Celestron 5 1/2" Schmidt-Kamera Umbau

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So langsam wird es was. Die Sternabbildung ist noch mies, aber da muss ich noch die Korrektorplatte so weit drehen bis es passt.

M31, 1/2 Stunde bei Unity-Gain.

M31_clone_DBE.jpg
 
Hallo Peter,

natürlich habe ich das ganze auch mit + ohne Linse verglichen. Ohne Linse ist die Bildfeldwölbung noch viel extremer.

Ich habe den Krümmungsradius nach folgender Formel berechnet.

Krümmungsradius R_L = (1 - 1/n) * R_S
n=1,52249 (BK7)
R_S = D * f = 139,7mm * 1,65 = 230,505 mm

damit komme ich auf 79,105mm.

Aber bei Field flattener and corrective tele-extender steht dass für die Schmidt-Kamera die Formel

R_L = (1 - 1/n) * R_S / 2

gilt. Demnach sind ist die verwendete Linse mit 150mm Brennweite nicht korrekt. Es müßte dann eher eine Linse mit
39,4 mm Brennweite sein. Das erklärt vielleicht die noch vorhandene starke Bildfeldkrümmung.

Ich habe beide Konfigurationen mal versucht in OLSO zu simulieren. Aber ich bin leider kein Optikexperte. :-(

Viele Grüße
Sven

Hallo Sven,

da musst du etwas falsch gemacht haben.
Ich hab schnell mal eine Schmidt-Kamera 140F1,5 gerechnet ohne jetzt die Lage der neutralen Zone zu optimieren und die Obstruktion zu berücksichtigen.
Mit der von dir schon gefundenen Feldebnungslinse im richtigen Abstand vom Sensor und bei Anpassung des Abstandes der Schmidtplatte sieht das sehr gut aus.
Ich komme mit Oslo für mein Design auf 73mm Krümmungsradius für eine Plankonvexlinse mit 3mm Stärke.
Ich halte hier 4mm Abstand der Linse vom Sensor für einen guten Kompromiss. Das Ganze sieht dann in dem sehr groben Maßstab in dem deine Spots dargestellt sind so aus.

SK140F1,5_1.jpg

Ach ja ich habe noch den Feldwinkel auf 3,2° (6,4° im Durchmesser) erweitert damit du die die Spots über die volle Diagonale deines Sensors siehst.
Das ist bei den von dir gewählten 1° ja nicht gegeben.

Der Maßstab ist natürlich zu grob um etwas sagen zu können, ich habe den nur gewählt damit die Spots mit deinen vergleichbar sind.
Darum hier noch mal mit aussagefähigen Maßstab von 0,1mm statt 1mm also um Faktor10 größer dargestellt.

SK140F1,5_2.jpg

Du siehst also wenn alle Abstände optimal gewählt werden bekommst du auch ein sehr gutes Ergebnis.
Der RMS Spotradius in den Ecken deines Sensors also bei 3,2° Feldwinkel beträgt polychromatisch für 486 bis 653nm 0,0038mm ist also deutlich kleiner als die Pixel deines Sensors.

SK140F1,5_3.jpg


Damit solltest du eine erstklassige Abbildung bis in die letzten Ecke deines Sensors bekommen.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

Du hast mit der Linse natürlich recht. Bei dem vielen hin-/herbauen habe ich versehentlich die Linsen vertauscht. Es ist tatsächlich die Linse mit 150mm-Brennweite (77,5mm Krümmungsradius) die das beste Ergebnis zur Bildfeldebnung liefert.

Leider ist mir mechanisch noch keine Lösung eingefallen, wie ich die Linse 4mm vom Chip weg bekommen. Am einfachsten war es das AR-Glas auszubauen und die PCX-Linse direkt auf dem Chip zu platzieren und mit dem Gehäusedeckel der ASI zu kontern. Damit wäre der Abstand aber 0mm. :(

Deine Berechnung mit 4mm-Abstand sieht aber mehr als gut aus. Das muss ich in meiner OSLO-Simulation auch mal ausprobieren.

Mein größtes Problem ist im Moment der Sensor-Tilt. Ich habe die Kamera zwar an einer Tilt-Plate mit 4 Schrauben befestigt, so dass ich die Lage justieren kann, allerdings ist das Einstellen sehr umständlich. Ich versuche mit der Bathinov-Maske den Tilt in allen 4 Bildecken zu ermitteln und muss für das Verstellen der Schrauben jedes Mal die Schmidt-Platte abnehmen. Die Klappe über die man in den Tubus gelangt ist leider sehr klein.

Als nächsten Schritt bin in gerade dabei erstmal eine neue Kamerahalterung im 3D-Druck zu erstellen. Später kann man das aus Metall machen.

1. Originalhalterung erscheint mit nicht gut gelöst. Der damalige EPOCH-Umbau mit einer Halterung aus einem Stück erscheint mit da viel besser gelöst. Daran orientiere ich mich.

2. Ich habe vorgesehen die Fokussierung über einen kleinen Schrittmotor zu realisieren, damit ich erschütterungsfreier fokussieren kann.

3. Die 3 Haltestege erzeugen leider 6 Spikes an den Sternen. Mir gefällt das nicht. Von daher wird der neue Halter 4 Haltestege haben.

Viele Grüße
Sven
 
Hallo Sven,

der Abstand ist nicht so kritisch, es sollte nur immer der Abstand Schmidtplatte HS an den Abstand Feldebnungslinse Sensor angepasst werden.
Wenn ich hier 4mm vorschlage dann deshalb weil dieser Abstand auch die Höhe verändert in der sich die Kurven der einzelnen Farben im LSA Diagramm scheiden und damit auch den Farblängsfehler.
Der polychromatische Spot auf der Achse wird daher bei kleinerem Abstand größer während hingegen bei größerem Abstand der laterale Farbfehler im Feld zunimmt.
Ich halte hier wie gesagt die 4mm für einen guten Kompromiss zwischen Beiden.
Wobei ich mit 3mm Linsenstärke gerechnet habe. Die Linsenstärke beeinflusst den lateralen Farbfehler, je dünner die Linse umso besser.
Auf der anderen Seite muss die Linse natürlich noch mechanisch stabil genug sein um nicht allzu empfindlich auf den geringsten Druck zu reagieren.
Auch hier muss man also einen vernünftigen Kompromiss finden. Es hängt natürlich auch vom Durchmesser der Linse und dem Krümmungsradius ab wie dick sie in der Mitte sein muss um noch ausreichend stabil zu sein.
Also dann noch viel Erfolg beim deiner Modifikation.
Ich kann dir auch gerne beim Abstimmen des Abstand Schmidtplatte HS an den Abstand Feldebnungslinse Sensor helfen.

Grüße Gerd
 
Hallo,

Weihnachtszeit ist Bastelzeit. :)
So richtig zufrieden war ich mit dem Umbau bisher noch nicht. Ich habe daher die Kamerahalterung neu konstruiert und für die Fokussierung gleich noch einen Schrittmotor spendiert. Damit kann ich nun sehr bequem und genau fokussieren.

Viele Grüße
Sven


IMG_9498.JPG
IMG_9499.JPG
IMG_9500.JPG
IMG_9499.JPG
 
Hallo,
war irgendwas mit den Rechten auf dem Webserver. Auf meinem lokalen Linuxserver war alles gut. Jetzt sollte es funktionieren.
Gruß,
Stefan
 
Moin,

tut es. Das ist ja eine Fundgrube aus der analogen Zeit :y:

CS
Jörg
 
Hallo,

ich habe mich lange nicht mehr um die Schmidt-Kamera gekümmert.
Die Optik ist ja geradezu ideal für die Kometenfotografie.

Aus gegebenem Anlass kam die Schmidt-Kamera gestern zum Einsatz.
Komet Neowise, 30x60s belichtet.

Neowise_small.png


CS
Sven
 
Hallo Sven,

tolle Aufnahme, da sind ja so viele Detais in Koma, Schweif und um dem Kopf herum zusehen, das sich hier eine Falschfarben Bearbeitung lohnen würde!

Und sogar eine vergrößerte Bearbeitung von Koma und Kopf sicher noch Details zeigen könnte!

Ja hier spielt so eine Schmidtkamera mit der Bildschärfe ihre stärken aus!

Vieleich lässt sich das Bildformat durch positionieren in der Diagonalen noch besser ausnutzen.

weiter viel Erfolge damit

Gruß Günter
 
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