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Anschaffung einer neuen Ausrüstung

Henning_

Mitglied
Allerdings könnte es merkwürdig aussehen, wenn auf einem 60mm Teleskop
ein 50 oder 60mm Leitrohr sitzt. Je nach verwendeter Aufnahmekamera
könnte für Dich auch Off-Axis-Guiding zu empfehlen sein.
Das ist kompakter, leichter und möglicherweise auch etwas ästhetischer.
Hauptrohr und Leitrohr sind dann wahrscheinlich zum Verwechseln ähnlich, da hast Du recht :D. Aber wenn damit gute Bilder produziert werden können, dann ist doch der Instrumenteaufbau und die -kombination zweitrangig. Das Endergebnis zählt ;).
 

resuah

Mitglied
Hallo Henning,

ich habe eine uralte schwarze EQ6 am Start. Die hat einen Schneckenfehler von ca. 35 Bogensekunden. Durch mehrfaches "optimieren" und Umbau auf Riemenantrieb lässt sich die Montierung nun ganz gut zum Fotografieren nutzen, mit einem 200/800-Newton drauf.

Die neuen EQ6(R) sollen ganz gut sein. Toll finde ich die Möglichkeit, die komplette Montierung über EQmod zu steuern. Für das Guinding mit PHD benötigst Du dann genau ein einziges zusätzliches Kabel. Das USB-Kabel von der Kamera zum PC. Ein MGEN benötigt da ein paar Strippen mehr, denke ich.

Ich würde der ebenfalls das Off-Axis-Guinding empfehlen.

Mit meinem kleinen TS Quadruplet APO habe ich übrigens die Erfahrung gemacht, dass dieser einen extremen temperaturabhängigen Fokusdrift hat. Ohne einen automatisierten Fokuser kann man die ganze Nacht neben dem Teleskop verbringen zum nachfokusieren. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob dies bei anderen APOs auch so ist, aber ich denke ähnlich schon.

Vielleicht habe ich es überlesen, aber willst Du auch mobil unterwegs sein, oder kannst Du fest aufbauen, mit Säule?

Viele Grüße
Martin
 
Zuletzt bearbeitet:

Henning_

Mitglied
Hallo Henning,

ich habe eine uralte schwarze EQ6 am Start. Die hat einen Schneckenfehler von ca. 35 Bogensekunden. Durch mehrfaches "optimieren" und Umbau auf Riemenantrieb lässt sich die Montierung nun ganz gut zum Fotografieren nutzen, mit einem 200/800-Newton drauf.

Die neuen EQ6(R) sollen ganz gut sein. Toll finde ich die Möglichkeit, die komplette Montierung über EQmod zu steuern. Für das Guinding mit PHD benötigst Du dann genau ein einziges zusätzliches Kabel. Das USB-Kabel von der Kamera zum PC. Ein MGEN benötigt da ein paar Strippen mehr, denke ich.

Ich würde der ebenfalls das Off-Axis-Guinding empfehlen.

Mit meinem kleinen TS Quadruplet APO habe ich übrigens die Erfahrung gemacht, dass dieser einen extremen temperaturabhängigen Fokusdrift hat. Ohne einen automatisierten Fokuser kann man die ganze Nacht neben dem Teleskop verbringen zum nachfokusieren. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob dies bei anderen APOs auch so ist, aber ich denke ähnlich schon.

Vielleicht habe ich es überlesen, aber willst Du auch mobil unterwegs sein, oder kannst Du fest aufbauen, mit Säule?

Viele Grüße
Martin
Hallo Martin,

OAG nimmt etwas Licht vom Hauptgerät, ist das bei einem kleinen Objektivdurchmesser von 50-70mm eines APO's nicht ein Problem? Preislich unterscheiden sich Guidescope und OAG ja nur unwesentlich.

Ich komme aus einer ziemlich lichtverschmutzten Umgebung, daher ist der Aspekt Mobilität schon nicht ganz unwesentlich. Also eher kein wirklich fester Aufbau. Ich könnte aber im Garten (auch wieder perspektivisch gesehen) eine Säule einbetonieren. Dafür muss ich aber erstmal sehen, was der Himmel hier so hergibt ;).
 

Der_Peter

Mitglied
Hallo Henning,

über 5" APOs lachen die Montierungen der 20kg-Klasse... Fotografisch würde ich da problemlos einen 8" Newton mit Koma-Korrektor, Kamera, Filterrad etc. daraufsetzen; rein vom Gewicht her noch nicht mal als Carbon-Version nötig:

M.E. musst Du nicht in der >= 25kg / > 2.500,- Montierungsklasse suchen, solange Du nicht vorhast, gleich mit >= 10" Newtons fotografisch einzusteigen.

Zu den Filtern: UHC könntest Du für Lights des Luminanz-Kanals nutzen; H-alpha "natürlich" alleine für H-alpha Lights.

Zum Meridian Flip: Den machen die Montierungen ja selbständig, da sollte nur alles SEEEHR gut verschraubt sein und die Kabel nicht abreißen...
APT verfolgt das Ziel, dass man belichtet bis zum Meridian-Flip und dass nach dem Flip und nach automatischem Platesolving ebenfalls automatisiert weiterbelichtet wird.
Ob das schon funktioniert, habe ich noch nicht getestet. Brauche ich auch nicht wirklich, weil mir Aufnahmen von Objekten nach deren Meridian-Durchgang reichen.
 

MeisterDee

Mitglied
Hallo Henning,
der OAG nimmt tatsächlich Licht vom Hauptgerät.
Doch dieses kommt aus dem ungenutzten Teil des gesamten Bildes.
Das Teleskop liefert ja in jedem Fall erstmal ein rundes Bild.
Der Kamerasensor ist jedoch in der Regel viereckig.
Dadurch bleiben stets vier Kreissegmente im runden Querschnitt
des Strahlenbündels ungenutzt. Hier setzt der kleine Spiegel des
OAGs an, und lenkt aus diesem ungenutzten Bereich Licht zur
Guidingkamera aus. Der OAG verschattet also nicht den Sensor.
Es geht kein Licht verloren. Also kein Problem. Selbst bei kleinen Optiken.

Der OAG ist daher -gerade bei kleinen Optiken- sehr beliebt. Allerdings nimmt er
etwas Backfocus, und nicht jeder OAG liefert ein perfektes Bild für die Guidingkamera.
Spiegel oder Prisma müssen schon gute optische Eigenschaften aufweisen.
Die kleinen Abmessungen des auslenkenden Elementes begrenzen dazu
natürlich den Bildausschnitt. Das Bild, das ein 50 oder 60mm Sucher
liefert, ist dagegen erheblich üppiger. Die Wahrscheinlichkeit einen guten Leitstern
zu finden ist entsprechend größer. Diese Unterschiede werden jedoch
erst in seltenen Grenzfällen zum Tragen kommen.

CS

Dietmar
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

...gibt es einen Grund dafür, dass die Basisversion bei derzeit knapp 2000€ liegt. Also im Angebot, siehe die einschlägigen Shops. Produktupgrade o.ä. in Aussicht?

Falls sich das auf die CEM60 bezieht: Der Hauptunterschied zwischen der alten und neuen Version besteht in den Encodern, die nur die neue hat. Die „alte“ fährt ihre Positionen an, indem sie die Schritte der Schrittmotoren zählt (bzw. vorgibt). Damit kommen aber alle mechanischen Unzulänglichkeiten in den Getrieben zwischen Motor und Teleskop als Ausrichtungsfehler dort an. Der bekannteste davon ist der periodische Schneckenfehler, der sich relativ einfach korrigieren Lässt („PEC“).

Bei der Encodervariante wird relativ nah am Teleskop die tatsächliche Ausrichtung gemessen. Die dafür notwendigen Präzisisonsencoder sind teuer und auch die Auswertung ihrer Signale setzt mehr Rechenleistung voraus als das simple Zählen von Motorimpulsen. Daher der Preisunterschied. Ein paar kleine Detailverbesserungen wird es sicher auch noch geben.

Und was den Gebrauchtmarkt angeht: Ich habe fast alle mein Astrosachen gebraucht gekauft. Man darf sich dann natürlich nicht auf etwas ganz bestimmtes festlegen, sondern nur auf eine Größenklasse und muss nehmen, was einem vor die Flinte rennt. Auf diese Weise bin ich auch zu meiner iOptron Montierung gekommen. Ich wollte eigenlich eine Celestron CGX oder AZ EQ-6 oder irgendwas von Astrophysics. Die werden aber (noch) nicht günstig gebraucht angeboten, also habe ich genommen was es gab. Ohne Reue! Wenn in ein paar Jahren gebrauchte CEM60 zu vernünftigen Preisen zu finden sind, werde ich vielleicht wieder schwach.

Kürzlich habe ich mir auch noch ein solides Stativ dazu gekauft (weil oben die Frage danach gestellt wurde). Eine Säule isgt natürlich das Optimum, ich habe auch noch eine in der Garage, konnte mich aber noch nicht dazu entschliessen irgendwo im Garten 2 Tonnen Betron zu vergraben, auf die ich sie stellen könnte. Es gibt dort nämlich keine Stelle, die für alle Himmelsrichtungen gleichermassen gut geeignet ist. Und deswegen habe ich gleich den „Jetzt-oder-nie“ Knopf gedrückt, als hier im Biete Board kürzlich eine mobile Säule namles „Altair Starbase“ angeboten wurde. Ein wirklich wunderschönes Teil aus Britische Fertigung, das man sich sogar ins Wohnzimmer stellen könnte. 17,5 kg aus dem vollen gefrästes Aluminium und Edelstahl. Serienmässig mit den passenden Gewindelöchern für 10 Micron und iOptron. Selbst wenn ich das im Garten ins Gras stelle wackelt nichts. Aber im Moment werden keine angeboten und der Hersteller macht wohl erst neue, wenn genug Bestellungen da sind (wobei ich nicht glaube, dass man das Teil in Europa zu diesem Preis überhaupt gewinnbringend fertigen kann). Also mangles Angebot leider keine allgemeine Empfehlung.

Viele Grüße
Maximilian
 

Henning_

Mitglied
M.E. musst Du nicht in der >= 25kg / > 2.500,- Montierungsklasse suchen, solange Du nicht vorhast, gleich mit >= 10" Newtons fotografisch einzusteigen.

Zu den Filtern: UHC könntest Du für Lights des Luminanz-Kanals nutzen; H-alpha "natürlich" alleine für H-alpha Lights.
Hi Peter,

welche Montierungen gehören in die 20KG Klasse, die EQ6, CGEM, Losmandy G8 usw? HEQ5 ist dann eigentlich eher raus, ich denke das sind die Reserven für die Zukunft zu knapp. Wenn ich das jetzt richtig sehe, wird durch die Festlegung auf 20KG die Auswahl an potenziellen Montierungen schon stark eingeschränkt...

Du empfiehlst also separate Lights mit UHC und H-Alpha Filter. Wenn ich mich nicht irre, hatte ich aber auch schon mal irgendwo etwas über die Kombination gesehen/gelesen. Schliesst sich das grundsätzlich eher aus?

Hallo Henning,
der OAG nimmt tatsächlich Licht vom Hauptgerät.
Doch dieses kommt aus dem ungenutzten Teil des gesamten Bildes.
Das Teleskop liefert ja in jedem Fall erstmal ein rundes Bild.
Der Kamerasensor ist jedoch in der Regel viereckig.
Dadurch bleiben stets vier Kreissegmente im runden Querschnitt
des Strahlenbündels ungenutzt. Hier setzt der kleine Spiegel des
OAGs an, und lenkt aus diesem ungenutzten Bereich Licht zur
Guidingkamera aus. Der OAG verschattet also nicht den Sensor.
Es geht kein Licht verloren. Also kein Problem. Selbst bei kleinen Optiken.

Der OAG ist daher -gerade bei kleinen Optiken- sehr beliebt. Allerdings nimmt er
etwas Backfocus, und nicht jeder OAG liefert ein perfektes Bild für die Guidingkamera.
Spiegel oder Prisma müssen schon gute optische Eigenschaften aufweisen.
Die kleinen Abmessungen des auslenkenden Elementes begrenzen dazu
natürlich den Bildausschnitt. Das Bild, das ein 50 oder 60mm Sucher
liefert, ist dagegen erheblich üppiger. Die Wahrscheinlichkeit einen guten Leitstern
zu finden ist entsprechend größer. Diese Unterschiede werden jedoch
erst in seltenen Grenzfällen zum Tragen kommen.

Dietmar, danke für die Erklärung. Das macht die Funktionsweise eines OAG sehr deutlich. Die Preise der OAG's sind ja doch recht günstig. Da sind denn schnell die 200-300€ für das Leitrohr gespart. Welche OAG entsprechen Deinen Qualitätsvorstellungen? Eher Baader als ZWO?

Und was den Gebrauchtmarkt angeht: Ich habe fast alle mein Astrosachen gebraucht gekauft. Man darf sich dann natürlich nicht auf etwas ganz bestimmtes festlegen, sondern nur auf eine Größenklasse und muss nehmen, was einem vor die Flinte rennt. Auf diese Weise bin ich auch zu meiner iOptron Montierung gekommen. Ich wollte eigenlich eine Celestron CGX oder AZ EQ-6 oder irgendwas von Astrophysics. Die werden aber (noch) nicht günstig gebraucht angeboten, also habe ich genommen was es gab. Ohne Reue! Wenn in ein paar Jahren gebrauchte CEM60 zu vernünftigen Preisen zu finden sind, werde ich vielleicht wieder schwach.

Kürzlich habe ich mir auch noch ein solides Stativ dazu gekauft (weil oben die Frage danach gestellt wurde). Eine Säule isgt natürlich das Optimum, ich habe auch noch eine in der Garage, konnte mich aber noch nicht dazu entschliessen irgendwo im Garten 2 Tonnen Betron zu vergraben, auf die ich sie stellen könnte. Es gibt dort nämlich keine Stelle, die für alle Himmelsrichtungen gleichermassen gut geeignet ist. Und deswegen habe ich gleich den „Jetzt-oder-nie“ Knopf gedrückt, als hier im Biete Board kürzlich eine mobile Säule namles „Altair Starbase“ angeboten wurde. Ein wirklich wunderschönes Teil aus Britische Fertigung, das man sich sogar ins Wohnzimmer stellen könnte. 17,5 kg aus dem vollen gefrästes Aluminium und Edelstahl. Serienmässig mit den passenden Gewindelöchern für 10 Micron und iOptron. Selbst wenn ich das im Garten ins Gras stelle wackelt nichts. Aber im Moment werden keine angeboten und der Hersteller macht wohl erst neue, wenn genug Bestellungen da sind (wobei ich nicht glaube, dass man das Teil in Europa zu diesem Preis überhaupt gewinnbringend fertigen kann). Also mangles Angebot leider keine allgemeine Empfehlung.

Viele Grüße
Maximilian
Hi Maximilian,

auch ich Deine Empfehlung mit der CEM60 zu Beginn schon als etwas überdimensioniert empfand: Je länger ich mich mit der Materie beschäftige, desto mehr sehe ich sogar einen Preis-/Leistungsvorteil ;). Natürlich kann ich in der Klasse bis 20KG noch einige Hundert Euro sparen, aber die Differenz erscheint gar nicht mehr so groß.

Die Altair Starbase erscheint interessant, ist aber preislich wieder eine andere Liga. Wie sieht es mit dem iOptron Säulenstativ Tri-Pier aus? Wäre das eine Alternative? Ich bin auch relativ groß, wäre da sogar eine zusätzliche Säulenverlängerung sinnvoll? Denn das Säulenstativ hat regulär eine Stativhöhe von "nur" 108 cm. Unter Strich kann ich mir hier natürlich viele Gedanken machen, ich glaube ein erstes Look-and-Feel ist dringend nötig :D.
 

MeisterDee

Mitglied
Da sind denn schnell die 200-300€ für das Leitrohr gespart. Welche OAG entsprechen Deinen Qualitätsvorstellungen? Eher Baader als ZWO?
Hallo Henning,
200 oder 300 € brauchst Du für ein Leitrohr sicher nicht auszugeben.
Ein 50mm Leitrohr wie das TSL50D mit Schiebeauszug für aktuell € 119,00 reicht voll aus.
Für € 165,00 bekommst Du bereits einen 60mm Sahnesucher mit Helical-Auszug. (TSL60D)
Den haben wir unter Anderen, mehr braucht’s sicher nicht!

Wenn Du nach Qualität der OAGs von Baader oder ZWO fragst, kann ich Dir nicht viel sagen.
Wir guiden ausschließlich mit 60mm Suchern. Aber ich schätze, daß Du Dir bei beiden Anbietern
keine Gedanken machen musst; keiner der beiden wird es sich leisten können,
ein unbrauchbares Teil anzubieten. Da würde ich nach Kriterien wie Baulänge,
Adaptierungen / Kompatibilität und Preis entscheiden.

CS

Dietmar
 

Der_Peter

Mitglied
Hi Peter,

welche Montierungen gehören in die 20KG Klasse, die EQ6, CGEM, Losmandy G8 usw? HEQ5 ist dann eigentlich eher raus, ich denke das sind die Reserven für die Zukunft zu knapp. Wenn ich das jetzt richtig sehe, wird durch die Festlegung auf 20KG die Auswahl an potenziellen Montierungen schon stark eingeschränkt...

Du empfiehlst also separate Lights mit UHC und H-Alpha Filter. Wenn ich mich nicht irre, hatte ich aber auch schon mal irgendwo etwas über die Kombination gesehen/gelesen. Schliesst sich das grundsätzlich eher aus?



Dietmar, danke für die Erklärung. Das macht die Funktionsweise eines OAG sehr deutlich. Die Preise der OAG's sind ja doch recht günstig. Da sind denn schnell die 200-300€ für das Leitrohr gespart. Welche OAG entsprechen Deinen Qualitätsvorstellungen? Eher Baader als ZWO?


Hi Maximilian,

auch ich Deine Empfehlung mit der CEM60 zu Beginn schon als etwas überdimensioniert empfand: Je länger ich mich mit der Materie beschäftige, desto mehr sehe ich sogar einen Preis-/Leistungsvorteil ;). Natürlich kann ich in der Klasse bis 20KG noch einige Hundert Euro sparen, aber die Differenz erscheint gar nicht mehr so groß.

...

Unter Strich kann ich mir hier natürlich viele Gedanken machen, ich glaube ein erstes Look-and-Feel ist dringend nötig :D.

Hi,

zum Filtereinsatz: Machen kann man alles, aber lege mal gedanklich die Filtersprektren von H-alpha und UHC übereinander.
Astronomik veröffentlicht sie hier zu ihren Filtern. Astronomik
Wenn man H-alpha und UHC addiert, wird man unterm Strich nur die wertvolle H-alpha Transmission reduzieren
Du hast Dir aus dem iNet viel Halbwissen angelesen, aber nicht jeder, der was schreibt, hat eine Ahnung / Recht.

Zur "20 kg Klasse": Überall wo 20 kg genannt werden, also EQ6-R, Avalon M-Uno, CGEM/CGEM DX...
Losmandy G8? Bei der G8 werden "nur" 15 kg genannt, aber es kann sein, dass "amerikanische 15 kg" identisch mit "chinesischen 20 kg" sind. Habe aber keine eigene Vergleichs-Erfahrung dazu.

Ich würde mir das Zeug tatsächlich mal live vor Ort beim Händler ansehen, das wird viele Vorab-Überlegungen obsolet machen. ;)

Nachtrag: Du versuchst viel in Richtung Reserven zu denken, das ist verständlich. Aber wenn Du mit dem schweren "Krempel" hantierst, wirst Du schnell den Wunsch nach Leichterem bekommen. Es wird nicht bei einer Montierung bleiben. Habe mit EQ5 mit GoTo angefangen (meine visuelle Lieblingsmontierung, weil leicht und schnell aufgebaut und auch mit einem 120/900 mm Refraktor zzgl. 1 kg Okular etc. mit in Summe rund 7 kg gut belastbar), dann EQ6-R nachgeschoben und zuletzt den Skyguider Pro geholt, der mit GG "nur" max 5 kg trägt.
Es geht also gewichtsmäßig nicht immer nur nach oben...
 
Zuletzt bearbeitet:

maximilian

Mitglied
Hallo!

Es geht also gewichtsmäßig nicht immer nur nach oben...

Man muss ja auch nicht nur eine Montierung haben. Wenn ich schnell mal für eine Stunde rausgehe, dann nehme ich meistens mein NexStar 6 dazu. Das lässt sich mitsamt Montierung mit einer Hand tragen und mit der anderen dann ein Köfferchen mit Okularen und der Powerbank. Zum Aufstellen reicht notfalls ein Gartentisch. Aber fototauglich ist das natürlich so nicht.

Zitat von Hennimg_:
Die Altair Starbase erscheint interessant, ist aber preislich wieder eine andere Liga. Wie sieht es mit dem iOptron Säulenstativ Tri-Pier aus? Wäre das eine Alternative? Ich bin auch relativ groß, wäre da sogar eine zusätzliche Säulenverlängerung sinnvoll?

Das Tri-Pier habe ich noch nie live gesehen. Ich habe das originale Stahlrohrstativ von iOptron. Das ist ziemlich solide und reicht für visuelles Beobachten und kurze Belichtungszeiten sicher aus, aber für echte Fotos vielleicht nicht. Was hier gerne empfohlen wird sind Berlebach-Holzstative. Manche von denen sind ziemlich hoch (ein Kollege hat so eines - sehr eindrucksvolles Teil!), in dieser Größe und Gewichtsklasse dann vom Preis her aber auch schon vierstellig. Sicher auch eine Anschaffung fürs Leben, wenn man nicht wie ich in unserem Abstellraum (eine frühere Scheune) von Holzwürmern geplagt ist. Kein Witz! Deshalb kommt für mich kein Holzstativ in Frage. Ein Säulenstativ mit Verlängerung muss schon sehr solide sein, um nicht zu wackeln. Normalerweise sind die Beine für die Originalhöhe ausgelegt, bei einer Verlängerung werden die Hebelverhältnisse dann eher ungünstig.

Viele Grüße
Maximilian
 

Maddin75

Mitglied
Hallo zusammen

Sehr interessanter Thread, mache mir auch Gedanken zu einer grösseren Montierung. Im Rennen ist natürlich die EQ-6R, interessant ist auch die Celestron CGX oder halt eben die CEM60-EC. Vom Dreibeistativ von iOptron sind nicht alle begeistert.. (s. hier Beitrag #9). Und mit der Säule oder einem Berlebach kommt man bereits in die Region einer EQ-8 :whistle:
 

Henning_

Mitglied
Hallo Henning,
200 oder 300 € brauchst Du für ein Leitrohr sicher nicht auszugeben.
Ein 50mm Leitrohr wie das TSL50D mit Schiebeauszug für aktuell € 119,00 reicht voll aus.
Für € 165,00 bekommst Du bereits einen 60mm Sahnesucher mit Helical-Auszug. (TSL60D)
Den haben wir unter Anderen, mehr braucht’s sicher nicht!

Wenn Du nach Qualität der OAGs von Baader oder ZWO fragst, kann ich Dir nicht viel sagen.
Wir guiden ausschließlich mit 60mm Suchern. Aber ich schätze, daß Du Dir bei beiden Anbietern
keine Gedanken machen musst; keiner der beiden wird es sich leisten können,
ein unbrauchbares Teil anzubieten. Da würde ich nach Kriterien wie Baulänge,
Adaptierungen / Kompatibilität und Preis entscheiden.

CS

Dietmar
Hallo Dietmar,

okay, das habe ich dann wohl zu grob geschätzt ;). Helical Auszug ist wohl das Non-Plus-Ultra, also wenn es um das Guiding geht. Der TSL60D kommt dann mal in meine Liste. Ein OAG kostet aber auch schnell das Gleiche, also warum dann überhaupt auf OAG gehen, wenn die Leitsternauswahl bei einem dedizierten Guide-Scope besser ist? Sehe da momentan keinen wirklichen Mehrwert drin oder was übersehe ich?

Hi,

zum Filtereinsatz: Machen kann man alles, aber lege mal gedanklich die Filtersprektren von H-alpha und UHC übereinander.
Astronomik veröffentlicht sie hier zu ihren Filtern. Astronomik
Wenn man H-alpha und UHC addiert, wird man unterm Strich nur die wertvolle H-alpha Transmission reduzieren
Du hast Dir aus dem iNet viel Halbwissen angelesen, aber nicht jeder, der was schreibt, hat eine Ahnung / Recht.

Nachtrag: Du versuchst viel in Richtung Reserven zu denken, das ist verständlich. Aber wenn Du mit dem schweren "Krempel" hantierst, wirst Du schnell den Wunsch nach Leichterem bekommen. Es wird nicht bei einer Montierung bleiben. Habe mit EQ5 mit GoTo angefangen (meine visuelle Lieblingsmontierung, weil leicht und schnell aufgebaut und auch mit einem 120/900 mm Refraktor zzgl. 1 kg Okular etc. mit in Summe rund 7 kg gut belastbar), dann EQ6-R nachgeschoben und zuletzt den Skyguider Pro geholt, der mit GG "nur" max 5 kg trägt.
Es geht also gewichtsmäßig nicht immer nur nach oben...
Keine Frage, das mit dem angelesenen Halbwissen ist dann durchaus problematisch ;). Aber ist gar nicht einfach, wenn man sich orientieren möchte und Info' sucht und sucht und findet und findet...

Bzgl. Wahl der Montierung: Genau das ist ja die Krux an der Sache. Nämlich eine Montierung zu finden, die anständige und solide Qualität bietet und außerdem noch etwas ausbaufähig ist. Aber vielleicht geht der Trend ja generell zur Zweit-Montierung bzw. zum Zweit-Gerät :D? Maximilian bestätigt das jedenfalls auch.

Das Tri-Pier habe ich noch nie live gesehen. Ich habe das originale Stahlrohrstativ von iOptron. Das ist ziemlich solide und reicht für visuelles Beobachten und kurze Belichtungszeiten sicher aus, aber für echte Fotos vielleicht nicht. Was hier gerne empfohlen wird sind Berlebach-Holzstative. Manche von denen sind ziemlich hoch (ein Kollege hat so eines - sehr eindrucksvolles Teil!), in dieser Größe und Gewichtsklasse dann vom Preis her aber auch schon vierstellig. Sicher auch eine Anschaffung fürs Leben, wenn man nicht wie ich in unserem Abstellraum (eine frühere Scheune) von Holzwürmern geplagt ist. Kein Witz! Deshalb kommt für mich kein Holzstativ in Frage. Ein Säulenstativ mit Verlängerung muss schon sehr solide sein, um nicht zu wackeln. Normalerweise sind die Beine für die Originalhöhe ausgelegt, bei einer Verlängerung werden die Hebelverhältnisse dann eher ungünstig.
Okay, das mit den Hebelverhältnissen macht Sinn. Diese Mix-Stative, also zwischen Dreibein und Säule sehen auf den ersten Blick sehr stabil aus, die technischen Leistungseigenschaften klingen eigentlich auch gut. Mal sehen, wo ich die Gelegenheit habe mir diverse Möglichkeiten mal "live" anzuschauen. Die nähere Umgebung gibt hier wohl nicht so viel her.
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

So ist es! Montierungen und Teleskope sind Herdentiere und wollen auch so gehalten werden. ;)

Ja, die haben eine starke Tendzenz zur Clusterbildung... ein gutes Modell dafür, wie sich Planeten aus Planetesimalen bilden. Ich bewundere die Kollegen, die es fertigbringen ihren alten Kram wieder zu verkaufen wenn sie was neues finden. Bei mir findet sich immer noch irgendwo ein Plätzchen, an dem sich das Zeuch „für irgendwann später“ lagern lässt.

Grüße
Maximilian

PS: Auf mein neues Schmuckstück von Stativ würde wirklich gut ein größeres Fernrohr passen ;)

IMG_0140.jpg
 

MeisterDee

Mitglied
warum dann überhaupt auf OAG gehen, wenn die Leitsternauswahl bei einem dedizierten Guide-Scope besser ist? Sehe da momentan keinen wirklichen Mehrwert drin oder was übersehe ich?
Hallo Henning,
ob Leitrohr oder Off Axis Guider ist in jedem Fall auch ein Stück weit Geschmacksache.
Für beide Arten gibt es aber jeweils gute Argumente:

Der Sucher liefert oft das bessere Bild, und man ist bei der Leitsternsuche nicht
auf die unmittelbare Umgebung des Aufnahmeobjektes angewiesenen,
wie das beim OAG der Fall ist. Der schaut eben nur mit. Immer nur dorthin,
wo auch das Hauptgerät hinschaut. Ein Leitrohr kann mit seinen Leitrohrschellen
weit weg vom Aufnahmeobjekt ausgerichtet werden; Auf den besten Leitstern am Himmel.
Und Backfocus braucht er auch nicht.
Das können echte Vorteile sein.......

Der OAG ist deutlich kleiner und leichter. Er ist auch robuster als ein Sucherfernrohr.
Eine Tasche weniger, ein Gerät weniger, auf das man aufpassen muss.
Und auch eine Fläche weniger, an der der Wind angreifen kann.
Das können echte Vorteile sein......

CS

Dietmar
 

openfuture

Mitglied
Hallo Henning,
die Berlebach-Stative sind in der Regel besser von de Schwingungsdämpfung als die Standard-Stahlrohrstative, die mit den Montierungen aus China meist mitkommen. Und sie sind leichter und kompakter.

Zum Thema H-alpha: ich spreche von SW-Kameras mit Filterrädern. Mach Dich mal über den Unterschied schlau. Ich finde als Einstieg z.B. die ASI1600mm-pro mit einem Filterrad und einem LRGBHa-Filtersatz eine sehr schöne Kombination.

Gib lieber mehr Geld für eine feine gekühlte Kamera aus als für eine zumindest am Anfang überdimensionierte Montierung.

Der Meridianflip besteht aus zwei Teilen: wenn Du mit Deiner Montierung beim Tracking den Meridian überschritten hast und dann die gleiche Position nochmals ansteuerst, dann führt die Montierung einen Flip aus (außer Du hast es deaktiviert). Sie tut das aber nur, wenn Du tatsächlich einen neuen Goto-Impuls sendest. Ansonsten läuft sie einfach weiter. Den Impuls für ein erneutes Goto schickt entweder der Mount-Treiber (EQMOD, der ASCOM-Treiber für Skywatcher z.B. hat die Funktion) oder die Aufnahmesoftware wie Apt oder Kstars.

VG
Wolfgang
 

Henning_

Mitglied
PS: Auf mein neues Schmuckstück von Stativ würde wirklich gut ein größeres Fernrohr passen ;)

Den Anhang 104966 betrachten
Hallo Maximilian,

super, das sieht echt nach einer stabilen Konstruktion aus. Das Säulenstativ ist aus Alu gefertigt, richtig? Wie sieht es mit der Portabilität aus, kommst Du auch mobil gut damit zurecht?

Hallo Henning,
die Berlebach-Stative sind in der Regel besser von de Schwingungsdämpfung als die Standard-Stahlrohrstative, die mit den Montierungen aus China meist mitkommen. Und sie sind leichter und kompakter.

Zum Thema H-alpha: ich spreche von SW-Kameras mit Filterrädern. Mach Dich mal über den Unterschied schlau. Ich finde als Einstieg z.B. die ASI1600mm-pro mit einem Filterrad und einem LRGBHa-Filtersatz eine sehr schöne Kombination.

Gib lieber mehr Geld für eine feine gekühlte Kamera aus als für eine zumindest am Anfang überdimensionierte Montierung.

Der Meridianflip besteht aus zwei Teilen: wenn Du mit Deiner Montierung beim Tracking den Meridian überschritten hast und dann die gleiche Position nochmals ansteuerst, dann führt die Montierung einen Flip aus (außer Du hast es deaktiviert). Sie tut das aber nur, wenn Du tatsächlich einen neuen Goto-Impuls sendest. Ansonsten läuft sie einfach weiter. Den Impuls für ein erneutes Goto schickt entweder der Mount-Treiber (EQMOD, der ASCOM-Treiber für Skywatcher z.B. hat die Funktion) oder die Aufnahmesoftware wie Apt oder Kstars.

VG
Wolfgang
Hallo Wolfgang,

keine Ahnung warum, aber bei Holzstativen denke ich mir immer, ob die auch wirklich genauso stabil sind, wie ein Alu-Dreibein oder Alu-Säulenstativ. Aber der Aspekt mit der Schwingungsdämpfung ist nachvollziehbar. Brauchen Holzstative denn eine besondere Pflege usw.? Wie sieht es mit Feutigkeit und Co aus?

Da die Montierungsdiskussion ja inmer wieder aufkommt. Wenn ich jetzt mal nicht an die EQ6-R oder die CEM60 denke, dann wäre die Klasse darunter also HEQ5 bzw. iEQ30/iEQ45 und AZ-EQ5-DX? Wie sieht es mit den Montierungen von Celestron aus, ist davon auch was zu empfehlen?

Kurze Verständnisfrage zum Meridian-Flip: Wenn ich den Flip bewusst verhindere, also deaktiere, kann dann die Optik und das Zubehör an die Montierung stoßen?

Und dann noch kurz eine Nachfrage bzgl. CCD: Mal ganz praktisch gedacht. Bei einer Mono-Kamera brauche ich doch drei separate Lights (RGB) plus vielleicht noch mal ein H-Alpha für den Luminanz-Kanal. Reduziert das nicht grundsätzlich meine maximal Belichtungszeit in einer Nacht, einfach weil ich die unterschiedlichen Farbkanäle separat aufnehmen muss? Kompensieren die Mono-CCD's das dann mit einer besseren Empfindlichkeit und (wenn gekühlt) niedrigerem Rauschverhalten?
 

Felix

Mitglied
Hallo,
wie einige andere Auch empfinde ich die iOptron CEM60 als etwas überdimensioniert. Gerade mit dem kleinen Refraktor, da braucht die vermutlich nicht mal mehr ein Gegengewicht. Die Angaben der Traglast sind bei nicht-chinesischen Montierungen gerne mal etwas konservativer ausgelegt. Ich habe einen 4" TS-APO auf einer Vixen GP-DX und das funktioniert soweit sehr gut.

Ich möchte einen anderen Punkt ansprechen, nämlich hab ich was von der ASI120 gelesen. Um das Modell, also vornehmlich das ältere Modell mit USB 2.0 würde ich einen riesigen Bogen machen. Die Kamera hat Probleme mit ihrem USB und kommt scheinbar nicht mit allen Chipsätzen in diversen Notebooks klar. Ich habe monatelang nur Probleme gehabt, weil ständig Verbindungsabbrüche und jedesmal musste das Notebook neugestartet werden (was dann auch hieß, dass die gekühlte Kamera wieder warum wurde und das PHD neu kalibriert werden musste etc.). Das kann einem ganz schön die Laune verderben, also wenn es eine 120er sein soll, dann nur die S-Version mit USB 3.0.

VIele Grüße,
Felix
 

Henning_

Mitglied
Ich möchte einen anderen Punkt ansprechen, nämlich hab ich was von der ASI120 gelesen. Um das Modell, also vornehmlich das ältere Modell mit USB 2.0 würde ich einen riesigen Bogen machen. Die Kamera hat Probleme mit ihrem USB und kommt scheinbar nicht mit allen Chipsätzen in diversen Notebooks klar.
Hallo Felix,

Du meinst aber die Color-Version der ASI120, richtig? Also nicht die Mono-Autoguider CCD? Von der Mono-Version gibt es meines Wissens nach keine S-Variante.
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Hallo Maximilian,

super, das sieht echt nach einer stabilen Konstruktion aus. Das Säulenstativ ist aus Alu gefertigt, richtig? Wie sieht es mit der Portabilität aus, kommst Du auch mobil gut damit zurecht?

Ja, das Stativ besteht im wesentlich aus Aluminium-Vollmaterial. Ein paar Teile sind aus Edelstahl. Es wiegt (laut Hersteller) 17,5kg und lässt sich damit noch recht gut tragen. Mit angeklappten Beinen ist es allerdings 1,10m lang und passt wahrscheinlich nicht in einen Smart oder Fiat 500.

Zitat von Felix:
wie einige andere Auch empfinde ich die iOptron CEM60 als etwas überdimensioniert.

Ist sie dafür auch. Aber bereits im allerersten Posting steht, dass für spätere Erweitungen die Montierung „ausbaufähig“ sein soll. Daher kommen die diversen Vorschläge für größere Montierungen. Auf dem Konto wird es bis auf weiteres keine Zinsen gegen, also ist das Geld doch in einer ordentlichen Montierung richtig gut angelegt :)

Viele Grüße
Maximilian
 

Henning_

Mitglied
Ist sie dafür auch. Aber bereits im allerersten Posting steht, dass für spätere Erweitungen die Montierung „ausbaufähig“ sein soll. Daher kommen die diversen Vorschläge für größere Montierungen. Auf dem Konto wird es bis auf weiteres keine Zinsen gegen, also ist das Geld doch in einer ordentlichen Montierung richtig gut angelegt :)

Jepp, ausbaufähig sollte sie sein. Ich glaube es geht jetzt nur darum, wie ausbaufähig bzw. was ist ein guter Einstieg, um zumindest für die ersten Jahre nicht gleich mit der Montierung ans Limit zu kommen. Gerade auch vor dem Hintergrund "Astrofotografie". Sonst kann ich mir ja gleich ne 10Micron GM 2000 anschaffen. Dann habe ich sicherlich die nächsten Jahre Ruhe :D. Nur Spaß, also wo ist die goldene Mitte?
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Nur Spaß, also wo ist die goldene Mitte?

Die muss natürlich jeder für sich selbst finden. Ich habe viele Jahre lang mein C8 auf einer simplen EQ-5 Montierung gehabt, der Chinaversion der Vixen GP-DX. Das ging, bis auf das nervige Gewackel wenn man der Ausrüstung auch nur nahe kam, z.B. beim Scharfstellen, gar nicht so schlecht. Mit einer einfachen Nachführung habe ich, von Hand „geguided“, sogar bis 20 Minuten belichtet. Die Ergebnisse waren überaus bescheiden und den Aufwand nicht wert. Also habe ich mir noch einen Motorfocus gekauft damit ich das Fernrohr nicht berühren muß und mich aufs normale Beobachten beschränkt.

Aber das Thema „solide Montierung“ stand immer im Raum und inzwischen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass man seine Ausrüstung um die beste Montierung im Budget herum aussuchen soll. Nicht umgekehrt. Ein Fernrohr ist schnell gegen ein größeres getauscht, die Preisentwicklung arbeitet da sogar für uns. Bei der Montierung ist das längst nicht so einfach.

Viele Grüße
Maximilian
 

Henning_

Mitglied
Aber das Thema „solide Montierung“ stand immer im Raum und inzwischen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass man seine Ausrüstung um die beste Montierung im Budget herum aussuchen soll. Nicht umgekehrt. Ein Fernrohr ist schnell gegen ein größeres getauscht, die Preisentwicklung arbeitet da sogar für uns. Bei der Montierung ist das längst nicht so einfach.

Okay, das ist ein Argument! Danke für Deine Meinung!
 

openfuture

Mitglied
keine Ahnung warum, aber bei Holzstativen denke ich mir immer, ob die auch wirklich genauso stabil sind, wie ein Alu-Dreibein oder Alu-Säulenstativ. Aber der Aspekt mit der Schwingungsdämpfung ist nachvollziehbar. Brauchen Holzstative denn eine besondere Pflege usw.? Wie sieht es mit Feutigkeit und Co aus?
Keine Ahnung, warum das denkst :p Im Ernst, die sind sehr stabil. Das UNI18 passt sehr gut auf die AZ-EQ5. Und nein, wegen Feuchtigkeit oder Pflege brauchst Du Dir keine Gedanken machen.

Da die Montierungsdiskussion ja inmer wieder aufkommt. Wenn ich jetzt mal nicht an die EQ6-R oder die CEM60 denke, dann wäre die Klasse darunter also HEQ5 bzw. iEQ30/iEQ45 und AZ-EQ5-DX? Wie sieht es mit den Montierungen von Celestron aus, ist davon auch was zu empfehlen?
Ich würde auf jeden Fall eine mit Riemenantrieb nehmen - wie z.B. die AZ-EQ5. Die haben zwar auch Flankenspiel, aber deutlich geringer.

Kurze Verständnisfrage zum Meridian-Flip: Wenn ich den Flip bewusst verhindere, also deaktiere, kann dann die Optik und das Zubehör an die Montierung stoßen?
Kurze Antwort: Ja!

Und dann noch kurz eine Nachfrage bzgl. CCD: Mal ganz praktisch gedacht. Bei einer Mono-Kamera brauche ich doch drei separate Lights (RGB) plus vielleicht noch mal ein H-Alpha für den Luminanz-Kanal. Reduziert das nicht grundsätzlich meine maximal Belichtungszeit in einer Nacht, einfach weil ich die unterschiedlichen Farbkanäle separat aufnehmen muss? Kompensieren die Mono-CCD's das dann mit einer besseren Empfindlichkeit und (wenn gekühlt) niedrigerem Rauschverhalten?
Eine Mono-Kamera hat bauartbedingt eine bessere Auflösung, weil eine Farb-Kamera 2x2-Pixel für RGB braucht (die Bayer-Matrix). Vor jedem Pixel ist ein ganz kleiner roter, grüner oder blauer Filter und je 2x2 werden dann von der Kamera zu einem Farb-Pixel zusammengefasst.

Fotografierst Du hingegen mit einer SW-Kamera, dann brauchst Du eben ein Foto mit dem roten, eines mit dem grünen und eines mit dem blauen Filter davor. Das hört sich erstmal nach dreifacher Aufnahmezeit an, aber mit besserer Auflösung - weil eben jeder Pixel mitzählt.

Jetzt kommt aber zum Zug, dass bei Astrofotos die Farb-Information viel grobkörniger ist als die Helligkeit. Daher macht man bei SW-Kameras viel mehr Luminanz-Fotos wie Farb-Aufnahmen. Schau mal meine Aufnahme von M101. Bei dem Bild habe ich 560min Luminanz und 3x88min RGB aufgenommen - also der Faktor ist unter zwei bei gleichzeitig besserer Auflösung wie bei einer Farb-Kamera.

VG
Wolfgang
 

openfuture

Mitglied
Aber das Thema „solide Montierung“ stand immer im Raum und inzwischen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass man seine Ausrüstung um die beste Montierung im Budget herum aussuchen soll. Nicht umgekehrt. Ein Fernrohr ist schnell gegen ein größeres getauscht, die Preisentwicklung arbeitet da sogar für uns. Bei der Montierung ist das längst nicht so einfach.
Sehe ich bissel anders, Montierungen kann man nach einer Weile auch wieder ohne riesigen Verlust verkaufen. Ich habe mit der EQ5 angefangen, dann auf die AZ-EQ5 aufgerüstet und bin dann auf Avalon umgestiegen. Dagegen bin ich bei den Teleskopen gleich ohne Kompromisse eingestiegen. Aber letztendlich geht glaube ich schon jeder seinen eigenen Weg...

VG
Wolfgang
 

Nasus

Mitglied
Aber vielleicht geht der Trend ja generell zur Zweit-Montierung bzw. zum Zweit-Gerät :D?
Definitiv. Und in Richtung "Reserve" denke ich nur bei Stationären Montierungen. Sonst ist es eben ein Star Adventurer, der auch auf Partys mitdarf ( da überleg ich grad, ob eine Vixen AP nicht netter wäre) und eine auch nicht schwere aber noch komplett tragbare EQM-35 mit größererm Schneckenrad als der gemeinen EQ-5. Wobei ich mir in der Klasse immer mehr Gedanken über Selbstbau mache. Eine Ähnliche Kiste aber mit integrierter Stromversorgung (Einhell- Akkusystem) und Asiair (alles kompakt ohne Kabelgedöhns) wäre schon fein.

cs
Jürgen
 

Henning_

Mitglied
Keine Ahnung, warum das denkst :p Im Ernst, die sind sehr stabil. Das UNI18 passt sehr gut auf die AZ-EQ5. Und nein, wegen Feuchtigkeit oder Pflege brauchst Du Dir keine Gedanken machen.

Ich würde auf jeden Fall eine mit Riemenantrieb nehmen - wie z.B. die AZ-EQ5. Die haben zwar auch Flankenspiel, aber deutlich geringer.

Eine Mono-Kamera hat bauartbedingt eine bessere Auflösung, weil eine Farb-Kamera 2x2-Pixel für RGB braucht (die Bayer-Matrix). Vor jedem Pixel ist ein ganz kleiner roter, grüner oder blauer Filter und je 2x2 werden dann von der Kamera zu einem Farb-Pixel zusammengefasst.

Fotografierst Du hingegen mit einer SW-Kamera, dann brauchst Du eben ein Foto mit dem roten, eines mit dem grünen und eines mit dem blauen Filter davor. Das hört sich erstmal nach dreifacher Aufnahmezeit an, aber mit besserer Auflösung - weil eben jeder Pixel mitzählt.

Jetzt kommt aber zum Zug, dass bei Astrofotos die Farb-Information viel grobkörniger ist als die Helligkeit. Daher macht man bei SW-Kameras viel mehr Luminanz-Fotos wie Farb-Aufnahmen. Schau mal meine Aufnahme von M101. Bei dem Bild habe ich 560min Luminanz und 3x88min RGB aufgenommen - also der Faktor ist unter zwei bei gleichzeitig besserer Auflösung wie bei einer Farb-Kamera.

VG
Wolfgang
Guten Abend Wolfgang,

da Du das Flankenspiel ansprichst. Über einen wie großen Unterschied sprechen wir hier?

Danke für Deine Erklärung zum Unterschied zwischen Mono- und Farb-CCD. Das Prinzip der Bayer-Matrix war mir eigentlich bekannt, aber manchmal steht man selber irgendwie auf dem Schlauch ;). Hast Du noch mehr Informationen zu den technischen Details des Bildes von M101? Auf Deiner Homepage steht nichts. Mit welchen Filtern hast Du den Luminanzkanal aufgenommen?

Sehe ich bissel anders, Montierungen kann man nach einer Weile auch wieder ohne riesigen Verlust verkaufen. Ich habe mit der EQ5 angefangen, dann auf die AZ-EQ5 aufgerüstet und bin dann auf Avalon umgestiegen. Dagegen bin ich bei den Teleskopen gleich ohne Kompromisse eingestiegen. Aber letztendlich geht glaube ich schon jeder seinen eigenen Weg...

Ist das wirklich so? Ich hätte die Optiken jetzt als wesentliche wertstabiler betrachtet, schließlich gibt es dort keinen mechanischen Verschleiß.
 

resuah

Mitglied
Hi,

hier werden nach meinem Kenntnisstand Montierungen (EQ5 bzw. EQM-35) ins Spiel gebracht, die keine Wälzlagerung in beiden Achsen haben.

Nennt mich altmodisch, aber meine Erfahrung mit der EQ5 sagt mir, dass die astrofotografisch nicht sinnvoll ist.

Viele Grüße
Martin
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Ist das wirklich so? Ich hätte die Optiken jetzt als wesentliche wertstabiler betrachtet, schließlich gibt es dort keinen mechanischen Verschleiß.

Da hängt ganz viel am Namen. Wenn „Zeiss“ (oder „Miyauchi“ bei Ferngläsern) draufsteht, dann steigt der Preis kontiniuerlich. Steht aber Skywatcher, Celestron, Meade, .... drauf, dann fällt der Preis beim ersten Verkauf auf 60 Prozent, hält sich auf diesem Niveau aber eine ganze Weile. Bis der Hersteller ein paar Buchstaben an das Produkt anhängt (z.B. „edge HD“ bei Celestron), was den Preis der Gebrauchtgeräte auf Ramschniveau abstürzen lässt. Sowas kann - nach meiner Erfahrung - bei einer mechanisch soliden Montierung nicht so einfach passieren.

Grüße
Maximilian
 
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