Astromodifizierte DSLR oder CCD

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Marty_McFly

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Hallo Zusammen,

eine kurze knappe Frage: Würdet ihr mir empfehlen mir direkt eine CCD-Kamera zu kaufen oder erst mal eine astromodifizierte Kamera zu besorgen?

Aktuelles Equipment (siehe unten), Interesse nur an Nebeln, Galaxien, ...

Preisklasse: Eine 1200D kostet 290€ plus die Modifikation. Wäre es klüger direkt eine CCD bis ca. 400-600€ zu kaufen? Irgendwelche Empfehlungen in dieser Preisklasse? Im Moment verwende ich allerdings auch nur ein Objektiv an der 600D. Ich nehme mal an, dass ich die CCD anschließen kann.

Wobei es mir allerdings als Anfänger noch wichtig, kein Laptop etc. mitzunehmen, sondern nur Montierung und Kamera mit Objektiv. Gibt es da stand-alone CCD's oder mit dem iphone steuerbare Dinge?

Gruß
Eichi
 
Hallo Eichi,
wenn ich mir dein Budget und die Ausrüstung ansehe, würde ich anders planen. Denn eine "vernünftige" CCD, die ohne NB betrieben werden kann liegt bei ~2000€ (die Astrel kann das wohl). Alle anderen benötigen ein NB, da sie die Aufnahmen nicht intern speichern.
Und für Galaxien brauchst du Brennweite, damit du was erkennen kannst (Ausnahmen M31/M33 etc.)

Ich würde daher über eine Astro-Modifikation nachdenken (eine umgebaute 1000Da gibt es für ~150€) und vielleicht in einen kleinen Refraktor investieren. Die EF-S sind für normale Aufnahmen geeignet aber für Astro-Aufnahmen eher weniger gut.
Ich denke für ~400-500€ bekommst du schon mal einen guten Refraktor (so etwa 80/480) und evtl. sogar mit Flattener gebraucht. Gute ED-APOs sind dann gleich teurer.

Auf jeden Fall benötigst du dann auch ein Guiding-System, wenn du länger belichten möchtest.

Wenn du nur Galaxien ablichten möchtest brauchst du nicht unbedingt eine Astro-Cam. Das könntest du dir dann später noch zulegen.

Nur mal eine Idee...

CS
Christian
 
Hallo Eichi,

ich würde da erst einmal mit dem vorhandenen Equipment Erfahrungen sammeln. So habe ich das bei mir gemacht.

Ich wollte keine neue Montierung kaufen, also lag mein Fokus erst einmal auf der Nachführung.
Was trägt meine Monti sicher, wie motorisiere ich diese und welche Belichtungszeiten / Brennweiten sind möglich.

Da kam dann nur die Aufnahme mit Kamera und Objektiv in Frage.

Hier mehr Infos zu meinen Projekten:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1269983/Orion_&_Plejaden_mit_M42_O#Post1269983

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1259665/Re:_Low_Budget_-_Deep_Sky_Aufn#Post1259665

Ich kenne jetzt Deine Vorerfahrungen nicht, aber falls Du Einsteiger bist, konzentriere Dich auf die motorisierte Nachführung und lerne mit vorhandenem Equipment die Astrofotografie kennen. (Ablauf / Nachbearbeitung usw...)

So kommst Du mit knappen Budget aus und siehst dann, ob Du das Ganze weiter vertiefen möchtest und kannst gezielter nachrüsten.

Gruß,
Holger
 
Hi Eichi,

eine kurze knappe Frage: Würdet ihr mir empfehlen mir direkt eine CCD-Kamera zu kaufen oder erst mal eine astromodifizierte Kamera zu besorgen?

Aktuelles Equipment (siehe unten), Interesse nur an Nebeln, Galaxien, ...

für großflächige Nebel ist ein Teleobjektiv um die 135 - 200 mm Brennweite und dunkler Himmel gut, für Galaxien brauchst mit ner DSLR eher 1000 mm Brennweite und ebenfalls dunklen Himmel. In dem Bereich geht es aber nur mit elektrischer Nachführung und Autoguiding.

Hast Du eine elektrische Nachführung mit Autoguidingeingang an Deiner HEQ5?

Ohne Nachführung wird Deinem geplanten Budget alleine durch den Kauf einer Nachführung mit Autoguidingeingang + Stromversorgung dafür aufgebraucht. Dann möchtest Du ohne Laptop auskommen. Das bedeutet, daß Du beim Autoguiding zwingend auf eine Standalone Lösung zurückgreifen mußt. Die kostet nochmal so ca. 600 Euro. Noch ist weder die DSLR umgebaut noch eine Optik mit entsprechender Brennweite gekauft.

Eine "echte", gekühlte Astro-CCD mit großem Chip hat üblicherweise keinen eigenen Speicher und kostet alleine 2-3 x Dein Budget. Und dann ist die erstmal s/w. Also brauchst auch noch ein Filterrad oder Filterschublade und nen Filtersatz. Für Galaxien reicht RGB, Für Nebel wären auch noch Schmalbandfilter (O-III, H-Alpha) einzuplanen. Macht nochmal 600 - 1000 Euro. Für so ne CCD brauchst auch den Laptop.

Deepsky-Fotografie ist leider teuer. Mit 600 Euro für alles kommst net weit. Auch wenn Du gebrauchte Sachen kaufst (da sparst etwa 1/3 vom Neupreis)...

 
Moin Eichi,

wie andere schon gesagt haben, fang mit einer modifizierten 450D/1000D/1200D an, Die kannst Du auch ohne Probleme mit deinem Objektiv betreiben.

Auch solte man sagen, dass, wenn Du spontan nicht erklären kannst, warum Du eine CCD statt einer DSLR willst, Du vielleicht technisch auch noch nicht weit genug im Hobby vorgedrungen bist. Da gibt es unzählige Baustellen zu meistern, ohne das man tausende von Euros für ne CCD ausgibt (die billigen haben viel zu kleine Chips für Weitfeld-Fotografie). Spontan fallen mir da Dinge an wie "sauberes Nachführen", "Digitale Bildbearbeitung", "Geduld und Frustrationstoleranz"... ;)

Also erstmal "klein" anfangen und die Ausrüstung mit deiner Erfahrung wachsen lassen.

Viel Erfolg dabei,
Marc
 
Hi Eichi,

dass eine gekühlte CCD keine so gute Idee ist, wenn nichtmal ein Laptop/Netbook mit ins Feld soll, wurde hoffentlich schon klar - die erfordern nicht nur mehr Gerödel und Geld, sondern auch eine längere Einarbeitungszeit.

Bei deiner Ausrüstung sind aber noch ganz andere, wichtigere Baustellen offen:

1. Keine Nachführung vorhanden. Soll es eine 08/15 Einachssteurung sein? Oder eine nicht wesentlich teurere Zweiachssteuerung mit ST-4, um später Autoguiden zu können? Oder gar eine mit GoTo?

2. Optik. Arg viel Brennweite braucht man oft nichtmal, aber mit deinen Zooms kommst Du nicht arg weit bzw. die machen es durch zoom-creeping, grober Fokussierung, mangelnder Lichtstärke und wenig prickelnder Abbildungsqualität unnötig schwierig, gute Subframes zu bekommen. Und ohne die lernst Du die Bearbeitung nicht. Festbrennweiten sind da um Welten besser geeignet, je nach Anspruch sogar sehr billige. Selbst Übersichtsaufnahmen mit einem billigen 50er reichen aus, um darin Kugelsternhaufen am Rand aufzulösen. 135er und 200er sind da schon anspruchsvoller und ggfs. teurer, aber auch als Einsteiger machbar.

Wenn das mal vorhanden ist (und schon erste Schritte bei der eigentlichen Astrofotografie - der Bildbearbeitung - geschafft sind), wäre eine modifizierte DSLR sicher eine gute Investition.
Wenn das auch gut klappt (dauert bei den wetterbedingten seltenen Gelegenheiten oft einzwei Jahre) würde ich über höhere Brennweiten und Guidinglösungen nachdenken.
Wenn auch das zuverlässig klappt und man an die Grenze einer modifizierten DSLR kommt, wird CCD interessant. Bis dahin kann man das aber selbst recht gut abschätzen und braucht ggfs. nur noch Hilfestellungen bei der konkreten Auswahl.

cs
Jürgen
 
Hallo Zusammen,

Danke für die vielen Antworten!!

Also ich verstehe schon, dass ich als absoluter Anfänger erst mal in die Praxis einsteigen muss. Es geht mir aber um 2 Punkte:

1. Mindest-Equipment, um aus Frust das Hobby nicht wieder sein zu lassen
2. Equipment kaufen, die ich dann auch tatsächlich lange nutzen kann

Deswegen kam die Frage bzgl. der CCD. Aber da mir jetzt alle abgeraten haben, habe ich heute einer Verkäuferin bereits zugesagt und eine gebrauchte 1000D für 70€ gekauft. Die werde ich dann selbst modifizieren (nur IR).

Da es gefragt wurde: Ich hatte bereits einen Eigenbau fertig gebaut, aber es funktioniert nicht ganz wie ich mir das vorgestellt hatte und ist sehr laut und schwer. Deswegen habe ich meiner NEQ-5 elektrische Nachführmotoren angebracht. Die hat auch einen Autoguider-Anschluss und ist richtig super leise! Mein Eigenbau werde nach ersten Erfolgen dann damit vergleichen. Der Weg des Eigenbaus war das Ziel :)

Mein Fehlkauf bisher war wohl mein 55-250mm Objektiv. Aber damit muss ich jetzt erst mal einsteigen und die ausreizen, ähnlich wie komposer.

Ich denke ich kann jetzt zumindest mal richtig starten. Die Zeiten von Deep-Sky mit ruhender Kamera und hunderten Auslösungen sind vorbei.

Jetzt noch ein IDAS-Filter, weil ich zwar aus dem Dunkeln aber der Stadt fotografiere. Die sollen wohl gut sein?!

Noch eine Frage für die Zukunft: Kann ich Software wie PoleMaster, Autoguiding, CCD und was man sonst noch alles braucht, mit einem günstigen Win-Tablet unter 100€ betreiben? Kann mir nicht vorstellen, dass die so viel Leistung brauchen. Bestimmt die CCD aber doch nicht die anderen?

Viele Grüße
Eichi
 
Hallo Jürgen,

dein Punkt 1 ist hoffentlich durch meine Anschaffung von NEQ-5 und den Nachführmotoren gedeckt: http://www.astroshop.de/motoren-ohn...-und-dec-mit-st4-autoguider-interface/p,46068

Deinen Punkt 2 erfülle ich jetzt leider nicht. Die Anschaffung von meinem Objektiv mit 55-250mm hätte ich mir sparen können, wobei ich den ja jetzt privat nutze. Trotzdem nervt mich das natürlich. Aber ich muss mich damit zur Zeit abfinden.

Nur dieser Punkt macht mir gerade zu schaffen: "Und ohne die lernst Du die Bearbeitung nicht." Lerne ich das mit aktuellem Equipment wirklich garnicht? Nicht dass Frust aufkommt... Budget für den 50mm/1,8 für 100€ wäre vorhanden. :-(
 
Hi,

ja, die IDAS Filter sind schon gut - je nach dem welchen du da genommen hast, wirst du dich aber mit Farbfehlern beschäftigen müssen (der D1 ist da wohl noch relativ harmlos). Immerhin schneiden die Teile ziemlich grob in das sichtbare Spektrum, um die Lichtverschmutzung zu unterdrücken.

Ein Tablet würde ich spontan nicht empfehlen als Computer-Lösung ind der Fotografie. Du hast immer mit Frost, Tau und sonstigem Blödsinn zu kämpfen bei sowas und das schreit für mich nicht gerade "Touchscreen". Ein Laptop kann man schön halb aufgeklappt mit einer Tüte schützen und auch mit zB Handschuben bedienen. Von der handhabung sicher leichter. Ausserdem wirst du min. 2 USB ports brauchen - einen füt die Canon (optional, aber empfehlenswert) und einen für die Guide-Kamera. Weiss nicht, ob tablets sowas in ausreichender Zahl haben.

Stromverbrauch ist eventuell auch noch ein Faktor - habe mir ein Netbook mit einer SSD umgebaut, das läuft nun 6-7h durch beim Knipsen, auch bei tiefen Temperaturen.

Und nochmal, CCD gaaaaanz weit nach hinten Räumen in deinen Überlegungen. Da brauchst du ganz andere Voraussetzungen und es lohnt sich wirklich erst, wenn Du mal 1 Jahr lang mit ner DSLR geknippst hast und dir sicher bist, dass Du wirklich genug Nächte im Jahr zusammen bekommst (Job, Wetter, usw) um 3000€ zu rechtfertigen. Klar, dass ist letztlich Ansichtssache..

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Eichi
Zitat von Xylophon:
"Und ohne die lernst Du die Bearbeitung nicht." Lerne ich das mit aktuellem Equipment wirklich garnicht? Nicht dass Frust aufkommt...
Klar bekommt man auch damit einiges zustande - nur sind die etwas schwieriger in der Handhabung im Gegensatz zu Festbrennweiten, geschweige denn manuellen Festbrennweiten. Man bekommt also ein paar Fehlerquellen zusaätzlich und auch noch etwas weniger gute Ergebnisse. Aber wenn man die schon hat, verwendet man die - mach ich ja auch so.

Zitat von Xylophon:
Budget für den 50mm/1,8 für 100€ wäre vorhanden. :-(
Ich finde sogar mein 50/1.8 II ok - klar, knackscharf bis in die Ecken mit Nadelfeinen Sternen darf man nicht erwarten, aber es ist schon brauchbar und wesentlich besser als deine Zooms. Allerdings durfte ich mir bei meinem Händler auch eines raussuchen bzw. ertesten, das nicht dezentriert ist (6 Versuche, bis ich so eines hatte), Koma hat es natürlich trotzdem, aber für mich akzeptabel. Die neuere STM-Variante soll etwas weniger 'schlecht' sein.

cs
JÜrgen
 
Nee nee, CCD habe ich bereits ad acta gelegt. NB mitschleppen etc. möchte ich noch nicht machen. Die 1000D ist ja jetzt gekauft.

IDAS Filter kann man ja auch in Zukunft gebrauchen. Das überlege ich mir. Man kann ja sein Equipment langsam aufbauen.

Jetzt nochmal zum Verständnis und zur Wahl des Objektivs: Ich möchte ja schöne bunte Nebel usw. fotografieren, ähnlich wie Komposer. Jetzt mal am Beispiel des Orionnebels. Kriege ich ein schöneres Ergebnis mit dem 50mm/1.8 oder mit meiner 250mm/5.6, wenn ich nach dem Stacking und der Bildbearbeitung in den Nebel reinzoome? Auch mal unabhängig von der Belichtungszeit, bei perfekter Einnordung, ohne Randbereich (den ich dann ja rausschneiden kann) usw. Ein 250mm Bild muss doch detaillierter/schöner sein als ein 50mm Bild, auch wenn ich 100 Mal länger belichten muss, oder?

Ich hoffe, ich habe jetzt keine ganz blöde Frage gestellt und muss meinen Account löschen...
 
Puh...

Also die kurze (vereinfachte) Antwort ist, dass mehr Brennweite mehr Details zum Vorschein bringt - immer bei selber Qualität des Himmels und der Optik sowie der Pixelgröße der Kamera.

Ein CCD oder CMOS Chip hat eine bestimmte Anzahl Pixel, mit einer bestimmten größe in einem bestimmten Format. Bei kurzer Brennweite werden daher zwangsläufig feinere Details von den Pixeln "aufgefressen", die sich bei einer größeren Brennweite auf mehrere Pixel verteilen können.

Bei den von dir genannten Objektiven wird der Orionnebel in keinem Fall "formatfüllend sein" - da braucht man schon 500-600mm im APS-C Format (Canon 1000D). Sprich wenn man möglichst viel vom Orionnebel sehen will, dann sollte das 250er genommen werden.

 
Hi Eichi,

wirf die Flinte nicht ins Korn! Da Du bereits eine motorisierte NEQ-5 hast, ist ja die erste große Hürde nicht mehr aktuell.

Du solltest aber in Dich gehen und doch nen Laptop mit nehmen. Per Kabelverbindung zum Laptop läßt sich der Liveview der Kamera auf dem Laptopdisplay viel besser darstellen. Dadurch kannst perfekt an einem hellen Stern scharfstellen. Und dazu mußt die Kamera nicht mal anlangen. Du kannst über das Programm EOS-Utility den Fokus-Motor der Objektive ansprechen und Dich so schrittweise an den Schärfepunkt herantasten. Im EOS-Utility ist auch ein Timer intergriert, damit kannst automatische Belichtungssequenzen programmieren. Und nicht nur die automatische 30 Sekunden Belichtung. Ich hab z.B. 30 x 120 Sekunden belichtet. Und während die Kamera dank Timerproggy vor sich hin belichtet hat, ganz entspannt den Himmel mit dem Fernglas genossen, oder saß im Wohnzimmer, während die Montierung auf dem Balkon arbeitete. :)

Scharfe Rohbilder sind wichtig. Es gibt nix ätzenderes als unscharfe Bilder, die man erst zu Hause nach der Fotosession auf m Acker entdeckt!

Nächster Knackpunkt ist der Bildausschnitt, den Du mit Deinen vorhandenen Fotoobjektiven auf dem Chip der Kamera erhältst. Mit Stellarium, CdC oder einem anderen Planetariumsprogramm kannst das Gesichtsfeld der Kamera bezogen auf die Brennweite der Optik simulieren. Blendest nun die Umrißlinien von Nebeln und der Milchstraße ein, kannst sehen, wie groß oder klein ein gewünschtes Motiv auf dem Bild erscheint. Das ist ein wichtiger Schritt in der Planung für nen Fototermin...

Schau mal, diese Bilder sind mit nem 135 mm Teleobjektiv und ohne Autoguiding mit ner astromodifizierten 450D(a) gemacht:
http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/nebulae/primotar/index.htm

Bis auf die Aufnahme vom Helixnebel sind das alles Bilder, die auf 1/5 Größe geschrumpft wurden. Der Helixnebel ist ein 1:1 Crop aus der Bildmitte. Und da kommen dann leider die roten Kringel um die Sterne zum Vorschein. Die sind bauartbedingt, weil diese alten Fotoobjektive nicht wie ein APO korrigiert sind. Mit Bildbearbeitung kann man sie etwas dämpfen, aber komplett wegbekommen tu ich sie nicht...

Oder dieses hier mit 300 mm Teleobjektiv, allerdings mit Autoguiding:
http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/nebulae/orestegor/index.htm
http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/galaxies/M31.htm

Die beiden Teleobjektive sind aspach-uralt Teile von Ebay. Sie haben gebogene Lamellen, daher gibt es keine Spikes. Und sie haben M42 Anschluß. Also brauchte ich noch einen superflachen Adapter M42 auf Canon Bajonet mit 1 mm optischem Weg. Ich hab ne Weile gesucht, beide Fotoobjektive zusammen haben keine 100 Euro gekostet. :)

Das gesparte Geld für moderne Optiken hab ich dann in Schmalbandfilter gesteckt, die sind für "leuchtende Nebel" aus der Stadt heraus Pflicht... Ohne geht es bei mir in Ludwigsburg, Großraum Stuttgart nicht. Diese Filter hab ich von Astronomik (Gerd Neumann) bezogen. Sind Clipfilter, die ich in meinen Kamerabody reinclipse.

Achtung, die kann man nicht mit EF-S Objektiven benutzen, weil diese Objektive zu weit in den Body reinragen und an die Clipfilter stoßen würden...

Jedes Teleobjektiv muß abgeblendet werden, um bessere Sternabbildung zu erhalten. Ich hab auf Blende 5.6 abgeblendet, das solltest Du mit Deinem Tele auch machen.

Jetzt im März wären die Plejaden und der Orionnebel gerade noch machbar, im April ists für die schon zu spät... Das sind 2 schön helle Motive, die bei Belichtungszeiten um 1-2 Minuten pro Einzelbild schon Signal auf dem Chip bringen... Damit kannst die Bildbearbeitung üben, ohne jetzt gleich viel Geld für Optiken und Guidingcam auszugeben...



 
Hallo Eichi,
mit Deiner Ausrüstung gehen am ehesten ganze Sternbilder - so wie mein Orion von neulich, die Andromeda-Galaxie, eventuell auch Widefield-Aufnahmen mit H-alpha-Gebieten, wenn Du Deine Kamera astromodifizierst.

Wenn Du aber wirklich Galaxien etc fotografieren willst, dann ist z.B. ein 6"-Newton ein Riesenschritt. Und freunde Dich mit dem Gedanken an, ein Notebook erst mal mitzunehmen. Denn Du kommst um ein Autoguiding nicht drum herum. Ein MGEN als Standalone-Lösung ist zwar toll, frisst Dir aber viel Budget. Mit 200€ für eine ASI120 kriegst Du das Thema Autoguiding sehr ordentlich hin und hast auch gleich ne tolle Mond- und Planetenkamera.

VG
Wolfgang
 
Hallo Eichi,

meine Aufnahmen mit der Canon Eos 1000d nicht modifiziert habe ich mit einem Tamron 18-200mm F3.5-6.3 gemacht.
Da wird Dein Canon Tele nicht schlechter sein.
Da Belichtungszeit ja auf max. 20 bis 30 Sek. begrenzt ist habe ich da den Orion auch testweise mit ca. 50mm aufgenommen um einen niedrigeren F-Wert nutzen zu können.
Die Auflösung war da aber nicht mehr so gut und viele Details des Nebels gingen verloren. Da war die 200mm Aufnahme schon deutlich besser. Die Brennweite reicht auch erst einmal aus. Da ist zwar noch Platz auf dem Sensor und wenn man den Ausschnitt komplett ansieht, ist der Orionnebel noch recht klein. Schaut man sich das Bild aber in voller Größe an, füllt der Orion hier schon fast den kompletten Monitor aus (siehe Anhang).
Mir reicht diese Größe erst einmal aus. Mehr Brennweite wird schwieriger nachzuführen sein. Die Anforderungen an die Montierung, Ausrichtung usw... steigen enorm an. Das geht mit meinem Equipment nicht. Da bleibe ich lieber realistisch und nehme mit max. 200mm auf.
Wichtig ist dabei zuerst einmal den Fokus genau zu treffen. Ich mache das mit dem Livebild am Laptop. Hier zoome ich noch zusätzlich rein um das noch genauer einstellen zu können.
Dann möglichst viele Lights sammeln, geht auch über mehrere Nächte.
Wie Du an meinen 1. Link oben siehst experimentiere ich gerade mit M42 Objektiven. Das erste Testobjekt liefert abgeblendet schon recht gute Ergebnisse. Interessant für mich ist da noch ein 135mm F2,8 Objektiv. Die sind lichtstark und noch recht günstig zu bekommen. Wahrscheinlich werde ich dies aber nur an meine Asi120mc anschließen.

Gruß,
Holger
 

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Hallo Zusammen,

Meine Frage bzgl. einem 50mm und meinem 250mm kam auf, weil ich das Gefühl bekommen hatte, dass ich mit dem 50mm ein besseres Ergebnis eines Nebels bekommen würde, als mit einem 250mm. Ich denke, da habe ich mich einfach schlecht ausgedrückt. Mich interessiert Deep Sky mit viel Brennweite, damit ich detailreiche Aufnahmen von Nebeln etc. machen kann. Auch wenn mein Objektiv nicht so gut ist, die Nachführung des NEQ-5 sollte das möglich machen.

Das Fokussieren mache ich manuell, in dem ich auf eine ferne Lichtquelle schaue und dann im LiveView bei 10x scharf stelle. Mit dem PC oder Laptop habe ich bisher die Kamera noch garnicht angesteuert. Ich hoffe einfach, dass ich das auch so hinkriege. Da ich mir sowieso ein Win-Tablet zulegen wollte, kann ich ja mal ausprobieren, ob das damit schneller und besser funktioniert. Ansonsten eben doch der Laptop. Also danke für den Tipp! Und vielleicht ist die ja auch was für den PoleMaster und auch einer Asi120mc. Bzgl. Kameraeinstellungen: Ich habe Magic Lantern installiert, um einen Timer, Zeit, ISO usw. einzustellen. Also zum Start brauche ich wohl noch kein Laptop. Wahrscheinlich merke ich dann doch schnell, dass ich meinen Tablet oder Laptop mitnehmen muss.

Die 3 Links sind für mich sehr interessant. So stelle ich mir meinen Einstieg vor. Dass ich nicht die gleichen Ergebnisse mit meinem lichtschwachen Objektiv erhalten werde, ist mir mittlerweile bewusst. Wobei ich mit dem Bild von Komposer schon sehr zufrieden wäre. Das ist jetzt mein erster Meilenstein!

Zu den Filtern: Ich kann per Adapter 2"-Filter an die Objektive anbringen. Die Clips wären eine schönere Lösung, aber auf diesem Weg ist das für mich auch OK.

Wie dem auch sei. Meine nächsten Schritte sind erst mal sicheres Umgehen mit dem aktuellen Equipment und Bildbearbeitung. Vielleicht noch einen Filter kaufen, den ich aus der Stadt sowieso auch in Zukunft brauchen werde.
Wenn das erst mal klappt, dann muss ich mir über Autoguiding Gedanken machen. Ich hatte ja immer gedacht, dass man mit Autoguiding nicht mehr Einnorden muss, aber das scheint wohl nicht so zu sein. Braucht man eigentlich den PoleMaster, wenn man immer mobil unterwegs ist? Beim Autoguiding nordet man ja nach meinen Recherchen nur ungefähr ein, soll wohl besser sein als wenn man es ganz genau macht. Dann sollte es ja mit dem Polsucher genau genug sein und man braucht keine 300+€ für den PoleMaster ausgeben. Das Geld stecke ich dann lieber in den empfohlenen Asi120mc oder in den MGEN zum guiden.
So, und wenn das dann klappt, denke ich an einen ED APO oder 150 PDS, ... Der 150 PDS soll ja mit dem NEQ-5 die Obergrenze für Fotos darstellen.
Diese Anschaffungen sind alle für die nächsten Monate und Jahre angedacht.

Nochmal vielen Dank für die Antworten! Langsam versteh ich die Materie... :)
 
Hallo Eichi,
Einnorden in vernünftiger Qualität geht mit einem Polsucher auf jeden Fall und mit etwas Übung auch sehr schnell. Sehr sauber einnorden musst Du erst ab Belichtungszeiten von 10min und mehr, da Du die dann auftretende Bildrotation nicht mit dem Autoguider korrigieren kannst.

Wenn Du nach einer Autoguiding-Lösung noch Kohle für einen Polemaster übrig hast, dann kannst Du es Dir überlegen.

VG
Wolfgang
 
Hallo nochmals,

habe mal versucht, die Kamera mit einem Tablet zu fokussieren und siehe da, es klappt sehr gut, schnell und ziemlich genau! Also danke für den Tipp, Sternenfee123! Aber wie gesagt, erst mal mit einem günstigen Win-Tablet. Den würde ich auch mitnehmen bei den nächtlichen Ausflügen, wenn das Wetter mal endlich mitspielen würde!

@komposer: das 135mm-Objektiv ist ja wirklich ziemlich günstig gebraucht zu bekommen. Wie mache ich denn den M42-Anschluss an mein Canon Body? Für den Preis ziemlich interessant.

Gibt es sonst noch (Geheimtipp-) Objektive mit mehr Brennweite, die gebraucht günstig zu kriegen sind?

PS: wahrscheinlich damit: https://www.foto-morgen.de/Objektiv...er-M42-an-Canon-EF-EF-S-Bajonett-schwarz.html
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Eichi,

M 42 lässt sich mit einem einfachen Adapter an Canon EOS anschließen, ohne optisches Zwischenglied. Der Adapter schraubt sich objektivseitig auf das M 42-Gewinde, kameraseitig hat er das EOS-Bajonett. Im eingebauten Zustand trägt er nur 1,45 mm weit auf.

Ein 15 - bis 20 Euro - Artikel.

Grüße,

Klaus
 
Hallo,

ja, das sollte ich noch hinkriegen. Erst mal brauche ich eher gutes Wetter!

Eine Frage: Wieso steht in astronomy.tools für den Canon 200mm f2.8 ein Focal Length von 348mm? Das ist ein Faktor von 1.74.
 

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    astronomy.tools.jpg
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Hi,
dürfte ein Falscheintrag sein.
FOV: 381,63"x254,42"
Resolution: 5,89"/Pixel

CS
Christian
 
Zitat von DonMatu:
Hallo Eichi,
eine "vernünftige" CCD, die ohne NB betrieben werden kann liegt bei ~2000€ (die Astrel kann das wohl).

Für sowas sollte ein Raspberry pi ausreichen. Der ist so klein wie ein autoguider und braucht wenig Strom. Auf dem rasbpi kann man Linux mit linguider und skycharts installeren dann kann er auch eine guiding Kamera bedienen und das Teleskop bewegen.

Kontaktiert wird der raspberry dann über Wlan mit dem Smartphone....

Habe auch erst jetzt gemerkt dass diese Lösung zum guiden sinnvoller ist als z.B. der Mgen standalone guider, den ich mir zuerst gekauft habe. Mit dem rasbpi kann man die lodestar Kamera zum guiden nehmen die empfindlich ist auch am off axis guider eines SCs funktoniert. Zum Sucherguiden eines Teleobjektivs nimmt man einfach einen größeren Sucher mit der Lodestar.

Und die ccd Kameras kann man, genauo wie dslrs mit dem rasbpi eben auch bedienen, und alles in einer box die 15 cm gross ist und 80 Euro kostet...

Eigentlich ist es nervig dass in den meisten ccd kameras kein rasbpi drin von Anfang an ist. So teuer und aufwändig ist diese Hardware auch nicht...





 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Xylophon:
Hallo nochmals,



Gibt es sonst noch (Geheimtipp-) Objektive mit mehr Brennweite, die gebraucht günstig zu kriegen sind?

Günstiges Teleobjektiv? Da hat es zurzeit die neuren Tamron und Sigma 150-600mm Zooms. Kosten rund 1000 Euro, sind relativ hochkorrigierte moderne apos ohne Farbsäume.

Alte Objektive: Nikon hat viele manuelle Objektive die man an Dslrs heute eigentlich nicht braucht. Für die gibt es einen Nikon Canon Adapter.

Dann gibt es natürlich noch exotische Sachen.

Hier hat es ein paar Tests zu alten Teleobjektiven im Vergleich

http://www.photoinfos.com/Fototechnik/Objektive/Teleobjektive01.htm

http://www.photoinfos.com/Fototechnik/Objektive/Noflexar-Schnellschuss-System.htm

Ist natürlich alles etwas durchwachsen.

Ich denke ein aktuelles Tamron 150-600er G2 oder ein Sigma 150-600 Sports ist schon eine sinvolle Sache weil auch nicht nur astronomisch nutzbar...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
und zum Vergleich wie Teleobjektiv mit einem Apo Teleskop abschneidet:

Hier sind mtf kurven des Vixen VSD100 f/3,8 5-element Flatfield APO, "der Nachfolger des legendären PENTAX SDUF Apos"

http://www.teleskop-express.de/shop...--5-element---Korrektur-bis-Mittelformat.html

Kostenpunkt 5000 euro.

Und hier ist der mtf Graph eines Nikon 300:4 E PF ED VR zu 1700 Euro

http://imaging.nikon.com/lineup/lens/singlefocal/Telephoto/af-s_300mmf_4d_if/

Das Objektv schlägt das Apo Teleskop also offenbar problemlos...

Und das nikon 300:4 E PF ED VR gilt als schlecht.....

Wer sich ein Apo Teleskop kauft kann sich oftmals genausogut ein normales Teleobjektiv kaufen. Das ist manchmal billiger und besser, weil bei Teleobjektiven der Hersteller massenproduzieren kann und einem gewissen Druck durch Tests und kritischen Kunden ausgesetzt ist.



 
Zitat von Xylophon:
Hallo Zusammen,


Preisklasse: Eine 1200D kostet 290€ plus die Modifikation. Wäre es klüger direkt eine CCD bis ca. 400-600€ zu kaufen?

Eine Kamera für diesen Zweck würde ich gebraucht kaufen und die Modifikation selbst vornehmen. Man kann die Canons einfach aufschrauben da gibt es im Netz Anleitungen für. Damit erhält man eine modifizerte DSLR für 150 Euro...

Eine richtige Astro Kamera ist empfindlicher und rauscht viel weniger. Sie braucht eine Kühlung. Ein guter ccd Ersatz wäre die ZWO ASI 1600mmc in Schwarzweiss mit Filterrad oder ZWO ASI 1600 mcc in Farbe, oder die QHY163m mit Filterrad oder QHY163c in Farbe. In diesen Kameras ist ein Chip drin der wenig rauscht und sonst in Olympus Kameras steckt. Eben mit Peltier Kühlung und Tauschutz. DSLR rauscht eben mehr...
 
Hallo Zusammen,

ich benutze mal meinen Beitrag wieder.

Vor kurzem habe ich mich wieder nach draußen gewagt und meinen NEQ-5 für meinen Geschmack gut eingenordet und mit Nachführung sowie einer gebrauchten 1000Da losgelegt. Als Objektiv hatte ich den 55-250mm in meiner Sig auf 250mm, ISO400 und f/6.3 (eine Stufe abgeblendet). Und vom Orionnebel 7x30s belichtet und sie mit DSS gestackt (siehe unten).

Da ich vom Ergebnis ziemlich enttäuscht bin, wollte ich mal als totaler Einsteiger fragen, ob ich dennoch auf dem richten Weg bin? Ich sehe wenig Unterschied zu meinen Ergebnisse auf Bildern ohne Nachführung als ich 200 Bilder mit 1-2s geschossen hatte. Eingenordet muss ich gut gemacht haben, es entstanden keine Eier bei 30s Belichtungszeit. Ansonsten denke ich, dass ich alles richtig gemacht habe. Ich hätte vielleicht noch Darks und Bias machen können.

Übrigens: Ich hab lange versucht, den Rosettennebel zu finden (bin dann auf den Orionnebel gegangen). Aber dadurch, dass da nichts in der Nähe ist, habe ich den einfach nicht gefunden. Und die Einzelbelichtungen bei 55mm Brennweite als Übersicht haben vor Ort auch nicht geholfen. Hat da jemand Tipps wie ich gut und schnell Objekte finden kann (hab kein Goto)? Ich weiß schon, wo der liegt, nur ist es dann schwer mit 250mm genau den Ausschnitt über die Kamera zu finden.



 

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@Benni1234: Danke für deine Empfehlungen. Die Objektive "sigma apo macro 300/4 und das sigma apo macro 400/5,6" werde ich mir auf jeden Fall anschauen und auf dem Gebrauchtmarkt auf Suche gehen. Ich möchte nur mal mit meinem Equipment das maximale erreichen bevor ich neu investiere.
 
Hi,

Vor kurzem habe ich mich wieder nach draußen gewagt und meinen NEQ-5 für meinen Geschmack gut eingenordet und mit Nachführung sowie einer gebrauchten 1000Da losgelegt. Als Objektiv hatte ich den 55-250mm in meiner Sig auf 250mm, ISO400 und f/6.3 (eine Stufe abgeblendet). Und vom Orionnebel 7x30s belichtet und sie mit DSS gestackt (siehe unten).

Da ich vom Ergebnis ziemlich enttäuscht bin, wollte ich mal als totaler Einsteiger fragen, ob ich dennoch auf dem richten Weg bin?

es scheint, als hättest alles richtig gemacht. Aber das Stacken mit DSS ist erst die halbe Arbeit. Das unbearbeitete Summenbild speichern und dann mit Fitswork öffnen. Jetzt kannst das Bild strecken, dann erkennt man viel mehr als auf dem Summenbild in DSS. :D

Ich sehe wenig Unterschied zu meinen Ergebnisse auf Bildern ohne Nachführung als ich 200 Bilder mit 1-2s geschossen hatte. Eingenordet muss ich gut gemacht haben, es entstanden keine Eier bei 30s Belichtungszeit. Ansonsten denke ich, dass ich alles richtig gemacht habe. Ich hätte vielleicht noch Darks und Bias machen können.

ja, hättest machen sollen. Und auch mit der ISO-Zahl höher gehen. 30 Sekunden ist bei ISO 400 einfach zu wenig... Den Unterschied kannst erst in Fitswork sehen. DSS hat zwar "Bearbeitungsmöglichkeiten", aber die taugen nicht besonders...

Übrigens: Ich hab lange versucht, den Rosettennebel zu finden (bin dann auf den Orionnebel gegangen). Aber dadurch, dass da nichts in der Nähe ist, habe ich den einfach nicht gefunden. Und die Einzelbelichtungen bei 55mm Brennweite als Übersicht haben vor Ort auch nicht geholfen. Hat da jemand Tipps wie ich gut und schnell Objekte finden kann (hab kein Goto)? Ich weiß schon, wo der liegt, nur ist es dann schwer mit 250mm genau den Ausschnitt über die Kamera zu finden.

Dann probiers mal mit weniger Brennweite. Dadurch wird der Nebel zwar kleiner, aber heller.

Oder Stell an Beteigeuze scharf, verfahr die Montierung so, daß Beteugeuze genau rechts oben in der Ecke vom Foto steht. 1 Foto mit 10 Sekunden Belichtungszeit machen.

Nun die Montierung nur in RA nach Osten verfahren. Foto machen und kontrollieren, wie weit Die Sterne von "linken Rand" jetzt in die Mitte gewandert sind. Weiter nach Osten verfahren. Foto machen. ... Irgendwann (nach ca. 9 Grad, das sind etwa 2 1/2 komplette Kameragesichtsfelder bei 250 mm Brennweite) taucht nun gaaanz oben ein relativ heller Stern mit ca. 4,5 Mag auf. Diesen Stern in etwa in die Mitte der oberen Bildfeldkante holen. Mittig im Bild müßten jetzt die ersten Sterne vom Sternhaufen im Rosettennebel auftauchen. Vom Nebel selber ist da noch nix zu sehen. Und jetzt mal 2 Stunden lang bei ISO 800 mit 30 Sekunden draufhalten...

Dann Darks und Bias machen, alles zusammen in DSS kippen. Und Summenbild anschließend in Fitswork laden. Jetzt etwas strecken. E Voila, da ist der Rosettennebel. :D


 
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Hallo,


Oder Stell an Beteigeuze scharf, verfahr die Montierung so, daß Beteugeuze genau rechts oben in der Ecke vom Foto steht.

Es geht auch anders: Stelle Procyon genau in die Mitte, und dann schwenke nur in RA genau nach Westen, bis Du am westlichen Rand des Suchergesichtsfeldes den Epsilon Mon siehst (im umkehrenden Sucher also links). Das ist auf dem Weg zum Orion auf diesem Pfad der hellste Stern (etwa 4.4m). Genau da bist Du richtig, und vermutlich siehst Du den zentralen Sternhaufen NGC 2244 als kleine Verdichtung an dieser Stelle sogar direkt.

Grüße,
Klaus

 
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