Guten Morgen Nebelfreunde,
ich hole den Thread hier noch mal hoch, weil ich ebenfalls mit der Anschaffung eines Baader 5,5nm liebäugle. Ich plane ihn primär an meinem 16“er einzusetzen. Bislang nutze ich einen Lumicon H-Beta der zweiten Generation (nicht laminiert, aber vor der massiven Preiserhöhung) mit 9nm oder 10nm, das weiß ich nicht genau. Da ich ihn gebraucht erworben habe, kann ich ihn nicht genau datieren.
Soweit ich weiß, war der Filter zur Zeit seiner Einführung und lange danach das Maß aller Dinge in Sachen H-Beta. Auch der Astronomik mit 12nm ist ja deutlich breitbandiger.
H-Beta bringt mir viel Spaß, die feinen Nebelstrukturen am Rande der Sichtbarkeit heraus zu kitzeln ist immer wieder eine echte Herausforderung. Allerdings ist die Transparenz und die Dunkelheit des Himmels hier in der norddeutschen Tiefebene niemals so gut wie in den Mittelgebirgen oder den Alpen. Und ich stelle immer wieder fest, dass mit dem Lumicon H-Beta der Hintergrund im Okular nach wie vor sichtbar aufgehellt ist. Und das in einem Maße, dass ich denke dass feine Nebelstrukturen darin untergehen.
Die Nebel um Gammy Cygni sind ein gutes Beispiel. Bei optimalen Bedingungen erscheinen sie mir mit dem H-Beta sehr schön kontrastreich, aber schon bei leichter Aufhellung (m5,5 ist leider oft das Ende der Fahnenstange hier im Norden) saufen sie ab.
Was verspreche ich mir vom Baader H-Beta? Dass ich unter guten Bedingungen (im August geht‘s nach McPom) auch die großflächigen Nebel besser und kontrastreicher sehe als mit dem Lumicon. Und ich erhoffe mir besseren Kontrast und mehr sichtbare Objekte wenn ich von meinem Garten unter mittelprächtigen Vorstadtbedingungen beobachte.
Was meint Ihr? Sind diese Erwartungen realistisch? Oder wird die Verbesserung gegenüber dem an sich ja schon recht guten Lumicon eher marginal ausfallen? 300,-€ sind eine Stange Geld, die ich auch sinnvoller investieren könnte. In eine neue Geschirrspülmaschine beispielsweise…
Ich würde mich über ein paar Gedanken Eurerseits sehr freuen.
Bis dann:
Marcus