Hallo Sternfreunde,
Takahashi produziert drei Refraktorserien:
1) FSQ Astrographen für Großformat, mit sehr guter visueller Abbildung.
2) TOA orthoskopische APO mit perfekter photo- und visueller Eignung
3) TSA APO (sowie FS und Sky) mit perfekter visueller Abbildung
und sehr guter fotografischer Eignung.
Visuell ist der TSA durch nichts zu toppen, Korrektur, Kontrast
und Farbreinheit sind Referenzstandard. Dazu kommt eine
unvergleichliche Praxistauglichkeit, die leichten, dünnen Linsen
haben in Rekordzeit ihre Temperaturanpassung erreicht.
Soll nun hier über das 100% Bildfeld die astrofotografische
Tauglichkeit der TSA in Frage gestellt werden? Klar, das 100%
Bildfeld ist nur wenige mm groß, weil die Priorität bei 100%
visuellem Kontrast liegt und die Blenden entsprechend plaziert
sind.
In der fotografischen Praxis interessiert die Ausleuchtung über
das gesamte Bild, und hier liefert der TSA-120 in der Ecke von
DSLR-Format (APS-C) über 95% Ausleuchtung.
Nur die Ausleutung sagt etwas über die fotografische
Tauglichkeit. Dazu gibt es ein sehr einfaches Experiment: Wir
haben einen TSA-120 (f/7,5) genommen und mit einer DSLR den
blauen Himmel fotografiert (dabei natürlich die notwendige
Statistik betrieben) und die Belichtung diagonal über den Chip
ausgewertet. Das Bild zeigt die Helligkeiten in den drei
Farbkanälen über die 27mm Diagonale im Primärfokus. Das Bild mit
Reducer sieht absolut identisch aus!
Link zur Grafik:
http://www.astro-markt.de/images/tsa-120-2z-steck-ausleuchtung-apsc-n06.jpg
Die x-Achse ist die Bilddiagonale, die y-Achse gibt die
Helligkeitswerte wieder. Dabei zeigt sich, daß die "Abschattung"
13mm außerhalb der Mitte maximal 5% beträgt. Maximal deshalb,
weil andere Effekte (vor allem unsymmetrische Beleuchtung der
Mikrolinsen auf dem Chip) eine Vignettierung reinbringen, die mit
der Optik nichts zu tun hat und jeden entsprechenden Chip trifft.
Mit Reducer ist der Verlust auch nur 5%, was dafür spricht, daß
der Effekt tatsächlich eher vom Chip als von der Vignettierung
des TSA-120 kommt.
Fazit: Die Größe vom 100% Bildfeld ist für die Praxis irrelevant.
Stattdessen betrachten wir die leicht meßbare Beleuchtung
außerhalb der optischen Achse. Der TSA-120 zeigt für DSLR-Kameras
mit APS-C Chip ein vorbildlich ausgeleuchtetes Bildfeld, dessen
Helligkeitsabfall jenseits jeder Diskussion liegt. Mit anderen
Worten: Mit gängigen Chipgrößen ist ein TSA "flat".
Klaren Himmel,
Karl Thurner
Intercon Spacetec