Belichtungszeit Theorie/Formeln

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Ich bin erstaunt, dass Montierungen nicht systematischer analysiert werden, z.B. nach Fehlerfrequenzspektrum und Eigenfrequenz, und man sich nur auf Optik und Kameras stürz
vielleicht weils komplexer ist ? Eine Montierung kannst Du nur am Stern gescheit vermessen, dann verhält sich je nach Stativ, Beladung, Himmelsposition, mechanischer Justage und Abnutzungszustand wahrscheinlich komplett unterschiedlich. Eine Kamera hast du dagegen nach einer halben Stunde am Tag durchcharakterisiert und sie liefert halbwegs vorhersehbare Ergebnisse, sieht man mal von speziellen Problemen wie Reflexen und Halos ab. Ähnlich, vielleicht etwas anspruchsvoller , verhält sichs mit Optiken, das ist irgendwie noch Physik. Aber eine Montierung durchzuanalysieren , geschweige denn erst mal reproduzierbar durchzumessen ist doch zumindest bei den erschwinglichen Modellen wahrscheinlich Zeitverschwendung.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Peter,

Ach noch ne Anmerkung:
Irgendwie denke ich dann immer: Ja aber dann braucht man ja gar keine grossen Teleskope/Öffnung.

Stimmt aber nicht. Hier gab es gerade vor kurzem ein tolles Beispiel:

Da kann man sich die Unterschiede verschiedener Öffnungen am gleichen Objekt zu Gemüte führen.

Öffnung rules!

Gruß


na ja der Unterschied in der Detailauflösung in deinen Beispielen ist in erster Linie dem unterschiedlichen Abbildungsmaßstab/ Pixel geschuldet.
Man kann aber mit deutlich kleinem APO und dem passenden Abbildungsmaßstab/Pixel durchaus vergleichbare Ergebnisse erzielen wie mit deutlich größerem Spiegel.
Das liegt auch an den Verlusten durch Reflektion und Obstruktion beim Spiegel.

Um mal zu einem ähnlichen Fall wie hier diskutiert zu kommen.
Hier ein M51 mit 254mm RC und EOS6D
Immerhin 69x 8 min also satte 9,2h belichtet.

M 51 - Astrotreff - Die Astronomie und Raumfahrt Community

Hier ein im Vergleich recht kleiner 115mm APO
QHY163M 11h 42min belichtet.


Also nur wenig länger belichtet wie oben mit 254mm und EOS6D.
Der hier vorliegende Faktor 1,27 für die Belichtungszeit ist von den hier diskutierten Faktoren meilenweit entfernt.

Aber der 115mmAPO erreicht ein deutlich besseres Ergebnis als der 254mm RC mit der EOS6D. o_O

Grüße Gerd
 
Hi Gerd,
super interessantes Beispiel... aber: was macht hier evtl. die Bearbeitung aus... durch Nachschärfen etc, kann ich evtl. auch noch viel rausholen.. .da wären wirklich nur gestackt und gestretchte Bilder interessant, an denen sonst nichts weiter gemacht wurde... finde den Vergleich tatsächlich eher schwierig als aussagekräftig. Gerade auch unter dem APO Bild steht entrauscht mit Topaz... das macht wahnsinning viel aus und man kann da auch noch mal schön nachschärfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Gerd noch mal - ich hab eben mal an dem Bild von Galaxien-Spechtler rumprobiert und komme mit 7 min Bildbearbeitung auf das gleiche, wenn nicht ein besseres Ergebnis wie von Shreevy hier.. würde es gerne zum Vergleich hochladen, aber da hier im Forum die Copyright-Regeln immer sehr scharf ausgelegt werden, verkneife ich mir das gleich. Falls Du trotzdem Interesse hast, das mal zu sehen, kann ich Dir nen Link schicken, das ist dann ja privates Umfeld und dafür darf man das :)
 
Hallo Arne,
Hi Gerd noch mal - ich hab eben mal an dem Bild von Galaxien-Spechtler rumprobiert und komme mit 7 min Bildbearbeitung auf das gleiche, wenn nicht ein besseres Ergebnis wie von Shreevy hier.. würde es gerne zum Vergleich hochladen, aber da hier im Forum die Copyright-Regeln immer sehr scharf ausgelegt werden, verkneife ich mir das gleich. Falls Du trotzdem Interesse hast, das mal zu sehen, kann ich Dir nen Link schicken, das ist dann ja privates Umfeld und dafür darf man das :)

ja das kann natürlich sein das mit Bildbearbeitung beim Bild mit dem RC noch etwas geht so das dann 115 APO und 256 RC auf vergleichbarem Level liegen.
Wobei das Bild vom 115mm APO ja in deutlich kleinerer Auflösung ( 1,16MP versus 3,14MP beim RC) , vorliegt.
Ein Vergleich bei original Auflösung in beiden Fällen wäre da Interessent.
Die QHY163M hat 16MP.

Ich denke aber das das Beispiel in jedem Fall zeigt das ein deutlich kleinerer APO mit guter Astrocam und passendem Abbildungsmaßstab/Pixel auf ähnliche Ergebnisse kommt wie ein deutlich größerer Spiegel mit DSLR.
Und das bei ähnlichen Belichtungszeiten.
Das war ja denke ich auch die Frage die dich Eingangs bewegt hatte.

Da gibts natürlich die verschiedensten Kombis, die dann das gleiche bzw. ein ähnliches Bildfeld ergeben... z.B. ein Skywatcher 8" F5 Newton mit Vollformat DSLR (Setup A) hat dann ein Bildfeld, das 1000 mm Brennweite entspricht. Aber eben auch z.B. ein William Optics APO mit 61/360 F5.9 und einer ASI183 (Setup B)

Hier mal am praktischen Beispiel bei jeweils etwas größerer Öffnung beantwortet.

@Heiko
Da sind sie wieder, die Äpfel und die Birnen ...

Es ist das passende Beispiel für die eingangs gestellte Frage kleiner APO mit Astocam versus großer Spiegel mit DSLR.

Da gibts natürlich die verschiedensten Kombis, die dann das gleiche bzw. ein ähnliches Bildfeld ergeben... z.B. ein Skywatcher 8" F5 Newton mit Vollformat DSLR (Setup A) hat dann ein Bildfeld, das 1000 mm Brennweite entspricht. Aber eben auch z.B. ein William Optics APO mit 61/360 F5.9 und einer ASI183 (Setup B),

Grüße Gerd
 
Nehmt z.B. mal so ein Bild und zoomt rein:

Das sind 10 Zoll bei nur 3,5 Stunden. Auf den ersten Blick nicht schärfer als das von Shreevy. Aber mit Topaz würde das auch schärfer aussehen. Schaut euch aber mal den Hintergrund an. Was da unruhig und fleckig aussieht sind noch kleine schwache Objekte - in Farbe. Das ist Tiefe. Das bekommt man nur, wenn man viele Photonen sammeln kann. Bei Shreevy sieht der Hintergrund eher flach und farblos aus (nicht falsch verstehen Shreevys Bild ist schon gut).
Gerd was Du hier bringst sind keine passenden Beispiele, sondern Du legst es Dir zurecht, wie es Dir passt.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

Gerd was Du hier bringst sind keine passenden Beispiele, sondern Du legst es Dir zurecht, wie es Dir passt.

ich sehe das zurechtlegen eher bei dir und deinem letzten Beispiel.
Das ist nämlich nicht mit DSLR sondern mit deutlich effizienterer Astocam entstanden.
Daher natürlich die kürzere Belichtungszeit.
Die Frage von Arne war aber kleiner APO mit Astocam versus großer Spiegel mit DSLR.

Grüße Gerd
 
Gerd, das ist ja gerade der Punkt. Du kannst eine gekühlte Kamera an einem APO nicht mit einer ungekühlten DSLR an einem RC vergleichen, um nachweisen zu wollen, daß der kleinere APO mindestens genauso gut ist. Außerdem spielen da, wie schon gesagt wurde, Bildbearbeitung, Sichtbedingungen, vielleicht Guidingpräzission etc. noch eine mindestens genau so große Rolle, wie das Ergebnis ist. Das sagt gar nichts über den APO aus.
Du solltest wirklich mal selber Fotos machen, damit Du was davon verstehst.
Ok, ich ziehe mich hier zurück, sonst artet das aus.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

mein Vergleich ist praxisgerecht weil sich genau diese Situation also kleinerer APO mit kleiner und noch bezahlbarer Astrocam versus großer Spiegel der dann weil eine Asrocam in der Größe nicht mehr bezahlbar ist um vergleichbare Felder wie mit dem kleinen APO zu erreichen mit DSLR bestückt wird.
Die QSI 690wsg-8 die in deinem Beispiel verwendet wurde kostet mal schlappe 4750.:eek:
Die QHY163M die beim115mmAPO verwendet wurde dagegen „nur“ 1600.

Aber auch beim Vergleich APO mit Astrocam versus großer Spiegel mit Astocam schneidet ein mit 140mm etwas größerer APO als der 115mm immer noch so gut ab wie der 10“ Spiegel in deinem Beispiel.


Bild unbedingt in voller Größe betrachten.


Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Bleiben wir mal ganz objektiv...

Wenn wir Bilder vergleichen wollen von APO vs Spiegel bei gleicher Brennweite bzw gleichem Gesichtsfeld, aber verschiedenen Öffnungen UND Kameras UND sogar das Seeing mal als ähnlich voraussetzen, dann dürfen wir keine fertig bearbeiteten Bilder heranziehen, sondern ganz streng genommen nur in der GLEICHEN Software gestackte Summenbilder, die dann auch noch mal im gleichen Verfahren gestreckt wurden und mehr darf nicht dran gemacht sein oder aber mit den exakt gleichen Einstellungen.

Also ich muss da Heiko Recht geben, die Bilder sagen da leider nichts aus, sofern nicht mindestens diese Parameter für die (nicht-)Bildbearbeitung übereinstimmen. Ich sehe hier schon so unterschiedliche Bildbearbeitungsskills, da denkste manchmal einer hat sonstwas fürn Gerät, aber er kann eben echt was rausholen mit EBV und bei anderen Bildern, da seh ich die Daten des Setups oder auch der Integerationszeiten dazu und denke... man, da wäre so viel mehr rauszuholen gewesen - und nicht bei der Belichtung/Herangehensweise, sondern rein durch die Bearbeitung.

Der Punkt mit gekühlt und DSLR ist schon klar, aber wie Eingangs gesagt, ging es mir lediglich um eine Berechnung der Veränderung der Belichtungszeit bei diesen unterschiedlichen Setups, weder um Kosten noch darum, "wer besser ist" oder sonstwas :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

also ehrlich wer bei diesen Beispielen:

M64 mit 380/1750mm, f/4,6

M64 mit 250/1000mm, f/5

irgendwelche Diskussionen mit das kommt nur vom Abbildungsmaßstab und hat nichts mit Öffnung zu tun beginnt, der handelt mit Äpfeln und Melonen. ;)

Ich erkläre: Mir ist bei vollem Bewusstsein klar, dass der Abbildungsmaßstab unterschiedlich ist, Seeing die Auflösung grundsätzlich begrenzt und was alles das bedeutet.

Gruß
Peter

PS:
Highlander: Es kann nur einen geben. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

Hi,

also ehrlich wer bei diesen Beispielen:

M64 mit 380/1750mm, f/4,6

M64 mit 250/1000mm, f/5

irgendwelche Diskussionen mit das kommt nur vom Abbildungsmaßstab und hat nichts mit Öffnung zu tun beginnt, der handelt mit Äpfeln und Melonen. ;)

Ich erkläre: Mir ist bei vollem Bewusstsein klar, dass der Abbildungsmaßstab unterschiedlich ist, Seeing die Auflösung grundsätzlich begrenzt und was alles das bedeutet.

Gruß
Peter

PS:
Highlander: Es kann nur einen geben. ;)

auch wenn sich so mancher hartnäckig weigert das anzuerkennen weil es nicht so recht in sein Weltbild passt aber so ist es nun mal.
Ja es liegt in gewissen Grenzen natürlich neben der CAM am Abbildungsmaßstab und der Belichtungszeit.
Man muss mit der kleineren Öffnung und entsprechendem Abbildungsmaßstab halt nur länger belichten um die gleiche Tiefe zu erreichen.

Diese Aufnahme mit einem150mmAPO steckt die Aufnahme mit dem 380mm Spiegel in deinem Beispiel locker in den Sack.
Schau dir nur die Detailfülle die der 150mm APO in den Staubbändern nahe dem Zentrum zeigt an.
Da kommt die Aufnahme mit dem 380mm Spiegel nicht ran.
Klar die Belichtungszeit mit dem 150mm APO ist 3,5x länger aber dafür erreicht diese Aufnahme auch eine deutlich größere Tiefe.
Der Vergleich der Belichtungszeit hinkt daher.
Man müsste die Belichtungszeiten bei vergleichbarer Tiefe vergleichen.

Grüße Gerd
 
Erde an Gerd ;) (& auch Peter)
siehe mein Beitrag oben... es funktioniert einfach nicht Bilder zu vergleichen, die unterschiedlich bearbeitet wurden... hab mir eben wieder beide gezogen und 5 min dran rumgefummelt.. schwubbs, sind mehr Details und mehr Schärfe da in Peters Beispiel und es ist viel näher an dem APO Bild dran... mit mehr Belichtungszeit würde wahrscheinlich so ziemlich das gleiche rauskommen, wenn nicht drumherum sogar noch mehr Tiefe, wenn ichs optimiere... ich lad das jetzt nicht auch noch hoch, guckt Euch doch mal den Link zu meinem Vergleichs-GIF von M51 an... was die Bearbeitung auch an Schärfe und Details noch rausholen kann.
Die Vergleiche anhand der Bilder machen gerade so null Sinn - sorry, das so sagen zu müssen. Kann mich nur wiederholen... Rohsummenbilder mit der selben Software gestacked.. alles andere ist nicht objektiv vergleichbar.
 
Erde an Gerd ;) (& auch Peter)
siehe mein Beitrag oben... es funktioniert einfach nicht Bilder zu vergleichen, die unterschiedlich bearbeitet wurden... hab mir eben wieder beide gezogen und 5 min dran rumgefummelt.. schwubbs, sind mehr Details und mehr Schärfe da in Peters Beispiel und es ist viel näher an dem APO Bild dran... mit mehr Belichtungszeit würde wahrscheinlich so ziemlich das gleiche rauskommen, wenn nicht drumherum sogar noch mehr Tiefe, wenn ichs optimiere... ich lad das jetzt nicht auch noch hoch, guckt Euch doch mal den Link zu meinem Vergleichs-GIF von M51 an... was die Bearbeitung auch an Schärfe und Details noch rausholen kann.
Die Vergleiche anhand der Bilder machen gerade so null Sinn - sorry, das so sagen zu müssen. Kann mich nur wiederholen... Rohsummenbilder mit der selben Software gestacked.. alles andere ist nicht objektiv vergleichbar.
Hi Arne,

ja, du hast völlig recht.

Die von mir verlinkten Beispiele von Franz @franz1 (danke übrigens für die tollen Bilder von M64) sind tatsächlich überhaupt nicht für irgendeinen rationalen Vergleich gemacht und auch nie dafür gedacht. Aber ich gehe davon aus, da sie auch ohne um etwas zu Beweisen präsentiert wurden, daß sie ziemlich ähnlich behandelt wurden.

Sie zeigen, nennen wir sie ästhetische, Unterschiede in Abhängigkeit der Öffnung die ich für mich registriere. Deswegen fand ich auch die Serie so interessant und hier erwähnenswert.

Alles gut.
Ende an Erde.

Gruß
Peter
 
Hallo Arne,

da hast du aber in deiner Bildbearbeitung bei M51 mächtig am Kontrast gedreht und wohl auch noch mal nachgeschärft.
Mag sein das das Original da etwas mehr vertragen kann aber bei deiner Version finde ich das zu heftig.
Die Sterne sind ausgebrannt und nicht mehr schön.
Klar das ist Geschmackssache aber deine Extrembearbeitung könnte ich jetzt auch mit dem Bild vom 115mm APO machen und zu einem ähnlichen Ergebnis kommen.
Ich lass es aber lieber Bilder von Anderen derart nachzubearbeiten nur um irgendetwas beweisen zu wollen.
Die meisten werden sich ganz bewusst in ihrer Bearbeitung für eine möglichst ästhetisch und noch einigermaßen natürlich wirkende Variante entschieden haben ohne ins Extremen mit unschönen Artefakten und ausgebrannten Sternen zu gehen.

Worum es mir geht ist deutlich zu machen das das Heil nun mal nicht allein in der größeren Öffnung liegt.
Der Tenor klang hier ja auch schon an aber so ist es nun mal nicht.
Klar Öffnung spielt natürlich auch eine Rolle aber es ist bei weitem nicht alles.
Leider suchen viele im heilsversprächen der größeren Öffnung die alleinige Lösung.
Aber wenn man Defizite in Aufnahmetechnik und Bildbearbeitung hat lassen sich diese Defizite nicht einfach mithilfe einer größeren Öffnung kompensieren.
Und selbst wenn heißt das ja nicht das man bei Beseitigung dieser Defizite mit kleinerer Öffnung nicht auch zum gleichen Ziel gekommen wäre.
Da wäre es meiner Meinung nach erst mal sinnvoll diese Defizite anzugehen anstatt sein Heil nur in der größeren Öffnung zu suchen.

Wer zb. mit einer DSLR fotografieret und mit den Ergebnissen hadert für den wäre eine Investition in eine gute Astrocam und optimieren des Abbildungsmaßstabs/ Pixel meiner Meinung nach wesentlich sinnvoller als eine Investition in eine größere Öffnung und beibehalten der DSLR.

Und um das festzustellen reicht es auch völlig die fertigen Ergebnisse zu vergleichen.
Praxisbezug ist nun mal mit den fertigen Ergebnissen gegeben und nicht mit Rohbildern.

Und wer da gefallen an Extrembearbeitung hat kann das natürlich jederzeit nach Belieben mit den Beispielbildern tun.
Allerdings sollte er dann fairerweise diese Extrembearbeitung auch auf alle vergleichs Bilder anwenden.

Grüße Gerd
 

Hallo Peter,

genauso sehe ich es auch. Habe auch nie etwas anderes behauptet :) Mein 6" APO (Esprit 150) bekommt kaum Einsatzzeit, weil ich mit meinem 10" Spiegel (Meade ACF) mindestens die gleichen Details und (bei gleichem Abbildungsmaßstab) sichtbar mehr Licht bekomme.

Die Öffnung des Teleskops steckt ja im Öffnungsverhältnis, so dass das kein Widerspruch zu meinen weiter oben gemachten Aussagen ist.
Wenn ich z.B. einen 6" f/4 Newton und einen 10" f/4 Newton vergleiche, sammeln mit identischer Kamera (also auch gleicher Pixelgröße) beide Teleskope pro Pixel genauso viel Licht von flächigen Objekten. Dafür habe ich bei dem 10" f/4 einen viel größeren Abbildungsmaßstab, bekomme also bei gutem Seeing viel mehr Details. Wenn mir Lichtstärke wichtiger ist als Auflösung kann ich den 10" Newton auch mit größeren Pixeln einsetzen (andere Kamera oder z.B. Binning) und habe dann bei ähnlichem Abbildungsmaßstab wie mit dem kleineren Teleskop eine deutlich höhere Lichtstärke.

Man kann sich also bei einem größeren Teleskop sozusagen aussuchen, ob man die größere Öffnung in mehr Auflösung oder mehr Lichtstärke umsetzen möchte.
 
Hi Stefan,
Hallo Peter,

genauso sehe ich es auch. Habe auch nie etwas anderes behauptet :) Mein 6" APO (Esprit 150) bekommt kaum Einsatzzeit, weil ich mit meinem 10" Spiegel (Meade ACF) mindestens die gleichen Details und (bei gleichem Abbildungsmaßstab) sichtbar mehr Licht bekomme.

Die Öffnung des Teleskops steckt ja im Öffnungsverhältnis, so dass das kein Widerspruch zu meinen weiter oben gemachten Aussagen ist.
Wenn ich z.B. einen 6" f/4 Newton und einen 10" f/4 Newton vergleiche, sammeln mit identischer Kamera (also auch gleicher Pixelgröße) beide Teleskope pro Pixel genauso viel Licht von flächigen Objekten. Dafür habe ich bei dem 10" f/4 einen viel größeren Abbildungsmaßstab, bekomme also bei gutem Seeing viel mehr Details. Wenn mir Lichtstärke wichtiger ist als Auflösung kann ich den 10" Newton auch mit größeren Pixeln einsetzen (andere Kamera oder z.B. Binning) und habe dann bei ähnlichem Abbildungsmaßstab wie mit dem kleineren Teleskop eine deutlich höhere Lichtstärke.

Man kann sich also bei einem größeren Teleskop sozusagen aussuchen, ob man die größere Öffnung in mehr Auflösung oder mehr Lichtstärke umsetzen möchte.
richtige Punkte.

Oder anders:
Man könnte auch sagen im Teleskop mit der größeren Öffnung stecken ja praktisch die mit kleinerer Öffnung drin.
So hatte ich das noch nie betrachtet. ;)

Wird ja auch entsprechend genutzt zB durch Blenden die die Öffnung reduzieren.

Gruß
Peter
 
Hallo Gerd,

ich möchte nichts beweisen - ich sage nur - und das kannst Du eigentlich auch nicht bestreiten, dass ein wirklicher Vergleich nur möglich ist anhand von Rohbildern oder exakt gleich weiterverarbeiteten Bildern. Ich will auch gar nicht in die Diskussion rein, was angeblich "besser" ist oder nicht (Spiegel oder APO), habe ich ja auch schon gesagt. Ich sage lediglich, dass man so nicht vergleichen kann. Wir sind doch in einem wissenschaftlichen Hobby... dann bitte auch so an die Vergleiche rangehen und nicht von unterschiedlich bearbeiteten Bilder von denen man gar nicht weiss, was eigentlich dran gemacht wurde, versuchen Schlüsse auf die Güte der einen oder anderen Optik ziehen.

Deine "Extrembearbeitung" war nur in 5 min gemacht und an einem Web-JPG (keinen 16 Bit Bildern), um zu zeigen, dass da mehr rauszuholen geht und man weiss auch nicht, wie extrem andere bearbeitet haben - das hat nichts mit Geschmack zutun, sondern ist lediglich eine Demonstration, dass fertige Bilder nicht als Vergleich dienen können, weil man eben nicht weiss, wie extrem jemand anderes bearbeitet hat - das muss sich nicht so auswirken wie bei meiner Schnellbearbeitung und kann viel subtiler zu besseren Ergebnissen führen. Es gibt so viele Leute, die Stunden über Stunden da in die Bearbeitung reinstecken und damit die Bilder super optimieren, so dass es noch natürlich aussieht und trotzdem schärfer ist etc. Aber dort kennt man da dann auch die "Vorversion" nicht.


Aber wenn man Defizite in Aufnahmetechnik und Bildbearbeitung hat lassen sich diese Defizite nicht einfach mithilfe einer größeren Öffnung kompensieren.

Ich weiss gar nicht, wie Du darauf kommst, davon war doch nie die Rede...

Aber ist auch nicht wichtig, ich habe die Antwort auf meine Frage erhalten und kann mir jetzt zumindest so ca. in einer bestimmten Größenordnung ausrechnen, wie lange man mit welchem Setup mehr oder weniger belichten muss :)

Und jetzt atmen wir alle einmal tiiiiieeef durch :D

greetz,
Arne
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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