Bekleidung und Zubehör für die "kalten Nächte"

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Tscheppe

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Hallöchen zusammen,

ich bin der Frank und besitze seit kurzem einen 8"-Zoll-Newton-Dobson-Montierung.
Nun wird es langsam kalt draußen und überlege, was man so alles mitnehmen sollte, wenn es mal raus aus dem Ort geht.

Was ich schon so habe, bzw. was mir gerade so dazu einfällt...:
  • Stirnlampe mit Rotlicht.
  • MagLite 5-D (LED-Umbau) mit sehr dunkler Rotlichtstreuscheibe aus Glas, auch als "Meinungsverstärker" nutzbar.
  • Kleine Handfunzel mit Rotlichtfolie und Magnet
  • Warme Klamotten in allen Formen/Farben/Variationen
  • Thermoskanne(n)
  • Handschuhe
  • Warme Mützen
  • Augenklappe
  • Höhenverstellbarer Bügelstuhl
  • Sackkarre
  • Zerfledderter Kakoschka, Deep Sky Reiseführer, Telrad-Schablone etc. p.p.
  • Mobiltelefon mit Selbstbaurotlichtfolie (Stellarium, The Sky, MO Free, Nightshift)
  • Taukappe Modell "Pringels" für Radiantsucher.
  • Notenständer mit Wäschklammern für die Bücher.
Dann der Punkt "Braucht man das?"
  • Abdeckung für die Okkularablage (Tauschutz)
  • Beheizbare Schuheinlagen
  • Beleuchtete Okkuarablage
Was fehlt unbedingt?

Mir macht Kälte so schnell nix aus. Auch leichter Frost wäre für mich jetzt nicht so das Problem.
Da stellt sich mir nur die Frage, ob frostige Temperaturen jetzt für das Teleskop ein Problem darstellt? Verzieht sich der Tubus/Spiegelhalterungen dabei?

Danke für Eure Tipps!
Frank
 
Servus Frank,

ich bin zwar fast ausschließlich auf meiner Terrasse beim Beobachten oder Fotografieren, hab mich aber auch für kältere Nächte gerüstet, da ich nicht ständig rein und raus will.

Taukappe Modell "Pringels" für Radiantsucher.
Ähnlich meinem Modell: 0,5l PET-Flasche. Dazu noch eine Heizung, da die Scheibe trotz Taukappe noch anläuft

Hab mir da mal was günstiges bestellt. Die kann man einfach per USB an eine Powerbank anschließen. Da ich Fan von Turnschuhen bin und es nicht mag irgendwelche Super-Winterstiefel anziehen möchte, helfen die schon ein bisschen. Nachteil: du hast ein recht langes Kabel von deinen Füßen bis zur Powerbank und auch zwischen deinen Füßen (Y-Kabel). Da kann man leicht stolpern :D

Abdeckung für die Okkularablage (Tauschutz)
Hab ich nicht, dafür ein Heizband am Okular

Du hast doch eine Stirnlampe ;)

Da stellt sich mir nur die Frage, ob frostige Temperaturen jetzt für das Teleskop ein Problem darstellt? Verzieht sich der Tubus/Spiegelhalterungen dabei?
Nö. Zumindest ist mir da noch nix aufgefallen.

Taukappe fürs Teleskop. Ist auch ein netter Streulichtschutz.

Ich hab auch noch einen USB-Handwärmer. Gerade wenn man Okularwechsel macht oder in irgendwelchen Unterlagen blättert, zieht man gerne mal die Handschuhe aus oder hat gar keine an. Da ist sowas schon recht angenehm.

Grüße
Mathias

Edit: Evtl. noch eine Stromversorgung, wenns Richtung Heizbänder geht.
 
Gruß Markus
Etwas zur schnellen Energie Gewinnung für deinen Körper.
Schokoriegel/Traubenzucker oder der gleichen.
Temperatur Erhaltung kostet Energie.

Bekleidung auf Ausgewogenheit achten.
Es bringt z.B. nichts den Rumpf warm zu halten und den Rest zu vernachlässigen.
Oder noch schlimmer umgekehrt.

Der Rumpf schützt sich dadurch, Energie aus Beinen und armen abzuziehen wenn er friert.

Für die Thermoskanne würde ich zusätzlich noch einen einfachen Moosgummi Mantel anraten.

Generell sollte man auf eine Verpflegung wie für eine Arbeitsschicht achten.

Und ein etwas leidlicheres Thema.
Ne kleine Gartenschaufel (bei Frost + Hammer) und ne Rolle Klopapier.


;)
 
Selbst in der Fenstersternwarte wird es nach ein paar Stunden ekelhaft kalt - zudem man bei EAA ja am Computer sitzt (endgültige Automatisierung steht noch aus, dann kommt die Optik auf den Balkon).

Deshalb mehrere Lagen Pullis, Hootie mit Kapuze(!), Skianzug und zwei Paar Hüttenschuhe.

Tauprobleme bisher noch keine (Refraktoren). Da hilft auch der "oberbayerische" Dachvorstand giebelseitig. Mal sehen, was das C8 macht. Notfalls hilft da die Taukappe, die schon früher am Wendelstein gute Dienste tat.

Gruß,
Peter
 
Hi Mathias,
Taukappe fürs Teleskop. Ist auch ein netter Streulichtschutz.
Da ich ja einen Newton-Dobson habe, sollte der Tubus doch als "Taukappe" ausreichen? Es ist ja kein Gitterrohr. Oder hab ich da was verpasst?


Ich hab auch noch einen USB-Handwärmer. Gerade wenn man Okularwechsel macht oder in irgendwelchen Unterlagen blättert, zieht man gerne mal die Handschuhe aus oder hat gar keine an. Da ist sowas schon recht angenehm.
Gute Idee, da hab ich noch so einen "von früher", mit "Kohleriegel", die man anzünden kann und dann so vor sich hinglühen....

Dank sagt Frank
 
Servus Frank,

nö, der Tubus reicht dir nicht. Beim Newton hast du ja noch den Fangspiegel vorne, da kanns schon passieren, dass dir der anläuft. Alternative wäre evtl eine Fangspiegelheizung, ist aber wieder mit Kabelgedöns usw. verbunden. Und wie schon gesagt, hast du dann noch einen guten Streulichtschutz, der dir nochmals etwas mehr Details am Objekt bringen kann.

Zusätzlich noch ein Nice-To-Have am Newton wäre ein kleiner Lüfter für den Hauptspiegel, der dir die Luft von innen nach außen bläst. Dann temperiert sich dein Teleskop noch etwas schneller.

Grüße
Mathias
 
Hallo Frank,

ich beobachte nie im eigenen Garten sondern immer auf freiem Feld und das völlig unabhängig von der Außentemperatur. Die Aufenthaltsdauer bemesse ich nicht nach der Außentemperatur. Im Gegenteil: Im Winter kann ich früher anfangen, die Nacht ist lang. Wichtig ist dann aber, eine wirklich gute Ausrüstung. Ich habe vieles an Ausrüstung probiert und hatte eine lange Trial-and-Error-Phase. Leider ist die notwendige Ausrüstung sehr von den jeweiligen persönlichen Bedingungen abhängig. Ich kann hier nur für mich sprechen und keine allgemein gültigen Ratschläge geben.

Handschuhe: Ich verwende nur sehr dünne Wollhandschuhe. Damit kann ich alles anfassen und bedienen. Bei starken Minusgraden auf keinen Fall irgendwelche Metallteile mit bloßen Fingern anfassen! Die Handschuhe alleine sind aber nicht warm genug. Daher verwende ich Taschenwärmer. Ich habe zwar auch dicke Fäustlinge zum drüberziehen. Die verwende ich aber so gut wie nie.

Taschenwärmer: USB-Taschenwärmer halten mir nicht lang genug. Kohle-Taschenwärmer stinken. Ich verwende welche von Peacock mit Benzinbetrieb. Unbedingt ein Stück pro Tasche und nicht hin und her wechseln!

Sohlenwärmer: Da habe ich schon alles mögliche ausprobiert. Elektrisch: Mir war die Wärme nicht gleichmäßig genug. Der Akku war auch zu schnell leer. Vielleicht gibt's auch bessere Modelle. Meines hat nichts getaugt. Einweg-Sohlenwärmer: Gibt's z.B. bei dm zu kaufen. Sind nicht schlecht, aber wirklich begeistert war ich auch nicht. Ich verwende keine Sohlenwärmer mehr, sondern habe mir ordentliche Winterstiefel gekauft.

Stiefel: Ich habe zwei Paare, eines ist klobig, das andere ist extrem klobig. Damit kann ich 5 Stunden bei -10 °C draußen stehen, ohne dass auch nur der Hauch von Kälte zu spüren ist.

Fangspiegelheizung: Ich habe einen 18-Zoll-Gitterrohr-Dobson. Gelegentlich muss ich den Fangspiegel heizen. Bei meinem 4,5-Zoll-Volltubus-Newton ist der Fangspiegel noch nie beschlagen. Ich mache zwischendurch vorne einfach mal den Deckel drauf, wenn ich gerade nicht beobachte. Für mein SC habe ich eine beheizbare Taukappe Marke Eigenbau.

Okularablage: Ich habe meine Okulare in einem luftdichten Koffer. Nach dem Okularwechsel mache ich immer sofort den Kofferdeckel lose zu. Ansonsten wird's feucht. Eine Heizung brauche ich nicht, da ich Silicagelbeutel im Koffer habe. Sogar von beschlagenen Okulare lässt sich der Tau damit in wenigen Minuten wieder beseitigen. Dann mache ich den Kofferdeckel aber luftdicht zu. Okularkappen lasse ich im Koffer generell ab. Nach einer feuchten Nacht mache ich den Okularkoffer einfach zu und stelle ihn sofort wieder daheim ins warme Zimmer. Lüften oder trocknen ist nicht notwendig, da der Koffer ja luftdicht ist und mit Silicagel trocken gehalten wird.

Okularkofferbeleuchtung: Brauche ich nicht. Alles hat immer den gleichen festen Platz.

Verziehen von Tubus oder Halterungen durch Kälte: Das ist mir noch bei keinem Teleskop passiert, obwohl der Volltubus auch schon mit einer richtig dicken Reifschicht bedeckt war. Der Okularauszug eines meiner anderen Volltuben war mit billigem Fett geschmiert. Das wurde in der Kälte merklich zäher. Sollte bei deinem Gerät eigentlich nicht passieren.

Was fehlt dir noch?
- Eventuell eine Gefrierhaus-Latzhose. Die kann ich dank der langen, seitlichen Reißverschlüsse über die normale Hose ziehen, selbst wenn ich die allerklobigsten Stiefen anhabe.
- Bei richtig tiefen Temperaturen und Wind reicht mir eine Mütze nicht mehr aus. Dann nehme ich eine locker sitzende Sturmhaube.
- Liegestuhl

Gruß
Wolfgang
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Mathias,
und wieder was dazu gelernt :). Mal sehen, was man da machen lässt.
An dem Hauptspiegel ist schon ein Lüfter verbaut. Den hab ich noch gar nicht ausprobiert... ob er saugt oder bläst? Irgendwo hatte ich hier mal gelesen, das es besser ist, wenn er saugt. Dann würde er keinen Staub/Pollen ins Gerät pusten. Kann man dann ja schnell anpassen.

SG
Frank
 
Stiefel: Ich habe zwei Paare, eines ist klobig, das andere ist extrem klobig. Damit kann ich 5 Stunden bei -10 °C draußen stehen, ohne dass auch nur der Hauch von Kälte zu spüren ist.

Kannst du konkret Marke/Modell mal nennen?

Hatte mir die zugelegt. Angeschrieben "bis -40°C", das kann nur Marketing sein. :D Sie sind schon OK, aber nach 3 Std in um +5°C fangen mir jedenfalls bereits die Füsse abzufrieren, auch mit 2 Lagen Socken.

Und betreffend Handwärmer: ich bitte um Umschreibung, wie diese denn benutzt werden? Lassen sich diese in die Handschuhe stecken und danach einfach "weitermachen"? Oder wärmt man sich immer wieder nebenbei damit die Hände auf?

Gruss
 
Kannst du konkret Marke/Modell mal nennen?
Die richtig warmen Stiefel: Kamik Cody
Nicht ganz so warm, aber dafür billiger und weniger klobig: Demar Caribou Pro
Wichtig ist, dass die Füße noch viel Luft im Stiefel haben, also ausreichend groß kaufen.

Und betreffend Handwärmer: ich bitte um Umschreibung, wie diese denn benutzt werden? Lassen sich diese in die Handschuhe stecken und danach einfach "weitermachen"? Oder wärmt man sich immer wieder nebenbei damit die Hände auf?
In die Handschuhe kann man die Peacock Handwärmer nicht stecken. Dafür sind sie viel zu groß.
Für Handschuhe sind nur die Einweg-Handwärmer geeignet.

Ich habe meine Handwärmer einfach nur in den Jackentaschen.

Gruß
Wolfgang
 
Hi
ohne jetzt alles gelesen zu haben, mal meine Gedanken und spontanen Ideen dazu - geboren aus div. Nächten mit bis zu -18 Grad.
- Beheizbare Schuhsohlen und Schuhe die 2 Nummern zu groß sind. (Ziehe ich erst am Platz an, Fahren geht nicht. Da nehme ich andere Schuhe)
- Gelheizkissen
- Unterziehhandschuhe z.B. von Odlo
- Handy - hat beim Deepsky-kucken nichts zu suchen. Es stört die Adaption.
- Es gibt dunkelrote Kunststoffscheiben, habe aber die Bezugsquelle nicht mehr parat. Die sind gut aber auch da stören Handy Tablett und Co.
- LED in Rot oder weiße LED-Lampen mit dunkler roter Folie z.B: von Schnellheftern bekleben
- Dobsonstangen isolieren, z.B. mit Schaumstoff aus dem Heizungsbau
- sehr warme winddichte Mütze
- alter Teppichboden - ich habe 3 Matten - zur Isolation vom Boden her
- Schaufel für den Schnee
- Fototasche um umhängen um Okulare übergangsweise zu lagern
- Taukappe für Telrad, Peiler oder Rigel aus Moosgummi sofern vorhanden
CS
 
Hallo,

zum Punkt "beleuchtete Okularablage":
Ich habe mir neulich sowas geholt:
Notenpultleuchte
Die klemme ich mir an den Okularkoffer oder an die Okularblage am Stativ.
Speziell diese Notenpultleuchte lässt sich sehr einfach auf rote LED umbauen, weil der Kopf durch Lösen einer Schraube leicht zu öffnen ist.
Man kann aber auch einfach nur rote Folie über die Streuscheibe kleben.
Außerdem habe ich die Leuchte von Betrieb mit drei Batterien auf Betrieb mit zwei Batterien umgebaut (einfach einen Batterie-Dummy mit zwei Kontakten gebastelt, damit es sehr schnell reversibel ist) um die Helligkeit noch weiter zu reduzieren.

Zum Punkt "Bügelstuhl":
Kreuzumständlich, da zur Höhenverstellung immer Schrauben gelöst werden müssen. Besser einen Stuhl, bei dem man die Sitzfläche einfach umstecken kann.

Was ich als überaus praktisch zum schnellen "enttauen" von Okularen finde: 12V-Föhn

Was ich noch vorhabe: Heizfolie für den Okularkoffer, z. B. sowas:
Heizfolie

VG
Günter
 
Hallo Frank

Wie Wolfgang schreibt ist eine Sturmhaube sehr praktisch (bei mir aus Merinowolle), nebst Mütze und Kapuze.
Was auch manchmal sehr hilfreich ist, sind solche Augenschutzbrillen - da siehst du fast gar nix mehr bzw. störende Lichtquellen werden eliminiert :)
Fürs Smartphone und Notebook habe ich mir selber mit LEE Farbfolie 106 Abdeckungen gebastelt, denn da kommt dann wirklich kein stöerendes Licht mehr durch.
Augenklappe funktioniert bei mir nicht so gut resp. ich habe mich für ein schwarzes Tuch entschieden, dass manchmal zum Einsatz kommt wie früher die Fotografen.
Klamotten einfach immer mehrschichtig und äusserste Schicht ist bei mir jeweils die Skihose/Jacke.

Grüsse & viel Spass
David
 

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Hallo

Wichtig Warme Wohlmütze, wenn ich raus ging zog ich eine Norweger Military Winterjacke an sehr bequem dazu robuste gefütterte Winterschuhe nicht zu klein lieber etwas größer da man seine Füsse besser bewegen kann.warme Stoffhandschuhe Plus Ersatz Handschuhe in den Hosentasche dabei.
Denkt zu viel Plastig anzieh Zeug Wärmt nicht so gut, wie Stoff Jacken, wichtig manche Jacken haben am Reißverschluss Ende am Hals zu fest vernähte enden
Eine gute Empfehlung die Jacken von der Marke Strauß 1a gut, haben 4 große Seiten Taschen.

In der Zeit bin natürlich auch älter geworden und gehen nicht mehr so raus wie vor 15 Jahren, nur bei Trocken Kalt und Sternklar, 2 Std und der Abend war okay.

Manfred
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

meiner Meinung nach braucht man beim 8 Zöller nicht unbedingt einen höhenverstellbaren Stuhl. Ich würde auch insgesamt eher etwas reduzieren. So viele Sachen würde ich wahrscheinlich nur einmal mitnehmen, das wäre mir sonst viel zu umständlich.

Wobei ich dir auch nicht sagen kann was du am besten weglässt, außer das Handy natürlich. Das würde ich nur bei Mondlicht benutzen, wenn es mit der Dunkeladaption nicht so weit her ist. Okulare kann man in Jackentaschen packen, da braucht es keine Heizung. Manche nehmen da Anglerjacken mit x Taschen, soweit ich weiß.

Also ich würde vielleicht alles einmal mitnehmen und dann aussortieren, was Ballast ist. Du musst auch gucken, ob du überhaupt der Typ für 5 bis 8 Stunden Sitzungen bist oder eher wie ich so nach 2 Stunden abbaust. Also erst mental und dann das Teleskop... Das wirst du dann erst merken. Jedenfalls tun es dann in der Regel auch drei Paar Socken ohne Heizung.

Ich benutze übrigens nur eine Stirnlampe, da hat man die Hände frei. Taschenlampe war mir nix. Mit freien Händen kannst du vielleicht auch auf die Sackkarre verzichten.

VG Klaus
 
Hallo,
ich habe noch die windstillen -25° Gartennächte vom letzten Jahreswechsel in Erinnerung und dabei waren diese Nächte endlich mal klar. Also Zwiebelschichten angelegt (2 Paar Socken und Fellstiefel) und Heizkissen auf den Stuhl. Immer mal kontrolliert, ob die Finger und Zehen noch beweglich sind und in 3h Abständen im Haus nachgewärmt.
Was ich allerdings nicht im Griff hatte, waren die Auswirkungen auf die Technik. Erst Eisblumen auf der MAK-Linse (Taukappe war noch im Bau), dann streikte die Canon wegen der Kälte und letztlich auch das Notebook für die Nachführung und Fotosteuerung. Zum Glück gab es keine Folgeschäden.
Von da ab war Fernbedienung über VNC und Plate Solving statt Fadenkreuz als Fernziel angesagt. Natürlich muss die Technik geheizt werden, aber ich brauche nur noch eine Stunde in der Kälte für den Aufbau, dann geht's in die warme Stube. Nun fehlt mir nur noch eine Idee um Füchse, Marder, Eulen und Katzen wirksam fern zu halten, sowie ein Optionsfeld, welches beim Plate Solving die Neuberechnung der Side of Pier deaktiviert.
Dann darf die Kälte kommen.
VG
thomas314
 
Bezüglich der Kälte habe ich als stereoptypisch skifahrender Österreicher schon einiges an vielschichtiger Winterbekleidung zu Hause. Doch diese ist auf Sport und Bewegung ausgelegt, nicht auf Sitzen und Gemütlichkeit für Astronomen. Es wurde hier schon alles genannt, was ich nach eigenen Recherchen als den Goldstandard gegen Kälte halte.

  • Tecnica Moonboots (besser als jeder Wanderstiefel)
  • Planam Gefrierhaus-Latzhose (finde ich besser als den Overall, da man in Kombination mit Jacke am Torso mehr isoliert ist).
  • Dicke Daunenjacke (evtl. inkl. Skiparka)
  • The Heat Company Wärmekissen: Ich verwende sowohl Kissen für die Hände als auch für den Körper (sehr angenehm am unteren Rücken). Ich möchte noch probieren, ob ich damit in Verbindung mit Textilband eine Tauheizung für Okulare und den Telrad-Sucher basteln kann.
Das geniale an der Kombo aus Gefrierhaushose / Jacke / Moonboots ist, dass ich mit normaler Alltagsbekleidung reinschlupfen kann. D.h. ich fahre zum Beobachtungsort in normaler Kleidung und ziehe mir dann dort die Sachen über. Mehr zu meiner Ausrüstung und Bilder findet ihr hier: Mein Weg zu den Sternen mit dem APM 120 mm 90° SD-Apo Großfernglas

LG,
Axel
 
In die Handschuhe kann man die Peacock Handwärmer nicht stecken. Dafür sind sie viel zu groß.
Für Handschuhe sind nur die Einweg-Handwärmer geeignet.
Nun, um hier fortzufahren, doch selbst Benzinwärmer gibt es in Handschuhgrösse. Wenngleich der Nutzen hierdrin wie im anderen Thread dargelegt wohl eher fraglich ist.

Hab mir auch "Benzin"-Handwärmer zugelegt. Eine erstaunlich einfache, funktionelle Angelegenheit. Sowie erstaunlich leistungsfähig, 12-16h werden angegeben. Da kann man angesichts der anstehenden "Dekarbonisierung" schon mal ins Grübeln über "Wirkungsgrade" kommen ...

Diese hier: Herbertz Handwärmer für Feuerzeugbenzin
Eher erschüttert war ich über die "Befüllung": Immerhin, der "Kopf" ist abziehbar, dann oben im Watteartigen "einträufeln", keine andere Möglichkeit? Füllungsgrad unbekannt, Schw*inerei garantiert, aber OK, ist verkraftbar. Abhilfe ist, z.B. eine Plastikspritze 20ml damit aufziehen, kann dann etwas besser "eingetragen" werden.

10 x 6,6 x 1,5 cm . Und ja, er passt sogar unter ein Handschuh Grösse L ...., aber gut bei XS wohl eher kaum.

Gibt noch z.B.
Zippo noch kleiner 6,5 x 9,5 x 1,0 cm : Hand Warmer High Polish Chrome 12 Std.
Katalyt 10 x 6,6 x 1,5 : Relags Taschenofen Benzin, Katalyt bei Camping Wagner Campingzubehör

Frage ist, Brennstoff, gibt es hier Unterschiede? Angeschrieben "für Feuerzeugbenzin". Habs hier mit "Brennsprit" versucht, der übliche Kram der Art 1l 1Euro, funktioniert soweit; Geruchsentwicklung eher klein. Die Specs sagen "Äthanol denaturiert". Gibt es da Unterschiede beim "Brennstoff", also geeigneteres wie jenes angemahnte "Feuerzeugbenzin" oder weniger geeignet diesbezüglich?

Danke & Gruss
 
Zuletzt bearbeitet:
Eher erschüttert war ich über die "Befüllung"
Das hört sich nicht gut an. Bei meinen Peacock-Taschenwärmern sind kleine längliche Trichter dabei. Die setzt man auf den Taschenwärmer auf und füllt sie bis zur Markierung. Dann dreht man den Trichter quer zum Taschenwärmer, wodurch sich ein Ventil öffnet und das Benzin in den Taschenwärmer läuft.

Frage ist, Brennstoff, gibt es hier Unterschiede?
Brennspiritus würde ich nicht nehmen. Der Heizwert ist deutlich kleiner als von Benzin - 21 MJ/l gegenüber 35 MJ/l. Das heißt, du hast mit Spiritus deutlich weniger Heizenergie zur Verfügung.

Die beiden Hauptunterschiede der verschiedenen Benzintypen sind Preis und Flammpunkt.

Zippo Feuerzeugbenzin: Flammpunkt 2°C / Preis 22,- Euro/l

Du kannst auch Waschbenzin verwenden. Das ist erheblich billiger ist. Unter den Waschbenzinen gibt es welche mit stark unterschiedlichen Flammpunkten. Du solltest eines nehmen, das dem Feuerzeugbenzin nahe kommt. Der Flammpunkt sollte unter 10 °C liegen. Auch würde ich aus Gesundheitsgründen auf einen niedrigen Aromatengehalt achten.

Z.B. dieses: Hornbach Waschbenzin

Gruß
Wolfgang
 
Brennspiritus würde ich nicht nehmen. Der Heizwert ist deutlich kleiner ...

Danke für die Hinweise. Ist nicht so sonnenklar, was mit diesen Benzinarten es auf sich hat. Denke aber, zumindest in die Kategorie "Leichtbenzin" lässt sich jenes "Feuerzeugbenzin" einordnen.

Hier gibts etwas Lesestoff:

Mit den verschiedenen Heizwerten kann/könnte man sowas wie eine "Dosierung" bewerkstelligen, falls erwünscht. Mit dem Brennsprit gibt es eine soweit angenehme Wärme.

Bei den Jägern hat man es zu "Taschenofen" auf 18 Seiten gebracht: ;) Taschenofen-welcher tut es wirklich? , scheint ein einziges Loblied auf die Peacock Teile.

Gruss
 
Ist nicht so sonnenklar, was mit diesen Benzinarten es auf sich hat.
Die einzelnen Benzinarten haben ähnliche Heizwerte. (Brennspiritus hat weniger.) Die Energie, die du mit einem benzingefüllten Handwärmer mitführst, ist daher immer die gleiche. Benzin besteht aus Kohlenwasserstoffen. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Benzintypen besteht im Siedepunkt der Kohlenwasserstoffe. Niedrigsiedende Benzine verdampfen leichter, verbrennen also schneller und haben einen niedrigeren Flammpunkt. Der Handwärmer wird heißer, brennt aber dafür weniger lang. Hochsiedende Benzine können schon mal das Problem haben, dass sie sich bei niedrigen Außentemperaturen nicht mehr zünden lassen. Daher wird für Handwärmer normalerweise Feuerzeugbenzin verwendet, das genau die passende mittlere Flüchtigkeit hat. Am besten einfach auf den Flammpunkt achten. Bei Zippo Feuerzeugbenzin beträgt der 2 °C. Daran kannst du dich orientieren.
Mit den verschiedenen Heizwerten kann/könnte man sowas wie eine "Dosierung" bewerkstelligen, falls erwünscht.
Besser machst du die Dosierung mit unterschiedlichen Flammpunkten, falls du wirklich das Bedürfnis dazu haben solltest.

Soviel zur Theorie!
Meiner Meinung nach wird um das Thema viel zu viel Aufhebens gemacht. Ich nehme einfach Feuerzeugbenzin und gut ist.

scheint ein einziges Loblied auf die Peacock Teile
Ja, die sind super. Der Moment, in dem ich die Hände in die molligwarmen Jackentaschen stecke, gehört mit zu den Höhepunkten einer gelungenen Beobachtungsnacht. :)

Gruß
Wolfgang
 
Hallo Frank,

ich kann mal meine Klamotten beschreiben:

- Gefütterte Winterjacke mit Wolleinlage in der Kapuze, vorne verschließbar, das im Endeffekt nur noch die Augenpartie raussschaut
(Hier wichtig das die Jacke relativ lang ist und unten rum zusätzlich schnürbar, so hat man keinerlei Verluste Jacke zu Hose)
- Darunter meist ein zusätzlicher Kapuzenpulli
- Wollmütze
- alte, lange Bundeswehrunterhose
- sont eine normale Hose mit relativ vielen Taschen
- Schwere Sorel Winterstiefel
- Winterhandschuhe aus dem Bereich Langlauf etc, nicht die wärmsten, aber absolut griffig etc.

Sonst keinerlei technische Hilfsmittel. Dieses Setup hält mich grob drei Stunden bei um die Minus 10 Grad warm.
Länger beobachte ich eigentlich nicht, wenn die Temperaturen mal in höhere zweistellige Minusgrade gehen (zumindest nicht ausserhalb meiner Warte)

CS und allen ein frohes Fest

Matthias
 
Hallo

Ich mag nicht alles Wind Kalt um meinen Hals, ziehe nicht unbedingt die Kaputze einer Jacke auf, da der leichte Kalte Wind in die Öffnung der Kaputze zieht, lieber eine gute Kappe Wolle die nicht kratzt. 2 bis 3 Okular in der Jackentasche am Sucher schutz eine Pap Röhre von WC Papier. Immer ersatz Handschuhe dabei.

Manfred
 
Fürs Protokoll.

Kritisch bleiben bei mir Hände und Füsse, was Kälte angeht. Vor einer Weile hab ich mir Heizsohlen zugelegt, diese hier: https://www.amazon.de/dp/B077RXTTQL/ref=pe_27091401_487027711_TE_SCE_3p_dp_1
Meine "Sessions" dauern zwar nur 2-3 Stunden, aber seit Nov. froren mir die Füsse dabei in der Zeitspanne immer ganz ein. So im Bereich rund um 0°C. Hab nun ca. 10 Beobachtungen mit den Heizsohlen gemacht, das Problem ist förmlich weggeblasen. Dabei reicht schon Stufe 2 (4 Stufen möglich 25/50/75/100%), ist "50%", darüber wirds fast wieder unangenehm. Wärme ist dabei nicht wirklich spürbar, reicht aber offenbar um die Füsse auf Normaltemperatur zu halten. Bewährt sich absolut hier. Zusammen mit den oben in #11 angegebenen Stiefeln. Die Batterien sind soweit wenig störend im Schaft verstaubar.

Was die Hände angeht bleibts unbefriedigend. Mit dem Schema Handschuhe allein wie hier dargelegt Touchscreen Handschuhe für Tablet / Smartphone : meine Erkenntnisse / Empfehlung (und zu optimistisch bewertet ...): ist spätestens nach 1.5 Stunden Sense bei harten 0°C oder weniger, eher früher. Mein Versuch mit Benzinbrenner taugte hier doch nicht, die Dinger sind für mich zu unzuverlässig, vielleicht liegt es am Brenner. Ein weiterer Versuch mit grösseren USB Handwärmer (https://www.digitec.ch/de/s1/produc...-handwaermer-4000-mah-10-w-powerbank-17537468) zögert die Sache zwar schon hinaus mit sich dazwischen_immer_wieder_aufwärmen, bleibt aber wenig überzeugend. Jedenfalls bei meiner Art, wo eigentlich während 50% der Zeit ein Dauergefummel am Tablet mit Karte und Sprachaufnahme stattfindet.

Na jedenfalls nach der überzeugenden Erfahrung mit den Heizsohlen habe ich mich entschlossen, beheizte Handschuhe zu kaufen. Hoffe dass dabei die gleiche Wirkung wie bei den Füssen sich ergibt, dass moderate Beheizung reicht, um die Hände in "Normalzustand" zu halten.

Hab mir diese bestellt:https://savior-europe.com/product/beheizbare-handschuhe-liner-sw04/
Sind die "dünnsten", Touchscreen tauglich, mit soweit guten Bewertungen.
Übersicht aller möglichen Modelle: https://savior-europe.com/product-category/handschuhe/
Allerdings bei aliexpress gekauft, kostet dort glatt die Hälfte, zurzeit fast 50% Rabatt. Kaufe dort zum ersten Mal ein, weiss nicht ob diese "Rabatte" eine übliche Masche sind oder tatsächlich temporär vergünstigt.

Werde dann berichten.

Gruss
 
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