Brauche mal einen Rat

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Hallo Günther,

ich habe mir vor 30min einen Concenter bestellt und ich sollte wohl trotz meines Alters in der Lage sein damit meinen Newton zu justieren, schaffen Andere ja auch.Danke trotzdem für den Tip.
 
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Hi Ludwig,

gib doch einfach in das Programm, mit dem Du auch hier schreibst oben in die Zeile www.astrobin.com ein (oder klick einfach auf den Link). Ist kein Programm, das Du installieren musst, läuft über das Internet.
 
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Hi Ludwig,

einige Ideen meinerseits zu Deiner Ausrüstung:
Zum ersten Auffinden von Objekten solltest Du dir Ein Telrad oder LED-Peilsucher besorgen. Dein Rohr hat schon ein sehr eingeschränkters Blickfeld. Ich weiss nicht wie fit Du am PC bist, aber ein Programm wie Stellarium (kostenlos) kann Dir sehr helfen. Dort kannst Du Dein System eintragen und siehst sofort, welchen Bereich Du damit am Himmel tatsächlich siehst.
Dann ist das Zoomokular, das Du benutzt, nicht grad optimal, aber das vielleicht später. Jetzt sollten wir erstmal schauen das Dein Newton justiert wird und Du die zu beobachtenden Objekte am Himmel auch findest. Dazu solltest Du am Tag ein möglichst weit entfernten Punkt nehmen und beide Systeme auf den Punkt ausrichten, damit Du sicherstellst, dass auch beide Systeme parallel schauen.
 
Hallo Carsten,

den Led-Peilsucher hab ich hier liegen, muß nur noch montiert werden und wegen der Okulare hatte ich ja gefragt, was da so passend wäre.
Jetzt heisst es erst mal auf gutes Wetter warten.
 
Na, heute Nacht Herbstmond :-) Wetter spielt mit.
 
Hallo Ludwig,

ich kratze auch schon bald an den 60ern und denke, die erfolgreiche Verwendung eines Concenters zur Jusage unterliegt keiner Alersbeschränkung. :)

Das nochmalige Hilfsangebot von Carsten ist es wirklich wert, angenommen zu werden, allein schon weil der Kontakt zu Gleichgesinnten immer gut ist.
Ich denke, wie er, Dein Sucherkonzept könnte eine Überarbeitung vertragen.

Man muss jetzt nicht gleich, im Sinne der Schmalspur-Kontrastrechner, Deinen 90 mm "Sucher" zum Hauptgerät erklären weil 150er Newton nach deren Sonderphysik da mit 83 mm schlechter liegt, denn Du hast ja beide Teleskope und kannst durchschauen.
Wenn der 150er wirklich bei 220fach an irgendeinem Objekt mit oder ohne viel Blauanteil weniger zeigt als der 90er bei 220fach, dann ist der 150er grottenschlecht. Also die Justage so weit daneben, dass Du mit kaum mehr als der Hälfte des Spiegels beobachtest und/oder die Spiegel sind richtig schlecht, total verspannt, blindgeputzt oder was weiß ich.
Dazu kommt dann noch, dass Du Dir Gedanken um Deine Augen machen müsstest, denn wenn du mit 90 mm Öffnung und bei 0,4 mm AP den schärfsten Seheindruck hast, sind Deine Augen ziemlich schlecht. Das ist aber dann auch nur eine Erkenntis die nicht unbedingt sehr erfreulich ist, aber keinesfalls den Spass am Hobby verhindert, denn man kann sich ja beobachtungstechnisch anpassen.

Was ich bei Dir bezüglich der Aufsuche als problematisch ansehe ist:
1. dass Du Dein Sucherfernrohr nach Justierversuchen am Newton immer wieder auf den Newton ausrichten musst. Wenn Der Newton ein mal passt, hält er die Justage und es sind nur selten kleine Korrekturen nötig.
2. dass ein 90 mm Teleskop für gängige Karten viel zu viele Sterne auflöst. Gängige Karten zeigen Sterne bis 7mag 7,5 (DS Reiseatlas) oder auch mal 8,5 Mag (Taki) an, Dein 90 mm Sucher zeigt schon in der Übersichstvergrößerung deutlich mehr Serne, was das Finden von "Wegen" zu den Objekten sehr erschwert.
Ein zusätzlicher Peiler sollte da helfen, um zumindest in die richtige Region vorzustoßen. Man kann sich Karten aus Programmen wie sie bereits im Thread genannt wurden, herunterladen und ausdrucken, auch mit angepasster Sterngrenzgröße.
3. dass der Newton und der Refraktor eine völlig unterschiedliche Bildorientierung haben. Günstig für optische Sucher erweist sich immer ein aufrechtes und seitenrichtiges Bild, also der Anblick wie man ihn mit freiem Auge, durch einen Peiler und auch auf der Karte sieht.
Dann muss man zum Newton nur ein mal umdenken.

Gruß
*entfernt*

 
Hallo,

ja ja, sich schon mit Schulphysik schwertun, aber dann was von Sonderphysik faseln wollen... :-)

Ludwig,
ich denke auch, der beste Rat ist gegenwärtig der, Kontakt zu Gleichgesinnten aufzunehmen, die Dir sicher gern zeigen, wie Du Dein Setup justieren, bedienen, und evt. noch etwas verbessern könntest.

Bis dahin könntest Du den ach so tollen Newtontubus mit dem doofen Schrägeinblick auch erstmal nur als "Montageschiene" für Deinen 90er Refraktorsucher nutzen, in dessen OAZ Du statt des Fadenkreuzokulars mal Dein Zoom klemmst. Dann bei niedriger Vergrößerung mal damit anständig geradeaus in die Richtung peilen, in der Du den Saturn vermutest, und anschließend die hellsten Lichtpunkte im Okular mal probeweise ranzoomen und scharfstellen. Bei 30fach muß der Saturn-Ring kommen. Wenn die Augen nicht mehr die besten sind, bei spätestens 50-60fach. Dann hast Du ihn wenigstens mal gesehen...

bevor Dir dann andere zeigen, wie Du die Spiegel einschrägen musst, damit Du den Saturn in Zukunft dann so richtig schräg beobachten kannst, an Deinem schrägen Hauptteleskop, das einem der schrägsten und verschlagensten aller Vögel auf dieser schrägen Insel seinen Namen verdankt. Kein Wunder, dass diese Dinger so billig sind. Schräg gucken, links fahren, was denn noch alles? Die spinnen doch diese Briten, spinnen Sie nicht?... :-)

Gruß,
Mathias

 
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Hallo Mathias,


Zitat von konfokal:
.....ja ja, sich schon mit Schulphysik schwertun, aber.....

?) Du weißt was aus meiner Schulzeit? Hmm, Du musst immer auf dem Eselsbänkchen gesessen haben, sonst hätte ich Dich mal bemerkt. :/

Ansonsten jou, ist schon doof für Dich.
Du versteigst Dich wie üblich in gemeinhin für Beratungssuchende schwer überprüfbare Unhaltbarkeiten und musst dann erfahren, dess genau dieser Beratungssuchende genau das Equipment auch noch als Doppelfernrohr auf einer Montierung hat, mit dem er ganz locker überprüfen kann, was Du verzapft hast.
Das ist schon für Dich so ziemlich der Größte Anzunehmende Unfall der Dir in einem Forum passieren kann.

Trotzdem....ein bischen mehr Haltung täte das nächte Mal nicht schlecht.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mathias,

wtf soll diese süffisante Verächtlichmachung von Newton-Teleskopen und denjenigen, die hier Hilfe anbieten? Es sind Beiträge wie die Deinen, die hier Neueinsteigern jede Lust am Mitmachen im Forum und dem sich einbringen nehmen.
 
Hallo Ludwig,

Zum Thema ist glaube ich das wichtigste gesagt worden. Mit dem Riesensucher würde ich auch nichts finden, LED Sucher reicht für Planeten. Vllt schaust du erstmal ob du den Vollmond und die Plejaden damit findest und scharf stellen kannst. Planeten sind zur Zeit nämlich Mangelware. Wenn du auf die Schnelle keinen Astrofan parat hast hilft dir vllt auch irgendein etwas Jüngerer aus dem Familienkreis. Immer schön draußen beobachten, denn durch das Fenster ist immer schwierig, hat hier glaube ich noch keiner gesagt. Heißt dann zu dieser Jahreszeit auch warm anziehen.

CU
Klaus
 
Hallo Leute,

nun mal langsam wieder runterkommen. Ich kenne diese leichten Animositäten aus jahrelangem Besuch von Modellbauforen und sie bringen bei mir nur ein leichts Lächeln zustande. Es hat halt jeder seine eigenen Ansichten und um diese kundzutun sind Foren ja wohl da.Trotzdem kann ich aus Allen Beiträgen etwas lehrreiches und interessantes für mich heraus lesen. Dafür danke ich Euch.
 
Hallo Ludwig,

zu deinem Bild und deinem Fragen:

Link zur Grafik: https://picload.org/image/rdoiwwlo/dsc01757.jpg

Wie du schon geschrieben hast und auf deinem Bild zu sehen
ist, fehlt dir ein Peilsucher.
So wie ich es gelesen habe, hast du schon einen zuhause, nur
noch nicht montiert.
Hole das bitte bald nach. Mit einem Peilsucher kannst du die
Planeten oder auch andere Objekte sehr leicht und einfach
einstellen.

Der große Refraktor als primärer Sucher ist hierfür weniger
geeignet.


Für die Justage benötigst du nicht mal so komplizierte
Werkzeuge, und schon gar keinen Laser.
Das angesprochene ConeCenter oder auch ein Chesire
Justierokular tun hier recht gute Dienste.

Lass dir die Justage mal von einem erfahrenen Sternfreund
zeigen.
Normalerweise verstellt sich so ein Newton bei normaler
Behandlung auch nicht mehr gravierend, so das dieser dann
auch nur noch gering nachjustiert werden muss.

Beim beobachten würde ich entweder nur den Newton auf die
Montierung nehmen, oder nur den Refraktor.
Mit zu viel Gewicht auf der Montierung begünstigst du nur
"Schwingungen" wegen zu viel Gewicht, auch die Angriffsfläche
für den Wind wird größer.

Den Refraktor kannst du dir zusätzlich mit einer ND 5.0
Filterfolie für die Sonnenbeobachtung ausrüsten.

Für deine Montierung würde ich dir einen einfachen Motor
für die Nachführung in der Rektaszension empfehlen.
Das ist eine sehr große Erleichterung und ein sehr großer
Gewinn an Komfort in der Beobachtung.
Wichtig:
Keine GoTo oder sonstige Steuerung mit zu vielen Funktionen,
sondern nur eine einfache Ein-Achsen Steuerung.


Für die Beobachtung der Planeten dauert es noch ein bisschen,
bis die Bedingungen wieder besser werden.


Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Ludwig,

auf Deinen Bildern schaut es so aus, als säße der 90/500er Sucher huckepack auf nur 1 Rohrschelle auf dem Newton. Womöglich gar auf der Befestigung mit ner Fotoschraube? Das läßt sich weder gut austarieren noch vernünftig auf die optische Achse vom Newton justieren. Kein Wunder, daß Du andauernd justieren mußt!

Alleine durch sein Gewicht und die Höhe über dem Montierungskopf bringt das schon die Schelle vom Newton zum Verbiegen. Nicht viel, aber genug, um die optische Achse des Newtontubus zu verschieben, je nachdem, wohin die Kombi am Himmel guckt.

Bitte nimm den "Sucher" mal runter und versuche dann mit dem bestellten Concenter den Newton zu justieren, dann den Peilsucher drauf und den noch zur optischen Achse vom Newton justieren.
 
Hallo Ludwig,

Du hast ja nicht verraten, wie Du an dieses Setup gekommen bist, aber auf mich macht es den Eindruck, als hätte da jemand seine ehemals fotografischen Ambitionen abgebrochen, und Dir ein mehr schlecht als recht anmontiertes (und mit 2"-Ausstattung auch noch recht schweres) Leitrohr als "Sucher" verkauft. Das Fadenkreuz-Okular macht fast 30-fache Vergrößerung, damit findet so schnell keiner was. Oder ist die Idee mit dem Huckepack-Refraktor auf Deinem Mist gewachsen, hm Ludwig? Raus mit der Sprache :-)

Ich denke, wenn Du den Newton wie beschrieben mit Peilsucher versiehst, und Dein Leitrohr stattdessen abnimmst und auf eine kleine Zweitmonti packst, hast Du mehr vom Ganzen. Divide et impera. Und wenn Du noch eine azimutale Tischmonti auftreibst, die Du auch mal auf die Fensterbank stellen kannst, kannst Du mit Deinem neuen Schnellspechtelzweitgerät im Gegensatz zum Newton auch mal sinnvoll aus dem Fenster gucken.

(Du fällst beim Hintenreingucken dann nämlich nicht so leicht über die Brüstung. Wie es auf dem Foto immer aussieht, dass Günther so gern von sich postet. Da steht sein verwaister Schnellspechtelnewton wie allein zurückgeblieben auf einem noch wackelnden Tischchen vor dem Balkongeländer, und scheint ihm verduzt hinterherzugucken :-)) Aus dem Fenster gucken geht nämlich durchaus, wenn man es richtig anstellt: wenn unter dem Fenster keine warme Wohnung liegt, die Teleskopöffnung genügend weit rausragen kann und man bei größeren Temperaturunterschieden noch einen Vorhang dicht drumrumziehen und dahinter trotzdem noch reingucken kann - astronomisch fensterln. Herrlich bequem, und noch so ein Pluspunkt für Refraktoren...

Gruß,
Mathias



PS.: wenn man sich so wichtig nimmt und so sehr mit seinem Teleskop identifiziert, dass man über sich selbst oder sein Gerät nicht auch mal grinsen kann, und das auch anderen nicht zutraut, nicht mal, wenn der Scherz mit smileys dekoriert ist, dann sollte man vielleicht mal sein Verhältnis zum Hobby überdenken. Oder, Lars? Come on, smile! :-):-)
 
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Hallo Ludwig,

ich habe vor Jahren mal mit solchen Konstruktionen die Russentonne als Leitrohr auf das R200SS (8" f/4) gespannt. Das war recht unpraktikabel, weil das Gewicht des aufgesattelten Geräts in vielen Positionen die Rohrschellen zudrückt und so die Tubusrotation bei Bedarf verhindert. Man guckte dann unnötig unbequem und wenn der Tubus wirklich gedreht werden musste, begann man innerlich wie äußerlich zu fluchen: Wenn man mit einer Hand das aufgesattelte Rohr anhebt, um die Schellen zu entlasten, fehlt irgendwie die 2. Hand, um den 8" Tubus zu drehen. Der ganze Hebelarm ist auch Quark, denn so macht man das aufgesattelte Gerät um 25cm Hebelarm belastender. Das sind schon ein paar Newtonmeter.
Die Paarung aus dickem Newton und Refraktor lässt sich auch nicht auf beide Seiten des Achsenkreuzes verfrachten. Refraktor oben und Newton unten bedeutet, dass der Newton dauernd an den Stativbeinen anstößt, und andersrum getauscht kann man sich für den Einblick in den Refraktor auf eine Isomatte legen. Sollten beide Geräte wirklich nebeneinander auf der Montierung sein, braucht man eine Doppelplattform, und da eigentlich die Montierung mit dem Newton allein schon ausgelastet ist, könnte man auf den Gedanken kommen, die Sache in der Form einfach mal ganz sein zu lassen. Getreu dem Motto "jeder nur ein Kreuz" einfach jedes Gerät mit einer Schiene ausstatten und bei Bedarf umklemmen (und Gegengewichte tauschen).
Die einzig echte Alternative wäre eine azimutale Montierung wie Giro oder Ayo, Newton links, Refraktor rechts, oder je nach Gusto auch genau anders herum. Eventuell auf Refraktorseite noch Zusatzgewicht.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

Sven hatte mir den Vorschlag einer azimutalen Montierung für meine beiden Rohre gemacht. Gefällt mir sehr gut. Kann mir mal jemand was zum Handling einer solchen Montierung sagen ?
Vielleicht wäre die Skywatcher SkyTee 2 was für mich.
 
Hallo Ludwig,

das handling einer azimutalen Montierung ist denkbar einfach: hoch und runter sowie links und rechts. Hier ist die Montierung nicht wie eine parallaktische Montierung, die Du hast, geneigt (entsprechend deinem Breitengrad) und muss auch nicht eingenordet werden. Irgendwie hinstellen und loslegen. Wie beim Dobson. Der Vorteil ist, dass der Okularauszug des Newtons immer (d.h. in jeder Stellung) an der selben Position ist. Das ist bei einer parallaktischen Montierung nicht der Fall. Hier ändert sich die Stellung des Okularauszuges mit der Stellung des Newtons. Das kann dazu führen, dass der Einblick sehr unangenehm wird und du den Tubus in den Rohrschellen drehen muss, was ätzend ist während einer Beobachtung. Der Nachteil ist, dass Du keine elektrische Nachführung hast und mit der Hand (oder bei der Skytee über die Feinverstellung) in zwei Achsen nachführen musst. Je höher Du vergrößerst desto schneller rauscht das Objekt durch das Gesichstfeld und du musst häufiger nachführen. Bei Planeten vergrößert man hoch (> 200x). Die Dobsonauten verwenden daher Okulare mit großem scheinbarem Gesichtsfeld (z.B. 82° oder gar 100° und mehr). Hat deine Montierung Motoren in ein- oder beiden Achsen, oder gar keine?

Selbst habe ich einen 6" f/6 (also länger als deiner (Hebel!)) auf einer Skytee 2 lange verwendet, das geht ganz gut. Dein f/5 sollte da noch weniger Probleme machen. Auch bei Planeten, wobei hier eine Nachführung schon vorteilhaft ist. Für den kleinen Refraktor würde ich sowieso eine azimutale Montierng nehmen, weil die schnelle einsatzbereit ist.

viele Grüße

Matthias

P.S. was bei der Skytee nicht funktioniert, ist an der zweiten Prismenklemme deinen Refraktor zu montieren. Da wirst Du Probleme mit dem Gleichgewicht bekommen. Konstruktiv besser ist da die AYO.
 

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Hallo Ludwig,

Du müstest eigentlich mit Deiner Montierung und einem der beiden Geräte drauf recht gut testen können, ob Du mit so einer azimutalen Montierung klar kommst.
Einfach nicht eingenordet und gerade hinstellen, ein Objekt (z.B. Stern) zentrieren und über beide Achsen händisch nachführen.

Mit einem 6" Teleskop dessen Bild ich nun nicht einstelle um zu vermeiden, dass es wieder als Vorlage zu humorvollen Tagträumen dient bei denen ich in ein lebensbedrohliches Sturzgeschehen verwickelt werde, gelingt das selbst weniger geübten Leuten oftmals völlig unproblematisch auch bei höheren Vergrößerungen und bis zu 200/250fach an Mond und Planeten.
Eventuell zu Anfang nicht unbedingt mit Ortho-Gesichtsfeldern (40°) bei 250fach, aber auch das kann man (muss nicht) hinkriegen wenn man will und bei ersten Tests bis zu mittleren Vergrößerungen keine Probleme hat.

Wenn Du das mit Deiner Monti brauchbar hinbekommst, ist eine mit Deinen Fernrohren doppelt besetzte azimutale Monti eine sehr gute Idee für Dich.

Gruß
*entfernt*
 
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Je länger ich mir das mit einer azimutalen Montierung durch den Kopf gehen lasse, desto besser gefällt mir die Idee. Werde wohl darauf umsteigen wenn ich irgendwo etwas günstiges finde und auch meine GP vertickt kriege. Drückt mir mal die Daumen, vielleicht ist ja auch hier jemand, der meine Montierung gebrauchen kann (mit Stativ, hab 2 davon).)
 
Hallo Günther,

da muss ich dagegen Anmerken, dass ein 40° Ortho beim flüchtigen Blick, der Details die durch Gesichtsfeld ziehen, keinen bessere Leistung ins Auge bringt als ein allerwelts Plössl!
Denn es ist ein großer Unterschied, ob ich ein Detail bei nachgeführtem Gesichtsfeld eindeutige fixieren kann, das Auge also mit dem Schärfepunkt auf diesem Detail ruht, es kann nur so eindeutig registriert werden!

Mond und Planeten - Zeichner werden das bestätigen können, die oft an nachgeführten 5"- 6" Refraktoren zeichnerisch mehr zeigen als man am 8" - 10" Dobson mit dem Auge sehen kann!
Das zeigte auch das aha Erlebnis, als die ersten bearbeiten DigiCam + Webcam - Bilder veröffentlicht wurden, Sie offenbarten das, was eine bestimmte Optikgröße also zeigen kann!
Jetzt wurden Details sichtbar die von Planeten - Zeichnern schon früher angedeutet wurden!

Das wird aber von Dobsonbeobachtern meist nicht berücksichtigt oder wahrgenommen!
Dort liegt auch der Wunsch nach immer mehr Öffnung begründet, um diese lezten Deteils erfassen zu können, der sich per Dobsonmodus aber dort nie so absolut wie gewünscht einstellt!

Ich beobachte immer mit beiden Systemen Dobson und nachgeführten Teleskopen und dort ist mir Das in direkten Vergleich schon früher aufgefallen.

Aber die letzte Bestätigung bekam ich, als ich Monddetails und Jupiter Wolkendetails nacheinander durch einen 16" Lomo Newton als Dobson händisch und automatisch nachgeführt betrachten konnte!
Der zeigte im reinen Dobsonmodus allerfeinste Rillen und feinste Wolkenstrukturen und Farben nur indirekt und nur Blickweise, nachgeführt die Rillen mit gezackten Rändern und farbigen Strukturen in den kleineren hellen Wolken - Ovalen, aber eindeutig und immer in atmosphärischer Ruhe!

Die Ortho Okulare konnten nur im nachgeführtem Newton ihre überlegen Bildbrillanz gegen über Plössl und Planetaris zeigen!
Dabei lagen die Planetaris ab 8mm eindeutig im Dobsonmodus beim Einblick im Vorteil!
Die 4 + 5 mm Orthos sind hier nicht mehr für jeden geeignet + fasst eine Zumutung!

Den Vorteil einer Azimut - Montierung gegenüber einer ausreichend stabilen nachgeführten Montierung, für einen visuellen Beobachter der sein Teleskop ausreizen möchte, sehe ich hier nicht!



Gruß Günter



 
Hallo Günter,

Deine Ausführungen widersprechen dem von mir Gesagen nicht.

Ich warne ja explizit davor, es sofort mit Ortho-Gesichtsfeldern bei 250fach zu probieren und rate Ludwig an, auszuprobieren ob er das hinkriegt.

Ich kriege es hin und wenn Du schreibst "man" kann das nicht, wirst du dich wohl, wie man in der Folge ja auch lesen kann, auf Dich beziehen.
Und ja, auch ich kann oft genug zwischen automatischer Nachführung und händischer Nachführung wechseln.

Was darüber hinaus tatsächlich bei solchen Negierungen IMMER vergessen wird, ist das Bezugssystem.
Du nennst einen 16-Zöller, nehmen wir den mal.
Gehen wir mal von 1800 mm Brennweite aus und ich entschärfe mal auf meinen 12-Zöller mit 1600 mm Brennweite.
Pauschal aber genau genug mit 4 mm Okular 450fach.
Ein Ortho mit 40° liefert unter 0,1° Feld, ein Weitwinkel mit 90° verdoppelt das, also 0,2°.
Da ist manchereiner (schon mit Nachführung, aber ganz sicher ohne) sehr gut beraten, das Nagler zu nehmen, weil das an vielen Geräten deutlich entspannter zu händeln ist und Jeder dann tatsächlich mehr sieht.
Ich mit meinem Teleskop kann auch locker Ortho, manche Mitbeobachter die das Gerät kennen auch, wer es nicht kennt und nicht kann versagt. Ich kann das mit einem "Brummkreisel", der sich schon beim Angucken bewegt, auch nicht. An meinen "Dicken" kann ich mich halt dabei noch anlehnen.

Okay soweit, Ludwig hat aber einen 150/750er und einen 90/500er, möchte beide auf einer azimutalen Monti mit Stativ als Doppelteleskop montieren.
Mit dem größeren Teleskop, welches wohl am Planeten wegen der besseren Eignung, höheren Auflösung, Lichtsammelleistung und Vergrößerungsfähigkeit geeineter erscheinen wird haben wir mit einem 4 mm Ortho bei rund 190fach in etwa das gleiche Feld wie bei 1600 mm Brennweite mit dem 80° Okular.

Was am 12-Zöller Vielen gut ausreicht sollte am 6-Zöller auch reichen, aber wer denkt schon dran, wenn er nur sagen will es geht oder es geht nicht.

Wieder auf das System und mich als Beobachter bezugnehmend halte ich aber das 4 mm Ortho bei Ludwig nicht für das Okular der Wahl.
Ich persönlich kann den knappen Augenabstand nicht ab und verliere viel mehr Detail durch den damit einhergehenden Konzentrationsverlust als duch inzwischen zum Automatismus gewordene händische Nachführung.

Das kompensiere ich durch Einsatz einer guten, kurzbauenden Barlowlinse, welche die Verwendung z.B. eines 12 mm Orthos mit von Haus aus bereits größeren Augenabstand ermöglicht, und den Augenabstand zusätzlich nochmal vergrößert. Das Einlickverhalten ist für mich Klasse.
Weiterhin macht eine solche Barlow z.B. bei Faktor 2 für das Okular aus f5 ein Öffnungsverhältnis von f10, was diesen einfachen Okulardesigns, wie es ein gutes Ortho/Plössl/RKE nun mal ist, sehr zugute kommt. Da sie eher für f7, f8 und kleiner gerechnet sind. Mag es Manchem bei f5 nicht recht auffallen, zu f4 hin sollte es deutlich sein.
Hat man erst mal akzeptiert, dass eine Barlow an "schnellen" Teleskopen einfachen Okulardesigns genau so auf die Sprünge helfen kann, wie die eingebauten Barlows den komplexen, weitwinkligen Okularen auch, kann man am Newton auch noch auf eine Barlow mit Komakorrektur setzen, was das beugungsbegrenzte Feld deutlich vergrößert.
Das hilft selbstverständlich am nicht nachgeführten Newton sehr.

Gruß
*entfernt*


 
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Hallo Günther,

ich lese mit großen Augen Eure Threads. 90% davon sind für mich böhmische Dörfer, aber macht ja nichts, vielleicht komme ich ja irgendwann auch noch dahinter :o . Zum Thema Nachführung, ich werde definitiv keine elektr. Nachführung benutzen, ich hasse Elektronik, obwohl ich beruflich damit zu tun hatte. Das geht soweit, daß ich auch kein Handy (Iphone usw.) benutze. Ist halt meine Art. Aber zurück zum Thema. Nach wie vor stellt sich mir die Frage, was brauche ich am Anfang für Okulare, ist leider keiner drauf eingegangen.
 
Hallo Ludwig,

nun zu den Okularen:

Zitat von lurotec:
Ich habe keine Motorisierung an der GP. Als Sucher habe ich ein TS 90/500 mit einem 32mm WA Fadenkreuzokular (bel.) 2"; Für den Newton hab ich ein 32mm SP 1,25" und ein Zoom 7-21mm 1,25".

Das liest sich so als sei 32er WA ein 2" Okular mit Fadenkreuz.
Wenn Du nunmehr, wie angekündigt, einen Leuchtpunktsucher verwendest wäre es sehr schön, wenn das Fadenkreuz zu entfernen wäre, denn dann hast Du ein brauchbares Aufsuch-/Übersichtsokular für großes Feld und große AP, auch gut zur Beobachung von geeigneten Gasnebeln mit dafür ausgelegen Filtern und ohne die störenden Striche des Fadenkreuzes.

Das 7 mm bis 21 mm Zoom ist für den Anfang okay und kann Dir aufzeigen, bei welcher Vergrößerung/AP du gerne bessere oder weitwinkligere Okulare hättest.
Im Normalfall macht man als ungefähren Daumenwert immer Drittelschritte, also z.B. 30 mm - 20 mm - 13 mm - 9 mm - 6 mm - 4mm
Das ist für den Anfang recht viel und wird auch schnell teuer, daher wäre bei Dir, wenn das 32er z.B. passt
32 - 13 - 6mm.
Wenn das Zoom aber für Dich von der Schärfe her zunächst mal okay ist könnte man auch sagen, dass Du noch ein schönes, weitwinkliges Okular um 20 mm besorgst, weil in dem Bereich das Gesichtsfeld des Zooms arg tunnelmäßig ist und dazu noch eine ordentliche Barlow für das Zoom, welches ja zu den kleinen Brennweiten hin meiner Erinnerung nach durchaus auf 50-60° Eigengesichtsfeld kommt.
Selbst wenn das dann sicher(!!) nicht die schärfste mögliche Kombi für Deinen Newton ist, kannst DU so ohne große Kosten wunderbar selbst rausfinden, bis zu welcher Vergrößerung DU bei solchen Gesichtsfeldern noch gut nachführen kannst und welche Vergrößerungen DEIN Teleskop unter DEINEN Bedingungen, mit DEINEN Augen gesehen für DICH noch gut rüberbringt.

Danach kann man wunderbar Überlegungen zu den passenden endgültigen Okularen mit den passenden Brennweiten anstellen und über Deine weiteren Möglichkeiten diskutieren.

Ansonsten gilt was Sven über die Okulare zu einem 8" f6 Teleskop in seinem Einsteigerboard schreibt auch für Dich und deinen 6" f5, wenn man den Teil Deines Threadstarts ernst nehmen darf, dass Du nicht auf Perfektion aus bist.

http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html

Das ist für mich eine Richtschnur, genau wie Dein Wunsch, beide Teleskope zusammen zu montieren.
Besser geht immer, aber das kostet auch.

Daher könntest Du mal grundsätzlich zu den Okularen Stellung nehmen.
Preise gehen von rund 27 Euro bis über 700 Euro und ja, so ein wenig ist die Tendenz vorhanden, dass Qualität und großes Gesichtsfeld die Preise nach oben treiben. :)

Gruß
*entfernt*
 
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Hi Günther,
danke erst mal für die Infos, hab jetzt erst mal bei dem 32mmWA 2" das Fadebkreuz entfernt, zusätzlich zu den vorhandenen Okularen hab ich mich für folgende entschieden: 5mm Planetary HR 1,25" 58°, 20mm TSWA20 1,25" 70° und eine Barlow TSB251 2fach 1,25" apochromatisch.
Damit sollte ich wohl erst mal zurechtkommen, oder?
 
Hallo Ludwig,

das folgt so weit der Einsteigerempfehlung von Sven für günsitge Okulare an f6.
Da ist immer zu beachten, dass man die Okulare kritisch überprüft, denn Serienstreuung, schlechte Verarbeitung kommt da vor und das kann sich deutlich negativ auf die Leistung und damit die Beobachtung auswirken.

Dir muss darüber hinaus klar sein, dass das 32er WA an f5 doch merklich schwächer in der Randabbildung abschneidet als an f6.
Dennoch erst mal okay, weil ja vorhanden.
Das 5 mm Planetary ist bezüglich Randabbildung und Achsschärfe okay. Da gibt es aber sehr viele verschiedene Chargen und Lables, also beachte den einleitenden Satz.
Hier hätte ich für Dich gerne eher mehr als weniger Feld gesehen, aber da kommen wir in den Bereich von 100 bis 150 Euro pro Okular.

Ganz kritisch sehe ich persönlich das ausgewählte 20 mm Okular. An diese 70° WAs habe ich keine guten Erinnerungen bei den langen Brennweiten (20 mm ist lang).
Das würde ich lieber weglassen, wenn es nicht z.B. für so was:
http://www.explorescientific.de/Okulare/Explore-Scientific-Maxvision-68-Okular-20mm.html
Ich kenne genau diese Brennweite nicht aus eigener Anschauung, aber ich riskiere die Empfehlung weil zwei andere Brennweiten überzeugt haben.
Ansonsten gibt es aus dieser Quelle gerade einen Schnappen bezüglich 20 mm (WA) mit 70° zu machen. 34 Euro kann man riskieren.

So ein 20er Okular kann man natürlich mit einer Barlow kombinieren.
Die erwähnte 2fach Barlow hatte ich mal. Sogar zwei davon nacheinander.
Die erste war gut, ich gab sie einem Kollegen weiter der sie dringend brauchte und bestellte eine neue für mich.
Die war grottenschlecht (siehe Einleitung).

Sehr gut brauchbar hat sich bei mir diese Barlow erwiesen:
http://www.teleskop-express.de/shop...ow---1-3x-und-2-25x---HT-Multiverguetung.html
Sie ist unwesentlich teurer und richtig gut finde ich diese
http://www.teleskop-express.de/shop...-Barlow-Linse-mit-1-25--und-T2-Anschluss.html
Beide können mit verschiednen Verlängerungsfaktoren betrieben werden (wie alle Barlows), aber da ist es eben schon in der Bewerbung mal erklärt, was möglich ist und wie das geht.
Da kann man was mit anfangen.....später!

Komakorrigierend (nicht wie immer noch falsch draufsteht comakorrected, also komakorrigiert :mauer:) , was am f5 Newton schon sehr nett ist, wäre diese Barlow
http://www.teleskop-express.de/shop...-2-7fach---fuer-Fotografie---Beobachtung.html,
schon wieder recht teuer und diese Adapter
http://www.teleskop-express.de/shop...x-Duering-ED-Barlow-auf-T2-und-auf-1-25-.html
brauchst Du auch noch, Spass kostet halt. :o

Ach ja, Barlowfaktor:

Nehmen wir mal an, Du hast ein 20 mm SWA oder WA Okular (beide so wie vorgestellt Konstruktionben ohne eigene, eingerechnete Barlow) schraubst das Element der Q_Turret Barlow mit Faktor 1,3 ein, dann hast Du 15,4 mm Brennweite und gibst dem Okular nicht f 5 sondern f 6,5 für, das hilft schon was.
Nun nimmst du die Barlow komplett vor das 20er Okular, Faktor 1,25, dann hast Du 8,9 mm Brennweite und f 11, das hilft dem Okular sehr.
Nun kannst Du noch den kleinen Trick anwenden und das Okular nicht bis zum Anschlag in die Okularaufnahme der Barlow stechen, sondern....sagen wir mal 15 mm vor Anschlag klemmen. Diese Abstandsverlängerung zwischen Barlow und Okular bringt die Barlow auf etwa (geschätzt) Faktor 2,8.
Damit hast Du 7,1 mm Brennweite.

Nimmt man die Hyperion Barlow kommt man vom Nennfaktor mit 2,25fach über Verlängerungsringe bis zu Faktor 4.
Bei Dir reicht das mit einem 20er Okular für 5 mm Brennweite. Ob das so weit gezogen noch gut ist, weiß ich aber nicht.

Bei beiden Barlows ergäbe aber ein zusätzliches ~12 mm Okular der bereits genannten Bauarten (70°ohne Barlow!) oder doch mal ein recht gutes Okular mit etwas weniger Feld
http://www.teleskop-express.de/shop...E-ON-Flatfield-Okular---1-25----60--Feld.html
schon eine respektable Vollausstattung was die möglichen Vergrößerungen angeht.

Alternativ könntest Du die Barlow kaufen mit dem Zoom kombinieren, schauen was geht und zunächst mal oder auch (je nach Zufriedenheit) langfristig den Rest sparen.

Sorry, länger und komplizierter gings nicht. :/

Gruß
*entfernt*


 
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