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Niemand kann in Wolfgangs Kopf schauen. Wir wissen nichts von seinen praktischen Vorkenntnissen.
Und es kann gut sein, dass er glücklich und zufrieden mit seinen TOA 130 M57 beobachtet, bis jemand neben ihm auf der Wiese steht und den Zentralstern in seinem 16Zoll Dobson zeigt und ihm das unterm Strich besser gefällt.
Für die Erfahrung hätte auch ein 1500 Euro Apo genügt.
Und nachdem er nun den TOA 130 gegen einen Manufaktur 16"-Dobson mit Zambutospiegel getauscht hat, steht beim nächsten mal einer mit einem 6" APM Bino neben ihm. Für die Erfahrung hätte es wiederum keinen Zambutospiegel gebraucht...

Was anderes wenn man genau weiß, was man möchte und dabei keine Kompromisse machen will. Aber das genau wissen was man will, sehe ich nicht, wenn sowohl ein TOA130 als auch ein c11 in Erwägung gezogen wird.

Gruß Horst
 
Und nachdem er nun den TOA 130 gegen einen Manufaktur 16"-Dobson mit Zambutospiegel getauscht hat, steht beim nächsten mal einer mit einem 6" APM Bino neben ihm. Für die Erfahrung hätte es wiederum keinen Zambutospiegel gebraucht...
Naja, Horst, aber sollte man ihm deshalb zum 16" Zambuto raten? Oder zum 6" Bino? Macht das dann ein besseres Lotteriespiel für Wolfgang auf als ein Tak? Wir alle wissen nicht, was jemanden glücklich macht, da können wir jetzt alle Geräte aufzählen die am Markt sind und uns alle Reaktionen ausdenken, wenn die neben einander auf der Wiese stehen.

Das Ausschließlichkeitsprinzip "das einzig Wahre" gilt hier also nicht. Ich hab sowohl einen Tak als auch einen Zambuto. Und ich mag beide, Leute. Nichts davon "brauche" ich und nichts davon macht mich "glücklicher" als das jeweils andere, ich rate deshalb meistens, mal mit etwas anzufangen, das einem sympathisch ist.

Sagt jemand TOA, dann sind für mich alle C11 raus. Vollautomatisch und aus sehr guten Gründen. Aber warten wir doch mal, was der TO meint. Es ist SEIN Thread... :)

lg
Niki
 
Grundvoraussetzung ist die richtige Reihenfolge, Frank: Teleskop anschaffen, und dann lernen, wie man damit umgeht. Umgekehrt ist es wohl schwierig. ;)
Hi,
Diese Reihenfolge sehe ich anders.
Wie wir wissen, gibt es viele verschiedene Teleskope. Wie sagt man immer "Jedes Teleskop hat seinen Himmel". Die Wollmilchsau gibt es nicht. Man braucht mehrere Teleskope, wenn man mehrere sparten abdecken will.
Ich würde vor dem Teleskopkauf erstmal lernen und erfahren, für was welches Teleskop geeignet ist, die Funktionsweise, erstmal die Grundelemente lernen (wir kennen nicht die Erfahrung des TE), lernen, was ne vernünftige Zusammenstellung wäre, das man zB in einer Warte erfährt.
Erst dann, wenn die Basic da ist, würde ich ein entsprechendes Teleskop/Ausrüstung kaufen und mit dem wiederum das Umgehen lernen und vertiefen. Danach, ergibt sich auch, ob man noch weiter in eine ander Sparte einsteigen will und dafür die "richtigen" Sachen sich anschafft.

Dein obiger Satz könnte, muss natürlich nicht, so enden:
Teleskop anschaffen, und dann lernen, wie man damit umgeht, feststellen, das es absolut nicht für Deepsky geeignet ist, sondern für Planeten (oder umgedreht), somit falsches Teleskop gekauft. ;)
 
Dein obiger Satz könnte, muss natürlich nicht, so enden:
Teleskop anschaffen, und dann lernen, wie man damit umgeht, feststellen, das es absolut nicht für Deepsky geeignet ist, sondern für Planeten (oder umgedreht), somit falsches Teleskop gekauft. ;)
Könnte.

Ich werfe aber mal ins Rennen der Argumente: ich halte Wolfgang nicht für einen absolut Unwissenden. Nur mein Gefühl. Muss nicht stimmen. Aber ich verlasse mich drauf. Gut.

Ich warne davor, dass wir einen sehr naheliegenden Fehler machen: wir unterstellen, dass jemand mit dem Kauf eines beliebigen oder bestimmten Teleskops einen FEHLER machen könnte. Damit unterstellen wir, ein Sternenfreund ist nur glücklich, wenn er Mond und Planeten (und nichts sonst) oder Deep Sky (und nichts sonst) sehen kann. Und er sich mit zitronensaurer Mine abwendet, wenn er das "FALSCHE" gekauft hat.

Ich behaupte: man kauft IMMER das FALSCHE, bezogen auf alles, was gerade das Teleskop NICHT kann.

Gut, unterstelle mir Starrsinn, auf meiner Meinung zu beharren, Aber wenn Wolfgang ein 130er APO UND ein C11 gefallen, dann spricht das, wie schon @Horst66 sagte für eine gewisse Fraglichkeit, aber genau HIER setzt dann auch universell die Idee an, dass ein Einsteiger mit 3.000 mm Brennweite gegenüber einem TOA 130 mehr oder minder erschossen ist.

Der TOA kann nominal 1.000 f/7.7 und 980 mit Flattener, 698 mit Reducer, 1.600 mit Extender und 1.500 mit Flattener und Extender. So. Damit ist ein C11 für mich eigentlich reinen Gewissens raus, aber ich gebe zu, nachzufragen, ob er DS oder Planeten jagen will, ist keine dumme Idee. Ich ging davon aus, dass das universellere Gerät anfangs auch das Bessere für ihn ist.

Er muss sich ja nicht nach meiner Ansicht richten, ihr natürlich auch nicht. Aber ich kenne die Kollegen, die mit einem C11 angefangen haben, weil es ein cooles Instrument ist. Man muss mal erklären, dass man in Zeitlupe fokussiert, weil so schnell, wie Vega auftaucht, zerstreut sie sich beim schnellen Drehen am Knöpfchen auch wieder. Drei Meter, Leute, drei Meter am Anfang des Hobbys ist halt - engagiert. Nennen wir es so im Vergleich zu einem 130er.

lg
Niki
 
Wie sagt man immer "Jedes Teleskop hat seinen Himmel".
Ja
Man kann ihr aber sehr nahe kommen.
(Warum kannst du das scbreiben und bei mir ists dann immer die Wollmilch[zensiert]?)
Man braucht mehrere Teleskope, wenn man mehrere sparten abdecken will.
Sehe ich absolut nicht so.
Was kann denn ein 130mm Refraktor nicht?
Hat die selbe Lichtsammelleistung wie ein 6" Newton.
feststellen, das es absolut nicht für Deepsky geeignet ist, sondern für Planeten (oder umgedreht), somit falsches Teleskop gekauft. ;)
Welche Eigenschaft verursacht denn so einen Effekt?
Ist mir noch nie in der Form untergekommen.
Kleine Öffnung können beides ein bisschen, große Öffnungen können beides richtig gut, aber woher kommt denn dieses merkwürdige entweder-oder Denken?

LG
Olli
 
Ich behaupte: man kauft IMMER das FALSCHE, bezogen auf alles, was gerade das Teleskop NICHT kann.
Das glaub ich wohl! Vor allem wenn sie vorgehen wie von dir vorgeschlagen! Moment....ich zitiere...
Grundvoraussetzung ist die richtige Reihenfolge, Frank: Teleskop anschaffen, und dann lernen, wie man damit umgeht. Umgekehrt ist es wohl schwierig. ;)
Das mag bei einer Winchester gut klappen? Aber auch da kann der Schuss nach hinten losgehen. Oder Knieschuss, aua aua.
VG Frank
 
Liebes Forum,
was soll eigentlich dieser Streit? Wenn Wolfgang sich schon entschieden hat und nur die Bestätigung will und es auf Geld nicht ankommt. Dann los! Irgendein Glücklicher kauft dann in zwei, drei Jahren gebraucht excellentes Equipment oder Wolfgang ist tatsächlich glücklich. Dafür die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, ist m.E. der Sinn dieser Forumsberatung. Glück zu wünschen ist ja ok, aber es darf auch etwas in die Tiefe gehen, ohne gleich entmutigend zu wirken.
Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass Wolfgang hier von falschen Vorstellungen ausgeht, es genüge, einfach das Beste zu kaufen um das Beste heraus zu bekommen. Wir alle wissen, das ist nicht der Königsweg zu guten Astrofotos.
CS Harald
 
Hallo Wolfgang,

Herzlich Willkommen im Forum auch von mir.
Ich stand vor 6 Jahren vor der selben Situation mit etwas weniger Budget, aber der gleichen Denke und gar keiner Erfahrung.
Ich hab mir eine Montierung mit hoher Tragfähigkeit (20kg) gekauft (AZ-EQ6, OK, China, aber läuft). Kann ich Dir nur empfehlen.
Die hoher Tragfähigkeit ist zukunftssicher, wenn später z.B. mal ein 10" Newton dazukommen kann.
Es gibt etliche Montierungen in dem Bereich, die sogar leichter sind als meine AZ.
Dazu hab ich mir einen Refrakor mit 115mm F7 gekauft. Hab erst Planeten beobachtet und wollte dann gleich in die Astrofotographie einsteigen.
Mit Okularprojektion und DSLR angefangen und dann nach 1 Jahr auf Astrokamera umgestellt und später ohne Okular direkt mit Astrokamera und Guiding weiter gemacht.
Ich kannte da noch kein Forum und bin im Astro-Shop beraten worden. Und die Beratung war super.

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass Du eine ausreichend hohe Frustationsgrenze haben solltest.
Es kann ein steiniger Weg mit Rückschlägen werden, aber die Erfolgserlebnisse dabei können das alles wieder gut machen.

Was dann bei Dir kommt, wird sich zeigen. Aber lass es Dir nicht nehmen diesen Weg zu gehen.
Ich bereue keinen Meter, hab noch alle meine Teleskope und Montierungen.
Und ja, irgendwan schaut man durch ein anderes Teleskop (6" APO, 20" Dobson, Bino oder RC) und ist vielleicht auch davon begeistert.
Eins nach dem anderen, Das ist ja das schöne an dem Hobby. Es ist schier unerschöpflich, jedenfalls für mich.

Mit dem 130er TOA oder vielleicht auch einem TEC 140 FL machst Du sicher nichts falsch. Die stehen auch noch auf meiner Wunschliste.
Eine gute Montierung mit ausreichender Reserve sollte es auf alle Fälle sein.

Ich behaupte mal, mein Weg war mein Königsweg zu meinen guten Astrofotos, denn darum geht es doch.
Finde Deinen Spaß an der Astronomie und nicht den der Anderen.

CS
Chris
 
Jetzt bin ich aber auch mal gespannt, was Wolfgang dazu sagt. Der hat bestimmt nicht mit der Reaktionsgeschwindigkeit des Forums gerechnet.
Ich finde es beeindruckend, wie man sich 20 Jahre lang zurückhalten kann. Die Willenskraft hätte ich auch gerne. Aber nun gut.

Meine Einstellung zu dem Thema ist: Wenn man ungefähr weiß, was einen erwartet (also man hat schon das eine oder andere Mal durch ein Teleskop durchgeguckt), dann einfach machen und irgendwo anfangen, egal ob mit viel oder wenig Geldeinsatz. Wenn man mit dem Kauf nicht zufrieden ist und man jetzt nicht gerade totalen Schrott gekauft hat, wird man doch auch fast alles wieder zu einem guten Kurs los. Es sollte halt jeder für sich selbst wissen oder herausfinden, welche Aspekte des Hobbies wichtig sind.
Meine Wünsche, Ziele und Ansprüche haben sich jedenfalls im Laufe der Jahre geändert. Deshalb würde ich auch nicht dem Ondre vor 13 Jahren das gleiche empfehlen, wie dem Ondre von heute (außer vielleicht bei der Montierung - aber selbst da kann man auch mit suboptimaler Ausrüstung wertvolle Erfahrung sammeln) :)

Das tolle hier im Forum ist doch, dass man die komplette Bandbreite von Erfahrungen geliefert bekommt und Dinge lernt, die man nicht auf den werbewirksam überarbeiteten Internetseiten der Hersteller und Shops findet.
 
Hallo Wolfgang,

Herzlich Willkommen im Forum auch von mir.
Immerhin ist er schon seit 2005 im Forum :p
Jetzt bin ich aber auch mal gespannt, was Wolfgang dazu sagt. Der hat bestimmt nicht mit der Reaktionsgeschwindigkeit des Forums gerechnet.
Ich finde es beeindruckend, wie man sich 20 Jahre lang zurückhalten kann.
Er scheint nicht gerade ein Mitteilungsreicher Mensch zu sein. :p
Mal sehen, wann, oder ob überhaupt was von ihm kommt. Vielleicht dauert es noch einige Jahre. ;)

Etwas Spaß/Humor sollte genehm sein. ;)
 
Und da "voll" bei diesem Hobby gleichbedeutend ist mit voll teuer
Das ist so eine rausgehauene Behauptung, die durch nichts bewiesen werden kann.
Im Umkehrschluss hieße das ja : "Wer nicht voll teuer einsteigt, der steigt gar nicht voll ein."
Ich denke es gibt ganz viele Leute, die (wie ich) mit bescheidenem Equipment (ziemlich) voll eingestiegen sind.
Für mich heißt "voll einsteigen" vor allen Dingen sich auf einen steinigen Weg zu begeben, auf dem man lernen muß damit umzugehen.
Das Maß des Engagements hängt meiner Meinung nach überhaupt nicht davon ab, in welchem Maße man seine Kohle rauspulvert.

Ich glaube übrigens auch, daß man mit einem 130mm Refraktor, einer guten Barlow, einem guten Reducer und einer dazu gut passenden Montierung eigentlich sehr viel kann.
Wichtiger als für's doppelte Geld noch 10% mehr rauszuholen ist doch, ein gut beherrschbares Equipment zu haben, damit man nicht im Frust nach zwei Jahren alles wieder verkauft.
CS
Jürgen
 
Das mag bei einer Winchester gut klappen? Aber auch da kann der Schuss nach hinten losgehen. Oder Knieschuss, aua aua.
Ich warte auf den Zeitpukt, an dem sich die Disputanten hier zum Duell auf der Wiese hinterm Schloss einladen. :LOL:... ok, statt der Adjutanten und Pistolen sollten sie ihre Teleskope mitnehmen, geguckt wird aus 10 Schritten Entfernung aufeinander. Wer als erster scharfstellt, hat gewonnen.

Nun, da gewinnt der APO wenigstens dann doch. :ROFLMAO:

lg
Niki
 
Hallo Horst-Dieter,
sowas gibt es hier auch selten zu lesen, das jemand 8k€+ ausgeben möchte und anscheinend sich noch nicht einmal Gedanken darüber gemacht hat was er eigentlich damit machen möchte bzw. was er beobachten möchte.
Vielleicht ist der Beitrag auch einfach etwas unglücklich geschrieben?
LG
 
Es ist doch nicht so, dass hier jemand empfiehlt, mit einem Quelle Reflektor auf EQ 2 anzufangen. Ich sehe hier viele Ratschläge, die ich richtig gut finde. Wenn aber jemand meint, man könne nur mit einem Haufen Geld "voll" einsteigen, dann ist Widerspruch nicht nur angebracht, sondern vorprogrammiert und erforderlich. Wer so einsteigen will, ok. Es gibt sicher ein paar Beispiele, bei denen das geklappt hat. Ich kenne halt keines und finde persönlich den Weg erfolgversprechender, bei dem man sich Erfolge erarbeitet.
Man kann ja auch ein Vollautomatfernrohr kaufen oder gleich nur Zeiten von Remote Fernrohren buchen. Auch ein Einstieg, aber halt nicht meiner.
CS Harald
 
Es gibt sicher ein paar Beispiele, bei denen das geklappt hat
Gibt es bestimmt, kenne aber auch da Gegenteil, viel Geld investiert, schnell dann doch gemerkt das es nicht das ist was man sich vorstellt hat, vor allem die Zeit und Nerven die man investieren muss, und das Hobby schneller wieder aufgeben, und am Ende halt Geld "verbrannt". Klar kann man es meist zu einem vernünftigen Preis wieder verkaufen, aber halt nicht zu dem Preis den man selber gezahlt hat... Aber am Ende muss das jeder für sich selbst entscheiden.
Persönlich würde ich sagen, aufrüsten, oder nachkaufen geht immer
 
Wenn man 5K Netto im Monat bekommt, sehe ich null Widerspruch mit einem 6K Teleskop einzusteigen.
Es ist als würde man jemanden raten, der Geld für ein aktuelles iPhone ausgeben will, er solle doch erstmal mit nem Nokia Telefonieren üben....
 
Aber natürlich eine gewisse Grundausstattung ist natürlich fast ein Muss. Würde da persönlich sagen das der Unterbau, also die Montierung da erstmal die Priorität hat. Aber auch dann kann man sinnvoll kaufen, oder Geld verbraten
 
Hallo zusammen,

mir persönlich fehlt Wolfgangs Reaktion/Antwort...

Unglücklicherweise ist nicht geklärt, ob Wolfgang im 5. Stock eines Industriestadtblocks wohnt und sein Setup 20 km weit ohne Führerschein schleppen will, oder ob Wolfgang in einem einsamen Chalet in den österreichischen Voralpen auf 1000 m Höhe lebt, oder gar in Namibia... Ob Wolfgang 5K netto verdient sei dahingestellt... Ich wünsche Wolfgang viel Erfolg und bin hier wieder weg...

Viele Grüsse

Markus
 
Die 5K war ja nur ein Beispiel.
Ich persönlich fände es problematischer, wenn jemand neu mit einem Gitterrohr 20 Zoll F/3 anfangen wollte, aber ein 130mm Refraktor ist ja nun wahrlich weder ein Transportmonster noch etwas mystisches kompliziertes.
Er ist halt teuer, na und?
Muss man es sich wirklich im privaten Hobby erst über Jahre verdienen, was hochwertiges kaufen zu dürfen?
Gibt es eine Pflicht billig anzufangen?
Was ist das maximale Budget, welches man als Einsteiger ausgeben darf, ohne dass es als vulgär oder anstößig empfunden wird?
Von etwas extrem komplexen, oder was extrem unpassendem oder etwas extrem schwer Beherschbaren würde ich nem Neueinsteiger definitiv auch abraten, um Frust zu vermeiden (nichts davon trifft auf den Tak zu), aber gleich alle Pferde los zu lassen nur weil es was teures sein soll?
 
Hallo zusammen,

mir persönlich fehlt Wolfgangs Reaktion/Antwort...

Unglücklicherweise ist nicht geklärt, ob Wolfgang im 5. Stock eines Industriestadtblocks wohnt und sein Setup 20 km weit ohne Führerschein schleppen will, oder ob Wolfgang in einem einsamen Chalet in den österreichischen Voralpen auf 1000 m Höhe lebt, oder gar in Namibia... Ob Wolfgang 5K netto verdient sei dahingestellt... Ich wünsche Wolfgang viel Erfolg und bin hier wieder weg...

Viele Grüsse

Markus
Das empfinde ich sogar als wichtiges Argument überhaupt. Denn das beste Equipment ist das was man am Ende auch regelmäßig nutzt. Wie Markus sagt. Leider ist nicht darüber bekannt, wie das ganze genutzt werden soll. Lebt er in Großstadt und muss alles aus dem X Stock ins Auto schleppen und wieviel km fahren bis der Himmel einigermaßen paßt, oder hat er einen großen Garten mit super Aussicht und einen Dunkeln Himmel, dann wäre es durchaus eine Überlegung sich as ganze "ordentlich" zu kaufen, um seine eigenen Gartenwarte zu bauen. Wobei das für den Anfang eine echte Herausforderung wäre, aber nicht unmöglich
 
Muss man es sich wirklich im privaten Hobby erst über Jahre verdienen, was hochwertiges kaufen zu dürfen?
Natürlich nicht, wenn man das passende Kleingeld hat, kann man sich kaufen was man will. Ich kann die bedenken natürlich verstehen, das man vielleicht die Falschen Erwartungen hat, und denkt mit viel Geld rein stecken geht das alles auch viel einfacher., oder meine Ergebnisse sind gleich auf einem viel höheren Niveau. Dem ist ja nicht so. Aber natürlich wenn man das Geld dazu hat, sage mal "Blind" voll einsteigen zu wollen, ist das natürlich völlig legitim. Finde trotzdem die bedenken völlig ok, da man nicht weiß was er am Ende machen will, oder erwartungen an das Hobby hat. Und vielleicht etwas die Realität aufzeigen, daß das Equipment nicht direkt das entscheidendeste ist. Weiß ja nicht wie ernst ihm das ganze ist.
 
Hallo zusammen,

Ich möchte zu meinem Post weiter oben nochmal ein paar erklärende Worte anfügen, die ich auch dem Threadersteller ans Herz legen möchte.

und finde persönlich den Weg erfolgversprechender, bei dem man sich Erfolge erarbeitet.
! Ganz meine Meinung !

Ich habe mich auch schon vor über 20 Jahren sehr für Astronomie interessiert.
Mein damals noch lebender Vater wollte mir vor mehr als 15 Jahren eine Freude machen und hat irgendwann gesagt:
"Kauf Dir ein richtig gutes Teleskop, ich bezahle es Dir. " (Auch so mit dem Hintergedanken : "Wenn man was teures kauft, muss der Erfolg sicher sein.")
Ich habe mir damals ein Meade 10" LX200 gekauft, mit allem Schnickschnack , Zeroshift Rotator, Maxbright Bino, 'ner Polhöhenwiege, diversen guten Okularen, ......
Ich glaube, das hat damals alles zusammen über 6000,- Euro gekostet.
Also nach meinen Maßstäben bin ich damals finanziell "voll eingestiegen".
Naja, der geneigte Leser wird den weiteren Verlauf bereits ahnen......
Keine zwei Jahre später habe ich alles für ca 50% des Kaufpreises wieder verkauft.
Warum ? Naja, ganz einfach: ich hatte den blumigen Versprechen aus den Prospekten vertraut ("mit 10" Öffnung sehen Sie Galaxien") und war nicht
nur völlig enttäuscht auch mit 10" gar nix zu sehen, sondern auch frustriert mit diesem schwerem Trümmer überhaupt nicht klarzukommen.
Da ich damals schon Rückenbeschwerden hatte, konnte ich das Teil ohne Hilfe meiner Söhne zwar mit Mühe in den Garten schleppen aber fast nicht aufbauen.

Vor etwa 6 Jahren, also ca 15 Jahre später habe ich das ganze dann "ganz vorsichtig" wieder angefangen, mit einem Celestron C6 auf so einer kleinen Goto-Montierung für damals ca 1000,- Euro.
Wollte eigentlich "nur" Planeten beobachten, evtl. fotografieren. Wusste ja inzwischen, daß man Galaxien eben am Stadtrand einer Großstadt nicht sehen kann.
Das war schon gar nicht schlecht und ich war begeistert von Jupiter und Saturn. Leider liess sich auf dieser Montierung keine Kamera anschnallen,
da war der ALT-Antrieb schon überfordert und meine Canon passte auch mechanisch nicht dran.

Der zweite Schritt war dann sozusagen ein Glückstreffer (und heute würde ich auch vom vorigen ersten Schritt (C6 auf ALT/AZ) gleich abraten).

Ich habe hier über's Forum eine HEQ5 und ein 102mm TS Photoline günstig "geschossen".
Und mit diesen beiden Teilen habe ich jetzt inzwischen über 4 Jahre sehr viel gelernt :
- Umgang mit einer EQ-Montierung (Aufstellung, Einnorden, ....)
- Monate später : erste Astrofotografie-Versuche an Jupiter und Saturn mit einer ASI178MC
- SW dazu lernen : firecapture, Autostakkert, Photoshop
- Dann (aus Versehen !!) mal die M51 ins Visier genommen und schon das erste Bild (noch ohne Guiding) hat mich umgehauen.
- Dann (Monate später) angefangen Guiding zu lernen, ich wollte unbedingt mehr DS aufnehmen.
- Dann (1 Jahr später) ein etwas größeres Teleskop (127mm ES Triplet APO) über's Forum zu fairem Preis erworben.
( Meiner Meinung nach für Astrofotografie auch das Limit für die HEQ5. Habe vor ca 1 Jahr lange überlegt, auf eine EQ6-R umzusteigen.
Habe dann aber den Entschluss gefasst, bei der HEQ5 (inzwischen auch Riemenantrieb) zu bleiben, da diese für mein Kreuz gerade noch gut "tragbar" ist.
Und somit ist dann halt bei den Teleskopen auch bei 8-9kg Tubusgewicht Ende der Fahnenstange.)
- Dann kam vor ca 1 Jahr der Wunsch nach Platesolving. Hatte es satt, trotz sorgfältigem Einnorden und Star-Alignment immer suchen zu müssen.
Platesolving ..... wieder eine neue, recht große Herausforderung. Weg von der Handboxsteuerung, NINA auf einen Mini-PC und wieder Monate des Lernens.
Seit einem halben Jahr läuft das nun endlich !
Jeder dieser Schritte war mit Lernen, Ausprobieren, Misserfolgen und Erfolgen verbunden, aber der Weg war letztlich (auch Dank dieses Forums) erfolgreich
und das war dann immer ein schönes Erfolgserlebnis.

Aber ich bin sicher, der Weg des Lernens ist noch (lange) nicht beendet !

Also, genau das ist für mich "In ein Hobby voll einsteigen."

Viele Grüße
Jürgen
 
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Hallo liebe Ratgeber und Ratgeberinnen!

Nach einem ereignisreichen Tag an dem ich viele Antworten lesen konnte aber erst jetzt die Zeit habe selbst zu antworten, möchte ich mich erst einmal bei allen bedanken, die sich meiner Frage angenommen haben. Danke für Eure Zeit.
Ich möchte mich auch entschuldigen, dass ich mit meiner Naivität ungewollt unterstellt hätte, man könnte nur mit viel Geld ganz und gar in dieses Hobby einsteigen. Das war nicht meine Absicht.

Zu mir: ich bin 42 Jahre alt, verdiene keine 5k im Monat ? kann aber gut sparen, wohne auf 250m Seehöhe 30km von Wien entfernt und wollte mir mit ca. 20 schon ein 16er Newton von Meade aus den USA schicken lassen, was ich dann aufgrund vieler Hobbies die ich hatte gelassen habe. Ihr seht, so bin ich, das ist mein Weg die Dinge anzugehen, oder in diesem Fall eben eher nicht.
Ich denke man kann natürlich an verschiedenen Geräten lernen, aber wenn ich mit einem high-end Produkt anfange, und es beherrsche, muss ich mich nie fragen, wie es mit einem besseren aussehen würde und die Freude an der Qualität kenne ich vom Werkzeug. Jetzt wo ich einige Hobbies beendet habe, 2 Kinder an meiner Seite habe und einer davon mit 9 in der Volksschule über das Sonnensystem referiert, wollte ich diesem Hobby noch eine Chance geben, weil ich ebenso fasziniert vom Weltraum bin wie mein Neunjähriger, dessen nächstes Referat über schwarze Löcher handeln soll. ???‍♂️ Wir versuchen es ihm gerade auszureden.
Außerdem sieht mein Sohn nicht so gut, deshalb möchte ich ein Gerät, dass einigermaßen Licht reinlässt, dazu leicht bedienbar und keine langen Auskühlzeiten, plus transportabel ist. Da ist die Auswahl auf Refraktor gefallen.
Also noch einmal DANKE für Eure Hilfe. Jeder Tipp, ob ich ihn nun umsetze oder nicht ist wertvoll. Ich halte es wie Dr. Hause, ich höre mir alles an und treffe dann meine eigene Entscheidung.

Beste Grüße,
Wolfgang
 
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