APM SD Bino 120 mm Erfahrung mit T6 Nagler 7 mm

Hallo Willy,

vielen Dank für den Bericht, wie sieht das Duo bei M31 aus. Kann man die Galaxie mit dem Mewlon mit Binoansatz und Prism besser aufgelöst sehen, als mit dem 120mm Bino SD? Und wenn ja, bis zu x facher Vergrößerung kannst du M31 beobachten mit dem Mewlon?

VG

Holger
 
Im Mewlon schaue ich M31 nur mit 2"-Zubehör. Mit Bino wäre die Vergrößerung zu hoch. Der 120er ist ganz nett, aber zu lichtschwach bei M31 finde ich. Natürlich bekommt man im Mewlon nicht den Eindruck wie in einem Teleskop mit großem Gesichtfeld. Ich könnte mir vorstellen dass hier ein schneller Newton optional wäre. Derzeit schaue ich M31 mit dem TS CF-180.
 
Hallo Willy,

chapeau;- beim TS CF 180 ist man gleich in einer ganz anderen Klasse und Dimension gegenüber 120 mm auch im Hinblick auf das Gewicht. Die 180 mm Öffnung muß aber ein wahres Lichtmonster sein. Nutzt du das TS CF 180 auch mit Binoansatz?

VG

Holger
 
ja, mit Bino und ADC, der 180er wiegt 17kg, also immer noch deutlich weniger als ein APM 150 SD und der Fluidkopf trägt auch den 180er locker.
 
Hallo Holger,
eigentlich hat Willybott schon das Wesentliche gesagt. Mein Mewlon 210 ist ebenfalls nach 45 - 60 Minuten gut ausgekühlt. Die Abbildung ist hervorragend und einem APM 120 Bino haushoch überlegen. Das hat nicht nur mit der besseren Lichtausbeute zu tun. Die Prismen der APM-Großferngläser blasen die Sternpünktchen bzw. Bildpunkte etwas auf. Die Gläser sind sehr gut für schwache Vergrößerungen und große Gesichtsfelder, aber nur bedingt für hohe Vergrößerungen geeignet. Hinzu kommt, dass auch ein APM-Großfernglas Auskühlungszeit benötigt. Das gilt besonders für die Prismen. Ich hatte mal eine Nacht mit dem APM 100 90°, da war Jupiter nur eine weiße Kugel.

Sternenhundklaus
 
ich weiß nicht ob ich diese Aussage unterschreiben würde, denn wenn ich z. b. mit einem 5mm Okular auf 133x vergrößere, sehe ich immer noch einen signifikanten Unterschied zwischen Sternen und Planetenmonden, denn die Sterne sind immernoch punktförmig im Vergleich. Ich bin kein Optikprofi, aber ich könnte mir vorstellen dass dies auch von der Kollimation abhängt.
Prinzipiell würde ich aber auch sagen, das ein F/7-Triplet-APO schon schärfer/präziser abbildet.

Die KI schreibt Folgendes dazu:
"Ein Prisma dient in einem Fernglas für die Astronomie ausschließlich dazu, das Bild aufzurichten und den Lichtweg zu falten. Ein fehlerfreies oder gut dimensioniertes Prisma hat keine vergrößernde Wirkung auf die Beugungsscheibchen (die „Sternpünktchen“) selbst. Das Aufblasen von Sternen im Fokus ist ein Resultat von optischen Fehlern (wie sphärischer Aberration, Astigmatismus oder chromatisch-sphärischer Aberration) oder schlechter Justage, nicht aber eine inhärente Eigenschaft der Prismenform oder -funktion."
 
Hallo Willybott,
KI ist so eine Sache - sicherlich irgendwie schön, aber noch lange nicht auf dem Niveau, wie man es gerne hätte.

Es gab mal hier eine lange Diskussion über das Thema "aufgeblasene Sternpünktchen im APM-Glas". Die Diskussion endete damit, dass der Glasweg im Prisma, den das Licht sechsmal durchlaufen muss, die Ursache ist.

Vor vielen Jahren hatte ich einen Vergleich mit TSA120, Binoptic 102/714 ED und APM100 ED 90° gemacht. Wenn man im TSA 120 die Fläche des Sternpünktchens gleich 1 setzt, sieht man im Binoptic die Fläche 4 (also doppelter Radius) und im APM-Glas die Fläche 16 (vierfacher Radius). Auch beim Trennen von Doppelsternen gab es extreme Unterschiede. Double Double in Lyra war mit dem APM-Glas nicht trennbar - Binoptic zeigte einen klaren schwarzen Strich zwischen den Sternen. Beobachtet hatte ich mit Nagler Okularen bei ca. 100facher Vergrößerung.

Sternenhundklaus
 
Das Amici-Prisma hat eine Dachkante, wenn helle Planeten oder Sterne auf diese Kante treffen kann das zu Spikes und Beugungserscheinungen führen.
 
Hallo Willybott,
KI ist so eine Sache - sicherlich irgendwie schön, aber noch lange nicht auf dem Niveau, wie man es gerne hätte.

Es gab mal hier eine lange Diskussion über das Thema "aufgeblasene Sternpünktchen im APM-Glas". Die Diskussion endete damit, dass der Glasweg im Prisma, den das Licht sechsmal durchlaufen muss, die Ursache ist.

Vor vielen Jahren hatte ich einen Vergleich mit TSA120, Binoptic 102/714 ED und APM100 ED 90° gemacht. Wenn man im TSA 120 die Fläche des Sternpünktchens gleich 1 setzt, sieht man im Binoptic die Fläche 4 (also doppelter Radius) und im APM-Glas die Fläche 16 (vierfacher Radius). Auch beim Trennen von Doppelsternen gab es extreme Unterschiede. Double Double in Lyra war mit dem APM-Glas nicht trennbar - Binoptic zeigte einen klaren schwarzen Strich zwischen den Sternen. Beobachtet hatte ich mit Nagler Okularen bei ca. 100facher Vergrößerung.

Sternenhundklaus
Hi, das Double Double in Lyra werde ich mal probieren. Zu bemerken ist hier noch, das es sich bei Deinem Vergleich um das ED und nicht um das SD-Glas (FPL-53) handelte. Ich kann mich natürlich irren, aber wenn ich den doppelten Sterndurchmesser bei bereits 100x sehen würde, sollte mir dies auffallen. Sterne wären dann keine Punkte mehr, sondern würden eher in Richtung kleine Monde gehen. Man kann dies bei Kugel-Sternhaufen sehen die man zu stark vergrößert, das Glitzern hört dann auf und die Faszination ist weg.
 
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