Justage der Sekundäreinheit am TAL-250K
1. Für die Beobachtung der Newtonringe des Korrektors müssen Sie an der Austrittsseite des Lasers einen dichten weißen Projektionsschirm mit der Kantenlänge 150×150 mm (alternativ: Kreisform mit 150 mm Durchmesser) anbringen.
Dieser Projektionsschirm ist mit einer zentralen Öffnung von 0,7 – 1 mm für den Durchgang der Laserstrahlen zu versehen.
Auf den Projektionsschirm wird um diese zentrale Öffnung herum ein System von konzentrischen schwarzen Kreisen mit einer Linienbreite von mindestens 1mm aufgetragen, damit sie im abgedunkelten Raum erkennbar sind.
Entsprechend dem Verlauf der Interferenzstreifen kann der Abstand der Kreise von innen nach außen abnehmen, durchschnittlich sollte er ca. 5mm betragen.
2. Es ist notwendig zwei Blenden aus einem durchsichtigen organischen Glas mit einer zentralen Öffnung von 0,7 mm herzustellen. Die Dicke des Glases in der Öffnungszone sollte 1 – 2 mm betragen.
Die Bestimmung der räumlichen Lage der geometrischen Teleskopachse:
Die Teleskopachse ist die gedachte Linie zwischen dem Zentrum der Korrektoreinheit und dem Zentrum des Auszugsrohrs am Okularauszug (OAZ).
Das Okular wird aus dem OAZ herausgenommen. Die erste Blende wird am Gewinde der Fangspiegelhalterung eingeschraubt. Dies befindet sich dort, wo der Korrektor über die Kugelgelenkbuche mit der Halterung verbunden ist.
Die Kunststoffabdeckung des Korrektors, die die Justierschrauben bedeckt, muss dazu abgenommen werden. Die zweite Blende wird in den Okularauszug eingesetzt.
Es ist wichtig, dass die zentrale Zone beider Blenden mit 1-2mm Dicke so groß wie möglich ist.
Das ist für die Beobachtung des Laserstrahls (ob er die Öffnung exakt passiert) notwendig.
3. Der Laser mit dem Projektionsschirm wird in der Entfernung von einem halben Meter hinter dem OAZ befestigt.
Das Okular wird dazu aus dem OAZ entfernt.
Alle Elemente des Aufbaus, das Teleskop und der Laser müssen auf einer optischen Bank gut befestigt sein, damit die Justierschrauben des Korrektors ohne Probleme bedient werden können.
Der Laser mit dem Projektionsschirm soll auf einem kleinen Kreuztisch an der optischen Bank befestigt sein, der alle Freiheitsgrade der Einstellung hat: In Achsrichtung und quer dazu, sowie Neigung in zwei Ebenen.
4. Die Hauptarbeit:
Das Bündel der Laserstrahlen muss man so genau wie möglich ausrichten, damit es die Öffnungen der beiden Blenden passiert.
Eine ausführliche Anleitung wie das zu bewerkstelligen ist, kann ich hierzu nicht geben.
Allerdings stellen sich die Erfahrung und das Geschick hierfür schnell ein.
Man muss bei allen Veränderungen des Lasers beobachten, wie sich das Laserbündel auf den Blenden bewegt.
In diesem Stadium der Justierarbeit ist eine Veränderung der Schrauben am Korrektor (lockern, festziehen) noch nicht notwendig.
5. Sobald das Laserbündel mit der geometrischen Achse des Teleskops, übereinstimmt (also durch die Öffnungen beider Blenden zentrisch hindurch geht), muss man die Blenden vorsichtig abnehmen, wobei der Teleskoptubus und der Laser nicht bewegt werden dürfen.
6. Wenn sich die optische Achse des Korrektors nicht allzu weit vom Zentrum des OAZ befindet, werden Sie am Projektionsschirm des Lasers sofort das Bild der Newtonringe sehen.
Hier ist eine Ansicht des Bildes, die das Zentrum des Projektionsschirmes nach der Zentrierung zeigt.
Jedoch kann das von Ihnen beobachtete Bild möglicherweise schwächer erscheinen.
In diesem Fall müssten sie in einem abgedunkelten Raum arbeiten.
Sie sehen ein breites Bild (mit Ringen) welches die Meniskuslinse erzeugt und zwei kleine Bilder (mit Ringen). Diese werden vom Luftspielraum zwischen den Linsen (das ist das kleinste Bild) und von der Manginlinse erzeugt.
Ihre Aufgabe ist es das breite Bild der Ringe konzentrisch zum Zentrum des Projektionsschirmes einzustellen.
Dazu werden die konzentrischen Kreise auf dem Projektionsschirm verwendet.
Ein beliebiger ringförmiger Reflex, der in der Peripherie des Projektionsschirmes abgebildet wird, wird konzentrisch bezüglich des nächsten Kreises am Projektionsschirm eingestellt.
Es ist nicht nötig die Zentrierung nach den kleinen ringförmigen Reflexen zu machen.
Für die Veränderung der Korrektorachse sind sechs Justierschrauben vorgesehen (sie befinden sich unter der Kunststoffabdeckung des Korrektors).
Drei Schrauben der insgesamt sechs Schrauben, jeweils um 120° versetzt, werden um 1 – 2 Umdrehungen gelöst.
Die drei verbleibenden Schrauben fixieren weiterhin die Neigung der Achse des Korrektors und halten den Korrektor in Position.
Die Interferenzringe sollen nun in der Mitte des Projektionsschirms mit einer Genauigkeit von 0,5 – 1 mm eingestellt werden. Die geschieht mit Hilfe der drei anderen Justageschrauben.
Dann werden alle Justierschrauben der Reihenfolge nach leicht angezogen.