Askar SQA55 - Sterntest

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Gernot
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Die Spikes sind bei der ASI leider trotz Reinigung der Imagetrain noch immer vorhanden! Habt ihr eine Anhnung was das sein könnte?
Also für mich sieht das nach "inverse lighthouse effect" aus, eine Beugungserscheinung durch Vignettierung. Weitere Infos dazu gibt es hier: https://www.cloudynights.com/topic/547028-anyone-know-what-causes-this-artifact-on-bright-stars/
und
https://www.cloudynights.com/topic/...5-edx-qb073x-reducer-for-a-full-frame-camera/
und
https://forum.astronomie.de/threads...te-fuer-fotografie-u-a-wo-pleiades-68.370120/

CS - Oliver
 
solche Spikes hatte ich beim Esprit80 im Zusammenhang mit einer Altair294 auch manchmal(!) gehabt - Ursache konnte ich nie aufklären. Mit meiner QHY268m hingegen gab es nie Spikes.

Gruß - Ronald

Hallo Ronald!

Das beruhigt mich nicht :(

Es muss ja einen Grund dafür geben...


Servus Oliver!

Der "Inverse Lighthouse Effect" ist beim SQA55 bekannt und tritt auch bei mir am Vollformat (Canon Ra) auf:

IVLE.jpg

Die Spikes, welche ich mir nicht erklären kann, produziert nur die Kombi ZWO Asi 2600 MC Pro (APSC) + SQA55 und sehen so aus:

Spikes.jpg

Bei Bildern mit der Canon Ra sind die Sterne ganz normal und zeigen keine Spikes...


CS Gernot
 
Hallo Gernot,

sieht für mich nach einem Beugungsreflex aus. Wenn du sagst mit der 6Da hast du das nicht, dann würde ich mir mal die Verbindungsteile zwischen Teleskopanschluß und Kamera anschauen. Die Reflexe scheinen radial-symmetrisch zum Zentrum ausgerichtet zu sein. Wenn du hier reflektierende oder Beugungserzeugende Oberflächen hast könnte es das erklären.
Am besten diese Stellen mit spezieller Farbe (Ultrablack, Musou Black etc.) oder Veloursfolie bekämpfen.

CS,
Franz
 
Hallo Gernot,

sieht für mich nach einem Beugungsreflex aus. Wenn du sagst mit der 6Da hast du das nicht, dann würde ich mir mal die Verbindungsteile zwischen Teleskopanschluß und Kamera anschauen. Die Reflexe scheinen radial-symmetrisch zum Zentrum ausgerichtet zu sein. Wenn du hier reflektierende oder Beugungserzeugende Oberflächen hast könnte es das erklären.
Am besten diese Stellen mit spezieller Farbe (Ultrablack, Musou Black etc.) oder Veloursfolie bekämpfen.

CS,
Franz

Danke für den Input, Franz!

Zwischen Kamera und Scope befinden sich eine Filterschublade und eine Verlängerungshülse. Vielleicht ist hier irgendwo die schwarze Lackierung abgeplatzt… Ich werde das mal untersuchen :)

CS Gernot
 
Update: Ich habe im Inneren der Filterschublade tatsächlich zwei auffällige Stellen gefunden. Diese wurden offensichtlich schon beim Hersteller nachgebessert da die schwarze Farbe dort anders ist. An den Stellen schimmert das Metall durch und diese befinden sich in der Train kurz vorm Sensor… Ob das die Spikes verursacht, werden Tests klären :)

IMG_1083.jpeg
IMG_1082.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gernot, zur Info, woher solche Stellen kommen: Das sind Stellen, an denen das Teil beim Eloxieren an Drahtbügeln oder ähnlichem aufgehängt wird, um es dann ins Eloxalbad zu tauchen. Eigentlich gibt der Konstrukteur die Stellen am zu eloxierenden Bauteil an, wenn er diese Fehlstellen z.B. an Sichtstellen oder Funktionsflächen vermeiden will. In der Regel werden Stellen am Eloxal gewählt oder vorgegeben, an denen die Fehlstellen nicht auffallen oder schaden. In diesem Fall wäre dieser Eloxal-Klemmbereich ehr kontraproduktiv, man hätte besser z.B. eine der Sackbohrungen wählen können...wenn man aber keine Angaben macht, ist es dem Eloxierer überlassen, wie er die Teile einhängt.
Viele Grüße Kay
 
Hallo Gernot, zur Info, woher solche Stellen kommen: Das sind Stellen, an denen das Teil beim Eloxieren an Drahtbügeln oder ähnlichem aufgehängt wird, um es dann ins Eloxalbad zu tauchen. Eigentlich gibt der Konstrukteur die Stellen am zu eloxierenden Bauteil an, wenn er diese Fehlstellen z.B. an Sichtstellen oder Funktionsflächen vermeiden will. In der Regel werden Stellen am Eloxal gewählt oder vorgegeben, an denen die Fehlstellen nicht auffallen oder schaden. In diesem Fall wäre dieser Eloxal-Klemmbereich ehr kontraproduktiv, man hätte besser z.B. eine der Sackbohrungen wählen können...wenn man aber keine Angaben macht, ist es dem Eloxierer überlassen, wie er die Teile einhängt.
Viele Grüße Kay

Hallo Kay!

Danke für die interessante Info. Falls diese Stellen für die Spikes verantwortlich sind, wäre das schon ein starkes Stück, da sie sich im Lichtweg direkt vor dem Sensor befinden… Ich bin auf die erneuten Tests gespannt!

Meinst Du das diese Sichtstellen die Spikes erzeugen können?

CS Gernot
 
Hallo Gernot, ich habe leider keine Erfahrung mit digitaler Astrofotografie, ich kann nur aus meinem anfänglichen Berufsleben als Kostrukteuer bei Rollei / Braunschweig (immerhin 14 Jahre) berichten. Da wurde uns von den alten Hasen genau das immer eingetrichtert, eben den Klemmbereich für's Eloxieren genau zu definieren. Also Stellen zu wählen, die selbstredend natürlich nicht im Strahlengang liegen. Und wenn es sich nicht vermeiden ließ, mussten diese Stellen nach dem Eloxieren mit matt-schwarzem Struktur-Lack oder eben diesen Velourfolien oder ähnlich strukturiertem Gewebe bedeckt werden. Auch bei den Kameras und Objektiven der analogen Ära war Streulicht schon immer ein Thema und teure Kameras, bei denen viel Wert auch auf Streulichtunterdrückung und Beseitigung gelegt wurde, unterschieden sich vom Bodensatz durch 'knackigere' Bilder. Solche Erfahrungswerte geraten aber leider mehr und mehr in Vergessenheit...
Es schadet bestimmt nicht, diese 'blanken' Stellen zu kaschieren.
Viele Grüße Kay
 
Zu den Spikes: Mein SQA55 (Antlia LRGBHSO, Touptek APSC) zeigt teils deutliche Spikes an helleren Sternen, Jedoch nur, wenn die Montierung an bestimmten Positionen steht!? Hier ein Vergleich vor und nach Meridian Flip:
1000026696.png
1000026697.png


Vielleicht liegt der Fehler auch woanders?
Ansonsten bin ich recht zufrieden mit dem Teil.
 
Hallo @AstroAtta,
probiere das Gleiche mal ohne Filter. Am einfachsten ist, testweise mal einen wenig genutzten Filter ausbauen, damit Du ohne Filter aufnehmen kannst. Bei mir kommen die Spikes von den Filtern. Es ist aber nicht der Filter per se, sondern die Kombination aus Kamera, Filterrad und Teleskop. So ist z.B. der UV-IR-Filter von Baader vor meiner QHY-268c am SQA-55 unauffällig, aber der UV-IR-Filter vom gleichen Typ in der Kombination ASI-294mm + ASI-EFW macht am gleichen Teleskop Spikes.
VG Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,
ich hatte auch vermutet, dass es an den Filtern liegen könnte. Seltsam ist, dass es in den Nächten zuvor (selber Standort, selbes Ziel) nicht aufgetreten ist.
Kann es vielleicht an einer Verkippung des OAZ oder Rotators liegen? Habe das Filterrad seitlich abstehen, vielleicht übt das zu viel Drehmoment aus? Die Position, in der keine Spikes entstehen ist die, in der das Filterrad relativ senkrecht steht.

LG Said
 
Hallo zusammen,
hier ein Update von meinem SQA-55. In der Kombination mit der QHY-268c bin ich ziemlich zufrieden. Hier eine Aufnahme mit 18x3 Minuten bei gain 0, ohne weitere Bearbeitung:

NGC_7000_054min_2025-08-24_V01_cl_spcc.jpg


Die Abbildung in den Ecken ist bei APS-C sehr gut. Hier zeigt sich, dass Askar wirklich gute Qualität für das Geld bietet.

1756403754447.png


Was auffällt ist, dass beim starken Reinzoomen mittelhelle Sterne nicht ganz rund sind.
1756403901664.png


In der Bildbearbeitung mit BlurXterminator und StarReduction-Skripten bekommt man das aber ziemlich gut rausgebügelt:
1756404075005.png


In Summe muss ich aber sagen, dass ich mit dem Teil sehr zufrieden bin. Solide gebaut, sehr gute Optik - aber noch ein Ticken nach oben Platz für die Premium-Marken ;-)

VG Wolfgang
 
Kann es vielleicht an einer Verkippung des OAZ oder Rotators liegen? Habe das Filterrad seitlich abstehen, vielleicht übt das zu viel Drehmoment aus? Die Position, in der keine Spikes entstehen ist die, in der das Filterrad relativ senkrecht steht.
Theoretisch alles möglich, klar. Vielleicht auch Streulicht? Wenn Du es wirklich wissen willst, musst Du systematisch alle Elemente im Imagetrain mal rausnehmen und solange experimentieren, bis Du es sicher reproduzieren kannst.

Oder Du entscheidest Dich, dass Du es einfach akzeptierst, wenn es mal passiert, und Du Dich auf die Aufnahmen konzentrierst...
 
Ich muss auch sagen, dass ich mit meinem SQA55 sehr zufrieden bin. Die Optik ist super, er ist solide gebaut, das ideale Reiseteleskop zusammen mit der Asi2600Air quasi ein Smartscope. Der Feinfokussierrkng ist bei mir allerdings nicht gut, er ist teilweise schwergängig, dann ein paar Millimeter weiter wieder zu leichtgängig, da stimmt was an der Verarbeitung nicht. Ist das bei Euch auch so? Ich fokussiere daher immer mit dem größeren Ring, das klappt gut, und vor allem hält er den Fokus sehr stabil. Sowohl im Vergleich zur letzten Session als auch in der Nacht.

LG Olaf
 
Der Feinfokussierring ist bei mir leichtgängig, ich benutze ihn aber auch nicht. Ich verwende eine 3D-gedruckte Halterung für meinen Optec-Fokussierer, über den ich nachts automatisch nachfokussiere.
1756430142865.jpeg

Ob das überhaupt notwendig ist, kann ich gar nicht zu 100% sagen, da ich alle 1 Grad C Temperaturänderung automatisch neu fokussiere. Ich würde aber sagen, der Kleine ist eher gutmütig über die Nacht hinweg.
 
Theoretisch alles möglich, klar. Vielleicht auch Streulicht? Wenn Du es wirklich wissen willst, musst Du systematisch alle Elemente im Imagetrain mal rausnehmen und solange experimentieren, bis Du es sicher reproduzieren kannst.

Oder Du entscheidest Dich, dass Du es einfach akzeptierst, wenn es mal passiert, und Du Dich auf die Aufnahmen konzentrierst...

Ja da hast du Recht, vielleicht mache ich das mal in einer Vollmondnacht.
Als ehemaliger Samyang-Nutzer komme ich mit ein paar Spikes auch klar denke ich 😄
 
Der Feinfokussierring ist bei mir leichtgängig, ich benutze ihn aber auch nicht. Ich verwende eine 3D-gedruckte Halterung für meinen Optec-Fokussierer, über den ich nachts automatisch nachfokussiere.
Den Anhang 501390 betrachten
Ob das überhaupt notwendig ist, kann ich gar nicht zu 100% sagen, da ich alle 1 Grad C Temperaturänderung automatisch neu fokussiere. Ich würde aber sagen, der Kleine ist eher gutmütig über die Nacht hinweg.
Hallo zusammen,

ob ein Nachfokusieren notwendig ist hängt von vielen Faktoren ab.
Rein rechnerisch ergibt sich als CFZ (kritische Fokuszone) für ein f4.8 Teleskop ein Range von +/- 25µm in dem das Teleskop noch beugungsbegrenzt ist.
Jetzt kommst eben darauf an welches Tubusmaterial verwendet wird, wie lange der Tubus bzw. Fokuslänge ist und welcher Temperaturunterschied zu erwarten ist.
Ich vermute beim SQA Aluminium bzw. eine Alulegierung als wesentliches Material.
Somit ergibt sich bei einem Delta von 10°K eine Längenänderung von 51µm.
Der Einfluss auf das Linsenmterial und der dadurch geänderte Krümmungsradius hat hier einen untergeordneten Einfluß.
Damit wäre für mich klar, ohne Nachfokusieren über die ganze Nacht wirds nicht sauber gehen.
Alle 4-5°C nachfokusieren würde aber reichen.

CS,
Franz
 
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