Anfängerteleskop?

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ZinglerM

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Hallo zusammen!

Wieder einmal ein Neuer!

Ich möchte mir ein Teleskop kaufen (naja, nicht gerade der sinnvollste Anfangssatz).

Ich bin noch in der Anfangsphase meiner Entscheidung und stoße auf eine grundlegende Frage - Welches Teleskop?

Ich habe mich durch "Anfängertutorials"(AT) durchgelesen und durch dieses Forum.

In den AT wird von 114/900 bzw. 300/900 Teleskopen gesprochen - ich weiß nicht ob das aktuell ist.

Andererseits wird vom Handel gerne ein 150/750 empfohlen.

Was möchte ich mit dem Teleskop ansehen?
Planeten und DeepSky und natürlich Erfahrung sammeln.
Im Forum wird gerne auf den "Feldstecher" hingewiesen, aber ich möchte gerne mit einem Teleskop starten.

Im Auge habe ich ein GSO 150/750 mit 2" Okularöffnung(ich hoffe das sagt man so) oder ein Skywatcher 150/750 Black Edition.

Was ich schon weiß ist, wenn ich später in die Astrofotografie einsteigen möchte, dann wäre das GSO besser (wegen der 2" Öffnung).

Was ich auch schon weiß ist, daß die NEQ-3 etwas unterdimensioniert ist. Habe da an ein(e) ADM-Montierung gedacht. (Geht lt. Hersteller bis 12 kg)

So - nun nach der langen Einleitung - meine konkrete Fragen:
Ist ein 150/750 sinnvoll oder bin ich bald frustriert?
Versteht mich nicht falsch, mir ist bewußt, daß mitunter ein langer Weg vor mir ist, aber ich bin bereit dazu. (Klingt wie Zukunftsplanung...)

Danke für euren Input schon im Voraus.

Liebe Grüße
Markus
 
Hallo Markus,

erzähl doch erstmal noch etwas.
Bist du in der Grosstadt Salzburg? Kannst du öfter ins Dunkle fahren? Hast du ein Auto?

Wenn man sich aufs Visuelle konzentriert, dann landet man bei Dobsons (die zeigen viel!) bei ca. 350 Euro bis 600 Euro Basis-Ausrüstung in deiner Kragenweite. Alles auf den parallaktischen Montis ist teurer.

Die Anfänger-Tips kennst du vielleicht:
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html
http://www.deepsky-brothers.de
http://www.taunus-astronomie.de

Mit Grüssen,
Joachim
 
Hallo Joachim!

Danke für Deine schnelle Antwort!

Ich wohne am Rand von Salzburg. Werde auch öfters ins Dunkle fahren (Hausberg ist Gaisberg). Natürlich mit Auto.

Ich habe mir das mit den Dobsons schon überlegt, habe aber nicht wirklich den Durchblick, wie das mit der Einstellung der Motive (ich formuliere das jetzt mal so laienhaft) funktioniert.

Liebe Grüße
Markus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

jetzt nutze ich meinen ersten Beitrag mal für einen Kommentar zu deiner vernünftigen Teleskopauswahl.

Ein Newton mit 150mm und 750mm Brennweite ist nicht nur für den Anfang okay. Der GSO bringt schon ein wenig mehr Qualität mit ins Feld und der Auszug ist nach meiner Meinung recht stabil.

Auf einer ADM hast du noch genügende Reservern, aber wenn du ans Fotografieren denkst, dann ist das schon korrekt eingeplant. Für die ADM gibt es ja Nachführmotoren, welche auch für die Astrofotografie taugen sollen. Also für die Astrofotografie ist das ein gutes Team für den Einstieg.

Visuell ist das Gerät mit f/5 (Öffnungsverhältnis aus Brennweite geteilt durch die Öffnung) etwas sensibel. Keine Diva, aber die Okulare sollten für die Freude am Gucken schon etwas besser sein. Mit der Justage solltest du dich auch beschäftigen, aber bei den GSO, die ich gesehen habe, waren die Justagepunkte durchdachte Angelegenheiten.

Natürlich ist eine parallaktische Montierung im Aufbau langwieriger und das Drehen oder ggf. Umsetzen des Newton will geübt sein. Das sind aber Dinge die lernt man beim Gucken.
Ob man die mag, kann man erst entscheiden, wenn man es ein paar mal getan hat.

Also Transport und Aufbau ist mit mehr "Gehweg" verbunden, als es bei einem Dobson der Fall wäre.

Da wären wir beim Stichwort - obwohl ich mit denen nicht besonders auskenne. Daher fass ich mich an dieser Stelle kurz, um keinen Mist zu erzählen.
Der Dobson ist auf jeden Fall nicht für die Astrofotografie von DS-Objekten gedacht, aber er ist visuell sehr geeignet und für den Preis einer parallaktischen Version gibt es meistens eine größere Öffnung. Klar, die Rockerbox kostet wenig Geld, da kann mehr in den Tubus gesteckt werden.

Viel Erfolg beim Finden der geeigneten Kombination,
Stefan
 
Hallo Stefan!

Danke für deine Meinung. Ich habe natürlich etwas weitergesehen und habe zur ADM eine Alternative gefunden (natürlich mit Abstrichen).

Die Skyview hat in etwa eine Tragfähigkeit von 8 kg.
Kann es sein, daß ich beim Nachführmotor Abstriche machen muss. Ich habe nämlich nur eine 1-Achsen-Nachführung gefunden.

Liebe Grüße
Markus
 
Hallo Markus,

visuell ist die Skyview mit ihrer Tragkraft für einen 6"-f5 wohl okay, aber solltest du mit der Fotografie beginnen, wäre sie nicht mehr okay. Es kommt ja noch etwas Gewicht hinzu, z.B. durch Kamera und Leitrohr.
Eine Einachsensteuerung ist für Kurzzeitaufnahmen machbar, aber weiter würde ich nicht gehen. Das wäre dann ein Einstieg in die Fotografie, mehr nicht. Ein möglicher Weg, wenn das passende Equipment dann angeschafft würde - aber teurer.

Ob die ADM mit einer guten Zweiachsnachführung den 6" zu besseren Fotos verhilft kann ich in den Raum stellen, da diese mehr Tragkraft und mit der guten Nachführung einfach mehr 'Schmalz' hat. Aus der Erfahrung kann ich leider nicht sprechen - vielleicht schaust du mal im Thread für Astrofotografie vorbei.

Nun kann niemand vorhersehen, wie dich das Hobby einmal packt und mit welchem Eifer du die Fotografie/Beobachtung angehen wirst, aber ich denke eine Fehlerinvestition ist diese Kombination (6" + ADM + guter Nachführung) in meinen Augen nicht.

Einzig, wenn du die Fotografie nicht betreiben würdest und dich auf die rein visuelle Erkundung des Himmels konentrierst, sollte ein Dobson unbedingt mit betrachtet werden. Denn so montiert, kann der Newton eben größer ausfallen und es ist auch mehr zu sehen. Es ist auch schneller aufgebaut, was für die eine oder andere Beobachtung ausschlaggebend sein kann.

Clear skies,
Stefan
 
Hallo Stefan!

Danke für deine Hinweise.

Ein Dobson ist definitiv für Visuelle Beobachtungen besser, da man mehr für sein Geld bekommt.

Aber wie das mit der Nachführung aus?
Kann man händisch wirklich so gut nachführen, das man ein Deep Sky Objekt schön sieht?

Noch eine andere (Anfänger-)Frage:
Ich habe wo gelesen, das ab einer bestimmten Größe man selbst Deep Sky Objekte in Farbe sieht - stimmt das?

Liebe Grüße
Markus
 
Hallo Markus,

nach ein paar Mal hat man den Bogen mit der Nachführung bei einem Dobson raus. Ist wirklich nicht schwierig :-).
Grade bei DeepSky wirst Du oft mit geringen Vergrösserungen unterwegs sein um die ganze Pracht des Objektes zu sehen, was die Sache noch weiter vereinfacht.

Am Planeten bei höheren Vergösserungen muss man dann schon etwas "nachschubsen", aber auch daran gewöhnt man sich sehr schnell.

CS
Kai
 
Nochmals hallo Markus,

Zu deinem angedachten Newton 150/750:
Dieser Newton ist oft im Angebot, kein Wunder. In China läuft die Serienproduktion. Als Zweitgerät zu Recht sehr beliebt: leicht transportabel, dennoch viel Öffnung. Aber die erfahrenen Leute sind auch mit Okularen gut ausgerüstet. Fotografisch von den Abmessungen und vom Gewicht her für erfahrene Fotografen gerade noch auf den einfachen Montis in den Griff zu bekommen.
Über die Stärken und Schwächen des 150/750 kann man sehr viel diskutieren. Ich mache es aber kurz: Er ist kein typisches Einsteiger-Gerät. Er ist meist ein Lockangebot der Händler.

Ich möchte zum Fotografieren etwas sagen und am Schluss zum allgemeinen Einstieg ins Beobachten.

*Fotografisches
Am besten geht man von der Monti aus, und nicht von der Optik. Die ADM ist für viele Zwecke geeignet. Sie ist leichter zu transportieren als andere. Die nächst grössere (HEQ5) ist schon schwerer.
Der beste Anfang ist die "Piggy-Back" Technik. Man besorgt sich ein Leitrohr, z.B. bei ebay für wenig Geld. Eine digitale Kamera wird auf die Rohrschelle aufgeschraubt. Man benutzt z.B. ein preiswertes M42 Objektiv und adaptiert es an die Kamera.
Dann geht es ans Fokussieren und an die Nachführung. Ein 50mm (Brennweite) kann man an der ADM 5 Minuten laufen lassen und während der Aufnahme einen Kaffee trinken. Beim 200mm Objektiv geht das schon nicht mehr. Man muss durchs Leitrohr kontrollieren. Wenn man es bequem haben will, braucht man ein Fadenkreuz-Okular. Dann nimmt man einen Leitstern ins Visier. Das Foto-Objekt ist meist etwas gegen den Leitstern verdreht.
Man kann das alles hinkriegen. Aber beim Newton 150/750 häufen sich die Schwierigkeiten. Man braucht eine Parallenbefestigung für Leitrohr und Newton. Man muss fokussieren, der 2" Auszug allein tut es nicht, man braucht eine 1/10 Untersetzung usw. usw.
Der Newton ist eben kein typisches Einsteiger-Instrument. Ich bezweifle ein wenig, ob Stefan in seinem Posting alles aus eigener Erfahrung kennt.
Hinweise gibt es in der Seite bei Sven. Auch hier:
http://www.astroplatz.de/einsteigerteleskop.htm#foto
Hier ist ein Workshop:
http://hatschie.de/EBV/Astro_gross/start.html
Achte mal darauf, wie die Fotos gemacht werden. Manche haben Ausrüstungen für 5000 Euro. Es geht aber auch einfach (200mm Brennweite):
http://www.christoph-kreher.de/Astrobilder/DeepSky/index.html
Also überlege dir, ob du die Einstiegs-Schritte einfach überspringen willst und mit einem 150/750 gleich dermassen in die Vollen gehen willst.

*Allgemeiner Einstieg.
Eine möglichst grosse Öffnung bietet dir gerade als Anfänger Vorteile. Man hat dann ein helles Bild. Bei deinen Vorrausetzungen darf es ruhig ein 8" sein. Man erreicht dann mit dem Übersichts-Okular ein Gesichtsfeld von ca. 1,8 Grad. Als Visiereinrichtung sind die Leuchtpunktsucher für 30 Euro sehr beliebt. Wenn das ganze Dobson-montiert ist, wirst du keine Probleme beim Aufsuchen haben. Es ist halt alles seitenverkehrt. Daran muss man sich gewöhnen.

Das ist noch nicht einmal eine Preisfrage. Erst wenn man für jedes Objekt das passende Okular haben will, kostet die Aufrüstung entsprechend.

Es bleibt also zu überlegen, ob du nicht finanziell und von der Monti her das Visuelle vom Fotografischen besser trennst.

Mit Gruss, Joachim

 
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Hallo Joachim!

Danke für die Antwort!

Wenn ich dich richtig verstanden habe (ohne die links anzusehen, die du mir geschickt hast) ist für den allgemeinen Einstieg - ohne Fotografie - ein Dobson besser.

Welche Größe würdest du empfehlen? Über die Okulare habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.

Danke für Eure Hilfe
Markus
 
Nochmals hallo Joachim!

Sollte ich auf die Fotografie verzichten (max. eine Kompakt-Digicam mit Digicam-Aufsatz), lässt sich da mit einem Newton 150/750 was machen.

Was empfiehlst du für Anfänger, die ein Teleskop kaufen möchten, das nach einem Jahr noch nicht zu klein ist, und paralaktisch montiert ist?

Liebe Grüße
Markus
 
Hallo Markus,

ein Dobson ist visuell für DeepSky sehr gut. Die Nachführung ist kein Problem. Mit etwas Übung auch bei Vergrößerungen > 300fach gut zu machen.
Wenn Du dich für ein parallaktische Montierung entscheiden solltest, würde ich Dir eher zur ADM raten, weil Du da mehr Reserven hast, als bei der SkyView.
Bzgl. Lauferei beim Transport habe ich da kaum einen Unterschied zwischen Dobson und Montierung. Der Aufbau der ADM dauert nur 2 Minuten länger wg. des Einnordens.

Zitat von ZinglerM:
Was empfiehlst du für Anfänger, die ein Teleskop kaufen möchten, das nach einem Jahr noch nicht zu klein ist, und paralaktisch montiert ist?

Das ist stark abhängig von den eigenen Ansprüchen und dem "Verlangen nach mehr".
Ich habe z.B. gleich mit einem 12" Dobson angefangen und erst später ein parallaktisch montiertes Teleskop dazugenommen. Ist evtl. auch ein Weg für Dich: Erst Dobson wg. der Öffnung, später was kleineres zur Fotografie.

Viele Grüße
Chris
 
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Hallo Chris und danke!

Ich bin jetzt in der Zwischenzeit etwas herumgesurft und habe mal ein 200/1200 Newton von Skywatcher ins Auge gefasst.

Was ich nur nicht ganz einordnen kann ist, das dies mit einen Einschiebbaren Tubus ist - Beeinträchtigt das die Betrachtung?

Liebe Grüße und wie viele hier im Forum sagen "Clear sky"

Markus
 
Danke Chris für deine Einschätzung!

Wenn ich mir ein 200/1200 SKD8Pyrex von Skywatcher so ansehe, dann ist das ein Unterschied zu einem GSO 150/750.

In etwa der selbe Preis.

Wenn ich ein 150/750 mit Sky View kaufe, dann würde ich gleich einen Nachführmotor ebenfalls kaufen, wobei ich nicht mehr so sicher bin ob ich das wirklich brauche.

Grüße
Markus
 
Hallo Joachim,

#
Ich bezweifle ein wenig, ob Stefan in seinem Posting alles aus eigener Erfahrung kennt.
nein, nein, meine Fotografie-Angaben kommen nicht aus eigener Erfahrung, aber genau das hatte ich auch geschrieben. Diese Sätze sind wichtig und kommen von mir - müssen aber bitte auch gelesen werden.
Deine Ausführungen waren dann das, was ich mit den Verweis in den Astrothread gemeint hatte. Fundiert und aus Erfahrung.

Grüße,
Stefan

 
Hallo Markus,

ob parallaktisch oder Rockerbox, das weißt du erst später, fürchte ich. Das parallaktische ist dann richtig im Vorteil, wenn du eine Nachführung haben möchtest.

Es ist schon nett, wenn das Objekt länger im Gesichtsfeld steht und in aller Ruhe beobachtet werden kann. Ich konnte mich mit meinen Kumpels über das gesehene austauschen und das Objekt musste nicht mehr nachgeschubst werden.
Bei einer Gruppe ist es fast unewrlässlich, sonst sieht bereits der dritte das Objekt gar nicht mehr, da es bereits verschwunden ist. Das hatte ich am Wochenende selbst bei 30x Vergrößerung feststellen dürfen.

Aber die unkomplizierte Bedienung und der ebenso unkomplizierte Aufbau eines Dobson, gepaart mit mehr Öffnung ist auch klasse.

Was du glaubst bevorzugen zu wollen kannst du vielleicht aus den bisherigen und noch kommenden Postings einschätzen.

Viel Erfolg,
Stefan
 
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Hallo Stefan!

Ich glaube auch, für den Bequemlichkeitsfaktor ist ein Nachführmotor schon eine feine Sache.

LG
Markus
 
Hallo Markus,

ich würde aus Stabilitätsgründen den Volltubus dem FlexTube vorziehen, es sei denn Du hast ein Problem mit dem Packmaß beim Transport, wobei auch ein 8" Volltubus in fast jedes Auto paßt.

Wenn Du für's visuelle 8" möchtest und das ganze parallaktisch montiert mit der Foto-Option, dann würde ich eher zum 8" f/5 raten und als Unterbau eine EQ6.

CS
Chris

 
Hallo Chris!

Da haberts mal wieder etwas mit dem Grundwissen.

Ich persönlich dachte, mit einer f/6 ist der Anfang etwas leichter?

lg
Markus
 
Hallo Markus,

Zitat von ZinglerM:
Da haberts mal wieder etwas mit dem Grundwissen.

Auf den Seiten, die Dir Joachim empfohlen hat, ist das gut beschrieben.

Im Kurzabriss: beim f/6 kannst Du preiswertere Okulare einsetzen und die Justierung ist etwas einfacher.
Wenn Du allerdings einen 8" f/6 auf eine parallaktische Montierung bringen willst, ist die Windanfälligkeit (Hebel) und das zu tragende Gewicht größer, als bei einem f/5, wegen der längeren Bauweise.

Also 8" f/6 als Dobson ist für den Anfang leichter zu handhaben. Parallaktisch ist der f/5 besser, braucht aber ggf. auch bessere Okulare.

Das Beste wird sein, Du liest dich in die Materie ein, und wirst dir klar darüber, wie Du einsteigen möchtest.
Im Zweifelsfall, schau mal, ob in deiner Nähe andere aktive Hobby-Astronomen oder Vereine sind, wo du dir die Geräte mal unterm Sternenhimmel anschauen kannst. Probieren geht über Studieren.

Viele Grüße
Chris
 
Hallo Markus,

es ist nicht ratsam mit einem einzigen Instrument sowohl den Bereich Fotografie als auch die visuellen Ansprüche abzudecken, da du vergleichsweise große Kompromisse eingehen musst.

Ein 150/750er Newton ist ganz klar eine Fotomaschine. Durch die relativ hohe Obstruktion ist der Kontrast bei Mond- und Planetenbeobachtungen schlechter und die Lichtstärke sorgt für ein ausgeprägtes Koma sowie schlechte Randschärfe in günstigeren Okularen. Weiterhin muss natürlich sehr präzise justiert werden. Visuell ist das ganze vielleicht noch zu verschmerzen, auch wenn ich davon abrate.
Wenn du aber auch noch fotografieren möchtest, so brauchst du wahrscheinlich einen noch größeren Fangspiegel, um den Sensor einer DSLR ordentlich auszuleuchten. Das geht dann wieder deutlich auf die Kontrastleistung. Weiterhin brauchst du zum Fotografieren auch einen nicht ganz billigen Komakorrektor. Summa Summarum kann man also sagen: So besser nicht.

Idealerweise steigt man visuell ein. Der Weg zum Astrofotografen ist lang, steinig und auch nicht ganz billig, es braucht ordentlich Erfahrung und Wissen, bis man gute Bilder am Teleskop hinbekommt. Deshalb bietet sich in deinem Fall eher erstmal ein 6" f/8 oder aber 8" f/6 Dobson ein. Für die Fotografie natürlich nicht zu gebrauchen, dafür aber perfekt fürs Visuelle geeignet. Und mit einer Webcam oder per Okularprojektion sind sogar schon schöne Mond- und Planetenbilder möglich. Ich denke, dass dies die bessere Lösung wäre. Wenn du dann im Geschäft drin bist, kannst du immernoch über die Anschaffung einer Fotomaschine nachdenken. Jetzt, so meine Meinung, solltest du es erstmal bleiben lassen.

Gruß und CS,
Marcel
 
Lieber Marcel,

Danke für dein klare Ansage.

Ich tendiere eher zum Dobson, aber ich noch immer in der Sucharbeit nach Informationen.

Habe gerade mit einem Händler gesprochen, der mir genau das sagte, was du mir gerade geschrieben hast.

Im Prinzip benötigt man bei einem 150/750 Newton bessere Okulare damit der Rand "schärfer" wird.

Bei der Fotografie kommt dann noch das Koma dazu - lässt sich natürlich ausgleichen, kostet aber.

Dennoch wäre es schön, zumindest afokal einige Fotos zu schiessen.

lg
Markus
 
Lieber Marcel!

Noch ein Nachtrag. Ich habe zwar im Astro-Fotos-Forum einen Eintrag geschalten, aber vielleicht kannst du (oder jemand anders) mir die Frage beantworten.

Wenn ich Fotografie betreibe, dann sehr rudimentär.
Digicam Casio Exilim, afokal.

Ist da bei einem Dobson möglich, oder was würdet Ihr empfehlen?

CS
Markus
 
Hallo Markus!

Das klappt auch mit einem Dobson wunderbar, beim Achtzöller am Mond sogar hervorragend. Denn das Bild ist so hell, dass du nur sehr kurz belichten musst.
Bei Planeten musst du anders rangehen, da dort Einzelbilder nicht genügen: Du kannst einerseits versuchen Videosequenzen mit deiner Kamera aufzunehmen, was allerdings wohl nicht so gut klappen würde. Die andere Möglichkeit ist fokal eine (möglichst gute) Webcam ranzumontieren, du musst natürlich das Objektiv entfernen. Mit dieser Kombination, eventuell noch mit einer Barlow, sind sehr schöne Planetenbilder möglich, auch ganz ohne Nachführung.

Gruß und CS,
Marcel
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke Marcel!

Das klingt schon ganz gut.

Wie sieht es mit DeepSky Objekten aus - z.B. Andromeda-Nebel?

Clear Skies.
Markus
 
Hallo Markus,

das wird mit dem Dobson nicht klappen. Einzig mit einer EQ-Ebene ist es bei sorgfältiger Arbeit möglich vielleicht mal dreißig Sekunden zu belichten, allerdings hast du das das Problem, dass die Kamera nicht mit dem Himmel mitrotiert und du deshalb (etwa beim Überlagern) Probleme mit den Sternen im Randbereich bekommst. Sie passen nicht mehr aufeinander: Das kommt daher, weil von der Erde gesehen der Himmel scheinbar auf eine Kugel projiziert ist. Deswegen brauchst du zwingend eine parallaktische Montierung. Bei nem 150/1200er oder 200/1200er kein billiges Vergnügen, wenns stabil sein soll ;-)

Gruß und CS,
Marcel
 
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