Max_Eberle
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei meine knapp 7h belichtete Aufnahme des Sturmvogels (NGC6990) mit Pixinsight zu bearbeiten. Nach längerer Einarbeitungszeit komme ich mit dem Programm auch schon recht gut zurecht. Auch bei der Deconvolution war ich eigentlich der Meinung das ich den Prozess mittlerweile mehr oder weniger anwenden kann, nicht aber bei diesem Bild... Bevor ich zu meinem eigentlichen Problem komme hätte ich aber noch eine grundlegende Frage bezüglich der Anwendung der Deconvolution auf ein RGB Bild einer DSLR oder allgemein einer Farbastrokamera. Und zwar:
Es macht ja prinzipiell nur Sinn die Deconvolution auf den Luminanzkanal eines Bildes anzuwenden, um dem gerecht zu werden muss ja entsprechend die Luminanz aus dem RGB extrahiert und der Prozess explizit auf diese extrahierte Luminanz angewendet werden. Meine Überlegung hierzu war folgende:
1) Luminanz aus RGB extrahieren
2) Deconvolution auf die extrahierte Luminanz anwenden
3) RGB über ChannelExtraction in R, G und B zerlegen
4) Über LRGBCombination die prozessierte Luminanz wieder mit R, G und B kombinieren
Ist diese Vorgehensweiße prinzipiell plausibel oder gäbe es hier eine sinnvollere Herangehensweise?
Nun zu meinem Problem:
Wie in der Deconvolution üblich habe ich mir zuerst das RGB hergenommen und zweifach die Luminanz extrahiert. Eine der extrahierten Luminanzen habe ich anschließend per HistogrammTransformation in eine Luminanzmaske mit sehr hohem Kontrast überführt. Die andere Luminanz diente nachher als Ausgangsbild für die Deconvolution. Nun habe ich mir nochmals das RGB hergenommen und per StarMask eine DeringingMask als Local Support für die Deconvolution erstellt. Dann habe ich per DynamicPSF eine PSF für den Luminanzkanal erstellt. Nachdem alle nötigen Masken und die PSF vorlagen konnte ich dann auch die Deconvolution auf die extrahierte Luminanz des RGBs anwenden.
Hier kommt nun das genannte Problem ins Spiel, bereits bei FÜNF Iterationen ist die Wirkung der Deconvolution bereits viel zu heftig! Das Bild wirkt irgendwie überzeichnet, die Sternkerne verdoppeln beinahe ihre Helligkeit - unterm Strich also kein brauchbares Ergebnis! Was mich eben wundert ist das ich dieses Vorgehen bereits mehrfach angewendet habe, bisher eigentlich immer mit zufriedenstellenden Ergebnissen bei 50-100 Iterationen...
Folgend der Link zum Pixinsight Projekt, ihr findet dort alle nötigen Daten, Luminanzmaske, Deringingmaske, PSF und das RGB. Ich bin über jede Hilfe dankbar!
www.dropbox.com
Mögliche Fehlerursachen:
- Für die PSF zu viele Sterne gewählt? (Ist das überhaupt möglich?) Ich habe etwa 70 Sterne aus der Luminanz selektiert (A: 0,3-0,8, r, MAD, Theta: Ausreißer entfernt)
- Hat die Luminanzmaske einen zu hohen Kontrast?
- Stimmt was mit der Deringingmaske nicht?
Übrigens, die Luminanzmaske könnte man durchaus noch etwas weichzeichnen, da dies jedoch keine Erklärung für das eigentliche Problem ist sollte das erstmal irrelevant sein.
ich bin gerade dabei meine knapp 7h belichtete Aufnahme des Sturmvogels (NGC6990) mit Pixinsight zu bearbeiten. Nach längerer Einarbeitungszeit komme ich mit dem Programm auch schon recht gut zurecht. Auch bei der Deconvolution war ich eigentlich der Meinung das ich den Prozess mittlerweile mehr oder weniger anwenden kann, nicht aber bei diesem Bild... Bevor ich zu meinem eigentlichen Problem komme hätte ich aber noch eine grundlegende Frage bezüglich der Anwendung der Deconvolution auf ein RGB Bild einer DSLR oder allgemein einer Farbastrokamera. Und zwar:
Es macht ja prinzipiell nur Sinn die Deconvolution auf den Luminanzkanal eines Bildes anzuwenden, um dem gerecht zu werden muss ja entsprechend die Luminanz aus dem RGB extrahiert und der Prozess explizit auf diese extrahierte Luminanz angewendet werden. Meine Überlegung hierzu war folgende:
1) Luminanz aus RGB extrahieren
2) Deconvolution auf die extrahierte Luminanz anwenden
3) RGB über ChannelExtraction in R, G und B zerlegen
4) Über LRGBCombination die prozessierte Luminanz wieder mit R, G und B kombinieren
Ist diese Vorgehensweiße prinzipiell plausibel oder gäbe es hier eine sinnvollere Herangehensweise?
Nun zu meinem Problem:
Wie in der Deconvolution üblich habe ich mir zuerst das RGB hergenommen und zweifach die Luminanz extrahiert. Eine der extrahierten Luminanzen habe ich anschließend per HistogrammTransformation in eine Luminanzmaske mit sehr hohem Kontrast überführt. Die andere Luminanz diente nachher als Ausgangsbild für die Deconvolution. Nun habe ich mir nochmals das RGB hergenommen und per StarMask eine DeringingMask als Local Support für die Deconvolution erstellt. Dann habe ich per DynamicPSF eine PSF für den Luminanzkanal erstellt. Nachdem alle nötigen Masken und die PSF vorlagen konnte ich dann auch die Deconvolution auf die extrahierte Luminanz des RGBs anwenden.
Hier kommt nun das genannte Problem ins Spiel, bereits bei FÜNF Iterationen ist die Wirkung der Deconvolution bereits viel zu heftig! Das Bild wirkt irgendwie überzeichnet, die Sternkerne verdoppeln beinahe ihre Helligkeit - unterm Strich also kein brauchbares Ergebnis! Was mich eben wundert ist das ich dieses Vorgehen bereits mehrfach angewendet habe, bisher eigentlich immer mit zufriedenstellenden Ergebnissen bei 50-100 Iterationen...
Folgend der Link zum Pixinsight Projekt, ihr findet dort alle nötigen Daten, Luminanzmaske, Deringingmaske, PSF und das RGB. Ich bin über jede Hilfe dankbar!
Dropbox
Mögliche Fehlerursachen:
- Für die PSF zu viele Sterne gewählt? (Ist das überhaupt möglich?) Ich habe etwa 70 Sterne aus der Luminanz selektiert (A: 0,3-0,8, r, MAD, Theta: Ausreißer entfernt)
- Hat die Luminanzmaske einen zu hohen Kontrast?
- Stimmt was mit der Deringingmaske nicht?
Übrigens, die Luminanzmaske könnte man durchaus noch etwas weichzeichnen, da dies jedoch keine Erklärung für das eigentliche Problem ist sollte das erstmal irrelevant sein.