Anfängerteleskop?

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Hallo Toni!

Ich habe den FlexTube schon in Natur gesehen und mich mit anderen besprochen.

Wir zweifelten ob man es auf eine Monti bauen kann und zwar wegen der Stangen.

War aber nur so ein Gedanke von uns.

LG
Markus
 
hallo Markus,

nette Zeichnung! Das Halo wird vermutlich vom 4mm Ramsden Okular verursacht, das nicht imstande ist das Licht eines f/4 Spiegels ordentlich fürs Auge aufzubereiten. Feuchtigkeitsbeschlag macht ein ziemlich scharf begrenztes grosses Halo.

Die Randunschärfen von Okularen sehen anders aus, sehr unterschiedlich, Schleifchen und Wölkchen und Kometchen mit oder ohne Farbe, aber da wir sie ja eh nicht sehen wollen, spar ich mir weitere Beschreibungen.

Der Flex wird auf einer Monti nicht im Gleichgewicht sein, ausser mit einigem Gegengewicht. Probiert habe ichs aber noch nicht.

lg Tommy
 
Hallo Tommy, nochmals!

Du arbeitest mit einem Hyperion Zoom (Baader?).
Was hast du für Planeten (bzw. hohe Vergrößerungen)? Wenn ich richtig gerechnet habe, habe ich mit einem 5 mm Okular und 1200 Brennweite - 240-fache Vergrößerung.

Bist du kleiner gegangen?

Was hast du mit dem Übersichtsokular gemacht?

Ganz konkrete Fragen - ich hoffe du antwortest mir....

@Sven: Ich habe dich wohl auch falsch verstanden - waren Hinweise und keine endgültigen Do's and Don'ts.
Vielleicht trotzdem ein kleines Statement zu meinen Vorschlägen weiter oben.

Lg und CS
Markus
 
Hallo Markus,

ich häng's mal hier an - in der gestaffelten Ansicht verliert man den Überblick... In diesem Zweig jedenfalls scheint es noch um Okulare zu gehen.

Gut, was empfehle ich? Also das 13,4mm Speers empfehle ich, weil es das Qualitätspotenzial hat, auf wirklich lange Jahre zufrieden zu stellen. Mehr optische Leistung würde ich nur in Okularen wie Nagler oder Ethos sehen, bedingt durch die Brille in LVW oder Pentax XW.

Die Brille ist ein wichtiges Thema. Genauer der Asti. Ein schwacher Asti ist kaum bemerkbar bei niedrigen vergrößerungen und schon bei mittleren Vergrößerungen nicht mehr erkennbar. So 0,5 Dioptrien dürften nicht auffallen - man kann aber auch schlecht sagen, wie der Asti beim einzelnen ausfällt.
Mehr Asti - mehr Probleme, der wird dann bei zunehmend höherer Vergrößerung dennoch bemerkbar. Dieses Verhalten ist nichtmal so unglücklich, weil der Augenabstand mit kürzerer Okularbrennweite kritischer wird - außer bei Okularserien die über die Brennweiten einen konstanten Augenabstand haben. 20mm sind für Brillenträger bequemst. 13mm können viele auch noch (da liegen die Speers etwa), aber manche haben schon Probleme, die Brille muss aufgedrückt werden oder man sieht eben nicht mehr das Feld bis zum Rand. 10mm stellt jeden Brillenträger vor Probleme und drunter geht mit Brille gar nichts mehr.

Jetzt fragt sich also, was steht denn im Brillenpaß so drin zum Asti und ist der auf beiden Augen gleich stark? Sonst kann man sich gleich mal auf das günstigere Beobachtungsauge trainieren.

Brillenträgerfreundlichkeit war in der ganzen Palette bis jetzt kein Thema. Zufälligerweise sind diese wie jene Planetarys mit angenehmem Augenabstand ausgestattet.

Zum Hyperion Zoom: Empfehle ich nicht. Ich kenne es, es hat mir für ein normales Zoom gefallen, aber ein weitwinkliges Bild wie ich es mir wünsche hat es eben nur bei kürzeren Brennweiten. Ich finde die Ästhetik des Weitwinkel-Anblicks sehr wichtig, allerdings liegt das an meiner Vorliebe für Deepsky. Daher greife ich dann zu Festbrennweiten mit Weitwinkel, das Speers Zoom ist eine Ausnahme, eine ungewöhnliche Zoom-Konstruktion, die stets über 80° scheinbares Feld hat.
http://www.svenwienstein.de/HTML/weitwinkel.html

Ich habe aber auch nichts direkt gegen das Hyperion Zoom, nur fragt es sich, worauf Du letztendlich "anspringst". Ich möchte nicht auf das Feld verzichten und finde selbst kleinere Objekte schön mit ihrer Himmelsumgebung - die macht ihren eigenen Reiz aus. Zum Beispiel M71 als kleiner Kugelsternhaufen, der aber in einer sternreichen gegend steht. Bei den offenen Sternhaufen, die ziemlich ausgedehnt werden können, gibt es einige, die das Feld des Hyperion bei 24mm sprengen, und die selbst wenn sie hineinpassen erst ihre Wirkung entfalten, wenn eben noch Himmel drumherum mit weniger sterndichte sichtbar wird.

Letztendlich, da Du Dich auf die Okulare wirst einlassen müssen sind zwei Dinge wichtig:
1. Die Möglichkeit, ein peinlich gut behandeltes Okular zurückgeben zu können, wenn in den ersten Tagen schon klar ist, dass daran etwas nicht gefällt - die Sache mit der Brille zum Beispiel.
2. Wenn Du das Speers 13,4mm einrichten magst, dann zeigt Dir das schonmal einen Maßstab - keinen unübertreffbaren Maßstab, aber einen, den viele Sternfreunde so als passend für lange Jahre sehen. Möglicherweise wird das dann für Dich die Meßlatte für spätere Zukäufe.

Noch zu den kurzen Brennweiten: Ich nannte ja schon die ED-Okulare als recht billig, kann aber sein, dass durch einen weiteren Händler der ins Spiel kommt, Paketpreise, Versand, die Rechnung nicht aufgeht. Dann sind die SPLER aus Linz meiner Einscätzung nach wohl ein ähnlich guter Griff wie die Dinger, die wir hier allgemein als Planetarys bezeichnen. Augenabstand für Brillenträger, etwas unter den gewünschten 20mm, haben beide Designs in allen Brennweiten.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven!

Da haben wir uns überschnitten - tschuldigung.

So jetzt les ich mal deinen Beitrag. Melde mich dann nochmals.

Danke.
LG
Markus
 
hallo Markus,

meine Vorliebe fürs Hyperion Zoom hat sicher mit meiner Beobachtungspraxis zu tun: Ich liebe es unter den Sternen mit dem Scope spazieren zu gehen und ein und auszuzoomen wie ich es brauche. Beim Hyp Zoom muss ich kaum nachfokussieren, das macht es um so angenehmer, und es hat das grösste GF aller 8-24mm. Wenn ich bestimmte Objekte anfahre, zb Kugelsternhaufen, verwende ich auch Festbrennweiten (Hyp 5, 13, Vixen LVW 17 und 22). Speers wie Sven es empfiehlt habe ich (noch) keines. Das Hyp Zoom ist klar ein Kompromiss, aber dauernd wechseln ist IMHO auch einer.

Planeten schaue ich je nach Rohr (ich habe 9 oder 10?) mit Austrittspupille 0,7 bis 1,5mm. Am Mond spaziere ich gerne beidäugig mit Binoansatz. Jetzt bin ich aber auch auf die Planetarys gekommen, denn durche Idee von Günther *entfernt* experimentiere ich viel damit herum. Was das wird soll er aber selber sagen!

Übersichtsokulare sind ne eigene Story. Für den Anfang ein 32mm 70° Erfle ist bei f/6 nicht schlecht, denke ich. Wenn du mag5 Himmel oder besser hast. Sonst ein 26er. Oder ein Hyperion Aspheric 31mm wenns mehr kosten darf.

Auch da ist Svens Webseite wegweisend (äh, eher hinweisend) finde ich.

Wenn du mit den Okularbrennweiten, Vergrösserungen und Austrittspupillen nicht immer rumrechnen willst, ich hab da mal ein Diagramm gemacht:
Fernrohrkennzahlen

lg Tommy
 
Danke Tommy!

Habe ich, wenn ich z.B. Die Skywatcher WA 70 nehme, eine vergleichbare Qualität, wie mit deinem angesprochenen 32 mm 70° Erfle?

lg
Markus
 
Hallo Tommy,

wäre noch zu erwähnen, dass auch ich beim Hyperion-Zoom dazugelernt habe. Für Brillenträger (die nicht nur Asti haben) fällt das wenig Nachfokussieren unter den Tisch. Da ein Brillenträger immer ein Stück anders fokussiert als Normalsichtige, und dieser Unterschied mit geringerer Okularbrennweite immer weniger wird (unter 1mm AP kann man -4 Dioptrien eigentlich schon ohne umfokussieren zum Normalsichtigen sehen), kommt man als Brillenträger eben auch nicht ohne Nachfokussieren klar.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven!

Danke für deinen Beitrag! Vielleicht soll ich im Okular-Forum einen Thread starten, der hier wird schon etwas unübersichtlich?

Mein Astigmatismus bewegt sich um die 1,25 bzw. 1,5.

Also heißt das: nur mit Brille.

Welches Feld bevorzugst du? 70° oder mehr?

LG
Markus
 
Nochmals hallo Sven!

Bin gerade in einem anderem Thread über das TSWA 30 mm Erfle 70°.

Was mir noch nicht klar ist - Was ist der Unterschied zum SW UW 32 mm 70°.

Da bin ich noch zu sehr Anfänger...

Lg und danke für die Antworten.

Markus
 
Hi Markus,

es ging einmal die schöne Mär,
dass jenes vielleicht besser wär.
Man glaubte´s früher dann und wann,
doch heute zweifelt man daran.
Ähnlich wie der Eier zwei,
der Rest ist Bauernfängerei.
:totlach2:
Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Markus,

na, kuck mal:

Link zur Grafik: http://www.teleskop-express.de/shop/Bilder/shop/tsoptics/okulare/WA/WA%2032.jpg
Quelle: TS

Link zur Grafik: http://sklep.teleskopy.net/images/Synta_SWA_32mm.jpg
Quelle teleskopy.net

Ich hab mal der Einfachheit halber 2 gleiche Brennweiten dargestellt. Das beste daran ist, vereinbare mit der chinesischen Dosenfabrik einen Vertrag, nimm 1000 Stück ab und die schreiben Dir drauf was Du haben willst, kennt man ja von Kugelschreibern, PostItBlöcken und Schlüsselbändern, auch sehr beliebt ;)

Wie wärs mit
Zingler Excellence#70 'SkySurveyor' Series
ZE70-2" - 32mm Hypercoated Lenssystem Eyepiece
...ups...zweizeilige Schrift wird ja wieder teurer. Ach egal, verkaufs halt für 239 Euro das Stück und biete alle Brennweiten zusammen in einem Koffer mit Staneol-Schildchen in Goldfarbe als limited 40th Moonwalk Anniversary Edition für 900 Ocken an, mit Original Martell 7" Figur von Neil Armstrong und 40 Käsepickern mit Amiflagge.

Ach Du schei.... eben wirds platt, ich hör mal lieber auf.
Aber ich hoffe, die Message ist trotzdem angekommen.

 
Hallo Markus,

und trotzdem muss man noch aufpassen. ich habe nun nicht die aktuellen Preise gewälzt, aber Du sprichst das 30er WA an, nicht das 32er.

Aktuell geht die Reihe 26, 32, 38 und die haben zumindest äußerlich das Design vor einiger Zeit Zeit gewechselt. Es gibt auch noch(?) 30, 42 in der "alten" Gehäuseform, die sind aber derzeit vom Preis her (glaube ich) günstiger. Ich kenne nun ein 42er, zwei 32er und MEIN 38er. Das 38er ist deutlich besser als die anderen Beiden und nun kommt der Hit. Sven kennt ein 38er (nicht Meins) und zwei 32er. Bei ihm sind die beiden 32er besser als das 38er.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Es kommt wohl bei aller "Gleichheit" auch noch auf die Produktionscharge an.
Konsequenz:
Durchgucken, Probegucken, Entscheiden. Eventuell auch Mal ein 33er Swan oder ein QX, was halt so da ist, noch mit ins Boot...äh... ans Teleskop holen. Du kannst Dir die Okulare zeigen lassen, sicher auch Mal im/vorm Laden probegucken, auch über Tag sieht man schon was. Schick wäre natürlich, wenn Du auch Mal ein oder zwei Okulare zur Auswahl mitnehmen kannst. Es ist ja egal, welcher Händler, umgänglich dürften sie Alle sein, wenn jemand ernsthaft in unser schönes Hobby einsteigen will. Du hast nun Mal mindestens den Einen in der Nähe, das ist viel Wert, mir wäre es sogar viel mehr wert als ein absoluter Tiefstpreis.


Gruß und CS
*entfernt*

PS:Mit dem Beitrag direkt davor wird es auch noch bildlich dokumentiert. Na bravo. :cool:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther!

Ja das ist viel wert. Ich bin grundsätzlich nicht gerade der Mensch, der das billigste haben will (und damit oft auch billige Qualität).

Qualität hat Ihren Preis - und den bin ich bereit zu zahlen - in Maßen natürlich(also ein Okular um 300 Euro momentan noch nicht)

LG
Markus
 
Hallo Toni,

perfekte Vorlage, ich halte das nicht für platt sondern für eine ganz saubere Abbildung der Realität. Eher Vorsicht: Wie bei Chaplins großem Diktator könnte die Realität der Persiflage schon davon gelaufen sein!!!

Clear Skies
Sven

PS: Ich werde vielleicht dieser Tage mal per Signatur meinen Widerspruch zu dieser Label-[zensiert]e publik machen. Oder was glaubt ihr, warum das eine zwei Gumminudeln hat, das jene nur eine - Zufall? Feature? Oder Verkleidung!!!
 
Hi Zusammen,

wo Günther von Willie redet:
Link zur Grafik: http://www.vegaoptics.de/images/user/12708/produkte/swan40_01.jpg
Link zur Grafik: http://www.teleskop-express.de/shop/Bilder/shop/tsoptics/okulare/WA/TS%20WA%20Familie.jpg
Fällt nu was auf??? Ich habe mal von TS die ganze Familie genommen, ihr könnt ja mal fleißig weiter Billigokulare vergleichen bis euch vom Blutdruck die Augen weh tun - oder wenn auch nicht, dann wenigstens mal klar wird, welche Ausmaße das derweil hat.

Hoffentlich bleiben die Links ne Weile erhalten... mal vorsichtshalber die Bilder speichern.

Zur Klarstellung, auch schon in anderen Beiträgen: Ich sehe nicht einen Händler hier in der Schuld, sondern die Händlerschaft insgesamt steht für mich in der Kritik, diese Praktiken allesamt durchzuziehen.

Ich wünsche mir, dass ihr Händler damit alle vor die Wand fahrt, weil der Kunde irgendwann merkt, dass er mit einem Okular schon 5 weitere Labels ausprobiert hat, so dass ihr feststellt, durch die Labelwut nichts als Überproduktion und heillosen Lagerbestand aufgebaut zu haben.

Clear Skies
Sven
 
hallo Mitleser,

falls es beim Draufschauen doch nicht auffällt: Das William 40mm 72° ist ident mit dem SWA 38mm 70°, das fiel mir beim Durchschauen auf. Feld ist gleich, Randverzerrungen gleich. Unter einer Lampe sind auch die Reflexe gleich angeordnet, also gleiche Linsenkrümmungen und Design.

Wer von beiden Recht hat oder wer von beiden falsche Angaben macht, habe ich noch nicht überprüft - zuviel Arbeit.

In Realitas ist es auch für Leute im Handel nicht einfach zu wissen welches Produkt unter welcher Haube steckt: Ob TS gleich GSO gleich Skywatcher gleich OrionUS gleich Omegon gleich Lacerta gleich ichweissnichtwas oder doch nicht ist, das kann eine knifflige Frage sein, und löst sich oft erst wenn der wahre Hersteller bekannt ist. Zb United Optics, Long Perng, Jinghua, Synta usw. Ein gut informierter Händler kann da schon was zu sagen, und wird einem Kunden ja hoffentlich nicht 2x dasselbe verkaufen unter anderem Hütchen. Das wäre sehr unklug, denn der Kunde wird sich jemand vertrauenswürdigeren suchen.

Diese babylonische Labelverwirrung hat eine lange Tradition, nicht nur bei Astro, und es dürfte ihrer nicht leicht beizukommen sein. Ich weiss jedenfalls kein Rezept, und fürchte dass der grantige Sven, den es freilich nervt wieder mal schreiben zu müssen "schau mal, das XYZ Okular von TS ist genau dasselbe wie das ABC von Omegon", sein Pferd gegen die Windmühlen aufzäumt wie jener edelmütige Ritter. Obwohl, wenn man nichts tut wirds auch nicht besser.

Viel Erfolg also!

lg Tommy

PS: grad mal das SWA 38 mit einem Lacerta 2" Plössl 40mm verglichen - ausser dass das SWA 38 enorm viel lateral Color hat gegen das Plössl kann ich nich viel sagen: Der Baumwipfel gegenüber erscheint eher kleiner im 38er als im 40er... Muss man wohl wirklich mal messen.
 
Hallo zusammen (und besonders an die Einsteiger gerichtet),

mhh, jetzt muss man natürlich ein bisserl aufpassen, nur weils äußerlich gleich ausschaut ist noch lange nicht das gleiche drin, das wäre zu einfach (....schade eigentlich).

Man muss ja kein Experte für Produktionsprozesse sein um sich denken zu können, daß selbige wo es nur geht stadarisiert sind.
Genormte Okulartüllen und genormte Linsendurchmesser, um es mal einfach zu halten. Klar sehen da viele Okular eins wie's andere aus.

Manche "Designs" unterscheiden sich vielleicht nur in der Glassorte der Linsen, andere nur in der Vergütung, wieder andere geben sich mehr oder weniger Mühe bei der Feldblende, sprich jeder Produktionsprozess kostet eine kalkulierte Menge Geld und sorgt so, je nach Auftraggeber für den Aufbepper, unter dem das Ding dann in der Glasvitrine beim Einzelhändler zu bestaunen ist.

Weiterhin, jede Teleskop Verkaufsmarke legt auch wert auf vollständiges Angebot. Wenn die Firma Teleskope baut (oft noch nicht mal das), erwartet man auch "passende" Okulare aus dem gleichen Stall.

Das Dilämma wäre aber halb so groß wenn baugleiche Okulare auch mit gleichen technischen Daten und gleichem Preis verkauft werden würden oder wenn hinter höheren Preisen auch bessere Prüfstufen zu erwarten wären. Ich denke, dann hätte selbst so ein vielschichtiger Markt annähernd gleicher Produkte durchaus seine Akzeptanz.
 
Hallo Toni,

Du glaubst noch an das Gute im Menschen...
Geh mal davon aus, dass dasselbe drin ist. Wenn was anderes drin ist, sollen die Verkäufer Dir das erstmal vormachen. Im Fallbeispiel TS/Willie habe ich eine Rückmeldung, dass die Reflexe einer Lampe unter gleichem Winkel gleich sind, nur die Vergütungsfarben sind anders, aber das fällt bei solchen Okularen durchaus unter normale Toleranzen und ist mir bei anderen Okularen auch schon öfter aufgefallen.

Dass man von einer Marke "alles aus einer Hand" erwartet, ist doch unter Amateurastronomen nicht die Regel und insofern wird die Erwartung aus anderen Bereichen übernommen, aber die normale Realität spiegelt es auch nicht wieder. Es wäre vielmehr eine Einschränkung, bei vielen Okularpaletten gibt es schwache Brennweitenbereiche - die würde man sich ja ans Bein binden, zumal man oft dieselben Schwachpunkte bei unterschiedlichen Konstruktionen sieht. Langbrennweitige Okulare haben zum Beispiel erstmal so ihre Probleme mit schnellen Optiken und der Randabbildung. Die billigen alle - ein Wunderokular ist noch die Marktlücke schlechthin.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven,

ja, ich würde gerne an das gute im Menschen glauben, wenn sie sich nicht getrieben sähen alle das tun zu müssen, was die anderen tun. Und wenns über den Preis nicht geht, die Zielmargenquote am Anschlag ist, dann machen wirs eben mit Vielfalt, viele viele Namen.

Aber, offensichtlich gleiche Bauteile, unterschiedliche Performance habe ich auch schon gesehen und wenn ich mich recht erinnere, steht auf Deinen Seiten ein älterer Bericht von einem Soligor Okular verglichen mit irgendwas anderem zum verwechsen ähnlich. Und, hey, ich habe so eins noch von AOM! Du kriegst alles drauf gedruckt, was Du haben willst. :applaus:

Dass man von einer Marke "alles aus einer Hand" erwartet, ist doch unter Amateurastronomen nicht die Regel

Bei denen, die sich auskennen nicht, aber die sind ja auch nicht das en gros der Käufer. Es gibt sicher genügend derer 'Kunden die jenen Artikel gekauft haben, haben auch gleich....'. Und denen verkaufst du immer noch ein, zwei Okulare mit, eine leuchtende Sternkarte und dazu eine schicke Rotlichtlampe, natürlich auch aus der 40th Anniversary Serie, Aufkleber lagen ja noch genügend im Lager :pfeif:

bei vielen Okularpaletten gibt es schwache Brennweitenbereiche - die würde man sich ja ans Bein binden

Eben, und Du sagst es doch eigentlich selbst, es passiert doch ständig bei den Kofferangeboten.

ein Wunderokular ist noch die Marktlücke schlechthin.

Ein Wunderokular zu einem bezahlbaren Preis?
Na, wer glaubt hier an das gute im Menschen?? ;)
 
Hallo zusammen!

Danke für Eure Hinweise. Ich werde mich noch genauer damit auseinandersetzen.

Ich bin mir sicher, daß es am Grundwissen hapert.
Obwohl ich schon diverse Seiten gelesen habe, hat sich meinerseits der tiefere Sinn gewisser Bezeichnungen, noch nicht erschlossen.

z.B. Ich glaube zu wissen ;) , daß ERFLE einen Okulartyp bezeichnet, ob das gut, schlecht oder nicht wertend ist, weiß ich noch nicht, werde aber sicher noch durchsteigen.

Nicht aufgeben ist die Devise - und dsa muss sie auch lange bleiben, sonst bin ich beim falschen Hobby.

Danke nochmals

CS
Markus
 
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Hallo Toni,

tja, bei den 3,8mm EDs habe ich vergeblich nach im Bild bemerkbaren Unterschieden gesucht. Bei den Apo-Series 2x Barlows waren die Unterschiede im Direktvergleich von 3 Stück sehr deutlich sichtbar.

Die Dinger haben Serienstreuung. Das muss man letztendlich einsehen.

Zum Erfle: Das ist ein Okulardesign, was eigentlich für Feldstecherokulare entworfen wurde. Weil man beim Feldstecher stets in die Mitte schaut und das Glas schwenkt (so war es jedenfalls gedacht), kann das Okular zum Rand hin in dem Maße unschärfer werden, wie die Trennschärfe der Netzhaut nachlässt - man bemerkt es dann nicht. Bei Teleskopen beobachtet man anders, mit "festem Ziel" und schon werden die Unschärfen sichtbar, wenn man "draufguckt".
Heute bezeichnet Erfle aber wohl nur die Linsenanordnung und die Orientierung der Wölbungen und es wird dann schon konkret neu gerechnet und angepasst. Und dann gibt es noch Scherzbolde, die allein von der Linsenzahl her jedes Okular aus 5 Linsen ein Erfle nennen...
Ist auch letztendlich egal, weil man kein Erfle will, sondern ein Okular, was gut abbildet, egal ob dabei Erfle drin steckt, oder halt nicht.

Clear Skies
Sven
 
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