Ambitionierter Einsteiger auf der Suche nach Ausrüstung

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Die größte Frage, die sich mir als Laie stellt: Ist der Unterschied vom 80/400 Startravel zum 7x50 Fernglas signifikant? Also bzgl. Lichtsammelleistung und sinnvoll nutzbarer Vergrößerung?
das sind mM 2 ziemlich unterschiedliche DInge.
Das eine ist ein zwar kleines, aber ein richtiges astronomisches Fernrohr mit höherer Vergrösserung auf einer Montierung.
(hatte ich das schon gesagt, dass eigentlich die Vergrösserung keine Rolle spielt, die kann man fast immer erreichen, wichtig ist die Grösse der Öffnung (Hauptspiegel oder Frontlinse) ;) )
Rechnerisch hast du beim Lichtsammelvermögen einen Faktor von 80^^2 / 50^^2 = 2,6.

Aber ich weiss nicht, so ein Röhrchen auf eine Dobson Rockerbox montieren, macht das Sinn? ;)
Und wie schon andere sagten, Deep Sky macht so ab 6" besser 8" Spass.

Übrigens kannst du EAA auch mit einem Dobson machen. Du brauchst dazu nur eine EQ-Plattform.
Mach' ich mit meinen 3 Dobsons, 6, 12 und jetzt auch 20 Zoll.

Hier mein erstes, absolut schlechtes Bild von der ersten Session mit dem 20 Zöller Dobson:
2021-10-01T07.42.32.png
M57, ASI294MC, 126s mit 1s Subframes

Boah, was da gestern alles nicht geklappt hatte. Aber das ist eine andere Geschichte. ;)
Aber immerhin, es funktioniert auch mit dem 20 Zöller.

Bei der an sich guten und günstigen SVBony SV305 Kamera muss man beachten, dass sie mehr für Planeten geeignet ist.
Sie hat einen (sehr) kleinen Sensor und das führt zu einem sehr kleinen Feld. Was nicht so gut ist für EAA und DeepSky.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Peter
Deine Rechnung verstehe ich nicht auch wenn das Ergebnis gerundet richtig ist.
Für die Kreisfläche brauchst Du den Radius, nicht den Durchmesser den Du hier verwendet hast:
(Rechnerisch hast du beim Lichtsammelvermögen einen Faktor von 80^^2 / 50^^2 = 2,6.).
Gekürzt um Pi (braucht man für den Vergleich nicht) wären es 4x4=16 vs. 2,5x2,5=6,25 was 2,56 fach ergibt,
was in der Praxis 1 Mag Grenzgröße bringt.
Da wir hier aber Mono und echtes Bino vergleichen, müßte man den "Binofaktor" auch noch einbauen.
Meist - und in dem Rahmen sehe ich das auch praktisch - liest man ca 1,3 bis 1,4 x beim Bino.
Ein 50mm FG wird bei Fernglasvergrößerung in der Wahrnehmung kaum Unterschiede zu einem 60-70mm Refraktor zeigen.
Das setzt sich in allen Größen fort. Mein 100er Bino liegt ähnlich einem 6" Newton, mit 150mm Bino bist Du im Bereich eines 10".
CS
 
Deine Rechnung verstehe ich nicht auch wenn das Ergebnis gerundet richtig ist.
Bei dem Verhältnis kürzt sich alles raus. Du kannst auch den Durchmesser (= 2 * Radius) einsetzen.

Da wir hier aber Mono und echtes Bino vergleichen, müßte man den "Binofaktor" auch noch einbauen.
Meist - und in dem Rahmen sehe ich das auch praktisch - liest man ca 1,3 bis 1,4 x beim Bino.
Ein 50mm FG wird bei Fernglasvergrößerung in der Wahrnehmung kaum Unterschiede zu einem 60-70mm Refraktor zeigen.
Das setzt sich in allen Größen fort. Mein 100er Bino liegt ähnlich einem 6" Newton, mit 150mm Bino bist Du im Bereich eines 10".
CS
Ja, klar der Binofaktor/beidäugiges Sehen. Hatte ich vergessen zu erwähnen.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

nur, damit wir nicht aneinander vorbeischreiben - bzgl. Sinnhaftigkeit der Kombination 40/800 Refraktor und Dobson Rockerbox verweise ich gerne noch einmal auf meinen Ausgangsbeitrag:

Die Montierung wäre für einen Tisch (in meinem Fall die Fensterbank) gedacht bzw. könnte auch auf ein Stativ (dank meiner Fotovergangenheit hab ich ein Manfrotto hier rumliegen) geschraubt werden. Als leichte, portable Lösung (vor allem auch mal auf Reisen) finde ich das schon ziemlich spannend. Evtl. interpretiere ich es auch nur in deinen Beitrag rein, aber ich will nicht einen 80/400 Refraktor an einer Dobson Boden-Rockerbox (die ja für große Teile bspw. 200/1200 gedacht sind) anbringen :D

Gruß
Stefan
 
Hi Peter
Deine Rechnung verstehe ich nicht auch wenn das Ergebnis gerundet richtig ist.
Für die Kreisfläche brauchst Du den Radius, nicht den Durchmesser den Du hier verwendet hast:
(Rechnerisch hast du beim Lichtsammelvermögen einen Faktor von 80^^2 / 50^^2 = 2,6.).
Gekürzt um Pi (braucht man für den Vergleich nicht) wären es 4x4=16 vs. 2,5x2,5=6,25 was 2,56 fach ergibt,
was in der Praxis 1 Mag Grenzgröße bringt.
Da wir hier aber Mono und echtes Bino vergleichen, müßte man den "Binofaktor" auch noch einbauen.
Meist - und in dem Rahmen sehe ich das auch praktisch - liest man ca 1,3 bis 1,4 x beim Bino.
Ein 50mm FG wird bei Fernglasvergrößerung in der Wahrnehmung kaum Unterschiede zu einem 60-70mm Refraktor zeigen.
Das setzt sich in allen Größen fort. Mein 100er Bino liegt ähnlich einem 6" Newton, mit 150mm Bino bist Du im Bereich eines 10".
CS
Hi Antares,

Binofaktor und die Wahrnehmung sind noch einmal zwei spannende Punkte.
Hast du da evtl. einen Tipp, wo ich mich einlesen kann? Mit beiden Augen auf die Suche zu gehen hat auf jeden Fall seinen Reiz.

Das Problem an meinem momentanen Fernglas 7x50 Celestron Cometron ist ein gewisser (gefühlter) Tunnelblick und seit gestern ist mir aufgefallen, dass die rechte Linse nur genau in der Mitte scharf ist und sobald man aus dem Zentrum rausschaut, wirkt es wie ein Goldfischglas (verschwommen und verzerrt) - was mich wundert ist, dass ich das an der linken Seite nicht habe. Wenn ich helle Objekte (Mond, Stadtlicher, beleuchteter Kran, etc.) im Dunklen anpeile, sind auch immer so geisterhafte Schemen um das eigentliche Objekt sichtbar. Glaube, das spricht alles nicht unbedingt für die Qualität meines Fernglases.

Gruß
Stefan
 
Hallo Stefan, meist endet es nicht in einem entweder-oder, sondern in einem UND. Man hat oft nicht nur ein Teleskop, sondern mehrere. Warum? Weil jedes andere Eigenschaften, Gesichtsfelder, Einsatzmöglichkeiten, Gewichte, Maße und Preise hat.

Die Frage ist nur, was kauft man zuerst? Die einen werden immer Dobson sagen, die anderen immer Refraktor. Bei Anfang und Balkon sage ich immer Refraktor, weil mir Refraktoren sympathischer sind. Sonst gibt es keinen Grund. Wenn Du gerne Deep Sky guckst, ist der Dobson ein Favorit. Wenn Du gern hinter dem Teleskop bist statt daneben, dann tuts ein Refraktor.

(Und PS: es gibt auch Maks & Co, wenn man kompakt liebt...)

lg
Niki
 
Hallo Stefan, meist endet es nicht in einem entweder-oder, sondern in einem UND. Man hat oft nicht nur ein Teleskop, sondern mehrere. Warum? Weil jedes andere Eigenschaften, Gesichtsfelder, Einsatzmöglichkeiten, Gewichte, Maße und Preise hat.

Die Frage ist nur, was kauft man zuerst? Die einen werden immer Dobson sagen, die anderen immer Refraktor. Bei Anfang und Balkon sage ich immer Refraktor, weil mir Refraktoren sympathischer sind. Sonst gibt es keinen Grund. Wenn Du gerne Deep Sky guckst, ist der Dobson ein Favorit. Wenn Du gern hinter dem Teleskop bist statt daneben, dann tuts ein Refraktor.

(Und PS: es gibt auch Maks & Co, wenn man kompakt liebt...)

lg
Niki
Hi Niki,

vielen Dank! Ich würde deinen Beitrag so auch zu 100% unterschreiben. In meinem Hinterkopf ist es schon eine Weilchen ein "UND", kein "ODER" :)
Aber wie du schon für meinen Fall völlig richtig schreibst: Mit was anfangen?

Mein Bauchgefühl rät mir auch eher zuerst zum Refraktor und im Anschluss dann ein Newton.

Grüße
Stefan
 
Hallo,

@Stefan
Zum Vergleich zwischen 8x40 & 80/400.
Meine Frau hat, bei allerdings wunderbarem Himmel (Bortle Class2!) über Lastovo/Kroatien, das Fernglass bevorzugt.
 
Mein Bauchgefühl rät mir auch eher zuerst zum Refraktor und im Anschluss dann ein Newton.
Würde ich persönlich auch so machen :cool:
Ohne eigenes Teleskop gibts keine Erfahrung damit.
Und nicht alles kann man vorher theoretisch erfahren und ermitteln...
Ein kleiner Refi kann stets auch bleiben, wenn man lichthungriger wird. Als Grab & Go. ;)

lg
Niki
 
Hi,
na ja, ich weiss nicht.

Ich habe auch mit so nem Schüler Fernrohr, nennen wir es Refraktor, von Kosmos angefangen. ;)
MM völlig unnötig, hat nur Frust erzeugt, da die gewünschten Objekte darin nicht sichtbar waren, übrigens bei ausgezeichnetem Himmel im Schwarzwald.

Das nächste war dann so ein schwachs.... Mini Newton mit 114mm. Das sind mM Fehlkonstruktionen, da die ja aufgrund des kleinen Spiegels eine viel zu grosse Obstruktion haben.

Wirklich schön und ansprechend war es erst mit einem 8" Meade SC.

Aber die SCs haben halt für Deep Sky eine viel zu grosse Brennweite, also als nächsten Schritt einen damals gerade so bezahlbaren 12" Volltubus Dobson von Meade angeschafft. Der Volltubus war aufgrund seines Wahnsinns-Gewichts und Grösse der absolute Vollpfosten. Und die riesige Presspan-Rockerbox. ;)
Aber aufgrund von 12 Zoll Öffnung konnte ich damit endlich alle Messier Objekte entspannt finden und beobachten. Der wurde übrigens zu einem sehr schönen und leichten Gitterrohr-Dobson von Astro Optik Martini umgebaut.

Also wenn visuelle Beobachtung von Deep Sky (Messier) Objekten angestrebt wird, gleich einen Newton mit 6" oder besser 8" anschaffen.

Anders sieht es beim Refraktor natürlich aus, wenn man gleich einen qualitativ hochwertigen, aber auch sehr teuren, also einen APO oder ähnliches anschafft.

Gruß
Peter
 
Hi,
na ja, ich weiss nicht.

Ich habe auch mit so nem Schüler Fernrohr, nennen wir es Refraktor, von Kosmos angefangen. ;)
MM völlig unnötig, hat nur Frust erzeugt, da die gewünschten Objekte darin nicht sichtbar waren, übrigens bei ausgezeichnetem Himmel im Schwarzwald.

Das nächste war dann so ein schwachs.... Mini Newton mit 114mm. Das sind mM Fehlkonstruktionen, da die ja aufgrund des kleinen Spiegels eine viel zu grosse Obstruktion haben.

Wirklich schön und ansprechend war es erst mit einem 8" Meade SC.

Aber die SCs haben halt für Deep Sky eine viel zu grosse Brennweite, also als nächsten Schritt einen damals gerade so bezahlbaren 12" Volltubus Dobson von Meade angeschafft. Der Volltubus war aufgrund seines Wahnsinns-Gewichts und Grösse der absolute Vollpfosten. Und die riesige Presspan-Rockerbox. ;)
Aber aufgrund von 12 Zoll Öffnung konnte ich damit endlich alle Messier Objekte entspannt finden und beobachten. Der wurde übrigens zu einem sehr schönen und leichten Gitterrohr-Dobson von Astro Optik Martini umgebaut.

Also wenn visuelle Beobachtung von Deep Sky (Messier) Objekten angestrebt wird, gleich einen Newton mit 6" oder besser 8" anschaffen.

Anders sieht es beim Refraktor natürlich aus, wenn man gleich einen qualitativ hochwertigen, aber auch sehr teuren, also einen APO oder ähnliches anschafft.

Gruß
Peter
Hallo Peter,

das nenne ich mal eine Reise!
Kommt mir irgendwie bekannt vor, nur im Bereich Fotografie ;) Da habe ich auch alle möglichen und unmöglichen Kombinationen durch und mir teilweise gerade im Urlaub in den Alpen richtig einen abgeschleppt. Mittlerweile habe ich den Großteil verkauft (außer das Notwendigste um Hochzeiten begleiten zu können) und knipse privat nur noch mit einer Ricoh GR (passt in die Hosentasche).

Bevor es jetzt aber zu sehr offtopic wird:
Ein 6" Newton ist fest auf meiner Wunschliste eingeplant - bei einem App bin ich mir nicht so ganz sicher :)

Grüße
Stefan
 
Binofaktor und die Wahrnehmung sind noch einmal zwei spannende Punkte.
Hast du da evtl. einen Tipp, wo ich mich einlesen kann? Mit beiden Augen auf die Suche zu gehen hat auf jeden Fall seinen Reiz.
Hi Stefan,
ad hoc habe ich da nichts, aber das Thema wird auch hier immer wieder mal besprochen.
Ich denke, dass die Suche hier dazu ein wenig ausspucken sollte.
Bei mir kommt das aus eigenen Erfahrungen, weil ich sehr gerne probiere, teste und vergleiche.
Ich besaß zahlreiche Ferngläser zwischen 20 und 100mm und kenne deutlich mehr und besaß in der Spitze allein 27 Teleskope.
Da siehst Du wohin der Weg gehen kann: Man erwirbt mit der Zeit div. Optiken für verschiedene Einsatzwecke.

Was das Fernglas angeht, sind solch große Unterschiede m.E. eher ein Hinweis auf einen Defekt. Kleinere Unterschiede hats bei vielen Ferngläsern.
Dioptrieausgleich hast Du geprüft?
CS
 
Hallo Stefan,
Ab wie viel Vergrößerung kann Mann erkennen, dass es sich bei Capella um einen Doppelstern handelt? Mit bloßem Auge bzw. Fernglas sehe ich nur ein wild und bunt funkelndes Etwas
diese Frage hat dir noch niemand beantwortet. Mir schien die Antwort einfach zu sein. Ist sie aber nicht.

Die gängigen Sternatlanten verzeichnen Capella nicht als Doppelstern. Also in speziellen Doppelsternatlanten nachgeschaut, auch nicht verzeichnet. Das hat mich stutzig und neugierig zugleich gemacht. Tiefes Schürfen im Internet ergab folgendes : Abstand der beiden Sterne zueinander -> 1 e-5 Lichtjahre ; Abstand Capella - Erde -> 49 LJ. Das ergibt einen Winkel von 0,04". Nach dem Daweskriterium braucht man dafür eine ÖFFNUNG von 2,9m !

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe & Niki,

vielen Dank für eure Recherche bzw. Infos zu Capella! Hatte das zuerst gar nicht groß hinterfragt, da mir Stellarium sagt, es sei ein Doppelstern und ich es ziemlich zielsicher jeden Abend aus dem Schlafzimmerfenster sehe und es so schön bunt funkelt :)

Grüße
Stefan
 
Hi Stefan,
ad hoc habe ich da nichts, aber das Thema wird auch hier immer wieder mal besprochen.
Ich denke, dass die Suche hier dazu ein wenig ausspucken sollte.
Bei mir kommt das aus eigenen Erfahrungen, weil ich sehr gerne probiere, teste und vergleiche.
Ich besaß zahlreiche Ferngläser zwischen 20 und 100mm und kenne deutlich mehr und besaß in der Spitze allein 27 Teleskope.
Da siehst Du wohin der Weg gehen kann: Man erwirbt mit der Zeit div. Optiken für verschiedene Einsatzwecke.

Was das Fernglas angeht, sind solch große Unterschiede m.E. eher ein Hinweis auf einen Defekt. Kleinere Unterschiede hats bei vielen Ferngläsern.
Dioptrieausgleich hast Du geprüft?
CS
Hi Antares,

ich werde mich mal umschauen :)
Das hört sich ziemlich beindruckend an und ich bin mal gespannt, wohin mich meine "Teleskopreise" so führen wird. Verschiedene Optiken für verschiedene Einsatzzwecke macht auch in meinen Augen Sinn - Allrounder bedeuten wohl (wie fast überall) immer eine gewisse Kompromissbereitschaft.

Bzgl. meines Fernglases (Celestron Cometron 7x35):
Was genau meinst du mit Dioptrieausgleich habe ich geprüft? Ich habe es bis jetzt immer so gemacht, dass ich mit dem linken Auge über die Wippe/großes Rädchen in der Mitte fokussiert habe (rechtes Auge geschlossen) und im Anschluss mit dem rechten Auge offen (Linkes geschlossen) so lange am Dioptrieausgleich gedreht, bis es auch hier möglichst "scharf" ist. Wenn ich dann jeweils ein Auge aufmache und versuche das Bild zu beurteilen, dann ist es auf der linken Seite echt in Ordnung und auch noch am Rand ziemlich scharf und auf der rechten Seite ist ca. die Hälfte (Kreis von der Mitte aus gehend) scharf und der Kreis drum herum unscharf bzw. wölbt sich, wenn ich das Fernglas bewege - hoffe, man versteht, was ich meine. Wenn ich nachts Richtung helle Objekte (Mond, Stadtlichter, etc.) schaue, dann sieht es teilweise so aus, als wäre ein zweiter Mond (so geisterhaft) daneben. Ich glaube aber, dass dieses Phänomen mit der Vergütung zusammenhängt, richtig?
Ehrlich gesagt habe ich mich auch noch nicht getraut das Teil mal aufzuschrauben, da das Bild (wenn ich abwechselnd linkes und rechtes Auge öffne und schließe) ja nicht springt. Außerdem ist es im Moment (zumindest bis Anfang nächsten Jahres) mein einziges Beobachtungsinstrument und es wäre sehr schade, wenn ich das nicht mehr zur Verfügung hätte ;)

Unabhängig davon habe ich gestern ein bisschen in Richtung Binokularansatz recherchiert und finde das recht spannend - der Seheindruck mit beiden Augen ist schon sehr angenehm und selbst mit meinem ollen Fernglas stellt sich ein ganz leichter "Space-Walk-Effekt" ein. Apropos "Space-Walk-Effekt" - noch so ein mittelfristiges Ziel in Sachen Ausrüstung ;)
Wenn ich es aber richtig verstanden habe, schlucken solche Binokularansätze ordentlich licht und es ist wohl auch gar nicht so einfach die in den Fokus zu bekommen. Evtl. hat hier von euch ja jemand Erfahrungen damit gemacht und möchte dies hier teilen? Würde mich sehr freuen :)

Grüße
Stefan
 
schlucken solche Binokularansätze ordentlich licht
sie verteilen das Licht auf zwei Okulare, geschluckt wird es nicht. Im Moment rotierst Du offensichtlich zwischen allen Möglichkeiten, die optische Geräte zu bieten haben und das Thema zerstreut sich in eine sprunghafte Begleitung der Gedankensprünge vom Refraktor über Bino über Dobson, über Augen, Dioptrien, Fachliteratur über beidäugiges Sehen, Doppelsternsichtbarkeiten und es wird zu einem Brei...

Vielleicht sollten wir uns auf ein paar Eckthemen konzentrieren, sonst wird das ein Miulti-Thread, der sehr mühevoll für Dich ist, weil Du dauernd neuen Eindrücken, Gedanken und Überlegungen nachfolgst... was an Deiner Entscheidungsfindung wenig ändern dürfte.

Kauf Dir einfach ein Teleskop und mach ml ein paar Erfahrungen in der PRAXIS. Du selbst. Eigene, keine Angelesenen anderer Leute. Kauf Dir einen Binoansatz und sie selbst, wie dunkel es wird oder nicht. Dein Wissensdurst spült Dich sonst durch alle Gefilde und Gebiete der Fremderfahrungen und Grundlagen für Fremdentscheidungen, denn deren Fazit lautet ebenfalls: ein Bino ist gut, ein Newton ist gut, ein Refraktor ist gut, alles ist gut, wenn man es HAT und BENUTZT und FREUDE daran hat. ;)

Just my 2 cents again.

lg
Niki
 
sie verteilen das Licht auf zwei Okulare, geschluckt wird es nicht. Im Moment rotierst Du offensichtlich zwischen allen Möglichkeiten, die optische Geräte zu bieten haben und das Thema zerstreut sich in eine sprunghafte Begleitung der Gedankensprünge vom Refraktor über Bino über Dobson, über Augen, Dioptrien, Fachliteratur über beidäugiges Sehen, Doppelsternsichtbarkeiten und es wird zu einem Brei...

Vielleicht sollten wir uns auf ein paar Eckthemen konzentrieren, sonst wird das ein Miulti-Thread, der sehr mühevoll für Dich ist, weil Du dauernd neuen Eindrücken, Gedanken und Überlegungen nachfolgst... was an Deiner Entscheidungsfindung wenig ändern dürfte.

Kauf Dir einfach ein Teleskop und mach ml ein paar Erfahrungen in der PRAXIS. Du selbst. Eigene, keine Angelesenen anderer Leute. Kauf Dir einen Binoansatz und sie selbst, wie dunkel es wird oder nicht. Dein Wissensdurst spült Dich sonst durch alle Gefilde und Gebiete der Fremderfahrungen und Grundlagen für Fremdentscheidungen, denn deren Fazit lautet ebenfalls: ein Bino ist gut, ein Newton ist gut, ein Refraktor ist gut, alles ist gut, wenn man es HAT und BENUTZT und FREUDE daran hat. ;)

Just my 2 cents again.

lg
Niki
Hey Niki,

weitere 2 cents von dir, die ich mir gedanklich einrahmen werde und in Sichtweite aufhängen werde - da hast du komplett Recht, vielen Dank!
Von meiner Seite aus habe ich euch mittlerweile genug Input und kann dann im Anschluss gerne spezifische Threads aufmachen - ist glaube ich auch angenehmer für andere nach Antworten Suchende, als alles hier querlesen zu müssen :)

Falls natürlich noch jemand von euch den ein oder anderen Tipp bzgl. meines Fernglasproblems hat, bin ich natürlich dankbar für jeden weiteren Hinweis bzw. geteilte Erfahrung eurerseits.

Abschließend möchte ich mich bei euch allen bedanken, ihr scheint ein richtig guter Haufen netter, hilfsbereiter Menschen zu sein :)

Danke & CS
Stefan
 
Falls natürlich noch jemand von euch den ein oder anderen Tipp bzgl. meines Fernglasproblems
Hallo Stefan,

solltest Du mal über einen Flohmarkt laufen...
Ich habe auf einem Flohmarkt mal zwei alte Ferngläser (8x32 und 8x40) a 5 Euro gekauft um zum Basteln an die optischen Komponenten zu kommen. Die waren total in Ordnung und zu schade zum Zerlegen. Eines liegt jetzt mitsamt zwei Folienfiltern in meinem Auto und das andere steht bereit für den schnellen Blick zwischendurch. Wenn Du sowas findest, dann kannst Du aus dem defekten Glas Bastelmaterial gewinnen ;). Aber Vorsicht! Nicht auf die neuen "Blender" aus Fernost reinfallen.

Es lohnt sich auch ein Fernglas auf ein Fotostativ zu montieren. Es gibt Adapter zu kaufen, die an der Mittel-Achse klemmen, man kann sich sowas aber auch selber basteln. Manche Gläser haben vorne in der Welle ein Gewinde, meist hinter einem Abdeckkäppchen, das macht es noch einfacher.

Viele Grüße & CS,
Reinhard
 
Das mit dem Fernglas könnte eine falsch herum eingebaute Linse im Okular sein. Der Fehler so wie beschrieben kann eigentlich nur vom Okular kommen. Theoretisch wäre das sogar zu reparieren aber ich finde 7 x 50 für Astro sowieso nicht optimal.
Da ist nur der Hintergrund hell nicht aber die Sterne.
Und 7 mm Austrittspupille wirst Du später nicht mehr haben. 10 x 50 wären da besser. Und wenn Du mal die Chance hast durch richtig gute Ferngläser zu schauen - mach das. (auf Teleskoptreffen gibt es immer Leute - privat und auch Händler - bei denen Du mal unter Astrobedingungen Ferngläser ausprobieren darfst. )
Felix
 
Hallo Stefan,

solltest Du mal über einen Flohmarkt laufen...
Ich habe auf einem Flohmarkt mal zwei alte Ferngläser (8x32 und 8x40) a 5 Euro gekauft um zum Basteln an die optischen Komponenten zu kommen. Die waren total in Ordnung und zu schade zum Zerlegen. Eines liegt jetzt mitsamt zwei Folienfiltern in meinem Auto und das andere steht bereit für den schnellen Blick zwischendurch. Wenn Du sowas findest, dann kannst Du aus dem defekten Glas Bastelmaterial gewinnen ;). Aber Vorsicht! Nicht auf die neuen "Blender" aus Fernost reinfallen.

Es lohnt sich auch ein Fernglas auf ein Fotostativ zu montieren. Es gibt Adapter zu kaufen, die an der Mittel-Achse klemmen, man kann sich sowas aber auch selber basteln. Manche Gläser haben vorne in der Welle ein Gewinde, meist hinter einem Abdeckkäppchen, das macht es noch einfacher.

Viele Grüße & CS,
Reinhard

Hallo Reinhard,

das ist eine gute Idee und ich werde beim nächsten Flohmarkt um die Ecke meine Augen offenhalten :)

Grüße
Stefan
 
Das mit dem Fernglas könnte eine falsch herum eingebaute Linse im Okular sein. Der Fehler so wie beschrieben kann eigentlich nur vom Okular kommen. Theoretisch wäre das sogar zu reparieren aber ich finde 7 x 50 für Astro sowieso nicht optimal.
Da ist nur der Hintergrund hell nicht aber die Sterne.
Und 7 mm Austrittspupille wirst Du später nicht mehr haben. 10 x 50 wären da besser. Und wenn Du mal die Chance hast durch richtig gute Ferngläser zu schauen - mach das. (auf Teleskoptreffen gibt es immer Leute - privat und auch Händler - bei denen Du mal unter Astrobedingungen Ferngläser ausprobieren darfst. )
Felix
Hi Felix,

das klingt spannend, könnte durchaus sein. Habe bald ein paar Tage Urlaub und werde (wie auch schon von anderen Teilnehmern hier vorgeschlagen) mal zu einen Teleskophändler fahren und mir das ein oder andere live und in Farbe anschauen - bin mir sicher, dass er auch das ein oder andere Fernglas zum Testen im Laden haben wird :)

Grüße
Stefan
 
Hallo Stefan,

ich kann dem letzten Post von Niki nur beipflichten ... Zu viel Input und der Ansatz, alles "richtig" machen zu wollen - von Anfang an und Schritt für Schritt - funktioniert nicht und ersetzt meiner ( eingeschränkten) Erfahrung nach nie den unmittelbar eigenen Eindruck, die Erfahrung, das "Wow" beim eigenen Sehen ersten Objekte. Hobby-Astronomie ist m.E. keine Raketenwissenschaft - wenn man sich in den einschlägigen Foren umschaut und darin ließt, entsteht gerade bei "Anfängern" schnell der Eindruck, dass ohne tiefe Kenntnis der Theorie, Strehl, PEC, Backlash, Pixelgrößen und natürlich einem zwangsläufigen optimieren jedweder gekaufter Ausrüstung im Prinzip gar nichts geht und auch eigentlich nichts zu sehen ist.... Ok, ich überspitze vielleicht.

Aber in meinem Umfeld gibt es etliche Fälle, die ob der vermeintlichen Komplexität dieses eigentlich ganz einfachen Hobbies irgendwann das Handtuch geworfen haben. Ich würde alkerdings mich selbst niemals als Hobbyastronom bezeichnen. Ich schaue gern den Himmel an, bin also Sternenschauer - nicht mehr, nicht weniger. Für mich hat das zu einer immensen Entspannung geführt und dazu, mich wirklich freuen zu können über das, was ich da mit vergleichsweise einfachen und wenigen Mitteln sehen kann: Objekte, Photonen, die millionen Jahre unterwegs genau in diesem Moment Dein Auge erreichen. Ein Blick in die Ewigkeit. Für mich ist und bleibt das das größte Wunder überhaupt. Erhalte Dir das.

Ach ja, und mein Einstieg war ein Skywatcher 200 PDS auf einer AZ-EQ-6. Brot und Butter-Starter. Hat mir jahrelang Freude gemacht, ich habe nie was "optimiert". Und was du unbedingt tun solltest, jetzt da es ja wieder die Gelegenheit dazu gibt: Schaue bei Sternfreunden oder Astrotreffen vorbei. Schau durch unterschiedliche Teleskope und mach Dein eigenes Bild. Es gibt nichts, was das ersetzen kann.

Beste Grüße
Lars
 
Hallo Lars,

vielen Dank für eine Nachricht!
Für mich persönlich gibt es im Moment ehrlich gesagt kein "zu viel Input" - ich bin da tatsächlich wie ein Schwamm und freue mich über alle eure Erfahrungen (und natürlich auch gerne Tipps), die ihr mit mir teilen möchtet.
Ich habe nicht das Ziel von Anfang an alles richtig machen zu wollen - vor allem:
Was ist richtig und wer legt das fest? ;)

Mein (zumindest momentanes) Ziel ist, den Sternehimmel zu erkunden und zu genießen.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen - ich bin voll und ganz bei dir bzw. Niki - ich wollte deine Worte nur etwas einordnen.
So sehr ich an Wissenschaft interessiert bin und ich WissenschaftlerInnen bewundere - bei der Theorie gebe ich dir komplett recht:
Ich bin jemand, der Zeit seines Lebens Probleme mit Mathematik (und alles was an Naturwissenschaften damit zusammenhängt) hatte und ich glaube, meine Stärken liegen tatsächlich in anderen Feldern. Ist aber auch nicht schlimm und wäre ziemlich langweilig, wenn alle alles gleich gut könnten :)

Du beschreibst es sehr schön:
Sternenschauer. Ja, genau so würde ich mich auch sehen (wollen).

Folgender Abschnitt von dir könnte es nicht besser beschreiben, was ich am Himmel suche:
Für mich hat das zu einer immensen Entspannung geführt und dazu, mich wirklich freuen zu können über das, was ich da mit vergleichsweise einfachen und wenigen Mitteln sehen kann: Objekte, Photonen, die millionen Jahre unterwegs genau in diesem Moment Dein Auge erreichen. Ein Blick in die Ewigkeit. Für mich ist und bleibt das das größte Wunder überhaupt. Erhalte Dir das.

Das hast du sehr schön geschrieben und ja, ich werde es mir erhalten - versprochen :)

Auch einen weiteren Vorschlag von dir werde ich beherzigen:
Ich habe nächste Woche Urlaub und werde mal bei einem Teleskopladen vorbeischauen, um es mir mal live und in Farbe ansehen und vor allem anfassen zu können.

Etwas kaufen werde ich sowieso erst im neuen Jahr, aber ich schreibe dann meine Wahl gerne hier rein.

Bis dahin ergibt sich sicherlich auch mal die Gelegenheit dem ein oder anderen Sternenfreund über die Schulter und vlt. sogar durch das Teleskop zu schauen.

Grüße
Stefan
 
Hallo,

auch wenn ich mich sonst eher nicht als Experte sehe, so dass ich großartig Ratschläge geben kann, kann ich zu diesem Thema meine persönliche Meinung beisteuern, weil ich genau vor den selben Gedankengängen wie du gestanden bin...

Mein Anforderungen waren:
- mobiles Setup, dass auch auf einem ca. 1,50mx3m Balkon aufgebaut werden kann... In einer Kleinstadt, also nicht die besten Bedingungen.
- Rückenschonend, da ich einige Probleme damit habe (nicht mit dem Tragen, eher mit den gekrümmten Haltung beim Beobachten
- Mich interessieren Planeten und Deepsky, keine großartige Präferenz
- Ich besitze ein Auto, hab aber eher selten Zeit einen geplanten "Großeinsatz" durchzuführen... bin eher der grab and go Typ

Habe mir anfangs eine EQ5 mit Skyw. 150/750 Kombi geholt, weil ich für Fotografie gerüstet sein wollte... das klappt gut, aber richtiges grab and go ist es nicht mehr und diese Kombi kommt eher selten zum Einsatz. Mittlerweile habe ich dafür auch eine EQ5 goto Montierung mit der ich alle meine Teleskope betreiben kann, aber die kommt noch seltener zum Einsatz weil ich diese nicht mit Standardakkus betreiben kann (die Goto Version erfordert 12V die ohne Goto kann mit 4 Akkus Mono auf 6V betrieben werden)

Danach habe ich mir ein Skywatcher Mak 127er besorgt und dazu einen Fluid Neiger und ein Fotostativ dazu: (hoffe direkte Produktlinks sind ok... denke die helfen sehr)
Walimex Pro FT-665T Pro Stativ

Diese Kombination ist für mich ideal... sehr schnell aufgebaut, bzw. steht meistens bereits aufgebaut im Arbeitszimmer. Super ist, dass man mit diesem Stativ so weit runter kommt, dass man entspannt auf einem Sessel sitzen und beobachten kann.
Weil dieses Setup so gut funktioniert hat, habe ich mir dann für diese Montierung noch den Skywatcher 102/500 Refraktor gekauft um Deepsky mit grab and go abgedeckt zu haben.

Mit diesen beiden Setups kann ich mit einem Weg zum Auto das Teleskop, das Stativ mit dem Neiger, ein Fernglas und den Okularkoffer transportieren. Ist für mich ideal, allerdings sind natürlich beide Teleskope nicht die leistungsstärksten Exemplare... für mich aber derzeit ideal.

Hoffe ich konnte dir einige gute Anstöße geben :)

CS
Philipp
 
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