Astrofotografie für 500 Euro

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tomku0437

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Hallo, ich möchte richtung Astrofotografie gehen. Ich habe eine Canon EOS 500D kann man die als Kamera mit einbinden?
Also wie investiere ich am besten 500 Euro in Astrofotografie? Mein Ziel ist es die Planeten und vielleicht schon mal ein paar Deep Sky Objekte zu Fotografieren (Orion, Pferdekopfnebel)
 
Hallo Tom (?),
mit dem Budget wird es seher schwer, die Fotografieziele „Planeten“ und „DeepSky“ zugleich abzudecken.
Selbst wenn Du Dich auf nur einen Bereich festlegst, sind 500 € schnell weg.
Für Planeten brauchst Du eine Optik mit ordentlich Brennweite. Und eine entsprechende Montierung.
Für DeepSky brauchst Du eine Montierung, die nachführt.
DeepSky wäre mit dem Budget schon machbar, z.B. mit der EOS, mit Standartobjektiv auf einer kleinen Montierung, wie z.B. dem SkyWatcher StarAdventurer. Damit werden bekannterweise sehr ansehnliche Astrofotos gemacht.

CS

Dietmar
 
Hallo Tom,

ich könnte mir mit dem Budget eigentlich auch nur Mond und Planeten vorstellen. Eine einfache CMOS-Planetenkamera und ein einfacher langbrennweitiger Refraktor oder Newton mit Barlowlinse reichen da für den Anfang. Kommt drauf an, was für Ansprüche Du hast. Ein RA-motor reicht da als Nachführung oder sogar gar nichts wenn Du feinfühlige Finger hast - z.B. mit einem Dobson.
Die EOS eignet sich, wie Dietmar schon schreibt, nur für Deep-Sky und bei dem Budget nur für kurze Objektivbrennweiten an einer einfachen Montierung.

Gruß

*entfernt*
 
Echt? Ich dachte Deepsky wäre schwerer. Ist visuell und Fotografie bei dem Preis vereinbar? Also, dass ich durch ein Newton oder Refraktor Fotografiere?
 
Hallo Tom,

für Deep-Sky-Aufnahmen reicht bei kleinen Brennweiten ein günstige, motorisierte Montierung mit Polsucher. Die gibt es in gebrauchtem Zustand gelegentlich unter 300 €, z.B. NEQ3 oder NEQ5 von Skywatcher. Der Wiederverkaufswert ist nicht dramatisch geringer, sollte Dir die Fotografie damit nicht gefallen. Sie sind deutlich stabiler als der StarAdventurer, aber auch schwerer.

Darauf wird Deine 500D mit Timer geschnallt, ausgerichtet, und Du kannst mit z.B. 30-, 60- oder 120-Sekunden-Belichtungen starten, je nach Brennweite. Dann heisst es Erfahrung sammeln.

Viele Grüsse, viel Erfolg

Markus
 
Hallo Tom,

ich könnte mir mit dem Budget eigentlich auch nur Mond und Planeten vorstellen. Eine einfache CMOS-Planetenkamera und ein einfacher langbrennweitiger Refraktor oder Newton mit Barlowlinse reichen da für den Anfang. Kommt drauf an, was für Ansprüche Du hast. Ein RA-motor reicht da als Nachführung oder sogar gar nichts wenn Du feinfühlige Finger hast - z.B. mit einem Dobson.
Die EOS eignet sich, wie Dietmar schon schreibt, nur für Deep-Sky und bei dem Budget nur für kurze Objektivbrennweiten an einer einfachen Montierung.

Gruß

Heik

Hallo Tom,

für Deep-Sky-Aufnahmen reicht bei kleinen Brennweiten ein günstige, motorisierte Montierung mit Polsucher. Die gibt es in gebrauchtem Zustand gelegentlich unter 300 €, z.B. NEQ3 oder NEQ5 von Skywatcher. Der Wiederverkaufswert ist nicht dramatisch geringer, sollte Dir die Fotografie damit nicht gefallen. Sie sind deutlich stabiler als der StarAdventurer, aber auch schwerer.

Darauf wird Deine 500D mit Timer geschnallt, ausgerichtet, und Du kannst mit z.B. 30-, 60- oder 120-Sekunden-Belichtungen starten, je nach Brennweite. Dann heisst es Erfahrung sammeln.

Viele Grüsse, viel Erfolg

Markus

Hallo Tom,

für Deep-Sky-Aufnahmen reicht bei kleinen Brennweiten ein günstige, motorisierte Montierung mit Polsucher. Die gibt es in gebrauchtem Zustand gelegentlich unter 300 €, z.B. NEQ3 oder NEQ5 von Skywatcher. Der Wiederverkaufswert ist nicht dramatisch geringer, sollte Dir die Fotografie damit nicht gefallen. Sie sind deutlich stabiler als der StarAdventurer, aber auch schwerer.

Darauf wird Deine 500D mit Timer geschnallt, ausgerichtet, und Du kannst mit z.B. 30-, 60- oder 120-Sekunden-Belichtungen starten, je nach Brennweite. Dann heisst es Erfahrung sammeln.

Viele Grüsse, viel Erfolg

Markus
Geht das ganze auch so, dass ich visuell und Fotografie in einem habe, also Fotografie durvh ein Teleskop?
 
Hallo Tom,

sofern richtig gesehen, verfügst Du über einen 76/700-Newton? Das geht visuell recht gut auf der NEQ5 und auf der NEQ3 noch ausreichend.

Es wird fotografisch aber herausfordernd! Hier mal ein LINK aus meinen Anfängerzeiten mit 900 mm Brennweite, leider hat die damalige Forensoftware das Ergebnis qualitativ "angepasst", hier das seinerzeit benutzte Equipment.

1615730499953.png


Fotografisch ist es definitiv einfacher, mit Brennweiten < 100 mm (Kameraobjektive) zu beginnen, um erste schöne Ergebnisse zu erhalten.

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo Tom,

für Deep-Sky-Aufnahmen reicht bei kleinen Brennweiten ein günstige, motorisierte Montierung mit Polsucher. Die gibt es in gebrauchtem Zustand gelegentlich unter 300 €, z.B. NEQ3 oder NEQ5 von Skywatcher. Der Wiederverkaufswert ist nicht dramatisch geringer, sollte Dir die Fotografie damit nicht gefallen. Sie sind deutlich stabiler als der StarAdventurer, aber auch schwerer.

Darauf wird Deine 500D mit Timer geschnallt, ausgerichtet, und Du kannst mit z.B. 30-, 60- oder 120-Sekunden-Belichtungen starten, je nach Brennweite. Dann heisst es Erfahrung sammeln.

Viele Grüsse, viel Erfolg

Markus
Ich habe für die 500D nur das Standard 50 mm Objektiv. Ich besitzen ein Bresser Newton 76/700, habe heute versucht mit t2 ring und 500d Mars zu Fotografieren, kein Erfolg auf dem Display war nichts zu erkennen. Ich brauche also eine Montierung mit Nachführung. Da hätte ich jetzt erst mal drei fragen; erstens was für ein Objektiv wäre Empfehlenswert für die Canon? Zweitens wie suche ich Objekte auf? (Also sollte die Montierung über Go To verfügen?oder wie?) Drittens wie wird fokussiert? Also wenn ich einen Nebel belichten will kann ich ihn ja schlecht vor der Belichtung Fotografieren.
 
Hallo Tom,

das sind ziemlich viele Fragen auf einmal :)

Für schöne Aufnahmen benötigst Du eine Montierung mit Nachführung.

Erstens: Dann kannst Du die 500D mit dem 50 mm-Objektiv verwenden, um Widefieldfotos zu erstellen und Erfahrung zu sammeln. Bereits mit 50 mm Brennweite sind Deep Sky-Motive möglich, wie in diesem LINK.

Zweitens: Die Objekte kannst Du beispielsweise mit dem kostenlosen Programm Cartes du Ciel planen. Das Aufsuchen am Himmel musst Du selbst erledigen, geht aber mit 50 mm Brennweite sehr einfach. Sonst musst Du eine Go-To-Montierung kaufen. Dann wird es wahrscheinlich teurer als 500 €

Drittens: Fokussieren solltest Du über einen hellen Stern, der in der Nähe Deines Zielobjekts liegt. Im Live-View-Modus kannst Du das Kameradisplay auf 10x-Vergrösserung einstellen und ihn dann scharfstellen, das Objektiv dabei auf manueller Einstellung lassen.

Für den Mars benötigst Du sehr viel Brennweite und idealerweise eine Videokamera mitsamt Laptop und genügend Strom.

Und wenn Du ohne motorische Nachführung einsteigen möchtest, hier noch ein anderer LINK. Dann brauchst Du nur ein Stativ und einen Timer.


Viele Grüsse

Markus
 
Hallo Tom,

das sind ziemlich viele Fragen auf einmal :)

Für schöne Aufnahmen benötigst Du eine Montierung mit Nachführung.

Erstens: Dann kannst Du die 500D mit dem 50 mm-Objektiv verwenden, um Widefieldfotos zu erstellen und Erfahrung zu sammeln. Bereits mit 50 mm Brennweite sind Deep Sky-Motive möglich, wie in diesem LINK.

Zweitens: Die Objekte kannst Du beispielsweise mit dem kostenlosen Programm Cartes du Ciel planen. Das Aufsuchen am Himmel musst Du selbst erledigen, geht aber mit 50 mm Brennweite sehr einfach. Sonst musst Du eine Go-To-Montierung kaufen. Dann wird es wahrscheinlich teurer als 500 €

Drittens: Fokussieren solltest Du über einen hellen Stern, der in der Nähe Deines Zielobjekts liegt. Im Live-View-Modus kannst Du das Kameradisplay auf 10x-Vergrösserung einstellen und ihn dann scharfstellen, das Objektiv dabei auf manueller Einstellung lassen.

Für den Mars benötigst Du sehr viel Brennweite und idealerweise eine Videokamera mitsamt Laptop und genügend Strom.

Und wenn Du ohne motorische Nachführung einsteigen möchtest, hier noch ein anderer LINK. Dann brauchst Du nur ein Stativ und einen Timer.


Viele Grüsse

Markus
Danke, für die Antwort.
Ohne Nachführung macht bei mir keinen Sinn, denn ich habe es bereits schon gemacht. Grundgedanke von allem war eigentlich ja mein 76/700/ ich habe eingesehen, dass es wahrscheinlich nur visuell am besten arbeitet.
Also konzentriere ich mich nun erst mal auf die Nachführung und die Kamera. Ich habe gerade eben ein bisschen rum geguckt und bin auf die Sog. Mini- Startracker aufmerksam geworden. Damit meine ich die, welche wirklich nur für DSLR oder sonstige Kameras konstruiert wurden und welche einfach auf ein normales Fotostativ passen. Da liegt die Preisspanne im Bereich des Machbaren (300-400 Euro). Ist das, dass was du meinst und wenn ja hast du eine Empfehlung für mich?
MfG
 
Hallo Tom,

ich habe die zuvor verlinkten Beispielbilder noch einmal bearbeitet, weil die seinerzeitigen Links nicht mehr der Zeit entsprechen:

M97 900 mm Brennweite
M97 900 mm Brennweite.jpg


M31 50 mm Brennweite
M31 50 mm Brennweite.jpg


Wenn Du am Bodensee wohnst, kann ich Dir für wenig Geld eine HEQ5 anbieten. Allerdings ist Abholung und Einweisung Pflicht. Wenn Du nicht am Bodensee wohnst, so gedulde Dich ein wenig. Immer wieder sind motorisierte NEQ3s und NEQ5s gebraucht erhältlich.

Die ganzen Tracker sind zum Einstieg okay, stossen aber sehr bald an ihre Grenzen. Vom StarAdventurer möchte ich Dir abraten. Die Polhöhenwiege wurde oft genug kritisiert, die maximale Zuladung ist sehr begrenzt und wird Deinen Newton nicht vernünftig halten können.

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo Tom,

ich habe die zuvor verlinkten Beispielbilder noch einmal bearbeitet, weil die seinerzeitigen Links nicht mehr der Zeit entsprechen:

M97 900 mm BrennweiteDen Anhang 185120 betrachten

M31 50 mm Brennweite
Den Anhang 185121 betrachten

Wenn Du am Bodensee wohnst, kann ich Dir für wenig Geld eine HEQ5 anbieten. Allerdings ist Abholung und Einweisung Pflicht. Wenn Du nicht am Bodensee wohnst, so gedulde Dich ein wenig. Immer wieder sind motorisierte NEQ3s und NEQ5s gebraucht erhältlich.

Die ganzen Tracker sind zum Einstieg okay, stossen aber sehr bald an ihre Grenzen. Vom StarAdventurer möchte ich Dir abraten. Die Polhöhenwiege wurde oft genug kritisiert, die maximale Zuladung ist sehr begrenzt und wird Deinen Newton nicht vernünftig halten können.

Viele Grüsse

Markus
Danke für das Angebot,
sehr nett, ich wohne nur leider im sehr „hohen“ Norden westlich von Bremen?. Meinen Newton werde ich wohl erst mal nur Visuell benutzen.
Die Bilder sehen sehr Beeindruckend aus, ich werde in zwei Wochen in der Lüneburger Heide bei Verwandten sein, dort ist es nicht so Lichtverschmutzt. Außerdem, habe ich da ein Feld welches sehr ungestört ist von wo aus ich bis jetzt immer nur visuell beobachtet habe und meine erste Bekanntschaft mit Starlink gemacht habe?. Nun ja ich hoffe bis dahin ergibt sich noch was und, dass ich meine ersten Versuche unternehmen kann.
Ich habe ausserdem ein Problem mit Hotpixeln und Deadpixeln.
Bei noch längeren Belichtungszeiten als ohne Nachführung dürfte das ja nicht gerade weniger werden. Wie hast du das gemacht? Einfach rausretuschiert? Oder irgendwie gekühlt?
Und wie Arbeite ich mich am besten ins Stacking rein. Wenn ich das Programm Deep Sky Stacker öffne, bin ich etwas nun ja „überfordert“
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tom,

schade, dass wir nicht in der Nachbarschaft wohnen :).

Möglicherweise gibt es zwischen Bremen und Lüneburger Heide noch andere ambitionierte Forenmitglieder, die Dir helfen können?

Hotpixel, Deadpixel, Vignettierung... Da helfen Flats, Darks und Bias, die Du neben den eigentlichen Aufnahmen erstellst und beispielsweise im kostenlosen Programm DeepSkyStacker (DSS) verarbeitest. DSS liefert dann ein Bild, dass Du in anderen Programmen weieterbearbeiten kannst ---> EBV

Viele Grüsse

Markus
 
Hi.
Ich war mit einem Skywatcher 80/400 auf einer EQ1 mit Nachführung am Anfang unterwegs. Das hat keine 250 EUR gekostet. Dazu noch eine gebrauchte EOS 1000d mit Adapter an das Teleskop geschnallt und man konnte schon ordentlich Erfahrung sammeln. Das Teleskop ist von der Optik besser als der Preis erwarten lässt, das Stativ sehr stabil und wenn das halbwegs gut "eingenorded" ist bekommt man ganz passable Bilder hin. Über den Blausaum und verzogene Sterne am Rand muss man halt erstmal hinwegsehen - aber man kann ordentlich was lernen, hat ein Setup was in Windeseile aufgebaut und sehr leicht in der Bedienung als auch vom Gewicht ist.

80-400-EQ1.jpg
Andromeda_2020-09-20-scaled.jpg
 
Hi.
Ich war mit einem Skywatcher 80/400 auf einer EQ1 mit Nachführung am Anfang unterwegs. Das hat keine 250 EUR gekostet. Dazu noch eine gebrauchte EOS 1000d mit Adapter an das Teleskop geschnallt und man konnte schon ordentlich Erfahrung sammeln. Das Teleskop ist von der Optik besser als der Preis erwarten lässt, das Stativ sehr stabil und wenn das halbwegs gut "eingenorded" ist bekommt man ganz passable Bilder hin. Über den Blausaum und verzogene Sterne am Rand muss man halt erstmal hinwegsehen - aber man kann ordentlich was lernen, hat ein Setup was in Windeseile aufgebaut und sehr leicht in der Bedienung als auch vom Gewicht ist.

Den Anhang 185185 betrachtenDen Anhang 185186 betrachten
Naja das mit den Verzogenen Sternen am Rand ist ja schon eine kritik auf Erhöhtem Niveau.
Ich denke 95 Prozent der Ottonormalverbraucher würden denken, dass man für so ein Bild ein Riesen Teleskop benötigt. Danke für den Setup tipp
 
Moin!
Falls Du nicht all zu Weit von Bremen entfernt lebst, dann schaue doch mal zur AVL
@Astronomische Vereinigung Lilienthal. Oder in Bremen die OlbersGesellschaft.
Wegen Coronavirus zur Zeit natürlich schwierig. Ansonsten, in normalen Zeiten
finden auf dem « Hohen Berg » bei Syke immer mal Teleskoptreffen statt.
In dem Forum astronomicum.de finden sich viele Bremer und Umlaender.
Und dann natürlich die Norddeutsche Tagung der Planetenfotografen in Bremervörde.
Die NTP hat eine eigene Webpraesenz. Damian Peach war dort auch schon Referent.
....nur so zur Info und viel Freude am Hobby.
Gruss und CS,
Arne
 
Hallo extinct,

Kompliment zum eingestellten Foto, dass Tom sicherlich weiterhilft:y: Wie lange hast Du belichtet, um solch ein Resultat auf einer EQ1 zu erzielen? 400 mm Brennweite lassen sich ja erfahrungsgemäss nicht mehr ganz einfach nachführen... Ist Deine Einnordung mit der EQ1 reproduzierbar?

Es wäre es für mich ein Grund, sämtlichen Montierungskram abzusetzen und ähnlichem Weg zu folgen, einfacher geht es ja nicht mehr.

Viele Grüsse

Markus
 
Moin!
Falls Du nicht all zu Weit von Bremen entfernt lebst, dann schaue doch mal zur AVL
@Astronomische Vereinigung Lilienthal. Oder in Bremen die OlbersGesellschaft.
Wegen Coronavirus zur Zeit natürlich schwierig. Ansonsten, in normalen Zeiten
finden auf dem « Hohen Berg » bei Syke immer mal Teleskoptreffen statt.
In dem Forum astronomicum.de finden sich viele Bremer und Umlaender.
Und dann natürlich die Norddeutsche Tagung der Planetenfotografen in Bremervörde.
Die NTP hat eine eigene Webpraesenz. Damian Peach war dort auch schon Referent.
....nur so zur Info und viel Freude am Hobby.
Gruss und CS,
Arne
Gehört die Olbers Gesellschaft mit zum Olbers Planetarium und zur Sternwarte?
Dort war ich schon mal zu Besuch.
 
Hallo Tom,

ich habe mein erstes Astofoto erst unlängst (Mitte Februar) mit folgendem einfachen setup geschossen:

Canon 1000da, selbst astromodifiziert, billiges Altglas-Objektiv (Revuenon Special 135mm f/2,8 bei f/5,6, ca. 15 Euro in der Bucht) auf einem einfachen Tracker (LX3) und Fotostativ.

Vorteil des LX3: braucht keinen Strom, da es eigentlich nur eine Eieruhr ist :). Funktioniert tadellos und hat sogar einen Polsucher. Kostenpunkt: ca. EUR 200,-
Die Sterne sind schon etwas eiförmig, da ich das einnorden noch nicht so richtig beherrsche und die Schärfe ist verbesserungswürdig (lag vielleicht auch an der alten Scherbe)...

Daten zum Bild: 30 Lights von 30 Sekunden, 10 Darks, keine Flats, keine Bias. Gestackt mit Sequator und mit Photoshop gestreckt.

Ich finde das Ergebnis vielversprechend und es zeigt, dass man mit sehr günstigem Equipment auch gute Astrofotos machen kann, und ja, es ist noch viel Luft nach oben.

Viele Grüße
Jochen

Sequator Summe HDR+Star Light+Pollution Tonwert final.jpg
 
Hallo extinct,

Kompliment zum eingestellten Foto, dass Tom sicherlich weiterhilft:y: Wie lange hast Du belichtet, um solch ein Resultat auf einer EQ1 zu erzielen? 400 mm Brennweite lassen sich ja erfahrungsgemäss nicht mehr ganz einfach nachführen... Ist Deine Einnordung mit der EQ1 reproduzierbar?

Es wäre es für mich ein Grund, sämtlichen Montierungskram abzusetzen und ähnlichem Weg zu folgen, einfacher geht es ja nicht mehr.

Viele Grüsse

Markus
Hallo Markus.

Danke... das waren knapp 90 Lights a 15 Sekunden. Und 15 Darks.

Das Schwierige war aber wirklich die Einnordung: Das eine Zimmer geht fast exakt nach Norden, also wie folgt vorgegangen:
  • Unterteil der Montierung auf Fensterbank gestellt
  • Mit Kompass nach Norden ausgerichtet
  • Exakt Horizontal aufgestellt
  • Dann zusammengebaut und Polhöhe eingestellt
  • Jetzt Einzelbilder mit 30 Sekunden gemacht und solange ein wenig die Aufstellung durch Verschieben nach links / rechts korrigiert bis die Sterne nicht mehr ganz so verzogen waren. Das Gleiche noch feinjustiert mit der Polhöhe
  • Alles auf dem Fensterbrett markiert damit ich beim nächsten mal nicht alles nochmal machen muss.
So ließen sich Belichtungszeiten mit 10-15 Sekunden bei ISO 800-3200 je nach Himmel realisieren.
 
Hallo Tom,

ich habe mein erstes Astofoto erst unlängst (Mitte Februar) mit folgendem einfachen setup geschossen:

Canon 1000da, selbst astromodifiziert, billiges Altglas-Objektiv (Revuenon Special 135mm f/2,8 bei f/5,6, ca. 15 Euro in der Bucht) auf einem einfachen Tracker (LX3) und Fotostativ.

Vorteil des LX3: braucht keinen Strom, da es eigentlich nur eine Eieruhr ist :). Funktioniert tadellos und hat sogar einen Polsucher. Kostenpunkt: ca. EUR 200,-
Die Sterne sind schon etwas eiförmig, da ich das einnorden noch nicht so richtig beherrsche und die Schärfe ist verbesserungswürdig (lag vielleicht auch an der alten Scherbe)...

Daten zum Bild: 30 Lights von 30 Sekunden, 10 Darks, keine Flats, keine Bias. Gestackt mit Sequator und mit Photoshop gestreckt.

Ich finde das Ergebnis vielversprechend und es zeigt, dass man mit sehr günstigem Equipment auch gute Astrofotos machen kann, und ja, es ist noch viel Luft nach oben.

Viele Grüße
Jochen

Den Anhang 185266 betrachten
Ich hab jetzt folgendes gemacht;
Hab mir einen IOptron (oder so) Startracker gekauft. Ein gebrauchtes Lichtstarkes Sigma 200 mm Objektiv.
Ich habe mir ein Seben gekauft/ ( absoluter Fehlkauf) davon werde ich das Stativ nehmen eine Metallplatte auf dem Stativ montieren und ein Loch da durch bohren, für die Schraube zum Montieren des Startrackers (Polwiege ist inklusive). Irgendwann werde ich mir noch einen Timer besorgen.
 
Hallo Markus.

Danke... das waren knapp 90 Lights a 15 Sekunden. Und 15 Darks.

Das Schwierige war aber wirklich die Einnordung: Das eine Zimmer geht fast exakt nach Norden, also wie folgt vorgegangen:
  • Unterteil der Montierung auf Fensterbank gestellt
  • Mit Kompass nach Norden ausgerichtet
  • Exakt Horizontal aufgestellt
  • Dann zusammengebaut und Polhöhe eingestellt
  • Jetzt Einzelbilder mit 30 Sekunden gemacht und solange ein wenig die Aufstellung durch Verschieben nach links / rechts korrigiert bis die Sterne nicht mehr ganz so verzogen waren. Das Gleiche noch feinjustiert mit der Polhöhe
  • Alles auf dem Fensterbrett markiert damit ich beim nächsten mal nicht alles nochmal machen muss.
So ließen sich Belichtungszeiten mit 10-15 Sekunden bei ISO 800-3200 je nach Himmel realisieren.
Wie funktioniert das mit den Stacken?
Was sind dark und light frames. und wie werden diese erstellt?
 
Hallo Christof,

Danke für Dein Feedback und ein weiteres Kompliment für die Herangehensweise an Dein gezeigtes Bild! Möglicherweise gibt es auf dem Gebrauchtmarkt demnächst eine EQ1 weniger :)


Hallo Tom

Lightsframes sind die Sternenfotos, die Du erstellst.
Darkframes sind eigentlich genau gleiche Fotos, aber mit Deckel auf der Kamera.
Bias sind Fotos mit möglichst kurzer Belichtungszeit (z.B. 1/4000 sec) und Deckel auf der Kamera.
Flats sind Fotos nach der "T-Shirt-Methode" (Bitte selber googeln).

Diese ganzen Fotos kannst Du im Deepskystacker stacken, geht recht einfach. Auch hier gibt es viele Ratgeber im Internet.

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo Tom,

das hört sich doch schon mal gut an, wobei ein 200mm Objektiv für den Anfang schon ziemlich ambitioniert ist. Timer ist ganz wichtig! Du müsstest sonst ja immer manuell auslösen und die Kamera berühren. Außerdem ist es mühsam 30, 50 oder 100 mal den Auslöser zu drücken.

Spiegelvorauslösung in der Kamera (heißt bei Canon "Spiegelverriegelung") aktivieren, der Spiegelschlag verwackelt sonst die Aufnahme.

Was ich auch empfehlen kann, ist ein Heizband für das Objektiv, das per USB-Kabel mit einer Powerbank verbunden wird. Es verhindert zuverlässig die Bildung von Tau auf der Linse, und gerade im Frühjahr sind die Nächte eher feucht.

Ich wünsche dir gutes Gelingen

Viele Grüße
Jochen
 
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