Canon R6 realer Test am Himmel

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conehead

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Hi,

ich habe mir vor kurzem eine R6 für´s Tageslicht gekauft. Der eingebaute Stabilisator war am Ende der Auslöser von der R zur R5 oder R6 zu wechseln. Da ich keine riesigen Abzüge mache reicht mir die R6 gut aus. Auch die bessere Low Light Fähigkeit war mit ein Grund. In der Regel bin ich mit dem RF 50 1.2 L unterwegs. Oft auch am Abend ohne Blitz.
Bisher habe ich von der R6 Abstand gehalten da diese ein thermisches Rauschen an den Rändern hat. Könnte auch eine Art Amp-Glow sein. Ich habe das mal hier getstet:


Equipment:
Skywatcher EQ6 mit Riemenantrieb
Sharpstar Hypergraph 420mm f=2.8
Mgen 3 am 60er Sucher
Standort: Kronau
Mond:25%
Lights:90x150 Sekunden bei ISO400
Flats:20
Bias:50
Darks (am nächsten Tag bei ca.5° Differenz):40

Ich habe M45 gewählt da die Kamera aktuell noch nicht umgebaut ist. Das summierte Dark sieht mit STF gestreckt so aus:
1703066441263.png


Ein einzel debayertes Dark:
1703066475936.png


Bias gestreckt:
1703066850810.png


Das unbearbeitete Summierte Bild ohne Dark sieht dann so aus. Schön kann man ein Gradient sehen der für mein Standort leider normal ist. Meiner Meinung nach sieht man rechts unten auch etwas vom thermischen Rauschen:
1703069025741.png


Mit etwas Magie von DBE geht das dann aber:
1703069075501.png



Mit Dark sieht es dann etwas besser aus. Die Aufhellung unten rechts könnte auch ein Gradient sein:
1703069243044.png


Hier nun fertig bearbeitet und moderat gestreckt, mit Darks:
1703069429431.png


Ohne Dark:
1703069452150.png
 
Hier geht es nun weiter da nur 8 Anhänge erlaubt sind:
1703069730358.png


Ohne Darks:
1703069754456.png


Noch ein Tipp zum Schluß: Flats mit mechanischem Verschluss machen. Ohne funktioniert das zwar auch, aber da Rolling Shutter sind Flats unbrauchbar.
Für die Lights, Darks und Bias habe ich den elektronischen verwendet.

Fazit für mich: die Kamera ist rauscharm und trotz des Glows an den Rändern gut geeignet für die Astrofotografie. Ich werde sie umbauen damit ich im Urlaub nur eine Kamera mitnehmen muss. Mit OWB Clipfilter ist sie ja wieder voll Tageslichttauglich.

Gruß Markus
 
Bei der 100% Ansicht sieht man natürlich das massive undersampling an den quadratischen Sternen und natürlich noch Rauschen durch die kurze Belichtungszeit:

1703072396982.png


etwas entrauscht:
1703072428620.png


So, das war es jetzt aber...

Gruß Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Gernot,

schwierig zu sagen. Mit der Ra habe ich immer nur kurze Belichtungen gemacht. Meine Hauptkamera ist ja meine gekühlte 6Dac. Die R darf immer mit in den Skiurlaub um dann auf der Star Adventurer Aufnahmen zu machen. Da ich oftmals nachlässig bin was das einnorden angeht beschränke ich mich da auf Subs bis maximal 60 Sekunden.
Ich werde aber die R6 mit der 6Dac vergleichen. Aber ich denke gerade bei langen Belichtungen mit Schmalbandfilter wird die 6Dac im Vorteil sein. Aber die Ra ist und bleibt eine gute Kamera. Aber die Augenerkennung bei der R6 ist schon was feines. Da kommt die R absolut nicht mit. Gerade mit dem 50 1.2er ist das wichtig das der Fokus sitzt.
Ich melde mich hier wieder wenn ich den Stack der 6Dac fertig habe.

Gruß Markus
 
Moin,

interessant! Ich habe eine Nacht später die 6Dac dran gehängt und 60 Lights bei ISO 400 und 150 Sekunden gemacht. Also gleich wie die R6. Gestackt ohne darks.
Rechts unten die gleiche Aufhellung wie bei der R6.
1703143739930.png


Nach DBE:
1703143874444.png


Nach dem Bearbeiten sieht das natürlich sehr ähnlich wie bei der R6 aus:
1703147540409.png


Auch die 100% Ansicht sieht kaum anders aus:
1703148640896.png


Etwas entrauscht:
1703150002227.png


Mein Fazit zu dem Test:
nicht ganz fair, denn beim Test der R6 war weniger Mond und es waren mehr Lights. Dagegen war der Sensor der 6D bei -10°. Aber beim Test der R6 war es natürlich auch kalt und der Sensor sicherlich auch. Im Sommer könnte sich das Blatt wenden wenn es 30° wärmer ist. Die 6D ist aus meiner Sicht auch nach über 10 Jahren immer noch eine gute Astrokamera. Der Sensor ist nach wie vor sehr rauscharm und preislich gibt es immer wieder Schnäppchen für 2-300 Euro.

Gruß Markus
 
Bezüglich Darks bei den DSLMs:

Ich habe kürzlich zwei Sessions, angefertigt mit meiner Canon Ra, mit bzw. ohne Darks (aber mit Darkflats) gestacked.

Im direkten Vergleich konnte ich, vom Bildrauschen her, wenig bis gar keinen Unterschied feststellen!

Welche Erfahrungen hast du mit Darks bei deinen DSLMs gemacht, Markus? Kann man sich die Arbeit dafür sparen?

LG Gernot
 
Hallo Gernot,

ich mache in der Regel keine Darks, obwohl meine gekühlte 6Dac die Temperatur auf 0.1° genau regeln kann. Ich hatte diesen Test auch mal gemacht und bin zum Schluss gekommen das kein Unterschied sichtbar war.

Gruß Markus
 
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