Ausleuchtung des TSA-120

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Zitat von Gerd_Duering:
Die Formel d_1/2 = B f/(f-f') ist also wirklich nur eine Näherrung.
Hallo Gerd nochmal,

Es sollte auch nicht mehr als eine "Faustformel" sein, mit dem begrenzten Zweck, dem Fragesteller klarzumachen, dass er sich beim Photographieren von Planeten über die Ausleuchtung seines Chips keine Sorgen machen muss.

Diese Formel gilt exakt nur im zweidimensionalen Fall, wenn der Strahlengang sich auf die Hauptebene beschränkt. Im allgemeinen Fall kommt man für exakte Berechnungen wohl kaum ohne aufwändige Integralrechnungen zum Ziel. Dann kann man auch gleich eine professionelle Trajektoriensimulation mit Oslo oder dgl. machen, so wie Du das sehr schön zeigst.

Für praktische Betrachtungen ist die Näherung gleichwohl sehr nützlich, zumal die Feldgröße d_1/2, innerhalb derer die Ausleuchtung also überall besser als 50% ist, in der Regel eine viel größere Bedeutung für den Amateur hat als die Größe d des abschattungsfreien Feldbereichs.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
Hallo Markus,

Ich habe lediglich einen FS128 Auszug auf Lager, ob dort der Blendendurchmesser der gleiche ist wie bei den anderen Taks mit 2.7" Auszug kann ich derzeit nicht sagen.

na ja zumindest könntest Du ja mal sagen wie der Blendendurchmesser bei diesem OAZ ist, dann hätten wir wenigstens einen Anhaltspunkt.
Natürlich lässt sich die korrekte Feldausleuchtung nur bei Kenntnis der exakten Parameter errechnen und so werden wir halt ohne das da mal jemand nachmisst oder exakte Herstellerangaben vorliegen nun mal auch keinen exakten Wert für die Feldausleuchtung bekommen.
Also kein Grund jetzt zu streiten.

Das Foto sagt leider recht wenig und beim Peilen kann man sich schon vertun, exakte Maße sind mir da wesentlich lieber.


Ein Böser Bube hat mir jedoch zugemunkelt , das mann dadurch den Feldastigmatismus Lichtmäßig abschwächt und dies dadurch auf Photos besser aussieht, ob dem so ist , kann ich als Nichtphotograf nicht beurteilen .

Gerd kann man mit deiner Software ausrechnen, ob du das enge Blendensetzen ein Kontrastvorteil entstehen kann gegen über einem Teleskop mit Blenden die sagen wir ein 40 mm Feld zu 100% ausleuchten ????

Na dann schauen wir mal.
Natürlich kann ich den Einfluss der Blenden mit Oslo errechnen (@Peter natürlich nicht das Streulicht)

Ich mach das mal am Beispiel eines 150 f/8 ED Duplet, da hatte ich ja wie Du weist etliche Versionen von gerechnet.
Betrachtet wird ein Feldwinkel von 1° entsprechend 41,8mm Felddurchmesser.
Bei einer moderraten Blende wo das zu 100% ausgeleuchtete Feld von den 41,8mm auf 30mm abgeblendet wird ist noch kein nennenswerter Effekt zu bemerken, das hab ich hier mal ausführlich dokumentiert.
 

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Die Bildfeldwölbung hab ich in der Wellenfrontdarstellung mal rausgehalten, es ist also rein der beim Refraktor unvermeidliche Asti der sich hier im Feld zeigt.
Unten auch mal die Sternabbildung.

Natürlich ergibt die Kombination Asti + Bildfeldwölbung (Defokus) diese Ostereier, gelingt es den Asti zu mindern werden die Sterne wieder runder, was wesentlich unauffälliger ist, auch wenn die Bildfeldwölbung diese weiterhin aufbläht.

Um das zu erreichen ist aber schon eine sehr enge Blende erforderlich eine Übersicht mit unterschiedlichen Blendendurchmessern hab ich mal hier erstellt.

Ich will aber noch mal deutlich sagen das es sich hier um eine perfekt zentrierte Optik handelt, in der Realität wird man das nicht in dieser Perfektion erreichen und gerade im Feld macht sich selbst die winzigste Dezentrierung von der auf der Achse noch nichts zu merken ist bereits bemerkbar so das sich in der Realität immer auch etwas Koma zum Asti gesellt.
Das heißt die Verbesserung der Sternabbildung im Feld durch enge Blenden wird in der Praxis etwas deutlicher ausfallen.

Grüße Gerd
 

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Hallo Peter,

Es sollte auch nicht mehr als eine "Faustformel" sein, mit dem begrenzten Zweck, dem Fragesteller klarzumachen, dass er sich beim Photographieren von Planeten über die Ausleuchtung seines Chips keine Sorgen machen muss.

Diese Formel gilt exakt nur im zweidimensionalen Fall, wenn der Strahlengang sich auf die Hauptebene beschränkt. Im allgemeinen Fall kommt man für exakte Berechnungen wohl kaum ohne aufwändige Integralrechnungen zum Ziel. Dann kann man auch gleich eine professionelle Trajektoriensimulation mit Oslo oder dgl. machen.

Für praktische Betrachtungen ist die Näherung gleichwohl sehr nützlich, zumal die Feldgröße d_1/2, innerhalb derer die Ausleuchtung also überall besser als 50% ist, in der Regel eine viel größere Bedeutung für den Amateur hat als die Größe d des abschattungsfreien Feldbereichs.
ja natürlich ist Deine Formel auch wenn es nur eine Näherrung ist sehr nützlich.
Ich wollte die Formel wirklich nicht irgendwie schlechtmachen sondern einfach mal die Sache etwas anschaulich mit Hilfe von Oslo dokumentieren.

Ich freu mich über diese Formel weil ich auch ein Freund möglichst einfacher und für Jeden nachzuvollziehender Rechnungen bin.
Und das leistet diese Formel hervorragend.

Grüße Gerd
 
Hallo Peter, hallo Gerd

derzeit habe ich nur einen 5"F/8 hier, aber der zeigt das gleiche Blendendesign wie ich es von allen 2 Linsern und dem TSA kenne.
Ich habe heute morgen den Tubus nicht zerlegt, aber mal das üblich benutzte Blendenshema Nichtmaßstabsgetreu gezeichnet. ich habe es auseinandergezogen um die Konfiguration richtig sichtbar zu machen und diese sieht so aus

Link zur Grafik: http://bilder.apm-telescopes.de/images/secondhand/1336_4.jpg

Das heist die eigentlichen Tubusblenden lassen im Fokus wirklich nur das mini Feld ausleuchten.
Die erste Auszugsblende ist größer.
Grob mit dem Auge eine Linie gezogen und grob ausgemessen ziehe ich die Linie vom vorderen Linsenrand über die letzte Tubusblende über die innerste Auszugszublende. Die Linie sehe ich wenn ich per Auge ca. 10 mm vom Linsenrand wegbleibe> bei eingezogenem Auszug.
Ziehe ich den Auszug ganz raus ( zum Bsp. für geradeischtbeobachtung) so fährt diese innerste Auszugsblende weiter zurück und ich kann die Linie erst sehen, wenn ich ca. 18 mm vom Linienrand weg bin.

Zieht euch nicht an den Zahlen hoch, das sind grob pi mal daume Zahlen und diehnt nur zur veranschaulichung.

Um echte Zahlen zu bekommen, müsste Peter seine Linse abschrauben und alles vermessen.

Für mich sieht das ganze dann so aus :

für die visuelle Beobachtung hat Tak damit die Blenden ganz eng zugezogen um maximale Streulichtunterdrückung zu erziehlen.Die Randverdunklung sieht man eh nicht , visuell.

Beim Photografieren schraubt man ja üblicherweise den Korrektor ans Ende des Auszugs und dort wo der Korrektorlinseneingang sitzt, ist das zu 100% ausgeleuchtete Feld damit deutlich größer und es wird eine gute Korrektorausleuchtung erziehlt, weswegen man auf den Photos auch nichts negatives sieht.

Nur wenn man ohne Korrektur photografiert hat man die extreme Vignetierung , das es keinen Korrektor gibt der viel weiter zum Objektiv die Strahlen auffängt und relativ paralell zur Kamera bringt


Schaut man sich diese Grafik von TMB mal an

Link zur Grafik: http://bilder.apm-telescopes.de/images/artikel/27773_10.jpg

dann ergibt es einen Sinn das im Takauszug die Blenden am Auszugseingang enger sind als hinten richtung Fokus


Vielleicht ist das ja die Erkärung.

hier habe ich noch ein Bild vom FS128 gefunden

Link zur Grafik: http://bilder.apm-telescopes.de/images/secondhand/1336_6.jpg


und ich habe von Vixen Zeichnungen vom Vixen Fluorite FL102S wie man dort die Blenden baut, sowie man es eigentlich kennt

Link zur Grafik: http://bilder.apm-telescopes.de/images/secondhand/1336_5.jpg
 
Hallo Markus,

wenn ich Dich richtig verstehe ist aber die entscheidende Blende fest und der Korrektor sitzt dahinter. Somit kann sich mit oder ohne Korrektor nichts am 100% ausgeleuchteten wahren Himmelsausschnitt ändern, nur über die Effektivbrennweite ändert sich dann das sich daraus ergebende Feld in Millimetern.

Da stimmt etwas noch nicht, entweder die Blende ist nicht so wie von Dir eingezeichnet, oder die Ausleuchtung ist auch mit Korrektor nicht besser.

Clear Skies
Sven
 
Sven

du verstehst es nicht, nochmals langsam, schau dir dazu meine Skizze an

Das Okular mit Okularfeldblende sitzt beim Fokus , wo der Felddurchmesser nahe Null ist

Der Korrektor wird aber am Auszugsende eingeschraubt wo das voll ausgeleuchtete feld deutlich größer ist , wenn auch nicht bis zum Rand des Korrektors voll ausgeleuchtet

jetzt Klar ?

 
Hallo Markus,

das geht nicht.

Also: Feststehende Blenden liefern stets dieselbe Feldausleuchtung, egal wo das Okular sitzt.

Bewegliche Blenden ändern etwas an der Feldausleuchtung. Eine Eintrittslinse egal ob in Okular oder Korrektor ist eine solche. Aber auch die Blenden die sich mit dem OAZ-Rohr verschieben.

Daraus folgt:
- Die von Dir verantwortlich gemachte Blende ist eine feststehende Blende und kann nicht schuld sein.
- Der Korrektor könnte nur dann mehr Feld liefern, als durch die "angeblich verantwortliche Blende" geht, wenn dieser vor eben dieser Blende sitzt und einen größeren Einlass hat als diese. Das funktioniert nicht, weil man den Korrektor einfach nicht durch die Blende bekäme. Widerspruch, also unmöglich.
- Durch den Korrektor ändert sich die OAZ-Position drastisch. Der OAZ wird weiter herausgedreht. Dadurch rücken alle Blenden im OAZ (vor dem Korrektor) incl. der Eintrittsöffnung des Korrektors näher an den Primärfokus. Die Feldausleuchtung verbessert sich, unter der Prmäisse, dass keine näher zum Objektiv hin liegende Blende schon die Feldausleuchtung reduziert. D.h. Widerspruch zu der von Dir verantwortlich gemachten Blende, aber eine Erklärung für das von Dir beobachtete Verhalten (wenn es denn so ist), unter der Annahme, dass Deine Vermutung zur schuldigen Blende falsch ist.

Markus, ich denke Du liegst hier falsch, da beißt die Maus keinen Faden ab!

Clear Skies
Sven
 
Hallo Markus,

Das heist die eigentlichen Tubusblenden lassen im Fokus wirklich nur das mini Feld ausleuchten.

ja auf Deiner Skizze sieht das in der Tat so aus aber wie Du schon schreibst es ist ne Skizze ohne exakte Maße und nicht Maßstabsgetreu.
Sorry aber ohne exakte Maße bleit es erst mal Spekulation wie groß das 100% ausgeleuchtete Feld nun wirklich ist.


Beim Photografieren schraubt man ja üblicherweise den Korrektor ans Ende des Auszugs und dort wo der Korrektorlinseneingang sitzt, ist das zu 100% ausgeleuchtete Feld damit deutlich größer und es wird eine gute Korrektorausleuchtung erziehlt, weswegen man auf den Photos auch nichts negatives sieht.

Das Okular mit Okularfeldblende sitzt beim Fokus , wo der Felddurchmesser nahe Null ist

Der Korrektor wird aber am Auszugsende eingeschraubt wo das voll ausgeleuchtete feld deutlich größer ist , wenn auch nicht bis zum Rand des Korrektors voll ausgeleuchtet
Um Irritierungen zu vermeiden ist es das sinnvollste hier nicht die Durchmesser in mm sondern den Feldwinkel zu betrachten.
Der maximal mögliche Feldwinkel wird von den Blenden im Tubus fest vorgegeben, völlig gleichgültig was da Hinten noch drankommt und an welcher Stelle es drankommt.
Natürlich kann der Winkel durch eine dahinterliegende „Engstelle“ nochmals reduziert werden aber er kann unmöglich vergrößert werden.

Was sich dann als Feld in mm ergibt hängt wieder von der Effektivbrennweite ab.
Der Felddurchmesser in mm kann sich also ändern wenn der Korrektor einen Verkürzungs oder Verlängerungsfaktor hat.

Verändert der Korrektor die Brennweite nicht ändert sich auch nichts am Feld in mm, vorausgesetzt der Korrektor hat die für den Feldwinkel in diesem Fokusabstand nötige freie Öffnung.

Also wenn der Korrektor einen Verlängerrungsfaktor hat wird das Feld in mm zwar größer nicht aber der Feldwinkel.

Der Feldwinkel ist sowohl bei Visueller wie Fotografischer Nutzung der gleiche wenn keine zusätzliche Reduktion hinter den Tubusblenden besteht.

Grüße Gerd
 

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Sven

du verstehst es leider noch immer nicht, ich versuchs daher nochmals.
3
Die Blenden im Tubus sind fest und sind die einzige ursache warum im Fokus so ein kleines Feld ausgeleuchtet ist. Die Blenden im Auszug sind beweglich und würden deutlich bessere Ausleuchtung im Fokus zulassen, wenn die Blenden im Tubus nicht vorhanden währen.

Das Okular sitzt im Fokus.

Der Korrektor sitzt sehr weit vorm Fokus , wenn dieser angeschraubt ist , verlagert sich der Fokus nach Innen und nicht wie du meinst nach aussen.

Die Eintrittsöffnung des Korrektors sitzt also viel näher an der letzten Tubusblende . Je Näher die Optik zu dieser letzten Blende kommt, desto größer ist sein ausgeleuchtetes Feld.

Schieb dir Gedanklich den Korrektor im Tubusblendenstrahlengang an die letzte Blende ran und du merkst dieser Konus wird größer je näher du kommst

jetzt kapiert ? oder soll ich dir noch ne Skizze machen ?
 
Gerd, Sven

1, Ohne Zahlen keine genaue Ermittlung , schon klar, aber das Shema sieht genau so aus und andere wenn Sie möchten können eventuell ausmessen und Zahlen auf den Tisch bringen.
Ich habe derzeit nur einne FC125 hier, bei dem ich das bsp. bringen und vermessen könnte

2, Ich glaube wir reden aneinander vorbei, deswegen die folgende Skizze

Link zur Grafik: http://bilder.apm-telescopes.de/images/secondhand/941_6.jpg

da wo der Korrektoreingang ist, sit der zu 100% ausgeleuchtete Kegel viel größer als da wo die Okularblende sitzt

Sind wir jetzt wieder auf einem Nenner ?
 
Kurze Ergänzung bzw. Korrektur , das weitere Vorne sitzen des Korrektors vergrößert nicht das Photografisch zu 100% ausgeleuchtete Feld , sondern eine Erhöhung der Ausleuchtung durch gegenüber eintretente Strahlbündel, weswegen es logisch ist das sich die Blenden im Auszug nach hinten ausweiten um diese gegenüberliegende Strahlen aufzufangen.

 
Hallo Markus,

Dein Licht läuft Rückwärts. Mein Licht kommt von vorne. Wenn vorne eine Blende Licht wegnimmt, kann hinten keine Korrektorposition welches zuzaubern! Der Korrektor kann nicht von Hinten dafür sorgen, dass von vorne laufendes Licht anders durch den Tubus geht.

Daher ist die ganze Nummer die Du erzählst großer Quark!

Zeichne mal Deine Strahlenkegel so ein, dass sie mit passendem Winkel für das f/x des Teleskops passend sind. Man kann nicht einfach den Korrektor irgendwo einzeichnen und von da Striche zu den Linsenkanten ziehen! Die Linse bestimmt den Winkel in dem der Strahlenkegel zusammenläuft. Der muss in der Zeichnung stimmen und ohne Maßstab geht da gar nichts.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Markus,

Kurze Ergänzung bzw. Korrektur , das weitere Vorne sitzen des Korrektors vergrößert nicht das Photografisch zu 100% ausgeleuchtete Feld

schön das Du Dich bezüglich des 100% ausgeleuchteten Feldes korrigiert hast.
Die Formel von Peter erklärt ja auch warum der Durchmesser des Korrektors in Deiner letzten Skizze größer sein muss wie das zu 100% ausgeleuchtete Feld im Fokus.

sondern eine Erhöhung der Ausleuchtung durch gegenüber eintretente Strahlbündel, weswegen es logisch ist das sich die Blenden im Auszug nach hinten ausweiten um diese gegenüberliegende Strahlen aufzufangen.

Hier weiß ich nicht so recht wie Du das meinst.

Wenn Du Dich an der Zemax Zeichnung orientierst.

Das vordere Element des Flatteners ist ja eine Sammellinse also wird der Strahlkegel steiler und auch die Feldstrahlen fallen jetzt steiler.
Die folgende Zerstreuungslinse sorgt dann wieder für flachere Winkel.
Solche Korrektoren wie in der Zemax Zeichnung weisen einen geringen Verlängerungsfaktor auf.
Ganz konkret verlängert der dort gezeigte Flattener die Brennweite des 105/650mm APOs von 650mm auf 663,6mm.
Damit wir bei gleichem Feldwinkel das Feld in mm ebenfalls um Faktor 1,02 vergrößert.

Der steilere Kegel von Linse1 wird hier durch Linse2 praktisch fast wieder in den Originalwinkel des Objektives gebracht so das sich fast wieder das gleiche Feld in mm ergibt.

Möglicherweise Irritiert ja der Strahlengang etwas.
Im Anhang auch mal ein von mir für einen ED120 gerechneter Flattener mit ebenfalls geringfügigem Verlängerungsfaktor
Der Feldwinkel ist auf 2° festgelegt
Die Brennweite wird von 905mm auf 932,7mm verlängert.
Das 100% Feld in mm wird daher von 63,2mm auf 65,1mm vergrößert.
Felddurchmesser = tan 2° * Brennweite*2.
Der Feldwinkel ist in beiden Fällen 2°!


Dich irritiert eventuell auch die Tatsache das die Blenden im OAZ hinte wieder größer werden.
Der Grund liegt in der angestrebten „weichen“ Vignettierung.
Wie schnell die Ausleuchtung im Feld abfällt hängt ja an dem Abstand der Blende welche die „Engstelle“ im Strahlenkegel darstellt.
Der Durchmesser der Blende ist natürlich vom Fokusabstand abhängig, siehe Peters Formel, die nach mm kleinste Blende muss nicht immer zwangsläufig die „Engstelle“ sein.

Je weiter diese vom Fokus entfernt ist desto weicher ist der Lichtabfall im Feld.
Ich hab das mal im Anhang anhand der 50% Ausleuchtung verdeutlicht.

Bei TAK strebt man also eine weiche Vignettierung an weshalb man die „Engstelle“ in größerem Fokusabstand am vorderen Ende des OAZ gesetzt hat.
Die der gewählten „Engstelle“ nachfolgenden Blenden müssen dann wieder größer werden, das klingt zwar erst mal paradox aber ich hoffe die Zeichnungen 2 und 3 im Anhang zeigen warum.

Mit dem Korrektor hat das übrigens nichts zu tun, der sitzt außerdem ohnehin hinter dem OAZ und damit hinter sämtlichen Blenden, natürlich auch den Blenden im OAZ.

Das man bei TAK die Blenden hinten im OAZ wieder größer wählt deutet allerdings schon drauf hin das die „Engstelle“ nur ein recht kleines zu 100% ausgeleuchtetes Feld zulässt.

Hier würde mich jetzt schon mal der Durchmesser der vorderen Blende im OAZ interessieren.

Grüße Gerd
 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Gerd

danke für die Bilder, so hatte ich es gemeint, weswegen Takahashi die Blenden hinten wieder aufweitet

alles klaro dann

bekomme vielleicht von einem TSA 120 Besitzer mal Bilder geschickt
 
Hallo Markus,

dann würde der Korrektor insofern was verbessern, weil dadurch die Effektivbrennweite verkürzt wird, wodurch eine hinten liegende Blende dann näher am Primärfokus liegt und dadurch winkelmäßig größer ist. Funktioniert aber nur für Blenden hinter dem Korrektor (vom Objektiv aus gesehen).

Clear Skies
Sven
 
Hallo zusammen,

ich hatte das gleiche Problem bei meinem kleinen Takahashi FS78 samt dem originalen FS78 Reducer/Flattener. An selbigem wollte ich mein Kamerasetup bestehend aus SBIG ST8300M und dem SBIG FW8-STL Filterrad hängen. Erste Versuche zeigten eine fürchterliche Vignettierung auf dem CCD, welcher ja bekanntlich mit 22,5 mm Diagonale nicht der Größte seiner Spezies ist. Also habe ich zum Einen das gemacht, was Markus beschrieben hat, nämlich von vorne durch das Objektiv geguckt, und zum Anderen habe ich das gute Stück komplett zerlegt um die genauen Blendendurchmesser und Positionen zu ermitteln. Diese habe ich dann massstabsgetreu in eine 1:1 Zeichnung eingezeichnet und kam dabei auf ein 100% ausgeleuchtetes Feld von ca. 8 mm Diameter, wobei die Blenden im Auszug, bzw. auch das Auszugsrohr selbst der am meisten Vignettierende Faktor war (je nach Stellung). Da der OAZ aber mit meinem Kameragewicht sowieso völlig überfordert war, habe ich flux mal einen 2,5" Starlightauszug drangebaut, der zum Einen sehr stabil ist und zum Anderen einen genügend großen freien Durchlass besitzt. Nun habe ich mir in meiner 1:1 Zeichnung den Strahlengang für ein 100% ausgeleuchtetes Feld mit 23mm Diameter eingezeichnet und geguckt, wo ich welche Blende mit vorhandenem Diameter sinnvoll wieder anbringen kann. Dabei kamen die erste und zweite Blende vom Objektiv kommend an ungefähr die Stelle der zweiten und dritten Blende. Die Ursprünglich dritte Blende hatte einen zu kleinen Duchlass und wurde aufgedreht, so dass sie ungefähr an der Stelle der ursprünglich ersten Blende zu liegen kam. Nun habe ich mit dem kleinen Ding ne menge Spass und ein zu 100% ausgeleuchtetes Bildfeld für meine CCD-Größe. Wie das Ding umgebaut aussieht, könnt ihr auf meiner Homepage sehen.

Um nun zur Eingangsfrage zurück zu kommen: Da die Teleskope der FS-Serie vorwiegend zur visuellen Nutzung vorgesehen waren, hat Takahashi meines Erachtens mehr wert auf eine gute Streulichtunterdrückung als auf ein großes ausgeleuchtetes Bildfeld gelegt, und da reichen 8mm 100% ausgeleuchtetes Bildfeld dicke. Durch die Abwandlung meines Blendendesigns konnte ich allerdings keinen Unterschied in der Kontrastleistung feststellen. Ich nehme an, dass beim TSA eine ähnliche Philosophie verfolgt wurde, da Takahashi zu Fotografie ja extra dafür gerechnete Optiken anbietet, z. B. den FSQ.

Ich hoffe, das hilft ein wenig weiter...

Grüße Markus
 
Hallo Sternfreunde,

Takahashi produziert drei Refraktorserien:

1) FSQ Astrographen für Großformat, mit sehr guter visueller Abbildung.
2) TOA orthoskopische APO mit perfekter photo- und visueller Eignung
3) TSA APO (sowie FS und Sky) mit perfekter visueller Abbildung
und sehr guter fotografischer Eignung.

Visuell ist der TSA durch nichts zu toppen, Korrektur, Kontrast
und Farbreinheit sind Referenzstandard. Dazu kommt eine
unvergleichliche Praxistauglichkeit, die leichten, dünnen Linsen
haben in Rekordzeit ihre Temperaturanpassung erreicht.

Soll nun hier über das 100% Bildfeld die astrofotografische
Tauglichkeit der TSA in Frage gestellt werden? Klar, das 100%
Bildfeld ist nur wenige mm groß, weil die Priorität bei 100%
visuellem Kontrast liegt und die Blenden entsprechend plaziert
sind.

In der fotografischen Praxis interessiert die Ausleuchtung über
das gesamte Bild, und hier liefert der TSA-120 in der Ecke von
DSLR-Format (APS-C) über 95% Ausleuchtung.

Nur die Ausleutung sagt etwas über die fotografische
Tauglichkeit. Dazu gibt es ein sehr einfaches Experiment: Wir
haben einen TSA-120 (f/7,5) genommen und mit einer DSLR den
blauen Himmel fotografiert (dabei natürlich die notwendige
Statistik betrieben) und die Belichtung diagonal über den Chip
ausgewertet. Das Bild zeigt die Helligkeiten in den drei
Farbkanälen über die 27mm Diagonale im Primärfokus. Das Bild mit
Reducer sieht absolut identisch aus!

Link zur Grafik: http://www.astro-markt.de/images/tsa-120-2z-steck-ausleuchtung-apsc-n06.jpg

Die x-Achse ist die Bilddiagonale, die y-Achse gibt die
Helligkeitswerte wieder. Dabei zeigt sich, daß die "Abschattung"
13mm außerhalb der Mitte maximal 5% beträgt. Maximal deshalb,
weil andere Effekte (vor allem unsymmetrische Beleuchtung der
Mikrolinsen auf dem Chip) eine Vignettierung reinbringen, die mit
der Optik nichts zu tun hat und jeden entsprechenden Chip trifft.
Mit Reducer ist der Verlust auch nur 5%, was dafür spricht, daß
der Effekt tatsächlich eher vom Chip als von der Vignettierung
des TSA-120 kommt.

Fazit: Die Größe vom 100% Bildfeld ist für die Praxis irrelevant.
Stattdessen betrachten wir die leicht meßbare Beleuchtung
außerhalb der optischen Achse. Der TSA-120 zeigt für DSLR-Kameras
mit APS-C Chip ein vorbildlich ausgeleuchtetes Bildfeld, dessen
Helligkeitsabfall jenseits jeder Diskussion liegt. Mit anderen
Worten: Mit gängigen Chipgrößen ist ein TSA "flat".


Klaren Himmel,
Karl Thurner
Intercon Spacetec
 
Danke für die Infos an ICS. Interessanter Thread. Habe noch keine Kamera, bin aber schon gespannt.

CS
Dirk
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Karl,

Eine hübsche Messung, die nun hoffentlich Ruhe im Hühnerstall bringen wird.

Zum Thema Pixel Vignetting gibt's übrigens dieses bekannte Papier:

QE Reduction due to Pixel Vignetting in CMOS Image Sensors

Der Effekt beruht auf einer mit zunehmendem Einfallswinkel größer werdenden Abschattung der tiefer gelegenen Photodioden. Der Effekt tritt nicht nur bei Sensor Chips mit Mikrolinsen auf, bei diesen ist er aber besonders stark ausgeprägt.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
Hallo,

der Thread ist ja mittlerweile ziemlich alt und ich muss ihn nochmal aufmachen.
Meine Frage wäre an alle Besitzer eines TSA- 120 welches Chipformat ohne Vignettierung belichtet werden kann (ohne Extender oder Reducer).
Im Haus ist eine EOS 50D mit dem bekannten APS-C Format da.
Wird der Chip ausgeleuchtet oder doch nicht?
Den Antworten hier zufolge dürfte eine Vignettierung erst ab 40 mm Diagonale auftreten und das müsste mit APS-C eigentlich klappen.
Aber als Neuling in diesem Gebiet, wollte ich diese Frage doch noch mal den Profis stellen.

MfG und auch CS,

Tobias
 
Hallo Tobias, dann schau Dir doch nochmal den Post von Karl Thurner zu dieser Frage an:

Re: Ausleuchtung des TSA-120

>> Fazit: Der TSA-120 zeigt für DSLR-Kameras mit APS-C Chip ein vorbildlich ausgeleuchtetes Bildfeld, dessen Helligkeitsabfall jenseits jeder Diskussion liegt. Mit anderen Worten: Mit gängigen Chipgrößen ist ein TSA "flat". <<



 
Hallo P_E_T_E_R,

vielen Dank für die Antwort.
Den Thread kannte ich schon, bin aber weiter oben schon abgestorben... ;-)

Gruß

Tobias
 
Bin jetzt nicht der Fotograf, habe aber zwei mal durch den TSA-120 fotografiert (Canon550D). Für mich ist die Aussage von Karl Thurner zutreffend.

CS
Dirk
 
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