Bresser-Messier Einsteiger-Teleskop

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alberto2000

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Hallo

Ich bin Neuling in der "Szene", bin jedoch darauf festgelegt Zeit und Mühe zu investieren und mich in die Materie einzuarbeiten. Ich bin technisch versiert sowohl in Elektronik als auch Mechanik und fotografiere auch schon seit langem mit einer Nikon DSLR als auch 35mm.

Die Bresser-Messier Produkte machen mir einen soliden Eindruck (bitte korrigieren falls dem nicht so ist) und ich würde gerne mit einem "lokalen" Hersteller gehen da mir direkter Support und kurze Transportwege wichtig sind.

Hier meine Vorstellungen:

- "Allround-Teleskop"
- Planeten, Mond, sowie Deep Sky
- Mobilität ist wichtig, werde es raus auf's Feld tragen
- Erweiterbarkeit ist mir wichtig, möchte es für einige Jahre behalten
- Fotografie-kompatibel (Nikon D7000)
- Produktionsqualität ist mir wichtig
- Tripod muss nicht motorisiert sein, sollte aber mit solchem nachrüstbar sein
- Werde es jedoch hauptsächlich visuell einsetzen bzw. ohne Kamera
- Budget max. €1000 (inkl. Filtern, 1-2 zusätzlichen Eyepieces, ...)

Ich hatte das Messier NT-150s angeschaut das man mit EXOS-2 Tripod für €600 kaufen kann. Ist das völlig danebengegriffen? In diesem Thread https://www.cloudynights.com/topic/572885-new-telescope-bresser-messier-ar-102-f45/page-9 sagen verschiedene Leute, dass auch das neue Messier AR-102xs für Einsteiger als Allround-Teleskop fungieren kann, wenn auch nicht speziell dafür gemacht...

Bin für jede Hilfe dankbar! Und entschuldigt meine eventuelle Laien-Naivität :)

Grüsse aus Basel
 
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Hallo Alberto,

kurz und knapp: ein Teleskop welches deinen Anforderungen genügt gibts nicht. Punkt.

Bresser ist kein "lokaler" Hersteller. Hergestellt wird in dem Preissegment in China und Taiwan. Wenn Du das nicht willst, dann bleibt Japan (z.B. Takahashi, Borg). Diese findest Du bei Astroptik Kohler (AOK Swiss) bei Dir in der Schweiz. Lokaler gehts nicht.

Du musst Dir erstmal klar werden was Du willst. Um die Milchstraße zu fotografieren reicht eine kleine Reisemontierung und deine Fotoobjektive der Nikon. Die Reisemontierung wie Skywatcher, Vixen etc. kosten um die 300 Euro und Du kannst Deine Objektive bis ca. 200mm Brennweite verwenden. Da geht dann schon was im DS Bereich.
Falls Du gleich größer Einsteigen willst und eine "richtige" Montierung kaufen willst, die auch was taugt, um ein Teleskop für fotografische Zwecke nachführen zu können, so kostet diese alleine schon 1000 Euro (aufwärts).

Visuell zählt Öffnung. Ein von Dir erwähnter 4" Achro (102mm), ist kein Allroundgerät. Es gibt überhaupt keine Allroundgeräte. Das ist ein Mythos. Der 4" Achro ist für Widefeldbeobachtung und auf keinen Fall für Planetenbeobachtung geeignet. Fotografisch geht damit auch nicht viel. Deine Nikonobjektive sind da wahrscheinlich optisch um längen besser. Es sei denn Du willst Schmalbandfotografie machen, aber das ist für einen Anfänger zu aufwendig. Du musst ja erstmal die Grundlagen kennenlernen.

Du schreibst 1-2 Okulare. Das reicht nicht, wenn Du visuell was sehen willst. Als Einstieg wären 3 Okulare sinnvoll: Übersicht - Mittlere Vergrößerung und hohe Vergrößerung. Für Planeten brauchst Du 200x und mehr, damit Du auch was siehst. Angaben wie von Bresser, dass dieser Achromat 200x kann ist schlicht und ergreifend Blödsinn. Er kann es nicht. (Ich hab den SW 102/500).

Von einem von Dir verlinkten 6" Newton auf einer parallaktischen Montierung (das wird immer gern als Einstiegsgerät angeboten) halte ich auch nichts. Der Okularauszug beim Newton kann nicht um die Tubusachse rotiert werden. Der Stellung des Tubus verändert sich aber je nach Ausrichtung auf das Objekt am Himmel. D.h. entweder verrenkst Du dir den Hals oder Du musst den Tubus in den Schellen drehen, damit Du einigermaßen bequem beobachtest.

Deshalb: Überdenk deine Anforderungen nochmal. Ein Budget von 1000 Euro für visuelle und fotografische Ausstattung ist eh zu wenig.

Viele Grüße

Matthias
 
Hallo Alberto,

Günter hat dir ja in dem anderen Faden schon ordentlich Lesestoff verlinkt, dennoch möchte ich hier noch mal meinen Senf dazu geben...

Support ist das eine, kurze Transportwege das andere. Die meisten Anbieter, die sagen wir mal "das untere Preissegment" bedienen, lassen (wie Matthias schon schrieb) in China/Taiwan produzieren. Andere Anbieter, wie Takahashi, Borg, ASA, Avalon entweder in Japan, oder aber sogar hier in Europa, allerdings zu einem Preis, der weit jenseits deines genannten Budgets liegt.

Zu deiner konkreten Anfrage. Ich nutze seit Jahren Bresser/Meade Produkte und muss sagen, dass mir von der mechanischen Seite betrachtet, die EXOS-2 sehr gut gefällt. Die Handsteuerbox bzw. deren Software ist allerdings extrem gewöhnungsbedürftig und die Montierung lässt sich nicht per PC steuern. Wenn du dir also eine EXOS-2 OHNE Goto zu beginn kaufen möchtest, halte ich die Wahl für recht geschickt, denn das Goto-Set von Skywatcher (Synscan) passt auch für die EXOS-2 allerdings muss man wohl an den Plastikgehäusen der Motoren etwas "pfuschen". Vorteil der Synscan ist die meiner pers. Meinung nach ausgereiftere Software und die Möglichkeit das ganze auch per PC zu steuern, gerade wenn man Astrofotografie betreiben will ein nicht zu unterschätzender Aspekt.

Zum Teleskop hat Matthias dir ja schon was geschrieben. Einen 6" Newton habe ich auch, allerdings fristet der seit Jahren ein "Schrankdasein", da dieses Gerät sowohl visuell wie auch fotografisch für mich nicht Fisch nicht Fleisch ist. Visuell musst du den Tubus drehen können (auf einer parallaktischen Montierung) damit du entspannt einblicken kannst und fotografisch sind 750mm zum einen schon eine Herausforderung an die Nachführung und zum anderen aber für viele große Nebel schon zu eng.

Daher würde ich auch auf jeden Fall dazu raten visuelle Beobachtung und Fotografie zu trennen!

An deiner Stelle würde ich über einen gebrauchten Dobson und eine "Reisemontierung" nachdenken, sofern du in erster Linie beobachten willst, oder aber direkt ne gebrauchte EXOS-2 mit GOTO bzw. eine gebrauchte NEQ5 mit Motoren und ST4-Schnittstelle zusammen mit einem kleinen gebrauchten ED APO zum Fotografieren auf die Shopping-Liste setzen. Ich pers. "vertreibe" mir die Zeit während die Kamera läuft auch schon mal mit einem Fernglas.

Hier: https://13parsec.de/index.php/einsteiger-guide/einsteiger-guide?showall=1&limitstart= habe ich mal EINEN Weg aufgezeigt, wie man sich dem Thema Astrofotografie nähern könnte.
 
Hallo Matthias

Vielen Dank für die informative Antwort. Ich weiss, hier gibt es wohl kein "perfect match" - dies war auch eher als Schuss in's Blaue gedacht. Von hier aus muss ich nun eingrenzen und ausschliessen.

Leider kann ich wirklich max. € 1000 - allerhöchstens € 1500 ausgeben. Mehr geht auf keinen Fall. Darum ist mir die Erweiterbarkeit ja auch so wichtig, damit ich eventuell später nachrüsten kann.

Es ist mir klar dass in diesem Preissegment Kompromisse gemacht werden müssen. Als Profi kann man damit wohl gar nicht mehr umgehen und empfiehlt halt eben teurere dafür bessere Geräte. Leider hat nicht jeder das Budget dazu. Und als Einsteiger bin ich auch darauf vorbereitet, nicht das non-plus-ultra von Technik zu bekommen.

Nun, welche Geräte von zB Takahashi oder Borg kämen in Frage? Dies wären dann wohl Refraktoren, oder? Und so wie ich gelesen habe sind die eh viel zu teuer für mein Budget?

Das mit dem potentiellen Kopfverrenken könnte ich als Einschränkung hinnehmen. Ich bin noch einigermassen jung und eben, irgendwo muss ich halt einfach Abstriche machen...

Und wie gesagt, die Fotografie ist für mich erstmal zweitrangig. Es geht mir mehr um's visuelle Beobachten.

Danke!
 
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Hallo Alberto,

nicht, das Du mich falsch verstehst. Ich habe Dir keinen Takahashi empfohlen. Das war nur ein Beispiel für Geräte die keine Chinaware sind. Für einen Einsteiger halte ich so ein Gerät - angesichts deines Budget - für ökonomisch unvernünftig.

Ich schrieb, wenn Du visuell beobachten willst und Planeten und Deek sky beobachten willst, brauchst Du Öffnung! Ein 8" Dobson ist hier der Einteiger-Standard und wird immer wieder gerne empfohlen. Erweitern würde ich nicht das Gerät, so wie Du dir das vorstellst sondern deinen optischen Fuhrpark. Es gibt kaum ernsthafte Amateure, die nur ein Teleskop haben. Das hat Gründe. Für den 8" Dobson (z.B. von ICS den Galaxy) bist Du mit 3 Okularen plus anständigen UHC oder OIII Filter bei ca. 1000.- dabei. Sternkarte wie Deep sky Atlas noch dazu. Hast Du ein Auto? Oder wo möchtest Du beobachten?

Grüße
Matthias
 
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Hallo Alberto,

nein, der Preis bezieht sich nur auf die Optik, mit der abgebildeten EM-11 bist du dann bei ca. 5.000 €....

Matthias hat es ja auch schon auf den Punkt gebracht, ein solches Gerät kaufen die wenigsten Einsteiger, auch wenn es hin und wieder sogar gute Gründe gäbe, aber diese Instrumente sind hier nur einmal aufgeführt, weil du kurze Transportwege haben wolltest, quasi als Kontrastprogramm.

Wenn es dir wirklich in erster Linie um das visuelle Erlebnis geht, dann wie oben schon geschrieben: 8" Dobson, ordentliche Okulare und eventuell ne Star Adventurer um nebenbei ein paar nette Milchstraßenbilder zu machen mit geringer Brennweite.
 
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Oh wow. Ok also ich hab kein Auto und auch keinen Führerschein. Ich muss in der Lage sein das Gerät in einem Koffer und das Tripod per Hand, evtl. zu zweit, auf dem Fussweg mitzunehmen. Ich wohne am Stadtrand und es gibt hier einige Orte die sehr ländlich sind und per Fuss in 30min erreichbar.

Das 8" Dobson kommt somit nicht in Frage, das ist ja massiv gross. Es muss also ein Refraktor oder Reflektor sein... ist das somit korrekt?
 
Du unterschätzt die größe und das Gewicht einer Montierung!

Am besten wäre es, wenn du dich mal live von diesen Geräten "beeindrucken" lassen würdest. Gibt es in deiner näheren Umgebung eine Volkssternwarte, Verein, Astrostammtisch?.

Ein kleiner Refraktor ist zwar leicht zu tragen, aber bei der Montierung kommen schon mal schnell 20kg und mehr zusammen. Da ist ein 8" Dobson mit Rockerbox nicht wirklich schwieriger in Sachen Transport. Als Alternative gäbe es ja auch noch Reisedobsons, die in Gitterrohrbauweise sehr leicht zu transportieren sind (dafür aber recht teuer).

Und wenn du per Pedes das ganze Geraffel 30min lang schleppen musst, dann sind die 80kg, die ich an Fotogeraffel jahrelang "nur" in den Garten geschleppt habe, wohl kaum zumutbar...
 
Hi Alberto,

nur zu Fuß unterwegs könntest Du über ein Vixen R130Sf auf einer Porta II Montierung nachdenken. Das kann man noch einigermaßen gut tragen. Die kannst Du dann z.B. mit einen Polarie Star Tracker und der Polarie Wiege (#35512) nachrüsten. Ich persönlich habe jedoch keine Erfahrungen mit den Geräten, außer mit dem APP-TL130 Stativ, was ich für dafür ausreichend aber nicht überdimensioniert halte. Vixen glänzt mit durchdachten Features, wie z.B: der Polarie Wiege, hat jedoch auch seinen Preis.

Viele Grüße,
Marcus
 
Hi Markus & Marcus, vielen Dank für eure Antworten :) ja es gibt hier in Basel die Sternwarte und einen entsprechenden Verein, eventuell schaue ich da mal vorbei.

Von der Grösse und Gewicht scheint mir eben doch ein Reflektor in dieser Richtung etwa hinzukommen: https://www.bresser.de/en/Astronomy/Telescopes/Messier-NT-203s-800-EXOS-2-EQ5.html aber wie gesagt, nicht ideal für Planeten- und Mond-Beobachtung?

Ansonsten wie von Marcus empfohlen das Vixen 130sf mit Porta II Mount: https://www.bhphotovideo.com/c/prod...Optics_39954_R130Sf_Telescope_with_Porta.html

Was spricht beim Vergleich der beiden Modelle für bzw. gegen das eine/andere? Das Messier hat eine grössere Brennweite und Öffnung, oder?
 
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Hallo Alberto,

ja, ganz ganz wichtig: schau dir erst einmal die von dir angestrebten Objekte durch die verschiedenen Geräte an.

Eine Sternwarte, ein Verein oder ein Teleskop-Treffen sind die richtigen Anlaufstellen dafür.
Nicht, daß du dir zuviel davon versprichst, was man mit diesen Geräten sehen kann.

Als ungeübter Beobachter sieht man noch nicht so viel, wie wenn man schon Beobachtungserfahrung hat, aber auf gar keinen Fall wirst du sehen, was auf lange belichteten oder verarbeiteten Fotos zu sehen ist.

Und dann erst überdenke deinen Entschluß 1000 oder mehr Euros auszugeben.
Du wirst dann ahnen, das dies erst die erste Rate war.

Überdenke deine Beobachtungssituation.
Vielleicht ist es doch sinnvoll zuerst auf einen Führerschein zu sparen.

Bevor du in Astrogeräte-Katalogen stöberst.

Wenn du direkt vor der Haustür beobachten kannst, geht natürlich ein 8"/1200mmn Dobson, möglichst gebraucht erworben, um gleichmal loszulegen. Dann ist auch erstmal nicht so eine hohe Investition nötig - teuer genug wird das Hobby ganz von selbst, dennoch.

Grüße

*entfernt*
 
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Hallo,

der NT200 ist ein Photonewton und hat ein sehr großes Öffnungsverhältnis (im Photosprech hat er Blende 4 ) ist also sehr lichtstark ausgelegt und stellt auf Grund dessen bei visueller Beobachtung sehr große Anforderungen an die Okulare (teuer!) und an die Justage. Das ganze Geraffel wiegt 30kg! Visuell würde ich eine Öffnungszahl von 5 oder 6 bevorzugen, als ein z.B. 200/1200 Dobson.

Da Du kein Auto hast und händisch das Zeug rumschleppen musst ist der azimutal montierte (Porta) 5" Newton wohl eine Alternative.

Aber bitte: Geh in die Sternwarte!

Matthias
 
Hi Dietrich und Matthias, danke auch für eure Hilfe.

Als erstes Teleskop möchte ich eines haben, das ich wie gesagt gut per Hand bzw. zu zweit zu Fuss transportieren kann. Ich werde es hier in der Umgebung einsetzen, sowohl auch auf kleinere Ausflüge zB. zu meinen Eltern in die Berge mitnehmen (da fährt man mit dem Zug hin). Ein riesiges Dobson kommt somit nicht in Frage, deshalb tendiere ich ja momentan zu den Bresser-Messier und Vixen Reflektoren inkl. Montierung und Tripod.

Was hält ihr von diesem: https://www.bresser.de/en/Astronomy...NT-150S-750-Hexafoc-EXOS-2-EQ5-Telescope.html

150mm Öffnung, 750mm Brennweite. Der Preis ist tief genug sodass ich ein paar gute Okulare dazu kaufen könnte und auch Filter?

Und dann natürlich von MediaMarkt ein Angebot :) Celestron Astromaster 130eq:
https://shop.mediamarkt.ch/de/foto-...kope/celestron-astromaster-130eq/idpivhh1yj5y
 
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Hallo Alberto,

um das nocheinmal in aller Deutlichkeit zu sagen, ein 6" Newton, so wie du ihn dir vorstellst ist und bleibt ein 6" Newton, egal ob du ihn auf eine parallaktische Montierung packst oder auf eine Rockerbox als Dobson! Die meisten Rockerboxen der Dobsons kann man mit wenigen Handgriffen zerlegen und deutlich! einfacher transportieren als einen Montierungskopf mit Stativ und Gegengewichten und Energieversorgung und...

Daher der wirklich gutgemeinte Rat, geh zur Sternwarte!
 
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Liefergewicht: 40kg
bei 600€ Teleskop-Preis ist nicht viel Spielraum für Zubehör.

Schau' erstmal durch einen 150mm Spiegel, damit du weist, was man damit sieht.

Wirklich!

Grüße

*entfernt*
 
Servus Alberto,
erinnere mich noch gut daran, wie ich einen 6" Newton mit parallaktischer (EQ-)Montierung in einen Autofreien Urlaub nach Stromboli mitgenommen habe. Vom Schiff zum Haus tragen, das war wie eine kleine Kreuzigung. Ein Dobson, mit 8" ist eher einfacher zu transportieren. Womöglich ein zerlegbarer Gitterrohr-Dobson. Die mit Bresser verbandelte Firma ES hatte letztens einen 10" f5 Gitterrohrdobson für 600,- im Angebot. Da wäre dann sogar noch Luft für 1-2 Okulare und irgendwelches Zubehör.

CS
Gottfried
 
Servus,

Deep Sky zu Fuß mehr als ein paar 100m.
Also: Viel Öffnung und leicht zu tragen

Ich werfe ein gebrauchtes C8 mit dem good ole 0.63-Reducer auf ner azimuthalen Montierung ins Rennen.

Vorteil: gut Öffnung, leicht, kompakt, okularunkritisch.

Ein Startracker würde auch noch aufs Stativ passen. Geht halt nur wechselweise.

Nachteil: kleineres Gesichtsfeld (soll aber Leute geben, die die Zeit vor den Ethos-Okularen überlebt haben ;) ), evtl. Tauanfällig.

Vor nem Newton auf parallaktischer Montierung rate ich ab. Auch bei 6 Zoll noch ziemlich umständlich zu transportieren, mit 5Zoll sieht man grad als Anfänger einfach zu wenig.

Grüßlis

Klaus
 
wäre mir bei der Öffnung zu langbrenn-weitig. Eine parallaktische Montierung länger tragen ist wirklich unangenehm: Du musst ja noch Gegengewichte mitnehmen
 
Danke Markus. Ja ich gebe zu ich mag es nicht recht akzeptieren, die Messier mit EXOS-2 aufzugeben. Dennoch glaube ich nicht, dass das Dobson das du vorschlägst einfach zu transportieren wäre... wenn es auch (ein wenig) leichter ist, es ist riesig... https://www.youtube.com/watch?v=1jAFiJ98ipA
 
Hallo Alberto,

na "gehen" tut alles irgendwie... Es gibt von Geoptik Taschen für Teleskope, so dass du dir auch nen dicken Newton wie einen Rucksack auf den Rücken schnallen kannst und es gibt auch Trollies, in die man die EXOS-2 mitsamt eines Powertanks packen kann, das Stativ muss dann halt quer drüber geschnallt werden, aber im Gegensatz zu dem von mir verlinkten Gitterdobson ist das meiner Erfahrung nach aufwendiger... und vor allem bekommst du deutlich mehr Öffnung zum beobachten und versenkst nicht enorm viel Geld in eine Montierung die du nicht zwingend brauchst und vor allem nicht Unsummen für Taschen/Trollies...
 
servus,

damit meine ich, dass du dich schwerer tun wirst, lichtschwache objekte bei geringer vergroesserung anzusehen.

gruesslis
 
servus,

ahem, also ne exos 2 mit 14kg ist zu schwer, aber ein 10 zoll dobs bei dem der spiegelkasten allein genausoviel wiegt aber viel unhandlicher ist, ist super? Und ein herkoemmlicher dobson in 8zoll auch?
Sorry jungs, als ich das geraffel noch geschleppt hab hat sich das anders angefuehlt.
Vielleicht nochmal lesen, dass der threadstarter gerschrieben hat, dass er bis zu 30min gehen muss.
Und dann sind auch die tollen roten geoptik-taschen fuer den newton-tubus nicht mit nem ergonomisch gepolsterten rucksack vergleichbar.
Ihr scheint ja ziemlich schmerzfrei zu sein ...

An den threadstarter: fahr auf jeden fall in ein geschaeft und probier das aus.

gruesslis

klaus
 
Zitat von KlausTietzel:
servus,

damit meine ich, dass du dich schwerer tun wirst, lichtschwache objekte bei geringer vergroesserung anzusehen.

gruesslis

Hi Klaus, wäre dieses Newtonian Reflektor empfehlenswerter um auch lichtschwache DSOs betrachten zu können? 203mm Öffnung auf 1000mm Brennweite, F/5
https://www.bresser.de/en/Astronomy...NT-203-1000-Hexafoc-EXOS-2-EQ5-Telescope.html
Ist auch günstiger als das CST, aber auch grösser und wohl schwerer...

Dies ist das CST das ich bisher in Betracht zog, 152mm Öffnung auf 1900mm Brennweite, F/12.5
https://www.bresser.de/en/Astronomy/Telescopes/BRESSER-Messier-MC-152-1900-Hexafoc-EXOS-2.html
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Alberto,

für alle Geräte, die du hier vorgestellt hast, gilt meine Frage: Hast du genug Platz zuhause, um sie aufzustellen. Ein guter Platz könnte hinter/neben einem Sofa sein. Denn sie werden wohl kaum dein Haus verlassen und zur Beobachtung dienen.

Unter den Voraussetzungen, die du schilderst, sind die weder für dich transportierbar, noch wirst du sie sinnvoll nutzen können.

Ich rate dir dringend, Kontakt, persönlichen Kontakt zu anderen Beobachtern aufzunehmen. Im Rahmen von astronomischen Vereinen und Teleskoptreffen. Damit du in persönlichen Kontakt mit der Beobachtungspraxis kommst.

Es nützt gar nichts, den Katalog der Bresser-Geräte durchzugehen, um nach einem für dich brauchbarem Gerät zu suchen, bevor du für dich abgeklärt hast, was überhaupt in deiner Reichweite liegt.
Sowohl bei den beobachtbaren Objekten, wie auch in der geräteseitigen Dimension. Und dem zeitlichen Aufwand, den du zu treiben in der Lage bist.

Vielleicht ist es sinnvoll, erst einmal gar kein eigenes Beobachtungsgerät anzuschaffen und bei anderen Sternfreunden mitzutun. Dadurch kannst du dir einen Überblick über verschiedene Beobachtungsansätze schaffen.
Und vielleich erübrigt sich dadurch auch dein Transportproblem erst einmal, bis du selbst einen Führerschein und ein Auto hast, denn das scheint mir bei allem anderen, was sonst noch auf der Strecke zur astronomischen Beobachtung liegt, eines deiner Hauptprobleme zu sein, wenn du nicht von zuhause aus beobachten kannst oder willst.
Und dann wären die ersten tausend €/Franken schon gut angelegtes Geld.

Grüße

*entfernt*
 
Servus,

geeignet schon, ob du die noetigen okulare bezahlen kannst bzw. mit guenstigen aternativen zufrieden bist ist ne andere frage.

Wie dietrich schon sagt: Du musst das zeug tragen. Hast du schon mal ausprobiert nen rucksack mit sagen wir 15kg aufm ruecken und noch 1-2 taschen in der hand nachts bei dunkelheit und leichten minusgraden 30min lang durch die gegend zu tragen?

Ich persoenlich kann mir noch vorstellen 15kg in nem bequemen rucksack verpackt ohne weitere taschen so zu transportieren. Du musst ja auch noch zubehoer und stuehlchen mitnehmen, dann darf teleskop+unterbau nicht mehr als 10kg wiegen und es muss kompakt sein, so dass alles schnell in den rucksack reinflutschen kann.

An oeffnung waeren 8zoll wuenschenswert - ich kenn nur das c8 was sowas leisten koennte. Der leichteste 8-zoeller aufm markt.

Ansonsten eben 6zoll oeffnung.

gruesslis

klaus



 
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