Design Klevtsov

#61
Hallo Gerd,
Zitat von Gerd_Duering:
...ich finde es gut das wir die gezeugten Designs auch kritisch diskutieren aber im Punkt Obstruktion sehe ich für das SC nur einen kleinen Vorteil.
Du hast Recht, die Vorderfläche der Meniskuslinse wirkt schon wie ein Streulichtschutz. Diese Eigenart des Klevtsov hatte ich bisher nicht gesehen.
Wie Kurt eben gepostet hat, ist die Obstruktion bei den SCs ja eher größer als allgemein angenommen wird. Damit könnte Deine Klevtsov Version obstruktionsmäßig schon gleichziehen.

Viel Grüße
Hans-Jürgen
 
#62
Das ist interessant. Ich habe das aus Neugier mal auf das TAL-250K umgesetzt.
Die Obstruktionsdaten eines TAL-250K sehen dann folgendermaßen aus.

DATEN der Sekundäreinheit:
Lineare Obstruktion 90mm = 36,0%
Flächenanteil = 12,96%

GEMESSENE Obstruktion (am Interferogramm)
Lineare Obstruktion = 92,5mm = 37,0%
Flächenanteil = 13,7%

Also bei weitem keine so große Differenz von Sekundäreinheit und effektiver Obstruktion wie bei den SC. Ist nur die Frage, ob die Streulichunterdrückung dann effektiver hätter ausfallen müssen, oder ob man einfach die Sekundärheit in Relation zur effektiven Obstruktion dimensioniert hat.

Grüße, Andreas

PS: Vermessen habe ich das am I-Gramm mit 2800 Pixeln Kantenlänge. Das Bildchen unten dient zur Veranschaulichung.
 

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#63
Hallo zusammen,

so nun will ich mal den Einfluss der Glaswahl und die verschiedenen Möglichkeiten der Korrektur anhand verschiedener Beispiele zeigen.
Wie es aussieht ist Yuri Klevtsov wohl sehr stolz auf die hervorragende Farbkorrektur seines Systems welche es auch im sehr weiten Spektrum von 365 bis über 800nm erreichen kann.
Hier hat der Designer die Wahl wie er es nun konkret gestaltet, je nach dem wo er den Schwerpunkt setzt werden sich dann Unterschiede ergeben.
Bei meinen hier vorgestellten Designs war mir eine perfekte sphärische Korrektur bei 546nm wichtig und eine sehr gute Farbkorrektor zwischen 436nm und 700nm.
Bei 365nm zeigt mein hier schon vorgestelltes Design mit BK7 / BK7 einen Farblängsfehler.
Möglicherweise ist das ein Grund warum es Yuri nicht gefallen hat.
In dem was Er Andreas schieb weist er gleich mehrmals auf die überlegene Farbkorrektur seines Systems im sehr breiten Spektrum hin.
Ganz offensichtlich hat Er hier andere Prioritäten wie ich.
Auch ich kann selbstverständlich nach anderen Prioritäten hin optimieren wie ich gleich noch zeigen will.
So lässt sich auch mit BK7 / BK7 eine Optimierung auf das sehr breite Spektrum hin erreichen.
Mit PSK2 / K7 kann bei dem 200 f/10 mit f/2,3 HS eine wirklich fantastische Farbkorrektur im breitem Spektrum erreichet werden, aber hier ist das allerdings nicht ganz umsonst zu haben denn dann wäre die sphärische Korrektur bei 546nm geringfügig schlechter.

Optikdesign ist nun mal immer auch ein finden von Kompromissen.
Allerdings rede ich hier bezüglich der sphärischen Korrektur von wirklich sehr kleinen Unterschieden die rein theoretischer Natur sind.

Die Farbkorrektur ist bei allen hier gezeigten Designs nach Version1 von sehr hohem Niveau und auch die hier diskutierten Unterschiede sind eher rein theoretischer Natur.
Die Farbkorrektur ist in jedem Fall egal welche Möglichkeit man wählt bei allen gezeigten Designs nach Version1 zb. der von vergleichbaren SCTs überlegen.

Hier mal der Vergleich zwischen einem Design mit PSK2 / K7 zu einem mit BK7 / BK7 bei Optimierung auf das breite Spektrum hin.
 

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#65
Hier das Design eines 200 f/10 HS f/2,3 mit PSK2 / K7 und konsequenter Optimierung auf das breite Spektrum, ich weise noch mal drauf hin das die geringfügige SA bei 546nm bewusst in Kauf genommen wird um die bei 365nm zu mindern.
Es wäre natürlich auch ein Kompromiss denkbar.

// OSLO 6.4 8611 0 10528
LEN NEW "200 System f/10 HS f/2,3" 2012.1 10
EBR 100.0
ANG 0.3
DES "G.Duering"
UNI 1.0
SNO6 "geniierf_lt 0.0498616949718 25.0 1.00 -0.90 0.90 0.80 -0.80 0.80 0.70 1.0 1.0"
// SRF 0
AIR
TH 1.0e+20
AP 5.2360356057e+17
NXT // SRF 1
RFL
TCE 236.0
RD -926.8
TH -297.0840791768866
NXT // SRF 2
GLA PSK2
RD -88.453034126015
TH -26.2
NXT // SRF 3
AIR
RD -78.547104721003
TH -8.0
AP 33.0
NXT // SRF 4
GLA K7
RD -939.2379548630312
TH -11.0
AP 38.0
NXT // SRF 5
RFL
TCE 71.0
RD -351.721653058399
TH 11.0
AP 38.0
NXT // SRF 6
AIR
RD -939.2379548630312
TH 8.0
AP 38.0
NXT // SRF 7
GLA PSK2
RD -78.547104721003
TH 26.2
AP 33.0
NXT // SRF 8
AIR
RD -88.453034126015
TH 519.6
AP 38.0
NXT // SRF 9
AIR
NXT // SRF 10
AIR
TH -0.0217478199345
APCK Off
WV 0.546 0.365 0.486 0.656 0.8
WW 1.0 1.0 1.0 1.0 1.0
END 10
SDSA On


Hier das Design eines 200 f/10 HS f/2,3 mit BK7 / BK7 und konsequenter Optimierung auf das breite Spektrum.

// OSLO 6.4 64481 0 13260
LEN NEW "System f/10 HS f/2,3 BK7 / BK7" 2005.3 10
EBR 100.0
ANG 0.3
DES "G.Duering"
UNI 1.0
SNO6 "geniierf_lt 0.0498616949718 25.0 1.00 -0.90 0.90 0.80 -0.80 0.80 0.70 1.0 1.0"
// SRF 0
AIR
TH 1.0e+20
AP 5.2360356057e+17
NXT // SRF 1
RFL
TCE 236.0
RD -926.8
TH -294.7579756126267
NXT // SRF 2
GLA N-BK7
RD -90.4305900981286
TH -28.0
NXT // SRF 3
AIR
RD -80.9183013349542
TH -8.0
AP 33.0
NXT // SRF 4
GLA N-BK7
RD -1015.3856632245727
TH -11.0
AP 38.0
NXT // SRF 5
RFL
RD -355.3425616871952
TH 11.0
AP 38.0
NXT // SRF 6
AIR
RD -1015.3856632245727
TH 8.0
AP 38.0
NXT // SRF 7
GLA N-BK7
RD -80.9183013349542
TH 28.0
AP 33.0
NXT // SRF 8
AIR
RD -90.4305900981286
TH 518.0700000000001
AP 38.0
NXT // SRF 9
AIR
NXT // SRF 10
AIR
TH 0.1010506917204
APCK Off
WV 0.546 0.365 0.486 0.656 0.8
WW 1.0 1.0 1.0 1.0 1.0
END 10
SDSA On
OPDF 0.0012733774686
OPOC "geniiops"

Bei aller Diskussion über geringfügige Unterschiede bei der Farbkorrektur auf der Achse sollte aber nicht vergessen werden das im Feld ein lateraler Farbfehler besteht und es angesichts dessen etwas müßig ist sich auf der Achse allzu sehr auf relativ kleine Unterschiede in der Farbkorrektur zu versteifen.
Wäre natürlich interessant zu wissen wie es der Erfinder dieses Teleskop Typs mit dieser Art des Farbfehlers im Feld so hält.

Grüße Gerd
 

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#66
Hallo Kurt,

Zufällig wartet bei mir noch ein 200 mm Klevtsov auf die Vermessung...
oh das ist schön.
Da könnte man ja mal schauen wie es das Originaldesign inklusive von Fertigungsfehlern mit der Farbkorrektur so hält.
Aber brennender würde mich die Korrektur im Feld interessieren.
Vielleicht findest Du ja die Zeit auch im Feld mal ne Messung zu machen das wäre wirklich toll.
Insbesondere der Defokus aus dem man letztlich auf die Bildfeldwölbung schließen könnte und der Asti würde mich im Feld interessieren, da das die Dinge sind an denen meine hier gezeigten Designs doch etwas leiden.
Auch ob beim Original im Feld ein lateraler Farbfehler in Erscheinung tritt wäre interessant.
Natürlich werden eventuelle Fertigungsfehler nicht wirklich die Leistung des original Design erkennen lassen aber zumindest ein Anhaltspunkt wäre so eine Messung am realen Objekt schon.

Und es würde zumindest zeigen ob es angesichts von Fertigungsfehlern überhaupt sonderlich Sinn macht sich über die soeben gezeigten kleinen Unterschiede in der Farbkorrektur der verschiedenen Korrekturvarianten Gedanken zu machen.

Grüße Gerd
 
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#67
Hallo Gerrit,

...Wenn ich sehe, was manche sich für eine Arbeit machen und was dabei raus kommt. Schon erstaunlich. Es gibt mindestens 3 Optiktester (OT) in Deutschland, es gibt Leute die gute Optiken (Spiegel, Linsen, Korrektoren) fertigen und dann wiederum den ein oder anderen der sogar das Design rechnen kann. Guten "Ingenieure" tummeln sich zu >>hauf<< in diesen Foren.

Irgendwie könnte man schon den Eindruck gewinnen, daß sie garnicht so recht zusammen arbeiten wollen und jeder einzelne darauf wartet, zum Papst gekührt zu werden.

Wenn wir schonmal beim Thema "Was-Wäre-Wenn" sind: Was wäre wohl, wenn diese Leute sich über alte Knäcken einig würden, oder sie einfach mal unter den Teppich kehren, sich mal zusammen tun und mal gemeinsam etwas auskaspern (außerhalb der Foren, weniger politisch, sondern praktisch).

"Warum soll ich die ganze Arbeit machen?" Dann nicht mehr...
gestatte dass ich da etwas korrigiere. Ich kenne im deutschen Sprachraum 15 Leute die in der Lage sind mit Eigenbau- Interferometern Optik zu prüfen. Sie sind auch nachweislich alle in der Lage eigene Teleskope mitsamt Optik zu bauen. Mit Ausnahme eines einzigen pflegen wir lebhaften Erfahrungsaustausch, schwerpunktmäßig über astrotreff.de weniger heftig über und astronomie.de, aber auch im direkten Kontakt miteinander. Als Erfolg dieser Kooperation werden immer mehr hochwertige Teleskope mit Selbstbau-Optiken verschiedenster Art vorgestellt und auch ganz kräftig ATM- Nachwuchs gefördert. Die Beiträge von Gerd sind dabei höchst willkommen und förderlich, auch wenn er meines Wissens bisher noch kein eigenes Teleskop gebaut hat.

Gruß Kurt
 
#68
Zitat von Kurt:
Als Erfolg dieser Kooperation werden immer mehr hochwertige Teleskope mit Selbstbau-Optiken verschiedenster Art vorgestellt und auch ganz kräftig ATM- Nachwuchs gefördert.
Hallo Kurt u.A.,


Ich bin deiner Meinung, es stimmt das Diskussionen über Astrooptiken immer mehr führen zu erstaunliche Designs mit hervorragenden Eigenschaften. Will man so ein System aber bauen dann ist das ein ganz anderes Kapittel. Ins besondere das Klevtsovsystem ist sehr empfindlich hinsichtlich Radientoleranzen, Dicketoleranzen, Zentrierfehler und Justierung. Da ist nicht nur die Optik wichtig, auch die Mechanik ist sogar sehr wichtig.
Bevor man wirklich so ein System bauen will sollte man vorher wissen was man sich an Toleranzen erlauben kann und welche Qualität man selber, mit oft beschränkten Meß- und Herstellungsmittel, erziehlen kann.
Mein Schwiegervater hat viele Teleskope aus Sky&Telescope gebaut in den 60-er und 70er Jahre wo die Designs im Artikel ausgezeichnet waren, aber als sie einmal fertig waren richtiger Schrott obwohl er zugang hatte zu professionellen Werkzeuge und Meßgeräte. Da konnte man als privatperson noch keine optische Rechnungen machen. Da waren auch die “Optiken für Amateurastronome” in SuW von Erwin Wiedemann, er hatte zwar Rechnungen dabei, die waren aber nur dritter Ordnung und auch da funktionierte es nicht. Das war der Grund zur Vertiefung in der Optik und habe in 1978 meinen ersten Computer gekauft (umgerechnet und Inflationskorrigiert für € 43.000) und stellte fest das die Designs gar nicht stimmten! Zum Glück kann man das heute mit den Freeware optischen Rechenprogramme kontrolieren und braucht nicht selber die Optikprogramme zu schreiben. Aberrrrr: man sollte da auch nicht die Toleranzrechnung vergessen, Geisterbildrechnung, Pupillenabbildung, usw.
Es ist immer noch ein weiter weg vom Design bis ‘first light’. Papier ist sehr geduldig!

Allen die bauen wollen, sehr viel Erfolg, lasst euch nicht abhalten, denn es ist ein sehr schönes Hobby das ich 16 Jahre mit meinem Schwiegervater hab teilen können. Siehe: http://www.astrovenlo.nl/jean-delsing.html.
(Der Tekst ist in der niederländische Sprache und mit der online Übersetzung kommt ein ziemlich blöder Tekst raus). Niederländisch und Deutsch sind einander aber sehr ähnlich, man sollte nur nicht zu schnell lesen. ;)

Gruß, Harrie
 
#69
Hallo Harrie!
Stichwort:
Insbesondere das Klevtsovsystem ist sehr empfindlich hinsichtlich Radientoleranzen, Dicketoleranzen, Zentrierfehler und Justierung. Da ist nicht nur die Optik wichtig, auch die Mechanik ist sogar sehr wichtig.
Die ersten beiden Faktoren (1) Radientoleranzen und (2) Dicketoleranzen kann ich ja nicht mehr beeinflussen. Die muss ich bei meinem System vor Ort so hinnehmen, wie sie werksseitig gegeben sind.
Ein (3) Zentrierfehler wäre dann beeinflussbar, wenn er nicht im Korrektor selbst (zwischen Manginelement und Meniskuslinse) auftritt, sondern auf der optischen Achse zwischen Korrektor, HS und OAZ.
So richtig Einfluss habe ich auf den (4) Faktor "Justierung".
Um so interessanter wäre es für mich, mal den Einfluss von leichten, größeren (3) Zentrierfehlern und einer leichten, größeren (4) Dejustierung zu sehen. Yuri Klevtsov hat mir eine Justageanleitung für die Sekundäreinheit geschickt, die den Korrektor sehr genau auf die optische Achse ausrichtet (mit Hilfe Newton´scher Ringe). Das kann dann sehr präzise gemacht werden. Nur Frage ich mich, muss ich wirklich so extrem genau arbeiten? So eine feinste Einstellung muss ja auch mechanisch erhalten werden und stabil bleiben.
Haben denn schon kleine Abweichungen vom Optimum große Folgen? Oder verhält sich ein solches optisches System im positiven Sinn, eher träge.
Aus Erfahrungsberichten und Postings (in der Yahoo.Group) zum Klevtsov kann man wieder mal beides "belegen".
CS, Andreas
 
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#70
Hallo,

ein paar Infos zu einem original Klevtsov finden sich hier.

http://www.telescopes.ru/articles/article1de.phtml

Allerdings ist die dort etwas näher betrachtete Optik ein 200 f/7.
Auchtung es ist keinesfalls der TAL 200 f/10 der dort besprochen wird!

Es kann hier auch kein direkter Vergleich zu meinen hier vorgestellten Designs gezogen werden da die Systemparameter völlig andere sind!

Nun ich hab also auch mal einen f/7 gerechnet um einen Vergleich zu einem Design von mir möglich zu machen.
Einen Unterschied gibt es erst mal bei der Glaswahl.
Hier verfolge ich eine völlig andere Strategie und verwende keine Gläser von sehr großer Brechkraft.
Das reduziert den lateralen Farbfehler im Feld gegenüber den von Yuri bevorzugten Gläsern mit besonders hoher Brechkraft.

Auf der Achse erreiche ich mit den von mir gewählten Gläsern P-PK53 / N-BAK2 aber eine mindestens ebenbürtige Farbkorrektur wie ich gleich zeigen will.

Es gibt da nämlich ein kleines Diagramm zum original Klevtsov 200 f/7.
Achtung hier wird der gewaltige Spektralbereich von 365 bis 1530nm betrachtet.
Ich habe genau so ein Diagramm mit exakt den gleichen Wellenlängen für mein Design erstellt.
Hier das original Klevtsov.

http://www.telescopes.ru/articles/gifs/ris3.gif

und hier das Düring mit völlig anderen Gläsern.
 

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#71
Wie man sieht besteht doch schon eine recht große Ähnlichkeit und mein Design ist hier keinesfalls schlechter.
So haben also meine Designs die laut Yuri Klevtsov kein Klevtsov Design darstellen sollen komischerweise eine nahezu identische Sphärochromasie.
Es ist in der Tat erstaunlich welch extreme Farbkorrektur mit so einem Design möglich ist.

Zum selber ausprobieren hier mein Design für den 200 f/ „ nicht“ ;) Klevtsov.

// OSLO 6.4 31033 0 47906
LEN NEW "200 f/7" 1407.2 10
EBR 100.0
ANG 0.3
DES "G.Duering"
UNI 1.0
SNO6 "geniierf_lt 0.0710493250436 25.0 1.00 -0.90 0.90 0.80 -0.80 0.80 0.70 1.0 1.0"
// SRF 0
AIR
TH 1.0e+20
AP 5.2360356057e+17
NXT // SRF 1
RFL
TCE 236.0
RD -750.0
TH -200.2339514212669
NXT // SRF 2
GLA P-PK53
RD -93.9027513917882
TH -20.3
NXT // SRF 3
AIR
RD -86.9139835522287
TH -12.0
AP 44.0
NXT // SRF 4
GLA N-BAK2
RD -590.4581574375293
TH -11.25
AP 48.0
NXT // SRF 5
RFL
TCE 71.0
RD -378.1830437155538
TH 11.25
AP 48.0
NXT // SRF 6
AIR
RD -590.4581574375293
TH 12.0
AP 48.0
NXT // SRF 7
GLA P-PK53
RD -86.9139835522287
TH 20.3
AP 44.0
NXT // SRF 8
AIR
RD -93.9027513917882
TH 480.171
AP 48.0
NXT // SRF 9
AIR
NXT // SRF 10
AIR
TH 0.0002304419846
WV 0.546 0.365 0.436 0.486 0.656 1.53
WW 1.0 1.0 1.0 1.0 1.0 1.0
END 10
SDSA On
OPDF 0.0000206784259
OPOC "geniiops"

Grüße Gerd
 

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#72
Zitat von AGeo2008:
Stichwort:
Insbesondere das Klevtsovsystem ist sehr empfindlich hinsichtlich Radientoleranzen, Dicketoleranzen, Zentrierfehler und Justierung. Da ist nicht nur die Optik wichtig, auch die Mechanik ist sogar sehr wichtig.
Die ersten beiden Faktoren (1) Radientoleranzen und (2) Dicketoleranzen kann ich ja nicht mehr beeinflussen. Die muss ich bei meinem System vor Ort so hinnehmen, wie sie werksseitig gegeben sind.
Ein (3) Zentrierfehler wäre dann beeinflussbar, wenn er nicht im Korrektor selbst (zwischen Manginelement und Meniskuslinse) auftritt, sondern auf der optischen Achse zwischen Korrektor, HS und OAZ.
Hallo Andreas,

War auch gemeint für eventuelle Selbstbauer.

Gruß,
Harrie
 
#73
Hallo Harrie,

...Ins besondere das Klevtsovsystem ist sehr empfindlich hinsichtlich Radientoleranzen, Dicketoleranzen, Zentrierfehler und Justierung. Da ist nicht nur die Optik wichtig, auch die Mechanik ist sogar sehr wichtig...
vielen Dank für die freundliche Warnung. Da reicht es mir vollkommen dass ich demnächt ein solches Teleskop justieren und vermessen darf.

Rein gefühlsmäßig schätze ich den Schwieigkeisgrad beim Klevtsovsystem für Amateur- Nachbau höher ein als den für mein 230 mm Kutter mit komatisch deformiertem HS oder für mein 170 mm Schupmann-Medial. Letzeres hätte ich ohne die theoretische Unterstützung von HJ. Busak erst gar nicht angefangen.

Gruß Kurt
 
#74
Hallo Kurt,

Ich weiss nicht was Du alles vermessen willst, wenn Du demontieren willst, dann ist die Sekundargruppe sehr hoch drei empfindlich. Pass also auf und markiere wo Du kannst. Es könnte sein das keine Keilformen ausgeglichen worden sind.

Gruß, Harrie
 
#75
Zitat von AGeo2008:
. . . . . . . Und dann gibt es noch die indifferente Angst, dass in chinesischen Produktionsstätten, die ja auch in der Optikfertigung aufholen, einfach ein Plagiat erstellt und weit unter russischem Preis angeboten wird. . . . . . . .
Noch mal kurz eine Reaktion auf die Posting von Andreas:

Genau, denn wenn jemand, welche Firma es sein möge, so ein System nachbauwen will, dann ist es sehr einfach: Man kauft sich oder läßt sich ein System kaufen. Die Radien, Dicken, Abstände und Position der Fokalebene werden gemessen und die Glassorten werden bestimmt (auch wenn es destruktiv ist) und dann wird das Ganze in Zemax, Oslo oder Code V eingeben und macht reverse engineering.
Denn, wenn is nur in Russland patentiert worden ist, dann kann man es herstellen oder/ und verkaufen wo man will, nur nicht in Russland.

Und in der Vergangenheit waren es nicht nur chinische Firmen, auch namenhafte Firmen taten das . . .

Gruß, Harrie
 
#76
Hallo Miteinander!

Wie schon vorher mal geschrieben hat Yuri Klevtsov auf Nachfrage beschrieben wie der Korrektor (als Gesamtheit, nicht die Einzelelemente) bei FSUE justiert wird. Mit Hilfe aus dem Forum (VIELEN DANK!) wurde der russische Text jetzt ziemlich nah am Original übersetzt und auch noch mal auf Sinnhaftigkeit geprüft. Auch da nochmals vielen Dank.

De facto geht Yuri Klevtsov von dem Original TAL-Crayford-OAZ aus, der selber nicht justierbar ist. Insofern handelt es sich eigentlich um eine Ausrichtung des Korrektors auf die optische Achse (OAZ-Korrektorhalterung). Ebenso wird davon ausgegangen, dass die Korrektorheit seitlich nicht versetzt ist.
Da ich aber im gesamten Netz (trotz intensiver Suche) immer nur den Ratschlag gelesen habe die Korrektoreinheit (die werksmäßig auf Achse ist) bloß in Ruhe zu lassen, oder Recht abenteuerliche "Justagevorschläge" gefunden habe, poste ich in Absprache mit Yuri Klevtsov hier seine übersetzte Anleitung.

Zumal ist das Prinzip einer Justage über Newtonringe (zumindest für mich) neu und ich habe das auch so noch nirgendwo anders beschrieben gefunden.

Zitat von Yuri Klevtsov:
Justage der Sekundäreinheit am TAL-250K

1. Für die Beobachtung der Newtonringe des Korrektors müssen Sie an der Austrittsseite des Lasers einen dichten weißen Projektionsschirm mit der Kantenlänge 150×150 mm (alternativ: Kreisform mit 150 mm Durchmesser) anbringen.
Dieser Projektionsschirm ist mit einer zentralen Öffnung von 0,7 – 1 mm für den Durchgang der Laserstrahlen zu versehen.
Auf den Projektionsschirm wird um diese zentrale Öffnung herum ein System von konzentrischen schwarzen Kreisen mit einer Linienbreite von mindestens 1mm aufgetragen, damit sie im abgedunkelten Raum erkennbar sind.
Entsprechend dem Verlauf der Interferenzstreifen kann der Abstand der Kreise von innen nach außen abnehmen, durchschnittlich sollte er ca. 5mm betragen.

2. Es ist notwendig zwei Blenden aus einem durchsichtigen organischen Glas mit einer zentralen Öffnung von 0,7 mm herzustellen. Die Dicke des Glases in der Öffnungszone sollte 1 – 2 mm betragen.

Die Bestimmung der räumlichen Lage der geometrischen Teleskopachse:
Die Teleskopachse ist die gedachte Linie zwischen dem Zentrum der Korrektoreinheit und dem Zentrum des Auszugsrohrs am Okularauszug (OAZ).
Das Okular wird aus dem OAZ herausgenommen. Die erste Blende wird am Gewinde der Fangspiegelhalterung eingeschraubt. Dies befindet sich dort, wo der Korrektor über die Kugelgelenkbuche mit der Halterung verbunden ist.
Die Kunststoffabdeckung des Korrektors, die die Justierschrauben bedeckt, muss dazu abgenommen werden. Die zweite Blende wird in den Okularauszug eingesetzt.
Es ist wichtig, dass die zentrale Zone beider Blenden mit 1-2mm Dicke so groß wie möglich ist.
Das ist für die Beobachtung des Laserstrahls (ob er die Öffnung exakt passiert) notwendig.

3. Der Laser mit dem Projektionsschirm wird in der Entfernung von einem halben Meter hinter dem OAZ befestigt.
Das Okular wird dazu aus dem OAZ entfernt.
Alle Elemente des Aufbaus, das Teleskop und der Laser müssen auf einer optischen Bank gut befestigt sein, damit die Justierschrauben des Korrektors ohne Probleme bedient werden können.
Der Laser mit dem Projektionsschirm soll auf einem kleinen Kreuztisch an der optischen Bank befestigt sein, der alle Freiheitsgrade der Einstellung hat: In Achsrichtung und quer dazu, sowie Neigung in zwei Ebenen.

4. Die Hauptarbeit:
Das Bündel der Laserstrahlen muss man so genau wie möglich ausrichten, damit es die Öffnungen der beiden Blenden passiert.
Eine ausführliche Anleitung wie das zu bewerkstelligen ist, kann ich hierzu nicht geben.
Allerdings stellen sich die Erfahrung und das Geschick hierfür schnell ein.
Man muss bei allen Veränderungen des Lasers beobachten, wie sich das Laserbündel auf den Blenden bewegt.
In diesem Stadium der Justierarbeit ist eine Veränderung der Schrauben am Korrektor (lockern, festziehen) noch nicht notwendig.

5. Sobald das Laserbündel mit der geometrischen Achse des Teleskops, übereinstimmt (also durch die Öffnungen beider Blenden zentrisch hindurch geht), muss man die Blenden vorsichtig abnehmen, wobei der Teleskoptubus und der Laser nicht bewegt werden dürfen.

6. Wenn sich die optische Achse des Korrektors nicht allzu weit vom Zentrum des OAZ befindet, werden Sie am Projektionsschirm des Lasers sofort das Bild der Newtonringe sehen.
Hier ist eine Ansicht des Bildes, die das Zentrum des Projektionsschirmes nach der Zentrierung zeigt.
Jedoch kann das von Ihnen beobachtete Bild möglicherweise schwächer erscheinen.
In diesem Fall müssten sie in einem abgedunkelten Raum arbeiten.

Sie sehen ein breites Bild (mit Ringen) welches die Meniskuslinse erzeugt und zwei kleine Bilder (mit Ringen). Diese werden vom Luftspielraum zwischen den Linsen (das ist das kleinste Bild) und von der Manginlinse erzeugt.
Ihre Aufgabe ist es das breite Bild der Ringe konzentrisch zum Zentrum des Projektionsschirmes einzustellen.
Dazu werden die konzentrischen Kreise auf dem Projektionsschirm verwendet.

Ein beliebiger ringförmiger Reflex, der in der Peripherie des Projektionsschirmes abgebildet wird, wird konzentrisch bezüglich des nächsten Kreises am Projektionsschirm eingestellt.
Es ist nicht nötig die Zentrierung nach den kleinen ringförmigen Reflexen zu machen.

Für die Veränderung der Korrektorachse sind sechs Justierschrauben vorgesehen (sie befinden sich unter der Kunststoffabdeckung des Korrektors).
Drei Schrauben der insgesamt sechs Schrauben, jeweils um 120° versetzt, werden um 1 – 2 Umdrehungen gelöst.
Die drei verbleibenden Schrauben fixieren weiterhin die Neigung der Achse des Korrektors und halten den Korrektor in Position.
Die Interferenzringe sollen nun in der Mitte des Projektionsschirms mit einer Genauigkeit von 0,5 – 1 mm eingestellt werden. Die geschieht mit Hilfe der drei anderen Justageschrauben.

Dann werden alle Justierschrauben der Reihenfolge nach leicht angezogen.
CS, Andreas
 

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#77
Hallo Andreas,

danke für das posten dieser Anleitung, das ist schon interessant und ich bin versucht das mal auszubrobieren. Hat aber wie ich meine einige Tücken und vordert Voraussetzungen die ein Amateur nicht so einfach hat.

Von der optischen Bank mal abgesehen tun wir uns wohl schon schwer einen Laser zu finden dessen Strahl im genannten Abstand nur 0,7 bis 1 mm stark ist. Muss er aber sein sonst passt er nicht durch die Löcher der Hilfsblenden aus "organischem Glas" ich nehme an er meint da vieleicht Plexiglas. Gut, man kann die Löcher vieleicht auch entsprechend grösser bohren, aber dann wird das wohl wieder etwas ungenauer. Ich denke das ist eine "Fabrik" Methode, mit Vorrichtungen bei denen alles passt, alles fest stehen bleibt und sich beim schrauben nichts verändert. Das steht und fällt natürlich auch wie alle anderen Methoden mit der Stabilität des OAZ, und der originale ist ja wirklich nicht der Beste.

Für uns Amateure denke ich mal ist die Rotationmethode genauso gut, aber einfacher zu bewerkstelligen. Eine entsprechende Vorrichtung, zb. Prisma aus Holz ist schnell hergestellt.

1.
Korrektor insgesamt ausbauen, Laser in OAZ, OAZ so ausrichten dass Strahl mittig durch die Korrektorbefestigung geht und bei zb. liegendem Tubus auch 1 oder 2m dvor genau so hoch zb über der Tischplatte ist als dirkt am Tubusende. Tubus darf natürlich auch rotiert werden um in verschiedenen Positionen zu messen. OAZ ist damit ausgerichtet.

2.
Korrektor wieder einbauen, wir haben uns ja vorher alles schön markiert. Tubus jetzt in Drehvorrichtung legen und zwar mit den schwarzen Abschlussringen, also Spiegelzelle hinten und Ring an den die Spinnenarme angeschweißt sind vorne. Laser 1 oder 2 m vor den Tubus stellen und HS im aüßeren Bereich anleuchten. laser so positionieren dass der Strahl nach vorne wieder austritt, gegen eine Wand, tafel ect. die ruhig 4 oder 5 m entfernt sein kann. Tubus rotieren und HS so einstellen dass der Laser an der Wand keinen Kreis mehr beschreibt sondern schließlich als Punkt stehenbleibt. HS ist damit justiert.

3.
Laser jetzt so positionieren dass der Strahl vom HS zurück in den Korrektor reflektiert wird und von da zum OAZ. ist etwas fummelig aber geht. Tubus wieder rotieren und den Korrektor so justieren dass der Punkt, wieder an der Wand oder einem Schirm keinen Kreis mehr beschreibt, sondern stehenbleibt, wie vorher beim HS. Die Wand braucht diesmal nicht so weit weg zu sein und mann kann auch mit einem Stück Papier nachprüfen ob der Laserstrahl mittig aus dem OAZ kommt. Gesamtsystem ist damit justiert.

4.
Wie immer nochmal am Stern überprüfen, Korrekturen nur noch am Korrektor.

Auf dies Methode hab ich meinen justiert, das klappt einwandfrei. Trotzdem werde ich mal mit einen Laser hinter einem Schirm den Korrektor anleuchten um zu sehen ob diese Newton Ringe auftauchen. Wenn ja und die gut zu sehen sind kann man damit die Rotationsmethode gegenchecken. Aber der Aufwand mit den passenden Blenden usw..

Waren jetzt einfach mal so ein paar Gedanken zum justieren.

Grüße
Hans

 
#78
hallo liebe Leute,

hier noch mein Vorschlag:

ich nehme an dass man die Justage der Korrektoreinheit mit einem Grzykolli sehr genau hinbekommt, und den HS kann man dann am Stern einstellen. Der OAZ sollte vorher ausgerichtet werden, also Laser rein und durch den FS in das Mittenloch der Spinne leuchten - geht aber nur mit einem justierbar angebrachten OAZ. 3 Madenschrauben in der Grundplatte tun da ein gutes Werk, lassen sich als Druckschrauben gegen die normalen Befestigungsschrauben verwenden.

Vielleicht könnte das jemand mal probieren, ich mache das beim RC mit gutem Erfolg so. Wobei das RC eine Mittenmarkierung hat die hilfreich ist, der TAL dafür die Reflexe der Meniskus- und Manginlinse.

Wäre wesentlich einfacher als die "Rollkur" wie Hans sie beschreibt, und die Geschichte mit den Blenden und dem Laser.

lg und cs, Tommy
 
#79
Hallo Tommy,

einfacher bestimmt, ob genauer bezweifle ich.
Einen Gryzycolli hatte ich mal leihweise und in den TAL gesteckt. Ich muss zugeben dass ich damals noch nicht sehr vertraut war mit dem System und auch dem Kolli, aber da hab ich vor lauter Reflexionen keinen Spiegel mehr, bzw. kein Land mehr gesehen.

In den Gryzycolli gehen auch Reflexionen vom HS mit rein. Wenn der nicht vorher justiert ist, und man muß da später wieder dran, ist das ganze für die Katz.

Grüße
Hans
 
#80
Hallo Hans und alle anderen Klevtsov-Interessierten, Leser, Besitzer!
Das größte "Manko" der Justageanleitung von Yuri ist das Nichtberücksichtigen eines justierbaren OAZ. Ich schätze 75% aller TAL-Klevtsov Besitzer haben/tauschen den originalen OAZ (siehe Bilder), oder bauen sich gleich einen selbst ( :hochachtung: Hans)
Man müsste also als Schritt 1 zunächst den OAZ auf die optische Achse bringen.
Danach sehe ich in dem beschrieben Vorgehen aber eine deutliche Verbesserung (auch zum Rolltest).
Beim Rolltest hoffe/konstruiere/erschaffe ich eine perfekte zentrische Rotation und von dieser Mechanik ausgehend, stelle ich die Optik ein.
Wenn das über die Newtonringe klappt, fällt diese Bedingung einfach weg und ich justiere die Optik "mit Hilfe der Optik" und nicht mit Hilfe einer bewegten Mechanik (wenn man jetzt mal außen lässt, dass der Laser natürlich (mechanisch) auf die 0,7mm Blenden ausgerichtet wird).

Zwei Einschränkungen würde ich machen:
1) Man braucht einen He-Ne-Laser (Helium-Neon-Laser). Hab grade gemerkt, dass das oben im Text fehlt. Hat Yuri nicht mehr mit reingeschrieben, weil wir das vorher schon geklärt hatten und ich hab´s übersehen.
Mit einem HeNe-Laser hast Du (1) einen runden Punkt (statt wie meist elliptisch), der auch (2) die 0,7mm Durchmesser am Austritt erreicht und (3) die Koherenzlänge eines HeNe-Lasers reicht aus um den Spot auch am Korrektor noch klein genug zu halten. Ein "normaler Justierlaser" geht definitiv nicht.

2) Der Laser muss genug Leistung haben, um mit den 4-7% an Licht, was als Newtonringe aufgefächert Retour kommt, ein sichtbares Bild zu erzeugen.

Mit Nummer 2) bin ich mir bei meinem kleinen He-Ne-Laser nicht mehr so sicher. Aber wenn ich demnächst ein paar Kunststoff-Adapter habe (kostet ja nicht die Welt), dann werde ich´s ja sehen ...

Ist beides möglich sehe ich in der Version der Justage von Yuri Klevtsov eine Methode, die sehr wenige mögliche andere Fehlerquellen beihaltet. Stellt sich nur die Frage, wie empfindlich ein Klevtsov auf Dejustage reagiert. Gerd hier im Forum hat mal dazu geschrieben, dass sich der Korrektor (in seiner Gesamtheit betrachtet) letztlich wie ein ED oder APO verhält. Ganz wurscht ist´s also nicht.

Aber letztlich gilt immer: "Viele Wege führen nach Rom".

CS, Andreas

PS: Zu den Bildern unten.
Am TAL-250K lässt sich ziemlich problemlos ein anderer OAZ anbringen. Nach der Demontage des alten OAZ, liegt planeben eine massive Anschlussplatte frei. Man braucht eine neue Adapterplatte, die mit vier Schrauben wieder angeschlossen wird (Bild 1 und 2). Um den HS justierbar zu halten, müssen sechs Öffnungen im Adapter sein, um weiterhin per Stecknuss an die 6-Kant-Schrauben zur Justage zu kommen.
Mit vier kleinen Madenschrauben (Bild 3), die mit/durch die vier jeweiligen Schrauben zur Fixierung gekontert werden, ist ein neuer OAZ stabil justierbar.
 

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#81
NEUES Klevtsov-Design TAL-200KM

Liebe Forengemeinde!

NPZ-Optics, bzw. Yuri Klevtsov entwickeln ein modifiziertes Klevtsov Design. Mittlerweile ist ein Prototyp gefertigt und (anders als beim klassischen Klevtsov Design), ist das Ganze jetzt auch europaweit patentrechtlich geschützt.
Harrie hatte mal im Zusammengang mit was anderem einen Link zum Espacenet (Europäisches Patentamt) eingestellt und siehe da, da ist es mittlerweile zu finden. Unten hänge ich mal zwei Bilder daraus an.
Nachdem das EPO selber schreibt
Espacenet offers free access to more than 70 million patent documents worldwide, containing information about inventions and technical developments from 1836 to today.
denke ich, dass ich einige kurze Auszüge hier einstellen kann.

Yuri Klevtsov schreibt dazu:
Im kommenden Halbjahr planen wir auf der Grundlage des Prototyps ein aktualisiertes Teleskop TAL-200KM.
Dieses Teleskop wird ein hochpräzises Autofokus-System besitzen und wird mit einem Brennweiten-Wandler, der im Patent des neuen Schemas beschrieben ist mit einem Öffnungsverhältnis von f / 6 arbeiten. In diesem Modus kann ein Bilddurchmesser von 27-28 mm, mit einer Spotgröße an den Bildfeldrändern von maximal 15-16 Mikron, erreicht werden. Dies ist vorerst alles, was ich Ihnen sagen kann.
Hinweis: Bei einigen Formulierungen bleibt die Russische Übersetzung unklar: Autofokus-System = Mikrofokussierung?. Time will tell ...
Weiteres dazu auch unter http://de.groups.yahoo.com/group/TAL_250K/

CS, Andreas
 

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