Hallo Krokodil
Ich frage mich, warum Du immer wieder den Zusammenhang zwischen einen Benutzer der LF (der seine Entscheidung dafür bedründet) und Herrn Stevenson herstellst. Vergiss doch einfach mal, wenn Du mit uns diskutierst, deinen Hass auf ihn und versuche wenigstens uns gegenüber eine sachliche Argumentationsweise. Es ist ja nicht ausgeschlossen, daß auch wir Dinge falsch verstanden haben, und keiner von uns heist Stevenson...wenn ich mich nicht irre!
Ich würde es mal so dagen: Bei deiner Tonlage verliert selbst dein stichhaltigstes Argument jede Wirkung!
Zitat von dobsonaut:
Hi,
das klappt aber nur wenn die Monti auch genau so stehen geblieben ist und kein Spiel da ist.
Eines der wesentlichen Merkmale von Krokodilen ist es ja einfach zuzuschnappen, zumindest verstehe ich so deine Anmerkungen zu meinem Posting.
Überspitzt gesagt zitiere ich unseren Altbundekanzler: Man muss Probleme auch einfach aussitzen können. Im Fall der FS2 heist das, daß ich einen Fehler im PEC erst gar nicht korrigiere, sondern warte bis die Technik diesen Fehler ausbügelt. Nun, das wäre auch eine Einstellung!
PEC und Spiel in den Getrieben in einen Zusammenhang zu bringen ist sachlich erst einmal grundsätzlich richtig. Allerdings mache ich mir ernste Sorgen, wenn meine Schnecke soviel Spiel hätte, daß dadurch die PEC-Tabelle nicht mehr passen würde. Einfaches Beispiel:
256 Tebelleneinträge = 1/256. Umdrehung / Eintrag
1 Umdrehung = 8min (bei der EQ-6)
--> 1/256. Umdrehung = 1.9sek.
d.h, meine Schnecke braucht 2sek um einen Tabellenwert zu verrutschen. D.h. aber auch, daß meine Schnecke im Nachführbetrieb bei Richtungswechsel 2sek. irgendetwas macht, nur nicht reproduzierbar nachführen.
Würde eine schlabberige Schnecke mit einer 64er-Tabelle um nur einen Tabelleneintrag verrutschen, so wären das 7.5sek bzw.
Würde nun durch diesen einen Tabellenwert eine signifikate "Nachführung" durch das PEC erfolgen müssen, hättest Du warscheinlich mit dem Begriff "Gurke" für deine Monti recht!
Bei einer G11 wären das immer noch 1sek. Leerlauf, allerdings mit einer wesentlich kleineren Wirkung auf die Achse, denn das Schneckenrad ist gut doppelt so groß.
In Guidingzeiten ist PEC aber eh überflüssig geworden, denn es ist unsinnig eine Regelstrecke zusätzlich mit einer statischen Steuerung zu versehen.
Im Prinzip auch wieder richtig...im Prinzip. Ich kann über den Begriff der "statischen" Steuerung nur Vermutungen anstellen. Ich bin mir nicht sicher, ob der PEC der LF wirklich so statisch ist. Ich würde ihn jedenfalls nicht statisch progarmmieren. Wenn ich jetzt nicht ganz falsch liege, wird bei der LF der PEC-Wert auf den normalen Wert für die Motordrehung aufgeschlagen. Der Autoguider sieht dann die Wirkung beider Komponenten und korrigiert diese! Jedenfalls arbeiten bei mirPEC und Guider tadellos zusammen.
Was das Autoguiding betrifft würde deine Behauptung ja bedeuten, daß jede x-beliebige Schnecke völlig ausreichen würde. Nun, dem werden fortgeschrittene Astrofotografen warscheinlich wiedersprechen. Schnelle und heftige Ausschläge im periodischen Fehler einer Schnecke führen zu Folgendem :
Der Autoguider muss wesentlich schneller sein als die Anstiege des PE. Und mit wesentlich meine ich die Zeit für den Anstieg des PE bis zu seiner Spitze geteilt durch min. 10 (geschätzter Wert)
Für präzisere Aufnahmen muss der Korrekturwert möglichst klein sein, also nicht 2sek. warten und dann mit Volldampf die Schnecke zurück, weil der Stern schon weggedriftet ist. Je kleiner der Korrekturwert während des Anstieges sein kann, desto feiner wird das Guiding.
Da bei einer EQ-6 (oder einer G11 mit der alten Schnecke, der PE manchmal innerhalb 2-5sek. kam, bräuchte man für das ausguiden dieses Fehlers also mindeszens alle 0.2, besser alle 0.1sek eine Autoguiderkorrektur. Und bei 0.1sek. Belichtungszeit finde ich kaum noch geeignete Guidingsterne.
Auch die Wirkung des Seeings, die dazu führen sollte möglichst lange Zeiten für die Belichtung des Autoguiders zu nehmen um nicht zu versuchen dem Seeing hinterher zu guiden, hat ihren Einfluss. So wird deine Einschätzung, "das zu Guiderzeiten präzise Nachführung durch eine präzise Schnecke bzw. deren Korrektur mittels PEC überflüssig geworden ist", zumindest überdenkenswert!
Bei langen Brennweiten verschärftsich das Problem noch weiter, denn da werden kleinere periodische Fehler schon deutlich sichtbar.
Aus dem geht hervor, daß die Montierung einen langsamen PE und nicht zu hohen PE haben muss. Und das kann ich dadurch erreichen, daß ich der Monti einen flacheren und damit langsameren PE antrainiere. Funktioniert das nicht, weil es z.B. die Steuerung nicht kann, muss die Montierung diese höheren Anforderungen mechanisch erfüllen. Funktioniert das, kann man mit einer etwas mangelhafteren Mechanik leben.
Und nun kommt noch der allgemeine Hinweis, daß nicht jeder Autoguiding betreibt. Ich z.B. habe lange Zeit manuell geguidet. Und ohne PEC wäre ich it der EQ-6 schlicht aufgeschmissen. Ich denke da auch an unsere Neueinsteiger, die nicht einen Autoguider installieren wollen, sondern erst einmal Erfahrungen sammeln wollen. Ok, das ist auch nicht mehr Mainstream, aber es gibt noch Leute, die es einfach probieren wollen oder müssen.
CS
Ulrich