Bob Optik - Cadioptic Reflektor - Linse gebrochen

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Phil1384

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Hallo zusammen,

ich habe ein Teleskop geschenkt bekommen. Es is leider defekt. Die Linse ist gebrochen. Man kann teile des Monds sehen aber nicht alles scharf. Sterne anzusehen ist nicht möglich.
Es handelt sich um folgendes Teleskop:
Bob Optik - Cadioptic Reflektor - Art. Nr. 45-5000 aus den 80'er Jahren

Ich hatte Bresser angeschrieben, sie haben aber leider keine Ersatzteile.

Habt ihr eine Idee wie ich es reparieren kann bzw. Ersatzteile bekomme?
Würde es auch funktionieren wenn ich die Linse entferne?

Vielen Dank für eure Hilfe!
Philipp
 

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Hallo Phillip,
das ist zum Glück für dich keine Linse sondern nur eine Glasplatte. (Ich nehme an das ist keine Schmidtplatte sondern Planglas). Die kannst Du weglassen dann hätte aber der Fangspiegel (der hängt an den mittleren Metallteil mit den 3 Einstelllöchern) keinen Halt mehr.
Dafür könnte man eine "Spinne" (=Streben s. google) einsetzen dann würde das Gerät vermutlich wieder funktionieren.

Grüße Andreas
 
Hallo Phillip,
wie Du mit ein ganz wenig googeln leicht hättest selbst festellen können waren das Kaufhausteleskope von Quelle und Co. Da lohnt sich gar nichts, es sei denn der Basteltrieb soll befriedigt werden. Die Herstellung einer Spinne oder passenden planen Glasplatte mit Bohrungen übersteigt den Restwert um ein Vielfaches.
CS
Dieter
 
Da wäre ich mir nicht sicher. Ein Catadioptisches System hat eigentlich eine Korrekturplatte in der Öffnung.

CS Dietmar
 
Hallo!

Vielleicht hat Dir die Scheibe durch ihren Sprung sogar einen Gefallen getan. Nach kurzem Googlen kommt man zu Aussagen wie; „wenn es das orangefarbene mit dem im Tubus integrierten Sucher und der Glasplatte (leider keine Schmidt-Platte, nur Fensterglas zur Befestigung des Fangspiegels, das jede Menge Streulicht produziert) vorne drauf ist, hast Du ein ursprünglich von Tsantzuzu hergestelltes Gerät. Leider sind diese Dinger im Gegensatz zu denen ohne Platte kaum zu gebrauchen.“.

Die Dinger gab es seinerzeit unter einem Dutzend Markennamen, darunter auch Tasco und Revue. Hier ist eine ganz gute Beschreibung der Fähigkeiten dieses Instruments: Revue katadioptrischer Newton Teleskop catadioptric telescope

Wie oben schon zu lesen ist, müsstest Du nur die kaputte Glasplatte durch eine Fangspiegelspinne ersetzen, danach wäre es zu 100% einsatzbereit. Mir persönlich wäre meine Zeit dafür aber zu schade.

Viele Grüße
Maximilian

PS: „Catadioptrisch“ (also eine Kombination aus Spiegel und Linse) ist das DIng deswegen, weil im Okularauszug eine Barlowlinse fest eingebaut ist. Heute würde man das eher „catastrophic“ nennen ...
 
Da wäre ich mir nicht sicher. Ein Catadioptisches System hat eigentlich eine Korrekturplatte in der Öffnung.

CS Dietmar
Moin,

nein, der Korrektor sitzt im Okularauszug. Vorne ist eine Planglasplatte. Ich habe zwei davon, wobei der 114er sogar eine recht gute Abbildung liefert. Das System hatte eine japanische Firma patentiert (Tsanzuzu). Später kamen die Teile dann aus China, je neuer je minderwertiger. Die ersten waren noch gut 4-stellig in DMark, ganz aus Metall, ordentlicher OAZ, Glaskorrektor vergütet, später war außer dem Tubus fast alles Kunststoff, Korrektor ebenfalls. Die taugen gar nichts mehr, reine Ramschware. Es gab sie unter vielen Markenbezeichnungen. Was man konkret vor sich hat sieht man erst beim durchsehen. Wenn es minderwertiger Chinaschrott ist lohnt der Aufwand nicht, ist der Spiegel gut gibt's für rel. kleines Geld eine Planplatte, sogar breitbandbeschichtet für kleines Geld bei Alibaba auf Maß.

Ich sehe gerade, Du hast noch einen aus Japan (lt. Frontring), also eher mal nicht wegwerfen...

CS
Jörg
 
Hallo,
ich hätte noch so ein "Korrektorplatte" übrig. Das Teil ist inzwischen ausgebaut und gereinigt. Mach mir mal ein Angebot und Du kannst das Teil haben ...

@ BosMak,

ganz ehrlich, diese "Schmeiß weg, kauf neu"-Haltung geht mir inzwischen gehörig auf den Sack. Die Müllberge sind inzwischen hoch genug. Außerdem ist es mehr als hilfreich sich mal mit defekten Geräten zu beschäftigen. Oft hilft ein klein wenig Suchen und etwas basteln um wieder ein funktionsfähiges Gerät zu bekommen. Klar, es wir ganz sicher kein Tak, aber auch mit so einer "Gurke" kann man sehr viel Spaß haben. Ich selbst habe jahrelang mit einem 114/900 Newton von Neckermann beobachtet und möchte die Zeit nicht missen. Das einzige was ich wirklich verändern würde wäre die Okulare. Ein paar Billig-Plössel vom Chinamann und der Spaß verdoppelt sich glatt (bei mir waren es leider nur Mikroskopokulare).


MfG

Rainmaker
 
Hallo!
ganz ehrlich, diese "Schmeiß weg, kauf neu"-Haltung geht mir inzwischen gehörig auf den Sack. Die Müllberge sind inzwischen hoch genug. Außerdem ist es mehr als hilfreich sich mal mit defekten Geräten zu beschäftigen. Oft hilft ein klein wenig Suchen und etwas basteln um wieder ein funktionsfähiges Gerät zu bekommen.
Da gebe ich Dir im Prinzip schon recht. Ich repariere auch gerne Sachen und wenn ich irgendwann nicht mehr Arbeiten werde, engagiere ich mich bestimmt in einem „Reparaturcafé“ oder sowas in der Art. Aber diese Fernrohrgurke hier zerlegt man im eigenen und planetarischen Interesse wirklich besser in ihre Einzelteile und entsorgt diese sauber nach Materialien getrennt in den passenden Containern. Das war vielleicht in meiner Jugend (also vor 40 Jahren) ein Traumteleskop für einen Anfänger - einfach weil es nichts anderes gab. Aber heute vergeudet man damit nur noch kostbare Lebenszeit und kostbare klare Nächte. Man kann heute wirklich für sehr wenig Geld sehr viel bessere Geräte bekommen an denen man viele Jahre Freude haben kann. Kadavertuning lohnt sich einfach nicht.

Grüße
Maximilian
 
Hallo,

klar bekommt man für für 400-500 Teuro mehr Leistung. Blöd ist dann aber, wenn man dann doch nicht so tief einsteigen möchte oder das Hobby ganz aufgibt. Dann hat man einen teuren Staubfänger oder zumindest ein paar Hunderter Verlust beim Verkauf gemacht.
Demgegenüber steht eine relativ günstige Platte zum Austauschen und ein paar Billig-Plössel vom Chinamann, sagen wir für 15-20 Euro das Stück, vielleicht auch günstiger. Für den Mond, die Planeten und die helleren Deepskyobjekte langt so ein "Kadaver" locker. hat man mit dem Teil dann seine Erfahrungen gemacht, dann kann man immer noch was besseres und sperrigeres holen.


MfG

Rainmaker
 
die Planeten und die helleren Deepskyobjekte langt so ein "Kadaver" locker.
Pah, Kadaver für Planeten, nee nee, wenn du bei d. Planetenbeobachtung/Aufnahme was erreichen willst, brauchts gerade eine gute Optik.
Grundsätzlich bin ich aber auch auf Seiten der Reparaturfraktion, ich würde erstmal 3 dünne Metallstangen nehmen, Gewinde dran schneiden und damit dann den Fangspiegel Spider(Man) mässig festzurren. (sorry, will dir das Geschäft nich' kaputt machen, die Korrektorplatte noch gewinnbringend an den Mann zu bringen :) :) ).
Der eigentlich Punkt an der Angelegenheit dürfte m.E. aber sein, dass 114 mm Öffnung jetzt auch nicht wiiiiirklich viel ist, und deshalb sich dann doch etwas die Frage stellt, ob sich die Arbeit lohnt. Aber manchmal gehts ja grad darum, um die Bastelleidenschaft, und eben auch eine Gurke wd. flott zu machen. Kann ja jeder handhaben wie er will ...
-cb
Und, PS: alles spassig gemeint, nicht in den falschen Hals kriegen :) :)
 
Moin,

also der Astro-Kollege in disem CN-Thread war durchaus enthusiastisch nach guter Kollimation, die allerdings, sagen wir mal, nicht so einfach zu sein scheint.
User Tourneciel in diesem Thread scheint sogar ein passendes Manual zu haben ...
Vielleicht hilft's ja - und eigentlich verdient jedes Teleskop, seinen Himmel zu bekommen. Weggeworfene zeigen keinen noch so kleinen Ausschnitt der Wunder des Universums :cool:

Besten Gruß
Micha
 
Hallo!
... Blöd ist dann aber, wenn man dann doch nicht so tief einsteigen möchte oder das Hobby ganz aufgibt.
Als Student bin ich mal mit einer Gruppe von Kollegen nach einer Party auf einen Berg gefahren, von denen einer genau so ein Ding hatte. Damit haben wir uns den Rest der Nacht um die Ohren geschlagen und wären fast erfroren dabei, weil wir alle für eine Sommerparty angezogen waren. Danach habe ich glaube ich 15 Jahre durch kein Fernrohr mehr geschaut, einfach deswegen, weil uns diese Gurke in dieser Nacht alles gezeigt hat, was damit geht, und ich mir erst viel später was besseres eigenes leisten konnte. Mir hat also genau dieses Fernrohr in einer einzigen Nacht für sehr viele Jahre das Hobby verleidet.

Viele Grüße
Maximilian
 
Dass einem der Spaß durch ein Teleskop, das man vielleicht nach Jahren mehr Erfahrung auch mit größeren Scherben als "Gurke" ansieht, verleidet wird, dürfte wie so oft an einer überzogenen Primärerwartung liegen - und vielleicht an nicht gerade optimaler Kollimation, was ja auch heute noch oft genug vorkommt, dass Teleskope "as is" genommen werden. Kommt zuhause an, ausgepackt, durchgeguckt - "Och, da hätte ich mehr erwartet" ... Das kann auch ein C11 sein :cool:

Mein erstes Teleskop war ein wackeliges 76mm-Newton-Tchiboskop, aus heutiger Sicht total furchtbar, aber hey, den ersten Saturn, den ich daran sah, werd ich nie vergessen. Winzig. Unstrukturiert. Aber live - echt - real. Und immerhin um einige Längen besser als das, was Galilei oder auch Newton initial hatten. Wenn die Erwartungshaltung stimmt, kann jedes Teleskop ein super Start sein. Ich wusste seinerzeit: mehr als einiges auf dem Mond und ein paar ziemlich fuzzy Winz-Nebelflecken wie M13 (weit entfernt davon, aufgelöst zu scheinen) werden damit nicht gehen, es reichte aber, um den Grundstein für tiefer und längerwährendes Interesse zu legen ("Mit dem Astrovirus infizieren" hat ja heutzutage ein Geschmäckle ;)).

Nennt mich einen hoffnungslosen Romantiker - aber ich denke, das Teleskop hat eine Chance verdient, und bei der Reparatur und Kollimation kann man unsagbar viel lernen. Wenn es danebengeht, kann man immer noch die BosMak-Idee verfolgen, aber das wirklich erst als letzte Option. Es gibt immer besseres, aber die Astronomie hat mit viel schlechterem angefangen ...

Nur so ein paar Sonntagsgedanken mit nie verschwindender Hoffnung auf mal wieder klaren Himmel
Micha
 
Hallo!
Es gibt immer besseres, aber die Astronomie hat mit viel schlechterem angefangen ...
Das hat sie in der Tat. Aber wenn sie vor 400 Jahren mit einem AstroPhysics 8 Zoll Starfire angefangen hätte, dann wären von Anfang an so viele Menschen von Astronomie und Physik begeistert worden, dass wir heute mit dem Warp Antrieb ferne Galaxien erkunden würden ;) Auf den Wertstoffhof mit dem Ding und gut is!

Grüße
Maximilian
 
Hallo,

@ Cpt. Boiler,
keine Angst, ich gehe nicht am Krückstock, wenn das Geschäft nicht zustande kommt. Dann mutiert das Teil halt zu dem was ursprünglich geplant war, einem lichtstarken Sucher. Dazu brauche ich nur noch einen parabolischen 114er mit ca. 450mm Brennweite.
Ich würde übrigens nicht dem TO empfehlen Streben einzuziehen, wenn er nicht eine gut ausgerüstete Werkstatt und das passende Material hat. So ganz ohne ist der Umbau nämlich nicht, wenn die Bohrungen nicht so ganz fluchten. Außerdem sind 3mm auch schon kein Pappenstiel, die sieht man schon recht deutlich.
Was die Planeten betrifft, natürlich ist das Gerät kein Tak, aber trotzdem gibt es doch gar nicht so wenig an den Planeten zu sehen. Ich wette bei guter Kollimation sieht ein geduldiger Beobachter mehr mit so einem "Kadaver" als viele der Leute, die sich gleich was "anständiges" kaufen und anschließend bestenfalls zwei mal im Jahr rausgehen.

@ Micha,
den 76er Tschibo-Torbedo hat sich mal ein Nachbar angeschafft. Das Ding war ganz sicherlich nicht das Gelbe vom Ei, die Beugung hat da schon heftig die Bildqualität nach unten gezogen und irgendwie habt mir bei dem Ding immer das Auge getränt. An den Okularen dürfte es nicht gelegen haben, denn das waren Zeiss Orthos. Es gibt halt schon einen Grund warum man früher gesagt hat man solle keinen Spiegel unterhalb der 114er kaufen. Aber trotz der eher suboptimalen Bildqualität war doch überraschend viel mit dieser kleinen Kröte zu beobachten... Hätte ich mich entscheiden müssen, dann hätte ich ganz sicher lieber einen 60/800 oder 60/900mm Fraunhofer aus den Versandhandel genommen.

@ Maximilian,
schon komisch, dass ich mich über Jahre mit einem 114er an einem alles andere als idealen Himmel rumtreiben konnte und Du schon nach einer Nacht unter guten Bedingungen von einem Gerät der Klasse so gefrustet bist, dass Du Jahrelang kein Teleskop mehr anfasst. Ich würde annehmen, dass Du ein Problem mit deiner Erwartungshaltung hast. Deine Wertschätzung von Material, welches noch instand zu setzen ist lässt meiner Meinung nach doch ein klein wenig zu wünschen übrig.
Da ich ja immer wieder kleinere Geräte instandsetze an weniger betuchte Leute abgebe kann ich die Meinung nicht nachvollziehen, dass man so etwas entsorgen sollte. Die Leute haben selbst mit noch kleineren Geräten bis 80mm Spaß den Himmel zu entdecken. Ich habe bisher niemanden erlebt, der sich beschwert hat, weil nicht genug zu sehen war.


MfG

Rainmaker
 
Also, Rainmaker, ich geb´ Dir einfach mal recht - uneingeschränkt.
Habe gerade eine nahezu ruinierte EQ3 (Omegon oder TS) wieder so hingekriegt, dass sie richtig schön läuft:
Neue RA-Klemmung, RA-Achse kugelgelagert, RA-Schneckentrieb kugelgelagert und eine Seite in eineTeflonlager eingepasst,
neue Drehknöpfe und dann eine Ra Motorisierung.
Auch die sollte schon entsorgt werden. Und noch 1 Woche richtig Bastelspaß gehabt.
Das gilt auch für Optiken. Ich denke schon, dass man mit einem 114er, der etwas getunt ist, sehr viel sehen kann. Ich erinnere mich
an eine Session 1982 im Schwarzwald bei Freiburg, als ich mit so einem kleinen Newton das erste Mal NGC 891 gesehen habe.
Eine nachhaltige Erfahrung.....
Viel Grüße Michael
 
Wenn die Scheibe wirklich nur ein planparalleles Glas ohne speziellen Korrekturschliff ist, könnte man es ja auch als Low-Level-Experiment :)mal mit einem Stück dünnen Bilderrahmenglas versuchen. Mit dem nötigen Gefühl kann man auch runde Formen aus einer Scheibe ritzen und ausbrechen, dann noch die Bohrung mit einem entsprechenden Glas-Hohlbohrer, und fertig. Natürlich ist einfaches Rahmenglas keine Optik-Qualität, aber nicht perfekte Planität würde bei 1-2mm Dicke wahrscheinlich nicht viel ausmachen, problematischer wäre evtl. die fehlende Antireflexionsvergütung. Aber hier gehts ja nicht drum, auch dem Ding ein High-End Optics Produkt zu machen, was man einem Satelliten als Kamera einbauen könnte, sondern eben drum, eine Gurke wd. flott zu machen.
 
Hallo zusammen,

vielen Dank an alle für die vielen Antworten

Als erstes habe ich gelernt, dass es obwohl es cadioptik heißt vorne keine Linse ist.
Ich würde mir gern auch neues Teleskop kaufen, vorab aber gerne einfach testen ob mir das Spaß macht. Bisher beobachte ich die Sterne gerne mit dem Auge und manchmal dem Fernglas.
Ich denke auch, dass man den alten Sachen wenn es nicht allzuviel Aufwand ist eine Chance geben sollte.

Von daher werde ich versuchen ein Planglas zu bekommen.

Gruß,
Philipp
 
Das gilt auch für Optiken. Ich denke schon, dass man mit einem 114er, der etwas getunt ist, sehr viel sehen kann. Ich erinnere mich
an eine Session 1982 im Schwarzwald bei Freiburg, als ich mit so einem kleinen Newton das erste Mal NGC 891 gesehen habe
Nur dass ein echter Newton schon mal bessere Voraussetzungen fürs Tuning bietet als ein Kat-Newton, der zu recht als problematisch gilt, schon was die Justage angeht. Die Kat-Newtons mit Korrektor im Okularauszug haben sich ihren schlechten Ruf hart erarbeitet :) Da ist die mechanische Qualität gerne mal so, dass Jsutage unmöglich ist und aus einem theoretisch schönen Einsteigerteleskop ein Aussteigerteleskop wird. Leider.

Es spricht überhaupt nichts dagegen, das mit der von Rainmaker angebotenen Platte auszuprobieren.

Aber ein echter 114er Newton dürfte trotzdem mehr Spaß machen und eher das zeigen, was 114mm können, als der typische Kat-Newton. Dass auch kleine Öffnungen viel Spaß machen können, steht außer Frage. Großartig Zeit und Geld in dieses Gerät zu investieren lohnt leider nicht, außer, es geht primär um Bastelspaß und Lerneffekt. Rainmakers Platte auszuprobieren ist überschaubarer Aufwand und nimmt auf jeden Fall die Ängste, später an anderen Teleskopen herumzuschrauben.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,

@Michael,
doch hat er. ;)

@Alex,
klar, je weniger Elemente verbaut werden um so weniger Probleme kann es geben. Da es sich aber um eines der früheren Geräte handelt sollten hier noch nicht die, der Kosteneinsparung geschuldeten, Probleme der späteren Jahre vorliegen. Die Fangspiegelaufhängung ist zwar auch nur aus Aluguss, aber zumindest bei meinem Gerät ließ sie sich sehr feinfühlig bewegen. Wenn ich daran denke wie das mit dem scheinbar viel weicheren Aluguss von Syntha ausgesehen hat ... Es war ein Alptraum, weil die Schrauben sich immer in irgendwelche Löcher eingegraben haben und eine gute Justage kaum möglich war.
Was die weitere Investiton in dieses Gerät angeht, so wäre ich da auch sehr vorsichtig, wie ich schon weiter oben schrieb. Vielleicht noch ein selbstgebauter Peilsucher, aber dann sollte aber auch Schluss sein. Die EQ-2 aufmöbeln und mit Motoren versehen oder ein besserer Okularauszug wäre sicherlich keine gute Investition, gemessen am Zeit und Geldaufwand.


MfG

Rainmaker
 
Hallo Rainmaker,

mir macht vor allem die Justage vom Korrektor im Okularauszug Sorgen, und dass von normalen Newtons auf Kat-Newtons geschlossen wird. Bei einem reinen Newton hätte ich weniger Bedenken, auch wenn ich da auch schon welche mit Tubus aus Alufolie statt -blech hatte :)

Von daher würde ich größere Mengen an Zeit und Geld nur investieren, wenn ich es als Liebhaberobjekt sehe (dann ist jeder Einsatz gerechtfertigt - ich habe auch schon mehr Geld darin investiert, meine Oldtimer wieder zum Laufen zu bringen, als ein ähnlich leistungsstarkes neues Teleskop gekostet hätte :)). Wenn er die Platte von dir kriegt und gerne bastelt, sind Zeit/Geld-Aufwand und Lerneffekt lohnenswert.

Von daher: Viel Spaß und Erfolg!

Aber ich bin auch um jeden 114/900-Newton froh, der anstelle eines 114/1000 Kat-Newtons verkauft wird...

Beste Grüße,
Alex
 
Noch einen Frage zum Verständnis : Was macht eigentlich die Korrekturlinse im OAZ bei dem Katz-Newton? Wirkt die nur ähnlich einer Barlow, um die effektive Brennweite zu verlängern, oder hat die noch zuätzliche Funktion wie Komakorrektur o.ä.?? 900 mm BW bei 114 mm Öffnung, das wäre ~ F /8, da sollte Koma doch nicht mehr eine so grosse Rolle spielen.
Wenn man jetzt den Korrektor entfernt, und den OAZ einfach näher an den Hauptspiegel rückt, um auch mit 900mm BW noch in den Fokus zu kommen, hmm, dann wird vermutlich der bestehende Fangspiegel zu klein dafür sein, right ? Das ist ein Katz und Maus-Spiel, die Maus ist immer schneller..
 
Hi!

Das ist ein Bird-Jones-Corrector, der macht mehr als nur eine Barlow. Einiges dazu gibt's hier:
Du kannst ihn also nicht einfach rausnehmen und hast dann von mir aus einen normalen 114/500, sondern handelst dir noch ein paar Probleme mehr ein.

Wenn die Mechanik gut wäre, wäre das ein brauchbares Konzept. Aber meistens taugt schon die Mechanik nichts, daher die generelle Warnung davor.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,

mal ganz provokativ: Die Glasscheibe ist eh schon im Eimer - warum also nicht, nur um die Optik zu testen und zu sehen, ob es sich lohnt weitere Arbeit und Geld zu investieren, den Sprung in der Scheibe geradkantig mit Klebeband abdecken? Das wäre dann wie ein normaler Newton mit einer Fangspiegelstrebe. Solange kein Licht durch die Bruchstelle gelangt müßte das Rohr halbwegs 'normal' funktionieren. Dann kann man immer noch sehen ob Weiteres verlohnt.

Gruß, Gerd
 

@ Cpt.Boiler

Bei diesem Korrektor handelt es sich um einen "bird jones corrector" der die Aufgabe hat den Kugelgestaltfehler eines sphärischen F5-Hauptspiegel ( "Kugelspiegel") zu korrigieren. Man macht das deswegen weil ein sphärischer Spiegel einfacher und vor allen Dingen deutlich billiger herzustellen ist als ein parabolischer Spiegel.
Des weiteren kann durch die Brennweitenverlängerung durch den Korrektor die Bauausführung verkürzt werden was wiederum drastisch Material und Verpackung einspart. Ein Newton mit Parabolspiegel und gleicher Brennweite baut fast doppelt so lang.

Gruß Peter

https://www.google.de/search?source...2ahUKEwispMKxqqXuAhVN26QKHXJ_CE0QjJkEegQIARAB


sorry , da waren einige schneller!
 
Danke für die Infos. Erstaunlich aber dann doch, dass in ein El-Cheapo Teil so eine komplexe optische Konfiguration eingebaut wird.

Und @Reverend_Coyote : auf den Bildern sieht es so aus, als ob ein Teil der Frontscheibe ganz fehlt..

Wahrscheinlich hat dann doch die Maus gewonnen, und viel Arbeit reinstecken ist für die Katz'..
 
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