@Ulf
Andre hat schon recht. Die Kosten steigen beim Gigant 152 im Vergleich zu einem 100mm Glas gewaltig an. Nicht die Linsen sind entscheidend dafür, sondern u. a. die Prismengröße, die gewaltig sein muss. Da ist allein der Ausschuss bei der Herstellung enorm. Das macht sicherlich auch die großen Fujinos so teuer.
Leider kann ich nichts zur Qualität zum Gigant 152 sagen, aber Prismen, die binomäßig 2" Okulare ermöglichen und noch etwas taugen sollen, sind nicht ganz unproblematisch. Um dann noch alles ordentlich zu kollimieren usw., vervielfacht den Preis nun mal.
@alle
Ich finde so ein Großfernglas jedenfalls eine Bereicherung im Fernglasmarkt. Denn eine halbwegs bezahlbare 45° oder 90° Lösung mit 150mm Öffnung, gab es bisher nicht!
Wenn jetzt noch die Qualität einigermaßen stimmt, ist es fast schon ein Schnäppchen.
Problematisch sehe ich allerdings den 2" Anschluss für Okulare. Aber momantan kann man nur spekulieren, ob die Prismen die Qualität bieten können oder nicht?
Nur man sollte sich im Klaren sein, dass dieses Glas ein reines Deep Sky Glas sein wird. Kleine Vergrößerungen sind Pflicht. Je stärker man vergrößert, umso stärker wird man ein gewisses Manko in der optischen Qualität feststellen. Ein f/5,5 Achromat Bino mit 150mm Linsen und Prismen hat eben seine Grenzen.
Egal, wenn man damit zwischen 30x und 60x vergrößern kann, ist das schon eine feine Sache. Darüber dürfte das Glas wohl eher nicht geeignet sein. Allein die Kollimation ist schon keine Kleinigkeit, wenn man höher hinaus will. Von üblichen Farbfehlern mal abgesehen.
Eine Frage stellt sich noch. Bei den Miyauchis war es wohl so, dass die 45° Versionen eine bessere Transmission hatten, als die 90° Versionen. Möglicherweise trifft es auch auf den Gigant 152 zu? Das bleibt abzuwarten.
Soweit ich das sehe, schreit so ein Gigant nach der Nagler T4-Serie. :/ Die 22mm, 17mm oder 12mm Nagler wären vielleicht die beste Wahl ... wenn die Qualität des Giganten das noch zulässt oder man mit den Naglern in den Focus kommt. Die mitgelieferten Okulare sind jedenfalls meiner Meinung nach nicht so toll.
Auch wird man 152mm Öffnung nicht mit einem normalen FH Refraktor vergleichen können, da beim Giganten noch Prismen verbaut wurden, die einen gewissen Teil des einfallenden Lichtes schlucken werden. Vermutlich bleiben effektiv 120 bis 130mm reine "Licht"-Öffnung noch erhalten.
Ach ja, was den angegebenen Mindestabstand der Augen von 62mm angeht, die hat wohl nicht jeder Mensch. Bei mir käme es noch hin. Wer weniger hat, der kann wohl so ein Glas gleich vergessen. 2"-Okularaufnahmestutzen haben eben so ihre Tücken. :/
Insgesamt bin ich auch mal neugierig, als Großfernglas-Freak durch so ein Teil sehen zu können.
Grüße, Amin