Bildbearbeitung mit Affinity Photo

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Hi,

aha, danke, wieder was gelernt.
Also ob destructive sieht man den Macros vorher nicht an, sondern nur nach Ausführung.
Man sieht aber zumindestens durch die erzeugten Layers was und in welcher Reihenfolge "abgeht".

Viel besser wie in SiriL. Ich finde SiriL schon sehr gut und es ist ja auch Open Source (Respect und Danke an die Macher), aber man wendet einen Prozess nach dem anderen an und danach hat man nur noch das Un/Redo.

Gibt es eigentlich den Background Extraction Filter auch als Live-Filter?
Oder so etwas ähnliches?

Die Käfer sehen wirklich klasse aus. ;)

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

wir können doch nicht Siril mit Affinity Photo vergleichen. Affinity Photo ist ein richtiges gutes Bildbearbeitungsprogramm mit ein paar Astrofunktionen. Und Siril hat hauptsächlich die Bildvorbereitung von Astrofotos mit ein paar wenigen Funktionen für die Bildbearbeitung. Ich brauche beide, zuerst Siril und dann Affinity Photo. Ähnlich ist es mit PixInsight und Photoshop, wobei PixInsight schon viel mehr Funktionen für die Bildbearbeitung besitzt.
 
Hallo Harald,

wir können doch nicht Siril mit Affinity Photo vergleichen
doch können wir!
Wir können auch unterschiedliche Sorten Kernobst vergleichen.
Wenn es auch nur zur Abgrenzung dient. Was gar keinen Sinn machen würde wäre PHD2 mit Siril oder Affinity zu vergleichen.
Aber wenn zwei Programme stacken und Bilder bearbeiten können, warum sollte man dann nicht die Grenzen (mit Astrobezug) ausloten?
Stacking mit Affinity ist super einfach und damit für das erste Jahr der Astrofotografie zu empfehlen, wenn die Ansprüche steigen sollte man sich eben umschauen. Für vorgebildete mag dann nur noch PI in Frage kommen (ich kann persönlich nicht ausschließen das ich das demnächst verwende. im Moment versuche ich erstmal wie weit ich mit Siril komme).

Viele Grüße

Dietmar
 
Hallo Peter,

wir können doch nicht Siril mit Affinity Photo vergleichen. Affinity Photo ist ein richtiges gutes Bildbearbeitungsprogramm mit ein paar Astrofunktionen. Und Siril hat hauptsächlich die Bildvorbereitung von Astrofotos mit ein paar wenigen Funktionen für die Bildbearbeitung. Ich brauche beide, zuerst Siril und dann Affinity Photo. Ähnlich ist es mit PixInsight und Photoshop, wobei PixInsight schon viel mehr Funktionen für die Bildbearbeitung besitzt.
Moin zusammen,
wer Siril mit Affinity vergleichen möchte, soll das doch gerne tun. Beides sind Programme zur EBV. Siril ist halt ein Nischenprodukt für Astrofotografie und Affinity ein vollwertiges Bildbearbeitungsprogramm. Beide werden unter der Oberfläche aber ähnliche Algorithmen nutzen. Nur das GUI ist unterschiedlich.
Siril, PI, APP usw. sind mit Ihren Astro bezogenen Skripten darauf ausgelegt wiederkehrende Arbeitsschritte zu vereinfachen und so den Astroworkflow zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Was das Skript macht sieht man dann am Ergebnis, aber wie und was im Hintergrund passiert wissen dann nur wenige der Nutzer. Je nachdem welche Daten zu Grunde liegen, nutzt man dann immer dieselben Skripts mit evtl. etwas angepassten Parametern. Das macht die Bearbeitung dann für den einzelnen auch reproduzierbar und man kommt an sein Ziel.
Da Affinity Photo als Alternative zu PS und nicht als Astrotool zu sehen ist, muss man sich seinen Workflow erst selbst erarbeiten und sich evtl. eigene Makros erstellen oder Makros anderer Nutzer einsetzen. Das können und wollen nur die wenigsten. Daher gibt es auch nicht viele verfügbare auf Astro spezialisierte Makros in Affinity. Ganz zu schweigen von PlugIns, aber das ist wegen der fehlenden eigenen API in Affinity ein anderes Thema.

Mir persönlich sind die Preise für PI und APP als reine Skriptsammlungen viel zu hoch und die freien Tools bieten mir eigentlich auch keinen Grund meinen Workflow auf verschiedene Programme aufzuteilen. Fast alles was die spezialisierten Astrotools können, kann ich auch mit Affinity erreichen. Nur eben anders.
Als Beispiel möchte ich mal Pixelmath nennen. In Affinity nutzt man dafür Procedural Texture, welches auch mathematische Formeln zur Bildmanipulation zur Verfügung stellt.
1641546271750.png

Diese kann ich auch als Live-Filter, also none Destrucive, nutzen. Ich kann z.B. 10 Schritte zurükgehen, z.B. den Wert für "Tone Compression" (Siehe Screenshot) ändern und sehe dann das Ergebnis der Änderung, ohne das ich die 10 nachfolgenden Schritte nochmal neu durchführen muss!

Ich bin halt ein Fan von Affinity und nutze es schon seit Jahren. Davor war es Photoshop. Dank Studenten Lizenz war das preislich noch Ok. Ich komme mittlerweile bei Astroaufnahmen mit einer reinen EBV gut klar. Musste mir das aber auch erst erarbeiten.
Jeder soll halt das Tool nutzen mit dem er am besten klarkommt und die für sich besten Ergebnisse erzielen kann.

Lg Carsten
 
Hallo Dietmar,

danke für das Tutorial! Ich nutze AF auch sehr gerne, habe es erst seit ein paar Wochen. Die Stacking Funktion finde ich ehrlich gesagt nicht so gut, und auch die Schritte bis zum gestretchten und farbkalibrierten Bild nicht, da nutze ich Siril. Farbe, Details und Rauschen geht aber mit AF echt super, wobei ich noch Starnet++ dazu nehme. Aber das ist eine andere Baustelle.
Beispiel Logarithmic Stretching
[IMG width="364px" alt="bw_punkt.png"]https://forum.astronomie.de/attachments/bw_punkt-png.232358/[/IMG]
Den Schwarzpunkt (1) so einstellen, dass möglichst viele Details sichtbar werden, den Weißpunkt (2) so anpassen das helle Bereiche nicht ausbrennen (gesättigte Farbwerte).

Guter Tipp, wusste ich nicht!

Wenn man das Schärfen übertreibt kommt oft zu viel Rauschen ins Bild das bei nachträglicher Entfernung letztendlich nur die Bildqualität mindert

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich nach dem Anheben der Gradiationskurve jedes Mal entrausche, das bringt zusätzlich ein feineres Bild. Rauschfrei Schärfen geht auch gut mit Ebene duplizieren - Filter Hochpass - Ebenenmodus Weiche Farben. Und Pandaaugen kann man mit Starnet ++ gut vermeiden, allerdings klappt bei mir das Zusammenfügen der sternfreien Ebene zum Bild nicht so gut.

Den Pixel Layer auswählen und das Icon Tone-Mapping anklicken, nach einer Weile wird ein völlig überbelichtetes Bild angezeigt

Werde ich auch gleich mal ausprobieren! :)

Grüße Moritz
 
Also mal Abseits der Makro Fragen hier...

Ich hab mal nach einem gefühlten Jahrzehnt meinen Rechner etwas stärker gemacht (i7 3770k, 16GB -> Ryzen 5 5600x, 32GB) und bin von Linux dann mal wieder zu Windows 11 gewechselt.

Hab jetzt Affinity Photo ausprobiert und bin recht angetan. Theoretisch eine Software für alles (vorher GIMP, Darktable, Siril).

Bei der Benutzung der Macros (so ab dem 5 oder 6 Makro hintereinander) schmiert aber Affinity Photo regelmäßig ab bei mir (nur das Programm, Windows läuft weiterhin).

Ich vermute irgendwie den Arbeitsspeicher dahinter (viele Ebenen, 32bit, etc.). Habt ihr da ähnliche Erfahrungen?

CS

Ralph
 
Hallo Ralph,

na die neue Hardware sollte ja erstmal ein paar Jahre aushelfen ;-).
Das du GIMP mit Affinity ersetzen kannst sehe ich auch so. Darktable nehme ich überwiegend zur Verwaltung von etlichen Jahren Fotographie das geht mit Affinity so nicht. Siril ist halt auf das Stacken spezialisiert und man braucht es wenn man mit Affinity nicht alles aus den Daten rauskitzeln kann oder sogar den Anspruch hat eine Farbkalibrierung durchzuführen.
Aber zur eigentlichen Frage: Ich habe auch erst seit Ende letzten Jahres einen neuen Rechner mit ähnlicher Konfiguration inkl. Windows 11 seit dem habe ich auch gelegentliche Crashes zu kämpfen, bei mir hilft dann aber nur noch vollständiger Reset.
Um 32gb RAM mit Layern zu füllen bräuchtest du aber ziemlich viele, ich fürchte da stecken eher Inkompatibilitäten mit Treiber und Windows 11 dahinter, deshalb mache ich derzeit jedes Update sofort und gefühlt ist es auch schon besser geworden.

Grüße

Dietmar
 
Hallo Ralph,

eine weitere Möglichkeit, die eigentlich grundsätzlich gilt, ist rechtzeitig die Datei Speichern und nicht mehr aktive Layer ausschalten, sowie immer wieder wo es passt neue Pixellayer anlegen. Damit erreichen wir, dass der Pufferspeicher nicht so riesig wird und Affinity weiterhin flüssig läuft.
In der aktuellen Version habe ich keinerlei Absturz Probleme, die gab es vereinzelt in Vorgängerversionen beim Stacken. Ich arbeite allerdings auf einen Mac mit M1 Chip.
 
Bei der Benutzung der Macros (so ab dem 5 oder 6 Makro hintereinander) schmiert aber Affinity Photo regelmäßig ab bei mir (nur das Programm, Windows läuft weiterhin).

Ich vermute irgendwie den Arbeitsspeicher dahinter (viele Ebenen, 32bit, etc.). Habt ihr da ähnliche Erfahrungen?
Moin Ralph,
ich kenne das Problem auch.
Ich nutze zur Zeit folgendes System. i7-10870H, 32GB, Geforce 3060, Win10
Auch ich habe Probleme mit dem einfrieren der Anwendung gehabt. Was bei mir geholfen hat, war das deaktivieren der Grafikkartenunterstützung unter Einstellungen/Performance. Macht die Bearbeitung etwas Träger, aber geht auch so.
In früheren Versionen von Affinity hatte ich dieses Problem nicht. Erst in den neueren Versionen ist mir das aufgefallen und dann auch nur wenn mehrere sehr Rechenintensive Layer, wie z.B. Procedural Texture, genutzt werden.
Grüße Carsten
 
Moin Ralph,
ich kenne das Problem auch.
Ich nutze zur Zeit folgendes System. i7-10870H, 32GB, Geforce 3060, Win10
Auch ich habe Probleme mit dem einfrieren der Anwendung gehabt. Was bei mir geholfen hat, war das deaktivieren der Grafikkartenunterstützung unter Einstellungen/Performance. Macht die Bearbeitung etwas Träger, aber geht auch so.
In früheren Versionen von Affinity hatte ich dieses Problem nicht. Erst in den neueren Versionen ist mir das aufgefallen und dann auch nur wenn mehrere sehr Rechenintensive Layer, wie z.B. Procedural Texture, genutzt werden.
Grüße Carsten

Bin heute morgen auch zu der Erkenntnis gekommen, dass wohl die GPU Beschleunigung ein Punkt sein könnte. Bin mit einer RTX 2060 6GB unterwegs und hab jetzt auch den Grafikkarten Treiber in Verdacht. Es gab doch von Nvidia mal spezielle Treiber für Produktivsysteme. Probiere ich mal als nächstes aus und gebe Rückmeldung.
 
Bin heute morgen auch zu der Erkenntnis gekommen, dass wohl die GPU Beschleunigung ein Punkt sein könnte. Bin mit einer RTX 2060 6GB unterwegs und hab jetzt auch den Grafikkarten Treiber in Verdacht. Es gab doch von Nvidia mal spezielle Treiber für Produktivsysteme. Probiere ich mal als nächstes aus und gebe Rückmeldung.
Das wird so auch im Affinity Forum diskutiert.
Link
 
Ich hab jetzt etwas recherchiert... die Crashes sind definitiv vom dem Grafikkartentreiber abhängig. Da muss man wohl auf eine neue Version von Seiten Nvidia warten. Die OpenCL unterstützung scheint da mal zu funktionieren, mal nicht. Serif kann da nichts für.

Der Geforce Treiber 497.29 funktioniert jedenfalls nicht so richtig _jungeschlagen:

Bin ja jetzt extra von Linux (Mint) zu Windows 11 gewechselt, da ich mir out of the box Hardwarebeschleunigung über meine Nvidia Grafikkarte erhofft habe und nicht wie bei Linux jedesmal selbst irgendwie Hand anlegen muß (Stichwort Treiber kompilieren bei jeder Kernel aktualisierung).

Jetzt hab ich den gleichen Mist bei Windows :p:D:eek:

Im großen und ganzen gefällt mir aber Affinity Photo echt gut. Ich warte aber mal auf eine Rabatt Aktion und kaufe es mir dann.

CS

Ralph
 
Apple iMac - Affinity ist sogar für den M1 Chip optimiert.

Der Vorteil bei Apple ist in meinen Augen, dass alles perfekt abgestimmt ist... Nachteil der hohe Preis ;)

Aber zurück zu dem Absturz Problem... @AkhetO -> ist auch für dich interessant!

Ich habe den aktuellen Nvidia Studio Treiber installiert (kann man entweder auf der Homepage manuell auswählen und runterladen, oder in GeForce Experience auswählen).

Es stürzt nichts mehr ab... ich habe testweise mich wie wild durch die Astro Makros von James geklickt. Ziel war jedenfalls kein hübsches Bild sondern einfach soviel Last erzeugen, dass Affinity Photo abstürzen muss :p und dieses ist nicht passiert, Affinity Photo hat einfach brav alles durchgerechnet und ist nicht abgestürzt :y:

Laut ein wenig einlesen soll der Studio Treiber keinen Einfluss auf die Spieleleistung haben, er hängt halt manchmal etwas hinter was die Unterstützung von den aktuellsten Titeln angeht. Naja, da ich eh nur ein Winter Spieler bin sollte dass fast egal sein.

Ich hab auch mal testweise die Benchmark bei "Horizon - Zero Dawn" mit dem Studio Treiber laufen lassen. Ist der aktuellste Titel welchen ich habe. Die Ergebnisse sind Deckungsgleich mit dem Game Ready Driver (also die FPS welche berechnet werden).

Der Nvidia Studio Driver ist jedenfalls die Lösung für das Crash Problem bei Affinity Photo.

Gruß,

Ralph
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Nvidia Studio Driver ist jedenfalls die Lösung für das Crash Problem bei Affinity Photo.
Ich habe gerade auch mal die Studio Treiber getestet und komme nach einem kurzem Test zu demselbem Ergebnis. Ich habe mal sämtliche Layer (außer Pixel Layer, da nur die Basis) einer aktuellen Bearbeitung aktiviert und Affinity ist nicht abgestürzt. Nur die Reaktionszeit der Anwendung gin rapide in den Keller. Das waren ca. 40 Bearbeitungslayer und 20 Masken.
So wie es im Moment aussieht sind die Studiotreiber die Lösung.
Gruß Carsten
 
Hallo Zusammen

Habe mir den Thread mit Interesse durchgelesen.
Was Astrofotos angeht, bin ich der Meinung, dass man siril und Affinity nur bedingt vergleichen kann.
siril ist hauptsächlich für die Vorbereitung der Rohbilder zu sehen und nicht als Bildbearbeitungsprogramm.

Wenn es jedoch um Debayern, Ausrichten und Stacken geht mit anschließender photometrischen Farbkalibrierung, ist meiner Meinung nach siril derzeit das beste Produkt für Astrofotos. Die Debayer Routine ist sehr gut, beim Ausrichten kann man je nach Aufnahmequalität die Freiheitsgrade (und damit induziertes Verwaschen) vermindern und beim Stacken stehen alle State of the Art Filter zur Verfügung.
Die Farbkalibrierung ist ebenfalls sehr mächtig und liefert erstklassige Ergebnisse.

Und was vielen nicht bekannt ist: Man kann mit siril die Hintergrund Extraktion bereits auf dem Einzelbild vor dem Stacken durchführen. Das liefert sehr gute Ergebnisse und erspart die aufwändige Prozedur im gestackten Bild.

Und für alle die mehr Komfort haben möchten: es gibt ein Frontend namens sirilic. Damit kann man bequem mehrere Aufnahmesitzungen kombinieren, alle Parameter vorab festlegen, und dann alles vollautomatisch bis zum fertig gestackten Bild durchlaufen lassen. Und das mit einer extrem hohen Geschwindigkeit.

Mit sirilic kann man auch sämtliche Bias, Darks, Flats kombinieren und sich den gesamten Workflow anzeigen lassen.

Ich wollte nur mal ein paar Punkte zusammenfassen, da ich den Eindruck habe, dass vieles gar nicht so richtig bekannt ist.

VG und CS
Tom
 

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Hi Carsten,
Das waren ca. 40 Bearbeitungslayer und 20 Masken.
echt jetzt? ;)
Also, dass damit ein PC in die Knie geht wundert mich nicht.
Was machst du mit so vielen Layern und Masken in einem Bild?

Mein Affinity ist jetzt leider auch schon mal abgestürzt. Da ist irgendetwas nicht ganz stabil.
Aber die Bearbeitungen werden beim Neu-Starten meistens wieder hergestellt oder man muss halt etwas öfter speichern.

Im Moment ist es für mich nur wenig hinderlich.

Gruß
Peter
 
Hallo zusammen,

bei dieser Aufnahme habe ich die nagelneuen JR-Astro-Macros V12 getestet;
im besonderen die neuen Schärfungs- Macros die da heißen: "Multi-Bandpass-Sharpening" in 4 Varianten.
Ich kann sie euch nur wärmstens empfehlen! funktionieren sehr gut!!

viele Grüße
Helmut
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
ich wollte das Thema nochmal aufwärmen, weil ich immer noch an einer Stelle in meinem Workflow ins Stolpern gerate, zumindest bei meinen Ha OIII Bildern. Ich nutze eine OSC Kamera und einen Duobandfilter und trenne die Kanäle mit Siril in Ha und OIII. Dann nutze ich Starnet V2 zur Sternentfernung. Anschließend bastel ich mir mein Farbbild zusammen. Jetzt kommt das Problem - meine Sterne!
Dazu mache ich eine zweite Bildversion mit Siril, herkömmlich als RGB. Die Version lege ich dann als Ebene Modus "Aufhellen" über mein Komposit, aber so ganz schön wird das dann nicht.
Wie macht ihr das, die Sterne zurück ins Bild zu bringen?

Gruß Moritz
 
Hallo Moritz,
ist im Sternenlayer, der in Siril als RGB erzeugt wurde, ein sythetischen Grün- Kanal enthalten? also ein HOO-Komposit?
Soweit ich gelesen habe, ist da die Zuordnung folgendermaßen:
Ha = 100% Rot
OIII = 100% Blau
50%Ha + 50%OIII = Grün;

Ich stacke die Daten gleich in Affinity und mit dem OIII-Layer und dem Ha- Layer läßt sich mit dem Macro "OSC Narrowband HOO Mapping" das Komposit mit einem Klick erledigen, (Macro steht unter "JR Data Setups", Version13 z.B.); und natürlich geht das händisch ganz genauso...
Für den Sternenlayer darf man dann keinesfalls stark strecken; ich versuche immer die Sterne nur minimal zu vergrößern, wenn überhaupt;
alternativ geht auch mal ein "fast-nicht"-getreckter layer für die Sterne;
Die Hervorhebung der Nebel / Galaxien mache ich dann mit stärker getreckten Varianten, die dann entsternt und als ein oder mehrere "starless" im Verrechnungsmodus "neg. Multiplizieren" als weitere Pixelebenen eingefügt werden.

Natürlich kann man die Sternenfarben bei weitem nicht mit "richtigen RGB" (Breitband) vergleichen, aber Form und Sauberkeit der Sterne bleibt einwandfrei aus meiner Sicht.

Hoffe das hilft dir weiter,

viele Grüße
Helmut
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Moritz,
ist im Sternenlayer, der in Siril als RGB erzeugt wurde, ein sythetischen Grün- Kanal enthalten? also ein HOO-Komposit?
Soweit ich gelesen habe, ist da die Zuordnung folgendermaßen:
Ha = 100% Rot
OIII = 100% Blau
50%Ha + 50%OIII = Grün;

Ich stacke die Daten gleich in Affinity und mit dem OIII-Layer und dem Ha- Layer läßt sich mit dem Macro "OSC Narrowband HOO Mapping" das Komposit mit einem Klick erledigen, (Macro steht unter "JR Data Setups", Version13 z.B.); und natürlich geht das händisch ganz genauso...
Für den Sternenlayer darf man dann keinesfalls stark strecken; ich versuche immer die Sterne nur minimal zu vergrößern, wenn überhaupt;
alternativ geht auch mal ein "fast-nicht"-getreckter layer für die Sterne;
Die Hervorhebung der Nebel / Galaxien mache ich dann mit stärker getreckten Varianten, die dann entsternt und als ein oder mehrere "starless" im Verrechnungsmodus "neg. Multiplizieren" als weitere Pixelebenen eingefügt werden.

Natürlich kann man die Sternenfarben bei weitem nicht mit "richtigen RGB" (Breitband) vergleichen, aber Form und Sauberkeit der Sterne bleibt einwandfrei aus meiner Sicht.

Hoffe das hilft dir weiter,

viele Grüße
Helmut
Hallo Helmut,
danke für deine Nachricht! Ich habe das Ha OIII Komposit auch schon so gemacht, wie in deinem Beispiel. Aber mit Ha=Rot und OIII= Grün, Blau ist es m.E. das gleiche Problem.

Den Sternenlayer mache ich in Siril nicht als Komposit. Ich stacke die Lights und nutze das Skript für Breitbandaufnahmen.

Bei deiner Variante müssten die Sterne türkis sein? Zumindest passiert das bei mir, wenn ich die Sterne aus einem Kompositbild nehme. Ich gebe dir Recht, die Form dürfte wesentlich besser erhalten bleiben, zumal ich mit Affinity Photo vor allem die Spikes nicht sauber maskiert bekomme. Aber die Farben..?

Grüße Moritz
 
Fehler meinerseits; das ist ein Ha Oiii- Bicolor (also Grün=50%Ha + 50%Oiii);
beim HOO wird Oiii zu 100% als Grün- und Blaukanal verwendet.

zu deiner Frage: türkise Sterne kann ich jetzt nicht bestätigen; die gewählte Kanalbalanz spielt da sicher auch eine Rolle;
ich versuche den Hintergrund vor dem stretch grau zu bekommen (linke Kante + peak Histogramm), die Sterne werden dann eher farblos mit Schmalbanddaten.

was meinst du mit "die Spikes nicht sauber maskiert bekomme"? Sterne?

Edit: ....ah, vermutlich hast du einen Reflektor (spikes);
zumindest damit muß mich ich als bekennender Refraktor-Fan nicht abplagen ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Fehler meinerseits; das ist ein Ha Oiii- Bicolor (also Grün=50%Ha + 50%Oiii);
beim HOO wird Oiii zu 100% als Grün- und Blaukanal verwendet.

Hallo Helmut,

ich habe mich ja immer gefragt, was HOO bedeutet. :D Danke für die Erklärung.

zu deiner Frage: türkise Sterne kann ich jetzt nicht bestätigen; die gewählte Kanalbalanz spielt da sicher auch eine Rolle;
ich versuche den Hintergrund vor dem stretch grau zu bekommen (linke Kante + peak Histogramm), die Sterne werden dann eher farblos mit Schmalbanddaten.

Ja das stimmt, die werden eher weiß. Aber ich hatte auch schon den Effekt, dass die helleren Sterne türkis wurden, weiß jetzt aber nicht mehr genau wie es dazu kam.

was meinst du mit "die Spikes nicht sauber maskiert bekomme"? Sterne?

Edit: ....ah, vermutlich hast du einen Reflektor (spikes);
zumindest damit muß mich ich als bekennender Refraktor-Fan nicht abplagen ;-)

Genau, mein Newton zaubert jede Menge wunderbarer Spikes um die Sterne. ;) Mir gefällt das, vor allem wenn es gut gemacht ist. Leider gehört es zu meinem Sterne-Einfügen-Problem, dass die Spikes meist etwas leiden..

Gruß Moritz
 
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