist simpel, der Preis stimmt, man lernt den Himmel kennen, hat ein schnelles Erfolgerlebnis und genug optische Reserven, damit das Gerät auch "schwierigere" Objekte zeigen kann. Außerdem kann das Gerät dank großer Popularität sowohl gebraucht gekauft als auch gut wieder verkauft werden. Damit ist ein Sammeln von eigenen Erfahrungen möglich, ohne hinterher feststellen zu müssen, dass man zuviel Geld in der Erstausstattung versenkt hat.
Ich würde einem unentschlossenen Einsteiger jedenfalls eher ein Dobson empfehlen als einen parallaktischen Wackeldackel.

Gruß,
Tilo
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

wenn ein Einsteiger schreiben würde: "Die Öffnung ist mir egal, was ich erkennen kann auch. Hauptsache das Teil hat Motoren, macht Krach und hat viele Knöpfe. Mir geht es nur um die Technik und weniger um Astronomie", dann würde ich ihm evtl. eine parallaktische Montierung empfehlen - oder eine moderne Espressomaschine ;-)

CS
Chris
 
Hallo Günther,

Jeder weiss wie teuer diese Plattformen sind, natürlich kann man sie auch selber bauen, aber halt nur wenn man kann. Für den Preis was so eine Plattform im Laden kostet ist man preislich auch schon gleichauf mit einer EQ6-Goto Monti und hat trotzdem nur eine bescheidene Krücke im Vergleich zu einer richtigen Montierung. Bei aller Liebe, so eine Plattform ist das größte Scheinargument überhaupt (Selbstbau mal ausgenommen!). Für einen 16 Zöller der sich anderweitig nicht mehr montieren lässt zahlts sich sowas ja vielleicht noch aus aber davon reden wir hier ja überhaupt nicht. Für Einsteiger absolut kein Thema!
 
Hi Folks,

ich bin jetzt nach Hause gekommen und habe mich über die Resonanz gefreut. Mir geht es nicht darum eine „Dobson für und wider“ Debatte loszutreten. Das erübrigt sich , weil der Dobson einfach unbestrittene Stärken hat (Öffnung.. preiswert … einfach). Allerdings sind Einsteigerfragen nun mal Fragen, die jemand stellt, dem man erstmal zuhören sollte was er eigentlich will. Es nützt nicht viel zu glauben „der Einsteiger weis eh nicht was er will“. Vielleicht hat er sich ja doch bei den einschlägigen Einsteigerseiten vorab informiert.

Deshalb fand ich das Gleichnis mit dem Golf für Mutti, Papi und Sohn von Tilo ganz beispielhaft. Aber......

Auch ein Anfänger der einen Golf fahren möchte, will entweder eine Schaltung oder Automatik. Das sollte man bei den Empfehlungen vielleicht bedenken und respektieren.
 
Hi allerseits,

dass ein "alter Fuchs" seine Parallaktische in Nullkommanix "hingeknallt"hat mag ja sein ... aber wir reden von "Anfänger" ... Einsteiger.

Es geht, wie der Tommy ja schon sagte, mir auch nicht um: nur das Eine ist das "Wahre" - sondern darum, dass bei jedem System die Vor- und Nachteile zur Sprache kommen:

Alles hat seine Vor- und Nachteile (wie Andi es aufzeigt) ... und zwar "individuell abgestimmte" Vor- und Nachteile. Und darauf sollte in der Beratung - egal zu welchem System der Berater tendiert - "schonungslos" hingewiesen werden.

Dann kommt (leider) bei den Anfragen der Einsteiger das limitierende Budget dazu. Ich sag mal wie es bei mir war: Nachdem ich mir schon jahrelang bei meinen nächtlichen "Geländeübungen mit Hund" bei klarem Himmel oft genug einen steifen Nacken geholt hatte, und mich dann ein "seltsames" Phänomen nicht ruhen liess, bin ich hier gelandet, aber zunächst mal nur, um das "Phänomen" zu klären. Abgekürzt: Überlegt, man könnte doch mal schauen, was es da so für Teleskope für die Hobbyastronomen gibt. Ahhh ... sehen toll aus, mit Stativ und 'ner "Montierung" (dachte erst ein "Schwenkopf zum "Schwenken" ;) ) ... und kosten doch so tolle Dinger nicht die Welt ... 150, 180 und 250 und ...
Also gibts da schon was "Gescheites" zum erschwinglichen Preis ... also Budget mal so Auge mal Pi auf 300 limitiert ... möchte wetten, dass es vielen Einsteigern ähnlich erging und ergeht ?)
So trudeln die - wie ich damals - hier ein, und knallen den Beratern ihr "300er-Limit" aufs Board ... :pfeif:
Und dann geht - wenn alles richtig läuft :) - ein netter Dialog los, wo dann doch noch so diverse Kleinigkeiten geklärt werden (müssen) - oder auch nicht (solche, ich nenns mal bornierte, Einsteiger gibts halt auch). Bei mir wurde dann so das "Gesamtbudget" (Okus etc.) letzendlich auf erstmal 650 erweitert ... ich war gottseidank, weil ein anderes Hobby aus gesundheitlichen Gründen gerade "gestorben" war, so in der Lage mein Budget etwas der Beratung anzupassen ... leider klappt das nicht bei jedem angehenden Hobbykollegen so, und "man" muss ihm was wenigstens einigermassen "benutzbares" im Lowcost-Bereich "zusammenschustern".

Der "Dialog" ist das A und O einer tauglichen Einsteigerberatung ... aber dazu müssen natürlich beide Seiten anständig "mitspielen" ... und dann - speziell wenn dann das Budget doch noch a bisserl variabel ist - kommt vielleicht auch mal was anderes als ein 8" f/6 Dobson bei raus ;)
 
Hi Ralf,

Das man sich 3 Markierungen am Boden anbringt hat ja nichts mit dem Alter zu tun, schafft jeder Einsteiger auch locker. Das besonders bei begrenztem Budget in der Beratung am Ende meist ein Standartdobson rauskommt ist wenn die Rahmenbedingungen stimmen ja auch nichts schlimmes und wird ja auch meistens so sein wenn der Preis vor allem der limitierende Faktor ist und eine gute visuelle Allroundeigenschaft des Instruments gefordert ist.

Als Einsteiger ist man sich zu diesem Zeitpunkt nur meist noch nicht bewußt wie viel Geld das Hobby zukünftig noch verschlingen kann wenn man auch nur eine halbwegs vernünftige Ausrüstung sein Eigen nennen will. Das Teleskop ist da ja nur ein kleiner Posten von vielen und auch dieser Umstand wird bei Beratungen ja auch oft übersehen. Welche Folgekosten fallen also mit einem bestimmten Instrument für unbedingt notwendiges Zubehör, Okulare, Zenitspiegel usw. an (evtl.ist es ja aber auch besser so sonst würden viele schon von vorn herrein abgeschreckt und das wollen wir ja auch nicht).


 
Ralf...

... so isses. Weniges, was ich als Noch-Anfänger mittlerweile weiß, weiß ich aus Erfahrung, das meiste hier durch euch! Insofern ist und bleibt der Dialog natürlich das Entscheidende.

Was mich anfänglich hier natürlich auch irritiert hat, ist die Borniertheit mancher Einsteiger, die hier Information "verlangen" oder "erwarten". Nicht jeder hat leider ein Gespür für die menschliche Komponente eines Forums.

Genauso irritiert mich aber auch die Dynamik so mancher Cracks hier, die "ihre" Lösung mit Gewalt an den Mann bringen müssen. Sicher genauso wenig zielführend für einen Anfänger.

Ist ja auch nicht zu ändern, ist ein freies Forum. Was man aber tun kann, sind halt gelegentliche Apelle für "erwachsene" Dialoge, ohne beiderseits ständig die "EGO-Automatik" agieren zu lassen.

Klare Himmel

Logi
 
Zitat von loginov:
... Nicht jeder hat leider ein Gespür für die menschliche Komponente eines Forums...Genauso irritiert mich aber auch die Dynamik so mancher Cracks hier, die "ihre" Lösung mit Gewalt an den Mann bringen müssen. Sicher genauso wenig zielführend für einen Anfänger.
... Was man aber tun kann, sind halt gelegentliche Apelle für "erwachsene" Dialoge, ohne beiderseits ständig die "EGO-Automatik" agieren zu lassen.

Wahr gesprochen. :super:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
ich denke es ist für einen wirklichen einsteiger mit ambitionen am besten, hier gar nichts zu fragen, sondern am besten die suchmaschiene anzuwerfen, um user zu sondieren, die in der lage sind mit ihren erfahrungen wirklich weiter helfen zu können.

wenn ich hier manchmal so lese, was als mindestvoraussetzung dargeboten wird, wenn man bilder von planeten oder deep sky objekten machen möchte, dann kriege ich nicht selten einen lachkrampf.

irgendwie werde ich das gefühl nicht los, dass man den neulingen nicht wirklich helfen will, sondern das man ihnen einfach nur seine eigenen schlaumeiereien unterjubeln möchte.

das man auch locker mal gute dinge gebraucht kaufen kann und somit seinen geldbeutel exorbitant entlasten kann, kommt hier ja selten mal als empfehlung vor.

"kauf dir zuerst ein fernglas" oder "ein dobson ist ganz toll ... viel öffnung für wenig geld" .
ich bin wirklich davon überzeugt, dass genau diese empfehlungen letztendlich mehr leute abschrecken, als das sie jemanden für derart hobby begeistern.

und wenn ich jetzt mal aus meiner tiefsten seele sprechen darf ..... sprüche wie "geh am besten erst mal auf ein astronomen treffen" schreckten mich schon damals am heftigsten ab.

gruß
andi

 
Hallo Andi,
Zitat von AndiHam:
und wenn ich jetzt mal aus meiner tiefsten seele sprechen darf ..... sprüche wie "geh am besten erst mal auf ein astronomen treffen" schreckten mich schon damals am heftigsten ab.
Da ich das auch gelegentlich empfehle: darf ich fragen warum?
Ich hab es zwar auch nicht gleich als erstes gemacht, aber so ein Treffen mit Gleichgesinnten und vielen verschiedenen Teleskopen finde ich schon unheimlich bereichernd.
Leute, die ich dazu überzeugen konnte, empfanden das ähnlich - auch als absolute Newbies.
 
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