Apo vs Newton (wegduck)

YellowHorseHead

Aktives Mitglied
Grüß euch Hallo,

schon mal sorry für das leidige Thema aber ich stehe aktuell vor der Möglichkeit meinen Esprit 120 + Flattener und Flattener Reducer gegen einen Lacerta 200/800 Newton zu tauschen.

An sich mag ich meinen Esprit und ich mag auch die Flexibilität einmal bei 650 und aber auch bei 840mm Fotografieren zu können.
Die Lacerta Newtons sind halt aber auch absolute Spitze. Ich bin die letzten Tage einige Zeit vor dem Bild des Garlic Nebulas von Daniel Nimmervoll gesessen und konnte kein anderes finden, das derartig tief und detailreich ist.
Das Teleskop wird aktuell lediglich fotografisch verwendet.

Was würdet ihr machen?

cs
Andreas
 
Ich bin die letzten Tage einige Zeit vor dem Bild des Garlic Nebulas von Daniel Nimmervoll gesessen und konnte kein anderes finden, das derartig tief und detailreich ist.
Das würde ich aber nicht gleich auf das Teleskop zurückführen. Da spielen so viele Sachen rein (vor allem mal Lichtverschmutzung und Belichtungszeit) , dass ich deswegen ganz sicher nicht das Teleskop wechseln würde. Also ich würde da sicher nicht tauschen. Und damit will ich nicht sagen, dass der Lacerta-Newton schlecht wäre oder sein Geld nicht wert ist.

CS, Daniel
 
Hallo Andreas,

von Fotos anderer auf die Qualität des Fernrohrs zu schließen ist ziemlich zu kurz gesprungen. Einerseits macht eine gekonnte Bildbearbeitung sehr viel aus, andererseits spielen auch Standort (Seeing) und thermische Effekte mit.

Viele Grüße
Werner
 
ich sag nur: 7 :)
 
Ich bin die letzten Tage einige Zeit vor dem Bild des Garlic Nebulas von Daniel Nimmervoll gesessen und konnte kein anderes finden, das derartig tief und detailreich ist.

Was würdet ihr machen?

cs
Andreas
Hi,
Bin etwas überrascht über deine Gedankengegänge.
Ich dachte, du weist sowas. Bearbeitete Bilder haben recht wenig mit dem Teleskop zu tun.
Selbst wenn du dir das exakt gleiche Teleskop wie Daniel zulegst, wirst du nie nimmer das gleiche Bild bekommen.
 
Hi,

ich würde nicht im Traum darüber nachdenken, den Esprit 120 gegen einen Newton einzutauschen. Ich glaube nicht, dass Du mit dem Newton bessere Bilder machst. Ich stimme Harald zu, auf den Newton sparen, wenn Du ihn auch haben willst.

Daniel Nimmervoll ist kein Maßstab, der Mann ist Vollprofi und hat nicht nur ein High-End-Equipment, sondern weiß auch mit den Rohdaten etwas anzufangen. Seine Bildqualität wirst Du nicht mit dem Angleichen an sein Equipment erreichen.

LG Olaf
 
Hi,
Bin etwas überrascht über deine Gedankengegänge.
Ich dachte, du weist sowas. Bearbeitete Bilder haben recht wenig mit dem Teleskop zu tun.
Selbst wenn du dir das exakt gleiche Teleskop wie Daniel zulegst, wirst du nie nimmer das gleiche Bild bekommen.
Danke für all eure antworten.
Weiß ich natürlich allerdings mehr lichtsammelfläche ist halt mehr lichtsammelfläche ?
30% des hobby astronomie bestehen aus dem kampf gegen das gear acquisition syndrom, zumindest bei mir.

Hätte ich die Möglichkeit des tausch nicht, hätte ich an die sache auch keinen gedanken verschwendet.

Für ein zweitinstrument wären mir die brennweiten zu ähnlich. Dann lieber mal ein 12 zöller, da brauch ich dann allerdings erst mal ne andere montierung ?
 
Hab ich richtig gelesen?
Du hast die Chance deinen Esprit gegen einen TOA zu tauschen? Super Upgrade, würd ich sofort machen!

Alles andere macht nämlich überhaupt keinen Sinn…

Denk nur kurz über Kollimation von schnellen Optiken nach ;)
 
Du willst Deinen 120er Esprit loswerden und hättest gern einen 12" Newt?

Ich tausch sofort! :cool:

CS, Ralf
 
Grüß euch Hallo,

schon mal sorry für das leidige Thema aber ich stehe aktuell vor der Möglichkeit meinen Esprit 120 + Flattener und Flattener Reducer gegen einen Lacerta 200/800 Newton zu tauschen.

An sich mag ich meinen Esprit und ich mag auch die Flexibilität einmal bei 650 und aber auch bei 840mm Fotografieren zu können.
Die Lacerta Newtons sind halt aber auch absolute Spitze. Ich bin die letzten Tage einige Zeit vor dem Bild des Garlic Nebulas von Daniel Nimmervoll gesessen und konnte kein anderes finden, das derartig tief und detailreich ist.
Das Teleskop wird aktuell lediglich fotografisch verwendet.

Was würdet ihr machen?

cs
Andreas
Beides?

Ich kann dich schon verstehen. Ich persönlich mag - unabhängig von den Fotos von Daniel oder sonstwen - Spiegelteleskope lieber. Mir gefällt da einfach die Sternabbildung viel besser. Punkt. Allerdings hast du damit auch sehr viel mehr Ärger am Hals. Denk beim Lacerta-Newton an die Justage! F4 ist kein Pappenstil. Ich weiß nicht, wie da deine Erfahrung auf dem Gebiet ist. Mir reicht da schon mein F5.

VG,

Ulrike

P.S.: Der Esprit ist ein feines Gerät!
 
Die Bilder der Newtons begeistern mich auch immer wieder neu. Ich mag die auch lieber als die Bilder der Apos. Spikes stören mich überhaupt nicht. Ich mag Refraktoren aber von der Haptik und Anwendung her deutlich lieber. Außerdem sehen die halt besser aus, was aber Geschmacksache und komplette Nebensache ist. Ich finde die einfach praktischer, weil sie anspruchsloser, was spontane Einsätze und Montierungen angeht, sind. Daher verwende ich meinen 130 PDS so gut wie nie, hab aber vor, das mittelfristig zu ändern. Aber dazu fehlt mir halt noch die geeignete Montierung.

Daher kann ich Andreas auch verstehen, die Entscheidung ist nicht einfach, aber auf dem Niveau ist sein Apo nach meiner Meinung konkurrenzfähig, den würde ich nicht abgeben.

LG Olaf
 
Hallo Andreas,

die selbe Frage stelle ich mir auch seit einer Weile. Allerdings aus teilweise anderer Perspektive. Ich verwende einen visuell ausgelegten TS 125mm SD, der selbst mit Reducer noch langsame f/6,24 und die selbe Brennweite hat wie ein 8" Lacerta Newton. In meinem Fall hängt z.B. der Fokus von H alpha 60-70 Steps hinter OIII. Bei Aufnahmen mit einer OSC muss man also zwangsläufig gewisse Abstriche machen. Blau und Grün liegen auf dem selben Fokus, d.h. Rot ist immer etwas weniger definiert. Dasselbe Problem hat man auch mit einer Mono in der Luminanz. Die ist auch deutlich sichtbar weniger definiert wie die Farbkanäle.

Die größere Öffnung darf man auch nicht vernachlässigen. In meinem Fall würde der Umstieg auf einen 8" f/4 die Belichtungszeit selbst dann halbieren, wenn ich den Apo mit Reducer betreibe. Obstruktion und Reflektivität sind da schon eingerechnet. Das gibt einem deutlich mehr Reserven, die man je nach Objekt ins Strecken, Schärfen oder Sättigen stecken kann. Das sollte man nicht vernachlässigen.

Zusätzlich ist hat die Luminanz die selbe Qualität wie die Farbkanäle. D.h. man kann die Luminanz wirklich verwenden um mehr Details zu erreichen.

Am Ende liefert dir die größere Öffnung bei guten Bedingungen auch eine höhere Auflösung. Die Streukregel von Seeing und Interferenzfigur von der Beugung an der Lochblende addieren sich zwar quadratisch und selbst 5" ist schon ein Bereich, in dem die Luftunruhe fast die Summe beider dominiert. Aber trotzdem wird dir der 8"er an den meisten Tagen einen leicht besseren FWHM Wert liefern. 8" halte ich an meinem Standort für die Öffnung, ab der man die maximal mögliche Auflösung bei Deepsky Aufnahmen erreichen kann.

Das alles zusammen genommen, wirst du mit dem 8"er definitiv bessere Ergebnisse erzielen können wie mit dem 5"er. Selbst wenn der gut korrigiert sein sollte. Du hast mehr deutlich Signal, eine etwas bessere Auflösung und alle Kanäle liegen auf dem selben Fokus.

Ein Zusatzargument in meinem Fall ist dann noch, dass ich meinen 5" Apo endlich wieder visuell verwenden könnte. Der ist derzeit fest verschraubt und verkabelt und mir ist es zu viel Arbeit das jedesmal umzubauen.

Angeblich sind die sind die Lacerta Newtons justagestabil. Justage ist also auch kein Argument.

Der Nachteil ist das größere Gewicht und auch der größere Hebel. Die neue Version des 8" f/4 wiegt mit 11kg deutlich mehr als die alte mit 9kg. Und die 8" drücken zusätzlich mehr auf die Klemmen und die RA Achse als 5". Mit dem 5"er ist meine EQ6-R noch gut in der Komfortzone. Mit 11kg plus nochmal 2,5kg für Korrektor, Motorfokus, Filterrad, OAG und Kamera geht das Ganze schon richtig der Grenze, was noch gut ist. Bringt ja nichts, wenn die ganzen Vorzüge danach im Guiding RMS untergehen.

Das mit der EBV würde ich mal außen vor lassen. Besseres Material lässt sich auch einfacher bearbeiten. Das macht bei jedem einen Unterschied. Auch Daniel Nimmervoll kann aus [zensiert] kein Gold machen. Dafür braucht der schon Silber. Wenn du vorher aus Bronze Bronze machen konntest, machst du dann aus Silber halt "nur" Silber. Ist aber trotzdem besser als vorher. Es muss auch nicht jeder so bearbeiten wie Daniel Nimmervoll. Der quetscht sein Material schon extrem aus.

Grüße,
Joachim
 
Angeblich sind die sind die Lacerta Newtons justagestabil. Justage ist also auch kein Argument.

Grüße,
Joachim
Kommt drauf an, wie oft der TE damit durch die Gegend heizt (mit dem Auto, über Stock und Stein...).
Und wie Tommy immer zu mir sagt: Man muss das Pferd auch reiten können. Justagestabil heißt nicht, dass die Justage ewig hält. Und wenn er dann doch mal ran muss und es nicht hinkriegt, ist Frust vorprogrammiert.
 
Hallo Andreas,

die selbe Frage stelle ich mir auch seit einer Weile. Allerdings aus teilweise anderer Perspektive. Ich verwende einen visuell ausgelegten TS 125mm SD, der selbst mit Reducer noch langsame f/6,24 und die selbe Brennweite hat wie ein 8" Lacerta Newton. In meinem Fall hängt z.B. der Fokus von H alpha 60-70 Steps hinter OIII. Bei Aufnahmen mit einer OSC muss man also zwangsläufig gewisse Abstriche machen. Blau und Grün liegen auf dem selben Fokus, d.h. Rot ist immer etwas weniger definiert. Dasselbe Problem hat man auch mit einer Mono in der Luminanz. Die ist auch deutlich sichtbar weniger definiert wie die Farbkanäle.

Die größere Öffnung darf man auch nicht vernachlässigen. In meinem Fall würde der Umstieg auf einen 8" f/4 die Belichtungszeit selbst dann halbieren, wenn ich den Apo mit Reducer betreibe. Obstruktion und Reflektivität sind da schon eingerechnet. Das gibt einem deutlich mehr Reserven, die man je nach Objekt ins Strecken, Schärfen oder Sättigen stecken kann. Das sollte man nicht vernachlässigen.

Zusätzlich ist hat die Luminanz die selbe Qualität wie die Farbkanäle. D.h. man kann die Luminanz wirklich verwenden um mehr Details zu erreichen.

Am Ende liefert dir die größere Öffnung bei guten Bedingungen auch eine höhere Auflösung. Die Streukregel von Seeing und Interferenzfigur von der Beugung an der Lochblende addieren sich zwar quadratisch und selbst 5" ist schon ein Bereich, in dem die Luftunruhe fast die Summe beider dominiert. Aber trotzdem wird dir der 8"er an den meisten Tagen einen leicht besseren FWHM Wert liefern. 8" halte ich an meinem Standort für die Öffnung, ab der man die maximal mögliche Auflösung bei Deepsky Aufnahmen erreichen kann.

Das alles zusammen genommen, wirst du mit dem 8"er definitiv bessere Ergebnisse erzielen können wie mit dem 5"er. Selbst wenn der gut korrigiert sein sollte. Du hast mehr deutlich Signal, eine etwas bessere Auflösung und alle Kanäle liegen auf dem selben Fokus.

Ein Zusatzargument in meinem Fall ist dann noch, dass ich meinen 5" Apo endlich wieder visuell verwenden könnte. Der ist derzeit fest verschraubt und verkabelt und mir ist es zu viel Arbeit das jedesmal umzubauen.

Angeblich sind die sind die Lacerta Newtons justagestabil. Justage ist also auch kein Argument.

Der Nachteil ist das größere Gewicht und auch der größere Hebel. Die neue Version des 8" f/4 wiegt mit 11kg deutlich mehr als die alte mit 9kg. Und die 8" drücken zusätzlich mehr auf die Klemmen und die RA Achse als 5". Mit dem 5"er ist meine EQ6-R noch gut in der Komfortzone. Mit 11kg plus nochmal 2,5kg für Korrektor, Motorfokus, Filterrad, OAG und Kamera geht das Ganze schon richtig der Grenze, was noch gut ist. Bringt ja nichts, wenn die ganzen Vorzüge danach im Guiding RMS untergehen.

Das mit der EBV würde ich mal außen vor lassen. Besseres Material lässt sich auch einfacher bearbeiten. Das macht bei jedem einen Unterschied. Auch Daniel Nimmervoll kann aus [zensiert] kein Gold machen. Dafür braucht der schon Silber. Wenn du vorher aus Bronze Bronze machen konntest, machst du dann aus Silber halt "nur" Silber. Ist aber trotzdem besser als vorher. Es muss auch nicht jeder so bearbeiten wie Daniel Nimmervoll. Der quetscht sein Material schon extrem aus.

Grüße,
Joachim
So oder so ähnlich seh ich die Sache aktuell auch. Grundsätzlich sind die meisten meiner Lieblingsbilder, Bilder die mit einem Apo entstanden sind. Die Belichtungszeiten sind aber oftmals exorbitant hoch und jenseits der 50h.

Ich finde vor allem den Vergleich der folgenden beiden Bilder recht eindrucksvoll.

CT1 mit einem Toa 130. Andrew Burwells Fotos mag ich im Allgemeinen sehr gerne.

und hier die Version von Daniel. Das mehr an Detail und Signal ist halt schon der Wahnsinn.

Das Bild von Daniel hat gut doppelt soviel Belichtungszeit allerdings hat Andrew seinen Toa in einer Bortle 1 Zone in New Mexico stehen und hat seine Daten bei Neumond aufgenommen.
Ich bezweifle, dass irgendeine Bildbearbeitung hier noch soviel aus dem Toa holen könnte, damit das Bild an das des Newton heran reicht.
Habe mir jetzt aber vorgenommen, mich ebenfalls an dem Objekt zu versuchen. Mal schauen was man aus dem Esprit 120 raus holen kann.

Ich denke übrigens, dass ihr doch alle recht habt, ich werde meinen Esprit schön behalten aber vll gönn ich mir ja doch noch nen 8 oder 10 Zoll Lacerta dazu. Fraglich ist nur ob ich nen 10er auf meiner getunten eq6r pro sinnvoll verwenden könnte.

cs
andreas
 
Esprit für newton hergeben?

NEEEE, bin so froh den wechsel gemacht zu haben, so eine perfekte Sternenabbildung kriegt man beim Newton nicht.
Beste entscheidung vom Newton zum Apo. Da gibts keine Justiererei usw.
 
Esprit für newton hergeben?

NEEEE, bin so froh den wechsel gemacht zu haben, so eine perfekte Sternenabbildung kriegt man beim Newton nicht.
Beste entscheidung vom Newton zum Apo. Da gibts keine Justiererei usw.
Grundsätzlich ja, aber: Auch ein Linsenteleskop kann einen Tilt haben. Klingt erstmal easy, aber mein Redcat ist da unglaublich zickig. Aber gut, da ist auch ein Fehler im Design.

Während man Tilt mit einem Adapter aber vielleicht noch in den Griff kriegt, hat man ein großes Problem, wenn was mit dem Linsenpaket nicht in Ordnung ist (z. B. beim Transport da irgendwas schief läuft). Sollte nicht passieren, kann aber. Dann bekommt man das alleine nicht mehr gewuppt. Spiegeljustage kann man lernen (hab ich mir sagen lassen). Bei Linsen braucht's dann schon den Profi.

Aber du hast schon recht: Von der Sache her sind Apos leichter zu handhaben. Deshalb kriegt man ja auch keine kurzbrennweitigen Spiegel. Mal abgesehen vielleicht vom Tak Epsilon.
 
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