Astro DSLR Peltier mod V2 - Planungsphase | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Astro DSLR Peltier mod V2 - Planungsphase

trendsetter

Mitglied
Hallo zusammen,

nachdem ich meiner 450D ne Kühlung verpasst habe analog zu dieser hier:
http://astro-fotografie.blogspot.de/search/label/Peltier%20gek%C3%BChlte%20EOS%20450D
bin ich jetzt am der Planung einer zweiten Astrokamera, um noch mehr aus den Fotos zu holen, ohne gleich in die tiefen finanziellen Abgründe der CCD-Fotografie zu verschwinden.
Käufliche Umbauten gibt es ja mittlerweile genügend, und die Temperaturdifferenz ist auch meist nicht das Limit.

Zunächst ein paar Grundsätzliche Sachen zur Kühlung bei der 450D:
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/450dgekhltoyy3c.jpg
3 Darks ISO800 15min, ziemlich gestreched.
Links Raumtemperatur (22°C), Mitte Kühlfinger ca. -7°, rechts Kühlfinger ca. -28°.
- Die Rauschreduzierung durch die Kühlung ist signifikant, was man aber auch sieht, dass die Kühlung von -7°C auf -28°C zwar noch weniger Hotpixel liefert, das Bild jedoch selber vom Ausleserauschen dominiert wird.
- Das Tauproblem:
Durch die Kühlung bildet sich relativ schnell Tau auf dem Chip bzw. auf dem Staubrüttler.
Trocknungsmittel hilft hier nur bedingt, meist habe ich die Kamera nicht voll runtergekühlt, dass der Chip nicht zutaut.
Seit 2 Monaten ist ne Heizung für den Staubrüttler eingebaut, wie es analog in dem Artikel beschrieben ist.
http://astrophoto-sv.com/index.php?p=1_84
Mit 0,8W Heizleistung ist es im Raum zu keinem Tauproblem mehr gekommen.
- mit der 450D hat sich der Kühlfinger relativ leicht aus der Kamera führen lassen.


Für eine Neue Astrokamera habe ich mir eine 500D gebraucht gekauft, zwar sind die Pixel kleiner, aber rein von dem Chipdaten hat sich einiges getan:
- Steigerung der Quanteneffizienz von 30==>36%,
- höhere full well capacity
- wahrscheinlich geringes Ausleserauschen

Ziel der neuen Kamera soll es sein,
- eine möglichst ideal auslegte Kühlung zu haben (T-Diff+Gewicht)
- Die Kühlung nahe zum Chip bringen, wie es hier gemacht wurde:
http://stargazerslounge.com/topic/146756-1100d-cold-finger-sensor-cooling-with-tec-and-water-cooling/
- Taubildung soll effektiv verhindert werden
- Elektronik soll je nach Bedarf gekühlt werden, um zusätzliche Rauschquellen zu minimieren.
- ziemlich wahrscheinlich soll das ganze in ein neues Gehäuse.
Vielleicht sogar so extrem wie hier:
http://thaiastro.nectec.or.th/hypermod/


Zunächst würde ich hier gern etwas brainstorming für die Umsetzung anstoßen und wenn es dann zur Ausführung geht, könnte gemeinsam z.b. mehrere Kühlfinger angefertigt werden, um nen guten Preis zu bekommen.

Viele Grüße
Michael
 

Seppel1976

Mitglied
Hallo Michael,

ich habe noch aus alten Übertaktungszeiten ein paar Kompressoren rum stehen, damit sind bis an die -40C möglich.
Einziges Manko ist das Gewicht!!!


VG

Sebastian
 

trendsetter

Mitglied
Hallo Sebastian,

Danke für den Tipp, aber das wird wohl etwas schwer.
Ne Peltierkühlung ist an sich schon das richtige, leicht, allerdings auch relativ ineffiezent.

Zum interessanten Teil:
Die meisten die mit Peltiers experimentieren, nehmen relativ starke Peltiers >>50W. Damit wird nur eins erreicht, dass der Kühler der dran hängt stark aufgeheizt wird somit deutlich über Raumtemperatur liegt.
Wenn die Temperaturdifferenz als Konstant angenommen wird, wird der Chip nur mehr unwesentlich unter Raumtemperatur gekühlt.

Zur maximalen Temperaturdifferenz muss ein die Leistung eines Peltiers nur 1,2-1,5 über der Leistung der Wärmequelle liegen.

Eine kurze Überschalgsrechnung:
Der Akku einer 500D hat 7,4V und 1,1Ah. In Summe sinds dann ca. 8VAh. Unterlangzeitbelichtungsbedingungen hält die Kamera ca. 4h(???) durch, d.h. es liegt ne Wärmeleistung von ca. 2 Watt vor.
Nehmen wir mal an, das wird alles im Chip verbraten. Dann rechnen wir noch 2 Watt drauf, die von der Umgebung kommen.
D.h. in Summe hätten wir 4W Wärmeleistung die man Abtransportieren müsste.
==> 4W*1,5=6W fürs Peltier.

Bei der Leistung kann man sich dann überlegen noch eine Zweite Peltierstufe einzubauen.
Bei richtiger Auslegung und guter Isolierung wären hier sicher >40°C Temperaturdifferenz zu schaffen.

Dann kommt aber noch ne zweite Komponente ins Spiel, das Ausleserauschen.
Bei der 450D ist das so groß, dass eine Extreme Kühlung keinen wesentlichen Vorteil bringen würde.
Bei der 500D hoffe ich ist das etwas besser.
Ich hoffe bei Entsprechender Kühlung der Elektronik kanns auch noch besser werden.

Viele Grüße
Michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Powerdroid68

Mitglied
Klasse Michael!
Endlich ein Modding-Thread zur Kühlung von DSLR´s!
Falls ich was zusteuern kann, wie Kupferrohr bis min d=6mm, Isolierung (Armaflex Schlauch/Matten) gib mir Bescheid, da ich aus ner Kältefirma komme :)
Lötstaion und Lötkenntiss ist auch vorhanden.

Grüße & CS
Axel
 

yukons

Mitglied
Hallo Kollegen,

Sehr schönes Projekt, ich bewundere deinen Mut eine EOS Kamera so zu bearbeiten.

mal ne allgemein Frage.
Wieso findet eine einfache Kühlbox für DSLR's so wenig Verbreitung ?
Man muss keinen Umbau vornehmen und kann die Kamera viel effektiver vor Eisbildung schützen.

Mit der Steuerung der Kamera ist's natürlich schwieriger.
Aber ein entsprechend angepasstes Gehäuse mit Bedienelementen sollte doch kein Hexenwerk sein.
Das einzige was sich meiner Kenntnis entzieht ist die Effektivität der Kühlung in so einem Kasten.
Nur, ich hatte schon so kalte Nächte das die Rohbilder bei 5min Aufnahmen nur noch kaum wahrnehmbares Rauschen zeigten.
Mit der Box sollte das doch nichts anderes sein.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Matthias86

Mitglied
Da ich mich mit dem Thema nicht auskenne, aber weiß von was geredet wird möchte ich mal ganz frech dazwischen "fragen":

Warum tut man das einer DSLR eigentlich an, und kauft nicht direkt eine "fertige" Astro-Cam? Die DSLR ist ja danach für den normalen Gebrauch absolut nicht mehr zu gebrauchen oder?

Ich freu mich auf eure "Aufklärung".

Danke.

Euer Matze
 

fblack

Mitglied
Moin Matze,

ganz einfach: Weil entsprechende CCDs erheblich mehr kosten und eine gut gekühlte DSLR ähnliche Bildresultate ausspuckt.

Der Spaß beim Umbau bleibt natürlich auch nicht auf der Strecke liegen, habe das mal einer 350D angetan aber mangels LV das Projekt dann nicht mehr weiter verfolgt - genauer: Taubekämpfung am CMOS.

Grüße,
Marc
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Powerdroid68

Mitglied
Zitat von yukons:
Hallo Kollegen,

Sehr schönes Projekt, ich bewundere deinen Mut eine EOS Kamera so zu bearbeiten.

mal ne allgemein Frage.
Wieso findet eine einfache Kühlbox für DSLR's so wenig Verbreitung ?
Man muss keinen Umbau vornehmen und kann die Kamera viel effektiver vor Eisbildung schützen.

Mit der Steuerung der Kamera ist's natürlich schwieriger.
Aber ein entsprechend angepasstes Gehäuse mit Bedienelementen sollte doch kein Hexenwerk sein.
Das einzige was sich meiner Kenntnis entzieht ist die Effektivität der Kühlung in so einem Kasten.
Nur, ich hatte schon so kalte Nächte das die Rohbilder bei 5min Aufnahmen nur noch kaum wahrnehmbares Rauschen zeigten.
Mit der Box sollte das doch nichts anderes sein.
Meinst du so was hier:
http://www.teleskop-express.de/shop...ehlung-fuer-Canon-EOS-Kameras-ohne-Umbau.html
Ich glaube gelesen zu haben, dass es da Feuchtigkeitsprobleme gibt...?
Ach ja hier:
http://forum.astronomie.de/phpapps/.../topics/824056/Re_Erfahrungen_mit_Geoptik_Pel

Gruß
 

fblack

Mitglied
Also von den Kühlboxen halte ich nicht wirklich viel, da Teile der DSLR gekühlt werden, die garnicht gekühlt werden müssen -> verschenkte Wärmepumpleistung.

Grüße
 

yukons

Mitglied
Hallo Powerdroid,
ja die Teile kenne ich schon und habe auch einen Vereinskollegen der eine Kamera mit Kühlfinger versehen hat.
Nur das ausser dieser zwei Styroporkästen die auf dem Markt sind noch nichts vernünftiges zur Verfügung steht, das verstehe ich nicht.

P.s. während des schreibens kam mir die Idee Unterwassergehäuse zu verwenden...

Muss ich mir mal genauer anschauen was es da gibt.
 

Seppel1976

Mitglied
Hallo Marc,

gegen Kondeswasser/Taubeschlag kann ich folgendes dazu sagen.

Ich kene es von meinen CCD´s 1xSX und 1xAtik,
welche sich hinter Glas verstecken! Der Grund dürfte folgender sein: 1. keine Frischluft von außen und 2.
das dahinter wird geheizt. Mit dem Resultat Kondeswasser/Taubildung zu verhindern.

Ähnlich ist es im Computerbereich....
Das mit dem kühlen und gleichzeitigen heizen wird beim übertackten von CPU angewendet um Kondenswasser in Schach zu halten.
Und damit das richtig funktioniert, musste das ganze hermetisch verschlossen sein. Bei der CPU war das halt unter
Kuststoff (Plastik) mit Affenkit und der CCD ist da etwas kritischer... Deshalb unter Glas.

VG

Sebastian
 

fblack

Mitglied
Moin Sebastian,

genannte Punkte sind mir soweit geläufig. Das Problem z.B. bei der 350D ist, dass sie keinen Ultraschall-Reiniger-Rüttler oder was auch immer hat, normalerweise wird ja nämlich dieser bei solchen umbauten beheizt. Natürlich hätte man noch etwas Klarglas vor dem CMOS verbauen können, aber ich gab es dann einfach auf - gerade auch wegen dem mangelnden LV. Sollte ich mal günstig eine DSLR mit LV schiesen können, wird diese umgebaut.

So sah das damals aus...

Natürlich wurde auch ordentlich mit Armaflex, Moosgummi und Co isoliert...





 

Anhänge

Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

trendsetter

Mitglied
Hallo zusammen,

so, dann melde ich mich auch wieder,

zu den Kühlboxen:
- wenig Tauprobleme, dafür aber auch wenig Chipkühlung
- Der Chip ist relativ gut isoliert gegenüber dem Rest ==> heizt sich selber auf.
- teuer (180€) für nen Dosenkühler? http://compare.ebay.de/like/140752992567?var=lv&ltyp=AllFixedPriceItemTypes&var=sbar
- unhandlich, schwer, will nicht wissen was das Ding Strom braucht...

Zum professionellen Umbau (In Asien gibts paar Firmen), kostet soweit ich das gehört hab ab 500€, naja in Summe bekommt man dann auch ne CCD.

Zur CCD: mit allen Filtern und drum rum ist man bei >2500€, toll, bessere Empfindlichkeit, keine Frage, aber für mich im Moment zu teuer.
Noch dazu, dass die gekühlte DSLR relativ nah ran kommt.
Wenn dann würde ich komplett auf Schmalband umstellen, damit ich den Lichtsiff rausbekomme.

Zum Tauproblem:
- Ich habe zunächst die Kamera immer in nen Gefrierbeutel mit Trockenmittel gepackt,
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_3470groloj8k.jpg
zusätzlich Trockenmittel an der Mattscheibe angeklebt (also nahe dem Chip), und relativ sauber mit dem Komakorrektor verschlossen. 1-2 hat die Kamera bei den Bedingungen und voller Kühlleistung keine Tauprobleme gemacht.
Dann gings wieder los mit dem Tau, außer ich hab das Trockenmittel erneuert.
Ganz dicht bringt man die Kamera einfach nicht.
- Möglichkeit zwei war einfach die Kühlleistung zu Reduzieren und über dem Taupunkt zu bleiben. Hat gut geklappt, die Ergebnisse waren nur unmerklich schlechter.

Nachdem seit Herbst das Wetter schlecht ist hab ich mich der Kamera nochmal angenommen.
An den Staubrüttler habe ich
http://www.voelkner.de/products/33361/Widerstandsdraht-100-Ohm-M-5m.html,
den Widerstandsdraht lackisoliert am Staubrüttler verbaut. 80 Ohm an 8,2V Akkuspannung liefern mir ca. 0,8W Heizleistung.
Der ist momentan an den Akkuanschlüssen bzw. der Platine für die Akkuanschlüsse angelötet.
Der Widerstandsdraht ist auf dem Bild leicht zu sehen:
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9488grosgkdu.jpg
Hier war der Heizdraht nicht eingeschaltet, wenn der an ist, hats keinen Taubeschlag mehr gegeben.
Ich hab dann die Kühlung 4h im Haus mit offener Front im Liveview Laufen lassen, kein Beschlag mehr.
==> Momentan die beste Lösung
Draußen hab ich das ganze leider noch nicht getestet.
Optional kann ich noch nen Clip filter einbauen, damit das ganze noch besser verschlossen ist.

Das ganze ist in der Kamera gut verpackt:
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9634gros7j24.jpg
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9635grojbubi.jpg

und sieht im fertigen Zustand so aus:
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9639gro6qud8.jpg
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9638groc9uo4.jpg
Voll bedienbar, gute Kühlleistung, aber noch nicht da Optimum.

Kurz ein wichtiger Hinweis:
So ein Umbau ist mit einem Risiko verbunden, das sollte jedem Klar sein, der da ran geht.
Ein aktuelles Beispiel:
Ich wollte vor ein paar Tagen noch ein wenig optimieren und da ist mir
http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=1218040
so ein Dummer Clip abgebrochen.
Von Canon gibts nur die Komplette Platine kostet ca. 150€.
Den Clip hab ich Gott sei dank von nem User in dem Forum bekommen, der war von ner defekten Platine.
jetzt gehts wieder.
Also wenn ihr ran geht, dann bitte mit Vorsicht, das ganze ist schon heikel.

Momentan ist meine 500D offen:
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9511gro9muve.jpg
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9513groohuac.jpg

und wird vermessen.
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9627grohqug1.jpg

Ich hoffe, dass ich am Wochenende dazu komme nen Kühlfinger in CAD zu entwerfen, damit da was vorwärts geht.

Konzept soll eher in die Richtung gehen:
http://stargazerslounge.com/topic/153604-working-1100d-cold-finger-sensor-cooling-with-tecs-and-water-cooling/
So dass die Kühlung hinten rausgeführt wird, anders gehts bei der 500D fast nicht, nur ohne Wasserkühlung, das macht wenig Sinn.

Ein paar Gehäuse sind momentan schon zu mir unterwegs. Ich hoffe bald weiter berichten zu können.

Viele Grüße
Michael
 

Seppel1976

Mitglied
Hi Michael,

ich habe noch zwei radiatoren aus meine Waküzeit.
Die sind für 12x12cm und haben auch in etwa die Größe.

Also ich könnte mich sicherlich von einem trennen....

Ich habe noch ein Haufen von dem Krempel darum fahren.
Wenn du was brauchst, kannste du ja mal geziehlt fragen.

Vg

Sebastian
 

trendsetter

Mitglied
Hallo Sebastian,
danke fürs Angebot, wie gesagt, ich habe nicht vor mit Wasser zu kühlen, auch wenns verlockend ist.
Das Risiko sich hier Vibrationen einzufangen ist mir zu groß.
Bei meinem Rechner ist die Pumpe zwar auch unhörbar, ne Wasserkühlung ist was feines, aber bei nem Teleskop ist mir das zu heikel.
Aber so Reste an Kupfer, und Isolierung hast nicht?
Wie hast du das Tauproblem beim Rechner mit Kompressorkühlung hinbekommen?

Viele Grüße
Michael
 

Seppel1976

Mitglied
Hi Michael,

bei Wakü ist das mit dem Tauproblem eigentlich komplett zu vernachlässigen. Der Kompressor liefert -40C direkt auf die "DIE". Der Komplette Sockel wurde von einem Rechteckigen Kunstoffrahmen mit einem "Affenkit-Ähnlichen" Material abgedichtet. Die wurde auf der Board Hinterseite um den Sockel herum auch gemacht. Der Tauscher wurde dann auf vorgesehene Schrauben welche auf dem Board angebracht waren befestigt und wieder mir dem Affenkit abgedichtet. Wiederliches Zeug mit dem man sich nett das Board einsauen konnte.
Link zur Grafik: http://www.pcstats.com/articleimages/200505/ProMach2GT_head2.jpg

In dem ganzen Kunststoff ist einen Heizmatte eingegossen.

Link zur Grafik: http://www.xbitlabs.com/images/coolers/prometeia-mach2gt/p17.jpg


So sieht das ganze Installationszubehör aus....

War ne lustige Zeit in dem kleine AMD CPU´s mit um die 3 Ghz gehumpelt sind...


VG

Sebastian
 

trendsetter

Mitglied
Hallo zusammen,

So, ich hatte mich gestern noch ein wenig über das Armaflex Zeug informiert. Ich hätte immer Gedacht Styrodur wäre etwas besser, aber vor allen Dingen bei Kühlaufgaben scheint Armaflex das Mittel der Wahl zu sein.


Zitat von Powerdroid68:
Klasse Michael!
Endlich ein Modding-Thread zur Kühlung von DSLR´s!
Falls ich was zusteuern kann, wie Kupferrohr bis min d=6mm, Isolierung (Armaflex Schlauch/Matten) gib mir Bescheid, da ich aus ner Kältefirma komme :)
Lötstaion und Lötkenntiss ist auch vorhanden.

Grüße & CS
Axel
Axel, kannst du mir sagen, welche Dicken es bei dem Armaflex gibt? Ich würde versuchen auch etwas die Chiphalterung zu Isolieren, da ist an manchen Stellen nicht mehr wie 1mm möglich. Mit einem Wärmeleitkoeffizient von 0,033 ist das Armeflex auf jeden Fall gut.
Stehende Luft ist natürlich noch besser. D.h. man müsste sich wirklich mal überlegen ob man nicht das Gehäuse komplett verschließt und (fast) ohne Isolierung arbeitet.
(Warum eigentlich nicht gleich ne Vakuumisolation?!? :teufelgrr: )

Desweiteren hab ich mir die Daten für die Peltiers nochmal angeschaut und ein Paar Abschätzungen getroffen:

Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/berechnungpeltierspu3c.jpg

D.h. in Summe reicht ein Peltier mit 8W, das man mit 80% der Leistung betreibt.
Es wäre eine Kaskadenschaltung mit:
http://www.voelkner.de/products/254323/HighTech-Peltier-Element-QuickCool-QC-31-1.4-3.7M-A-x-B-x-C-x-H-20-x-20-x-x-4.7-mm-Nennspannung.html
und
http://www.voelkner.de/products/262519/HighTech-Peltier-Element-QuickCool-QC-71-1.4-3.7M-A-x-B-x-C-x-H-30-x-30-x-x-4.7-mm-Nennspannung.html
denkbar.

Die momentane Alternative die ich sehe ist:
http://www.ebay.de/itm/8-6V-12-7W-Dual-Layer-Peltierelement-Modul-Cooler-Peltier-Element-Kuhlen-Heizen-/270998662271?pt=Bauteile&hash=item3f18c76c7f

oder nur ein Einzelmodul:
http://www.ebay.de/itm/DC-8-5V-7-92W-TEC107103-Peltierelement-Modul-Peltier-Element-Kuhlen-Heizen-/290646103625?pt=Bauteile&hash=item43abdb9649

Wobei der Wirkungsgrad von den Ebayteilen entsprechend schlechter ist, zumindest wenn man sich die Daten anschaut.
Für nen ersten Test werd ich wohl bei Ebay zuschlagen.

Viele Grüße
Michael

 

trendsetter

Mitglied
Hallo zusammen,

nun etwas mehr Praxis, ich hab mal angefangen die Kamera in ein neues Gehäuse zu verpacken, dass sich relativ dicht kriegen lässt:

Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9646gro1wk4a.jpg

Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9648gronyux7.jpg

Weiter mit dem Deckel, der passt nicht in das Gehäuse.
Hier musste zunächst der Bitzschuh abgelötet werden
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9651grocaklg.jpg

Des Weiteren lassen sich von der hälfte des Deckels die Flachbandkabel entfernen. Für folgende Aktionen.
Ab jetzt ist es nichts mehr für schwache Nerven!

Nachdem aber der Body an diversen Stellen ziemlich unpassende Ausbuchtungen hat, hab ich einfach mal mit dem Drehmel angesetzt:

vorher:
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9650gropvukw.jpg

nachher:
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9655groehkrs.jpg

übrig Bleiben damit das Einstellrad für den Modus, der Ein- Ausschalter und das Isorad hat auch überlebt.

Und wie man sieht läuft die Kamera ohne den ganzen Krims krams, ohne Display im Livemodus über USB nett vor sich hin.

Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9657grokleinw4u78.jpg

In Summe lässt sich dann die Kamera so betreiben:
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9658gro9gu9i.jpg
und ist damit gerüstet ins Gehäuse fest einzuziehen.

Bitte beachtet, dass Nachahmer das Risiko selber tragen müssen, dass ihre Kamera kaputt geht. Selbst unter großer Vorsichtig bleibt ein gewisses Restrisiko.
Ein paar Tipps für Mutige:
- Erdet euch immer Ausreichend, wenn ihr an der Kamera baut, ESD Schäden sind was hinterhältiges
- Akku und SD Karte raus
- Die Stecker und Verbindungskabel sind relativ filigran, mir sind selber 2 Flachbandkabel gebrochen, Gott sei Dank an stellen die nicht relevant sind.
- immer das Richtige Werkzeug benutzen und sich entsprechend Zeit nehmen...


Die nächsten Schritte bei mir werden sein:
- Fixierung der Kamera im Gehäuse (3 Schrauben).
- Planung des Kühlfingers (U-Form über den ganzen Chip Bereich)
- Einbau der Stromversorgungsanschlüsse für Kamera, Peltier
- Einbau des USB Kabels
- Einbau einer Heizung für den Straubrüttelfilter.

- optional ein Clip Filter vorne, damit das Gehäuse entsprechend dicht wird.

Für was ich noch als Tipps und Ideen bräuchte:
- Wer kann ein Kupferblech entsprechend nach ner CAD Zeichnung fertigen?
- Wie lässt sich am besten die Kameraöffnung auf der Vorderseite abdichten und abschließen?
- Wie lässt sich das USB Kabel abdichten, so dass es trotzdem noch steckbar bleibt?
- Gibt es irgendwo selbstklebende Kupferfolie zu kaufen?
- welche minimale Biegeradius lässt sich bei Kupferblech 1,2mm erreichen?

Viele Grüße
Michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

yukons

Mitglied
Hallo Michael,
hast du schon mal überlegt ein Spray mit Isolierfunktion zu verwenden um Feuchtigkeit und dann hoffentlich auch Eis von den elektronischen Komponenten fern zu halten ?

http://www.liqui-tech.de/

Ist nur eines von vielen. Ich habs bisher auch nicht ausprobiert.
Jedoch könnte das eine Lösung des Kondenswasser Problems darstellen.
 

conehead

Mitglied
Hi,

interessant was Du da machst. Aber wieso machst Du so einen großen Aufwand wegen der Feuchtigkeit/Tau wenn Du einfach via Heizdraht das zutauen verhindern kannst?

Wird bei den asiatischen Umbauten auch nur Heizdraht um den Rüttler gelegt?

Gruß Markus
 

trendsetter

Mitglied
Hallo Jadran,

Lustiges Video das da gezeigt wird. Man Sprüht die Lampe und den Sockel ein, das soll dann Isolieren aber trotzdem fließt der Strom. Ganz schlau...
Das ist mit Sicherheit nichts anderes als eine 12V Birne...

Aber ja, man sollte die Leiterplatten der Kamera isolieren. Wenn Kondenswasser auftritt, dass nicht gleich die Kamera flöten geht. Meine 450D ist auch isoliert.
Hier:
http://www.voelkner.de/products/19377/Plastik-70-200ml.html
Aber: Bitte nicht quer drüberspritzen, sonst wirds nicht mehr mit den Verbinungskabeln, damit isoliert man auch die Stecker!
Ich habs zuerst in ein Behältnis gespritzt und damit dann die Leiterplatten an den kritischen Stellen angepinselt.

Hallo Markus,
klar kann man wie bei den asiatischen Umbauten einen Heizdraht um den Rüttler legen. Die schaffen aber auch nicht mehr als 18° Temperaturdifferenz.
Seit gestern ist meine 450D mit knapp 30° Temperaturdifferenz wieder draußen, bis jetzt hat sich kein Tau gebildet durch den Heizdraht.
Aber wenn man Entsprechend tiefer gehen will, dann bleibt einem nichts anderes übrig als entsprechend zu Isolieren.
Aus zwei Gründen:
Nicht nur der Chip wird Wasser saugen, sondern die ganze Kamera.
Außerdem will ich bei der Version 2 entsprechend die andere Elektronik mitkühlen, damit auch hier thermisches Rauschen minimiert wird.

Viele Grüße
Michael
 

fblack

Mitglied
Moin,

warum baust du dir den Kühlfinger nicht selbst? Dazu braucht es nur eine Stichsäge, passender Schraubstock, eine Feile und ein Poliervlies.

Grüße,
Marc
 

trendsetter

Mitglied
Hallo Marc,

Ich hab schon ein paar Sachen schon aus Alu gemacht, und das ganze passgenau zu biegen ist zumindest für mich nicht möglich. Eine Ecke was immer schief, die Ränder sind nicht sauber...
Klar kann man es machen, aber Metallverarbeitung schaffe ich nicht in der Qualität, die ich mir wünsche.

Für weitere Vorschläge bin ich gerne offen!

Viele Grüße
Michael
 

yukons

Mitglied
Hallo Michael,
Kupfer ist komplett was anderes als Alu.
Alu kann beim biegen brechen und Risse bekommen.
Kupfer kannst du z.B. über einen Schraubstock oder kleinen Amboss legen und mit einem Hammer so kalt verformen dass durchaus genaue Winkel entstehen.
Das habe ich mit Kupferblechen, Drähten und Profilen schon als Kind gemacht.
Aber falls das für deine Ansprüche nicht reicht solltest du einen Metallbauer aufsuchen.
 

Powerdroid68

Mitglied
Zitat von trendsetter:
Axel, kannst du mir sagen, welche Dicken es bei dem Armaflex gibt? Ich würde versuchen auch etwas die Chiphalterung zu Isolieren, da ist an manchen Stellen nicht mehr wie 1mm möglich. Mit einem Wärmeleitkoeffizient von 0,033 ist das Armeflex auf jeden Fall gut.
Stehende Luft ist natürlich noch besser. D.h. man müsste sich wirklich mal überlegen ob man nicht das Gehäuse komplett verschließt und (fast) ohne Isolierung arbeitet.
(Warum eigentlich nicht gleich ne Vakuumisolation?!? :teufelgrr: )
Hi Michael.
Ich war gerade im Lager und wir haben als kleinste Dämmstärke 6mm bei 6mm Innendurchmesser.
Allerdings lässt sich (vermtl. auf Kosten der Wärmeleitfähigkeit) das Material auf 1mm zusammendrücken.
Als Alternative haben wir noch selbstklebendes Armaflexband um die Armaflexschläuche zu verbinden.
Das Band ist 4cm breit, 2mm dick und klebt wie Hölle!

Gruß
Axel
 

trendsetter

Mitglied
Hallo zusammen,

So, ich war dann mal wieder etwas aktiv, nachdem ich auf die Teile warten musste.

Zunächst habe ich die Kamera in das Gehäuse verbannt und entsprechend die Anschlüsse gesetzt.
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9678gro60uec.jpg

Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9680gromlu4p.jpg

Akku ist natürlich keiner mehr verbaut, auch kein Akkudummy, da ich die Anschlüsse direkt mit der Platine der Kamera verlötet hab.

Das Peltierelement ist eins mit zweistufiger Kühlung, um die Maximale Temperaturdifferenz zu erreichen.

Als Kühler dient deshalb ein vernünftiger CPU Kühler:
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9681gro39u6l.jpg

den ich gleich in den Deckel der Kamera integriert habe, damit das ganze schön stabil verbunden ist:
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9683grommuby.jpg

Drinnen habe ich etwas Isolierung mit reingepackt, leider gibts da keine Fotos dazu.

Im Gesamten sieht die Kamera jetzt so aus:
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/img_9685grocmuqe.jpg

Ich muss jetzt noch versuchen alles möglichst dicht zubekommen, außerdem überlege ich ob ich das Gehäuse nochmal isoliere, da es außen relativ Kühl wird (ca 17° bei 21° Raumtemperatur).
mal schauen.

Viel geschmeidiger liest sich aber jetzt die Exif Temperatur:
Link zur Grafik: http://www.abload.de/img/exift6uki.jpg

-27° bei 21° Raumtemperatur. Also fast 50° unter Raumtemperatur, was wirklich beachtlich ist.
Bin begeistert.

Viele Grüße
Michael
 
Das Homepagetool mit der aktuellen Mondphase u.v.m.

(Alle Angaben für 10 Grad ö.L. Länge / 50 Grad n.B.)

In Kooperation mit www.Der-Mond.org Hole Dir jetzt das kostenlose Mondtool für Deine Homepage

Oben