Das Wunsch-Dachkant Fernglas

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

holger_merlitz

Aktives Mitglied
Hallo Gemeinde,

Ich wurde gefragt, Vorschlaege fuer neue Dachkant-Fernglaeser der gehobenen Mittelklasse zu machen. Eigentlich bin ich doch eher ein Porro-Fan und kenne mich nicht so aus auf dem Dachkant Markt. Andererseits ist das aber eine Chance, mal nachzuhaken, wo eigentlich Bedarf besteht. Also gebe ich die Frage jetzt an Euch weiter: Gibt es ein Dachkant Fernglas, das Ihr schon immer mal haben wolltet, aber nie finden konntet?

Bitte realistisch bleiben: Ein Fernglas mit Zeiss FL Qualitaet fuer 300 Euro ist nicht drin, und ein 25x100 duerfte bei diesem Konstruktionstyp auch schwierig werden. Ansonsten duerft Ihr jetzt mal Euer Wunschglas vorschlagen :-)

Viel Spass,
Holger
 
Moin Holger .... also nur realistische Spezifikationen ?
Was darfs denn in etwa kosten ? Gehobene Mittelklasse sehe ich so bei ca. 500 EUS, oder ?

Also wenn ich mit meinem neuen 7x40 BGA nicht so zufrieden wäre, wünschte ich mir ein 7x42 ... in Ergänzung der Zeiss-Conquest-Serie etwa.

Grüsse
Carsten
 
> Ich wurde gefragt, Vorschlaege fuer neue Dachkant-Fernglaeser der gehobenen Mittelklasse zu machen.

Hallo Holger,

darf man fragen, wer gefragt hat? War's ein großer chinesischer Hersteller im Bereich Fernoptik? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

> Gibt es ein Dachkant Fernglas, das Ihr schon immer mal haben wolltet, aber nie finden konntet?

Ja: ein Leitz 7x35 Trinovid mit moderner Vergütung, Phasenkorrekturbelag und 150m/1000m Sehfeld. Es muß nicht unbedingt Leitz draufstehen, aber die Eckdaten und die kompakte, schlanke Bauweise des alten Leitz Fernglases wären ganz nett. Es könnte auch ein 7x30 oder 7x32 sein. Das Sehfeld könnte man zur Not auf 140m/1000m beschränken, damit das Glas nicht zu groß wird. Unsere "Nobelhersteller" bewegen sich mit ihren Angeboten ja gern in eingefahrenen Gleisen, daher muß man sich mit Sonderwünschen wie einem 7x32 wohl am besten an einen chinesischen Hersteller wenden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Was meinst Du, wäre so ein 7x32 oder 7x35 mit großem Sehfeld zum halben Preis eines Zeiss FL reif für den Markt? Im Forum von Werner Jülich lief ja erst kürzlich eine Diskussion zu einem Kompaktglas abseits von den gängigen 8x20 und 10x25 Modellen. Vielleicht kann man auch hier ein nettes Gläsle "anfordern", welches mit einer ordentlichen Optik dem Auge mehr als 2,5mm AP bietet.

Und wenn wir schon bei 7-facher Vergrößerung sind: ein 7x42 Porro mit 140m/1000m Sehfeld würde ich gern kaufen, wenn es nicht zu teuer wird und die optische Leistung tatsächlich wenigstens Mittelklasse ist. Ein 7x42 Nobilem wäre auch was feines ...

Frank.
 
Hallo Holger, ich habe mein Wunsch-Glas-kann es allerdings nur mit einem Porro (Dekaris 10x50)vergleichen.Es ist ein älteres Notarem 10x40 (SN 5.800.000). Was ich daran schätze:
a) Zeiss-Verarbeitung und -Bildqualität
b) echte Innenfokussierung
c) wie Jäger sagen: sehr führig, man hat es umhängen und merkt es kaum- außerdem liegt es gut in den Händen.
d) das Zubehör: passable umstülpbare Okulargummis und sicher fixierbare Gelbfilter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> für den Blick ins Helle
e) die Maße: 15x6x11 cm!

Es ist mein Tag-Glas. Für die Astronomie ist das Bild im Vergleich zum Dekaris deutlich abgedunkelt. Was fehlt ist die im Forum schon gewünschte Naheinstellungsgrenze. Sie liegt nur bei ca. 4m. Was dem Glas ebenfalls fehlt ist die Möglichkeit einer Stativ-Fixierung.
Summa sumarum: ich gebe es nicht wieder her <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
CS Jochen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Holger,

ich schließe mich dem Frank an. Da es reichlich 8x30/32-Gläser auf dem Markt gibt, wäre auch mein Wunsch:
ein 7x30/35 mit möglichst großem Sehfeld, kompakt und leicht, mit Mitteltrieb, wasserdicht und optimaler Vergütung incl. Phasenkorrektur. Das alte Leitz Trinovid 7x35B mit 150m Sehfeld war und ist da der Maßstab ( Vergütung ausgenommen, wasserdicht war es auch nicht ), ich bezweifle allerdings, daß die Chinesen etwas Vergleichbares auf die Beine stellen können.

Beste Grüße

Manfred Müllers
 
Ein Standard-Stativanschluss wäre prima. Und mehrstufig herausdrehabare Augenmuscheln.

Marc
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Vielen Dank fuer die Anregungen! Es scheint, dass der Bedarf nach 7x Fernglaesern dominiert: 7x32 ueber 7x35 bis 7x42 wurde genannt.

Hier ein paar Antworten/Kommentare von mir:


Carsten:
>>Was darfs denn in etwa kosten ? Gehobene Mittelklasse sehe ich so bei ca. 500 EUS, oder ?

Weiss ich auch nicht so genau, aber ich vermute, dass der Bereich zwischen 300 und 600 Euro anvisiert wird.


Frank:
>>... darf man fragen, wer gefragt hat? War's ein großer chinesischer Hersteller im Bereich Fernoptik?

So ist es. Und ich weise darauf hin, dass nicht gefragt wurde: "Welches Fernglas sollte eventuell als naechstes kopiert werden?", sondern "Wo besteht Bedarf?". Vielleicht sehen wir ja in 1-2 Jahren die ersten hochwertigen Eigenkonstruktionen aus China?

>>Was meinst Du, wäre so ein 7x32 oder 7x35 mit großem Sehfeld zum halben Preis eines Zeiss FL reif für den Markt?

Wenn ich das richtig sehe, dann ist diese Groesse auf dem Markt momentan unterrepraesentiert? Es gibt ein paar billige Geraete mit 7x35, und das teure Zeiss 7x42 bzw. das Swaro B, und nicht viel dazwischen. Das 7x42 Swaro Habicht und das Minox BD haben ein Mini-Sehfeld. Zumindest scheint es also eine Marktluecke zu geben, fuer ein 7x Fernglas mit ordentlichem Sehfeld und im Preis deutlich unter dem High-End.


>>Im Forum von Werner Jülich lief ja erst kürzlich eine Diskussion zu einem Kompaktglas abseits von den gängigen 8x20 und 10x25 Modellen

Korrekt, ein 7x25 mit halbwegs vernuenftigem Sehfeld gibt es offenbar auch nicht.


Jochen:
>>>Es ist ein älteres Notarem 10x40

Gibt es wirklich keine Alternativen fuer das Notarem? Ich frage, weil 10x42 ja eine Standardgroesse ist. Wie waere es mit dem 10x40 Zeiss Conquest? Oder dem 10x42 Docter B/CL? Klar, ein paar 'Features' wie Gelbfilter gibt es nicht mehr, und die Gummi-Stuelpmuscheln sind heute auch nicht mehr 'in', obwohl manchmal besser als wackelige verstellbare Augenmuscheln.


Manfred:
>>Das alte Leitz Trinovid 7x35B mit 150m Sehfeld war und ist da der Maßstab ...

Darf ich mal fragen: Wie war es bei diesem Fernglas denn mit der Rand-(un)-schaerfe bestellt? Ein Sehfeld von 150m/1000m ist toll, aber war dieses Fernglas denn auch halbwegs Astro-tauglich? Mir ist klar, dass ein 7x35 kein typisches Astroglas sein wird, aber oft genug wird ein Fernglas ja von Vornherein verdammt, wenn auch nur ein einziger Benutzer sich im Internet ueber eine schlechte Randschaerfe beklagt hat.

>>>ich bezweifle allerdings, daß die Chinesen etwas Vergleichbares auf die Beine stellen können.

Das bleibt abzuwarten. Insbesondere die Mechanik hat bei den besseren China Glaesern in den letzten zwei Jahren einen Qualitaetssprung erlebt, seitdem die ersten Fabriken in CNC Maschinen investiert haben. Die Fertigung der Linsen scheint kein Problem zu sein, und die Verguetung ist auch viel besser geworden. Es fragt sich jetzt, ob sie mit den Fertigungs und Montagetoleranzen der Prismen klarkommen - die sind scheinbar deutlich kleiner als bei Porro Glaesern.

Marc:
>>>Ein Standard-Stativanschluss wäre prima. Und mehrstufig herausdrehabare Augenmuscheln.


Ist notiert :-)


Viele Gruesse,
Holger
 
Wenn es denn ein Dachkantglas sein soll, wäre mir ein Gehäuse mit Durchgriff (wie beim EDF 7x40) wichtig. (Das Swaro mit Durchgriff kenne ich nicht aus eigener Anschauung.) Bei typischen Dachkanten bringe ich meine Finger nicht bequem unter, deshalb kaufe ich sie nicht. Wie die Chinesen das mechanisch hinbekommen, ist mir gleich - zur Not darf es ruhig eine Variante mit Einzelfokus geben, wenn es nur gut in der Hand liegt. Das EDF wäre gar nicht schlecht, wenn es nicht so gelbstichig und das Sehfeld etwas weiter wäre.
 
Hallo Holger,

das 7x35B Trinovid habe ich vor ca. 15 Jahren verkauft. Nach meiner Erinnerung war die Randschärfe zwar nicht besonders gut aber im Vergleich zum Zeiss 7x42 Dialyt auch nicht auffällig schlechter. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, das ist schon zu lange her.

International gesehen könnte ein gutes 7x30/35 ein Erfolg werden, speziell in Amerika war dieses Format beliebt und gefragt.
Für Deutschland bin ich da nicht so optimistisch. Swarovski hatte mal ein 7x30SLC im Angebot, das hat man wohl mangels Nachfrage aus der Produktion genommen. Hierzulande meinen halt viele, daß ein 8- oder gar 10-faches Glas besser ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />.

Beste Grüße

Manfred
 
Wenn ich das richtig sehe, dann ist diese Groesse auf dem Markt momentan unterrepraesentiert? Es gibt ein paar billige Geraete mit 7x35, und das teure Zeiss 7x42 bzw. das Swaro B, und nicht viel dazwischen. Das 7x42 Swaro Habicht und das Minox BD haben ein Mini-Sehfeld. Zumindest scheint es also eine Marktluecke zu geben, fuer ein 7x Fernglas mit ordentlichem Sehfeld und im Preis deutlich unter dem High-End.

Hallo Holger,

bei 7-fach vergrößernden Ferngläsern mit ordentlicher Optik hat man wirklich keine große Auswahl. Entweder greift man zu den wenigen Porrogläsern (z.B. Swaro oder Optolyth) und nimmt das kleine Sehfeld in Kauf oder man besorgt sich gleich ein Swaro, Leica oder Zeiss 7x42 Dachkant. Eine Alternative scheint es noch zu geben: bei Optolyth steht ein ViaNova 7x42 BGA mit 135m/1000m Sehfeld im neuen Katalog. Allerdings habe ich das Fernglas bis jetzt noch nicht im Handel gesehen und einen Preis konnte ich auch nicht finden. Ein richtig gutes 7x32 oder 7x35 Dachkant mit wenigstens 140m/1000m Sehfeld zu einem Preis deutlich unterhalb der gängigen "Nobelmarken" könnte da schon eine interessante Alternative sein. Für unter 500 Euro gibt es übrigens noch das Bresser Montana 7x42 (375 Euro Listenpreis). Ob das was taugt? Keine Ahnung. Mir schwebt aber ohnehin ein kompakteres Fernglas, am besten mit 150m/1000m Sehfeld, vor. Das wäre dann eine mögliche Marktlücke.

Das Thema Randunschärfe würde ich nicht zu eng sehen. Die Zeiss 7x42 und 8x42 FL Gläser sind auch nicht gerade ein Hit, wenn man speziell auf diesen Punkt achtet. Falls sich ein neues 7x35 Dachkant bei der Randunschärfe in etwa wie mein altes Leitz 8x40 Trinovid verhält, dann hätte ich nichts zu meckern.

Was mich noch interessieren würde, das wäre ein wirklich gutes 15x45 oder 15x50 Dachkant-Fernglas. Nicht als Ergänzung zum Zeiss Conquest sondern als Ersatz. Ich hatte schon öfter den Gedanken, mein altes Pentekarem in Rente zu schicken. Als ich das 15x45 Conquest ausprobieren durfte, hatte sich das Thema aber schnell erledigt. Im Bereich der 15-fach vergrößernden Ferngläser hat man ja noch weniger Alternativen als bei den 7xirgendwas Ferngläsern. Ein Canon Stabi wollte ich mir eigentlich nicht kaufen und ein 15x60 Nobilem ist schon etwas zu groß für meine Zwecke. Alternativen? Wenn das Swaro 15x56 zu teuer ist, dann bleiben auch hier nur Porrogläser wie das Nikon 16x50 EX oder etwas vergleichbares. Ein wirklich ordentliches 15x45 oder 15x50 in Dachkantbauweise fehlt irgendwie auf dem aktuellen Markt. Ob für so ein Glas der Absatz gesichert wäre, das weiß ich allerdings auch nicht.

Frank.
 
(...) Das EDF wäre gar nicht schlecht, wenn es nicht so gelbstichig und das Sehfeld etwas weiter wäre.

Also das aktuelle Docter 7x40 B/GA (ja der Nachfolger des EDF) kommt mit deutlich reduziertem Gelbstich daher. Wer noch das gelbgrünliche Bild des NVA-Glases vor Augen hat, muss unbedingt einmal durch das aktuelle Docter schauen. Es ist nicht neutral, aber der Gelbstich ist nur ein Hauch, sieht man, wenn man weisse Häuserwände anschaut, oder gerne Schwäne beobachtet.
;-)

Ich meine, das BGA ist eines der ganz wenigen guten (und bezahlbaren) 7x40 (42). Die 'gefühlte' Randschärfe bei Naturbeobachtung würde ich glatt auf 97% ansetzen, am Sternenhimmel sind´s vielleicht 80%. Das scheinbare Sichtfeld kommt längst nicht an das FL heran, ist aber mit ca. 52,5° schon etwas besser als viele andere 7er.

Es ist sehr robust und hat ein extrem bequemes Einblickverhalten. Anmerken sollte man da noch, dass es mit ca. 980 Gramm nicht grade federleicht ist, aber damit erkauft man sich die Solidität.

Aber wie gesagt: wenn ein Wunschglas definiert werden sollte, dann irgend ´ne weitere nette 7x30/35/42-Alternative, wobei die Konsequenzen dann grade im kleineren Objektivdurchmesserbereich klar sein müssen: das Teil wird auch nicht Kompaktmaße bekommen, da die 'bleistiftdicken' Strahlenbündel ja irgendwie ungehindert durch die Prismen müssen.

Grüsse
Carsten
 
Hallo Frank,

dann haben wir mit 7x32 bis 7x35 wohl eine handfeste Luecke gefunden. Aber 140m-150m Sehfeld sind Pflicht!

Was die 15x Fernglaeser betrifft, bin ich nicht so sicher: Die gehoeren ja ohnehin auf ein Stativ - warum dann das Extra Geld in Dachkanten investieren, die eventuell 200g leichter sind als ein entsprechendes Porro? Aber klar, falls man ohnehin eine Baureihe mit 50mm Objektiven aufsetzt, dann kann man jenseits des 12x eventuell noch ein 15x einplanen.


Manfred: Korrekt, das Swaro 7x30 wurde abgesetzt. Das hatte auch nur 7.2 Grad Sehfeld, und das ist wirklich eine Zumutung, wenn man bedenkt, dass mein kompaktes Nikon 8x30 Porro volle 8.8 Grad hat!

Hans-Georg: Das 7x40 EDF ist uebrigens das einzige Dachkant, das sich momentan in meinem Besitz befindet! Es wird aber von Docter noch gebaut, und zwar mit anderen, farbneutralen Glassorten, so dass der Gelbstich kein Thema mehr sein duerfte.

Viele Gruesse,
Holger
 
Das Problem mit den 7fach-Gläsern scheint zu sein, daß die Konstrukteure nicht von einem leeren Blatt ausgehend konstruieren (dürfen), sondern Teile von anderen Produkten benutzen sollen. Damit kommen dann die kleinen Sehfelder heraus - gut zu sehen z. B. beim neuen Steiner Skipper 7x30. Es hat nur 120m/1000m, genau so viel wie die einfachen 8x30 von Steiner (Safari 8x30). Offenbar hat man Gehäuse, Objektive und Prismen vom Safari 8x30 genommen, mit neuen Okularen kombiniert, und fertig ist das 7x30. Ergebnis: Tunnelblick, kein Vergleich zum BPO 7x30 (das ist allerdings klobiger und wiegt doppelt so viel).

Wenn die Chinesen das gewünschte 7x35-Dachkantglas von Grund auf neu konstruieren, sind da sicher bessere Leistungen drin als bei Verwendung von Komponenten. Nur ist dann die Frage, ob sich der Aufwand auszahlt, d. h. ob die Kunden den Preis bezahlen. In der Diskussion im Juelich-Forum wurden die wirtschaftlichen Zwänge ja angesprochen, und die gelten vermutlich auch in China.
 
Das Problem mit den 7fach-Gläsern scheint zu sein, daß die Konstrukteure nicht von einem leeren Blatt ausgehend konstruieren (dürfen), sondern Teile von anderen Produkten benutzen sollen. Damit kommen dann die kleinen Sehfelder heraus - gut zu sehen z. B. beim neuen Steiner Skipper 7x30. Es hat nur 120m/1000m, genau so viel wie die einfachen 8x30 von Steiner (Safari 8x30). Offenbar hat man Gehäuse, Objektive und Prismen vom Safari 8x30 genommen, mit neuen Okularen kombiniert, und fertig ist das 7x30. Ergebnis: Tunnelblick, kein Vergleich zum BPO 7x30 (das ist allerdings klobiger und wiegt doppelt so viel).

Wenn die Chinesen das gewünschte 7x35-Dachkantglas von Grund auf neu konstruieren, sind da sicher bessere Leistungen drin als bei Verwendung von Komponenten. Nur ist dann die Frage, ob sich der Aufwand auszahlt, d. h. ob die Kunden den Preis bezahlen. In der Diskussion im Juelich-Forum wurden die wirtschaftlichen Zwänge ja angesprochen, und die gelten vermutlich auch in China.

Das ist ein sehr wichtiger Punkt: Um Geld zu sparen, setzt man gern eine Baureihe auf, z.B. 8x50, 10x50, 12x50, mit identischen Gehaeusen und unterschiedlichen Okularen. Wenn ich also die Prismen so dimensioniere, dass ein Lichtkegel mit 6 Grad Sehfeld durchpasst, dann habe ich etwa 60 Grad (scheinbares Sehfeld) im 10x, gut 70 Grad im 12x, und etwas schlappe knapp 50 Grad im 8x. Der Kunde will ein 8x50 mit 60 Grad Sehfeld? Gut, dann werden die Prismen halt groesser, aber die schleppt man dann auch bei den 10x und 12x Glaesern mit herum, wo man sie nicht ausnutzen kann (denn Okulare mit 70 Grad scheinbaren Sehfelds sind teuer oder sehr schlecht im Randbereich). Und jeder meckert dann, dass die Fernglaeser der Firma XYZ so schwer und unhandlich sind. Das ist der Grund, warum man bei niedrigen Vergroesserungen gern das Sehfeld klein haelt - dabei wuerde ich mir gerade hier ein weites Sehfeld fuer den Ueberblick wuenschen! Aber das Zeiss 7x42 Dialyt beweist, dass ein moderates Sehfeld von 150m/1000m bei gleichzeitig schlanker Bauweise noch moeglich ist.

Viele Gruesse,
Holger
 
Was die 15x Fernglaeser betrifft, bin ich nicht so sicher: Die gehoeren ja ohnehin auf ein Stativ - warum dann das Extra Geld in Dachkanten investieren, die eventuell 200g leichter sind als ein entsprechendes Porro?

Hallo Holger,

es muß kein Dachkant sein, ein schönes Porro tut es natürlich auch. Kennst Du ein aktuelles 15x50, welches wirklich was taugt? Das 15x60 Nobilem ist mir halt etwas zu groß und daher kam der Gedanke nach einem schlankeren Dachkantglas mit vielleicht 50mm Öffnung. So ein Glas kann man auch mal mit sich herum tragen oder auf Reisen mitnehmen. Beim Spektiv oder beim 15x60 überlege ich mir schon, ob es ins Reisegepäck kommt. Ein kleineres 15x50 Dachkant würde noch eher Platz finden.

Frank.
 
dann haben wir mit 7x32 bis 7x35 wohl eine handfeste Luecke gefunden. Aber 140m-150m Sehfeld sind Pflicht!
Nun, sowas gibt es: Das Foton Dachkantglas 7x35 aus Russland mit 151m/1000m. Gibt es z.B. hier. Allerdings ist die Sehfeldangabe bei allen Foton-Gläsern widersprüchlich, das Glas dürfte nicht 10,5° sondern 8,6° haben, wenn ich richtig rechne. Ist immer noch mehr als 60° scheinbares GF, und das ist fein.

Ich habe hier zur Zeit den größeren Bruder, das 10x40 Foton. Wenn ich Zeit habe, werde ich in einem eigenen Thread einen Erfahrungsbericht schreiben. So viel sei schon mal verraten: Das Glas ist mechanisch 1a mit einer feinfühligen und präzisen Fokussierung. Die Schärfe in der Bildmitte ist beeindruckend, fällt aber zum Rand hin stark ab. Je nach Einblick sind ausgeprägte Farbsäume am Rand zu sehen. Das Glas hat leider wegen mangehhaft lackierter Objektivtuben ein massives Streulichtproblem bei Lichtquellen außerhalb des Gesichtsfeldes, ähnlich wie die Deltrintems mit MC-Vergütung. Erstaunlicherweise zeigt sich der Mond innerhalb des Gesichtsfeldes knackscharf und fast reflexfrei. Auch sonst schlägt sich das handliche Foton am Himmel ausgezeichnet, sofern keine Straßenlaternen Streulicht in den Tuben erzeugen. Und am Tage ist es fast farbneutral.

Ein interessantes Glas, vor allem für den Preis, wenn da nicht dieses verfluchte Streulichtproblem wäre... doch dazu an anderer Stelle mehr.

Clear Skies,

Christof
 
>>>Kennst Du ein aktuelles 15x50, welches wirklich was taugt?


------------------------------------------------------------

Ich vermute mal: Das Leica Duovid :-)
Um den Bereich hoher Vergroesserung abzudecken, wuerde ich aber nicht zum 15x greifen. Ich wuerde mir eher mal das 12x50 Nikon SE ansehen, das ist noch schoen handlich und laesst sich auch noch sinnvoll ohne Stativ einsetzen. Ein handliches 15x50 bringt nichts, wenn man gleichzeitig noch ein Stativ schleppen muss.

Viele Gruesse,
Holger
 
Das Foton hat mir nicht gefallen

Hallo Christof,

Deine Begeisterung fuer das Foton kann ich leider nicht teilen. Ich muss allerdings sagen, dass ich nur das 10x40 und das kleine 5x25 gesehen habe. Das 10x40 hatte die von Dir erwaehnten Streulichtprobleme, kam aber auch insgesamt mit einem eher schlechten Kontrast und flauen Farben. Die Dachkante ist ein fetter schwarzer Balken, der bei hellen Lichtquellen eine nervige Beugung erzeugt. Ich wuerde sagen: Das ist ein Fernglas aus dem 100 Euro Bereich, und mehr ist es auch wirklich nicht wert. Im Gegenteil, da duerfte es in diesem Preisbereich einige Porros geben, die ein helleres und kontrastreicheres Bild liefern.

Das 5x25 ist schon eher interessant, weil ziemlich selten, aber recht schwer. Die Objektive sind in Wirklichkeit 30mm, die Austrittspupille wird aber auf 5mm abgeblendet. Ein nettes Spielzeug, mehr nicht ...

Wenn ich hier von einem neuen Dachkant Fernglas spreche, dann meine ich wirklich gehobene Mittelklasse, eine Alternative zu Zeiss und Co., die auch wasserdicht sein wird.

Viele Gruesse,
Holger
 
> Ich vermute mal: Das Leica Duovid :-)

Hallo Holger,

gute Idee. Warum ein 15x50 für wenig Geld, wenn man eins für viel Geld kaufen kann? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> In der Preisregion würde ich aber eher zum Swaro 15x56 greifen. Gestern konnte ich mal durchgucken und ich war einigermaßen beeindruckt. Allerdings macht das Teil ohne Stativ wirklich keinen Sinn.

> Ein handliches 15x50 bringt nichts, wenn man gleichzeitig noch ein Stativ schleppen muss.

Ich würde ein handliches 15x50 nicht kaufen, um es ohne Stativ zu nutzen. Mir geht es um die Packmaße und den Transport auf Reisen, nicht um freihändiges Gucken beim Wandern. Beim Swaro 15x56 würde ich ziemlich lange überlegen, ob es ins Reisegepäck kommt oder besser doch zu Hause bleibt. Könnte ich ein 15x45 oder 15x50 Dachkant kaufen, welches vom Gewicht und von den Abmessungen nicht viel größer als das Conquest ist, dann würde ich es auch mit in den Urlaub nehmen. Nur sollte die optische Leistung stimmen. Für so ein Glas braucht man kein Berlebach-Report, eine Nummer kleiner tut es auch. Aber so dringend ist die Sache mit einem 15x45 oder 15x50 Dachkant nicht. Bisher hatte ich immer ein monokulares CZJ 15x50 als Mini-Spektiv im Gepäck und das kann ich auch weiter verwenden. Wenn ich mehr sehen will, dann hänge ich mir halt das Miyauchi 15x60 um den Hals <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Re: Das Foton hat mir nicht gefallen

Hallo Holger,

Das 10x40 hatte die von Dir erwaehnten Streulichtprobleme, kam aber auch insgesamt mit einem eher schlechten Kontrast und flauen Farben. Die Dachkante ist ein fetter schwarzer Balken, der bei hellen Lichtquellen eine nervige Beugung erzeugt.
Also, der Kontrast und die Farben sind bei meinem Exemplar wirklich gut. Das liegt sicher auch an der ordentlichen MC-Vergütung, die auch auf den Prismen aufgebracht ist. Vielleicht hattest Du ein schlechtes Exemplar, die Russen haben ja mitunter heftige Qualitätsstreuungen.

Die Dachkante ist bei meinem auch dick zu sehen. Umso mehr hat mich überrascht, wie kontrastreich und scharf der Mond zu sehen war. Im meinem russischen Porro 10x50 oder im Deltrintem kommt er immer mit heftigen Reflexen. Die beschriebene Beugung bei hellen Lichtquellen ist mir noch nicht aufgefallen, worauf genau muss ich achten?

Nun, dass das Foton mit einem 500+ Euro-Glas nicht mithalten kann, ist klar. Allein das Streulicht und die mangelhafte Randschärfe sind schon traurig. Dem Streulichtproblem will ich aber noch zu Leibe rücken. Wie ist denn die Randschärfe beim 5x25?

Also, ich habe in der Preislage unter 200 Euro einige vollkommen unbrauchbare, weil nicht richtig scharfe Dachkantgläser gesehen. Bei den Porros sieht es nun wieder anders aus...

Ciao,

Christof
 
Re: Das Foton hat mir nicht gefallen

Hallo Christof,

die Dachkante erzeugt diese zwei sich kreuzenden Strahlen (einen auf der linken Seite und einen rechts), wenn man eine Strassenlaterne oder eine andere helle Lichtquelle im Visier hat. Dieser Effekt ist bei sehr guten Dachkanten nahezu unsichtbar, bei billigen kann er aber nerven, und das sieht man dann auch in der Umgebung des Mondes, die nicht mehr richtig schwarz erscheint.

Vielleicht sind die Fotons ja inzwischen etwas verbessert worden, meine Beobachtung dazu liegt auch schon mehr als 2 Jahre zurueck. Oder ich hatte ein besonders mieses Exemplar erwischt. Das 5x25 war relativ normal (fuer diese Preisklasse) in der Randschaerfe, so ab 60% sah man die Sterne nicht mehr perfekt punktfoermig, und ganz am Rande waren die Aberrationen deutlich, aber noch tolerabel.

Gruss,
Holger
 
Hallo Holger,

es ist ja hier schon viel "gewünscht" worden, aber nichts, das es nicht wirklich schon gegeben hat (obwohl auch ich gerne ein 7x40 mit den technischen Daten des Canon 10x30 hätte - so zum Beispiel Gewicht im 700g Bereich und Sehfeld von 60° mit guten Okularen).
Ich denke jedoch, daß das größte Potential in Gewicht und Volumen der Gläser liegt: schau Dir die heutigen Optiken von Canon für die 300D oder auch für die analogen 300x usw. an: der Fortschritt liegt in der extremen Leichtigkeit der Fassungen aus optimalem (Polycarbonat?) Kunststoff und dem selbst bei den Linsen verwendeten leichten z.Teil polymeren Material.

Für mich wäre also der Maßstab nicht das wasserdichte 7x40 mit "Ewigkeitsgehäuse" sondern das 400g leichte und kompakte 7x30 mit 60° - wie ist egal, Prismen aus Kunststoff werden notwendig sein, das Ding wird lang werden wegen der chromatischen Aberration, aber wer das kann ist der Herr des Marktes - der bisher nur Kompaktgläser bis 30mm mit höheren Vergrößerungen bei brauchbarem Gesichtsfeld anbietet. Zeiss hat ja in der Richtung schon viel experimentiert (dünne Linsen usw.), aber durch die Beschränkung auf Jäger (extreme Stabilität)und höchstes Preissegment nie wirkliches Interesse an sowas gehabt.
Leica BL sind derzeit wohl der beste Kompromíß im Segment "sauteuer" aber die müssen ja darauf achten, daß sie nicht ihre eigenen Produkte mit Alternativen aus dem Markt kicken und haben somit Null Interesse an etwas billigerem leichtem mit nur 3 Jahren Garantie (siehe Canon).
Und Canon hat wohl den Markt nie richtig verstanden, sondern bloß teure schwere Gläser (15x50 und 18x50) gemacht und die 10x30 und 12x36 wohl eher als "Zufallstreffer" gelandet. Sonst könnten sie ja die identische optimale Optik auch ohne Stabi als 8x40 und 7x35 leicht und gut anbieten. Oder ein halbwegs attraktives 10x40L mit deutlich unter 1kg und keinen solchen Glasklotz (mit optimaler Optik).

Also nochmal Klartext mein Wunsch:
optische Qualität vom Canon 10x30 oder 12x36 mit leichtem Gehäuse (Stabi gespart) und geringerer Vergrößerung (und damit größerer AP von ca. 4-5) bei geringem Gewicht(die 700g des 10x30 wären auch noch OK, aber Ziel sollten 450g sein) - hochwertiges Plastik kein Problem und Garantie 2 Jahre, nicht wasserdicht aber spritzwassergeschützt.

Gruß
 
Hallo Hanz,

So leicht wie moeglich - das sollte man beherzigen, insbesondere bei den kleineren Modellen bis 32mm. Nun sind die Chinesen ja nicht gerade die Weltmeister in Leichtbauweise. Ich befuerchte sogar, dass ein chinesisches Fernglas, bei dem augenblicklichen Stand der Entwicklung, schwerer wird als ein vergleichbares Spitzenmodell aus Japan oder Europa. Die 100g mehr nimmt man ja fuer den geringeren Preis, verglichen mit den Top Marken, in Kauf. Ob sich diese Tendenz auf kurze Sicht umkehren laesst, wage ich zu bezweifeln. Mit Kunststoffen gibt es zwar Erfahrung, z.B. bei Steiner, aber es ist nun mal ein Faktum, dass Metall und Glas sich relativ einfach und hochgenau bearbeiten lassen und sich auch bei Temperaturveraenderungen recht freundlich verhalten. Soll man all das aufgeben, um 150 Gramm Gewicht zu sparen? Ich weiss, in der Fotoindustrie scheint man da weiter zu sein, aber das koennte auch an unterschiedlichen Toleranzen liegen. Man sagt ja, 50mm Brennweite entspraeche etwa dem normalen Seheindruck. Dann wuerde ein 10x Fernglas ja einem Tele-Objektiv mit 500mm Brennweite entsprechen, und hier muss man eventuell schon sehr auf die Toleranzen achten und kann nicht mehr so leichtfertig mit Plastik hantieren wie noch bei den 200mm Zooms.

Ich finde, die Chinesen sollten lieber erst einmal lernen, eine Top Optik mit konventionellem Material hinzukriegen, und dann eventuell spaeter mit neuen Kunststoffen experimentieren.

Viele Gruesse,
Holger
 
Hallo Holger.
Ich wäre skeptisch, ob sich mit Mittelklassegläsern in Europa Geld verdienen lässt. Bin ich Jäger oder Segler, hänge ich mir kein Chinaglas um den Hals. Dort sind Gläser Prestigeobjekte, China ist da peinlich. Dort hängt auch kein Nikon oder Canon am Hals. Bleibt also z.B. der Typ wandernder Lehrer(in), oder Hobbyornithologe(in). Leicht und beherrschbar muss das Glas sein. Aber auch nicht zu billig! Optische Eigenschaften spielen wohl nur soweit eine Rolle, soweit der verkaufende Brillenliferant sie präsentiert.
Das was sich zur freihändigen Tagbeobachtung eignet, dürfte bei max. 7fach liegen und muss leicht sein.
Das Alles mag sich in anderen Teilen der Welt völlig anders darstellen.

MfG Friedrich Brandt
 
Bleibt also z.B. der Typ wandernder Lehrer(in), oder Hobbyornithologe(in). Leicht und beherrschbar muss das Glas sein. Aber auch nicht zu billig! Optische Eigenschaften spielen wohl nur soweit eine Rolle, soweit der verkaufende Brillenliferant sie präsentiert.

Hallo Friedrich,

die Qualitäten des Fernglases steht für den Hobbyornithologen in den allermeisten Fällen sehr viel stärker im Vordergrund als für den Hobbyastronomen. Es ist ja meist wirklich das einzige Hilfsmittel, das ihm zur Verfügung steht.

@Holger,

ich spiel jetzt auch mal ein bisschen Wünsch-Dir-Was: ein 7x35, 7x32 oder 6x30 mit gutem Nahbereich (mindestens 2 m), guter Brillenträgereignung (AP-Schnittweite mindestens 16 mm real) und geringem Streulicht (da werden sich die Chinesen wohl wieder die Zähne dran ausbeißen) wäre nicht schlecht.

Steve
 
Hallo Holger,

habe in den letzten Tagen erst bemerkt, daß die Zeiss Conquest Modelle ja eigentlich genau meinen Wünschen entsprechend optimiert sind (bis aufs Sehfeld....)

Leider hat es hier bisher nur wenige und vorwiegend negative posts zu diesen Ferngläsern gegeben (ich erinnere mich vor allem an Probleme mit Reflexen, die von einem Mitglied gepostet wurden, welches das Zeiss Jena 8x30 Deltrintem sehr gut findet).

Um es ganz klar zu sagen: für mich ist eigentlich nur das 8x40 interessant und das Sehfeld ist da schon ein Kompromiß.
Kann mich an keine Beurteilung hier erinnern.

Wer kennt die Gläser und kann was zur Optik sagen?

Gruß
 
Hallo Hanz,

ich habe das 8x40 Zeiss Conquest einmal kurz ausprobiert. Immerhin im Freien und nicht im Laden, doch sicher nicht lang genug, um es gründlich zu untersuchen. Die Optik schien mir gut: scharf, kontrastreich und Reflexe hielten sich im Rahmen. Wie so häufig, würde man sich eine noch etwas bessere Randschärfe wünschen. Auf den ersten Blick fällt als Schwäche nur das im Vergleich zu Spitzengläsern kleinere Sehfeld auf.

Es gibt eine ausgezeichnete Testberichtsseite eines erfahrenen Optikkenners und Ornithologen (Jan Meijerink) in holländischer Sprache, die ich sehr empfehlen kann. Dort werden neben vielen anderen Modellen, die sicher viele hier interessieren (z.B. Canon, Fujinon, Docter. Nur Nikon kommt seltsamerweise nicht vor.), auch die 40er Conquest im Vergleich zu Kowas 42er behandelt.
Ich denke, dass man sich als Deutscher recht leicht in das Holländische einlesen kann. Es lohnt sich, denn zur Zeit gibt es m.E. im Internet kaum eine bessere Seite (höchstens noch die Alula Seite, die ich hier früher schon einmal vorgestellt habe) in Sachen Fernoptik als diese. Jedenfalls habe ich selten so große Übereinstimmung zwischen meinen eigenen Eindrücken und dem eines anderen Testers gefunden. Übrigens: Reflexe laufen bei Jan Meijerink als "Inwendige spiegeling". Keine Bedenken braucht man zu haben, weil es sich um eine ornithologische und nicht um eine astronomische Seite handelt. Die Ergebnisse sind zum allergrößten Teil ohne weiteres übertragbar.

Der Link:

http://www.tvwg.nl

Gehe auf "Testrapporten" -> "Kijkers" (Ferngläser)

Viel Spaß bei der Lektüre.

Steve
 
Warum ausgerechnet Dachkant?

Frank:
>>... darf man fragen, wer gefragt hat? War's ein großer chinesischer Hersteller im Bereich Fernoptik?

So ist es.

Warum eigentlich Dachkant?
Gibt es da einen vernünftigen Grund für?

Ein günstiges Modell der gehobenen Mittelklasse
  • 10 x 50
  • Porro
  • Mittelfocus
  • Pab 20mm+
  • seitl. Augenabstand < 56mm möglich
  • griffsympathischer Gummierung
  • dampfabgedichtet (ggf Innenfocus)
  • sauber sitzenden Einzelkappen für Okulare und Objektive
  • 60+° sGF bei guter Randschärfe
  • Standard Anschluss für Fotostativ am Mitteltrieb
  • nicht gerade rotvergütet (das wäre dann weder gehoben, noch Mittelklasse)
  • kein irgendwie gearteter Gelbstich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />
  • Gewicht nicht unter dem des Dekarem, eher etwas schwerer
  • und bei klarem Wetter sollte man einen Mond, der einen Monddurchmesser neben dem Sichtfeld sitzt nicht bemerken (das klingt jetzt gewaltig, aber ich denke gerade bei einer sauberen Innenverdunklung kann man mit vglw wenig Aufwand echt was reissen)
wäre mein Favorit.

Leicht off-topic, aber auch ein "gar nicht" sollte eine zulässige Antwort sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/ooo.gif" alt="" /> ...

Liebe Grüße vom
 
Re: Warum ausgerechnet Dachkant?

Wie wäre es denn mit dem Canon 15x50 IS? Das hat einen schönen Weitwinkel (67°!) und auch sonst sehr schöne Eigenschaften. Die Bildstabilisierung gibts dann auch noch dazu.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben