Ausgewählte Optik? Selektiert? Handverlesen? ... Und der Rest?

Teilweise ist die verwendete Wellenlänge in der Lithographie schon deutlich geringer als de 34,4nm die einen guten Spiegel für unsere Zwecke ergeben. Bei Zeiss EUV2 werden 13,5nm angegeben. Ich würde vermuten daß die Oberflächengenauigkeit (deutlich) besser sein muß?

Es kommt natürlich auf die Öffnungszahl der Projektionsoptik an aber die Wellenoptische Schärfentiefe beträgt auf alle Fälle ein Vielfaches der Wellenlänge.
Bei 13,5nm und zb. F2 beträgt sie 108nm, bei F4 wären es 216nm.
Und solange die Waferoberfäche innerhalb der wellenoptischen Schärfentiefe liegt wird die Maske darauf scharf abgebildet und mehr braucht es nicht.
Die Anforderungen an die Planheit des Wafers sind also bedeutend geringer als die Anforderungen an die Figur einer optischen Fläche.

Grüße Gerd
 
Ja so wie gewohnt teilt sich diese Welt auf zwei Seiten auf.
Am Ende liest das keiner, und alles macht NONESENSE AT ALL :LOL:


Never mind,

Clear skies,
- Martin

Informierte Leser sind nicht allzu erwünscht mit Tatsachen.
 
Warum aber liefern GSO, Skywatcher etc. kein Protokoll mit ihren Optiken,

Ganz einfach: weil sie es nicht müssen. Das Geschäftsmodell funktioniert so wie es ist. Wieviel mehr wärst du bereit dafür auszugeben? Wahrscheinlich weniger als dass sich der Mehraufwand rechnet - also aus rein wirtschaftlichen Interesse - warum sollten sie?
So schön wir uns das sicher manchmal auch gerne malen, am Ende geht’s um hartes Geschäft und Wirtschaftlichkeit und nicht darum unsere Community zu pampern oder positiv zu stimmen.

Einzelprotokoll zum Schneckenfehler der Montierung oder QE der Kamera wollen dann auch gleich noch?
 
Es kommt natürlich auf die Öffnungszahl der Projektionsoptik an aber die Wellenoptische Schärfentiefe beträgt auf alle Fälle ein Vielfaches der Wellenlänge.
Bei 13,5nm und zb. F2 beträgt sie 108nm, bei F4 wären es 216nm.
Und solange die Waferoberfäche innerhalb der wellenoptischen Schärfentiefe liegt wird die Maske darauf scharf abgebildet und mehr braucht es nicht.
Die Anforderungen an die Planheit des Wafers sind also bedeutend geringer als die Anforderungen an die Figur einer optischen Fläche.

Grüße Gerd

Das ist falsch, schau mal, was die Fotolithografie für eine wahnsinnige Optik braucht, um Nanometertransistoren scharf abzubilden. Wie gesagt wurden Messmethoden entwickelt, die im Subnanometer-Bereich die Oberfläche charakterisieren können. Da kommt kein Interferenztest mit und Messerschneide ist dagegen ein Vorschlaghammer.
 
am Ende geht’s um hartes Geschäft und Wirtschaftlichkeit
You get what you pay for, like anything else in this world.

Entschuldigen sie bitte, den Spruch auf Deutsch kommt niemals so gut rüber.


Tatsachen sind für mich ausschlagend wie differenzierend.
Hersteller A: Justiert Fassung, aufs Teleskop aufgeschraubt und wech wars.
Hersteller B: Justiert6 das ganze Teleskop.

Sehr wenige machen das insgesamt, wie erfolgreich. :(

Clear skies,
- Martin

Ich dachte immer optische Oberflächen zu erzeugen(wie berechnen....., klingelt es mal so langsam?) und zu vergüten ist viel schwieriger und aufwendiger als den Rest zu machen. :censored:
 
Ganz einfach: weil sie es nicht müssen. Das Geschäftsmodell funktioniert so wie es ist. Wieviel mehr wärst du bereit dafür auszugeben? Wahrscheinlich weniger als dass sich der Mehraufwand rechnet - also aus rein wirtschaftlichen Interesse - warum sollten sie?
So schön wir uns das sicher manchmal auch gerne malen, am Ende geht’s um hartes Geschäft und Wirtschaftlichkeit und nicht darum unsere Community zu pampern oder positiv zu stimmen.

Einzelprotokoll zum Schneckenfehler der Montierung oder QE der Kamera wollen dann auch gleich noch?

Hast Du denn nicht gelesen, was ich geschrieben habe?
In der Elektronik ist ein ausführliches Messprotokoll für alle Bauteile STANDARD und frei downloadbar.
Entweder gibt es ein QM oder nicht.

Falls ja, ist es doch eine gutes Marketing oder Good Practice, wie man jetzt sagt, das Protokoll mitzuschicken, und das kostet nicht mehr als ein Blatt Papier.
Wer hat euch die Mähr erzählt, dass dadurch hohe Kosten anfallen?

Falls nein, dann ist das schlechte Praxis. Dann kann man sich auf die Qualität überhaupt nicht verlassen und auch keinen Austausch fordern. Strehl ist ja nicht ausreichend, wie schon gesagt. Man kauft dann die Katze im Sack und das ist bei 4-stelligen Beträgen oder mehr nicht akzeptabel, finde ich. Und die Qualitätsbandbreite scheint ja allein deswegen groß zu sein, weil ja offensichtlich anspruchsvolle Kollegen hier sogar zum Händler fahren müssen, um ein System aus 10 auszuwählen - ist das nicht das Thema dieses Threads? ;-]

Jawoll, für technische Produkte komplizierter als ein Schraubenzieher, gehört ein ordnetliches Datenblatt oder ein Messprotokoll mitgeliefert.
Für jeden Küchenmixer wird das gemacht, zu jedem Wasserrohr sind Datenblätter verfügbar, selbst für simple Schmelzsicherungen, die 3 EUR kosten, gibt es Datenblätter mit den erforderlichen Spezifikationen.

Ich finde es Schlamperei, dass das nicht selbstverständlich ist.
 
schau mal, was die Fotolithografie für eine wahnsinnige Optik braucht, um Nanometertransistoren scharf abzubilden.

Ja absolut die Anforderungen an die Optik bei 13,5nm sind enorm und kein Vergleich zu den Optiken für unsere Belange die bei 550nm ordentlich arbeiten müssen.
Die Anforderung an die Optik ist aber etwas völlig anderes als die Anforderung an die Planheit des Wafers!
Der Wafer muss nur so Plan sein das jede Stelle innerhalb der Wellenoptischen Schärfentiefe liegt.
Solange das der Fall ist werden auch Nanometertransistoren scharf darauf abgebildet.

Wie gesagt wurden Messmethoden entwickelt, die im Subnanometer-Bereich die Oberfläche charakterisieren können. Da kommt kein Interferenztest mit und Messerschneide ist dagegen ein Vorschlaghammer.

Ja für die Oberflächenrauheit aber nicht für die Planheit.
Du wirfst hier zwei völlig verschiedene Dinge in einen Topf.
Eine Oberfläche kann bis in den Atomaren Bereich glatt sein aber dennoch einen Krümmungsradius aufweisen also nicht perfekt Plan sein.
Und genau das musst du unterscheiden, einmal die Oberflächenrauheit und einmal die globale Figur.
Beides ist nicht das Gleiche!

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
@fuetti

Dann mach dich mal über die Preise eines gescheiten Interferometers schlau. Es geht hier doch nicht um ein paar Blatt Papier.

Und warum regst du dich eigentlich darüber auf? Kauf doch einfach keine Skywatcher etc. Produkte, dann musst du dich mit der „Schlamperei“ auch nicht auseinander setzen.
 
Man kauft dann die Katze im Sack und das ist bei 4-stelligen Beträgen
Das ist genau mein Punkt warum ich eigentlich hier noch "versucht" mitmache. Nachdem ich mir mehrfach zugeschickt diverse Modelle swchlicht retounieren musste.

Irgendwie muss die Schlamperei bezogen auf die Metallteile besser versteckbar sein. In Plastik werden sie dann gepresst. :LOL::affemund:

Clear skies,
- Martin

Oh bei Firmware wird es mir auch ganz schlecht, Fabrikant AMD sagt klar 100Grad Celsius kurzzeitig undefiniert(!), was macht der HP, oder Omen: 115Grad Celsius draus, wohl bekomme es.... :LOL:
 
You get what you pay for, like anything else in this world.
Das ist zynisch "over simplified" und kann ich nicht so stehen lassen.
Beispiel: Wir haben einen Garten und da kommen manchmal tolle Pflanzen, die wir gar nicht ausgesäht haben.
Es sind wohl Vögel oder andere Tiere, die den Samen zu uns bringen, ganz umsonst.

Maschinenlaufzeit wird durch zunehmende Automatisierung unter Bebehaltung der Flexibilität immer billiger, insbesondere wenn die Fabriken jetzt PV aufs Dach setzen und keine Stromkosten mehr haben.
Wenn Spiegelherstellung voll automatisierbar ist, was ich leider nicht weiß, kann der Preis gesenkt werden, das wissen wir für viele Produkte seit Jahrhunderten. Deswegen konnten ja ganz früher Manufakturen und später Fabriken überhaupt die handwerkliche Einzelanfertigung verdrängen. Schauen wir uns mal als Beispiel Schuhe an. Auch heute gibts noch handgenähte Schuhe für mehr als 1000 EUR. Man kann aber auch maschinengenähte Schuhe - die qualitativ nicht schlechter sind - für 250 EUR bekommen. Ich hatte aber auch schon Fabrikschuhe für 30 EUR die mich mehrere Jahre begleitet haben - ein Glücksfall zugegeben, doch das ist eben möglich, wenns der Hersteller will!
Die Sache ist also weit komplizierter.

Entschuldigen sie bitte, den Spruch auf Deutsch kommt niemals so gut rüber.


Tatsachen sind für mich ausschlagend wie differenzierend.
Hersteller A: Justiert Fassung, aufs Teleskop aufgeschraubt und wech wars.
Hersteller B: Justiert6 das ganze Teleskop.

Sehr wenige machen das insgesamt, wie erfolgreich. :(

Clear skies,
- Martin

Ich dachte immer optische Oberflächen zu erzeugen(wie berechnen....., klingelt es mal so langsam?) und zu vergüten ist viel schwieriger und aufwendiger als den Rest zu machen. :censored:
Ich vermute, dass inzwischen Optik eben wegen der leichteren Automatisierung billiger herzustellen ist, als die Mechanik.
Ich hoffe immer noch auf eine Antwort eines Kundigen diesbezüglich.
 
Das ist genau mein Punkt warum ich eigentlich hier noch "versucht" mitmache. Nachdem ich mir mehrfach zugeschickt diverse Modelle swchlicht retounieren musste.

Irgendwie muss die Schlamperei bezogen auf die Metallteile besser versteckbar sein. In Plastik werden sie dann gepresst. :LOL::affemund:

Clear skies,
- Martin

Oh bei Firmware wird es mir auch ganz schlecht, Fabrikant AMD sagt klar 100Grad Celsius kurzzeitig undefiniert(!), was macht der HP, oder Omen: 115Grad Celsius draus, wohl bekomme es.... :LOL:
Ja, aber immerhin geben sie einen Temperaturbereich in den Spezifikationen an, in der das Produkt garantiert funktioniert, nicht?
Wer den Bereich verlässt handelt dann auf eigenes Risiko.
So ist das ja korrekt.
 
Einen guten Abend,
insbesondere wenn die Fabriken jetzt PV aufs Dach setzen
Ja das Thema hatten wir schon, quasi sprich unter uns, habe es einfach nicht weitergeführt da es auch nicht mein Schwerpunkt ist, sicher erinnerst du dich dran. ;)
Das Thema wurde bei mir weiterverfolgt, mit/beim Kollegen der eine private *****KW Station zu komplettieren hatte von deinem Fabrikanten. Ich hatte noch nie so viele Batterien gesehen(wie Inverter) auf einmal privat. Jesus just for a Pool and a Jeepy Wheely.
Finde es echt cool wie aufwendig in Zeit das du deine Anlage konfiguriert hast.

Beispiel: Wir haben einen Garten und da kommen manchmal tolle Pflanzen, die wir gar nicht ausgesäht haben.
Es sind wohl Vögel oder andere Tiere, die den Samen zu uns bringen, ganz umsonst.
Da es sehr auffällig ist wie begehrtes Subject bin ich da wirklich zu gerne dabei clave dicotómica.
Habe meine Gebiete die ich nicht so leicht vergessen kann, bei dem kleinem Zeug.

Im tieferen Sinne wenn ich das mal erlaube meinerseits, ist das eine Konsequenz was man verschenkt, verscherbelt hat um Geld zu machen kurzfristig, drastisch gesagt.
Ich vermute, dass inzwischen Optik eben wegen der leichteren Automatisierung billiger herzustellen ist, als die Mechanik.
Ich hoffe immer noch auf eine Antwort eines Kundigen diesbezüglich.
Ja irgendwie nimmt hier keiner mehr Teil. Im deutschen Raum verstehe ich als bekannt eine gewisse Abstandshaltung, derzeit reicht das Niveau noch. Noch....
Wenn Spiegelherstellung voll automatisierbar ist, was ich leider nicht weiß, kann der Preis gesenkt werden, das wissen wir für viele Produkte seit Jahrhunderten. Deswegen konnten ja ganz früher Manufakturen und später Fabriken überhaupt die handwerkliche Einzelanfertigung verdrängen. Schauen wir uns mal als Beispiel Schuhe an. Auch heute gibts noch handgenähte Schuhe für mehr als 1000 EUR. Man kann aber auch maschinengenähte Schuhe - die qualitativ nicht schlechter sind - für 250 EUR bekommen. Ich hatte aber auch schon Fabrikschuhe für 30 EUR die mich mehrere Jahre begleitet haben - ein Glücksfall zugegeben, doch das ist eben möglich, wenns der Hersteller will!
Die Sache ist also weit komplizierter.
Resultate bei Großen Orders sollten bei den "Abbildern" beim defokussierten Sterntest recht sichtbar sein preliminär.
(Also sprich im oberen vierstelligen Bereich noch automatisiert. )
Der Alex hatte doch einen guten Beitrag dazu geschrieben, es muss auch nicht PI sein, andere gehen auch. Justiert sollte es doch wirklich sein.
Ja, aber immerhin geben sie einen Temperaturbereich in den Spezifikationen an, in der das Produkt garantiert funktioniert, nicht?
Falsch!, gut funktioniert, aber nicht zuuuuu lange, die brennen aus recht frühzeitig. Somit gibt es viele "Donor Boards" der Service bedankt sich mit Regalen voll. Dell? ;)
Nein definitiv alles wird bis in die Spitze getrieben, sie halten es aus kurzeitig, aber die Specs stimmen nicht wenn sie weitergehen. Ich nenne das Geschmacksverstärker.
Das Geschäft kurbelt somit schneller. 🤑
Sehe es mehr Vorteilhaft wie die NPU`s hinter dem Vorhang vor dem Release zu implementieren. Naja das ist noch so ne: wie sagt man hier Geschichte:ROFLMAO:
Das ist wirklich jetzt absichtlich. ;)
Die WD SSD Gen 4 von den Microsoft Konsolen mal so abwegig CHSN530 waren ja auch falsch konzipiert, aber die par Jungs kriegen ne neue zugeschickt. Der lokale Händler steckt das Weg, so ist das Geschäft. Das steken se locker weg. Und du? (:mad:)

Eh was habe ich da gerade gesagt. Wollt ihr Serien Nummern von Malaysia, habe se gerade auf dem Screen. :LOL::affemund:

Ich möchte nicht unhöflich sein, ab er was es bringt es die ~10teles zu diskutieren auf dem Tisch gelegentlich bei.....

Clear skies,
- Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
hier wird enorm vereinfacht wenn die Rede von DEN China-APOs ist. Ich weiß gar nicht wie viele hier auf die Idee kommen das ALLE in China gleich produzieren.
Es wird durchaus auch sehr gute Qualität sowohl optisch als auch mechanisch in China produziert, aber natürlich hat das auch seinen Preis, auch wenn dieser trotzdem günstiger ist.
 
Hallo zusammen,

mal ganz offen gesprochen ... ich verstehe einige der hier mit diskutierenden nicht. In der Regel geht es doch um Massenprodukte. Sonst würde man doch kaum genügend Instrumente haben um eine Selektion vorzunehmen. Bei einem APO oder edel Newton für >3K€ erwarte ich auch, dass ein gewisser Nachweis über die Qualität erbracht wird. Und sicher gibt es Schwankungen in der Qualität. Das ist bei so ziemlich jedem Produkt so. Aber ich muss sagen, wenn die Schwankungen sich in einem Bereich abspielen, in dem ich eine schwankende Qualität nicht bemerke, ist mir das egal. Ob der Spiegel/APO jetzt einen Strehl von 0,91 oder 0,95 hat macht für mich kaum einen Unterschied. Deshalb verstehe ich auch die Hersteller, die ihren Produkten keine Messprotokolle beilegen. Der Kunde will selbstverständlich nicht das zweitbeste und am Ende liegen Instrumente im Regal, die zwar am unteren Ende des Qualitätsspektrums liegen, dabei aber bei weitem nicht unbrauchbar sind. Zumal ich glaube, dass viele den Unterschied nicht sehen werden.

Wer hingegen mit viel Erfahrung und hohem Anspruch an die Sache herangeht, wird vermutlich auch keine Massenware für kleines Geld kaufen, sondern lieber etwas länger sparen und Instrumente mit Qualitätsnachweis (Zertifikat) kaufen. Vor einigen Jahren stand ich vor der Wahl mir einen günstigen Newton Spiegel aus Quarz, ohne Zertifikat, zu kaufen, oder für knapp das doppelte einen aus Pyrex mit Nachweis über die Qualität. Ich habe mich für den günstigen entschieden (meine Ressourcen für das Hobby sind begrenzt) und hatte entweder Glück oder die Qualität der Spiegel war durch die Bank ordentlich. Bei Stichproben des Umfangs 'eins' kann man das halt nicht sagen.

Was mich aber sehr freut ist die Demokratisierung der Astronomie in den letzten 20 Jahren. Anfang der 80'er war mein Quelle 4 1/2 Zoll Newton aus dem Pfandhaus das obere Ende dessen was sich ein Jugendlicher erträumen konnte. Vor dem 12 Zoll Meade Newton im Stuttgarter Planetarium warfen wir uns damals zu Boden und riefen '!wir sind unwürdig!". Heute können sich viel mehr Menschen ein Teleskop leisten. Und das ist großartig denn es sorgt dafür, dass sich mehr Menschen mit dem Thema beschäftigen. Ok, es gibt vermutlich deutlich mehr Angler als Hobby Astronomen, aber es sind mehr als früher. Und das früher© alles besser war sehe ich auch kritisch. Als ich meinen 30 Jahre alten Revue Newton reaktivierte und mit 1,25" Plössl Okularen vom Flohmarkt ausstattete, sah ich zum ersten mal, was das Teil eigentlich so drauf hat. Die ollen Huygens- oder Kellner-Okulare waren echter Schrott. Vom glorreichen Okularsonnenfilter mal gar nicht angefangen. Aber Baader Folie gabs damals nicht. Heute kann man nahezu jedes (kleinere) Teleskop für 30€ fast risikofrei Sonnentauglich machen. Ich find's toll :cool:

Viele Grüße
Michael
 
Ob der Spiegel/APO jetzt einen Strehl von 0,91 oder 0,95 hat macht für mich kaum einen Unterschied. Deshalb verstehe ich auch die Hersteller, die ihren Produkten keine Messprotokolle beilegen. Der Kunde will selbstverständlich nicht das zweitbeste und am Ende liegen Instrumente im Regal, die zwar am unteren Ende des Qualitätsspektrums liegen, dabei aber bei weitem nicht unbrauchbar sind. Zumal ich glaube, dass viele den Unterschied nicht sehen werden.
Hallo Michael,

an irgendeiner Stelle muss man, denke ich definieren, was schlecht/gut/sehr gut ist und dafür eignen sich Strehlwertangaben bzw. PV-oder RMS-Angaben schon. Im allgemeinen wird eine Optik besser 0,95 Strehl als sehr gut bezeichnet. Einen Unterschied von beispielsweise 0,99 oder 0,9 Strehl sieht ein erfahrener Beobachter im Sterntest bei ausreichend guten Bedingungen auf jeden Fall. Einen Unterschied zwischen 0,96 und 0,95 mit ziemlicher Sicherheit nicht. Wenn nun die nachweislich bessere Optik teurer ist, dann ist das m.E. völlig o.k und jeder der das bezahlen kann und möchte sollte die Möglichkeit haben, diese Qualität auch nachweislich zu bekommen.

Jeder, dem gewisse Unterschiede aus welchen Gründen auch immer eher zweitrangig sind, hat ja die Wahl, zu preisgünstigen Produkten ohne Nachweis zu wechseln. Im besten Fall kann dieser mit viel Glück auch eine Optik mit besser 0,95 Strehl ergattern, aber eine Garantie gibt es dafür nicht.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner,

das sich die Messgrößen der Zertifikate für eine Einschätzung der Qualität eigenen sehe ich auch so. Es ist lediglich der Anspruch und die einsetzbaren Mittel die, meiner Meinung nach, den Unterschied machen. Nicht jeder kann oder will sich eine hochwertige Optik mit entsprechenden Nachweisen kaufen. Und das gute ist ja, jeder hat hier die Freiheit zu entscheiden, da es in jedem Preis- und Qualitätssegment Angebote gibt.

Mir persönlich ist der Nachweis nicht so wichtig. Zumal ich auch schon ausufernde Diskussionen über die Qualität der Qualitätsnachweise erlebt habe. Herr Rohr und Orion UK sind da anscheinend nicht unumstritten. Ich bin nur froh, dass es Instrumente gibt, die mir Möglichkeiten eröffnen die ich früher nicht hatte. Für mich muss es keine Spitzenoptik sein und auch andere machen mit Instrumenten von der Stange beeindruckende Aufnahmen.

Jeder soll nach seiner Façon selig werden.

Viele Grüße
Michael
 
Für mich muss es keine Spitzenoptik sein und auch andere machen mit Instrumenten von der Stange beeindruckende Aufnahmen.

Jeder soll nach seiner Façon selig werden.
… und andere möchten gerne eine Spitzenoptik haben, genau wie Leute sich einen Ferrari kaufen. :giggle: Und nicht jeder macht Aufnahmen, sondern ist völlig zufrieden und mit sich im Reinen bei der visuellen Beobachtung.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner,

wenn der Händler gegen Aufpreis die Möglichkeit schafft sich aus getesteten Instrumenten eines auszusuchen ist das, meiner Ansicht nach, auch völlig ok. Ich würde mir nur wünschen, dass dies transparent gemacht wird und nicht in 'Hinterzimmer' für die 'guten Kunden' (was immer das sein soll) geschieht. Dann hat jeder die Wahl.

Viele Grüße
Michael
 
... genau... und alles was aus China kommt sind " Chinaböller" die natürlich weit weg sind von den "ganz anderen Herstellern" ...
 
Hallo Michael,

ich schreibs nochmal: Auch Massenware braucht QM und daher sehe ich keinen Grund die Messprotokolle nicht dem Kunden mitzugeben. Oder, wie in der Elektronikindustrie, ein verbindliches Datenblatt zu dem Produkt, d.h. Angaben über Bereiche von Strehl, Oberflächenrauheit, Durchlasskurven der Metallisierung, etc. in dem auch Dein Spiegel liegen sollte. Dadurch erhälst Du auch Rechtssicherheit bei Reklamation. Und die Arbeit des Händlers wird auch einfacher und preiswerter, denn er kann gleich zurückschicken, wenn die versprochenen Werte nicht zu den Spezifikationen passen. Ich kann mir vorstellen, dass es für die Händler ganz schön ärgerlich ist, wenn da ein Kunde 5 x 12" Spiegel bestellt, den besten behält und die Restlichen zurückgehen lässt. Das zahlen ja die anderen Kunden mit.
So, wie es jetzt ist, sind wir auf die Kulanz der Händler angewiesen, wenn die keine Angaben machen. TS schreibt immerhin "garantiert beugungsbegrenzt" o.ä. dazu, das ist aber nur ein Anfang.

Kaufst Du einen Wafer, bekommst Du einklagbare Daten zum Durchmesser, Kristallorientierung, Durchmesser + Toleranz (TTV), Bow, Warp, Mikrorauheit, Doping, etc. dazu.
Schau beispielsweise mal hier:

Wafer sind sogar noch viel eher Massenprodukte als Teleskopspiegel:

Nebenbei:
Die Nr. 2 auf dem weltweiten Wafermarkt ist die deutsche Siltronic AG - das nur nebenbei. ;-)
Sie wäre vor ein paar Jahren beinahe nach Asien verkauft worden. Habek hat jedoch Veto eingelegt - Gott-sei-Dank!
Aber das nur ganz nebenbei - bitte hier nicht diskutieren oder ein neues Thema aufmachen ;-)

Claus
 
... genau... und alles was aus China kommt sind " Chinaböller" die natürlich weit weg sind von den "ganz anderen Herstellern" ...
Ich hätte den Passus besser mit 'Ironie' kennzeichnen sollen, war aber der Annahme aus dem Kontext meiner bisherigen Posts wäre das klar :)
Meine Gerätschaften stammen fast alle aus chinesischer Produktion und ich bin damit absolut fein.
 
Die suchen sich aber nicht den besten Chinaböller aus sondern kaufen von ganz anderen Herstellern. Es geht da ja nicht darum sich den besten Skywatcher Esprit auszusuchen. Man will ja auch nicht den schnellsten Opel sondern halt einen Ferrari ;)

Viele Grüße
Michael

Das ist halt eine Preisfrage. Wenn die QM automatisiert wird, kostet die Prüfung auch nicht mehr so viel. Automatisierung ist der Schlüssel, wie schon oben beschrieben.
 
ich schreibs nochmal: Auch Massenware braucht QM und daher sehe ich keinen Grund die Messprotokolle nicht dem Kunden mitzugeben.
Du hast Deinen Standpunkt sehr deutlich gemacht und ich respektiere Deine Argumente. Daher ist es in meinen Augen nicht notwendig sie zu wiederholen. Respektiere bitte auch meine Ansichten, auch wenn sie mit Deinen nicht im Einklang sind. Wir sind da halt unterschiedlicher Meinung.

Persönlich glaube ich, würden die Hersteller Deiner Forderung nachkommen, hätten wir hier schneller einen Thread mit Diskussionen über die Glaubwürdigkeit der Messwerte als Du 'Qualitätssicherung' sagen kannst.

Viele Grüße
Michael
 
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