ASIAIR Pro vs. N.I.N.A.

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Steht in epischer Breite in Posting #104 und kurz und knackig bei Dennis in #119.

Beantworte mir als Noob in der Kueche doch einfach die spiegelbildliche Frage: Warum braucht man eigentlich Kochbuch oder Kuechenwaage, bei Fertigerichten reicht auspacken, die vorgeschlagene Zeit in die Mikrowelle stecken und fertig.
Brauchst du gar nicht. Du kannst genauso gut ein Fertiggericht essen. Die haben sich zwar erfolgreich einen schlechten Namen gemacht, aber nicht alles, was aus der Konserve kommt, ist automatisch ungesund.

Die Asiair mit McDonalds zu vergelichen, finde ich jetzt auch nicht so passend. Ist ja nicht so, dass alles, was aus der Asiair kommt, schlecht ist. Die Möglichkeiten, was verschiedene Einstellungen betrifft, mögen eingeschränkt sein. Aber wenn man sich damit arrangiert, macht die auch keine schlechteren Bilder wie N.I.N.A.

Meine Baustellen sind im Moment die Justage und das Guiding. An dem einen Punkt kann ich was machen, am anderen nur bedingt. Leider wird man mit der Zeit auch immer weniger entspannt bei den eigenen Bildern. Ich kann ja viel ab, aber Eiersterne gehen gar nicht... Letztens war übrigens wieder was neues; dieses mal aber nicht mit dem N.I.N.A.-Setup. Und zwar geht neuerdings nach ein paar Aufnahmen der Fokus verloren. Nur gut, dass ich nicht ernsthaft versucht habe, ein Foto zu machen. Ich war/bin ja noch in der Testphase :rolleyes:
 
Brauchst du gar nicht. Du kannst genauso gut ein Fertiggericht essen. Die haben sich zwar erfolgreich einen schlechten Namen gemacht, aber nicht alles, was aus der Konserve kommt, ist automatisch ungesund.
Das sage Ich aber auch gar nicht: Lediglich a la carte ist eben nicht a table d'hôte, wenn dir das besser gefaellt.

Die Asiair mit McDonalds zu vergelichen, finde ich jetzt auch nicht so passend. Ist ja nicht so, dass alles, was aus der Asiair kommt, schlecht ist. Die Möglichkeiten, was verschiedene Einstellungen betrifft, mögen eingeschränkt sein.
Ulrike, lass' gut sein, Ich habe doch selber genug ASI-Kram (alte ASIair inklusive). Lass mich und den Dennis halt gegeneinander frozeln ;)

Aber wenn man sich damit arrangiert, macht die auch keine schlechteren Bilder wie N.I.N.A.
Eben. Genau deshalb war mein Rat, lass' NINA doch erst mal ruhen. Abgesehen von der QHY (nunja, das waere ein Grund ...) brauchst Du NINA ja eigentlich nicht wirklich.
Und wie gesagt, was heutzutage fehlt ist "Hands-on-support" (Du bist doch in einem Verein?). In der Zeit in der Ich das Posting geschrieben habe, haette Ich dir locker den AF-erklaeren und einstellen koennen, zeigen wie Ich meinen Newton kollimiere (und probiert deinen hinzubekommen), mal nach dem Korrektorabstand geschaut und dann mal geklaert (neues Problem) ob dein Fokussierer durchrutscht, oder der Hauptspiegel zu locker gelagert ist.
Wenn man sowas in Foren liest, ist das immer episch. Einmal richtig gezeigt oft banal.

Thermomix… der ist auch nicht rot; funktioniert aber so :cool:
Vorwerk, sehr heikel. Da halte Ich mich abseits, da gab es einfach zu viele Gespraeche an der Haustuer, die IMHO Relevanz fuer den Sektenbeauftragten hatten.
 
@Defunct
Ich bin im Verein, aber da Hands-on zu organisieren, ist auch gar nicht so einfach. Aber immerhin konnte ich jetzt erstmal einen Justierlaser leihen und überprüfe damit noch mal die Kollimation.

Die QHY ist schon toll. Mit der ASI habe ich erstaunlicherweise das kleine Problem mit dem Backfokus, obwohl der Korrektorabstand rechnerisch stimmt. Aber das löst jetzt keine Sinnkrise bei mir aus - im Gegensatz zu den leicht elongierten Sternen. Was optisch vielleicht nicht mal so sehr auffällt, macht sich dann im Guiding doppelt bemerkbar. Nächste Baustelle -> Guiding ist halt zappelig. Da kann ich sicher an den Einstellungen tunen, aber auch nur im begrenztem Umfang.
 
Hallo zusammen,
es geschehen noch Zeichen und Wunder. Ich habe gestern abend um 21:28 Uhr eine email von Ilias von Pegasus-Astro bekommen.
Es gibt für die Pegasus DMFC eine neue Firmware 4.1 , in der der Fehler mit dem backlash behoben wurde.
Ich habe die gleich in einem meiner DMFC installiert (geht ganz unkompliziert über die UNITY Oberfläche) und es ausprobiert.
Es funktioniert. :y:
Wäre ja für die Arbeit mit NINA jetzt nicht mehr zwingend erforderlich, aber es gibt sicher andere Anwendungen, wo es nützlich ist.
Ich denke aber, dass es sogar sinnvoller ist, den backlash-Wert im UNITY-Treiber für den DMFC einzusetzen und in NINA auf Null zu setzen.
Dann ist es quasi direkt dem DMFC und dem OAZ zugeordnet, wo es ja eigentlich hingehört und man muss man sich dann keinen Kopf mehr machen, in welcher Anwendung man es ein- oder ausschalten muss, bzw, ob man es dort überhaupt tun kann. Denn wenn man den OAZ über eine andere SW gar nicht bedienen kann, dann muss man es ja über UNITY machen, und dann muss man den Wert dort doch wieder eintragen.
CS
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Damit es nicht rüberkommt, als würde ich nur lamentieren und nichts tun: Ich habe mir den Justierlaser unserer Sternwarte ausgeliehen. Ein schon etwas hochwertigeres Teil in 2", also brauchte ich auch keine Steckhülse/Adapter. Zunächst habe ich nach Tommys Anleitung die Justage des Lasers überprüft (die war in Ordnung) und danach das Teleskop (nach)justiert.

Außerdem habe ich meine ganze Sammlung an Abstandshülsen und -ringen herausgesucht und mir eine Kombi überlegt, wie ich da etwas weiter in den Backfokus komme. Da saß ich erstmal ne Weile davor wie vor einem Puzzle. Am Ende hab ich aber eine Lösung gefunden. Sitzt noch nicht 100% (jetzt bin ich einen Tick zu weit drin), aber besser als vorher.

Gestern Nacht hat es gegen 2 Uhr kurz aufgeklart. Da war ich dann froh, die AA+ am Start zu haben, denn ich hab alles schnell rausgestellt, PA gemacht, Objekt angefahren, fokussiert und das Guiding kalibriert und habe dann mit den Tests begonnen. Viel Zeit war nicht, daher musste das möglichst flott von der Hand gehen. Das Guiding lief gut bis sehr gut. Einziges Problem sind weiterhin die Sprünge im Guiding. Eine zeitlang läuft alles wie ein Uhrwerk, Guiding zwischen 0.4" und 0,6". Dann gibt es plötzliche Ausschläge in Richtung 1" und höher und danach kommt der Guider aber leider auch nicht zeitnah wieder zur Ruhe. Ich weiß jetzt nicht, ob die Korrekturen sich gegenseitig bedingt irgendwie "hochschaukeln" und daher das Settling nicht funktioniert, aber es einfach mehrere Ausschläge nacheinander gab, die sich nicht so schnell korrigieren ließen. An sich wäre das ja alles kein großes Problem, ABER: Die Sterne sind immer noch nicht so rund, wie sie sein sollten. Trotz Nachjustage. Werte im Pixinsight FWHM-Eccentricity bei 0.6 und höher - das ist doppelt so viel, wie es bestenfalls sein sollte. Auf den ersten Blick macht sich das Bild nicht mal so bemerkbar. Aber wenn dann die Ungenauigkeiten im Guiding dazu kommen, führt das zu deutlich elongierten Sternen.

Neues Problem ist der Fokus: Der hält max 5 Minuten, dann sieht man an den Spikes der Sterne, dass der Fokus langsam verloren geht. OAZ sitzt fest, FS Spinne auch. HS sollte ebenfalls fest sein. Zumindest habe ich da nicht dran rumgespielt. Das sind für mich momentan die Dinge, die ich am dringlichsten in den Griff bekommen muss. Und ständig tut sich was neues auf. Das kann einen schon zermürben. Allmählich überlege ich schon, ob nicht einfach beim Linsenteleskop bleiben sollte. Aber wenn's dann mal funktioniert, gefällt mir die Abbildung beim Spiegel einfach besser.
 
An sich wäre das ja alles kein großes Problem, ABER: Die Sterne sind immer noch nicht so rund, wie sie sein sollten. Trotz Nachjustage. Werte im Pixinsight FWHM-Eccentricity bei 0.6 und höher - das ist doppelt so viel, wie es bestenfalls sein sollte. Auf den ersten Blick macht sich das Bild nicht mal so bemerkbar. Aber wenn dann die Ungenauigkeiten im Guiding dazu kommen, führt das zu deutlich elongierten Sternen.

Wie Du selber schon sagst, es sind wohl zwei Ursachen verdaechtig:
- Nachfuehrfehler (da gehen die Eiersterne ueber das Bild in die gleiche Richtung, es sei denn es ist nicht gut eingenordet und es kommt Bildfeldrotation dazu)
- Justage nicht perfekt, oder Reducerabstand nicht perfekt.

In jedem Fall musst Du das Problem getrennt identifizieren und dann Schritt-fuer-Schritt loesen.
Einfach mal eine kurze Aufnahme mit hohem Gain machen (so 5s) und sich das mal im Einzelbild anschauen (da sollte dann vom Nachfuehrfehler nichts zu sehen sein). Wie schauen denn da die Sterne aus, hast Du da mal eine Aufnahme (Rohbild, nur gestretched)?
Da sieht man dann schon, ob's primaer an der Justage liegt.
Kannst Du vielleicht mal ein Foto von deinem Aufbau hier hereinstellen und auch mal das Rohbild?

Das Guiding lief gut bis sehr gut. Einziges Problem sind weiterhin die Sprünge im Guiding. Eine zeitlang läuft alles wie ein Uhrwerk, Guiding zwischen 0.4" und 0,6". Dann gibt es plötzliche Ausschläge in Richtung 1" und höher und danach kommt der Guider aber leider auch nicht zeitnah wieder zur Ruhe.
Zu den harmonic-drive Montierungen kann Ich aus erster Hand (fotografisch) nichts sagen. Was fuer HDs aber typisch sein soll (jedenfalls liest man davon immer wieder und auch viele Guide-Graphen sehen so aus) ist Verspannung im HD-Getriebe, die sich eine Weile aufbaut und dann ueber einen kurzen Zeitrahmen entspannt.
Falls das der fall sein sllte, naja, das wirst Du dann ueber die Aufnahmestrategie abfangen muessen. Also eher kurze Aufnahmen (10s ? ) mit hohem Gain machen und dann entsprechend viele davon. Danach Pixinsight beim Stacken (kann man da einstellen) "gnadenloser" die Eiersterne herauswerfen lassen. Lucky-DS-Imaging sozusagen.
Meine alte G11 in Trevinca bekommt im Winter zu viel Getriebespiel. Einfach mal vorbeischauen und die Montierung Einstellen ist natuerlich eine kleine Reiseveranstaltung, also hab Ich das auch ueber die Aufnahmestrategie in den Griff bekommen. Der Vorteil von CMOS-Kameras ist ein niedriges Ausleserauschen, daher ist "Lucky DS-Imaging" inzwischen eine Option, wenn die Montierung zickt. Der Rest (Kollimation, Reducerabstand) muss dann aber schon passen.

Neues Problem ist der Fokus: Der hält max 5 Minuten, dann sieht man an den Spikes der Sterne, dass der Fokus langsam verloren geht. OAZ sitzt fest, FS Spinne auch. HS sollte ebenfalls fest sein. Zumindest habe ich da nicht dran rumgespielt. Das sind für mich momentan die Dinge, die ich am dringlichsten in den Griff bekommen muss.
Das ist natuerlich doof und muss selbstverstaendlich als erstes abgestellt werden, sonst spielst Du Hase und Igel.
Sowas kann viele Gruende haben, vom Durchbiegen des (Blech?)Tubus (das ist der SW 150P Explorer?), ueber wackelige Hauptspiegelfassung bis zum durchrutschenden preiswerten Crayford. Falls Du da eine Forenmeinung dazu haben moechtest, dann beschreibe das doch mal etwas genauer (Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte).
Allmählich überlege ich schon, ob nicht einfach beim Linsenteleskop bleiben sollte. Aber wenn's dann mal funktioniert, gefällt mir die Abbildung beim Spiegel einfach besser.
Das ist immer eine persoenliche Entscheidung. Ich persoenlich reisse nie eine funktionierende Bruecke fuer eine neue Baustelle ab.
Ich habe Fototeleskope, die sind eingestellt und erprobt und die werden fuer ein neues Bastelprojekt nicht auseinandergerissen. Wenn "das neue Teil" dann irgendwann einmal gereift ist, erst dann ersetzt es die alte Loesung. Man kann dann je nach Lust und Laune (manchmal steht halt was am Himmel und man will fotografieren und nicht fummeln) Bastel- und Fototage einplanen.
Wie gesagt, Du hast jetzt alles mit einem Schlag generalueberholt und bist dann in Sachen Komplexitaet (Montierung, kleiner Refraktor auf mittleren Newton) eine Stufe auf der Leiter aufgestiegen, da kommt dann einiges zusammen.
Mal den Kopf nicht haengen lassen...
Gruss & CS
 
Hallo Ulrike,

Ich kann Defunct nur zustimmen. Du solltest gelegentlich mal Bildmaterial mit dem Forum teilen. Man weiß dann einfach besser, worüber man spricht. Auch Log-Dateien von PHD (sofern das benutzt wurde) vermitteln einen besseren Eindruck, wie sich die Probleme genau äußern.
Tatsächlich könnte es sein, dass die Probleme auf eine Ursache zurück gehen. Ein Focus verstellt sich nicht so schnell, Sprünge im Guiding und Eiersterne trotz Nachführung sind auch seltsam. Alle Symptome könnten tatsächlich auf irgendein lockeres Teil zurückzuführen sein. Du schreibst, dass alles fest sei oder sein sollte. Ich würde da trotzdem nochmal gründlich alles im Strahlengang prüfen. Der Hauptspiegel wäre auch einer meiner Verdächtigen. Der soll sich ja in den Halteklammern bewegen lassen. Kann sein, dass die aber doch zu locker sitzen und der Bursche kippelt.

Trotzdem: du beschreibst die Probleme zwar gut, aber
und Logdateien auch.

Gruß
Sebastian
 
@Defunct
@TriffiD

Ich denke, dass ich den Grund für das Fokusproblem gefunden habe. Am Wochenende habe ich noch einmal sehr viel Zeit in die Justage investiert. Der Fangspiegel war verkippt, was daran lag, dass er schief im Tubus eingesetzt war - mein Fehler. bei der gefrästen Spinne vom Michael sind die Schrauben seitlich etwas kleiner als die Löcher im Tubus. Ich hatte die Spinne zwischenzeitlich mal ausgebaut, u. a. um den FS zu reinigen. Beim Einbau habe ich da wohl nicht richtig acht gegeben. Das erklärt dann auch, warum ich mir bei der Justage fast verzweifelt bin.

Gestern ist es kurzzeitig aufgeklart und ich bin noch einmal schnell auf die Terrasse mit dem ASIAIR Setup. Das Problem mit den Sternen habe ich immer noch, aber zumindest hat sich der Fokus nicht wieder verstellt (allerdings konnte ich auch nur kurz testen).

Meines Erachtens nach liegt das Problem mit den Sternen an der Justage. Woher ich das weiß? Durch sehr nette Hilfe von jemanden hier aus dem Forum, der in meiner Nähe wohnt, wurde der Newton bereits zweimal justiert und danach waren die Sterne so, wie sie sein sollten. Ich konnte sogar einmal zusehen. Mit OCAL Pro und dem Concenter. Leider konnte ich das zu Hause aber bisher nicht reproduzieren. Der FS passt jetzt ganz gut in den Kreis des Ocal Pro - vielleicht nicht 100%, aber sagen wir mal 98%. Ich nehme an, dass der HS nicht stimmt. Zwar habe ich die Kamera in den Mittenmarkierung gemacht, aber für mich persönlich ist das nicht ganz leicht zu erkennen mit dem OCAL. Vielleicht ist da der Concenter genauer.

Fotos kann ich heute Abend gerne hier reinstellen - ich habe gestern ein paar Aufnahmen gemacht. Auch kurzbelichtet, um die Guidingeffekte auszuschließen.
 
Anbei zwei Fotos von gestern abend. Einmal eine kurzbelichtete Aufnahme mit der ASI 071 MC Pro und dem höchsten Gain (240 glaube ich). Und ein Bild über 60 Sek mit Gain 100 (mit diesem Gain fotografiere ich standardmäßig mit der Kamera).

Lässt man PixInsight die Eccentricity auswerten, erhalte ich Werte um die 0.6 (und das ist schon gut - es gab Zeiten, da stand da eine 0.8). Gut möglich, dass ich da ein wenig pingelig bin mit den Sternen. Ich möchte nicht ausschließen, dass ich unrunde Sterne sehe, wo gar keine sind. Jedenfalls sind in den Ecken die Sterne teils verzogen.

ASTAP-Analyse:

1690302614799.png


Außerdem den Log von gestern. Der ist recht kurz, aber man sieht deutlich die Sprünge, denke ich.

VG,
Ulrike
 

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