Baader Maxbright Bino

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sindbad

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Hallo, könnte jemand mit einem Baader Maxbright Bino mal behilflich sein?
Kann es sein, dass der Durchblick auf der einen Seite gelblicher ist als auf der anderen Seite?

Tom
 
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Hallo Tom,
jepp, bei meinem war es auch so. Das wurde hier aber schonmal diskutiert und es soll wohl normal sein.

Gruß
Ralf
 
Hallo Ralf, ich finde den Thread über die Suche-Funktion nicht. Hast du zufällig einen Link dazu verfügbar?

Tom
 
Ich habe in meine anderen Binos geschaut.
Denkmeier: eine Seite weiss, andere etwas tabakfarben getont
Baader Celestron: eine Seite kaltweiss, andere deutlich wärmerer Ton.

Tom
 
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Hallo Tom

Verwendest Du polarisierende Zwischen-Optiken - z.B. einen di-elektrischen Zenitspiegel - oder ist so etwas IM Bino enthalten?

Am Baader Großfeld (Mark V) hatte ich einen ähnlichen Effekt.
Durch Drehen des Binos gegenüber dem Zenit-Prisma/Spiegel änderte sich die
Farb-Balance auf beiden Seiten über stark gegensätzlich bis hin zu neutral (bei genau 90°).
Ich hatte den Eindruck, das könnte an der Art des Strahlenteilers im Bino liegen...

Jan.
 
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Hallo Jan, ich beobachte das, indem ich das Bino ohne Okulare auf eine helle Fläche richte. Mit stört dieser Unterschied nicht, weil er beim beidäugigen Beobachten nicht wahrgenommen wird. Generell würde es mich interessieren, ob das an anderen Binos auch so ist. Sowohl an meinem Baader / Celestron 60° Bino wie auch am Denkmeier sind beide Strahlengänge etwas anderes getont. Der Effekt ist schwer zu fotografieren. Ich habe es versucht und stelle neben die 'normale' Aufnahme eine zusätzliche mit höherer Farbsättigung.

1. Baader / Clestron 60° Bino


Link zur Grafik: http://www.photoinfos.com/astronomie/Binokular/Baader-60-Grad-Bino-01.jpg
Fabsättigung normal

Link zur Grafik: http://www.photoinfos.com/astronomie/Binokular/Baader-60-Grad-Bino-02.jpg

Stark angehobene Farbsättigung.

2. Denkmeier Bino

Link zur Grafik: http://www.photoinfos.com/astronomie/Binokular/Denkmeier-Bino-01.jpg
Farbe - normale Sättigung

Link zur Grafik: http://www.photoinfos.com/astronomie/Binokular/Denkmeier-Bino-02.jpg
Farbe - stark erhöhte Farbsättigung

Ausgelöst wurde diese Frage durch einen Teleskopbesitzer, der mir ein gebrauchtes Baader Maxbrigth abgekauft hat, das ich für völlig in Ordnung halte. Es ist gut justiert und die Abbildung ist einwandfrei. Der neue Besitzer mit bislang wenig Teleskoperfahrung vermutet einen Defekt am Bino durch die unterschiedliche Tonung.

Um diesen Punkt (nicht nur im Rahmen der Auseinandersetzung) zu klären, wäre ich an euren Erfahrungen interessiert. Vielleicht sagt ein Händler etwas dazu.

Tom



 
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Hallo Tom

Demnach ist dieser Unterschied IMMER zu sehen..?
Das ist bei mir anders. Der Unterschied war nur bei grellem Lichteinfall (Mond??) und gezielter Verdrehung von Bino zu Umlenk-Einheit sichtbar.
Dann allerdings sehr stark skalierbar (bis hin in grüne Farbtöne).
Leider ist mir entfallen, ob ich da ein Prisma oder den Maxbright-Spiegel dran hatte.
Ich tippe aber eher auf den Maxbright. Die Machart des Strahlenteilers im Großfeldbino ist wohl ähnlich der dieses Spiegels - ich vermute immer noch eine Zusatz-Polarisation.

Na gut, das läßt wohl besser im Frühjahr wieder testen...

P.S. Ansonsten ist das Großfeld absolut top. Im Normalfall ist die Helligkeitsverteilung für mein Empfinden wirklich gleich (mit hoher Gesamt-Transmission) und auch die "normale" Farbreinheit/kalkweiße Darstellung ist gegeben.


P.P.S. Falls da ein Streit/eine Unklarheit offen ist, sollten Makro-Fotos der Licht-Austrittöffnungen mehr Klarheit bringen - mit Angabe der optischen Konfiguration.

CS, Jan
 
Hallo Tom,

mein alter Zeiss-Ansatz ist in jeder Einstellung beidseitig absolut neutral.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Tom

Der Effekt, wie ich ihn in Erinnerung habe,
entspricht recht genau Deinem Bild "Baader / Clestron 60° Bino - Stark angehobene Farbsättigung".


beste Grüße, Jan.
 
Hallo,

da ja Glas im Strahlengang durch die Prismen ist, kommt etwas Chromatische Aberration ins Spiel, die sich im Gesamtfokus weitgehend aufhebt.
Durch den Strahlenteiler wird, die im Fokus etwas vorne liegende Farben nach einer Seite und die hinten Liegenden nach der anderen Seite geteilt.

Siehe Foucaultbild bei einem Refraktor im Weislicht!


Gruß Günter
 
Hallo Tom,
exakt so sah es in meinem Maxbright auch aus, hat aber Beobachtungstechnisch überhaupt nicht gestört. Mittlerweile habe ich ein Baader Mark IV, wenn ich daran denke schaue ich morgen mal nach ob es bei dem auch so ist.

Gruß
Ralf
 
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Hallo Günter,

durch den Glasweg gibt es nicht nur chromatische, sondern auch sphärische Aberration. Ein guter Glaswegkorrektor sollte beide bewältigen.

Grüße

Kurt
 
Hallo Günter

Eine wirklich interessante Idee!

Aber warum sollte sich die chromatische Abberation weiter hinten wieder aufheben? Und wieso war es bei mir nur in "verdrehter" Stellung (nicht 90°) zu sehen?
:schwitz:

fragende Grüße,
Jan.
 
Hi Zusammen,

das Thema lief schonmal. Das sind einfach Fertigungstoleranzen beim Strahlteiler. Es ist wohl sehr schwierig, den für alle Wellenlängen auf genau 50% zu bringen. Mag sein, dass es Glückstreffer oder Selektion gibt... Der Erinnerung nach hat die Farbe auch mit der Polarisation zu tun. Bei Doppel-Polfiltern ist es wohl auch nicht so leicht, über den ganzen Einstellbereich keinen Farbstich zu bekommen. Das dürfte dann wohl beim Einstellen des Pupillenabstandes passieren. Vermute ich aber nur.

Mit der sphärischen Korrektur hat das nichts zu tun. Es geht ja um einen Farbstich, also eine Einfärbung des Bildes, nicht um laterale Farbe, einen Gauß- oder einen Farblängsfehler, was durch die Brechung an den Prismenflächen geschehen würde.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Jan,

dann mach mal so ein Foto wie oben der > Tom < bei 90° ob es nicht sichtbar ist!

Ich habe nichts von hinten wieder aufheben geschrieben!

Gruß Günter
 
Die Ursache für den leichten Farbstich dürfte in der Tat das optische Verhalten des Strahlteilers sein. Ideal wäre ein Strahlteiler, welcher das Licht gleichmäßig für alle Wellenlängen genau je zur Hälfte auf die beiden Ausgänge aufteilt. Aber so einen idealen Strahlteiler gibt es nicht. Realistische Strahlteiler für Breitbandanwendungen im Sichtbaren haben typischerweise eine maximale Transmission im Grünen bei etwa 500 nm. Zum Blauen und zum Roten fällt das aber schon merklich ab. Die Details variieren je nach Hersteller und Produkt.

Edmund Visible Non-Polarizing Beamsplitters -> Technical Images

Newport Broadband Non-Polarizing Cube Beamsplitters

Dazu kommt eine mehr oder weniger ausgeprägte Polarisationsabhängigkeit, welche ebenfalls mit der Wellenlänge variiert. Je nach Konstruktion des Strahlteilers unterscheidet man zwischen "polarisierenden" und "nicht-polarisierenden", aber das kennzeichnet nur das nominelle Konstruktionsziel. De facto zeigen auch nominell nicht-polarisierende Strahlteiler eine merkliche Polarisationsabhängigkeit. Das kann insbesondere dann problematisch werden, wenn ein Binokularansatz für Sonnenbeobachtungen hinter einem Herschelprisma eingesetzt werden soll, welches seinserseits bereits polarisiertes Licht erzeugt. Dabei kann dann eine unerwünschte Rechts/Links-Asymmetrie entstehen. Darüber wurde hier schon mal berichtet:

Maxbright Bino am Herschel-Prisma

Image Credit: (a) Edmund Optics (b) Newport
 

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Hallo Günter

Re: mach mal so ein Foto wie oben der > Tom < bei 90°
Gern, das wird aber noch einige Zeit dauern...
Interessiert mich selbst aber auch sehr.

Re: nichts von hinten wieder aufheben geschrieben
Aha, hatte ich demnach nur falsch verstanden! Nichts für ungut.


beste Grüße,
Jan.
 
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