Auswahl eines Einsteiger-Reflektor 130/650

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Hallo Mavo,

Hier ist eine Seite, die sich mit "Balkonastronomie" beschäftigt. Da gibt´s auch 2 Bilder die Dir vielleicht weiterhelfen.

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Gruß, Tilo
 
Ein (größerer) Dob auf dem Balkon ist sehr unpraktisch, und ein parallaktisch montierter Newton auch.
Ich weiß, dass du die Cassegrain-Abkömmlinge ausschließt, aber gerade die würden das meiste deiner Forderungen erfüllen: Gut geeignet für hohe Vergrößerungen = gute Unterstützung der Objekte des Sonnensystem, typische Stadtobjekte also. Immer bequemer Einblick insbesonder bei Gabelmontierungen, kurze Bauhöhe, Öffnungen um 5 Zoll sind kein Problem. Die einzige ernstzunehmende Einschränkung ist das Gesichtsfeld von deutlich unter 2°. Das heißt aber nicht, dass bei Deep Sky "nichts geht", wie oft behauptet. Lediglich die (wenigen) großflächigen Nebel und Sternhaufen erleiden merkliche Einschränkungen. Die GC, die meisten OC, praktisch alle PN und die große Überzahl der Galaxien passen gut ins Gesichtsfeld. Und für den Nordamerikanebel oder den Plejaden samt Meropenebel unter dunklem Gebirgshimmel ist als Ergänzung irgenwann mal ein größeres Ferbnglas da, fertig.
 
Hallo Leute,

die erste Frage wäre doch bezüglich des Balkons zu stellen.
Ich kenne Leute, die einen 120 cm breiten und 240 cm langen Grasstreifen als Wiese bezeichnen und ich kenne Balkone die länger und breiter sind.

Gruß
*entfernt*
 
@logi: stimmt schon, mit den parallaktischen Montierung ist man wohl flexibler. Heritage also vorübergehend wieder tot :)

@Tilo: Sehr interessante Bilder, danke! Unser Balkon hier ist größer (=tiefer).

Generell ist es so, dass es mir nicht um den Balkon zuhause geht, sondern um den der Häuser, in denen ich Ferien mache. Da würde ich das Teleskop gerne vorwiegend nutzen (Klar, bei mir zuhause ists eh zu hell für DeepSky, da käme ein Cassegrain-Teleskop definitiv in Betracht!). Und auch in den Häusern, in denen ich schon war und in die ich wieder kommen werde, ist der Balkon wohl groß genug, denke ich.

@Uwe: wie beschrieben, gänzlich uninteressant ist ein Cassegrain nicht mehr, wo ich jetzt ja dank Eurer Hilfe mehr weiß. Aber wie gesagt, mich reizt halt auch ein wenig DS an dunklen Orten, da hab ich einfach Bedenken. Am besten wäre durchschaun, aber das wird wohl vor meinem Urlaub nix werden :(

Aber ist generell der Durchmesser eines 102er-Cassegrains wie diesem hier nicht zu klein für DS? Dass das Gesichtsfeld für vieles ausreicht seh ich sein, aber wie ist das mit der Helligkeit?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

der verlinkte 102mm Maksutov ist für DS schon klein - es gibt aber auch Varianten mit 127mm und 150mm, welche zwar etwas größer sind, aber immernoch als kompakt zu bezeichnen sind.
Schau mal auf der Seite des von dir verlinkten Händlers.

Wenn du an dunklen Orten DeepSky betreiben möchtest, dann ist das generell für jedes Teleskop eine feine Sache. Das kann somit nicht als Argument gegen einen Mak/SC gelten.
Wichtig ist, was du an dem dunklen Ort anschauen möchtest. Wie von Uwe geschrieben, gehen auch die für einen dunklen Himmel dankbaren Galaxien mit dem Maksutov.

CS,
Stefan
 
Hi,
also auf dem Balkon ist es immer so eine Sache mit dem beobachten (Seehing), ich würde da ebenfalls einen Mak empfelen bis 6'', oder einen ED Refraktor bis 5'', wenns günstiger sein soll kommt eigendlich nur ein Mak in Frage.

Ein Mak hat eine kurze Bauweise, ist noch relativ Justierstabil.
Nachteile sind die hohe Obstrucktion und das kleine Gesichtsfeld.

Eine andere Alternative währe ein 80mm ED Apo, der zeigt an Sonne Mond und Planeten schon einiges, Wunder sollte man da aber nicht erwarten.
Nachteil ist die geringe Öffnung, gerade in der Stadt.

Da würde ich dann doch sagen wäre ein Mak besser, der 127mm Mak zeigt mehr als der 80mm ED und müsste ähnlich viel kosten glaube ich.

Ich geb dir den Tipp gucke selber mal bei einem Teleskoptreffen durch die genannten Teleskope, letzendlich hat jedes System seine vor und Nachteile.

Eine andere Alternative währe ein 4'' bis 6'' Mak plus Fernglas, dann hast etwas für die Übersichtsbeobachtung mit grossem Gesichtsfeld und dann halt den Mak für hohe Vergrösserungen.

Gruss Patrick
 
Sollte das Teleskop mal eben aufgestellt werden, dann tut sich ein Mak bei großen Temperaturdifferenzen zwischen Lagerort und Beobachtungsort etwas schwerer. Hohe Vergrößerungen benötigen da einige Abkühlungszeit, die selbst bei meinem 4" Mak auch gerne mal über eine halbe Stunde dauern kann.
Je fetter der Mak, desto länger die Auskühlzeit - das gilt natürlich auch für SC-Teleskope, welche ähnlich kompakt sind.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Also, Auskühlzeit ist für mich weniger relevant - im Urlaub kann ich das Teil ja prinzipiell einfach auf dem überdachten Balkon lagern. Ok, problematisch wäre eher die Thematik "warme Tage, kalte Nächte"...

Für Planeten und Mond scheint der 127er Mak ja sehr gut zu sein. Aber sehe ich auch bei DS Objekten wirklich etwas spannendes? Ist er da nicht zu dunkel? Und gibt es da überhaupt etwas spannendes zu sehen bei der Vergrößerung? ;-) Müsste er für solche Dinge, die viel Vergrößerung erfordern, nicht sogar besser sein als der 130/650er Newton?

Tendiere momentan tatsächlich stark in Richtung MAK 127(sorry dass ich eine Kehrtwende nach der anderen vollziehe...). Für Reisen wäre die Tubulänge von unter 40 cm natürlich genial. Welche Montierung wäre da zu empfehlen? Reicht eine EQ2? Oder gar eine nicht-parallaktische AZ-3? Habe hier nämlich ein Angebot gesehen, ohne Stativ, für ca. 200 Euro. Klingt interessant, der Preis, denke ich. Neupreis liegt bei ca. 280.

Gruß Volker
 
Hallo,
von 127mm Öffnung darf man halt nicht zuviel erwarten, Planeten gehen damit schon recht gut, bei Deepsky kommt es darauf an wie dunkel der Himmel ist.
M13 zum Beispiel müsste am Rand angelöst sein.
Galxien zeigen kaum Struckturen mit der Öffnung, PN kann man schon besser beobachten jenachdem welchen.

Den Newton würde ich nicht nehmen, der braucht teure Okulare, der Mak ist da unkritischer und das bei weitem.

Die AZ3 kenne ich nicht, ich habe die AZ4 und die müsste den Mak super stabiel halten.
Ob die AZ3 das auch tut weis ich leider nicht.
Gruss Patrick
 
Zitat von mavo0013:
Aber sehe ich auch bei DS Objekten wirklich etwas spannendes? Ist er da nicht zu dunkel? Und gibt es da überhaupt etwas spannendes zu sehen bei der Vergrößerung? ;-) Müsste er für solche Dinge, die viel Vergrößerung erfordern, nicht sogar besser sein als der 130/650er Newton?

Es gibt Aufsuchen und Beobachten. Der Mak hat beim Aufsuchen die Nachteile, wegen des kleinen Gesichtsfeldes. Zum Beobachten - und erst recht aus der Stadt - muss man vergrößern. Die ca. 4mm AP, welche ein Mak ca. minimal hat, sind da eher die Untergrenze. Es gibt ein paar Ausnahmen: Beobachtungen mit Schmalbandfiltern zum Beispiel. Aber ansnsten ist alles bis auf die wenigen Groß-Objekte praktisch ohne Einschränkungen gegenüber einem Newton gleicher Öffnung zu sehen. Es gibt eine Reflexion mehr, die kostet etwas Licht. Aber das sind Kleinigkeiten.
 
Hallo Volker,

es klingt immer so, als wäre im Mak alles dunkel. Das kommt wahrscheinlich von den pauschal nachgebeteten Aussagen einiger Forumsteilnehmer, welche keinen Mak und auch nicht verstanden haben woraus sich die Helligkeit des Bildes und die Grenzgröße berechnet. Sorry.
Ein 127mm Mak als f/12 hat zusammen mit einem 32mm Plössl eine Austrittpupille von 2,7mm und eine Vergrößerung von 48x, bei ca. 1° GF. Das Bild ist nicht dunkler, als bei einem 130mm Newton mit gleicher Vergrößerung. Damit gehen helle GX, Kugelsternhaufen, planetrische Nebel, offene Sternhaufen, Doppelsterne. Das ist kein unterschied zum 130er-Newton.

Wo es beim Mak ein wenig schwieriger wird sind große Austrittpupillen, dafür wäre wenigstens ein 40mm Plössl oder auf 2" umzurüsten, um mehr GF zu erreichen. Diese Disziplin beherrscht der Newton einfacher, da f/5 und nur 650mm Brennweite. Diese großeen APs werden für schwache Nebel oder Novareste benötigt, wo manchmal auch ein großes Feld benötigt wird (Filtereinsatz). Also Cirrus und vor allem Nordamerikanebel. Beim Aufsuchen ist das große Gesichtsfeld ebenfalls angenehm.

Warum der Newton für höhere Vrgrößerungen besser sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Während am f/12 Mak das 9mm Genuie Ortho die reinste Wonne ist und gleichzeitig erträglich im Einblick, kommt man beim 130er-Newton auf 72x und sollte auf kurzbrennweitige WW-okulare umsteigen. Geht auch, ist aber in der Auswahl beschränkter. Der Newton sollte übrigens als f/5 perfekt kollimiert sein, wenn es über 150x geht.

Bei hohen Vergrößerungen sehe ich den Mak im Vorteil, bei großer AP und viel Feld den Newton. Im mittleren Bereich sind beide gleich.

Eine EQ3 würde ich aber schon nehmen - insbesondere, wenn es Richtung hoher Vergrößerungen geht.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ok, Ihr habt mich so gut wie überzeugt. Preislich ist aber die EQ3-Montierung noch ein Problem :-( Mein Limit war ja mal 200, jetzt sind wir doch deutlich drüber, so ich nichts gebrauchtes finde... Aber die EQ3 mit einem Preis von locker 150 Euro wäre dann schon sehr happig... Die AZ-3 läge bei ca. 60 Euro, das wäre noch ok... Fallen Euch noch Alternativen ein?

Schon extrem, wie sich die Meinung verändert - aber nachdem überall zu lesen war, dass der MAK nur für Planeten gut ist, das auch nur halbwegs, und darüberhinaus nix ist für Einsteiger, hatte ich den gleich ausgeschlossen und mich auf Newton eingeschossen.

Brauche ich für den MAK eigentlich auch ein Cheshire-Okular, oder ist der weniger justier-bedürftig?

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich habe hier im Forum mit etwas Suchen eine Montierung der EQ3-Klasse für 50 Eu bekommen, ohne Motor allerdings. Ich denke, dass man da nach kurzer Suche fündig wird. Beginnen kannst du sicher mit einem besseren Fotostativ und Neigekopf.

Ein Mak muss eigentlich nicht justiert werden. Und wenn, geht es ganz ohne Hilfsmittel.
 
Eigentlich muss ein Mak weniger oft justiert werden - damit kenne mich aber nur leidlich aus.
Meinen Newton habe ich schon oft, sogar inkl. FS justiert.

Noch was zum Limit: Es kann frustrierend sein, wenn eine wacklige Montierung beim Scharfstellen behindert. Gerade bei hohen Vergrößerungen muss der Schärfepunkt feinfühlig getroffen werden und gerade bei hohen Vergrößerungen wackelt es am Meisten.

Die AZ3 kenne ich nicht, nur die AZ4. Die Stabilität mit einem 4" Mak 2.6 - 3.0kg (je nach Sucher) inkl. Okular ist sehr gut. Der gringe Hebel eines Mak macht es möglich. Das Nachführen ist bei hohen Vergrößerungen nervig - da hat eine parallaktische Montierung klare Vorteile - ein Dreh an der Stundenachse (Ausrichtung nach Norden vorausgesetzt) und das Objekt ist wieder drin. Auch die EQ2 kenne ich nicht zusammen mit dem 127er Mak - doch sagen wir mal grenzwertig.

wenn du in Etappen kaufst und das Paket Mak + EQ2 günstig zu schlagen ist, warum nicht. Aber nach einem Jahr spätestens wirst du nach einer EQ5 schauen ...

CS,
Stefan
 
Hi Volker,

nur zur Beruhigung: das hin und her beim Abwägen der Möglichkeiten ist nicht nur normal, sondern auch gesund und Sinn der Sache. Die verschiedenen Instrumente sind auf dem Markt, weil die Physik einfach gewisse Bedingungen diktiert und die verschiedenen Eigenschaften in die unterschiedlichen Geräte einfließen. Insofern lasse dir Zeit; wir sind geduldig.

Aus meiner Sicht noch ein paar Eindrücke: Mond und Planeten wirst du in jedem Gerät sehen und es wird euch beeindrucken, egal ob Newton, Mak oder Richfield FH.

Bei DS hingegen ist es schwieriger, beeindruckt zu werden. Diese sind sind bis auf wenige Ausnahmen weniger hell und manchmal erheblich größer als Planeten. Bei meinem 6" Newton war ich nur deshalb nicht enttäuscht über das, was man sieht, weil ich vorher mit einem 70/700 Refraktor noch weniger gesehen habe. Viele Objekte wird man ohne Übersichtsokulare mit großen Gesichtsfelder nicht einmal finden können; viele DSO brauchen keine großen Vergrößerungen, sondern der Reiz liegt am Aufsuchen, Finden und Erkennen z.B. eines Kugelsternhaufens. Das Auflösen eines KS gelingt mit Teleskopen deiner Größenordnung ohnehin nicht, hierzu braucht man wesentlich mehr Öffnung.

Wenn man dann z.B M3 gefunden hat, genießt man ihn zunächst im Übersichtsokular, eingebettet im schwarzen Raum und vergrößert dann solange, bis es zu dunkel wird... dies geht bei allen hier in Rede stehenden Geräten eher schnell.

Natürlich musst du selbst entscheiden, aber ich persönlich neige eher zum großen Gesichtsfeld; Auffinden, Spacewalk bei Plejaden, Praesepe und Co. empfinde ich als Genuss, nicht die höchstmögliche Vergrößerung. Planeten und Mond wird man nach meiner Einschätzung auch im kleinen 80er Richfielder hinreichend bestaunen können... Aber natürlich kann man das auch genau anders herum empfinden und tendiert dann eben in Richtung Mak... Wie schon geschrieben, vereint der Newton das beste der beiden Welten und ist insofern der beste Allrounder.

Insofern macht der Tipp eines Kollegen hier, sich beides wirklich anzusehen und zu vergleichen, schon Sinn.

CS

Logi
 
Eine EQ-3 für 50 Euro wäre perfekt, dann wäre ich mal ein Problem los. Das Teil ist nämlich neu doch sehr teuer (fast so teuer wie das, was ich ursprüglich für das Teleksop insgesamt ausgeben wollte...

Danke auch für die Infos zu Stabilität und AP. Habe jetzt mal nachgerechnet: Der Newton schafft mit 25 mm Okular eine AP von 5,8 bei 26facher Vergrößerung. Der MAK käme mit einem 40mm-Okular auf eine AP von 3,4 und natürlich 37,5facher Vergrößerung. Jetzt hab ichs zwar gerechnet, sagt mir aber natürlich wenig :)

Wenn ich jetzt beim MAK aber so eine Barlow-Reduktions-Linse nehmen würde, die z.B. das beiliegende 25 mm Okular dann quasi auf 50 bringt, dann wäre ich schon bei 4,2 AP. Kann man da auf diese Art tricksen? Oder verliert man da wieder Qualität und Helligkeit?

Vom Gefühl her wäre mir wohl der Newton lieber, ABER: den MAK könnte ich (bei ausreichendem Interesse) auch dann noch super als Reiseteleskop verwenden, wenn ich mir mal einen 8"/f6 Dobson-Newton kaufen würde. Das wäre halt schon ein Argument, weil portabler als der Newton dürfte der MAK schon sein (weil eben weniig mehr als halb so lang)
 
Vielleicht schließe ich gleich noch 2 Fragen zu denen des vorigen Posts an:

Hier gibts gerade eine Montierung, allerdings mit einem Defekt. Ist der schlimm? Ich kanns halt leider gar nicht beurteilen... :(

Und: Ich habe gerade mal nach DS-Aufnahmen mit dem MAK gesucht, aber leider nichts gefunden. Wisst Ihr da eine Seite, wo ich solche Bilder finden könnte? Wäre einfach mal interessant, um ne Vorstellung zu kriegen - dass da keine gigantischen Bilder bei rauskommen können ist mir inzwischen klar...
 
Hi,

zur AP: Es kommt auf den Himmel an, welchen du meistens über dir hast. Wohnst du in einer Vorstadt könnte die AP von 5.8 nicht mehr voll genutzt werden, Nebelfilter mal außen vor gelassen. Wohnst du in der Stadt wäre eine AP von 5.8 sinnlos. Auf dem Land kann es aber sehr schön sein, denn bei dem Himmel und AP 5.8 springen dich die Objekte förmlich an, wie ich finde.

Wenn an der beschriebenen EQ3 aus deinem Link wirklich nur dieser Totlauf ist (max. eine Umdrehung), dann klingt das nicht sehr dramatisch - kann aber nerven. Sollte es schlimmer werden mit diesem Totlauf ist wohl eine Reparatur angesagt - ob selber machen da hilft, kann ich nicht sagen. Ärgerlich wäre es aber - es sei denn die Monti bleibt bei dem aktuellen Preis ;)

CS,
Stefan
 
Eine Barow-Linse verdoppelt die Vergrößerung. Es bleibt bei der AP von 3,4mm mit einem 40er Superplössl, dass ein wenig den Röhrenblick hat aus technischen Gründen (ich habe eins).

Ich habe die EQ3 bei Ebay auch gesehen. Ein Totlauf heißt, dass zuviel Spiel zwischen dem Schneckenrad und dem Zahnrad ist. Man kann das zerlegen und zumindest mildern. Ein Totalausfall ist nicht zu erwarten.
 
Ok, ich dachte, dass es auch einen quasi umgekehrten Barlow gibt, der statt 2x vergößern auf 0,5x reduziert...

Wie kann denn so ein Totlauf entstanden sein? Herstellungsfehler? Das Teil an die Wand gedonnert? Mal sehn, wenns günstig bleibt, schlag ich vielleicht zu...

Ich denke, ich habe mich vorerst entschieden, und werde es nun statt mit dem 130/650 mit dem Mak versuchen. Die Gründe werde ich hier nochmal zusammenfassen (oder in meinem ersten Thread), damit das auch für andere Neulinge nachvollziehbar bleibt. Mir wurde hier bislang so toll geholfen, da werde ich versuchen, trotz meiner Unwissenheit ein wenig was zurückzugeben.

Viele Grüße, und einstweilen Danke an Euch alle!

Volker
 
Hi,
auch auf die Gefahr hin, dass ich gleich gepfählt werde, möchte ich wenigstens kurz auf die hohen zu erwartenden Obstruktionswerte aufmerksam machen, die dass Bild vom Planeten verschlechtern können.


Gruß deadlock
 
Hi Volker,

Ok, ich dachte, dass es auch einen quasi umgekehrten Barlow gibt, der statt 2x vergößern auf 0,5x reduziert...

da meinst Du eine Shapley Linse, die verkürzt die Brennweite :)

Wie kann denn so ein Totlauf entstanden sein?

das ist das Schneckenspiel. Das läßt sich justieren, dann hast blos noch ne halbe oder viertel Umdrehung "Totlauf". Ein bissy Schneckenspiel muß sein...

Wenn Dir irgendwann die EQ3 nicht mehr genügt, dann läßt sie sich auch prima weiter verkaufen...


 
Zitat von Deadlock:
Hi,
auch auf die Gefahr hin, dass ich gleich gepfählt werde, möchte ich wenigstens kurz auf die hohen zu erwartenden Obstruktionswerte aufmerksam machen, die dass Bild vom Planeten verschlechtern können.


Gruß deadlock

Das wird überschätzt. Der Newton als Konkurrenzinstrument hat Bildfeldwölbung und außeraxiale Koma. Dazu kommen die Probleme mit den Okularen und deren Kugelgestaltsfehler. Das behindert auch. Im Mak kann der Planet ganz am Gesichtsfeldrand stehen und ist immer noch völlig scharf.
 
Danke für den Hinweis mit der Obstruktion, aber sie schreckt mich erstmal nicht :-)

Eine Frage treibt sich noch in meinem Kopf rum: Ist jetzt das Lichtsammel-Vermögen eines 130er Newtons und eines 127er MAKS fast gleich, da sie fast die gleiche Öffnung haben? Sehe ich also prinzipiell (so ich sie denn trotz kleinem Gesichtsfeld beim MAK finde) die gleichen DS-Objekte?
 
Nein, da der Mak durch die höhere Obstruktion effektiv eine kleinere lichtsammelnde Fläche hat.
 
Jein, würde ich sagen. Die Obstruktion ist beim Mak etwas höher als beim Newton; von der Gesamtöffnung eines 130er Newtons und vom 127er Mak muss jeweils die Fläche abgezogen werden, die beim Newton und den Mak durch den Fangspiegel eingenommen wird. Beim Mak ist diese etwas größer als beim Newton, sodass insgesamt etwas weniger Licht zur Verfügung steht. Wie aber Uwe schon sagte, würde ich das nicht überbewerten. Sooo groß ist der Unterschied wohl auch nicht.

Demgegenüber steht der Umstand, dass der Newton aufgrund des gebogenen (Parabol-) Spiegels eine Bildfeldwölbung mit Randverzeichnung erzeugt (Koma), die der Mak konstruktionsbedingt nicht zeigt. Also auch hier wieder jeweils pro und contra. Aber mit einem 127er Mak kann man schon eine Menge sehen; Mond, Planeten und helle DSO sind in guter Qualität erreichbar. Dunklere und größere Objekte sind nicht die Paradedisziplin von Maks, das wurde ja hier ausgiebig erörtert. Dunklere Objekte fordern mehr Öffnung, größere Objekte mehr Gesichtsfeld.

Ein Wort zur gebrauchten EQ3. Ich wäre da eher vorsichtig... zwar hat Uwe Recht, weil man den "Leerlauf" im Schneckengewinde grundsätzlich nachstellen kann, ich bezweifle aber, dass man das Getriebe wieder auf Normaltoleranzen bekommt, denn eine ganze Drehung Leerlauf ist heftig! Könnte sein, dass dort Zahnräder abgebrochen sind oder die Schnecke selbst Schaden genommen hat. Meine Empfehlung wäre, lieber nach einer intakten Montierung Ausschau zu halten...

CS

Logi
 
Ok, danke für die Infos - also wären MAK und Newton vergleichbar, was die Lichtsammlung angeht (wenn auch nicht ganz gleich).

Das mit der EQ3 hört sich dagegen nicht so gut an - Wäre halt schon was gewesen, das günstig zu bekommen. Weil 170 Euro sind halt viel, wenn man meinen ursprünglichen Preisrahmen bedenkt. Da käme ich mit MAK127 und EQ3 schon locker auf 400 Euro, und das ohne Okular etc...

Oder ich fang erstmal mit der EQ-2 an, die ist natürlich deutlich billiger...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Leute,

Der Newton als Konkurrenzinstrument hat Bildfeldwölbung und außeraxiale Koma. Dazu kommen die Probleme mit den Okularen und deren Kugelgestaltsfehler. Das behindert auch. Im Mak kann der Planet ganz am Gesichtsfeldrand stehen und ist immer noch völlig scharf.

dazu muß ich etwas anmerken.
1) die Bildfeldwölbung ist beim Newton sehr gering.
Ein normaler Refraktor ohne zusätzliche Bildfeldebnung
oder ein visueller Mak mit gleichen Eckdaten haben eine
erheblich stärkere Bildfeldwölbung.
2) der Newton hat abseits der Achse vor allem Koma als Abbildungsfehler.
Dies ist beim Newton die Aberration die die Abbildung
abseits der Achse am stärksten beinträchtigt.

Bedingt durch die lichstärke eines f/5 Newtons zeigen einfache
weniglinsige Okulare abseits der Achse Astigmatismus.
Dies kann man umgehen indem man eine Barlowlinse verwendet.

Die Koma des Newtons kann man durch einen Komakorrektor
oder eine der seltenen komakompensierenden Klee Barlows kompensieren.

Der visuell ausgelegte Mak hat abseits der Achse eine
recht starke Bildfeldwölbung.
Diese kann der junge Beobachter aber weg-akkomodieren,
nur ältere eobachter haben eventuell nicht mehr eine
genügend große Akkomodationsfähikeit.

Darüber hinaus kommt es auch den Typ des Mak an.
Ein Gregory-Mak, dazu gehören die kleinen preiswerten
chinesischen Maks, hat abseits der Achse Koma.

Ein Rumak (zum Beispiel die russischen Intes oder Intes Micro)
hat Abseits der Achse keine Koma. Siehe dazu auch das Buch
Rutten/vanVenrooij: Telecope Optics, Fig 11.2

CS,Karsten
 
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