Baader h-beta 5,5nm für visuelle Beobachtung?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Horst66
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Horst66

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Leider liest man nur spärlich von der visuellen Nutzung des noch relativ neuen engbandigen Baader h-beta-Filters. Das wenige was man findet klingt allerdings sehr vielversprechend und macht mich neugierig auf Erfahrungen beim visuellen Einsatz dieses Filters bei verschiedenen Teleskopöffnungen und gerade auch im Vergleich zum Astronomik h-beta mit einer Halbwertsbreite von 12nm.

Gruß Horst
 
Hier gibts eine detaillierte Gegenüberstellung dee h-Beta von Baader und Astronomik

LG
Olli
 
Hallo Olli,

das ist einer von 2 Berichten und 2 weiteren Forenbeiträgen die ich gelesen habe. Ich hoffe auf weitere Stimmen zum Thema.

Gruß Horst
 
Danke, genau das suchte ich. Interessant auch die Erfahrungen mit schmalbandigeren Filtern (<12 nm). Ich grüble nämlich noch über die Anschaffung eines Hbeta nach. DenHinweis mit dem Check am Teleskop, ob auch jedwedes Streulicht eliminiert ist, finde ich auch wichtig.
 
Ganz grob meine bisherigen Eindrücke ( die z.T. auch schon erwähnt wurden ) mit dem Astronomik h-beta12nm:

- Es sprechen wirklich viele Nebel auf h-beta-Filter an, oft auch spannend der Vergleich mit einem OIII-Filter (im Filterschieber)
- Seither schlummert mein UHC-Filter ziemlich im Dornröschenschlaf
- Mindestens so wichtig wie ein dunkler Himmel ist eine hohe Transparenz und eine passende Austrittspupille

Da der Baader 5,5nm h-beta nicht ganz billig ist, möchte ich vorab soviel wie möglich an Erfahrungswerten zum visuellen Einsatz sammeln. Falls vorhanden, gerne auch die Negativen.

Gruß Horst
 
Hallo Horst,

hier sind einige Objekte, für die der H-Beta 5,5nm (CMOS-optimiert) von Baader erforderlich war, wenn auch in Tandem mit den OIII Filtern von Baader und Astrodon,

Während der letzten Zeit habe ich meisten nach den visuell seltenen, oder noch nicht berichteten supernova remnants (SNR) gesucht, und über 30 beobachtet, weitere etwa 10 müssen noch wiederholt und dokumentiert werden.

Der H-Beta 5,5nm von Baader ist auch für einige der schwierigen und in der letzten Zeit entdeckten planetarischen Nebel seh gut geeignet.

Meistens montiere ich den H-beta 5,5nm von Baader auf das Filterrad auf meinem 150mm F/5 Sky-Watcher achro Refraktor.

Liebe Grüße,
Jiri
 
Hi,

ich wollte noch aus meinen visuellen Erfahrungen (12 und 20 Zoll Dobson) bzw. meinen Gedanken etwas beitragen.

H-Beta 12nm hat bei mir eigentlich bisher überhaupt keinen Erfolg gehabt.
OIII dagegen sehr deutlich.
Natürlich immer nur an den entsprechenden Objekten.

Ich denke das Problem ist einfach, dass noch der Einfluss des eigenen Himmels (Lichtverschmutzung und Transparenz) dazu kommt. Entsprechende Listen im Internet sind mM immer bei sehr guten Himmel entstanden. Das ist bei mir überhaupt nicht der Fall. Ich habe einen wahrscheinlich, hoffentlich durchschnittlichen Vorstadt Himmel.

Ein Filter nimmt immer Licht weg. Bei schlechtem Himmel wird dann das Licht des Objekts einfach soweit abgeschwächt, dass es gar nicht mehr durch das Auge detektierbar ist. Egal ob der Kontrast mit Filter jetzt besser ist oder nicht.

Aber ich denke, dass wenn man schon einen Linien-Filter anwendet, es immer besser ist, wenn die Linie möglichst schmal ist. Allerdings muss natürlich die Linie so liegen und eine hohe Transmission vorhanden sein, so dass die durchgelassene Lichtmenge der des breiteren Filters entspricht.

Man müsste eigentlich auch Listen bei schlechten Himmel veröffentlichen, da es dann wahrscheinlich je nach Objekt und Filter zu anderen Ergebnissen kommt.

Gruß
Peter
 
Eigentlich sollte gerade bei lichtverschmutztem Himmel der H beta punkten, liegen die 486nm doch genau im "Loch" der LEDs und zwischen den Linien von Quecksilber und Natriumlampen.
Aber vllt ist das ja auch der thrmatik geschuldet, dass sehr enge Filter die gewünschte Linie nicht immer perfekt treffen.

LG
Olli
 
Aber vllt ist das ja auch der thrmatik geschuldet, dass sehr enge Filter die gewünschte Linie nicht immer perfekt treffen.

Die Befürchtung hatte ich auch und gerade daher auch nach negativen Ergebnissen im Vergleich zum breiteren 12nm Filter gefragt.
Ich stoße bisher aber nur auf positives Feedback, sodass ich beim Baader von einer guten Genauigkeit ausgehe.

Gruß Horst
 
Ich hoffe, das war eine Ausnahme und die neue Generation streut weniger, habe bereits den Finger am Bestellknopf...

Wie ich schrieb: Gerne auch ggfs. vorhandene schlechte Erfahrungen posten.

Gruß Horst
 
Wo die H-Beta Spektrallinie in der spektralen Bandweite des Filters liegt, das lässt sich einfach mit einem Handspektroskop gegen das Sonnenlicht überprüfen. Ich nehme dazu das alte Carl Zeiss Jena Handspektroskop, und bei meinen beiden 5,5nm Baaders lag die Fraunhofersche H-beta Linie als ein schwarzer Strich ziemlich mittig.

Zurück zu dem alten Baader 10nm visual OIII Filtern.
Ich benutze 2 solche Filter aus der ersten Serie und ich finde sie unter meinem Bortle 4 (nominal) Nachthimmel besser geeignet als die 12nm OIII Filter von Astronomik (Profiline), und von Lumicon, aus etwa der gleichen Zeit. Das Transmissionsprofil von Baader visual OIII 10nm is eine etwas schiefe Lorenzkurve und damit kann die zweite OIII Linie etwas abgeschwächt werden, obwohl die Bandbreite etwa doppelt so groß ist als der Abstand der beiden Spektrallinien. Das Störlicht am Nachthimmel ist mehr unterdrückt und hiermit ist der Kontrast von schwierigeren Emissionsnebeln durch den Baader 10nm visual OIII auch höher.
Das es mit einigen Baader 10nm OIII Filtern Probleme gab, das ist aus den Foren bekannt
Noch besser für den Kontrast sind freilich die 5nm und 3nm OIII Filter von Astrodon, die ich auch habe, und da vermisse ich die zweite OIII Linie überhaupt nicht. Aber die Astrodons, die kosten auch viel mehr.


Klaren Nachthimmel,
Jiri
 
Lieber Jiri,

Das ist sehr interessant, was du zum Baader 10nm OIII Filter sagst. Ich will ihn mal etwas systematischer mit dem neuen Baader 9nm OIII vergleichen. Erste kleine Tests waren erfolgversprechend, aber ich kann erst Bestimmteres dazu sagen wenn ich den 9nm OIII wirklich systematisch mehrere Nächte an verschiedene Objekte probiert habe. Was die noch engeren Filter betrifft, geht es mir wie Dir: ich vermisse die zweite OIII Linie nicht. Das waren bislang der Baader CMOS 6,5nm und der Astronomik CCD 6nm. Die Astrodons würden mich sehr interessieren, aber der Preis ...

Ich habe vier Exemplare des Baader 5,5nm und finde sie alle hervorragend in der Praxis. Da muss ich nichts vermessen. Ausreißer finden sich bei allen Gerätetypen, auch bei teuren Ferngläsern und Teleskopen. Für mich zählt die Praxis.

Was Listen geeigneter H-Beta Objekte betrifft: Es handelt sich ja doch oft um Grenzbeobachtungen. Da ist das ganz spezielle Zusammenspiel von Beobachter, Instrument, Filter, Standort und Himmelsobjekt so komplex, dass solche Listen eher irreführend als hilfreich sein können. Wesentlich ist eine Kenntnis der Eigenart jedes einzelnen Himmelsobjektes:
- Strahlt es ausschliesslich in H-Beta (z.B. Kaliforniennebel, Flammennebel IC 405) oder liegt eine Mischung von OIII und H-Beta vor (Kauquappennebel IC 410)?
- Wenn gemischt, sind die Emissionen überlagert (Nordamerika) oder gibt es einen zentralen OIII-dominierten Bereich und einen viel größeren H-Beta Bereich drumherum, was häufig der Fall ist ((Kauquappennebel IC 410)?
- Wie passt der kartierter Nebelumriß zum Umriß in H-Beta (oft ist der kartierter Umriß nur ein Fragment des Nebels)?
- Was erzählt uns das alles über die Entstehung und Entwicklung des Objektes?

Diese Fragen vor und nach der Beobachtung durchzukauen finde ich ungeheuer bereichernd in sich. Doch auch für den nackten Beobachtungserfolg können sie entscheidend sein.

Gruß, Christopher
 
Bei mir ist der "Wow"-Effekt mit dem Baader-5,5nm-H-beta noch ausgeblieben, hatte vorgestern Abend einmal die Gegend um Gamma Cygni auf´s Korn genommen (12"-Dobson mit 31mm-Nagler). Aber mein Bortle 6 - Himmel tut da vielleicht auch sein Übriges - bis auf ein paar sehr diffuse, fluffige Aufhellungen war da nichts zu machen. Naja, ich bleibe dran und werde berichten...

CS,
Stefan
 
Hallo Christopher,

es gibt vielleicht mehrere "vergessenen" Nebel, die eine Feinstruktur von Kondensationen durch die H-beta filter als sichtbar anbieten können.
Und da fällt mir der Sh2-278 mit seinen Strukturen LBN 960, LBN 956, LBN 964, in Orion ein.

Und mit Erinnerungen an mein Cepheus Bubble Projekt, da waren die meisten visuell beobachtbaren Nebel die Paradeobjekte für miene H-Beta Filter.

Und auch der "Valentin's Heart" Nebel zeigt durch einen H-beta Filter unerwartete schlauchartige "Adern", die bis auf eine Brücke nicht katalogisiert wurden.

Sonst,
gestern Nacht habe ich den 412-ten galaktischen diffusen Nebel mit einem Filtervergleich, aus insgesamt 644 beobachteten diffusen Nebeln, eingetragen.

Liebe Grüße,
Jiri
 
Guten Morgen Nebelfreunde,

ich hole den Thread hier noch mal hoch, weil ich ebenfalls mit der Anschaffung eines Baader 5,5nm liebäugle. Ich plane ihn primär an meinem 16“er einzusetzen. Bislang nutze ich einen Lumicon H-Beta der zweiten Generation (nicht laminiert, aber vor der massiven Preiserhöhung) mit 9nm oder 10nm, das weiß ich nicht genau. Da ich ihn gebraucht erworben habe, kann ich ihn nicht genau datieren.
Soweit ich weiß, war der Filter zur Zeit seiner Einführung und lange danach das Maß aller Dinge in Sachen H-Beta. Auch der Astronomik mit 12nm ist ja deutlich breitbandiger.

H-Beta bringt mir viel Spaß, die feinen Nebelstrukturen am Rande der Sichtbarkeit heraus zu kitzeln ist immer wieder eine echte Herausforderung. Allerdings ist die Transparenz und die Dunkelheit des Himmels hier in der norddeutschen Tiefebene niemals so gut wie in den Mittelgebirgen oder den Alpen. Und ich stelle immer wieder fest, dass mit dem Lumicon H-Beta der Hintergrund im Okular nach wie vor sichtbar aufgehellt ist. Und das in einem Maße, dass ich denke dass feine Nebelstrukturen darin untergehen.
Die Nebel um Gammy Cygni sind ein gutes Beispiel. Bei optimalen Bedingungen erscheinen sie mir mit dem H-Beta sehr schön kontrastreich, aber schon bei leichter Aufhellung (m5,5 ist leider oft das Ende der Fahnenstange hier im Norden) saufen sie ab.

Was verspreche ich mir vom Baader H-Beta? Dass ich unter guten Bedingungen (im August geht‘s nach McPom) auch die großflächigen Nebel besser und kontrastreicher sehe als mit dem Lumicon. Und ich erhoffe mir besseren Kontrast und mehr sichtbare Objekte wenn ich von meinem Garten unter mittelprächtigen Vorstadtbedingungen beobachte.
Was meint Ihr? Sind diese Erwartungen realistisch? Oder wird die Verbesserung gegenüber dem an sich ja schon recht guten Lumicon eher marginal ausfallen? 300,-€ sind eine Stange Geld, die ich auch sinnvoller investieren könnte. In eine neue Geschirrspülmaschine beispielsweise… ;)
Ich würde mich über ein paar Gedanken Eurerseits sehr freuen.

Bis dann:
Marcus
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

schwierige Frage, bei der visuellen Beobachtung kommen eben viele Faktoren zusammen. Generell könnte die enge Bandbreite durchaus von Vorteil sein, Dein Lichteimer bringt genug "Stoff" zusammen - nur die Entscheidung "Filter" oder "Spülmaschine" ist natürlich von übergeordneten Instanzen zu bewerten, in wie fern der Filter dann die Relevanzkriterien schafft ...

CS
Jörg
 
Ich würde mich über ein paar Gedanken Eurerseits sehr freuen.
Moin Marcus,

was man hier im Forum so liest: Je dunkler der Himmel, je weniger nützt der schmalbandige Filter. In MV könnte der 5,5er Filter also weniger nützen als zuhause. Einen Vergleich dieser beiden Filter - den wirst Du sowieso nur selber machen können. ;) Mit 16" hast Du jedenfalls genug Licht für den 5,5er.

Meiner Erfahrung nach sind die Händler kulant beim Kauf auf Probe, wenn man das vorher mit ihnen klärt. Da kann man auch nach vier Wochen noch etwas zurückgeben, wenn erst dann schönes Wetter war usw.
Also, mein Gedanke wäre: Rede mal mit Baader und probiere die Filter beide aus. Im Falle der Nichtbegeistertheit schickst Du den 5,5er halt zurück. :beobachten:
Vergiss nicht, hier zu berichten! :teleskop:

PS: Noch eine Argumentierhilfe für das innerfamiliäre Genehmigungsverfahren: Ein Filter ist viiiel langlebiger als eine 300-Euro-Geschirrspülmaschine! :giggle:

CS, Niko
 
Hallo Niko,

meine alten Baader 10nm Filter, die zwei 1.25" und ein 2" OIII, haben folgendes überlebt:
3 BMW Dreier Compact, 1 Sitzgarnitur im Wohnzimmer, 1 Liebherr Kühlschrank, 1 Siemens Kochherd, 1 Siemens Geschirrspüler, 2 Waschmaschinen.

Und der alte Carl Zeiss West Germany blauer shortpass (395nm - 495nm) Filter, den ich noch benutze, der hat sogar die Wende überstanden.
Und da will ich erst nicht anfangen, über den noch älteren Balzers blauen shortpass Filter aus dem Fürstentum Liechtenstein, der noch älter ist.

Liebe Grüße,
Jiri
 
Mit 16" hast Du jedenfalls genug Licht für den 5,5er.
Nicht Öffnung zählt bei der Beobachtung von Nebel mit Linienfilter, sondern vor allem Austrittspupille und auch Einrahmung im Feld. Für ausgedehnte Nebel - die H-Beta Objekte sind oft recht ausgedehnt - würde ich 16 Zoll eher als einschränkend empfinden, da das Gesichtsfeld kaum anderthalb Grad überschreiten kann. Prachtobjekte wie der Kaliforniennebel oder der 68-Cygni-Nebel können gar nicht erfasst werden. Ich habe wiederholt erlebt, wie jemand mit 16 Zoll vergeblich versuchte, diese Nebel zu sehen, während sie im 4-Zöller nebenan deutlich im Gesichtsfeld standen.

Gruss, Christopher
 
Hi,

vielen Dank für die interessanten Beiträge. Das mit der Priorisierung der Anschaffungen ist natürlich so eine Sache. Aber deshalb denke ich ja noch über den Filterkauf nach und klicke nicht sofort auf den Kaufen-Button.

Dass zu einer erfolgreichen und befriedigenden H-Beta-Beobachtung noch mehr gehört als ein großes Teleskop ist mir klar. Die Wahl der richtigen Austrittspupille ist ganz entscheidend, die besten Ergebnisse an großen Nebeln erziele ich zwischen 5 und 3mm. Bei hellen PNs mit hohem H-Betaanteil auch schon mal kleinere APs. Dass viele Objekte aber das Gesichtsfeld des 26mm Nagler sprengen kenne ich gut. Ich fahre dann immer die Ränder der Nebel ab und bekomme so einen guten Eindruck von der Größe, bevor ich mich in Innere stürze. Field sweeping ist auch oft hilfreich.
Und ich habe ja auch noch kleinere Optiken parat. Der Californianebel im 60mm Refraktor ist ein toller Anblick, wie diese riesige Nebelwolke da frei im Raum schwebt. Im übrigen ein schöner Beweis, dass die Beobachtbarkeit solcher HB-Objekte NICHT von der Größe der Optik abhängt (wie man oft liest), sondern von der richtigen Wahl von Instrument, Filter und AP für das jeweilige Ziel.
Dabei bleibt aber unbenommen, dass für die Beobachtung großflächiger, lichtschwacher Nebel ein dunkler Himmel durch nichts zu ersetzen ist. Auch ein Schmalbandfilter kann keine Wunder wirken.

Vielleicht bleibt mir wirklich keine andere Wahl, als mit Baader oder TS zu sprechen, ob sie mir einen Filter zur Probe zuschicken. Die beiden Teleskoptreffen (Raffaels SP und MTT) sind vermutlich wirklich die perfekte Gelegenheit, den Filter auf Herz und Nieren zu testen und mit dem Lumicon zu vergleichen.

Ich freue mich über jede weitere Meinung oder Erfahrung zu diesem Thema. Vielleicht kennt ja jemand sogar die beiden Filter (Lumicon und Baader 5,5nm) aus eigener Erfahrung oder sogar im direkten Vergleich.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Marcus,

der Smetterlingnebel)*, der Tulpennebel, und der Propeller, alle im Sternbild Schwan und alle momentan hoch am Nachthimmel, sind gute Objekte für den Baader H-beta 5,5nm Filter. Ich beobachte diese Objekte mit niedrigen bis zu mittleren Vegrösserungen, wie 30x bis 50x (Austrittspupillen 5mm bis 3mm) und mit den Okularen, die ein Minimum am Glass haben, um den maximalen optisch erreichbaren Kontrast zu geniessen.

Altmodisch, so wie ich bin, sind die Okulare ein Carl Zeiss West W-Pl f=25mm vom Mikroskop, und ein Hensoldt f=15mm aus den Bundeswehr Fero 16 Ferngläsern.

)* Der Baader H-beta 5,5nm soll auch den Schmetterlingnebel in einzelne DWB Aufhellungen brechen können.

Viel Erfolg bei Deiner Entscheidung,
Jiri
 
Da würde ich noch DWB 82 einwerfen, auf halbem Weg zwischen Propeller und Schmetterling gelegen. Das ist einer der einfachsten H-Beta Nebel und ein guter Indikator dafür, ob mehr geht oder nicht in einer bestimmten Nacht oder mit bestimmtem Instrumentarium.

Der Interstellarum Deep Sky Atlas nennt ihn IC 1318A, Bracken's Astrophotography Sky Atlas IC 1318b. Die Bezeichnungen im IC 1318 Feld gehen ein wenig durcheinander. Eine andere Bezeichnung ist Delphinnebel wegen der fotografischen Erscheinung. Visuell wirkt er wie ein gut von der Umgebung abgegrenztes Dreieck, fotografisch gibt es eine dünne Nebelbrücke nach Südwesten zum schwierigeren DWB 55/59.

Gruß, Christopher
 
Bin auch an dem Filter interessiert, hab aktuell nen uhcs baader und nen OIII astronomik.
Früher vor 3 Jahren wurde mir mal gesagt ein H-Beta nacht nur bei sehr wenigen Objekten sinn. Inzwischen negieren Freunde von mir diese Aussage deutlich und auch hier kommt das raus auch bei Baader steht das H-Beta bei vielen H-Alpha nebel vorhanden ist und visuell da viel bringt.

Ich hab nen 414/1868mm dobson und beobachte meist unter Bortle 4
Lohnt sich da der 12nm von astronomik für 200€ oder würdet ihr mir zum 5,5nm von Baader raten, engbandiger bedeutet ja auch höherer kontrast und viele Nebel der Kategorie sind ja jetzt nicht so klein, also kann ich mit meinem 30mm ES 82° oder 17mm nagler noch genügend lucht bekommen?
Der H-Beta Filter wird meine nächste Anschaffung hab den dobson seit 2 wochen und er macht dermaßen spaß aktuell seh ich ständig Objekte die ich bisher noch nicht gesehen habe. Schildkröten Nebel, Blinking planeterry Nebulae, NGC 7331, stephans Quintet, draco triplet... Zwar schon oft gesehen aber auch wie groß und deutlich Crescent Nebel im OIII rauskommt selbst innen etwas Struktur wow, an dem hab ich gestern ne weile drangehangen. Das teil ist der Hammer.

Zu welchem H-Beta Filter würdet ihr mir raten?

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Clear skies Felix
 
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