Cak Filter von Antlia verbessern

Frank_Slotosch

Aktives Mitglied
Hallo zusammen
Mir schwirrt ein Gedanke im Kopf herum .
Kann ich den Atlia Solar Disover 5 Ä CaK hat einen Durchlass bei 393,3 nm - HWB ist nur 0,5 nm oder 5 Ångström
Vogelseite - Ausrüstung verbessern in dem ich einen Antlia 3 nm CaK-Filter vor meiner Kamera einschraube.
Habe ich dadurch ein DoubleStack Effekt ?
130/910 apo

Gruß Frank
 
Hi Frank!

Das könnte schon klappen. Christian Viladrich stackt seine CAK Filter auch - wobei er andere verwendet :). Ob es dir am Ende viel bringt? Das kann ich leider nicht beantworten!

Hier kannst du dich ein wenig einlesen wie er sein Equipment verwendet:


VG
Tom
 
Das dürfte außer einem dunkleren Bild nichts bringen, falls das Durchlassfenster des schmalbandigeren Filters vollständig in dem des breitbandigeren Filters liegt. falls beide Filter 100% Transmission haben, siehst du nur den Effekt vom schmalbandigeren Filter, und der breitbandigere wirkt nur als Energieschutzfilter.

Einen schmaleren Durchlass hättest du nur, falls der breitere Filter die CaK-Linie(n) nur ganz am Rand streift.

Viladrich stackt auf den ersten Blick zwei sehr schmalbandige Filter, von denen einer beheizt ist, was die Dicke und damit die Lage des Durchlassfensters im Spektrum verändert, oder einen Filter verkippt, was die Durchlasslinie ebenfalls verschiebt.

Das Stacking funktioniert ja nur, weil zwei Filter mit nicht ganz identischem Durchlassfenster kombiniert werden, sodass das Durchlassfenster schmaler wird.

Soweit die Theorie :)

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Alex,
Das Stacking funktioniert ja nur, weil zwei Filter mit nicht ganz identischem Durchlassfenster kombiniert werden, sodass das Durchlassfenster schmaler wird.

Soweit die Theorie :)
nicht nur dann. :)

Nimm z.B. einen Filter der bei der Wellenlänge X eine Transmission von 100% hat und bei X - 5nm und bei X + 5nm 50% Transmission hat. Jetzt leg einen identischen Filter obendrauf. Bei X kommen nach wie vor 100% an , bei X -5nm und X+5nm aber nur 50% von 50% , also 25% an, die Halbwertsbreite wird schmaler.

Bei 2 identischen Filtern verringert sich die Halbwertsbreit um den Faktor 0,64. Sehr schön beschrieben im Heft 3 von Abenteuer Astronomie.

Einen breitbandingen Filter mit einem schmalbandingen Filter bei gleicher Zentralwellenlänge zu kombinieren macht natürlich keinen Sinn.

Gruß Uwe

P.S. Viladrich zeigt in " Sun Astronomy " auf Seite 180 daß 2 h-alpha Filter mit 0,6 Angström Halbwertbreite die gleiche Halbwertsbreite haben wie ein 0,36 Angström Filter, daß aber der gestackte Filter unten am Fuß sogar noch engbandiger ist als der 0,36er.
 
Zuletzt bearbeitet:
Again what learned :)
Ja, macht Sinn. Hoffen wir, dass das Maximum deutlich über 50% liegt :y:

Clear Skies,
Alex
 
Die Filter vom Christian sind unbezahlbar . 3700 Euro einer .
Habe mir das gerade mal angeschaut .
Ich finde auch keinen deutschen Ländler .
Was für eine Idee hättet ihr denn um so eine art von DoubleStack Effekt zu machen ?
Wenn man einen Filter mit 0.1nm - 0.2 nm bekommen könnte wäre schon klasse.
 
Zuletzt bearbeitet:
Keine Idee, sorry – sonst wären H-alpha-Filter auch wesentlich billiger…
 
Die Filter vom Christian sind unbezahlbar . 3700 Euro einer .
Habe mir das gerade mal angeschaut .
Ich finde auch keinen deutschen Ländler .
Was für eine Idee hättet ihr denn um so eine art von DoubleStack Effekt zu machen ?
Wenn man einen Filter mit 0.1nm - 0.2 nm bekommen könnte wäre schon klasse.
Da bleiben nur die Filter von Christian.

Baader schreibt ganz unten noch auf dieser Seite noch:


Die zweite Variante sind Ca-K Filter der Firma SolarSpectrum, die mit Halbwertsbreiten unter 2 Å sehr schmalbandig und damit extrem teuer sind. Sie werden hier nur am Schluss erwähnt. Solche Filter werden auch als Bandpassfilter bezeichnet.

Die werden wohl aber nur auf Zuruf hergestellt. Informiert habe ich mich aber nicht.

VG
Tom

Edit:

Hab es gefunden (wobei das H-Alpha ist, gibts wohl aber auch für CAK) hier:

 
Bei Lunt direkt bekommst es doch noch für dein 130er.


Ah sorry... nur bis 100mm. :( sehr schade
 
Hallo zusammen,

engere Ca-K-Filter bringen einen grundsätzlich näher an die chromosphärischen Schichten, aber man sollte m.E. unterscheiden, was tatsächlich abgebildet wird. Die Ca II K-Linie besteht aus verschiedenen Beiträgen: K1 entspricht noch der oberen Photosphäre bzw. unteren Chromosphäre, K2 der mittleren Chromosphäre und K3 dem eigentlichen Linienkern mit dem „reinsten“ chromosphärischen Signal, welches noch höher als der Halpha-Linienkern gebildet wird. Ich hatte die Linienanteile des Ca II K in einem Beitrag spektroheliografisch abgebildet (Link zum Beitrag). Der K3-Bereich ist extrem schmal (≈0,2 Å) und m.E. praktisch nur mit Spektroheliografie sauber isolierbar.

Die gängigen Ca-K-Filter zeigen daher überwiegend die obere Photosphäre mit Anteilen der Chromosphäre. Selbst sehr schmale Filter wie 1 Å (z. B. Alluxa) kommen zwar deutlich näher an K3 heran, bleiben aber immer noch deutlich breiter als der eigentliche Kernbereich und mischen weiterhin K1/K2-Anteile mit ein. Double-Stacking kann die effektive Bandbreite zwar weiter reduzieren; zusätzlich können Verkippung (Tilt), thermische Verschiebungen und eine aktive Temperaturregelung dabei helfen, den effektiven Durchlass stabil zu beeinflussen bzw. zu optimieren – allerdings könnten hier auch neue Herausforderungen mit Drift entstehen?

Für die Praxis ist jedoch entscheidend: Für die Beobachtung von Plages und magnetisch aktiven Regionen ist ein extrem schmaler Bandpass oft gar nicht notwendig. Diese Strukturen sind bereits über einen relativ breiten Höhenbereich sichtbar und zeigen sich auch in 1–5 Å sehr kontrastreich. Der zusätzliche photosphärische Anteil erhöht dabei oft sogar Signal und Stabilität des Bildes.

Die Isolation des reinen K3-Kerns ist eher für die physikalische Schichttrennung interessant, bringt für die klassische Aktivitätsbeobachtung aber m.E keinen zwingenden Zusatznutzen? In der Praxis kann ein moderater Bandpass daher auch als der bessere Kompromiss aus Informationsgehalt, Signalstärke und Beobachtbarkeit betrachtet werden?!

@Frank_Slotosch, ich finde deine CA II K Fotografien von beeindruckender Qualität, ich wüsste nicht, ob ein engerer Bandpass dir da wirklich einen "Zugewinn" bieten würde. Strukturen wie Protuberanzen, Fibrillen und Filamente (sichtbar in K3) erhältst du dann ja deutlicher in der Halpha Linie...

Hier noch eine passende Präsentation von Viladrich auf englisch: Link

CS
Stephan
 
Zuletzt bearbeitet:
Was haltet ihr davon . Das müsste eigentlich funktionieren .
Den ersten Filter etwas verkippen .
Mein Refraktor, Kamera dann sofort einen reinen 0,5 nm CaK-Filterelement von Antlia dann die 3 fach Telecentrik und dann den Antlia Solar Disover 5 Ä CaK hat einen Durchlass bei 393,3 nm - HWB ist nur 0,5 nm oder 5 Ångström .
Dann würde die Halbwertsbreite effektiv auf ca. 0,32 nm gedrückt.

Gruß Frank
 
Hallo zusammen,
Hallo Frank,

0,5nm entspricht ja - wie du oben auch schreibst- 5Å. Das wäre ja vermutlich dein bereits vorhandener Antlia Solar Discovery Ca K. An welchen anderen Filter zur Verkippung denkst du? Andere Filter mit 5Å zur Verkippung sind mir nicht bekannt. Es gibt den Antlia Ca K 3nm (30Å) und den Baader Kalzium Gen II 5nm (50Å) sowie die Lunt Ca Module mit 2,2Å. Als beheizter Filter den Daystar mit 5Å. Dann die teuren und engbandigen Alluxa. Habe ich da was übersehen / missverstanden? Ich hatte den Solar Discovery noch nicht in der Hand und kenne den Aufbau nicht - kann man da ggf. ein einzelnes Filterelement mit 5Å ausbauen, verkippen und mit dem vorhandenen Solar Discovery kombinieren? Also zwei Solar Discovery zu einem Double Stack kombinieren?

Ich selbst hatte bei der aktuellen Marktsituation auch am ehesten auf den Solar Discovery Ca K geschielt...oder die Lunt Module. Ob sich der Aufwand / die Kosten für einen Doublestack lohnen oder besser direkt ein Lunt Module mit 2,2Å...

CS
Stephan
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Frank,

im Solar Discovery ist laut Produktinfo auch ein Blockingfilter vor dem Ca Filter verbaut. Eventuell wäre es funktional den verkippten Einzelfilter daher weiter hinten zwischen Kamera und deinem Solar Discovery einzusetzen, nicht davor. So bleibt die Filterreihenfolge erhalten, zuerst dein Dual Band ERF vor dem Objektiv, dann der Solar Discovery mit Blockingfilter und dahinter dem Ca Filter und erst hinter dem Solar Discovery ein verkippter Einzelfilter aus einem Zweitgerät - z.B verkippt direkt vor/an der Kamera. Soweit meine vorsichtigen Gedankenspiele...

CS

Stephan
 
Dazwischen muss ich noch die 3 Fach Telecentrik machen.
Also erf ,Teleskop,solar disc, Telecentrik,verkippter Filter, Kamera.
Könnte das funktionieren?

Gruß Frank
 
Hallo zusammen,
Hallo Frank,

im Rahmen meines Verständnisses klingt das Vorhaben plausibel. Die Verkippung eines Filters zur Verschiebung seines spektralen Durchlasses ist mir aus der Amateur-Spektroheliografie bekannt. Filter-Halterungen mit Neigungswinkel werden dazu aus dem 3D Drucker angepasst.

Neben den hypothetischen Planungsüberlegungen gehen mir noch drei praktische Überlegungen durch den Kopf:

1. Wie installiert man den verkippten Filter? 3D Druck scheint da sicher eine flexible Möglichkeit zu sein?

2. Wie kann man den Neigungswinkel des Filters zunächst nach Versuch und Irrtum frei verstellen um den optimalen Neigungswinkel zu finden?

3. Die starke Streuung von kurzwelligem Licht könnte womöglich interne Reflexionen zwischen den Filtern erzeugen?

CS
Stephan
 
Ich würde den Filter in einem Tilter einbauen so kann ich die Veränderung Live verfolgen .
Mit der Reflexion da weiß ich auch noch keine Lösung . Man weiß es nicht ob da zu einer Reflexion kommt.

Gruß Frank
 
Ich arbeite mit dem apo bei f28 .
Da sollten Reflexion nicht mehr stark ausgeprägt sein .
Ich glaube eine leichte Verkippung von 0,5' wenn überhaupt sollte reichen.
Habe mich informiert es sollte möglich sein die beiden antlia Filter zu kombinieren. Hat noch keiner gemacht.
Wäre die günstigste Lösung für mich da ich ja schon einen habe.
Lunt nicht mehr lieferbar.
Alluxa unbezahlbar und zu kompliziert.
Gruß Frank
 
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