Gerd_Duering
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
sehr oft liest oder hört man davon das die maximal sinnvolle Vergrößerung bei einer AP von exakt 1,0 und damit einer Vergrößerung von 1xD erreicht werden würde.
Höhere Vergrößerungen bzw. kleinere APs werden als leer ohne Detailgewinn hingestellt.
Man gesteht hier allenfalls eine einfachere Erkennbarkeit der gleichen Details zu.
Oder sagt das Leute die kleinere APs als sinnvoll empfinden einen schlechten Visus hätten.
Diesem Mythos möchte ich hier mal als solchen entlarven und beweisen das kleinere APs auch für alle mit durchschnittlichem Visus einen echten Detailgewinn bringen können.
Woher kommt denn eigentlich der AP 1,0 Mythos.
Ich denke er beruht auf einer Berechnung der sinnvollen Vergrößerung mit falschen bzw. hier nicht anwendbaren Ausganswerten.
Fehler Nr. 1 ist das man für das Teleskop das Rayleigh-Kriterium zugrunde legt.
Das ist aber ein Spezialfall für das Trennen von Doppelsternen für einen bestimmtem Grad.
Für die visuelle Beobachtung von Mond und Planeten ist hingegen das Daves Kriterium das Relevante.
Es ist speziell für das visuelle Beobachten empirisch bestimmt worden und stellt damit ein Praxisgerechtes realistisches Kriterium für die visuelle Beobachtung dar.
Fehler Nr. 2 ist das man für das Auflösungsvermögen unserer Augen den Bestwert der ausschließlich für gute Lichtverhältnisse und jetzt kommt der ganz entscheidende Punkt für einen 100% Kontrast gilt annimmt.
Die Berechnung sieht dann wie folgt aus
Auflösung Teleskop nach Rayleigh = 138/D
Auflösungsideal unserer Augen 60“.
100mm Öffnung haben 1,38“ nach Rayleigh.
Nötige Vergrößerung 60“ Auge / 1,38“ = 43 fach also AP 2,3
Das ist wohl selbst den Verfechtern des AP1,0 Mythos zu niedrig vergrößert.
Sie erklären sich die AP 1,0 dann mit der leichteren Erkennbarkeit der gleichen Details und anderen eher gewagten und rein willkürlich getroffenen Annahmen.
Die AP 1,0 beruhen also auf keinerlei berechenbarer oder belegbarer Grundlage Sonden lediglich auf rein willkürlichen Annahmen.
Wie kommen wir nun von der puren Willkür zu einer echte auf belegbaren Daten basierender Berechnungsgrundlage.
Als erstes müssen wir die für das visuelle beobachten von Mond und Planeten relevante korrekte Auflösung nach Dave zugrunde legen.
Als zweites müssen wir auch die korrekte für den hier vorliegenden Fall relevante Auflösung unserer Augen zugrunde legen.
Dazu muss uns klar sein das ein Teleskop eine MTF hat und das Details an der Auflösungsgrenze dadurch immer einen sehr schwachen Bildkontrast zeigen.
Auch wenn der Objektkontrast mal bei 100% lag.
Das für das visuelle relevante Daves Kriterium ist mit 5% Bildkontrast für Details an der auflösungsgrenze definiert.
Wenn wir also Details am Daves Limit beobachten haben wir es nur noch mit 5% und nicht mit 100% Kontrast zu tun.
Wir können hier daher nicht die ausschließlich für 100% Kontrast geltenden 60“ annehmen, sondern müssen hier die Auflösung unserer Augen für sehr schwache Kontraste heranziehen.
Diese wird auch unter guten Lichtverhältnissen mit bestenfalls 180“ angegeben.
Nehmen wir also für oben gezeigte Berechnung die korrekten Ausganswerte
Von 116/D für das Auflösungsvermögen des Teleskops
Und für das hier relevante Auflösungsvermögen unserer Augen bei schwachem Kontrast von bestenfalls 180“ ergibt sich folgende Berechnung.
100mm Öffnung hat 1,16“ Auflösung
Unser Auge hat bei gutem Licht aber schwachem Kontrast bestenfalls 180“ Auflösung.
Nötige Vergrößerung = 180/1,16 = 155 fach
Das entspricht einer AP von 100mm/155 = 0,645mm.
Die sich aus beiden Auflösungen ergebende Formel lautet also.
Vmax = 1,55xD
Diese 1,55x D gelten für durchschnittlichen Visus.
Hier haben wir also endlich mal eine mit vernünftiger Berechnung nachgewiesene Zahl die nicht nur auf reiner Willkür beruht wie der AP 1,0 Mythos.
Grüße Gerd
sehr oft liest oder hört man davon das die maximal sinnvolle Vergrößerung bei einer AP von exakt 1,0 und damit einer Vergrößerung von 1xD erreicht werden würde.
Höhere Vergrößerungen bzw. kleinere APs werden als leer ohne Detailgewinn hingestellt.
Man gesteht hier allenfalls eine einfachere Erkennbarkeit der gleichen Details zu.
Oder sagt das Leute die kleinere APs als sinnvoll empfinden einen schlechten Visus hätten.
Diesem Mythos möchte ich hier mal als solchen entlarven und beweisen das kleinere APs auch für alle mit durchschnittlichem Visus einen echten Detailgewinn bringen können.
Woher kommt denn eigentlich der AP 1,0 Mythos.
Ich denke er beruht auf einer Berechnung der sinnvollen Vergrößerung mit falschen bzw. hier nicht anwendbaren Ausganswerten.
Fehler Nr. 1 ist das man für das Teleskop das Rayleigh-Kriterium zugrunde legt.
Das ist aber ein Spezialfall für das Trennen von Doppelsternen für einen bestimmtem Grad.
Für die visuelle Beobachtung von Mond und Planeten ist hingegen das Daves Kriterium das Relevante.
Es ist speziell für das visuelle Beobachten empirisch bestimmt worden und stellt damit ein Praxisgerechtes realistisches Kriterium für die visuelle Beobachtung dar.
Fehler Nr. 2 ist das man für das Auflösungsvermögen unserer Augen den Bestwert der ausschließlich für gute Lichtverhältnisse und jetzt kommt der ganz entscheidende Punkt für einen 100% Kontrast gilt annimmt.
Die Berechnung sieht dann wie folgt aus
Auflösung Teleskop nach Rayleigh = 138/D
Auflösungsideal unserer Augen 60“.
100mm Öffnung haben 1,38“ nach Rayleigh.
Nötige Vergrößerung 60“ Auge / 1,38“ = 43 fach also AP 2,3
Das ist wohl selbst den Verfechtern des AP1,0 Mythos zu niedrig vergrößert.
Sie erklären sich die AP 1,0 dann mit der leichteren Erkennbarkeit der gleichen Details und anderen eher gewagten und rein willkürlich getroffenen Annahmen.
Die AP 1,0 beruhen also auf keinerlei berechenbarer oder belegbarer Grundlage Sonden lediglich auf rein willkürlichen Annahmen.
Wie kommen wir nun von der puren Willkür zu einer echte auf belegbaren Daten basierender Berechnungsgrundlage.
Als erstes müssen wir die für das visuelle beobachten von Mond und Planeten relevante korrekte Auflösung nach Dave zugrunde legen.
Als zweites müssen wir auch die korrekte für den hier vorliegenden Fall relevante Auflösung unserer Augen zugrunde legen.
Dazu muss uns klar sein das ein Teleskop eine MTF hat und das Details an der Auflösungsgrenze dadurch immer einen sehr schwachen Bildkontrast zeigen.
Auch wenn der Objektkontrast mal bei 100% lag.
Das für das visuelle relevante Daves Kriterium ist mit 5% Bildkontrast für Details an der auflösungsgrenze definiert.
Wenn wir also Details am Daves Limit beobachten haben wir es nur noch mit 5% und nicht mit 100% Kontrast zu tun.
Wir können hier daher nicht die ausschließlich für 100% Kontrast geltenden 60“ annehmen, sondern müssen hier die Auflösung unserer Augen für sehr schwache Kontraste heranziehen.
Diese wird auch unter guten Lichtverhältnissen mit bestenfalls 180“ angegeben.
Nehmen wir also für oben gezeigte Berechnung die korrekten Ausganswerte
Von 116/D für das Auflösungsvermögen des Teleskops
Und für das hier relevante Auflösungsvermögen unserer Augen bei schwachem Kontrast von bestenfalls 180“ ergibt sich folgende Berechnung.
100mm Öffnung hat 1,16“ Auflösung
Unser Auge hat bei gutem Licht aber schwachem Kontrast bestenfalls 180“ Auflösung.
Nötige Vergrößerung = 180/1,16 = 155 fach
Das entspricht einer AP von 100mm/155 = 0,645mm.
Die sich aus beiden Auflösungen ergebende Formel lautet also.
Vmax = 1,55xD
Diese 1,55x D gelten für durchschnittlichen Visus.
Hier haben wir also endlich mal eine mit vernünftiger Berechnung nachgewiesene Zahl die nicht nur auf reiner Willkür beruht wie der AP 1,0 Mythos.
Grüße Gerd
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