Celestron Astromaster 90 als Einstieg?

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konfuzius4

Mitglied
Hallo zusammen,

Bin ein kompletter Neueinsteiger mit Null Ahnung.
Dummerweise habe ich hier im Forum und auf vielen anderen Seiten schon sehr viel gelesen. Natürlich auch in den einschlägigen Shops informiert. Aber je mehr ich lese, desto mehr nimmt das Chaos in meinem Kopf zu.

Der Link http://astrofotografie.hohmann-edv.de/grundlagen/einsteigen.teleskopwahl.php hat mich auf das o.g. Teleskop gebracht. Preis, angebliche Leistungsfähigkeit und zukünftige Verwendungsmöglichkeiten haben mich spontan überzeugt.

Ich will auf der einen Seite schauen, ob das ganze überhaupt etwas für mich ist, spiele aber auch schon mit dem Gedanken, wenn es mir gefällt in die Astrofotografie einzusteigen. (Bin fotografisch vorbelastet)

Mir ist klar, dass das keine Anschaffung für die Ewigkeit ist. Wenn es mir keinen Spass macht wird es wieder verkauft, ist aber auch nicht allzuviel kaputt. Will ich mehr, ist mir auch klar, dass wir dann über ganz andere Regionen sprechen.

Seid Ihr der Meinung, dass das zum "anfixen" was taugen könnte?

Bin gespannt auf Eure Meinungen!

Gruß
Oli
 
Hallo Oli, willkommen im Forum.
Schau dich doch mal nach einem gebrauchtem 200mm Dobson um, da wirst du mit deinen Augen viel viel mehr mit sehen als mit dem Refraktor, was für den Einstig in die ASTRONOMIE sehr viel schöner ist meiner Meinung nach. Für die Astrofotografie natürlich sehr schwer zu bewerkstelligen. Aber wenn du etwas geschickt bist kannst du mit dem Dobson auch schöne Bilder vom Mond machen (mit einer DSRL dann).
Wenn du dich jedoch fast ausschließlich mit Plaetenfotografie beschäftigen willst, dann ist dein Vorschlag natürlich aufgrund der Montierung besser aber trotzdem auch recht anspruchsvoll.
Gruß Raphael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Raphael,

Ja, ein Dobson war auch mein erster Gedanke. Aber ist eben fotografisch eher untauglich.
Dann bin ich bei einem 150er Newton gelandet, wo mich aber bei passendem Preis die unpassenden Montierungen wieder abgebracht haben.
Jetzt habe ich das Teil entdeckt und das ist gerade in der Bucht neu für sagenhafte 185 Euronen zu bekommen. Motor gibt's für 25. (ob der wohl was taucht???)
Damit hätte ich einen günstigen Einstieg und wenn man das tatsächlich später als Leitrohr verwenden kann (erscheint mir etwas überdimensioniert dafür, aber schau mehr mal), wäre nix verloren.

Gruß
Oli
 
Hallo Oli,

Dann bin ich bei einem 150er Newton gelandet, wo mich aber bei passendem Preis die unpassenden Montierungen wieder abgebracht haben.
Jetzt habe ich das Teil entdeckt und das ist gerade in der Bucht neu für sagenhafte 185 Euronen zu bekommen. Motor gibt's für 25. (ob der wohl was taucht???)

Da würde ich bitte mal einen Link sehen, denn es gibt in dieser Preislage ein extrem ungeeignetes Gerät mit 1400mm Brennweite! Finger weg davon, macht visuell keinen Spaß und für Fotografie braucht man ihn nicht mal aus der Schachtel nehmen...

Wenn du dich für ernsthafte Fotografie interessierst brauchst du für 200€ nicht einmal eine nackte Montierung kaufen (ohne Teleskop und Motor), da ist dann schon etwas mehr nötig. Visuell (und auch wenn du später einmal fotografieren möchtest ist das der ideale Einstieg) würde ich den Vorschlag von Raphael zu 100% unterstützen - Allerdings wäre der beste Weg erst einmal Kontakt zu Sternfreunden in deiner Nähe zu suchen, einfach um verschiedene Gerät mal live an- und durchzuschauen - der einzige Weg wirklich SEIN Gerät zu finden :)

Viele Grüße Benny
 
Hi Benny,

Hier der Link bei TS http://www.teleskop-express.de/shop...ster-90EQ---90-1000mm-Refraktor-Teleskop.html (hatte ich grade offen)

Dass ich damit nicht an ernsthaftes Fotografieren denken muss ist klar. Aber für erste Gehversuche und zum Erfahrung sammeln sollte es reichen. Klar, wenn es mich dann richtig packen sollte geht unter EQ5 o.ä. nix. Und die kostet dann natürlich alleine schon wesentlich mehr als hier das ganze Startpaket.

Gruß
Oli
 
Hallo Oli,

die Montierung sieht nach einer Variante der EQ-2 aus und wäre somit zu schwach für das Teleskop. Das Teleskop selber hat zwar (preisbedingt?) keinen 2"-Auszug, aber eine optische Auslegung, welche die chromatische Aberration auf ein vernünftiges Maß senkt. Als Refraktor sollte es recht unproblematisch sein und sich somit für den Einstieg eignen.

Grüße

fquadrat
 
Moin zusammen!

Diese Astromaster-Serie sieht zwar toll aus, hat mir aber viel zu viel Plastik verbaut. Der angeflanschte Peiler ist bspw. völlig nutzlos. Diesen Plastikschrott würde ich nicht kaufen wollen - ich hatte den Astromaster 70/900 mm. Der ging mir schon nach 10 Minuten zu Bruch - die primitive Azimutal-Montierung aus Weich-Alu. Füchterlich.

Ein sehr ähnliches, aber stabileres Modell (Refr. 90/900 mm) gibt es von Skywatcher - und das duchaus günstiger:
Hier mit der EQ-2 --> Klick mich! ...und hier mit der wesentlich stabileren NEQ-3 --> Klick mich!

2"-Auszüge sind IMO bei f/10 und weniger nicht unbedingt überlebenswichtig. Nachkaufen kann man so einen Auszug bei diesem Teleskop aber doch, wenn man Spaß hat. Einstiegsfotografie mit f/10 halte ich persönlich nicht unbedingt sinnvoll. Visuell ist so ein SW-90/900 mm ein schönes, komapktes Gerät, mit dem so einiges geht. Ich besitze so eins als Dritt-Teleskop auf der azimutalen Vixen Porta.
 
Hi Micha,

Der Astromaster 70 hat eine CG2 Montierung, der 90 eine CG3, die deutlich stabiler sein soll.
Der Skywatcher mit der NEQ3 gefällt mir auch ganz gut. Danke für den Tip.
Aber ist fast ein Hunni mehr und fast schon über der Schmerzgrenze.
Hatte wie Anfangs schon geschrieben auch mal diesen Newton im Sinn 150/750
Vielleicht könnt Ihr auch den mal kommentieren.

Danke,
Oli
 
Lies mal nach:

> der 90 eine CG3, die deutlich stabiler sein soll

Diese CG3 entspricht der EQ-2 - das wurde oben schon gesagt. ändert aber auch nix an den Plastikteilen an Tubus und Montierung. Der SW ist da wesentlich "metallhaltiger".

Dein Link zum 150/750 stimmt nicht.
 
Hallo Oli,

danke für den Link, ich meinte auch den 150er nicht den 90er Refraktor, dieser hier hat aber die "richtige" Brennweite.

Zu seiner Eignung in Sachen Fotografie wurde ja bereits alles nötige gesagt - zu schwachbrüstig, selbst visuell wird das keine Freude bereiten, auch wenn die Optik selber sicher schon tolle Anblicke bietet.

Gruß und CS Benny
 
Hallo Oli,

Seid Ihr der Meinung, dass das zum "anfixen" was taugen könnte?

ja. Sonnenflecken (mit Baaderfolie vor der Teleskoplinse), Mond, Jupiter, Plejaden und Orionnebel gehen genau wie Kugelsternhaufen und bunte Doppelsterne sehr schön mit dem Teleskop. Wenn es Dich dann angefixt hat, willst aber sehr schnell mehr Öffnung und weitre Okulare. :D 20er und 10er RK ist ein bissy wenig.

Vor 35 Jahren wäre so ein Fraunhofer der Traum eines jeden angehenden Amateurs gewesen. Ob er für Dich das Richtige ist, hängt von Deinen Erwartungen ab. Und von wo aus Du was beobachten möchtest.

Stünde ich heute vor einer Kaufentscheidung, würde ich jedoch als erstes zu ner Sternwarte gehen und dort mal selber durch verschiedene Fernrohrtypen durchschauen. Denn das was Du (unbewußt) erwartest und was Du durch dieses Spielzeug sehen kannst, sind 2 Paar Stiefel. ;)

 
Hallo Fee,

Wo ich das nutzen möchte ist klar.
Einmal vor der Haustür, das ist in Böblingen. Da braucht es aber einen superklaren Himmel, da sonst das Licht vom benachbarten Daimler-Werk wohl nur noch den Vollmond durchkommen lässt. :cool:
Der zweite Standort wird im Schwarzwald sein. Da sieht es wesentlich besser aus, was Lichtverschmutzung angeht.
Muss mal schauen, in Weil der Stadt gibt es eine kl. Stewa. Vielleicht kann ich da demnächst mal vorbei gehen.

Gruß
Oli
 
Hi Oli,

das ist in Böblingen. Da braucht es aber einen superklaren Himmel, da sonst das Licht vom benachbarten Daimler-Werk wohl nur noch den Vollmond durchkommen lässt.

Nö. Sonnenflecken, Mondkrater und Planeten (im Moment Jupiter) gehen definitiv von Böblingen aus. Blos net direkt unter ner Straßenlaterne. ;)

Der zweite Standort wird im Schwarzwald sein.

den Transport wird die kleine Montierung nicht besonders gut überstehen. Dazu ist sie zu klapprig. :(

Wenn Du sie transportieren willst, mußt sie jedesmal komplett zerlegen und in den Originalkarton verpacken. Oder ne entsprechende Transporttasche kaufen/nähen. Polsterung nicht vergessen.

Bitte nicht einfach übers Internet bestellen, schau sie Dir vorher an. Ruf doch mal beim Fernrohrland in Fellbach an, ob die sie da haben und Du nen Blick drauf werfen darfst. Falls irgendwo ein Schraubgewinde in Plastik vorhanden ist, kannst das echt knicken!

Du solltest überlegen, ob Du zu Hause ein Plätzle für sie hast, wo sie sicher aufgebaut stehen bleiben kann. Ohne daß sie umfällt oder im Weg ist. 1x Umgefallen (weil Du an die Füße gekommen bist, oder am Teleskop hängen geblieben bist) und schon sind Plastikteile hinüber!

Als "Leitrohr" oder "Sucher" für später (wenn Du dann angefixt bist und was ordentliches hast) ist das Röhrle zu lang.

Ein "Sucher" sollte nicht mehr als 300 - 400 mm haben. Sonst findest für die Fotografie keinen Leitstern. Der Okularauszug ist nicht wirklich gut und eine Kamera zum Guiden an dem macht keinen Spaß. Das verkippt und führt zu Drift -> Eiersterne auf Fotos. :(

Ich würde mich an Deiner Stelle vom Gedanken verabschieden, dieses Teleskop noch für was anderes zu verwenden. Es ist ok fürs "Schnellspechteln". Da es klein ist, kühlt es schnell aus und ist im Winter innerhalb von ca. 20 Minuten einsatzbereit. Ein Teleskop mit mehr Öffnung braucht wesentlich länger zum Auskühlen. Das ist aber auch schon der einzige Vorteil.

Du kannst an Stelle der beiden RK Okulare auch das hier nehmen. Damit deckst Du einen größeren Bereich ab und mußt nicht andauernd das Okular wechseln. Dieses Zoom ist bei dem Öffnungsverhältnis des Teleskopes sehr angenehm beim Einblick (hab ich selber) und intuitiv zu bedienen. :)

Die Sternwarte in Weil der Stadt kenn ich, soweit ich weiß, haben die kein so kleines Teleskop. Eine weitere Sternwarte gibt es in Stuttgart. Auf der Uhlandshöhe. Im Gegegnsatz zu Weil der Stadt hat die Schwäbische Sternwarte fast jeden klaren Abend offen. :)

Und auf ihren beiden Führungsteleskopen (Zeiss und Starfire) jeweils einen Sucher, der etwa Deinem Wunschteleskop von der Brennweite her entspricht... Der Stuttgarter Himmel und Böblingen dürfte etwa gleich lichtverseucht sein...

 
Guten Morgen Fee,

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Also von dem Celestron habe ich mich mittlerweile verabschiedet.
Heißt aber nicht, dass ich jetzt schlauer bin.
Aber wahrscheinlich gehe ich wirklich mal in Felbach vorbei.

Schönes Wochenende ,
Oli
 
Hi Oli,


ja, das ist kein Spielzeug mehr. Der 6" Newton ist "was rechtes" - ich hab selber seit ca. 8 Jahren nen 6" Newton und der ist auch für Sonne, Mond und Planetenfotografie mit einer Webcam tauglich. Allerdings ist auch da die Montierung der Schwachpunkt. Statt der EQ3-1 würde ich ne richtige EQ3 oder die CG4 nehmen. Und von Anfang an ne 2-Achs Steuerung. Die verkauft Dir jeder Händler auf Nachfrage zum 6" Newton. Klar kostet das mehr, aber dann hast was vernünftiges.

Das Angebot, so wie es von Dir verlinkt ist, ist ein Lockangebot zum Reinschnuppern. Nachträglich nur 1 Motor ranklatschen is Kappes. Da wechselst innerhalb kürzester Zeit und kaufst ne 2. Montierung. Dann hast mehr Geld ausgegeben, als wenn Du gleich richtig kaufst...

An Deepsky Fotografie würde ich jetzt noch garnicht nicht denken. Denn da müßtest Du wesentlich mehr Geld ausgeben:

- ne HEQ5 (damit kann der 6" Newton auch im Deepsky-Bereich fotografisch verwendet werden)
- ne Steuerung mit ST-4 Eingang für Autoguiding
- ne Guidingcam am 8x50 Sucher + Laptop + Freeware Guidingprogramm
- ein 2" Okularauszug (kannst selber an den Newton ranbauen)
- ein Komakorrektor
- Adapter um ne DSLR anzuschließen

Summa Sumarum ca. 3.000 Euro, nur mal so als Hausnummer.

Der (vernünftige) Einstieg in die Sonne- Mond- und Planetenfotografie dagegen kostet ca. 650 Euro. Und hat den Vorteil, daß Du nicht jedesmal in dunkle Gefilde ausweichen mußt. :)

Mit 6", 3x Barlow-Linse und Webcam hab ich vor Jahren so angefangen:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/a386b5-1351936249.jpg

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/1f2db7-1351936433.png

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/bd03f5-1351936617.jpg

Dazu bräuchtest Du das hier:
diese Montierung mit der Steuerung und der Webcam samt dem Sperrfilter. Das ist dann ein stimmiges Konzept und kann mit ner 3x Barlow Linse auf 2,25 Meter Brennweite aufgeplustert werden. Dann erkennst auf den Webcambildern nach der Bearbeitung bereits die beiden Hauptbänder auf Jupiter und den GRF sowie die Ringe vom Saturn. Mond geht in jeder Brennweite was. :)

Natürlich ist das preislich was anderes als das von Dir zuerst gepostete Röhrle. Aber es hat eben im Gegensatz zum Röhrle echtes Potential für die Zukunft. :cool:

Eventuell wäre ja auch die Mitgliedschaft in einer Sternwarte was für Dich? Dann müßtest garnix selber kaufen. Könntest die Teleskope/Kameras der Sternwarte nutzen. :cool:

Das hätte auch den Vorteil, daß Du gleich Ansprechpartner hättest, die Dir bei den ersten Schritten weiterhelfen...
 
Hallo Oli,
Zitat von konfuzius4:
Ich will auf der einen Seite schauen, ob das ganze überhaupt etwas für mich ist

Mir ist klar, dass das keine Anschaffung für die Ewigkeit ist. Wenn es mir keinen Spass macht wird es wieder verkauft, ist aber auch nicht allzuviel kaputt. Will ich mehr, ist mir auch klar, dass wir dann über ganz andere Regionen sprechen.

wenn Du noch nicht weisst, ob es etwas für Dich ist, dann könntest Du Kontakt zu einer Beobachtergruppe suchen und diese Gruppe an mehreren Abenden/Nächten ohne Teleskop begleiten.

Gleichzeitig merkst Du dann auch, dass das Wetter bestimmt, wann Du beobachten kannst und müsstest Dich auch nicht mit dem Verkauf eines Teleskopes befassen, weil Du keines hättest.

Gruß

Ronald
 
Hallo Fee,
Zitat von Sternenfee123:
den Transport wird die kleine Montierung nicht besonders gut überstehen. Dazu ist sie zu klapprig. :(

Wenn Du sie transportieren willst, mußt sie jedesmal komplett zerlegen und in den Originalkarton verpacken. Oder ne entsprechende Transporttasche kaufen/nähen. Polsterung nicht vergessen.
kann man so nicht stehen lassen. Der Tubus ist mit einer Schnellkupplung an der Montierung befestigt, also kann man ihn leicht abnehmen. Tubus in eine Decke oder die später ohnehin benötigte Jacke einschlagen, Montierungskopf ebenfalls einschlagen, schon kann man das Teleskop von hier nach Posemuckel transportieren, ohne etwas zu beschädigen. Wenn man den Kopf vom Stativ trennt, kann man ihn noch leichter schützen.

Meine beiden Hauptmontierungen, eine EQ-5 und eine EQ-1, transportiere ich übrigens immer zerlegt. Das Aufbauen dauert länger, ist aber bei rechtzeitiger Anreise kein Grund für verspätete Beobachtungen und wärmt im ersten Fall wegen des Herumschleppens sogar noch auf. ;)

Grüße

fquadrat
 
Mensch, das nenne ich mal eine gute Fee! :/

Deine Bilder gefallen mir richtig gut. Die Kombination die Du vorschlägst als Einstieg klingt auch plausibel. Hab da auch noch was gefunden, was zwar preislich weh tut, aber dafür wenig Austausch in der Zukunft bedeuten würde. GSO 150/750 mit EQ5
Da noch ein zwei Okulare und erst mal visuell starten. Danach Stück für Stück ergänzen bis es mit der Fotografie losgehen kann.
SteWa Mitgliedschaft ist eher nichts für mich. Bin auch anderweitig viel eingespannt, daher muss ich flexibel sein. Blick zum Himmel, alles klar, dann raus und gut! Und ich habe ja jetzt die Erfahrung gemacht, dass es hier viele tolle und sehr hilfsbereite Leute gibt, die einem sicher auch zukünftig die eine oder andere Frage beantworten. :respekt:
Nächste Woche werde ich auf jeden Fall mal einen Blick nach Fellbach werfen. Denke danach sehe ich klarer .

Vielen Dank nochmal für Deine Mühe,
Oli
 
Hallo Ronald,

Hab mich da etwas unglücklich ausgedrückt. Es ist sicher was für mich. War da auch schon vor 25 Jahren....oh Gott, ist das echt schon so lange her? :o .... an der Schule recht aktiv. Hatte damals auch quasi eine Dauerkarte im Planetarium in Stuttgart.
Frage ist mehr, ob ich oft genug Zeit finde, damit sich der Invest auch lohnt. Aber ich glaube das lasse ich mal auf mich zu kommen. Habe auch zwei Jungs, von denen zumindest einer nicht uninteressiert ist was Astronomie angeht. Vielleicht kann ich damit noch richtige Begeisterung wecken. :)

Gruß
Oli
 
Hallo Oli,

mit der Kombination EQ5 + 150/750-Newton habe ich quasi auch angefangen (der Fee sei Dank). Dann kam der Wunsch nach mehr Öffnung und Fotografieren. Also wurden größere Teleskope und stabilere Montierungen abgeschafft. Das funktioniert heute alles auch ganz gut.

ABER ...

die EQ5 habe ich heute noch und kürzlich kam wieder ein 6"-Newton dazu, da ich den ursprünglichen leider veräußert hatte. Zwar kein 150/750 dafür ein 150/900, da Okular-unkritischer.

Warum? Weil das ganze Geraffel, dass sich bei mir angesammelt hat einfach nicht mehr ohne weiteres zu transportieren ist.

Die EQ5 (bei mir eine Astro5 mit Goto) und dem getunten 6" Newton kann ich innerhalb von 10 Minuten in das Auto laden und an einen guten Beobachtungsstandort fahren (bei mir doch eher die Schwäbische Alb und nicht der Schwarzwald, wie bei Dir).

Nun zu Deinem ursprünglichen Vorschlag mit 90mm Öffnung:

Das verzwickte an kleinen Öffnungen ist, das der Anfänger zu wenig sieht. Ein erfahrender Beobachter sieht Details bei 90mm, die der Anfänger vergeblich sucht, weil er nicht weiß, nach was er suchen muß.

Soll heißen: Wenn Du ein Objekt schon mal in einer großen Optik gesehen hast, dann fällt es Dir um einiges leicht, auch in einer Optik mit weniger Öffnung diese Details wieder zu erkennen.

Daher mein Ratschlag:

Ein 6"-Newton, gut justiert, wird Dir unter einen guten Himmel tolle Beobachtungen ermöglichen. Und das über alle Objektgruppen (Planeten, Glalxien, Sternhaufen, Doppelsterne, Mond, Sonne u.s.w). In Verbindung mit der EQ5 gehen dann auch Planetenfotos und ein wenig Deep-Sky-Aufnahmen.

Ein 8"-Dobson wird Dir nochmal eine ganzes Stück mehr Details an den besagten Objekten zeigen. Durch das Mehr an Öffnung wird auch der Einsatz von Nebelfiltern sinnvoll. Du wirst außerdem das "Zurechtfinden" am Himmel sehr schnell lernen. Diese Erfahrung bleibt und wird Dir, auch wenn Du dem Hobby Astronomie irgendwann wieder weniger Aufmerksamkeit schenkst, bleiben.

Die Empfehlung zu einem 8"-Dobson ist vermutlich so alt wie dieses Forum und klingt vermutlich schon etwas verbraucht. Dennoch wirst Du mit diesem Gerät Freude am Beobachten haben. Das Teil sieht "low-tech" aus, macht aber Spaß beim Beobachten.

Zusammengefasst:

- der 90mm Refraktor wird Dir visuell, auf Grund Deiner Erfahrung, zu wenig zeigen --> du wirst vermutlich schnell das Interesse verlieren
- der 150mm Newton auf einer zu kleinen Montierung ist nicht Fisch und nicht Fleisch, außerdem zu Beginn etwas kompliziert zu Handhaben
- der 8" Dobson wird Dir unter einem guten Himmel, in Verbindung mit einem Peilsucher (Telrad) und guten Karten (Deep Sky Reiseatlas), so viel Freude bereiten, dass Du Deinem neuen Hobby treu bleibst. Das ist auch die Voraussetzung für Deine Ambitionen in Richtung Astrofotografie.

konkretisierender Schlußsatz:

Setz' Dir ein Zeitlimmit von ein paar Wochen und schau' täglich in "Biete"-Forum. Warte, bis ein 8"-Dobson angeboten wird, der sammt Zubehört, zwischen 50-70% des Neuwertes liegt. Schlag zu und geht mit dem Geräte "aufs Feld". Beobachte und schreib hier im Forum deine Beobachtungserlebnisse. Die kommenden Monate werden z.B. Kometenmäßig interessant werden!

Das Forum wird Dir viele hilfreiche Tips geben, wie Du erfolgreicher beobachtest, Objekte findets u.s.w..

Wenn sich dann nach ein paar Beobachtungsnächten herausstellt, das dass alles nicht Dein Ding ist, dann stell' den Dobson wieder ins "Biete" Forum und Du wirst um eine Erfahrung reicher, aber finanziell nicht ärmer sein.

Viele Grüße
MArtin





 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Martin,

Vielen Dank für die Denkanstöße.
Nachdem ich ja schon über einen rein visuellen Start sinniert habe, wäre natürlich auch der Gedanke an ein Dobson wieder legitim. Dann würde die übrige Ausstattung aber komplett on Top kommen, aber erst dann, wenn ich es auch sicher brauche.
Werde Eure ganzen Anregungen mal sacken lassen und schauen, was ich schlussendlich mache.
Sicher ist nur, dass ich einsteigen werde. Wie und womit wird sich zeigen.
Mein Finanzminister wird da auch noch ein Wörtchen mitreden wollen. :pfeif:

Gruß
Oli
 
Zitat von resuah:
Ein 8"-Dobson wird Dir nochmal eine ganzes Stück mehr Details an den besagten Objekten zeigen. Durch das Mehr an Öffnung wird auch der Einsatz von Nebelfiltern sinnvoll.
Die sind auch bei 6" Öffnung sinnvoll. Welcher Filter der optimale ist, hängt eher von der Austrittspupille ab, welche wiederum auch bei Teleskopen mit kleiner Öffnung groß werden kann.

Mein 80/400er hat mit einem [O III]-Filter den Ring des Cirrusnebels vollständig erkennbar gemacht und den Rosettennebel gut gezeigt. Der Cirrusnebel kommt aber im 150/750er mit Baader-[O III]-Filter (UHC zu schwach, "normaler" [O III] nicht vorhanden) klasse.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Oli,

das mit dem Freischalten kann noch etwas dauern. Das machen die Moderatoren händisch. Das ist ein Schutz gegen Spammer.

Klar, für wirklich Interessierte ist es doof, wenn man so ein paar Tage verliert, aber da mußt durch. Astronomie, egal ob visuell oder fotografisch ist was für geduldige Leute. :D

Was bislang noch nicht anklang:

Es gibt Nachführplattformen für Dobsons. Die kann man kaufen oder selber bauen (sofern man das Geschick dazu hat).

Mit so ner Plattform wären Sonnenflecken, Mondkrater und Planeten ebenfalls machbar. Da nimmt man mit einer Webcam 2-3 Minuten lang das Motiv auf, das sind dann zwischen 900 und 3000 Einzelbilder mit Größenordnung 1/25 oder 1/30 Sekunde. Diese Bilder jagt man durch ein Freewareprogramm, welches nur die schärfsten, unverzerrten Bilder berücksichtigt und diese verrauschten Bilder übereinander legt. Dadurch verschwindet das Rauschen und ma kann das Bild anschließend schärfen und im Kontrast anheben. :)

So hättest Du viel Öffnung (wichtig für visuell) und Nachführung für Webcam-Fotografie.

Allerdings geht das nicht für Deepsky. Bei Deepsky liegen die Belichtungszeiten zwischen 3 und 10 Minuten pro Einzelbild. Und Du mußt viele Einzelbilder machen. Um mit einer DSLR gut durchbelichtete Bilder zu bekommen, sollten die Belichtungszeiten pro Motiv zwischen 2 und 10 Stunden liegen, je nachdem, wie hell das Motiv ist und ob Du mit oder ohne Filter arbeitest. Weil diese Nachführplatform eine azimutale Montierungsart ist, hast bei diesen langen Belichtungszeiten dann schon in den Einzelbildern Bildfelddrehung.

Du solltest Dir also erstmal drüber klar werden, ob Du auf Webcamfotografie (Sonne, Mond Planeten) losgehen willst, oder ob es Deepsky werden soll. Das sind 2 völlig unterschiedliche Baustellen.

Als ich 2002 mit der Astro-Fotografie angefangen hab, stand ich vor der selben Entscheidung. Weil Sonne, Mond und Planeten auch von der Stadt aus gehen (also die lange Anfahrt ins Dunkle wegfiel) und die Anforderungen an die Tragekraft der Montierung geringer und die genauere (autogeguidete) Nachführung nicht nötig war, hab ich mich seinerzeit aus Zeit- und Finanzgründen für die Planeten entschieden und bin 10 Jahre dabei geblieben. :) So konnte ich in jeder klaren Nacht sehr schnell und spontan fotografieren. :super:

Mit nem 8" Newton in Dobsonmontierung anzufangen (gerne auch gebraucht) ist also sicher nicht verkehrt. Da hättest die meiste Öffnung fürs Geld und kannst sofort mit Beobachten loslegen. So lernst den Himmel kennen. ;)

Und wenn dann wieder etwas Geld über ist, in ne Nachführplattform + ne Webcam zu investieren, halte ich für nen pragmatischen Weg. Da wird Dir Dein Finanzminister auch keine Steine in den Weg legen. :Trost:

Etliche von uns trennen übrigens das Geraffel zwischen "gucken" und fotografieren (bei Deepsky).

Z.B. gucken mit fettem Dobson, fotografieren mit Fotoobjektiv + Kamera ohne Teleskop auf der Montierung. Das schaut bei mir aktuell so aus:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/fa9e35-1352052507.jpg

Schiene fest unter dem Fotoobjektiv (4/300 Orestegor) am Fotogewinde des Objektives festgeschraubt, daneben einen 8x50 Sucher mit Guidingcam und zu meiner Bequehmlichkeit noch ne 2. Kamera mit Weitwinkelobjektiv.

Statt der 2. Kamera könnte da natürlich auch ein Telrad oder ein 2. Sucher sitzen. Damit wird das Alignment gemacht, also der Montierung beigebracht, wohin sie gerade guckt. Nach dem erfolgreichen Alignment kann man dann die Motive per Goto anfahren. Weil ich durch die Planetenfotografie genügend Kameras rumliegen hab, hab ich mir dieses Jahr die gezeigte "Luxusvariante" für den Balkon gebaut. Die Montierung samt Fotoaufbau bleibt draußen stehen (bei Regen kommt ne Plastikplane drüber). Will ich fotografieren, trag ich nen Schläppy raus, stöpsel die Kabel von den Kameras an den ran und steuer dann alles vom Wohnzimmer aus per W-LAN mit dem Desktop.

Es gibt viele Motive, für die man keine lange Brennweite (Teleskop) braucht. Der Einstieg in die Deepsky-Fotografie mit Fotoobjektiven ist relativ preiswert (und wenn Du schon welche hast, noch deutlich günstiger). Du brauchst nur eine Montierung mit Motoren und ne Steuerung, die nen S-T4 Eingang hat. Weil kein schweres Teleskop draufkommt, kann das schon ne CG4 oder natürlich auch was besseres sein. Und natürlich ne Guidingcam...

Da fallen dann die ganzen Baustellen bezüglich Okularauszugkippeln, Shifting vom Hauptspiegel gegenüber Leitrohr, richtiger Arbeitsabstand bei Flattner/Komakorrektor schon mal weg. :D
 
Sehr interessanter Thread - für mich zumindest, der ich auch gerne wieder einsteigen würde und die gleichen Fragen und Probleme habe.
Vor einigen Jahren hatte ich auch mal so ein "Plastik Röhrle" vom "Kosmos Verlag" für knapp 200.- War ne Menge Geld, aber gesehen hab ich fast nix, weil alleine das Einstellen so unkonfortabel war, dass ich schnell genervt war und die Lust verloren hatte.
Insofern bin ich für alle Tips hier dankbar, die gleich zu "was Richtigem" raten! Lohnt sich aus meiner Erfahrung unbedingt!

K@y
 
Liebe gute Fee,

Jetzt muss ich aber mal schimpfen! ;)
Du machst einem mit Deinen tollen Beschreibungen den Mund sowas von wässrig...
Da weiß ich gar nicht wo anfangen.
Wenn Du so weiter machst kaufe ich mir ein Dobson, eine gute Montierung mit Steuerung, den ganzen Kram für Kameras etc. und, und, und .... Und dann krieg ich Zuhause die Kündigung! :biggrin:
Bin jetzt mal Kreuz und quer auf der Jagd nach was für den Einstieg, wobei ich noch nicht sagen kann, was es sein wird.
Dobson steht im Fokus, hab mich aber auch geärgert, am WE ging in der Bucht ein nigelnagelneues Skywatcher 130/900 für 81€ weg und ich hab's verpennt. :confused:
Hab aber auch noch das 150/750 mit EQ5 im Hinterkopf, falls der Gebrauchtmarkt bis Weihnachten nichts brauchbares hergibt.
Schau mer mal, dann seh mer schon. :D

Liebe Grüße
Oli
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Oli,

Wenn Du so weiter machst kaufe ich mir ein Dobson, eine gute Montierung mit Steuerung, den ganzen Kram für Kameras etc. und, und, und .... Und dann krieg ich Zuhause die Kündigung! :biggrin:

dann nimm Deine bessere Hälfte doch mit zum Gucken. Das kann soooo romantisch sein. Hol ihr die Sterne vom Himmel. ;)

Gemeinsam Spechteln, später mal gemeinsam Webcammen, überlaß ihr die Bildbearbeitung (Mädels sind kreativ und haben Feinmotorik, was bei der BB sehr hilfreich ist) ;)

Wenn 2 Leute das selbe Geraffel nutzen, ist das Hobby gleich viel billiger...

Bin jetzt mal Kreuz und quer auf der Jagd nach was für den Einstieg, wobei ich noch nicht sagen kann, was es sein wird.

mach langsam, kauf nix überhastet. Geh vorher auf alle Fälle zu ner Sternwarte. Nimm Deine Frau mit. Womöglich gefällt es ihr ja?

Zum Einstimmen auf die Astronomie kannst ja vorher auch noch nen Planetariumsbesuch in Stuttgart + ein schickes Abendessen einschieben. :D
 
Weil diese Nachführplatform eine azimutale Montierungsart ist, hast bei diesen langen Belichtungszeiten dann schon in den Einzelbildern Bildfelddrehung.

äh, ich glaube, die Funktionsweise einer Äquatorial-Plattform überdenken wir aber nochmal.... ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Montierung

http://stern-fan.de/Seiten/zubehoer-eq-plattform.htm

Bitte nur über Zeugs schreiben, das man auch kennt und am besten selber ausprobiert hat.


Grüße
Rolf

 
Hi Rolf,

stimmt. Hab Murx geschrieben. :blush:
Merci, daß Du meinen Fehler gleich korrigiert hast.

Ich kannte bislang nur die primitive Bastelvariante eines Beobachterkumpels, die zwar nach Norden, aber nicht auf die Polhöhe ausgerichtet ist. Bei der mußte immer in DE korrigiert werden und es gab Bildfelddrehung...
 
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