Dem Wahnsinn deutlich zu nah.......

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Hallo Olaf,

bei Abneigung gegen einäugiges Sehen kommt auch so etwas

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/423342/fpart/1

in Frage, das gibt es nicht nur von dieser Firma, Auch Vixen und Andere stellen so etwas her, Apo, ED. FH-Objektive, oder ein Großfernglas mit Winkeleinblick und Wechselokularen, alles eine Frage des Geldes und des Anspruchs.
Klar ist, das das Auflösungsvermögen an die Optikgröße gebunden bleibt (ob doppelt oder nicht) und dass diese Geräte erst unter dunklem Himmel zur Höchstform auflaufen, also gilt wieder einmal....Anschauen, Durchschauen.
Gerade in letzter Zeit gibt es eine Vielzahl von Leuten die von größeren "Mono-Optiken" auf solche echten Binos umsteigen und nichts vermissen, die werden schon nicht Alle blind sein. ;)

Eine größere Mono-Optik mit Bino-Ansatz ist natürlich bei diesem Budget ebenfalls ganz locker drin, ob SC, Mak-Newton oder Newton Parallaktisch oder letzteren eben auch als Dobson, alles in guter mechanischer und optischer Qualität mit ausreichendem Zubehör machbar.

Ich beschränke mich nun Mal beispielhaft auf einen Weg der das Budget nicht von Beginn an ausreizt, weil ich ganz persönlich Vorteile in einem "vorsichtigen" Einstig sehe.

Grundlage wäre dabei nach wie vor ein 8" F/6 Dobson, in jedem Fall mühelos in den Garten zu transportieren oder im Auto auch Mal zu einem noch günstigeren Standort.

Das geht mit einem Volltubus für rund 300 € los, über Gitterrohr bis hin zum Flugreisetauglichen Leichtbau mit Qualitätsupgrade der Optik, finanziell open End nach oben.
Grundsätzlich genügt eine "beugungsbegrenzte" Qualitätszusage und deren Einhaltung für freudvolle und detailreiche Beobachtung und das geht eben auch schon bei den erwähnten 300 € los. Volltuben haben in dieser Variante noch den Vorteil, dass sie sich, sollte der Dobson gar nicht "händelbar" sein, leichter auf eine dann nachzurüstende parallaktische Montierung schnallen lassen.

Hinzu käme dann eine gute Okularausstattung mit drei bis vier Okularen für Mono-Beobachtung, zwischen 500 und 1000 € machbar, Bino von Anfang an geht eher bei 1000 € los. Details müssten im Eventualfall besprochen werden.
Wieder vertrete ich die Ansicht, dass zunächst eine Grundausstattung mit wenigen guten Okularen für die wichtigsten Vergrößerungen ausreicht, da ich es für sinnvoll halte, weitere Okulare nach eingenen gemachten Erfahrungen und erkannten Bedürfnissen zu kaufen.

Irgendwann unverzichtbar werden spezielle Filter. Grau- oder variabler Polfilter zur Lichtdämpfung an Mond/Planeten, Linienfilter für die Beobachtung von Gasnebeln, weil sich diese Objektklasse -gerade unter etwas ungünstigeren Beobachtungsbedingungen- erst durch solche Filter neu erschließt. Farbfilter sind an Newtons nur für sehr spezielle Anwendungen (Tagesbeobachtungen z.B.) interessant und fallen, wie der unerlässliche Objektivfilter für die Sonnenbeobachtung finanziell nicht so stark ins Gewicht, dennoch sind schnell 4-600 € in die Filter investiert, ein guter 2" O III kostet zw. 110 und 240 €. So ein 8-Zöller ist eben erst voll ausgenutzt, wenn man auch solches Zubehör zur Anwendung bringt.

Justierhilfe, Telrad- oder Riegel-Quickfinder, Astrostuhl, Aufsuchkarten, Sternenatlas, 2-300 € sind da schneller weg als das erste NGC-Objekt in Okular erscheint.

So weit so gut, was machen wir nun?
Ach so ja....beim Fernrohrland schon Mal reinschauen, die Teile schon mal life wenigsten anschauen, mal dran drehen und Informationen sammeln.
Sehr gute Idee. :cool:

CS
*entfernt*
 
Hi zusammen,

ich sehe für den Einstieg einige Alternativen im Bereich unter 1000,- €:

1. Der Mini-DeepSky-Einstieg mit einem brauchbaren Fernglas und Stativ. Kann sicherlich schon eine Menge Spaß machen, enthält aber keinerlei Option auf Mond/Planeten oder kleinere DeepSky-Objekte. Fotografie geht auch nicht wirklich.

2. Einstieg mit einem kleinen Refraktor oder einem 114er oder 150er Newton auf einer brauchbaren Montierung. Damit sind Mond, Mars, Jupiter, Saturn, Venus in Reichweite, helle DeepSky-Objekte gehen auch. Spielraum für Filter ist halt nicht. Man kann bei so einer Montierung eine Kamera parallel montieren und Sternfeldaufnahmen machen. Auch großflächige DeepSky-Objekte (M31, M42) lassen sich schon beeindruckend ablichten. Mit einer Webcam geht auch Planeten- und Mondfotografie. Handycap dieser Lösung: Relativ geringe Lichtstärke, kein Spielraum für Nebelfilter. Guter Beobachtungsplatz absolute Pflicht, wenn es um DeepSky geht.
Wenn man etwas mehr ans finanzielle Limit geht, kann man auch Astrofotos durch das Teleskop machen und manuell mit einem parellel montierten Billigrefraktor nachführen.

3. Dobson 8" oder 10". Nicht von ungefähr der "Standardvorschlag" für den Einstieg. Mit der relativ großen Öffnung liegen schon eine Menge Objekte in Reichweite. Nebelfilter machen schon Sinn und können auch bei weniger gutem Standort DeepSky zum Vergnügen machen (in Grenzen natürlich). Mond und Planeten sind auch kein Problem. Kurz: Es geht alles - außer Astrofotografie. Allenfalls Planeten und Mond kann man per Webcam fotografieren. Deepsky-Fotos sind kaum zu machen. Man kann allerding jederzeit eine stabile Montierung zukaufen und damit dann auch fotografisch eine Menge machen. Nur mit den 1000,- € kommt man dann halt nicht weit... Dafür kann man dann auch gleich Goto und Autoguiding "nachrüsten"...

Drei völlig unterschiedliche Wege für den Einstieg. Die vielseitigste Lösung ist sicherlich die 2 Möglichkeit. Hier bekommt man für sein Geld die meisten "Betätigungsfelder" (Astronomie visuell und fotografisch ist damit möglich).

Das Fernglas besticht durch die unkomplizierteste Bedienung und reizt zum spechteln zwischendurch.

Der Dobson ist für rein visuell interessierte Einsteiger sicherlich vom Preis-/Leistungsverhältnis unschlagbar. Der Weg über diesen Einstieg zur Astrofotografie ist aber halt ziemlich teuer.

Ein brauchbarer Einstieg mit Variante 2 oder 3 verschlingt aber sehr schnell die 1000,- € Budget mit allem Zubehör. Das habe ich gerade am eigenen Leib erfahren. Mit Lösung 3... Für MICH definitiv die richtige Entscheidung

Ciao, Udo
 
Hallo Günther,

also Dein Posting vom 11.11.07 19:09 Uhr war schon ganz schön heftig ums mal gelinde auszudrücken! :(

Das fand ich dann nicht so Toll! :o

Ansonsten stimme ich Dir genauso wie Winfried zu! Jeder hat halt so seine Vorlieben und Meinungen und damit muss man dann halt klarkommen! ;)

Astronomische Grüße
Ulf
 
Hallo Ulf,

Du hast eine PN, dieser Thread sollte auch von mir nicht mehr gestört/mißbraucht werden.
Zur Sache meine Damen und Herren.

CS
*entfernt*
 
Hallo Udo,

ich habe ein bißchen das Gefühl, dass Du nicht den kompletten Thread gelesen hast.

Allgemein gesehen hast Du schon recht mit Deinen Vorschlägen, aber in diesem Fall würde ich nicht zu (1) oder (2) tendieren.

Warum?
Die zwei wichtigsten Punkte wären: Olaf ist ein Wiedereinsteiger und hat meines Erachtens schon die Vorstellung, dass er einiges sehen will. Und zweitens will er AB und ZU mal im Großraum Stuttgart schauen, hat also vermutlich weniger Fotoambitionen und sicher keinen guten DS Himmel. (Olaf, korrigiere mich bitte, wenn ich mit meiner Einschätzung daneben liege).

Außerdem liegt sein Budget in einem Bereich, wo man sich den Spaß nicht unnötig kaputtsparen muss (wobei ich damit jetzt nicht meine, dass man unbedingt alles ausgeben muss).

CS
Volker
 
Hallo Olaf,

ich überlege nun schon den ganzen Tag, zu welchem Gerät ich Dir jetzt raten würde, nachdem Du Dein Budget genannt hast. Das ist ja in etwa 10x soviel wie das sonst übliche hier. Das öffnet natürlich ganz andere Welten (allerdings macht es die Auswahl nicht einfacher :/ ).

Ich bin aber zu dem Schluß gekommen, dass ich Dir momentan lieber nicht zu einem bestimmten Gerät raten möchte, sondern dazu, dass Du Dir zuerst einmal (wie Du es ja vorhast) in Ruhe die verschiedenen Teleskoptypen anschaust und Dir überlegst, wie wichtig GoTo und Binokular für Dich sind.

Wenn Du Dich für einen Teleskoptyp entschieden hast, dann ist es einfacher weitere Vorschläge zu machen.

In diesem Sinne hoffentlich bald wieder
CS
Volker

P.S: Ich würde aber auf jeden Fall auch mal eine praktische Beobachtung (bei Nacht) mit dem Dobson machen, damit Du ein Gefühl dafür kriegst, ob das überhaupt was für Dich ist.
 
@Volker - stimmt *g* Das mit dem Budget habe ich irgendwie verpasst.

Aber mit 3000,- € kann man doch visuell wunderbar mit einer EQ6 Sky Scan und einem 8" f/6 Newton ein Goto zusammenbasteln. Dazu 1-2 Nebelfilter und ein paar Okulare und die 3000,- € sind weg *g* Wobei man Goto auch erst mal weglassen und später nachrüsten kann - zu Gunsten von Bino und/oder besserer Okulare. Bei geringeren Ansprüchen könnte man auch zu einer anderen Montierung greifen.

Zu sehen gibt es mit so einer Kombination fast alles, was so im Forum diskutiert wird. Ins Budget passt es mit Goto und einigem Zubehör sicherlich nur knapp - da wird man ein paar freundliche Worte mit dem einen oder anderen Händler wechseln müssen - aber das ist zu schaffen.

Ciao, Udo
 
Hallo Udo,

klar das ist sicher keine schlechte Kombination (an die dachte und denke ich eigentlich auch ;) ).
Aber ich hatte noch andere Gedankengänge, die aber eines gemeinsam haben, sie hängen von den Vorlieben des Benutzer ab.

Da wäre beispielsweise der Gedanke bei dem Budget den Dobson doch etwas größer ausfallen zu lassen. Das geht natürlich zu Lasten von parallaktisch und Goto (und ins Kreuz :biggrin: ).
Gute Okulare dürften ja drin sein.

Wenn die Transportabilität und GoTo eher im Vordergrund steht, vielleicht doch eher ein SC?

Oder, oder, oder...

Ich für meinen Teil kann mich zumindest im Moment nicht auf eine bestimmte Kombination festlegen.

CS
Volker
 
Hallo Zusammen

Wenn die vorlieben Mond und Planeten sind,würde ich auf jeden Fall ein Bino zulegen,egal ob am Newton oder SC.
Der Detailreichtum durch das Beidaügige Sehen ist beträchtlich.
Ein 8"Newton auf einer EQ-6 Sky Scan wäre auch was für mich.
Außerdem ist GoTo beim Sky Scan schon mit inbegriffen.
Grüße
Manfred
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Olaf u.a.,

klar, Olaf hat ein ganz schön ordentliches Buget vorgegeben, was hier selten ist. Daher habe ich in meinem Posting ja auch die SC`s mit eingeschlossen.

TROTZDEM sehe ich kaum einen Sinn darin, nun alles auszugeben, auch nicht, sich einen meinetwegen 8 oder 10 Zoll SC in Komplettausführung zu kaufen.

Für 1-2 Stunden gemütlichen Beobachtens und dann wieder rein mit dem Gerät halte ich den SC für genauso sinnlos wie ein allgemein parallaktisch montiertes Gerät gleich welcher Art.

Genau diesen Wünschen entspricht der Dobson. Raustragen, hinstellen, durchschauen, fertig.

Alles andere muß aufgebaut, ausgerichtet, halbwegs vernünftig genordet werden, das Gerät hochwuchten und festmachen u.s.w. - Da beobachtet man mir dem Dobson längst!

Lieber dafür, wenn`s körperlich möglich, eine Nummer größer und mal mit richtig gutem Zubehör an Okularen und Filtern.
Ggf. auch mit einem Bino für Planeten, wobei ich hier ein sehr günstiges mein Eigen nenne und damit wunderbare Beobachtungen mache. Da Olaf sich die Geräte nun einmal vor Ort anschaut, wird er ja sehen, was am besten zu ihm paßt und sich diesbezüglich für eine Unterart der Teleskope allgemein entscheiden. Was dann kommt, das sehen wir dann und können auf das gewählte Gerät eingehen (Zwecks Zubehör).

CS
Winfried
 
Hi Winfried,

wenn das Interesse für die Astronomie aber so "klein" ist, dass man ohne Goto den Spaß verliert, weil man ziellos am Himmel herumsucht und die Zeit oder die Lust fehlt um sich das nötige Wissen anzusammeln, dann muss es eben Goto sein...

Klar: Das geht auch mit dem Dobson. Aber dann ist der Aufwand beim Dobson auch nicht mehr viel kleiner als bei einer paralaktischen Montierung, oder? Der Aufbau braucht dann auch Kabel, Strom, Ausrichtung etc.

Wobei: Ob man die Montierung wirklich ordentlich aufstellen muss hängt im Wesentlichen von der Software ab. Bei manchen braucht man das für visuelle Zwecke nicht. Da genügt es 2 oder 3 Sterne anzupeilen und das war's dann. Erst für fotografische Zwecke muss man dann wirklich genau norden. Aber das hängt halt stark von der Funktionalität der Goto-Software ab. Da muss man halt vorher etwas mehr Infos einholen.

Ciao, Udo
 
Hallo Udo,

jetzt mal ganz abgesehen von Olaf und von dem, zu dem er sich entscheidet: Der Dobson mit digitalen Teilkreisen und Dobdrive unterscheidet sich kaum merklich vom normalen Dobson.
Er ist lediglich 10 cm höher und die Rockerbox etwas schwerer. Die Encoder fallen kaum auf, in der Azimutachse sieht man ihn nicht, in der Altitude wird er beim Ein- und Aushängen des Tubus einfach weggeklappt. Den taschenbuchgroßen Computer kann man abnehmen und man benötigt dafür nur 4 ganz normale AA-Akkus.
Aufgestellt wird er wie ein Dobson, es bleibt ja auch einer. Zwei Sterne initialisiert und los geht`s. Lediglich wegtragen darf man ihn während des Beobachtens nicht mehr, sonst muß man ihn neu initialisieren.

Ich verwende ihn so aber nur bei Sternführungen mit Jugendlichen und Kids, wenn ich selbst alleine beobachte, bleibt der Argo-Navis im Haus. Es gibt aber noch eine Reihe kleinerer Geräte, die kaum am Dobson auffallen und immer daran angeschlossen bleiben können.

Das mit dem Dobdrive ist derzeit auch nur eine Idee von mir, die erst im kommenden Jahr mit einer neuen Rockerbox verwirklicht werden wird. Meine jetztige Box bleibt batterie- und motorenfrei.

CS
Winfried
 
Hallo,

gestern habe ich mich entschieden!

Der Besuch beim Fernrohrland war für mich äußerst aufschlußreich. Hach.... eigentlich hätte ich ganz viel zu erzählen, Ihr nehmt ja alle so nett Anteil) aber ich versuche es kurz zu machen.
Beratung seitens des Verkäufers für MICH gut, auch hier könnte ich viel sagen, ist aber nicht so relevant.

Also ich habe mir einen Stuhl bringen lassen und dann mal losgelegt:

1. MEIN 150/750 Linser war nicht da, aber ein vergleichbarer, ich glaube 120/1100 ??
Eindruck, alles rein mechanisch, also vom Handling auf neudeutsch, nicht optisch:
Bei Beobachtung im Zenit liegt man auf dem Boden, das kann man ändern durch ausreichende Stativhöhe, schwenkt man dann auf Null Grad, bietet sich das Teleskop als Reckstange an.
Ernster: Im Wesentlichen habe ich alles getestet von etwa 45 bis 90 Grad!
Und überhaupt, Gott ist das ein Trumm. Nun, könnt Ihr sagen, die Abmessungen wußte er doch, ja, er wußte, aber SEHEN und Zahlen lesen ist eben doch zweierlei.
Dann der Transport und die nötige Montage, das stelle ich mir so vergnüglich auch nicht vor.
Für einen Newton 8" gilt annähernd das gleiche!

2. Ein Dobson, 10", ja leicht bewegen kann man ihn, auch der Einblick geht ganz gut im Sitzen, aber 45-90 Grad, das ist schon eine ordentliche Höhendifferenz im Einblick, aber bewältigbar.
Ich bleibe aber bei meinen Bedenken, ich möchte a) nicht ständig "Schubsen" und b) nicht Suchen sondern Finden.

3. Ein Meade, Gabelmontierung, 8" LX90
Beobachtung unter 45 Grad, bei der vorhandenen Stuhlhöhe und Stativhöhe (ein klein wenig niedriger hätte man es einstellen müssen, fast Null ausgefahren, also stabil) muß ich mich ein bißchen recken, Beobachtung im Zenit, ein klein wenig vorbeugen, PERFEKT!!!!
Und überhaupt, so eine Gabelmontierung ist mir extrem sympatisch, freies Schwenken ohne Motor, nach Lösen der beiden Schrauben butterweich (kein parallaktisches Eiern).
Lösen des Tubus vom Stativ, kein Problem, TRAGEN kein Problem, auch das Stativ macht einen sehr soliden Eindruck und ich kann es gut tragen und und und...

DAS ist es, MEIN Teleskop!

Ja ja, nicht getestet am Nachthimmel, aber so schlecht kann der SC nicht sein, ja, mehr Obstruktion, aber so viel mehr ist das nun auch wieder nicht.

Jetzt endlich kann ich (habe einiges einfach ergessen, den Verkäufer zu fragen, auf alles habe ich auch keine zufriedenstellende Antwort bekommen) konkrete Fragen stellen.

1. Benötige ich eine Taukappe (Selbstbau empfehlenswert?)
2. Ist ein 2" Zenitspiegel nötig, würde gerne ein Okular > 50mm benutzen (Plössel 56mm)
3. Kann ich das Teleskop auf der gut überdachten Terasse mehrere Nächte stehen lassen, wie abdecken?
4. Will den MaxBright Bino verwenden, welche Okulare sind vernünftig, denke da an z.B. 2 Nagler, 7mm, 82 Grad, und ein zweites Standardokular, wie das beigelegte, Plössel, 26 mm (Serie 4000)
5. Der Telrad hat mir gut gefallen, kaufen?
6. Fokalreducer sinnvoll?

Weitere Fragen werden auftauche ;-)!

So, an dieser Stelle wieder meinen Dank für Eure Beratung, SIE HAT MIR WIKLICH GEHOLFEN, auch wenn man da anderer Meinung sein könnte, was denn letztendlich meine Wahl anbetrifft :-)

Viele Grüße von jemandem, der gestern begeistert ganz kurz im 10/70 Feldstecher den Orionnebel durch ein Loch in der Wolkendecke beobachtet hat, hätte doch glatt mal schnell einen Blick durchs Teleskop werfen wollen, mal ganz auf die Schnelle.....

Olaf

 
Hallo Olaf,

schön, das Dein Besuch beim Fernrohrland so aufschlußreich war. Ich denke Du wirst viel Spaß mit dem Gerät haben. :)

Und es zeigt einmal mehr, dass die Beratung im Forum nicht umfassend sein kann und wie wichtig der Rat ist, die Teleskope auch mal live anzuschauen.

Zu Deinen Fragen:

1. Benötige ich eine Taukappe (Selbstbau empfehlenswert?)
Würde ich ausprobieren, ob die Optik bei Deinem Gebrauch tatsächlich beschlägt? Und wenn ja, würde ich sie selber basteln. Ist kein Hexenwerk und die fertigen Taukappen sind in meinen Augen unverhältnismäßig teuer.

2. Ist ein 2" Zenitspiegel nötig, würde gerne ein Okular > 50mm benutzen (Plössel 56mm)
Würde ich auf jeden Fall nehmen, schon allein um 2" Okulare verwenden zu können.

3. Kann ich das Teleskop auf der gut überdachten Terasse mehrere Nächte stehen lassen, wie abdecken?
Wenn es keine Füße bekommt, ja! :biggrin:
Beim Abdecken auf jeden Fall darauf achten, dass Feuchtigkeit entweichen kann und es gut belüftet wird.
Ansonsten gibt es hier im Forum auch einige Threads zu dem Thema. Einfach mal suchen.

4. Will den MaxBright Bino verwenden
Kann ich leider nix dazu sagen, weil es mir nicht vergönnt ist, Bino zu nutzen.

5. Der Telrad hat mir gut gefallen, kaufen?
Das kommt darauf an, was Du machen willst. Für GoTo Betrieb ist er überflüssig, außerdem hat das LX90 ja schon einen 8x50 Sucher für manuelle "Objektjagd".
Aber das ist wohl mehr Geschmackssache.

6. Fokalreducer sinnvoll?
Würde ich später bei Bedarf nachkaufen.

Also in diesem Sinne viel Spaß damit und
CS
Volker
 
Hallo Olaf,

lustig, ich habe mir als Resultat einer vergleichbaren Anforderung auch ein SC angeschafft :). Da weiß ich auch ne Menge drüber.
Besser als Dir Deine Fragen alle per PN zu beantworten, kannst Du mich gerne unter 0173 9598372 anrufen. Dann erzähle ich Dir alles, was Du wissen musst .)

Liebe Grüße,
Lothar
 
Hallo Olaf,

siehste....erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. :biggrin:

1. ja, Taukappe ist Pflicht, wegen der Glasfrontplatte sogar mindestens 2xD Tubus in der Länge und eventuell sogar beheizt. Selbstbau ohne Heizung ist simpel, eine alte schwarze Isomatte oder stabiles Moosgummi aus dem Bastelladen, Klettband dran und gut. Taut es trotzdem zu (kommt auch auf Standort und Länge der Beobachtung an) kann man immer noch über die käuflichen teureren beheizten Varinaten nachdenken.

2. 2" Steck bring Dich erst auf die möglichen 1,3° Feld, bei niedriger Vergrößerung und das ist für mich schon knapp genug. Bei 1 1/4° Steck landest Du unter 1°. 2" Auslegung ist m.E. Pflicht. Ob das Gerät 2" voll unterstützt weiß ich allerdings nicht.

3. würde ich nicht machen, auch und besonders unter Abdeckungen entsteht "Schwitzwasser". Tocken und kalt schadet nicht.

4. Bino unbedingt testen und zwar mit den geplanten Okularen. Die Einstellung ist eine etwas komplizierte Übung und nur wenn sie optimal passt erzielst Du den gewünschten Gewinn. Manche Leute stört es wenn sie dir Augen an die Okularmuscheln drücken müssen, Andere mögen den "schwebenden" Einblick von Okularen mit großem Augenabstand nicht und finden die richtige Position nicht.
Du nimmst viel Geld in die Hand und da sollte jeder Händler solche Tests ermöglichen bevor ein kauf fest gemacht wird.

5. Telrad oder Riegl sind sehr empfehlenswert, zumal es Sternkarten und Atlanten mit eingezeichneten Zielkreisen gibt. Der Telrad ist etwas tauempfindlich, der Riegl verlangt nach genauerer Einblickposition. Eine Selbstbautaukappe lässt sich in beiden Fällen erstellen, beim Riegl etwas einfacher.

6. Visuell bringt ein Reducer kein größeres oder "besseres" Feld aber die Möglichkeit mit größerer AP zu beobachten. Nicht von Anfang an wichtig, zusammen mit Filtern wie O III und UHC dann schon.

CS
*entfernt*
 
Hallo Olaf,

meinen Glückwunsch zum neuen Teleskop.

1. Eine Taukappe braucht man am SC in unserem Klima m.E. unbedingt. Ich habe zusätzlich auch noch eine Heizmanschette, damit sind alle Tauprobleme vergessen.

2. Einen 2" Zenitspiegel würde ich dringend empfehlen, das 56mm SP ist übrigens ein sehr empfehlenswertes Okular am f/10 SC.

5. Telrad ist überflüssig. Mit Goto braucht man einen Sucher nur für die 2 Alignment-Sterne und dafür tut es der Originalsucher allemal.

Gruß
Torsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Olaf,

ebenso von mir meinen Glückwunsch zur Wahl des neuen Teleskops!

Taukappe wurde genannt, ist unbedingt (!) notwendig.
Der 2" Spiegel ist ebenso eine Notwendigkeit, ich hätte z.B. noch einen Original-Meade übrig.

Telrad ist nicht unbedingt notwendig, da Dein neues Gerät ja ein GOTO-Gerät ist.

Maxbright-Bino: genau dieses habe ich auch. Setze es am 12" SC Meade hauptsächlich für Planeten ein. Nagler sind dafür allerdings nicht notwendig. Ich selbst benutze es mit 2x 26 mm Super-Plössel von Meade, Serie 4000, 2x Russenokulare mit ca. 20 mm (gibt es ab und an mal für 15 Euro das Stück gebraucht) sowie 2x Plössels in 9 mm.

Focalreducer: eventuell. Ich wollte damit fotografieren, das ging nicht. Visuell aber in Ordnung, Du hast dann f:6,3 bei 1280 mm Brennweite. Da ich ihn nicht einsetze, könnte ich ihn Dir abgeben. Ist Original von Meade und noch Original verpackt.

Auf dem Balkon aufgebaut stehen lassen: NEIN
1. Das Stativ ist sehr rostanfällig und muß nach der Beobachtung gut getrocknet werden (Winter). Der Tubus besitzt leider keine nichtrostenden Schrauben. Frage an, ob man diese nicht gleich gegen V4A Schrauben austauschen kann. Als ich das gemacht habe, stand das Gerät schon 2 Jahre in der (durchlüfteten) Sternwarte und drei Schrauben bekomme ich nicht mehr heraus, da verrostet. Also lieber gleich machen.

CS
Winfried
 
Hallo

@all: Noch habe ich das LX90 nicht, werde es aber kaufen!


@Volker:
Werde mich hier im Forum mal auf die Suche begeben wegen Abdeckung und draußen stehen lassen.
Telrad zusätzlich zum GoTo, klar, brauchen tu ich den nicht, aber habe gleich den DeepSky Reiseatlas (Telrad-Kreise sind eingezeichnet, gefällt mir auch sonst ausgesprochen gut der Atlas!) mitgenommen, und man darf ja GELEGENTLICH auch Suchen und lernen, sich so am Himmel zurechtzufinden.
Danke für Deine Mühe!

@Lothar:
Dann wir der 8"er den 12"er demnächst mal anrufen.
Auch Dir meinen herzlichen Dank!

@Günther:
Isomatte klingt gut, werde ich machen!

"Ob das Gerät 2" voll unterstützt weiß ich allerdings nicht."

DAS wollte ich wissen :-)
Zum Telrad, siehe oben.
Auch Dir, Dank für die Unterstützung!


@Torsten:
Na, dann kann ich das Okular doch mit gutem Gewissen kaufen, falls 2" wirklich voll unterstützt werden.
Vielen Dank!

@Klaus:
Auch Dir meinen herzlichen Dank für die stets konkreten Antworten. DU WEISST schon, was ich meine, schwenk mal "auf die andere Seite", klar alles kein Problem, wirklich nicht, aber die Gabelmontierung ist mir einfach extrem sympatisch!


Viele Grüße an alle

Olaf
 
Hallo Winfried

Hat der Zenitspiegel eine Überwurfmutter, also der #929 von Meade, dann wäre ich sehr interessiert.

Der Maxbright-Bino soll hauptsächlich für Mond und Planeten verwendet werden, also hohe Vergrößerung, daher dachte ich an 7mm, aber eben auch WideField.
Es gibt da noch z.B. 8mm Ultima LX Okular, nicht ganz so teuer wie Nagler, aber immerhin 70 Grad.

Dein Angebot zum Focalreducer, auch hier bekunde ich mal deutlich mein Interesse!

Schließlich, der Hinweis mit den Schrauben klingt sehr überzeugend, werde ich im Auge behalten.

An dieser Stelle, auch wenn es kein Dobson wird ;-) meinen ganz herzlichen Dank für die Hilfestellung.

Olaf

 
Hallo Olaf,

ob WW-Okulare sinnvoll am Bino sind, kann ich Dir nicht sagen. Da muß man mal diejenigen hören, die solche an diesem Bino einsetzen.

Zu allem anderen schicke ich Dir eine PN.

CS
Winfried
 
Hallo Olaf,

GoTo hat im Grenzbereich der Wahrnehmung auch seine Grenzen, auch leichte Positionsabweichungen kommen aus verschiedensten Gründen vor und nicht jedes Objekt springt einem mit jedem Okular sofort ins Auge, also ist ein Telrad oder Riegl (sogar ein einfacher Peiler reicht wenn man ein wenig Gefühl für die Beobachtung entwickelt hat) schon Mal hilfreich, z.B. um vor dem Einsatz höherer Vergrößerungen oder von Filtern die richtige Stelle anhand von Sternmustern genau zu zentrieren.

Zu der vollen Unterstützung von 2" wird sicher noch jemand etwas sagen, ich meine eigentlich ja, aber eine Meinung nutzt nichts wo Fakten gefordert sind und ich kenne das Gerät zu wenig.

Wegen des Binos und der Okulare, überhaupt wegen Zubehör (auch die 2" Geschichte) könnte es sehr sinnvoll sein, im Board "Okulare und Zubehör" einen neuen Thread zu starten.
Wir sind auf Seite 9, waren ein wenig unsortiert und ausschweifend, das tun sich manche "Fachleute" einfach nicht an und nun geht es ja ans Eingemachte.

CS
*entfernt*
 
Hallo Olaf

Herzlichen Glückwunsch zum noch nicht gekauften LX90.
Damit wirst du garantiert Spaß haben.
Das Teleskop draussen stehen lassen,blos nicht.
Das Stativ wird garantiert Rosten,und wenn nicht gar die Elektronik darunter leidet.
Also ich würde nicht mehr ruhig schlafen können,und das LX90 ist nun wirklich nicht so schwer.
Ich habe mein 12"RCX400 im Schlafzimmer stehen,das für den Aufbau auf dem Balkon selbst noch machbar ist.
Eine Taukappe ist im freiem pflicht,denn die Korrektorplatte wird dir sonst zutauen.
Auf dem Balkon geht es ohne,ich habe jedenfalls noch nie das Problem auf dem Balkon gehabt.
Das mußt du aber selber mal ausprobieren.
Kaufe dir aber nicht die Taukappe von Meade,viel zu teuer und zu schwer,denn damit wirst du die Objekte nicht mehr richtig zentrieren können,weil das Gewicht den Tubus beim schwenken nach unten zieht.
Es gibt aber glaube ich,auch eine deutlich billigere aus Kunstoff,oder du baus dir selber eine,was nicht schwer ist.

Grüße
Manfred
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Olaf,
zum Binoansatz nur noch ein Gedanke:kommt man mit dem SC ohne Glaswegkorrektor in den Focus?Wenn nicht muß man die Breennweitenverlängernde Wirkung des GWK mit in die Okularwahl einbeziehen.Z.B.:GWK mit 1,6fach ergibt bei 2m Brennweite und 7mm Okular immerhin 457 fach - das ist ganz schön viel...
Aber nur so ein Gedanke von mir.
Grüße Rainer
 
Hallo Olaf,
na dann ist ja alles in Butter :)
Wenn du das Teleskop dann wirklich kaufst,bestell doch bitte gleich noch gutes Wetter dazu - Deutschlandweit!
Grüße und viel Spaß mit deinem neuen SC.
Rainer
 
nach Aussage des Verkäufers kommt man mit dem Bino beim LX90 in den Fokus.

Das denke ich auch.

CS
Manfred
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

so ganz wird das aber dann nichts mit dem Budget, oder?

LX90 + Nebelfilter + Bino + 2-3 brauchbare Okulare (doppelt wegen Bino) + Zenitspiegel... Da sehe ich die 3000,- € schon ein wenig überschritten, oder?

Klar: Die bequemste und komfortabelste Lösung ist das mit Sicherheit. Und halt kompakt.

Auf jeden Fall: Glückwunsch zur Entscheidung und viel Spaß mit dem Gerät.

Ciao, Udo
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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