ASKAR/Sharpstar bringt einen 185 f/7 ED APO auf den Markt

...ich würde den ASKAR 185er ja gerne mal einem richtigen ausführlichen Test mit Strehl usw. unterziehen.
Hallo Andreas,
den Wunsch, über den Neuerwerb möglichst viel zu erfahren - am liebsten nur Gutes - kenne ich. Mir geht es oft genau so……

Klar, wenn einem Teleskop ein Strehl von 0,9999999 attestiert wird, kann man davon ausgehen, dass es etwas taugt….
Doch wenn Du Dich mit Spezialisten in Sachen Optik unterhältst, lassen die sich von solch besonderen Zahlen nur selten beeindrucken.
Die fragen nämlich direkt, wie die Werte ermittelt wurden, und da gibt es auch mal Überraschungen.
Ich traue mich nicht, einen noch so ausführlichen Test zu bewerten….., und ich würde das Geld für so einen Test nur dann ausgeben, wenn ich an den optischen Qualitäten meines Teleskops zweifele, bzw. bevor ich ein teures Gerät kaufe.

Einen der beeindruckendsten Beobachtungsmomente hatte ich übrigens an einem Teleskop, das nicht nicht einmal beugungsbegrenzt war, mit Strehl deutlich unter 0,7 …….
Und ich kann mich an Diskussionen hier erinnern, wo Teleskope mit sagenhaften knapp 0,97 Strehl als Gurken bezeichnet wurden…

Deshalb wäre in meinen Augen viel wichtiger das, was Du selbst zu dem Teleskop sagen kannst:
Wie bildet das Teil an Mond und Planet ab?
Wie sieht ein heller Stern mit verschiedenen Vergrößerungen aus?
Werden Doppelsterne, die in Reichweite des Teleskops sein sollten, sauber getrennt?
Ist die Abbildung über das gesamte Sichtfeld scharf?
……Top-Okulare natürlich vorausgesetzt…….

Und wie sieht es fotografisch aus?
Bildet das Teleskop mit Deiner kleinpixeligen Vollformatkamera bis in die Ecken kleine runde Sterne ab?

Es gibt noch einige andere Dinge, die Du sehr einfach selbst testen kannst.
Und wenn Du bei all diesen Tests zu zufriedenstellen Ergebnissen kommst, kannst Du Dir das Geld für einen Test sparen, und vielleicht in ein nettes Okular investieren.

Und noch etwas:
Bring das Ding einfach mal mit. Dann stecken wir mal ein Ronchi-Okular rein, und wenn Du dann einen schönen, symmetrischen Lattenzaun siehst, stoßen wir auf Dein neues Rohr an, und begießen es standesgemäß………

CS

Dietmar
 
Klar, wenn einem Teleskop ein Strehl von 0,9999999 attestiert wird, kann man davon ausgehen, dass es etwas taugt….
Hallo Dietmar,

wenn mir solche tollen Zahlen o.ä. präsentiert werden, werde ich sowieso erst einmal skeptisch.

Ich hatte auch schon Fälle auf Teleskoptreffen, bei denen ein toller Strehl des Geräts nicht annähernd das gehalten hat, was ich am Stern in ausgekühltem Zustand sah. Die Dinge sollten zusammen passen und mit ausreichend Erfahrung und Geduld geht sich das in aller Regel gut aus.

Viele Grüße
Werner
 
Wenn ich mal fragen darf, weiß jemand, was sowas kosten wird?

Also Teleskop X bei den bekannten Optik-Dienstleistern überprüfen lassen mit einem "AtmosFringe report"?
Zunächst einmal müssen die Daten per Interferometer erhoben/gemittelt werden und das alleine ist meist schon recht aufwändig. Erst im Nachgang erfolgt eine Evaluierung per Software.

Die insgesamt entstehenden Kosten kannst auf den jeweiligen WebSites sicher recht einfach herausfinden.

Gruß
Werner
 
Hallo Andreas,
falls du Pixinside hast, hat astro_alex hier eine schöne Anleitung erstellt.
Voraussetzung ist natürlich ein ausgeklügeltes und gut justiertes Teleskop und gutes Seeing.
Aber einen Anhaltspunkt kann dieser Test schon liefern.

'Tutorial aussagekräftiger fotografischer Sterntest' Tutorial aussagekräftiger fotografischer Sterntest
hier

Ansonsten kannst du hier vielleicht einen eigenen Sterntest nahe der Auflösung einstellen?
LG
 
Und noch etwas:
Bring das Ding einfach mal mit. Dann stecken wir mal ein Ronchi-Okular rein, und wenn Du dann einen schönen, symmetrischen Lattenzaun siehst, stoßen wir auf Dein neues Rohr an, und begießen es standesgemäß………

CS

Dietmar
Das hört sich doch verdammt gut an. Ich wünschte nur das Wetter würde ein Treffen endlich mal wieder zu lassen. Das letzte Neumondtreffen ist ja leider auch ins Wasser gefallen. Nächster Versuch 26. Juni.
Bist du dann vor Ort?
Aber wie gesagt, du kannst mir jederzeit Bescheid geben wenn du hinfährst. Wenn ich Zeit habe komme ich sehr gerne vorbei.
Drück die Daumen. Und dann testen wir den Ofen hier mal.
Grüße
Andreas
 
Man kann eine Messung unter kontrollierten Bedingungen natürlich auch für bösen Zauber halten dann isses halt die Obstruktion.
Hallo Felix,
ja dieses Mantra kenne ich nur zu gut.
Was leider ebenfalls häufig anzutreffen ist, sind Grenzschichtbeobachter und dejustierte Wackelgestelle.
Das die Ursache für schlechtes Seeing zu einem Großteil darin zu suchen ist, findet nur wenig Beachtung.
Es soll Sternfreunde geben die haben Jahrzehnte ihrer Beobachtungszeit damit verbracht, durch den Warmluftfilter ihres Hauptspiegels zu beobachten.
Eine Tragödie wenn man es genau nimmt.
LG
 
Hallo Quanten,


was mich immer gewundert hat ist daß die vielen ausführlich dokumentierten Messungen von Kurt drüben im Astrotreff nicht auf Dauer mehr Vorurteile aufgelöst haben. Er hat ja nicht nur Optiken vermessen quer Beet sondern auch Temperaturverläufe an Teleskopen über Nacht usw...also eigentlich ist das seit Jahren Forenwissen zum Nachlesen.

Vor Jahren hatte ich das Glück einigen Selbstschleifern an der Walter Hohmann Sternwarte in Essen über die Schulter schauen zu können das war extrem aufschlussreich vom Schleifen selber auf einer alten Spiegelschleifmaschine bis zum Testen der Spiegel im Keller der Sternwarte per Foucault Test. Ich meine beim größeren der beiden HS wurde auch eine Maske zum Messen der Zonen nach dem Couder Test verwendet erinnere mich nicht mehr genau.

Was da auch jeden Fall wunderbar zu sehen war für Grenzschichtfans: ein noch nicht temperaturangepasster Spiegel, auch die Wirkung einer Hand ausgestreckt in die Messstrecke erzeugte genau das was uns sonst so wirksam das Bild verschmiert. Warmluftschlieren vom feinsten. Eine Hand ganz kurz auf den HS gelegt kann man über Minuten erkennen bis der Schatten wieder weg ist.

Lach...die Grenzschicht vorm Spiegel hat die gleiche Wirkung wie ein Brett vorm Kopf - man blickt nicht durch :affemund: :LOL:


Viele Grüße Felix
 
Testbericht:

Link zur Grafik: https://www.cieletespace.fr/media/default/0001/27/LUNETTE_AKAR185_OUV-6825.jpeg
Der Askar 185 APO-Refraktor – ein beeindruckendes Gerät für den Deep-Sky-Einsatz. Auf der Sky and Space Conference 2024 beeindruckte der 185-mm-Askar-Refraktor die Besucher nachhaltig. Wir nahmen ihn mit nach Hause, um ihn mit Spannung erwartet und umfassend zu testen. Testbericht veröffentlicht in Ciel & Espace Nr. 601. Mit der Einführung eines 185-mm-Refraktors sorgte die chinesische Marke Askar für Furore, insbesondere da dieser Ankündigung die Einführung eines 203-mm-Refraktors folgte. Der Preis von 7.059 € ist zwar hoch, aber im Vergleich zu den 26.100 € für einen TEC 180 mm, den 19.999 € für einen William Optics 181 mm oder den 16.990 € für einen Tecnosky 180 mm erscheint er sehr erschwinglich. Diese Preise sind zwar erschreckend, aber verständlich. Diese Refraktoren verfügen über dreilinsige Objektive. Sechs optische Oberflächen über den gesamten Instrumentendurchmesser müssen poliert werden, im Vergleich zu nur einer bei einem Teleskop. Zudem müssen diese Elemente im Werk korrekt ausgerichtet werden. Es stellt sich die Frage, ob das Askar zu diesem Preis die bestehenden Angebote aufmischen kann. Dies gilt insbesondere angesichts der widersprüchlichen ersten Rückmeldungen in Foren.


Tubus: Ein schönes Finish. Der Askar-Refraktor wird in einem sperrigen Koffer geliefert, der schwerer ist als der Refraktor selbst.


Link zur Grafik: https://www.cieletespace.fr/media/default/0001/27/AKAR185_specif_900-6808.jpeg
Die gesamte Einheit wiegt 36 kg! Glücklicherweise verfügt er über zwei Rollen, doch sein Gewicht erlaubt es nicht, ihn weit zu bewegen. Das Teleskop ist sowohl hinsichtlich seiner Länge als auch seines Gewichts von 17,2 kg imposant. Wir haben es auf einer Takahashi EM-200-Montierung mit einer Tragkraft von 18 kg montiert. Diese Montierung trägt das Teleskop zwar, aber das Ganze ist aufgrund des Überhangs nicht sehr stabil. Daher empfiehlt sich eine größere Montierung, die Sie in Ihr Budget einkalkulieren sollten. Der Tubus ist 108 cm lang. Mit vollständig ausgefahrener Taukappe und Fokussierer erreicht er eine Länge von 142 cm. Selbst für Astronomen, die sich mehr für Teleskope als für Fernrohre interessieren, ist die traumhafte Qualität eines solchen Instruments unbestreitbar.



Der Askar-Refraktor mit 185 mm Durchmesser benötigt eine hochwertige Montierung, um dieses 17 kg schwere Instrument zu tragen. Der gut konstruierte Fokussierer verfügt vorne über einen breiten Klemmring. Durch Abschrauben lässt sich der Verlängerungsstutzen um 9,5 cm verlängern. Dadurch lassen sich die Ausrichtung der Kamera und die Position des Sucherfernrohrs relativ zum Instrument anpassen. Der Fokussierer selbst hat einen Verstellweg von 10 cm. Es handelt sich um ein gut verarbeitetes Modell mit Zahnstange und Ritzel. In keinem dieser beweglichen Teile ist nennenswertes Spiel zu beobachten.Der Tubus verfügt außerdem über eine zweite Sucherhalterung. Diese ermöglicht beispielsweise die Befestigung eines kleinen Leitfernrohrs. Eine Stange dient als Griff an der Rückseite des Tubus. Sie bietet Platz für Zubehör wie einen Mini-Computer für Astrofotografie, z. B. AsiAir, Pegasus, Eagle usw. Unter dem Tubus befindet sich eine robuste Schwalbenschwanzführung im Losmandy-Stil, die dieses schwere Instrument optimal trägt. Die Qualität des Fokussierers an diesem großen Refraktor wird geschätzt. Die Qualität des Fokussierers an diesem großen Refraktor wird geschätzt. Ein weiterer Vorteil des Askar 185 Refraktors: die Zubehör-Montageschiene an der Rückseite des Tubus. Ein weiterer Vorteil des Askar 185 Refraktors: die Zubehör-Montageschiene an der Rückseite des Tubus.





Planetenbeobachtung:
Eher enttäuschend. Nach Erhalt des Teleskops war die Bildqualität der Planeten sehr schlecht. Eine Sternuntersuchung ergab eine Koma-Aberration, ein Zeichen dafür, dass sich optische Elemente verschoben hatten, höchstwahrscheinlich während des Transports. Durch Entfernen der Taukappe erhält man Zugang zur Linsenfassung, an der sich jeweils drei unter Klebeband verborgene Einstellschrauben befinden. Von der Einstellung dieser Schrauben wird dringend abgeraten; ein Verfahren und eine Kontrollmöglichkeit sind erforderlich. Darüber hinaus können wir davon ausgehen, dass diese Schrauben im Werk korrekt eingestellt wurden. Wir versuchten daher, den Ring an der Vorderseite der Linsen zu lösen, um sie zu entlasten. Anschließend stellten wir das Teleskop senkrecht mit dem Objektiv nach oben auf und verließen uns dabei auf die Schwerkraft, um die Linsen wieder in die richtige Position zu bringen. Glücklicherweise reichte dieses einfache Verfahren aus, um den Koma-Defekt fast vollständig zu beseitigen, der auch nach dem Versand nicht wieder auftrat. Puh!
Diese beiden Jupiterbilder wurden am 3. Januar 2025 aufgenommen. Das obere Bild wurde mit einer Farbkamera und das untere mit einer Monochromkamera und Filtern aufgenommen. Letzteres ist detailreicher und die Farben präziser.
Ouf !


Diese beiden Jupiterbilder wurden am 3. Januar 2025 aufgenommen. Das obere Bild wurde mit einer Farbkamera und das untere mit einer Monochromkamera und Filtern aufgenommen. Letzteres ist detailreicher und die Farben präziser.
Ohne Obstruktion würde man von einem solchen Teleskop eine hohe Leistung bei der Planetenbeobachtung erwarten. Dies ist hier jedoch nicht der Fall, teils aufgrund chromatischer Aberrationen, teils aufgrund der relativ schlechten Bildqualität im blauen Bereich. Die erhaltenen Bilder übertreffen nicht die Leistung, die beispielsweise mit einem 203-mm-Schmidt-Cassegrain-Teleskop erreicht werden kann. Dies ist nicht völlig überraschend, da das Brennweiten-Durchmesser-Verhältnis von 7 relativ niedrig ist und bei Refraktoren die chromatischen Aberrationsprobleme mit zunehmendem Durchmesser und Öffnungsverhältnis zunehmen. Um eine bessere Leistung zu erzielen, müssten entweder deutlich teurere Fluoritlinsen verwendet oder die Brennweite (und damit die Größe) erhöht werden. In der Praxis wird mit 6- bis 7-mm-Okularen, also etwa 200-facher Vergrößerung, eine gute visuelle Leistung erreicht. Darüber hinaus geht Kontrast verloren, und die Fokussierung ist weniger scharf. Ein Baader Contrast Booster Filter verbessert das Bild leicht, indem er den blauesten Teil des Spektrums ausblendet. Bei der Fotografie liefert der Refraktor eine bessere Leistung als bei der visuellen Fotografie, vorausgesetzt, es werden eine Monochromkamera und ein Filterrad verwendet. Das beste Bild wird mit dem Grünfilter erzielt, da das Instrument in diesem Bereich gute Ergebnisse liefert, und das Bild bleibt im Allgemeinen zufriedenstellend.
Deep-Sky-Beobachtung: Das bevorzugte Feld Askars. Das gesamte Angebot von Askar ist auf Astrofotografie mit langen Belichtungszeiten ausgerichtet, und dies ist sicherlich der Schlüssel zum Verständnis der für dieses Teleskop getroffenen Entscheidungen. Es verfügt über zwei Feldkorrektoren. Einer behält die native Brennweite bei, der andere reduziert sie um den Faktor 0,8. Laut Hersteller ermöglichen sie eine Abdeckung eines 44-mm-Bildkreises. Unsere Tests mit einem spiegellosen Alpha 7 III-Kameragehäuse zeigen dies: Über ein 43-mm-Sichtfeld sind die Sterne mit beiden Korrektoren bis in die Ecken des Sensors rund und gleichmäßig abgebildet.

Diese Ansicht von M51 zeigt eine Vergrößerung der Bildmitte eines Fotos, das mit dem 0,8-fach-Korrektor und einer ASI294-Kamera nach 15 Minuten Belichtungszeit aufgenommen wurde.




Das Galaxientrio M66, M5 und NGC3628 ist hier mit einer ASI294-Kamera (13 x 19,1 mm) auf dem 1-fach-Feldkorrektor zu sehen.




Gesamtbelichtungszeit: 20 Minuten. Um die hellsten Sterne herum kommt es zu Streuungen, die auf optische Restfehler zurückzuführen sind. Diese sind jedoch deutlich weniger störend als bei der Planetenfotografie. Der 0,8x-Korrektor reagiert empfindlich auf die Einhaltung des empfohlenen Brennweitenabstands von 55 mm. Dies ist beim 1x-Korrektor weniger der Fall. Die Sensorausleuchtung in den Ecken ist relativ gut. Wir haben 80 % mit dem 0,8x-Korrektor und 85 % mit dem 1x-Korrektor gemessen. Dieses Zubehör wird anstelle des 2-Zoll-Okularauszugs mit einem großzügig dimensionierten 92-mm-Gewinde montiert. Es handelt sich um umfangreiche optische Komponenten: Der 1x-Korrektor wiegt 740 g und der 0,8x-Korrektor 950 g. Jedes dieser optischen Zubehörteile kostet 453 €. Dieser Preis erscheint angesichts der Leistung und der Größe der Frontlinsen (72 mm beim 0,8x) angemessen. Insgesamt erzielen wir daher eine gute Leistung bei der Astrofotografie mit langen Belichtungszeiten.
Nur wenige Instrumente decken ein so weites Feld ab. Diese Korrektoren bieten verschiedene Gewindesteigungen von 68, 54 und 48 mm. Sie werden anstelle des Fokussierers auf den Refraktor geschraubt. Bei der visuellen Beobachtung zeigt ein 21-mm-Okular mit 100° Gesichtsfeld scharfe Sterne bis fast zum Rand. Mit einem 30-mm-Okular mit 80° Gesichtsfeld sind die Sterne über 10 bis 15 % des Feldumfangs verzerrt. Die Ansicht des Orionnebels ist detailreich, mit leicht grünlichen Farbtönen im Zentrum.

Unser Fazit zum Askar 185 Refraktor:
Optisch bietet der Askar 185 Refraktor eine ordentliche Gesamtleistung, weist aber Verbesserungspotenzial auf, insbesondere im Blaubereich. Dieser Mangel macht ihn nicht zu einem vielseitig einsetzbaren Instrument. Das kleine FRA400, das wir getestet haben, war optisch deutlich beeindruckender. Für die Planetenbeobachtung ist das Instrument enttäuschend. Andererseits bietet es in Kombination mit zwei optionalen Korrektoren eine interessante Lösung für die Astrofotografie mit langen Belichtungszeiten. Uns gefielen die Zubehörhalterungen, die Verarbeitungsqualität, die Feldkorrektur. Uns gefielen nicht die schlechte Leistung in Blau, das Gewicht des Tragekoffers, kein Zubehör.


Link zur Grafik: https://www.cieletespace.fr/media/default/0001/27/AKAR185_notes_500-6808.jpeg

Link zur Grafik: https://www.cieletespace.fr/media/default/0001/27/AKAR185_qualite_500-6808.jpeg

Link zur Grafik: https://www.cieletespace.fr/media/default/0001/27/AKAR185_chroma_500-6808.jpeg

Link zur Grafik: https://www.cieletespace.fr/media/default/0001/27/AKAR185_etoile_500-6808.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke. Ergebnis wie erwartet.
 
Hallo Rolf,
danke für den Test!
Leider kein Einzelfall.
LG
 
Hier vielleicht noch die Strehls zu den gemessenen Wellenlängen aus dem Test von Rolf.

780nm mit rms 85nm ≈ Strehl 0.625 (tiefes rot/IR)
635nm mit rms 51nm ≈ Strehl 0.775 (orange/rot)
520nm mit rms 27nm ≈ Strehl 0.899 (grün)
405nm mit rms 113nm ≈ Strehl 0.047 (tiefes violet/UV)

Die Farben sind fürs visuelle etwas ungünstig, aber im grünen (520nm) scheint dieser ASKAR auf den ersten Blick nach der Neuzentrierung mit Strehl 0.90 gar nicht mal so schlecht.
Ich nehme jedoch an, dass die einzelnen Farben beim messen fokussiert wurden?
Das Maximum liegt normal bei 555nm (gelb-grün), es wäre daher besser gewesen wenn man bei 555nm gemessen hätte.
Der Strehl bei 520nm kann in der Praxis daher nochmal schlechter werden durch dessen Defokus welcher evtl. entsteht, wenn man auf 555nm fokussiert?
Vielleicht hat der ASKAR aber auch Strehl 0.999 bei 555nm und bei 520nm ist der Defokus schon mit drin ;)
Im blauen Bereich ist leider ein sehr großes Loch, da wären nochmal 2 Messungen evtl. im Bereich von 420nm und 470nm ganz gut gewesen.
LG
 
Ich möchte den Askar 185 nicht in Schutz nehmen, aber hey, der ist defekt angekommen, wahrscheinlich Transportschaden.
Die haben das Objektiv geöffnet etc. und dann war die Koma besser…? Ganz ehrlich kein Mensch würde den behalten, den würde man zurück schicken und auf ein neues Exemplar warten.
Damit hat für mich dieser Test praktisch keinen Aussagewert, es wurde ein Gerät mit einem Transportschaden an der Optik getestet.

Viele Grüße
Jürgen
 
Naja, wenn du es so sehen willst. Die haben lediglich die Optik entspannt und dann haben die Linsen ihre ursprünglich Stellung wieder gefunden. Ich denke, dass dieser Refrakor korrekt beurteilt wurde. Ob alle so sind, sei dahingestellt.
Sie schreiben:
Nach Erhalt des Teleskops war die Bildqualität der Planeten sehr schlecht. Eine Sternuntersuchung ergab eine Koma-Aberration, ein Zeichen dafür, dass sich optische Elemente verschoben hatten, höchstwahrscheinlich während des Transports. Durch Entfernen der Taukappe erhält man Zugang zur Linsenfassung, an der sich jeweils drei unter Klebeband verborgene Einstellschrauben befinden. Von der Einstellung dieser Schrauben wird dringend abgeraten; ein Verfahren und eine Kontrollmöglichkeit sind erforderlich.
Sie haben keinesfalls die einzelnen Linsenjustierschrauben geöffnet und die einzelnen Linsen justiert und kontrolliert. Offenbar war das Objektiv verspannt, vielleicht weil die Linsen in der Optik sich verschoben haben? Das ist ein Fall für die Rücksendung zum Hersteller. Das ist für mich auf jeden Fall kein Exemplar an dem ich die Qualität dieser Fernrohre generell fest machen würde.
 
Wenn wie im Test beschrieben die Kontrastleistung bei mehr als 200fach deutlich nachlässt, hätte ich Bedenken.
 
Hallo Andreas,
den Wunsch, über den Neuerwerb möglichst viel zu erfahren - am liebsten nur Gutes - kenne ich. Mir geht es oft genau so……

Klar, wenn einem Teleskop ein Strehl von 0,9999999 attestiert wird, kann man davon ausgehen, dass es etwas taugt….
Doch wenn Du Dich mit Spezialisten in Sachen Optik unterhältst, lassen die sich von solch besonderen Zahlen nur selten beeindrucken.
Die fragen nämlich direkt, wie die Werte ermittelt wurden, und da gibt es auch mal Überraschungen.
Ich traue mich nicht, einen noch so ausführlichen Test zu bewerten….., und ich würde das Geld für so einen Test nur dann ausgeben, wenn ich an den optischen Qualitäten meines Teleskops zweifele, bzw. bevor ich ein teures Gerät kaufe.

Einen der beeindruckendsten Beobachtungsmomente hatte ich übrigens an einem Teleskop, das nicht nicht einmal beugungsbegrenzt war, mit Strehl deutlich unter 0,7 …….
Und ich kann mich an Diskussionen hier erinnern, wo Teleskope mit sagenhaften knapp 0,97 Strehl als Gurken bezeichnet wurden…

Deshalb wäre in meinen Augen viel wichtiger das, was Du selbst zu dem Teleskop sagen kannst:
Wie bildet das Teil an Mond und Planet ab?
Wie sieht ein heller Stern mit verschiedenen Vergrößerungen aus?
Werden Doppelsterne, die in Reichweite des Teleskops sein sollten, sauber getrennt?
Ist die Abbildung über das gesamte Sichtfeld scharf?
……Top-Okulare natürlich vorausgesetzt…….

Und wie sieht es fotografisch aus?
Bildet das Teleskop mit Deiner kleinpixeligen Vollformatkamera bis in die Ecken kleine runde Sterne ab?

Es gibt noch einige andere Dinge, die Du sehr einfach selbst testen kannst.
Und wenn Du bei all diesen Tests zu zufriedenstellen Ergebnissen kommst, kannst Du Dir das Geld für einen Test sparen, und vielleicht in ein nettes Okular investieren.

Und noch etwas:
Bring das Ding einfach mal mit. Dann stecken wir mal ein Ronchi-Okular rein, und wenn Du dann einen schönen, symmetrischen Lattenzaun siehst, stoßen wir auf Dein neues Rohr an, und begießen es standesgemäß………

CS

Dietmar
...ich denke wir haben den ASKAR am Donnerstag doch ausgiebig getestet und das Geld für einen Test kann ich mir wohl getrost sparen. Wir beiden bzw. wir Vier von dem Abend wissen jetzt was das Gerät kann - und der Himmel war nicht einmal perfekt - Ich war mehr als begeistert von der Leistung und freue mich schon sehr wenns wieder heißt "ab nach Stumpertenrod"
Das einzige was wir nicht gemacht haben:
Ein Ronchi-Okular rein und anstoßen
Das müssen wir bei gutem Wetter am Dienstag nachholen.

Für alle die am Dienstag nicht die Gelegenheit hatten durch das Teleskop zu schauen:
Kurz zusammengefasst, wir haben in visuell testen können und er ist einfach perfekt.

Viele Grüße
Andreas
 
Ich verstehe einfach nicht, wie man ein so gutes Teleskop so günstig anbieten kann.
Ach, das ist bei diesen China-Dingern ganz normal. Zu erst werden die "Standard"-Preise ausgerufen und nach einer gewissen Zeit wird das Zeug verramscht, insbesondere wenn noch genügend Stückzahlen am Lager liegen und der Absatz bröckelt. Ist der ganz normale Lauf des Marketings. Bei den SW Esprit-Teleskopen wars zuletzt auch dasselbe.
Natürlich ist das mehr oder weniger "Schlag ins Gesicht" des Käufers, der noch den Listenpreis bezahlt hat, allerdings konnte dieser das Gerät dann ja auch etwas länger oder früher "genießen".
 
Hmm, eher, was zu lange im Lager liegt hat offensichtlich nicht das richtige Preis-Leistungs-Verhältnis oder die Zielgruppe ist sehr klein, so dass es keine Warenbewegung gibt.

Bei den SW Esprit-Teleskopen wars zuletzt auch dasselbe
Hier liegt der Fall wohl anders. Der Preis für die Esprits war lange sehr stabil und wurde nur reduziert, um die Einführung der neuen EDX Modelle vorzubereiten.

CS - Oliver
 
Zuletzt bearbeitet:
...WOW!!! bei TS scheint es gerade für den 185er einen Kampfpreis zu geben

Ich verstehe einfach nicht, wie man ein so gutes Teleskop so günstig anbieten kann.
Das ist wirklich im Moment eine krasse Preisrentwicklung. Vielleicht haben diese Rabatte auch etwas mit den amerikanischen Zöllen zu tun. Eventuell müssen mehr Fernrohre in Europa und außerhalb der USA verkauft werden?

Auf jeden Fall ein unglaublicher Preis für einen 185mm Triplett ED. Und man sieht ja bei Andreas, dass sehr gute Exemplare dabei sein müssen.

Viele Grüße
Jürgen
 
Hmm, eher, was zu lange im Lager liegt hat offensichtlich nicht das richtige Preis-Leistungs-Verhältnis oder die Zielgruppe ist sehr klein, so dass es keine Warenbewegung gibt.


Hier liegt der Fall wohl anders. Der Preis für die Esprits war lange sehr stabil und wurde nur reduziert, um die Einführung der neuen EDX Modelle vorzubereiten.

CS - Oliver
Ja, aber die neuen EDX Modelle bleiben bei dem niedrigen Preis. Das ist schon krass, erst recht wenn man die steigende Preisentwicklung der letzten Jahre bei FLP 53 berücksichtigt.
3750€ für den SW 150 EDX , verrückt.
 
Moin, ich denke, das liegt (auch) an dem hier



Grüßles Hannes
 
Ja, aber die neuen EDX Modelle bleiben bei dem niedrigen Preis. Das ist schon krass, erst recht wenn man die steigende Preisentwicklung der letzten Jahre bei FLP 53 berücksichtigt.
3750€ für den SW 150 EDX , verrückt.
Völlig richtig, ich kann es noch gar nicht richtig glauben, mit den EDX-Preisen!

Den 150er EDX ziehe ich ggf. wirklich in Erwägung, nach meinen sehr guten Erfahrungen mit dem ESPRIT 120.
 
Außer Konkurrenz (aber weil das beim Durchlesen des Angebots von TS ins Auge sprang) - zum Vergleich mit der Promotion-Aufnahme von Herrn Dahmen für den Askar 185 - hier mit Seestar s50 in Abensberg, Bortle 4, nachbearbeitet mit Win10 Photos mit zwei Durchläufen:

Stacked_371_M 65_10.0s_IRCUT_20250303-030254.jpg Stacked_371_M 65_10.0s_IRCUT_20250303-030254-edit-4.jpg Screenshot 2025-08-08 130449.png

Lnks: Original, Mitte 2x editiert, Rechts: SIRIL FITS

Gruß,
Peter

PS: Bin zufriedener Besitzer eines 107 PHQ und eines 130 PHQ von Askar, beide von Hern Kloß, Teleskop Spezialisten.
 
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