C8 Edge HD Celestron neu mit alter Brennweite vom Nexstar

Sabine

Aktives Mitglied
Moin!

Ich habe mir gestern fast 2h Nachtversaut weil ich versucht habe mein neues C8 EdgeHD ein Platesolving und damit Goto hinzubekommen. Eingegeben hatte ich in der ASIAir die Brennweite 2000mm wie von Celestron angegeben. Es soll ein 200/2000mm f/10 Teleskop sein. Nach dem Benutzen des neues Platesolving Verfahrens kam nun raus dass es sich um 2232mm Brennweite handelt. Ich habe also ein Teleskop 200/2232 f11 was ziemlich genau der alten Gurke (Nexstar) aus der Sternwarte entspricht und der Anblick ist nicht viel besser.

Viele Fragen tun sich mir auf wie:
Was habe ich denn hier bekommen?
Ist das normal?
Verbauen die alte Schmidtplatten?
Ist das Serienstreuung?
Produktionsfehler?
Ändern sich Brennweiten je nach Kamera?
Was soll ich davon halten?
Jemand was Ähnliches passiert?

CS

Sabine
 
Hi!

Danke, das erklärt alles. Hätte ich nicht für möglich gehalten, dass es sie so auswirkt. Als Brennweitenangabe nimmt man dann wohl die Mitte.

CS

Sabine
 
Hi!

In welchem Abstand ist die Kamera vom idealen Arbeitsabstand?

Für die SCs gilt
und für die EdgeHD stehen die Werte u.a. im Whitepaper
bzw. als PDF direkt unter https://www.celestron.de/media/mage...file/1402/D_edgehd-white-paper-AK-04-2020.pdf – auf der Webseite gehen grad noch nicht alle Links, wie es aussieht... Das EdgeHD 8" hat 133,35mm Idealabstand ab dem Grund des Anschlussgewindes. Dann sollten die Spiegel so positioniert sein wie in der Optikrechnung vorgesehen.

Beim SC gilt als Faustregel: 1 mm mehr Abstand vom idealen Fokuspunkt bedeutet etwa 3,1mm mehr Brennweite; ob das für die EdgeHD auch so gilt, weiß ich nicht – da kommt ja es noch mehr auf den korrekten Abstand zum eingebauten Korrektor an, damit der wie gewünscht funktioniert.

Beste Grüße,
Alex
 
Nabend!

Ich bin soooooooo doof. :giggle:
Das erklärt nun einiges und alles. Ich besorge mir jetzt mal das Teil, dass den optimalen Abstand ermöglicht. Dann sollte es passen.
Memo an mich selbst: Lies Dir mal das Prinzip eines SC gut durch. Ist völlig anders als Newton und Refraktor.

Besten Dank

Sabine
 
Moin Sabine,

hier wird einiges vermischt, zunächst einmal deine Annahme:


-die Eckdaten sind laut Celestron 203/2023 F/10
-der Backfokus variiert zw. 130 - 150 mm
-und daraus ergibt sich auch keine fixe Brennweite, der Hauptspiegel verschiebt sich beim Fokussieren, und deine Beobachtung / Messung von 2232mm Brennweite sind durchaus korrekt

CS
Peter
 
Hallo Sabine,

ich sehe das anders: Der ASIair berechnet die Brennweite aus Bildfeld der verwendeten Kamera und des Teleskops und da spielt der Crop-Faktor eine Rolle. Mit deinem 8" Schmidt-Cassegrain hast du dann auf deinem Bild eine wahre Brennweite von eben 2232 mm. Bei meinem kleinen Apo z.B. mit 331 mm Brennweite, kommen am Ende 343 mm raus.

Also alles in Ordnung!

Dieter
 
Hallo Dieter,

es gibt keinen Cropfaktor - das war(!) mal eine Hilfestellung mit dem aufkommen von DSLRs, welche damals meist nur APS-C-Sensoren hatten. Der Cropfaktor half dann, die Bildwinkelwirkung von "normalen" KB-Objektiven an den kleineren APS-C-Sensoren einzuschätzen.

Und ein Apo mit 331mm Brennweite hat die IMMER 331mm Brennweite, egal welche Sensorgröße du als Aufnahmesensor nutzt! Natürlich nur, solange du kein weiteres optisches Element zusätzlich(!) zw Objektiv und Sensor setzt.

viele Grüße - Ronald
 
Hallo Ronald,

mein Apo hat 420 mm Brennweite, mit dem 0.79x-Reducer hat er dann rein rechnerisch eine Brennweite von 331 mm. Warum berechnet der ASIair dann 343 mm obwohl ich 331 mm eingebe? Hat das vielleicht mit den Abstandshülsen zu tun um auf den Arbeitsabstand zu kommen, die brennweitenverlängernd wirken?

Dieter
 
Hallo Dieter,

diese "Differenz" hat einige Ursachen:
  1. die angegeben Brennweiten für die Teleskope sind "Circa"-Werte. Mein APM-Apo hat z.B. lt. Platesolving statt 910mm "nur" 902mm Brennweite. Mein LZOS hat mit dem 1,0xFlattener statt 780mm 798mm Brennweite.
  2. Selbes gilt für den Reducer - das sind einfach Produktionstoleranzen und/oder gerundete Marketingwerte
  3. der Abstand Objektiv -> Reducer (bzw. Reducer -> Sensor) hat maßgeblichen Einfluss auf die resultierende Brennweite - mein alter TEC mit 715mm Brennweite hat mit dem 0,79xReducer von TS etwa 540mm Brennweite (statt 565mm), da mein Abstand für optimale Feldkorrektur bei etwa 60mm - statt 55mm liegt.
Und wenn man jetzt z.B. mit einer KB-Format - oder gar einer MF-Formatkamera solven lässt - es kommen immer die nahezu gleichen System-Brennweiten heraus.
Meine QHY268M und meine Altair294MC kommen auf fast identische Systembrennweiten. Der Unterschied liegt bei mir dann an den differierenden Imagetrains je nach Kamera.

viele Grüße - Ronald
 
Moin!

Kaum macht mans richtig, sieht das ganze besser aus.
Probleme habe ich gerade mit PI, dass mir irgendwie besonders die Sterne und den Rest komisch gestrecht hat. Entweder liegts am L Gain oder am Update.
Ich wollte mal sehen wieviel die Dynamik gewinnt bei wenig Gain bei der ASI2600MC PRO. Sonst hatte ich immer 300 Gain.
Die Sterne habe ich wegen den Artefakten dann sehr klein gemacht. Etwas dicker mag ich die lieber.
100x60sec weil ich Schisser zum ersten mal einen OFFAxisguider am Start hatte. Das ging aber hervorragend.
m27-a.jpg
 
Zurück
Oben