C14 vs Mewlon 300

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Eike

Aktives Mitglied
Guten Morgen Zusammen,

ich habe schon mit vielen Instrumenten beobachtet und bin in der Regel als Planetenbeobachter unterwegs, ab und an aber auch als Galaxienjäger. Aktuell beobachte bzw nehme ich mit einem Mewlon 250 oder Takahashi FS 128 auf einer Takahashi NJP auf.

Ich möchte aber mehr Details auf den Planeten (visuell und fotografisch).

Wie sind Eure Erfahrungen und Meinungen bzgl C14 vs Mewlon 300 (hat jemand schon einen direkten Vergleich gemacht?). Ich bin recht verwöhnt vom Mewlon 250 was die Abbildungsleistung angeht und möchte hier eigentlich auch keine Kompromisse eingehen. Auf der anderen Seite sehe ich inzwischen viele hier im Forum, die mit dem C14 unterwegs sind und klasse Aufnahmen machen.

Ich kenne aus der Vergangenheit die Schmidt Cassegrains als guten Kompromiss zwischen Preis und Öffnung. Die Abbildungsleistung, gerade visuell hat mich nicht gerade überzeugt. Das war alles irgendwie matschig und nicht so kontrastreich. (Ist auch schon ein paar Jahre her und ich hatte seinerzeit Vergleiche mit einem Intes MN61 bzw. Intes Micro MN78)

Kann da jemand was zu sagen?

Viele Grüße
Eike
 
Hi, ganz klar Mewlon 300.
Allerdings bekommst du für weniger Geld auch schon einen leistungsstärkeren großen Dobson.
CS Mike
 
Hallo Eike,

Ein Mewlon 300 ist ein Klasse Gerät. Ich hatte auch bereits ein Mal das Vergnügen, bei optimalen Verhältnissen in Florida Planeten damit zu schauen. Jedoch gibt es hier und da auch sicherlich gute C14. Bezüglich der Streubreite der optischen Qualität wirst aber bei den C14 deutlich mehr Glück benötigen, ein wirklich sehr gutes zu erhalten. Das C14, welches ich jahrelang von unserer Sternwarte her kannte, war jedenfalls nicht der Burner.

Im Grunde bin ich da auch bei Mike (siehe oben).

Ein Beispiel, von welchem ich aus eigener Erfahrung kurz schildere, mag dir evtl. ebenfalls helfen (auch wenn es nicht der direkte Vergleich ist, welcher dir oben vorschwebt):

Vor einiger Zeit besaß ich ein 12“ MN mit Intes Micro Optik. Hierzu gab es auch Prüfprotokolle und die exquisite Qualität stand außer Frage, zumal auch die Performance am Himmel/Planeten das wiederspiegelte. Es ergab sich allerdings eines schönen Tages, dass ich bei Topp Seeing auf einem ITT einen direkten Vergleich an Jupiter mit dem 12er MN und einem 18er Dob (welcher jetzt meiner ist… ;) ) machen konnte. Tja was soll ich sagen. Der 18er hat eben doch noch etwas mehr gezeigt (was ja auch so sein sollte, es aber wie man weiß, bei einigen Dobs mit größerer Optik nicht zwangsläufig so ist).

Natürlich sind die Anforderungen individuell unterschiedlich, v.a. wenn man fotografieren möchte. Da spielen zusätzlich noch ganz andere Dinge bei der Entscheidungsfindung mit. Ein größerer erstklassiger Dob ist evtl. zu sperrig, zu schwer und hat vielleicht auch noch weitere Nachteile, welche dann im fotografischen Einsatz eher für ein Mewlon 300 oder C14 sprechen.

Viele Grüße
Werner
 
Moin,

danke Euch, ich sehe halt die großen Jungs, zB Damian Peach fast alle mit einem C14 hantieren. So schlecht können die Geräte dann ja nicht sein, es sei denn die bekommen alle ausgesuchte Optiken.

CS
Eike
 
Hallo Eike,

klaro, so schlecht sind die natürlich nicht. Jedoch gibt es anderes, welches ich selbst (aus eigener Erfahrung heraus) bevorzugen würde. Allerdings bin ich schon seit vielen Jahren rein visuell unterwegs.

P.S: Mit dem mir bekannten und oft verwendeten C14 wäre der Herr Peach sicherlich genauso wenig zufrieden gewesen. Dieses Gerät stammt aber aus früheren Produktionen von Celestron. Da hat sich wohl inzwischen auch einiges zum besseren hin getan. Vielleicht findet sich ja jemand, der hier genau diese 2 Teleskope bei sich zu Hause stehen hat und aus eigener Anschauung bzw. aus direktem Vergleich heraus berichten kann.

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Eike,
das wichtigste bei größeren Teleskopen ist die Temperaturanpassung, um die Grenzschicht auf dem Hauptspiegel, oder vor/hinter der Linse weg zu bekommen.
Da ist das Mewlon 300 dem C14 klar überlegen!
Das Mewlon 300 hat dafür ein elektronisches Thermomanagement eingebaut, hier ist Takahashi einer der wenigen Serienhersteller die sowas überhaupt umgesetzt haben.
Über Temperaturfühler wird die Außentemperatur gemessen und entsprechend laufen die Lüfter, so muss es sein.
Das C14 wird hingegen die ganze Nacht der Temperatur hinterherlaufen, entsprechende Erfahrungen mit matschigen Bildern hast du ja schon selber gemacht.
Außer du hast Freude daran bis weit in die zweite Nachhälfte zu warten, um zu sehen ob dann "vielleicht" der Hauptspiegel angepasst ist?
Man könnte zwar das C14 entsprechend umbauen, doch der Aufwand will nicht jeder auf sich nehmen, schon gar nicht bei einem 10k€ Instrument.
Das zweite ist die Atmosphärische Dispersion, welche bei größeren Instrumenten viel deutlicher zum Vorschein kommt, wegen dem höheren Auflösungsvermögen.
Für einen 12" geht der Kontrast/Polystrehl selbst bei Objekthöhen von 50° unter die Beugungsgrenze, dagegen hilft visuell nur ein entsprechender ADC.

danke Euch, ich sehe halt die großen Jungs, zB Damian Peach fast alle mit einem C14 hantieren. So schlecht können die Geräte dann ja nicht sein, es sei denn die bekommen alle ausgesuchte Optiken
Also ich würde mal behaupten, von denen nimmt keiner am Gurkenlotto teil, die wollen ihre Zeit auch nicht verschwenden, entsprechend wird vorher getestet.
Ich habe schon neben den üblichen SC-Tuningmaßnahmen, von Thermoboxen und von Kühlschränken gehört...
Man muss auch darauf achten wo und wie die Fotos gemacht wurden z.T. entstehen diese an remote Observatorien mit deutlich größeren Öffnungen.

Allerdings bekommst du für weniger Geld auch schon einen leistungsstärkeren großen Dobson.
Dem kann ich mich auch anschließen, schau mal nach Ralf Burkart, soviel ich weiß macht er seine Fotos mit einem 16" Skywatcher Newton auf einer AZ-GoTo Rockerbox.
R. Burkart hat 2022 mit die besten Jupiterfotos im Deutschland gemacht.

LG
 
Hallo Quanten,

ja das ist mir schon alles bewußt mit dem Mewlon, aus dem Grund beobachte ich ja auch so gerne mit meinem 250er. Ich möchte in Zukunft halt etwas mehr Auflösung für die Planetenfotografie haben, vor allem für Uranus und Neptun. Da sehe ich halt immer wieder Beiträge von den Jungs mit dem C14, die wirklich gut sind.

zB Antonio Cidadao im Alpo Japan Forum

Weiterhin liest man in den Foren, daß die neuen C14 Edge HD deutlich bessere Optiken besitzen sollen. Und vom Preis kostet der OTA knapp die Hälfte. Auf der anderen Seite macht zB Jean Luc Dauvergne Hammerbilder vom Balkon in Paris mit einem Mewlon 300.

Daher meine Überlegungen. Ferner bekommt man einen gebrauchten Mewlon 300 nicht so oft angeboten hin in Europa, in den USA kommt öfter mal ein Angebot.

CS
Eike
 
Zuletzt bearbeitet:
Um beurteilen zu können wie gut ein Planetenfernrohr ist würde ich vor allem Videos und nicht Fotos von den Planeten vergleichen. Gerade Luc's Jupiter live Videos sind sehr beeindruckend, gerade auch weil eben kein gutes Seeing herrscht und trotzdem viel zu sehen ist.
CS Mike
 
Hallo Eike,
frag doch einmal beim Forenmitglied @Peter_Bresseler an. Soweit ich mich erinnern kann, ist er von einem C14 auf einen Mewlon umgestiegen.

CS Dietmar
 
Ob da 2" mehr Öffnung beim Mewlon so viel ausschlaggebender sind?
Beim c14 sind es dann immerhin 4".

Ich bin davon ausgegangen das du für beides, visuell und Fotografisch einen guten Kontrast möchtest.
Da kann man beides nicht unbedingt in einem Topf werfen.
Die Bildbearbeitung holt dir noch Details und Kontrast raus wo du visuell nur gewabere siehst.
Ein schnelles visuelles Planeten Instrument ist so ein C14 definitiv nicht.

Manchmal sind auch noch andere Faktoren ausschlaggebend z.B. bei A. Cidadao könnte es sein das er 10-20° südlicher wohnt und direkt am Meer?
Auch ich bilde mir ein, ein besseres Seeing zu haben seit ich auf einem Balkon beobachte (raus aus dem Bodenseeing/Hausschatten gegen Westsonne).

Die alten Mewlon haben eventuell keine Lüfter, die gibt es glaube ich noch nicht so lange.
Vorher konnte man nur die Abdeckung hinten abnehmen für eine schnellere Auskühlung.

LG
 
Ob da 2" mehr Öffnung beim Mewlon so viel ausschlaggebender sind?
Beim c14 sind es dann immerhin 4".

genau diese Frage stellt sich mir auch. Was bringt das Upgrade (das ja auch nicht gerade günstig ist) vom 250 zum 300er Mewlon
Ich bin davon ausgegangen das du für beides, visuell und Fotografisch einen guten Kontrast möchtest.
Da kann man beides nicht unbedingt in einem Topf werfen.
Die Bildbearbeitung holt dir noch Details und Kontrast raus wo du visuell nur gewabere siehst.
Ein schnelles visuelles Planeten Instrument ist so ein C14 definitiv nicht.

Manchmal sind auch noch andere Faktoren ausschlaggebend z.B. bei A. Cidadao könnte es sein das er 10-20° südlicher wohnt und direkt am Meer?
Auch ich bilde mir ein, ein besseres Seeing zu haben seit ich auf einem Balkon beobachte (raus aus dem Bodenseeing/Hausschatten gegen Westsonne).

Die alten Mewlon haben eventuell keine Lüfter, die gibt es glaube ich noch nicht so lange.
Vorher konnte man nur die Abdeckung hinten abnehmen für eine schnellere Auskühlung.
aber auch das funktioniert beim 250er ganz prima. Innerhalb einer Stunde ist es einsatzbereit..
 
Hallo Eike,

ich denke , wenn ich die Diskussion hier verfolge, dass du schon ein sehr feines Instrument (Mewlon250) besitzt,
allerdings dein Beobachtungsort nicht ideal ist, um die optische Qualität voll nutzen zu können.
Die Verhältnisse in (Mittel-) europa sind nun mal nicht ideal und wenn dann sehr... sehr selten.

Ich möchte aber mehr Details auf den Planeten (visuell und fotografisch).

Wenn nicht die visuelle Beobachtung im Vordergrund steht, dann kann ggf. ein Instrument mit wesentlich größerer Öffnung
als ein C14 + guter Bildverarbeitung, dir mehr Details auf Planeten zeigen.
Allerdings bekommst du für weniger Geld auch schon einen leistungsstärkeren großen Dobson.
CS Mike
Die Ergebnisse von Mike am Mars und Jupiter von 2022 sind doch schon sehr beeindruckend.

CS Dieter
 
Hi, ich hatte schon einige SC ( Celestron 8,11,14 und Meade 10,14) leider bisher kein Mewlon, möchte aber mal was zu den großen SCs schreiben.
Die Dinger sind leiden mit zunehmender Größe immer mehr an den Kompromissen ihrer Bauart. Optisch waren auch sehr frühe SCs nicht unbedingt schlecht ABER:
die schon angesprochene thermische Situation der geschlossenen Tuben,
Nicht verwindungssteife Tuben die mit deutscher Montierung die Kolimation nicht halten,
Ausleuchtungsprobleme und Reflexe durch das Blendrohr,
nicht zentrischer Sitz der Optik im Tubus und durch die Hauptspiegelfokussierung schwer einzuhaltende Abstände beim Fotografieren.

Ja das kann man alles beheben in dem man bastelt oder z.t. beherrschen in dem man es gezielt einsetzt.

Ich habe ein 14er ACF mal komplett umgebaut mit 4 Lüftern, neuem Tubus, Zentrieren der Optik zum Tubus. Ergebnis: 34 kg und optisch nicht schlecht, ein tschechischer Astofotograf macht damit sehr gute Bilder von PNs.
Ich würde es trotzdem nie wieder machen wollen. Viel Arbeit und Geld für einen ungewissen Ausgang. Und wenn man das Innenleben von so nem SC von der Stange gesehen hat, egal ob Celestron oder Meade, weiß man auch wo gespart wird.

Ich persönlich bleibe den SCs in Zukunft sicher fern.

cs Alex
 
Stimmt schon.
Ein Mew 250 wäre für mich eigentich das sinnvollste Gerät unter unserem Himmel. Wer mehr will, muss rauffliegen. ;)

lg
Niki
 
ABER: Die Mew-Frage ist auf Achse oder im Feld... ein Mylon/Mewlon ist ja vorrangig auf Achse spitze. Mein 200er ist superfein für Planeten, macht Freude und reicht mir aus, auch wenn es - wie immer - so Impulse gibt, mal durch ein 150er zu gucken. Wenn eines mal in der Nähe wäre.

lg
Niki
 
Hallo Eike,
mich würde vermutlich der hohe Preis für das Mewlon 300 erst mal abschrecken, jedoch bekommt man dafür quasi ein perfektes 12" Teleskop mit den Vorzügen der kompakten Bauweise, Einblick und Montage von Zubehör direkt hinter dem Teleskop usw., so das der hohe Preis vermutlich schnell vergessen sein wird.
Wahrscheinlich würde ich dann das Mewlon 250 verkaufen wollen, schon alleine zur Refinanzierung.
Das Mewlon 300 scheint jedoch erst einmal ausverkauft zu sein?
Fotografisch ist vermutlich das C14 ausreichend, kann ich jedoch mangels Erfahrung mit der Fotografie nicht viel zu sagen.
Interessant wäre natürlich wenn Peter sich dazu äußern würde, der anscheinend genau diesen Wechsel vollzogen hat.

Mit beiden Öffnungen kommst du jedenfalls in den Bereich, welcher von versierten Planetenbeobachtern und Fotografen, quasi als optimale Öffnung angegeben wird.
Der sweet Spot an Öffnung für Planetenteleskope, wird häufig im Bereich von 12-16" angegeben.
Das zeigen ja Beobachtungsberichte und Fotos mit solchen Öffnungen.
Ich selber kann das aus eigener Erfahrung bestätigen.

Leider gibt es für Deutschland keine flächendeckenden, valide Seeing Messungen, für das Atmosphärische Seeing, so dass die Diskussion darüber meist nichts bringt.
Jedoch kann man gegen weitere Seeing Einflüsse, wie Lokales Seeing, Beobachter Seeing, Grenzschicht usw. sehr viel unternehmen.

Wenn du dich mehr für die Auswahl der richtigen Teleskopöffnung für die Planetenbeobachtung interessierst, habe ich dir mal ein paar Links zusammengestellt.
Das Buch "Planetary Astronomie" bietet eine schöne Zusammenfassung, in dem auch der Umbau eines C14 gezeigt wird.

Hier das Thema Seeing/Vergrößerung/Öffnung in Abb. 19

Hier das Thema Lokales Seeing und Grenzschicht Abb. 88/89

Auch kann man sich die größere Öffnung aus der MTF selber ableiten.
Kontrast und Auflösungsschwelle für helle kontrastarme Details.jpg

Hier habe ich mit Hilfe von Aberrator eine solche MTF erstellt.
Wie man einfach erkennen kann, sinkt für helle schwache Kontraste die Auflösung fast um die hälfte ab, es ist nur der obere linke Teil über der blauen Linie der MTF sichtbar.
Solche Kontraste machen ja häufig Planetendetails aus.
Also selbst wenn man ein gutes Atmosphärisches Seeing von 1" Bogensekunde vorfindet und man vielleicht ein perfektes 5" Teleskop vor der Nase hat, kann man die 1" schwachen Kontraste nicht auflösen.
Anders als wie in der Bildbearbeitung, kann man visuell die Kontraste nicht einfach anheben, oder das Objekt beliebig Nachvergrößern.
Man kann im Grunde nur mit entsprechender optischer Qualität und Öffnung die MTF so verbessern, dass die Kontrastschwelle entsprechend dem Seeing verbessert wird.
Kurz, Öffnung bietet mehr Reserven für die Momente des besseren Seeings.
Die Reserven zeigen sich dann nicht nur in mehr Details sondern auch in mehr Licht für höhere Vergrößerungen z.B. mit einem Binokular.
Mein Tipp, orientier dich nach oben nicht nach unten.
LG
 
Eine Frage ist ja auch wo gibts ein 300er Mewlon? Ich meine so richtig zu kaufen und innerhalb eines Jahres lieferbar und so.
 
Hallo Zusammen,

vielen Dank für Eure geschätzten Meinungen und Eindrücke.

Das Buch Planetary Astronomy hatte ich mir tatsächlich vor längerer Zeit bestellt und viele Tipps für die Planetenfotografie mitgenommen.

Auch von der Theorie ist es einleuchtend, dass wenn das Seeing nicht besonders ist, die Resultate bzw. der visuelle Anblick begrenzt werden.

Trotzdem möchte ich ja für die Mehrzahl der Beobachtungstage mit unserem durchschnittlichen Seeing das universellste Gerät einsetzen.

Ich denke immer mehr, dass der Mewlon 300 das leisten kann.

Habe noch ein 15“ Discovery Dobson mit Ostahowski Spiegel. Das Gerät stationär in einer privaten Sternwarte wäre natürlich der Traum. Aber die Montierung würde alles sprengen….

Den Mewlon würde ich auch nicht neu sondern bei entsprechenden Angebot gebraucht erwerben.

CS
Eike
 
Hi Eike, Mewlon 300 ist eine gute Entscheidung, besonders auch visuell besser als das C14.
Für den Ostahovski 15" brauchst nur eine eine steuerbare EQ Plattform, reicht völlig aus.
CS Mike
 
Guten Morgen Mike,

hast Du eine Empfehlung für die Plattform? Habe hier 2 Plattformen, aber ist irgendwie frickelig das ganze.

CS
Eike
 
Moin Eike,
Wie sind Eure Erfahrungen und Meinungen bzgl C14 vs Mewlon 300 (hat jemand schon einen direkten Vergleich gemacht?). Ich bin recht verwöhnt vom Mewlon 250 was die Abbildungsleistung angeht und möchte hier eigentlich auch keine Kompromisse eingehen. Auf der anderen Seite sehe ich inzwischen viele hier im Forum, die mit dem C14 unterwegs sind und klasse Aufnahmen machen.
ich bin leider aktuell nicht so oft hier im Forum unterwegs, Danke @DietSky Dietmar für den Verweis.

Ich kenne die Mewlons, 210 und 250'ger gut, ebenso die Celestrons 8 bis C14 auch, allerdings nicht die C14 Edge Variante. Ich nutzte mein C14 nicht oft visuell. Immer wenn das Seeing gut oder besser war, kam die Kamera drann. Aber einige wenige Male hatte ich Planeten beobachtet und Mars im C14 mit guten Zenithspiegel und Nagler Zoom war die combo der absolute Hammer, als das seeing passte. C14 fotografisch, siehe pixlimit.com gehören NGC 7662 und auch NGC 2392 sicherlich den den Ergebnisse, die sich international auf höchsten Niveau vergleichen lassen. Dass geht aber nur mit bestem Seeing und ausgefeilter Bildverabeitung (hier keine KI). Kurzum, bei gutem Seeing und gut kollimiertem C14 lassen sich visuell (subjektiv) und auch fotografisch top Ergebnisse erzielen. Mein C14 hatte eine sehr gute Optik. Soweit ich weiss, ist die Serienstreuung hier gering.

Die Mewlons sind Extraklasse, aber auch hier ist das Thema Seeing der beeinflussende Faktor. Bei kleineren C8-11 hatte ich das schon mäßig gute Optiken, bei M210 - 250 war die gefühlte optische Qualität wie erwartet hoch. Theoretisch ist dann das Seeingabhängigkeit bzw. -beeinfussung bei C14 höher als bei 300 Mewlon, schlichtweg wegen der größeren Öffnung. Letztendlich ist der direkte Vergleich wohl am aussagekräftigsten, da bieten sich Teleskoptreffen an. Ich denke aber, die Anzahl der Mewlons ist verschwindend klein im Verhältnis zu den C14 und ob man zwei zusammen bringen kann, eher wohl Zufall.

Die größeren Mewlons sind mit besseren technischen Features ausgestattet, aktive Lüftung, -Fokussierung, vermeintlich garantiert bessere Optik, aber ob es den höheren Preis rechtfertig, schwer zu sagen. Beide Geräte sind seeinganfällig.

Hier einmal eine Vergleich "Äpfel mit Birnen", C14 und M210... ich würde nicht behaupten, dass das Ergebnis (rechts) mit einem µ300 besser wäre, vielleicht aber schon :unsure:


comp_c14_M210anno.jpg


P.S. ein Mewlon 250 kannte ich aus meiner Anfangszeit, visuell kann ich hier nix negatives Sagen wenn das Seeeing passt, den Preis lassen wir einmal aussenvor :cool:

Wenn ich mir heute mein Traumgerät von der Stange zulegen wollte, wäre es wohl ein Planwave 12" oder größer, allerdings nur für den fotografischen Betrieb...Und dann auch nicht in DE und schon gar nicht in HH, um die Wunschliste zu komplettieren :)

CS

Peter
 
Nur mal so Interesse halber , hat schon mal jemand den Mewlon mit dem ODK 12 von Orion verglichen ?

Das sind ja beides Dall-Kirkham Optiken.
 
Moin Eike,

ich bin leider aktuell nicht so oft hier im Forum unterwegs, Danke @DietSky Dietmar für den Verweis.

Ich kenne die Mewlons, 210 und 250'ger gut, ebenso die Celestrons 8 bis C14 auch, allerdings nicht die C14 Edge Variante. Ich nutzte mein C14 nicht oft visuell. Immer wenn das Seeing gut oder besser war, kam die Kamera drann. Aber einige wenige Male hatte ich Planeten beobachtet und Mars im C14 mit guten Zenithspiegel und Nagler Zoom war die combo der absolute Hammer, als das seeing passte. C14 fotografisch, siehe pixlimit.com gehören NGC 7662 und auch NGC 2392 sicherlich den den Ergebnisse, die sich international auf höchsten Niveau vergleichen lassen. Dass geht aber nur mit bestem Seeing und ausgefeilter Bildverabeitung (hier keine KI). Kurzum, bei gutem Seeing und gut kollimiertem C14 lassen sich visuell (subjektiv) und auch fotografisch top Ergebnisse erzielen. Mein C14 hatte eine sehr gute Optik. Soweit ich weiss, ist die Serienstreuung hier gering.

Die Mewlons sind Extraklasse, aber auch hier ist das Thema Seeing der beeinflussende Faktor. Bei kleineren C8-11 hatte ich das schon mäßig gute Optiken, bei M210 - 250 war die gefühlte optische Qualität wie erwartet hoch. Theoretisch ist dann das Seeingabhängigkeit bzw. -beeinfussung bei C14 höher als bei 300 Mewlon, schlichtweg wegen der größeren Öffnung. Letztendlich ist der direkte Vergleich wohl am aussagekräftigsten, da bieten sich Teleskoptreffen an. Ich denke aber, die Anzahl der Mewlons ist verschwindend klein im Verhältnis zu den C14 und ob man zwei zusammen bringen kann, eher wohl Zufall.

Die größeren Mewlons sind mit besseren technischen Features ausgestattet, aktive Lüftung, -Fokussierung, vermeintlich garantiert bessere Optik, aber ob es den höheren Preis rechtfertig, schwer zu sagen. Beide Geräte sind seeinganfällig.

Hier einmal eine Vergleich "Äpfel mit Birnen", C14 und M210... ich würde nicht behaupten, dass das Ergebnis (rechts) mit einem µ300 besser wäre, vielleicht aber schon :unsure:


Den Anhang 323746 betrachten

P.S. ein Mewlon 250 kannte ich aus meiner Anfangszeit, visuell kann ich hier nix negatives Sagen wenn das Seeeing passt, den Preis lassen wir einmal aussenvor :cool:

Wenn ich mir heute mein Traumgerät von der Stange zulegen wollte, wäre es wohl ein Planwave 12" oder größer, allerdings nur für den fotografischen Betrieb...Und dann auch nicht in DE und schon gar nicht in HH, um die Wunschliste zu komplettieren :)

CS

Peter
Das
Mewlon 300 ist vorallem wegen der höheren Genauigkeit der Optik seeingunempfindlicher als das C14, nicht wegen der 2" weniger! Ungenaue Flächen sind wie zusätzliches Seeing, ein hochgenauer
Spiegel ist deshalb seeing resistenter. Deshalb würde ich besonders auch fürs Visuelle zum Mewlon greifen. Überlegener Kontrast.
CS Mike
 
Hallo Mike,
ein hochgenauer Spiegel ist deshalb seeing resistenter.

das höre ich tatsächlich zum ersten Mal. :rolleyes:

Seeing ist ein effekt, der primär von außen wirkt, sprich Luftunruhe. Tubusseeing ist noch einmal eine andere Sache. Bekannt ist, dass z.B. durch den Einsatz eines IR-Passfilter im langwelligen Spektralbereich das seeing wesentlich geringer auftritt und sich positv auf die Bildschärfe auswirkt! Strukturen auf den Planeten werden dadurch wesentlich schärfer wiedergegeben.... aber deine These und Schlussfolgerung, dass ein hochgenauer Spiegel seeing resistenter ist, halte ich für falsch. Ich lass mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen ;)

CS
Peter
 
Es sind ja immer mehrere mechanische Faktoren die insgesamt eine Rolle spielen. Die Optik ist bei den Mewlons (die ich kenne/kannte) gnadenlos gut. Wenn dir Orion einen prüfprotokollierten guten Spiegel liefern kann, ist es das eine und schon einmal wichtig. Die Mechanik ist bei den Taks perfekt, sogar die Farbe im innern ist nicht nur schwarz (und sogar schwäzer als bei anderen Systemen ;-)), sondern aufgrund der rauhen Oberfläche haben Reflexionen keine Change... Mewlons sind eben insgesamt gut durchdacht... Dennnoch sind +2" und die theoretisch höhere Auflösung des C14 unter den entsprechenden Bedingungen nicht von der Hand zu weisen (um auf die Ursprungsfrage zurückzukommen)

CS
Peter
 
Hallo Peter, ich kenne leider keinen der ein ODK hat, ich bin irgendwann mal durch Sara Wagers Website (swagastro) auf die aufmerksam geworden. Die Ergebnisse dort können sich allerdings sehen lassen.
 
Hallo Mike,


das höre ich tatsächlich zum ersten Mal. :rolleyes:

Seeing ist ein effekt, der primär von außen wirkt, sprich Luftunruhe. Tubusseeing ist noch einmal eine andere Sache. Bekannt ist, dass z.B. durch den Einsatz eines IR-Passfilter im langwelligen Spektralbereich das seeing wesentlich geringer auftritt und sich positv auf die Bildschärfe auswirkt! Strukturen auf den Planeten werden dadurch wesentlich schärfer wiedergegeben.... aber deine These und Schlussfolgerung, dass ein hochgenauer Spiegel seeing resistenter ist, halte ich für falsch. Ich lass mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen ;)

CS
Peter
Hallo Peter, das ist tatsächlich so kenne ich aus der Praxis mit verschieden Spiegeln oder auch mit noch nicht fertig korrigierten Spiegeln.
Ein anschauliches Beispiel liefern Luc's Balkonvideos aus Paris von Jupiter mit seinen Mewlons. Trotz nicht wirklich ruhigen Seeings ein sehr gutes Bild, eben weil die Spiegel sehr gut korrigiert und glatt sind.
CS Mike
 
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