Brennweite manipulieren

Sasch600xt

Mitglied
Hallo Gemeinde,

hier kommt wohl eine typische Anfänger Frage :)
Ich spiele schon den ganzen Tag mit der Software "Stellarium" herum und muss feststellen, das ich selbst mit Barlow und Reducer keine Brennweite finde, die mir alles vernünftig skaliert zeigt.

Mir ist natürlich klar, das ich mit einer kleinen Brennweite nicht unendlich vergrößern kann.
Meine Frage zielt eher dahin ab, ob ich eine große Brennweite beliebig verkürzen kann ?

Bisher habe ich nur einen Reducer f/6,3 gefunden.
Gibt es da größere Reducer, die die Brennweite stärker verkürzen ?
Leidet die Qualität darunter, wenn man die Brennweite zu stark verkürzt ?

Müsste man sich schon wenigstens 2 Teleskope mit verschiedenen Brennweiten anschaffen, um unterschiedliche Objektgrößen besser ab zu decken ?

Oder mal ganz naiv gefragt: Saturn und Andromeda mit nur einem Teleskop vernünftig abbilden ?

Das ganze sollte für die Astrofotografie sein, also weniger bis gar nicht für visuelle Beobachtung.

Ich bin schon ganz gespannt auf eure Antworten :)
Vielen Dank für die "Anfängerhilfe" :)

Liebe Grüße
Sascha
 

komposer

Mitglied
Hallo Sascha,
neben der Teleskopbrennweite spielt natürlich die Sensorfläche eine wichtige Rolle. Mit meinem 12" F5 Dobson auf Selbstbauplattform leigt der Fokus mehr auf Planeten / Mond. DAfür verwende ich die Asi120mc/mm mit wirklich sehr kleinem Sensor. Dennoch habe ich die Daten in Stellarium eingegeben um zu sehen was da für Deepsky Objekte möglich sind.
z.B. https://forum.astronomie.de/threads/m51-mit-12-f5-dobson-asi120mm.273758/

Mit einem Teleskop lässt sich aber wirklich nicht alles abdecken. Die Kamera sollte bleiben also habe ich in Stellarium diese belassen und danach nach passenden Brennweiten gesucht.
Für die riesige Andromedagalaxie z.B. ein Sonnar MC 135mm M42 Objektiv.

Für z.B. Adlernebel und viele andere Objekte habe ich mir einen Mini Newton selbst gebaut:
https://forum.astronomie.de/threads/mini-teleskop-76-300mm-viele-baustellen.258035/

Hier mein Low Budget Deepsky Equipment: https://forum.astronomie.de/media/mein-low-budget-deepsky-equipment.40108/

Gruß,
Holger
 

markusbodensee

Mitglied
Hallo Sascha,

Saturn (Sichtbarer Durchmesser ca. 19 ``) und M31 (Sichtbarer Durchmesser ca. 2°) mit einem Teleskop belichten zu wollen, scheint nur unzureichend durchführbar. Die Brennweitenspezifikationen sind zu unterschiedlich (Grob betrachtet 3000 mm Brennweite vs. 300 mm Brennweite). Hier sind zwei Teleskope sinnvoller. Dabei handelt es sich um meine bescheidene Meinung. Ich hoffe, Du wirst noch eine Meinung der Profis erhalten.

Zusätzlich kommt der Aspekt Videofotografie vs. Langzeitbelichtung hinzu.

CS

Markus
 

Sasch600xt

Mitglied
Hallo Markus,

ja, das befürchte ich auch :)
Da ich kein Budget für 2 Teleskope habe, werde ich mich wohl erst entscheiden müssen, WAS ich fotografieren möchte :)

Aber lieben Dank für die Antworten, auch an Holger

@Markus:
Bin auch gerade am Bodensee (Urlaub mit der Freundin bei den Schwiegereltern) Radolfzell am Untersee
Wo kommst du her ?

LG
Sascha
 

mbba18

Mitglied
Hallo Sascha,

erst mal Willkommen im Forum.

Und gleich Fragen an Dich ;).
Was für ein Teleskop hast Du und was besitzt Du schon oder willst Du für die Astrofotografie anschaffen?

Planeten, Dein Saturn, und/oder DeepSky, Deine Andromeda ;), sind, auch meiner bescheidenen Meinung nach, Astrofotografisch zwei paar Schuhe.
Planeten werden mit einer Plantenkamera (z.B. die ZWO Asi's) gefilmt, also Videos erstellt. Mit einer Planetenkamera geht auch, mit Einschränkungen, DeepSky.
DeepSky Fotos werden mit einer DSLR erstellt.

Wie Holger schon geschrieben hat, kommt es auch auf die Chipgröße an. Sehr wahrscheinlich kommen noch einige andere Faktoren hinzu, die ich mir aber erst noch erarbeiten muss, da ich mit Planetenfotografie/Planetenkamera noch ganz am Anfang stehe.

Wenn ich meine ZWO Asi224 mit meinen Teleskopen in Stellarium durchspiele, bekomme ich Andromeda/M31 selbst mit meinem 120/600 nicht im Ganzen rein.
Rein visuell, laut Stellarium, kann ich bis 13mm 68° runter gehen.

Rein visuell nutze ich den kurzen Achromaten für Weitfeld-Beobachtung. Er ist extra für RichField angeschafft worden.
Für rein Visuelle Planeten-Beobachtung benutze ich einen 127/1500 Maksutov.
Beide noch nicht mit der ZWO Asi224 ausprobiert.

Als, sagen wir mal vorsichtig (damit ich keine Schelte von anderen bekomme ;)), Allrounder nutze ich meinen 120/1000 oder den 127/1200 Achromaten.

Wie schon erwähnt wurde, es werden bestimmt zwei, drei Teleskope in Deine Sammlung kommen.
 

markusbodensee

Mitglied
Hallo Sascha,

wie Du ja selbst erwähnst ist es von frappanter Relevanz, sich für die richtigen Motive zu entscheiden, bevor viele hunderte Euros in vernünftiges Equipment investiert werden(y). Daher ist es wichtig, sich entsprechend zu informieren, in Foren, Sternwarten, bei Teleskoptreffen etc.

Ich stamme ursprünglich aus R`zell :), wohne aber zwischenzeitlich in der Schweiz.

Ich habe Dir eine PM gesendet

CS

Markus
 

MeisterDee

Mitglied
Oder mal ganz naiv gefragt: Saturn und Andromeda mit nur einem Teleskop vernünftig abbilden ?
Hallo Sascha,
daß es mit nur einem Teleskop schwierig wird , sowohl Andromeda wie auch Saturn
einigermaßen brauchbar abzulichten, hast Du schon erkannt.
Planet und DeepSky mit einer Optik stellt eben einen ordentlichen Spagat dar.
Was aber nicht heißt, dass das nicht gehen kann.
Wenn es darauf ankäme, würde ich das mit dem C 9,25 hinbekommen.
Die Stärken des Schmidt-Cassegrains liegen bekannterweise bei der Planetenbeobachtung.
Knapp zweieinhalb Meter Brennweite und 9,25“ Öffnung machen am Planeten Spaß.
Und wenn es das Seeing zulässt, geht auch noch was mit Barlow.
Für DeepSky-Fotografie lässt sich jedoch die Brennweite mit einem Hyperstar-Ansatz
auf nur noch 540mm reduzieren. So passt sogar Andromeda diagonal komplett auf den Sensor
einer APS-C Kamera (bei uns die Canon 600DA).

Also läßt sich Deine Frage mit einem Ja beantworten. (Ja ....aber.....)

CS

Dietmar
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hi Zusammen,

eigentlich entspricht die Fragestellung hier dem Anwendungszweck des FFC, also ein System, bei dem über den Projektionsabstand in einem weiten Bereich die Brennweitenveränderung eingestellt werden kann. Die meisten Barlow- oder Shapley-Linsen können das in guter Qualität nur ein einem begrenzten Bereich um den ursprünglich gedachten Faktor leisten.

Clear Skies
Sven
 

komposer

Mitglied
Hallo Sascha,

da muss ich jetzt erst einmal mehrere Fragen stellen:
Hast Du schon visuelle Erfahrungen gesammelt oder möchtest Du direkt in die Astrofotografie einsteigen ?
Ist eine Kamera vorhanden oder soll die ebenfalls neu angeschafft werden ?
Mit welchem Budget planst Du ?
Wie sind die Bedingungen vor Ort ?

Gruß,
Holger
 

markusbodensee

Mitglied
Hallo Holger,

Deine Fragen sind das Konstruktivste, um Sascha unterstützen zu können.

@ Moderator
Sascha hat in der Bildergalerie bemerkenswerte Fotos von Jupiter und Saturn eingestellt, rechts oben unter den neuen Bildern in der Galerie erscheinen diese nicht, erst in der Bildergalerie selbst?

Jupiter
Saturn

@ Sascha
Möglicherweise kannst Du uns noch Informationen zu diesen vorzeigbaren Fotos zukommen lassen?

CS

Markus
 

Sasch600xt

Mitglied
Hallo meine Lieben,

entschuldigt bitte die verspätete Antwort, aber ich bin gerade noch im Urlaub und versuche alles unter einen Hut zu bekommen :)

Es ist jetzt 2:00 Nachts und ich komme gerade von der dunklen Wiese zurück :)

Ich habe überhaupt kein Teleskop, aber eine Freundin hat mir ihres zur Verfügung gestellt, was ich mit ihrer finanziellen Unterstützung noch um ein paar Komponenten erweitert habe. Aber das Ziel soll ein eigenes sein...

Hier mal die Hardwareliste :

Celestron 127 SLT (1500mm Brennweite) mit azimutaler GoTo Montierung
ZWO ASI 178 MC Color Kamera mit selbstgebauter Peltier Kühlung
Und jetzt der wohl größte Fehlkauf: 240mm Autoguider Scope mit ToupTek Kamera.

Vielen Dank für das Kompliment für mein Saturn und Jupiter Bild :)
Das waren so die ersten Schüsse ins dunkle vor 14 Tagen :)

Zum Aufnehmen habe ich SharpCap Pro verwendet.
Zum Stakken AutoStakkert.
Pro Bild waren das so um die 1500 Einzelbilder im Wohngebiet zwischen 2 Straßenlaternen :)
Mit Gain und Belichtungszeit wild und ohne Verstand herum probiert...
Heute Nacht bin ich mal etwas weiter ins "dunkle" gefahren.
Eventuell kann ich die Tage dann bessere Fotos präsentieren :)

Die Montierung ist leider nicht so toll, und mein naiver Grundgedanke war, ich könne mit einem Autoguider das Teleskop besser "festhalten".

Allerdings habe ich heute wieder Stunden damit verbracht, PHD2 zum laufen zu bekommen. Leider ohne Erfolg.
Ich benutze zum Alignen die Software CPWI. In PHD2 trage ich dann meine Guidingkamera ein und als Montierung "Ascom CPWI" Ich sehe das Kamerabild und kann einen Stern auswählen. Sobald ich aber die Kalibrierung starte, stürzt PHD2 ab.

Heute habe ich die Software noch auf den Laptop meiner Freundin gespielt, um meinen Laptop als Fehlerquelle auszuschließen. Aber auch hier stürzt PHD2 an der selben stelle immer wieder ab.

Irgendwas mache ich hier noch Grundlegend falsch.
Evetuell kann PHD2 gar keine azimutale Montierung steuern, oder "Ascom CPWI" ist die falsche Schnittstelle, oder die Montierung kann das alles nicht (wobei CPWI wunderbar funktioniert, USB -> Serial kabel und dann in die Handsteuerung)

Ich bin mir nun langsam immer mehr sicher, in welche Richtung es bei mir gehen soll:

Unbedingt eine parallaktische Montierung muss es sein.
Und als Teleskop würde ich eher auf DSO gehen wollen. Also denke ich, eventuell einen Refraktor mit ca. 500mm Brennweite und der viel Licht rein lässt :)
Hauptaugenmerk liegt da voll auf Astrofotografie (Meine Augen sind leider nicht mehr die besten, man kommt schon in das Alter, in dem "Happy" und "Birthday" getrennte Wege gehen)

Die Frage wäre noch, ob es unbedingt eine DSLR Kamera sein muss, oder ob ich mit der ZWO 178 MC Color auch schon was reißen kann ?

So, ich hoffe, das beantwortet erst einmal ein paar Fragen von Euch :)
Vielen vielen Dank auch für eure Unterstützung.
Alleine ist das wirklich "Sackenschwer" :)

Liebe Grüße
Sascha
 

P_E_T_E_R

Mitglied
Hallo Sasha, zunächst mal auch von mir Komplimente zum Jupiter und Saturn. Für einen Einstand in das neue Hobby ist das schon sehr gut! Und dafür ist der eingesetzte kleine Maksutov auf Altazimut-Montierung ja auch gut geeignet.

Allerdings bemerke ich einige fundamentale Missverständnisse, die wohl daher rühren, dass die wesentlichen Unterschiede zwischen der Photographie von Planeten und Deep-Sky Objekten nicht ganz klar sind.

(1) Planeten

> Hierfür benötigst Du eine Optik mit langer Brennweite (der Mak mit einer Brennweite von 1500 mm ist dafür schon ein guter Start) - mit einer Barlow-Linse könnte man das sogar noch verdoppeln auf 3000 mm bei f/24.

> Für kurze Videosequenzen bis zu zwei Minuten Länge, braucht man auch nicht unbedingt eine parallaktische Montierung, weil die Bildfelddrehung einer altazimutalen Montierung dann vernachlässigbar klein ist. Allerdings sollte die Montierung (wie bei dem verwendeten 127 SLZ) in beiden Achsen automatisch nachführen.

> Ein genaues Einnorden der Montierung ist dabei nicht so wichtig.

> Die Sensorgröße von Planetenkameras kann wegen der äußerst kleinen Winkelausdehnung von Planeten sehr bescheiden sein. Eine Planetenkamera sollte aber zur Reduzierung von atmosphärischem Seeing schnelle Bildfolgen von sehr kurzbelichteten Einzelframes produzieren können.

> Was Du dafür allerdings gar NICHT brauchst, ist Guiding. Das brauchst Du in der Regel nur bei Langzeitaufnahmen von Deep-Sky Objekten, damit die Sterne schön rund bleiben, nicht aber für Videos von Planeten!

(2) Deep-Sky

> Hierfür brauchst Du je nach Größe der abzubildenden Objekte eine Optik mit relativ kurzer Brennweite und vernünftiger Lichtstärke, für den Anfang z.B. ein 200 mm Photoobjektiv mit f/4.

> In der Regel brauchst Du dafür eine stabile parallaktische Montierung mit automatischer Nachführung.

> Die Stundenachse muss dabei möglichst genau auf den Himmelspol ausgerichtet werden.

> Bei längeren Einzelbelichtungen oberhalb von 1 Minute ist dann (zur Vermeidung von Strichspuren) gewöhnlich auch Guiding erforderlich.

> Die Sensorgröße der Kamera bestimmt zusammen mit der Brennweite der Optik die Größe des aufgenommenen Bildfeldes am Himmel. Für Deep-Sky werden dafür häufig gewöhnliche DSLR-Kameras mit APS oder Vollformat eingesetzt, auch astromodifiziert zur Erhöhung der Rotempfindlichkeit.

Soweit zu den wichtigsten Punkten. Wie man sieht sind die technischen Anforderungen für (1) und (2) völlig verschieden.

Ich hoffe, das hilft zur weiteren Orientierung. Die Aufnahme und Bildbearbeitung von Planeten hast Du ja bereits gut im Griff.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:

Sasch600xt

Mitglied
Hallo Peter,

das hilft alles schon sehr :)
Meine weiterführende Frage wäre nun, ob ich mit der ZWO ASI 178 MC Color auch Deepsky machen könnte ?
Vorausgesetzt wäre natürlich ein anderes Teleskop mit eventuellem Guiding.
Die Kamera wurde nicht speziell als Planetenkamera beworben, sondern soll auch Deepsky können (gerade wenn man sie schön kühlen kann sind wohl langzeit Belichtungen möglich)
Der Hintergrund der Frage ist, das ich keine DSLR habe.

Vielen Dank für die Antworten und liebe Grüße
Sascha
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Sascha,

die Fahrt ins Dunkle ist für Planeten auch egal, spannend ist aber die Fahrt "in ausgeglichene Thermik", also raus aus den Betonklötzen.
Hier mal Lesefutter zu den Foto-Umständen: Einsteiger-Astrofotografie

Meine Erfahrung mit den "reinen Foto-Einsteigern" ist, dass es da ein großes Potenzial gibt, mangels sonstiger Kenntnisse über den Sternenhimmel nur Frust zu schieben. Ich glaube aber nicht, dass das bei Deinem Willen zum Experimentieren so sein wird. Trotzdem möchte ich die Anmerkung hier einbringen. In meinem Umfeld kursiert da so der Satz "ich möchte heute den Orionnebel fotografieren", ausgesprochen von einem reinen Foto-Einsteiger nach der Beschaffung von Ausrüstung für etwa 2500 Euro, um den 15. Mai herum. Das ist halt nur zum Teil witzig. Man kann so Bauchlandungen auch beim Aussuchen einer Foto-Optik machen, wenn man nicht weiß, welche Optiksysteme fotografisch geeignet sind. Fotografisch für Deepsky einen Achromaten als Allrounder anzusehen ist... in meinen Augen... zum Beispiel Blödsinn.
Wie wäre es denn mit Anschluss suchen zu einer Truppe Sternfreunde, die auch fotografisch aktiv sind?

Clear Skies
Sven
 

Mr. Spock

Mitglied
Hallo Sascha,

ich bin genau so Anfänger in Sachen Astrofotografie ... nein, eigentlich bist Du viel weiter. So einen schicken Saturn/Jupiter habe ich bisher noch nicht :). Auf jeden Fall stand ich auch vor dem gleichen Problem. Stellarium ist zur Simulation des Bildausschnitts sehr anschaulich, mir hat dann aber ein anderer Ansatz auch geholfen:

Zunächst: Wir sind uns einig, dass der Bildausschnitt (ohne Barlow & Co) nur von der Brennweite und der Sensorgröße abhängt, richtig? Wenn "alpha" der Betrachtungswinkel ist, "b" die Brennweite und "s" eine beliebige Strecke auf dem Sensor, dann gilt: "tan(alpha/2) = s/2b" ... und nach dem Betrachtungswinkel aufgelöst: "alpha=2*arctan(s/2b)". Das habe ich nun in eine Excel-Liste übertragen mit "s" für verschiedene Breiten und Höhen diverser (DSLR- / Astro-) Kameras.
Dazu habe ich aus Wikipedie die "Liste der hellsten Galaxie" (Liste der hellsten Galaxien – Wikipedia) in die Excel Datei kopiert und die Spalte "Ausdehnung" etwas hin und her formmatiert. Mit einer "bedingten Formatierung" sehe ich nun farbig markiert auf einen Blick, (a) welche der 135 aufgeführten Galaxien ich (b) mit welcher Brennweite/Kamera-Kombination (c) wie passgenau ich knipsen kann (<10% = gelb, 10-90% = grün, >90% = rot). Das ist ein ziemlich bunter Fleckenteppich und wenn bei einer Kombination viel "grün" zu sehen ist, dann wäre das ein Kandidat, der viele Möglichkeiten der DeepSky Fotografie bietet. Wenn man dann die Liste noch filtert und sortiert (z. B. nach Deklinationswinkel, Helligkeit) dann kann man da viele Informationen mit einem Blick heraus holen

Nur so als Anregung ... für lang Abende mit bewölktem Himmel :)

Ciao
Peter
 

komposer

Mitglied
Hallo Sascha,

DeepSky ist mit der Kamera möglich, ich verwende da die Asi120mc mit noch kleinerem Sensor.
Allerdings ist das eigentlich für Planeten gedacht, denn der Chip ist immer noch ziemlich klein. Und jetzt kommt Stellarium ins Spiel. Ich wollte auch keine extra Kamera anschaffen und habe dann die Daten dort eingegeben und nach passenden Brennweiten gesucht. Im Bereich M42 Objektiven bin ich zuerst fündig geworden. Die lassen sich mit Adapter anbringen. Das Sonnar 135mc konnte ich dann für ca. 50 Euro ergattern und erste brauchbare Ergebnisse erzielen. ISt natürlich eine Low Busget Lösung bei der man Abstriche in der Qualität machen muss. Danach kam die Idee mit dem Netwon Selbstbau. Die geringste Brennweite, die ich finden konnte war ein 76/300mm Mini Dobson. Da passen noch sehr viele Deepsky Objekte auf meinen kleinen Sensor.
Für bessere Qualität wäre bei der Kamera ein kleiner APO mit geringer Brennweite denkbar.
Dann brauchst Du auch nicht so eine teure Montierung. Ich verwende meine uralte EQ2 Montierung mit selbst gebastelten Nachführmotor.

Also mit Selbstbau geht es auch günstig aber wie sieht es da nun mit dem Budget aus ?

Gruß,
Holger
 

Sasch600xt

Mitglied
Also Svens Idee mit dem finden einer Truppe Sternenfreunde finde ich SEHR GUT !
Das schoss mir die Tage auch schon durch den Kopf.
Das wäre in meinem Fall dann zwischen Darmstadt und Mannheim.

Zur Frage nach dem Budget von Holger:
Das ist schwierig zu beantworten.
Sage ich, mein Budget ist 1000 Euro, und ich merke dann, das dass zu wenig ist, habe ich Schrott für 1000 Euro gekauft, was mir keine Freude bringt.

Ich finde es immer etwas naiv, wenn Anfänger schreiben: "Ich möchte eine Küche aus Edelstahl und habe 500 Euro Budget, wer kann helfen ?"

Kostet eine Starterausrüstung für Astrofotografie 2 oder 2,5 Tausend Euro muss darauf eben etwas länger gespart werden.

Natürlich kann ich keine 10.000 Euro ausgeben, aber man muss sehen, was eine Ausrüstung kostet, mit der vernünftige Resultate möglich sind, und mit der ich wachsen kann. Am Anfang werde ich natürlich das "schwächste Glied in der Kette" sein, aber dann kann ich mich auch verbessern.

Generell würde ich mich auf ein paar Bilder von Galaxien freuen.
Das 127/1500 Teleskop bleibt ja in der Familie, so sind also weiterhin Planetenaufnahmen möglich.

Die Andromeda ist ja enorm groß, ich denke, dafür wollte ich jetzt am Anfang kein extra Objektiv kaufen.
Eventuell wäre ja eine Brennweite für mich ideal, mit der ich schon ein paar verschiedene Galaxien aufnehmen könnte ?

@holger:
Selbstbau betreibe ich auch, nur nicht in deiner Liga :) Bei mir ist es eine Peltierkühlung oder auch die Stromversorgung für die Nächte. Eine Optik oder eine Nachführung wollte ich nicht selber bauen. Aber ganz großen Respekt vor deinem "Daniel Düsen - TRIEB" :)

@Peter
Das sind auch tolle Ansätze mit der Excel Liste, ich bin ja auch so ein kleiner Statistiker :)

@sven
Ja, nicht alles ist in jeder Nacht zu sehen :) Das finde ich gerade die Software "Stellarium" toll, da ich mich vorher informieren kann, was demnächst oder schon heute Nacht gut zu sehen ist. Das beugt Enttäuschungen vor :)

Klar ist momentan auch ein wenig Frust dabei, aber dadurch lerne ich. Wäre Astrofotografie so einfach, hätte wohl jede Hausfrau ein paar selbst geschossene Bilder am Kühlschrank :)

Sehr Hilfreich und Frust abbauend finde ich eure Ratschläge hier, gerade BEVOR ich Geld ausgebe !

Liebe Grüße
Sascha
 
Zuletzt bearbeitet:

komposer

Mitglied
Hallo Sascha,

deswegen mein Hinweis, ein kleiner Apo auf einer EQ3 mit Nachführmotoren und der vorhandenen Asi Kamera könnte ein Einstieg sein. Mal sehen was andere da empfehlen.

Gruß,
Holger
 

mbba18

Mitglied
Hallo Sven,

Deine Aussage
Fotografisch für Deepsky einen Achromaten als Allrounder anzusehen ist... in meinen Augen... zum Beispiel Blödsinn.
bezog sich wohl auf das was ich geschrieben hatte ;).
Als, sagen wir mal vorsichtig (damit ich keine Schelte von anderen bekomme ;)), Allrounder nutze ich meinen 120/1000 oder den 127/1200 Achromaten.
Du hast bestimmt recht, das als Blödsinn zu bezeichnen, denn mir ist klar, dass das keine Allrounder sind.
Deshalb ja auch meine vorsichtige Umschreibung ;).
 

RaBaeh

Mitglied
Hallo Sascha,
ein Freund von mir ,Joschi, macht mit der ASI 178 wirklich tolle Fotos. DeepSky und Planeten.Schau dir mal seine Ergebnisse auf Astrobin an.
Da steckt aber nicht nur Equipment dahinter sondern auch viel Erfahrung und Können ;)

Grüße Rainer
 

P_E_T_E_R

Mitglied
Meine weiterführende Frage wäre nun, ob ich mit der ZWO ASI 178 MC Color auch Deepsky machen könnte ?
Ja, natürlich geht das, zumal Deep-Sky Objekte ja in einer breiten Palette von sehr verschiedenen Winkelgrößen daherkommen.

Die ASI 178 hat eine Sensorfläche von 7,4 x 5 mm. Man muss halt schauen, was für Objekte da drauf passen. Viele planetarische Nebel sind (wie der Name ja bereits andeutet) sehr klein. Der bekannte Ringnebel in der Leier (M57) misst nur 1,4' x 1,0'. Selbst der Hantelnebel M27 ist mit 6' x 8' noch recht klein. Auch die bekannte "Whirlpool" Galaxie M51 misst nur 7' x 11'.

Für den Anfang wäre die vorhandene Kamera also auch für solche Objekte gut geeignet.
 

Sasch600xt

Mitglied
Das ist schon mal super !

Für Planeten ist die Kamera ja auch toll.
Dann brauche ich nicht gleich noch eine Kamera für Deepsky, sondern kann mich mal nach einer parallaktischen Montierung und einem Teleskop mich kleinerer Brennweite umsehen.

Vielen lieben Dank
Sascha
 

RaBaeh

Mitglied
Hallo Sascha,

ich weiss nicht, ob du dir die Astrobin Seite mal angesehen hast, Joschi benutzt füt die Nebelgebiete oft ein Fotoobjektiv...

Grüße Rainer
 
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