DIE EINSTEIGERALTELESKOP(ALTERNATIVEN)

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Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Halo Günther,
Also hat der Ansatz seine Berechtigung, die größtmögliche bezahbare und transportierbare Öffung
(da ist nicht nur das Können sondern auch das Wollen sehr entscheidend) an den Start zu
bringen, quasi eine eingebaute Reserve, die Enttäuschungen vorbeugen kann.
Meine Rede. Du bringst es auf den Punkt. Genau diesem Standpunkt vertrete ich auch, vorallem in Hinblick auf die Reserven.

Gruß
MD

Daniel, bring mal bei der nächsten Gelegenheit den 10" f/5 ins Gespräch und wundere Dich was passiert!

Dann sind 50% mehr Licht und 25% mehr Auflösung gegenüber dem 8" f/6 plötzlich nicht mehr sichtbar und das f/5er Öffungsverhältnis wird zum Okularschreck hochstilisiert. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" />
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo MD,

ein ganz klares JAIN zu Deinem Einwand.

Wir reden vom Einsteigerbereich, einem Allroundteleskop (wenn es nach mir geht nach der von
weiter oben zur Diskussion gestellten und nicht diskutierten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> Definition) und von guter Abbildung
mit bezahlbaren Okularen und da passt m.E. F/5 nicht mehr rein, egal ob 6" F/5 oder 10" F/5.
Ich habe dutzende von Einsteigern gewarnt, nach dem Motto

...wenn schon F/5 dann gleich 12"...

mit allen Konsequenzen weil man den Unterschied (das Öffnungsplus) 8" F/6 Massenware zu 12" F/5 Massenware
wenigstens deutlich sieht, was ich bei allen 10" F/5 (Massenware) die ich mit 8" F/6
verglichen habe, nicht so erkennen konnte.
Wenige hören darauf und viele landen über kurz oder lang im Okularboard mit der Frage nach
randscharfen WW-Okularen für ihren F/5 und der Aussage, dass ihnen Nagler/Panoptik aber zu teuer sind.
Dann ist im Übersichtsbereich oberhalb 22er LVW bislang "hängen im Schacht" und
auch das LVW kostet schon 200 €.
Ab 17 mm BW entspannt sich dann die Lage.
Ist Dir eigentlich bekannt, dass Plössl-Okulare oberhalb etwa F/6 in der Achsschärfe nachlassen?
Man sollte sie dann besser mit einer guten Barlow kombinieren.

Ich will nichts dramatisieren und ich weiß, dass man mit Plössl am F/5 leben kann, auch dass
es zufriedene Sternenfreude mit dem 32er TSWA an F/5 gibt, nur reicht mir das für eine allgemeine
Empfehlung an Beginner nicht aus, schon gar nicht nach dem bekannten Motto

..."ihr seht das ohnehin nicht"...

das mache ich mir ebenso wenig zu Eigen wie absolute Qualitäts- oder überzogene Öffnungsanansprüche.

CS
*entfernt*
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo Sternfreunde,

Hat eigentlich niemand den Einstieg in die Astronomie mit einem Feldstecher gemacht ?
Sicherlich nicht der einzige Weg, aber ein Weg der etliche Vorteile bietet.
Es entsteht (zumindest bei mir) der Eindruck, daß Spaß und Erfolg von der "größtmöglichen" Öffnung abhängen. Das halte ich für falsch. Der Spaß bei der Hobbyastronomie hängt entscheidend vom Erfolg ab, d.h. erstmal vom Auffinden und Erkennen der Objekte. Der Heureka-Effekt sozusagen. Viele DS-Objekte sind im Fernglas einfacher aufzufinden, als im Teleskop. Gute Standortbedingungen vorausgesetzt, natürlich.
Unbestritten, daß z.B. die Beobachtung von Kugelsternhaufen mit 8`` oder 10``Teleskop eindrucksvoller ist als im 10x50 Fernglas. Aber dies ist M.E. für einen erfolgreichen Einstieg in die Hobbyastronomie gar nicht so entscheidend. Ich habe mit dem Fernglas meine ersten Erfolge gefeiert und mit dem Fernglas+Sternkarte den Sternenhimmel erkundet. Dieses 8x32 Fernglas nutze ich übrigens heute noch.

Bericht zum Celestron-Newton wird nachgeliefert.

Liebe Grüße
cs
Shorty
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo Sternfreunde,

Hat eigentlich niemand den Einstieg in die Astronomie mit einem Feldstecher gemacht ?

hallo shorty,

ich selber nicht, hatte zuerst einen 60/700er refraktor. allerdings hab ich mir als zweites einen 8x56 feldstecher besorgt. die anschaffung hab ich nicht bereut, denn der hat mir sehr geholfen, den sternenhimmel genauer kennen zu lernen, das starhopping zu den einzelnen objekten gelang mir dann mit den kleinen refraktor wesentlich einfacher, weil mir die umgebungen vertrauter wurden mit hilfe des feldstechers.

viele grüße

dieter
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hi Shorty,

eigentlich ja, denn ich komme von Lande und da liegt/lag eigentlich in jeder Familie ein Fernglas rum.
Ohne die ersten Beobachtungen mit dem alten 8x42 wäre eventuell das Interesse gar nicht erwacht
und ein 10x50 ist auch heute immer dabei (wird auch immer eingesetzt).
Eigentlich ist das Zubehör, auch und gerade zum Einsteigerfernrohr.

CS
*entfernt*
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo Osho,
Daniel, bring mal bei der nächsten Gelegenheit den 10" f/5 ins Gespräch und wundere Dich was passiert!
Ich werde mich hüten.
Dann sind 50% mehr Licht und 25% mehr Auflösung gegenüber dem 8" f/6 plötzlich nicht mehr sichtbar und das f/5er Öffungsverhältnis wird zum Okularschreck hochstilisiert.
Dies ist mir schon öfters aufgefallen. Das mit der Okularproblenatik ist auch so eine Angelenheit, einige stört es und anderen (z.B. ich) ist es nicht so wichtig.
Ich muss wirklich vorsichtig sein was ich schreibe, sonst hagelts von allen Seiten Kritik, was mich aber nicht davon abhält "meinen Senf" dazuzugeben.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo Daniel,

dann stell Dir doch mal gemeinsam mit Osho den Beginner mit Plössl und Erfle am 10" F/5 vor.

Verlust Randschärfe gegenüber F/6 - bis 30%
Verlust Achsschärfe - bis 10%
Verlust Justierung - 10 - 20%
Mangelnde Justierung steigert die anderen Verluste erheblich und Justieren kann man lernen
wenn man wirklich will, geht aber von Anfang an nicht zu 100%.

Gewinn Grenzgröße - weniger als 0,5 Mag.

Ich sage, F/5 kann, egal bei welcher Öffnung, erheblichen Frust verursachen (auch am Refraktor)
und man sollte das Einsteigern nicht von vore herein sondern nur nach Klärung einiger
anderer Faktoren empfehlen.

Wie scharf wird denn nun Dein Senf? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo Günther,
(dieser Beitrag bezieht sich auf dein Posting von gestern, denn das von heute hast du verfasst während ich meinen Beitag erst geschrieben habe, deswegen habe ich noch nicht darauf regiert)
Dies entzieht sich meiner Kenntnis, schließlich habe ich nur einem von dir verfassten Textausschnitt zugestimmt.


Zu allererst einmal: Die Angelegenheit mit f/5 und der Okularproblematik hat Osho ins Gespräch gebracht (dies soll kein Vorwurf oder eine Beschuldigung sein), davon habe ich nicht gesprochen obwohl mir klar ist, dass mein Statement diese Problematik durchaus impliziert.

Nun zur Okularproblematik bei schnellen Öffnungsverhältnissen: Ich habe bisher unter anderem an einem 8'' f/5 Newton mit Okularen des Typs "Super Plössl" (nur die gängige Bezeichnung) beobachtet und habe keine Augengeschwüre davon bekommen (dies soll keineswegs deine Erfahrungen in Frage stellen).
Einige Aspekte dieser Problematik sind mir durchaus aufgefallen wie zB. die nicht Randscharfe Abbildung und natürlich Koma(da ich keinen Komakorrektor benutze rührt dies m.E. vom Teleskop her).

Die zentrale Frage ist meines erachtens was dem Einsteiger lieber ist, mehr sehen (und später bessere Okulare anschaffen) oder nicht so viel Geld auszugeben.
Ich möchtte nicht in Frage stellen, dass es auch 10'' und 12'' Geräte mit einem langsameren Öffnungsverhältnis wie f/6 gibt, jedoch sind diese eher spärlich vorhanden.

Ich finde man sollte wegen der Okulraproblematik bei schnellen/lichstarken Systemen genau überlegen was dem Einsteiger (welcher vieleicht noch nicht die Gelegenheit gehabt hat dirch eine größere Optik zu sehen) wichtiger ist, ein halbwegs gut korrigiertes Bildfeld oder der womöglich größere Wow-Effekt.
Während der Einsteiger sich vielleicht noch nicht sicher ist ob die Okularproblematik für ihn eine so entscheidende Rolle spielt, so kann er bei einer größeren Öffnung auf mehr Reserven zählen.
Selbstverständlich macht es nicht so viel Sinn zuerst günstigere Okulare anzuschaffen und dann bessere, teurere Okulare, aber wenn das Budget einen Riegel vorschiebt so ist dies eine Möglichkeit. Später besteht immer noch die Möglichkeit bessere Okulare anzuschaffen.

Was mich hier stört ist, dass ein 8''/f6 Dobson anscheinend immer als das Maß aller Dinge angesehen wird. 8'' sind eine respektable Öffnung, aber nicht die Welt.
Ich möchte an dieser Stelle nicht in Frage stellen was mit 8'' alles zu sehen ist, schließlich habe ich bisher auch immer mit 8'' Öffnung beobachtet (über das First Light meines neuen Gerätes werde ich noch berichten) und war mehr als nur fasziniert, aber irgendwann entsteht der Wunsch nach mehr.
Wenn wir bei den Dobsons bleiben, stellt sich die Frage was teurer ist:
Ein Einstieg mit einem 8''f/6 und passenden Okularen und später ein Umstieg auf einem z.B. 12''f/5 mit passenden Okularen oder gleich ein 12''f/5, wobei die besseren und somit teureren okulare erst nach und nach angeschafft werden.
Ich glaube diese Frage ist leicht zu beantworten.

Ich möchte abschließend nur bedingt eine Empfehlung/Bewertung abgeben da es jedem selbst überlassen ist (zu Anfang, später ändern sich die Umstände meistens) der Öffnung oder den preisgünstigeren Okularen den Vorzug zu lassen. Das eine schließt das andere natürlich nicht aus.

Wenn man sich eine goße Öffnung als Einsteiger(der schon einmal durch ein Teleskop geschaut hat) leisten kann und die Okularproblematik und das Gewicht für die Mobilität keine allzu große Rolle spielen, so steht dem größeren ausbaufähigem Gerät mit enstsprechenden Reserven nichts mehr im Wege.

Mir ist bewusst, dass ich für diesen Beitrag vermutlich viel Kritik einstecken muss, aber er entspricht trotzdem meiner Auffassung.

In diesem Sinne schöne Grüße
Daniel Martins
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo Daniel,

ah jetzt ja....wir sind dann alle drei in falschen Thread.
Wenn du die Abfolge der Beiträge genau anschaust habe ich schon mit den "richtigen Leuten"
gesprochen.
Dieser Thread sucht empfehlenswerte Einsteigerteleskope 150/300/500 € mit(!) einer
akzeptablen Grundausstattung.
Da kommt man mit F/6 einfach besser weg, das dürfte denke ich unstrittig sein.
Da geht der 8" F/6 schon nur als Dobson und der
10" F/5 ist die absolute Obergrenze (mit Haken und Ösen). <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Halo Günther,
ah jetzt ja....wir sind dann alle drei in falschen Thread.
Sorry, manchmal konzentriere ich mich nur noch aufs antworten und vergesse die eigentliche Themenstellung, sollte in Zukunft mehr darauf achten.
Da kommt man mit F/6 einfach besser weg, das dürfte denke ich unstrittig sein.
In dem Preisrahmen selbstverständlich.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo Sternfreunde, hallo Günther,

Ja,ich weiß, es wurde nach einem Einsteigerteleskop gefragt.
Ich habe mir nur überlegt: Vielleicht ist schon die Frage falsch gestellt, oder zu eng formuliert ??

"Eigentlich ist das Zubehör auch gerade zum Einsteigerfernrohr"
Falsch, ganz falsch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />Zubehör zum Fernglas ist das sog. Einsteigerteleskop <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Von diesem Einsteigerteleskop wird man sich (häufig) bald wieder trennen bzw. sich erweitern. Das Fernglas bleibt (oder wird dann doch angeschafft).

Grüße
cs
Shorty
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hi Shorty,
bei Deinem Fernglasgedanken vergißt Du m.E. einige Dinge.
Mond und Planeten, die beim unbedarften am ehesten ein AhA auslösen kommen im FG nicht so gut. DS-O auch nicht, weil die Vergrößerung zu gering ist und die Öffnung auch. Da bist zu mit nem kleinen Fernrohr - und wenn es ein LIDL ist - viel leistungsfähiger.
Und zu guter letzt der Preis. Natürlich gibts Ferngläser um 50 Euro. Mit denen kann man auch gucken, aber die FG behält man u.U. auch nicht. Die die man behält sind dann doch eher hochwertigere Gläser die schnell 300 Euro kosten.
Wenn man sieht was für 300 Euro an Einsteigerscopen drin ist......

Hat man bereits ein FG, dann kann man natürlich damit anfangen. Hat man aber keines, dann erscheint mit ein Fernrohr eher geeignet um Aha-Erlebnisse beim Beginner auszulösen. Und die brauchts, damit man Blut leckt.
CS
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo Shorty und Armin,

ich habe das Fernglas anfänglich wirklich zur Orientierung und Aufsuche genutzt.
Von daher hat es m.E. durchaus seine Berechtigung für Einsteiger zusätzlich zum Teleskop.

Was ich an mir selbst und vielen anderen Sternenfreunden bemerke ist allerdings, dass mit
wachsender Erfahrung, also quasi nach oder zusätzlich zu 4", 8" oder von mir aus 18" ein
gutes(!) Fernglas an Stellenwert gewinnt und man sich daran freut, was da alles geht.

Gleiches trifft für mich auch auf die kleinen, gerne auch sehr hochwertigen Refraktoren
bis etwa 4" Öffnung zu.

Das sind Spezialisten die den "boh ey, Mann ey" bitte...das ist nichts negatives) Effekt nicht
bringen aber die subtileren Genüsse sehr wohl steigern können (Brillianz, großes Feld,
Freude an Perfektion).

CS
*entfernt*
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hi Armin,

der Vorwurf, ich würde "einige Dinge vergessen" trifft mich schwer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Ich habe die Planetenbeobachtung nicht vergessen; aber wieviele gibt es, 8 oder 9 ? Realistisch gesehen, sind für die visuelle Beobachtung nur 3 wirklich interessant: Mars, Jupiter, Saturn. Mond. Und dann ?
Nicht übersehen sollte man auch nicht, welch unsägliches Leid gerade die Planetenbeobachtung bei Einsteigern (aber nicht nur) schon verursacht hat. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Dagegen ist es mit dem Fernglas M.E. relativ einfach, schöne Erfolge und Aha-Erlebnisse zu erzielen. Das große Gesichtsfeld und die freihändige Beobachtung erleichtert das Finden.Viele OS z.B. sind schöne Ferglasobjekte.

"Und ein gutes Fernglas kann man immer brauchen"(Martin Birkmaier im ICS-Katalog). U.u. ist deshalb die Anschaffung eines guten Fernglases im genannten Preisrahmen - ca. 300 Eu - eine nachhaltgere Anschaffung als der Kauf eines BilligScops.

Um zum Abschluß zu kommen: Vielleicht kann man sich darauf einigen, daß als erste Optik für den Einstieg in die Himmelsbeobachtung auch ein Fernglas geeignet ist; es bietet dem Einsteiger einige Vorteile hat aber auch Nachteile.

Liebe Grüße
cs
Shorty
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hi Shorty,
ich seh keinen Vorwurf.
Ich beziehe mich auf die Anschaffung eines Erstgerätes und da sehe ich das FG nicht wirklich. Als Zweitgerät wie Günther schreibt ist sicher ne gute Sache, passiert ja auch oft so.
Über das Handling gibts nichts, keine Frage. Aber wo Du OH anführst, welche OH gehen denn mit einem normalen Einsteigersope schlechter als mit einem FG. Ich sehe sie im Moment nicht.
Planeten hats schon noch ein paar mehr - auch interessante. Uranus z.B. da kannst durchaus einige Monde sehen, wenn Du genug Öffnung hast. Und die Scheibe ist dann auch nimmer ganz einheitlich.

Aus der Summe meiner Erfahrungen und mit vielen Einsteigern, würde ich bei der Frage nach dem Erstgerät tendenziell ein Scope vorziehen und empfehlen.
CS
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hi Shorty,

ich habe den Einstieg mit dem Feldstecher gemacht, dies aber nie als wirklichen Einstieg verstanden. Das liegt auch an den Möglichkeiten des Feldstechers, die aus der Stadt heraus noch wesentlich bescheidener ausfallen, als die eines 60/800 Achromaten in Ramschqualität. Ich benutze bis heute nur sehr selten einen Feldstecher, einen 30 Jahre alten 7x50 "Revue" und einen 10x50 vom Lidl (einen ausgesuchten jedoch), und das reicht mir, auch wenn mich erst am Samstag wieder das Aschgraue Mondlicht in einem "mittelgroßen" Feldstecher eines Kameraden begeistert hat.

Aber genau das ist der Punkt: Wer intensiv den Feldstecher benutzt wird auch damit alsbald aus dem Einsteiger-Preisbereich herausfallen und insofern droht dem Einsteiger-Feldstecher eventuell auch der Verkauf.
Die Empfehlung, mit einem Feldstecher für 20 bis 50 Euro den Anfgang zu machen, ist trotzdem immer ein interessanter Ansatz. Aber die Einschätzung, dass dieses Gerät bessere Chancen auf eine lange Nutzungsdauer hat (im Vergleich zum Kaufhausteleskop) würde ich nur sehr eingeschränkt teilen wollen.

Clear Skies
Sven
 
Fassen wir zusammen?

Sind wir einer Meinung, daß die oben öfters genannten ohnehin die derzeit beste Auswahl an Anfängerteleskopen darstellen, man bei den Ferngläsern geteilter Meinung ist (rasche Erfolge vs. "Qualitätserlebnis" dieser Erfolge) und ein 6"/f6 Dobson zum vernünftigen Preis DIE Alternative wäre?

Liebe Grüße und eine möglichst kurze Schlechtwetterfront (zumindest hier in Salzburg regnets)
Sebastian <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />
 
Re: Fassen wir zusammen?

Hi Sebastian,

nicht nur 6" f/5, das Ding würde noch einer ganzen Menge anderer Teleskope ordentlich auf die Füße treten. Mit dem aktuellen verramschen von mehr oder weniger halben Apos ("EDs") um 80mm Öffnung könnte es dann schwierig werden, und auch so manch anderer Refraktor könnte sich ein wenig bedroht fühlen, wenn das Gerät mit 2" Auszug käme - selbst bei nicht optimaler Ausleuchtung.
Da ein 6" f/6 Dobson auch recht leicht und transportabel geht, wäre das auch gleich eine Bedrohung für die ganzen kleineren Geräte auf parallaktischer Montierung (mit Stativ, nicht sowas wie ETX). Was die Optik weniger kompakt ist als ein Mak (beispielsweise), macht das Fehlen der Montierung wett - zumindest wenn man keine extra klobige Rockerbox veranstaltet.
Das ganze zum Preis eines jetzigen 150/750 aus günstiger Produktion macht ganz schön Aua!

Clear Skies
Sven
 
Re: Fassen wir zusammen?

Hallo Leute,

angelehnt an den 8" F/6 Dobson dürfte so ein 6" F/6 als Dobson ab ca. 250 € kosten.
Das wäre schon der Hammer.
Ich kann ja nicht widerstehen und träume das Mal ein wenig weiter. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Was meinen denn die Fotofreaks zur Montierungsfrage für so einen 90-95 cm langen Tubus,
mit wenig mehr Gewicht als der aktuelle 6" F/5 und dem etwas längeren Hebel?

Denn das wäre ja das eigentliche Ziel. Dobson und/oder parallaktisch montiert mit Fotooption.
Was passt so drunter dass man starten kann, was wäre so richtig solide und was kostet das? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Re: Fassen wir zusammen?

Hi Günther,

also ein Dobson wird ja "künstlich beschwert", das gilt es zu vermeiden, dann ist die Optik nicht wesentlich schwerer als der 150/750. Fotografisch würde ich das dann auf einem GP-Clone als gerade noch machbar sehen, auf einer HEQ-5 gibt's schon Reserven und auf einer GP-DX müsste das schon sehr robust sein. Immer mit Leitrohr und Kameragedöns gedacht.
f/6 ist zwar nicht der absolute Fototraum, aber es sollte auf jeden Fall großen Spaß machen. Zu klären ist, ab welcher Chipgröße man sich um Koma kümmern muss, und was vom Marktangebot da so funktioniert.
Wenn ich übrigens mal einwerfe, dass ein günstiger (trotzdem parabolischer) 150/750 OTA ab 150 Euro losgeht... Natürlich ist auch was für 250 noch sehr interessant.
Fotografisch mache ich mir etwas sorgen um die modernen aber günstigen Crayfords. Die transportieren mit dem Gewicht einer Kamera belastet nicht immer so, wie man sich das gerne wünscht. Ein ordentlich gemachter Rack&Pinion hat wirklich auch was für sich.

Clear Skies
Sven
 
Re: Fassen wir zusammen?

Hallo Sven,

danke für die Info. Danach wäre auch ein parallaktischer Einstig mit 6" F/6 in der 500 € Klasse
mit der Fotooption möglich.

Naja, hätte...wäre...wenn <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Ahm... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" /> Kurt,

die bestmögliche Leistung im vorhandenen Geldrahmen unter Berücksichtigung genannter Interessen? Darauf zu schauen, daß das System ausbaubar bleibt?

Magst du mir noch verraten, was die Gänsefüße beim Einsteiger sollen?

Grüße
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

ähm...
die bestmögliche Leistung im vorhandenen Geldrahmen unter Berücksichtigung genannter Interessen? Darauf zu schauen, daß das System ausbaubar bleibt?

Es wäre "politisch unklug" zu sagen, wir machen weiter, wie bisher. Aber Fakt ist, dass es darauf hinauslauft. Genau das passiert hier seit Jahr und Tag - es passt nur manchem nicht, dass er sich für seine Kohle und Interessen nur den Dobson leisten kann, und keine parallaktische Montierung für 200 Euro für einen so schweren 8-Zöller bekommt, wodurch dann die sofortige Fotofähigkeit und manch andere Illusion nicht erfüllbar ist. Ausbarbar ist sowas immer, für jedes Teleskop findet sich eine Montierung, auch eine fototaugliche. Preis und Transportabilität sind dann die Illusionstöter, daran kann aber die Beratung nichts ändern und schlecht wird sie davon auch nicht.

Ich finde es aber wunderschön, man sollte diesen Thread und die damit verwandten Diskussionen noch lange trefflich verlinken, wenn mal wieder aus persönlichen Eitelkeiten oder sonstwie zweifelhaften Interessen heraus ein Rundumschlag gegen die gesamte Forenberatung geführt wird.

Clear Skies
Sven
 
man kann auch in betracht ziehen, dass man auch gute gebrauchtgeräte kaufen kann und da kommt man dann mit dem verfügbaren geld sehr viel weiter.

was ist eigentlich ein einsteigergerät ?
letztendlich hängt doch alles nur von den verfügbaren euros ab, die man in sein neues hobby investieren will.

ein anfänger kommt mit einem 6000 euro teleskop geauso viel oder wenig klar, wie mit einem 20 euro teleskop <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

das problem bei "zu günstigen" lösungen kann schnell dahingehend ausufern, dass man dauernd dabei ist, sich immer weiter zu verbessern, weil man irgendwie immer glaubt, dass man mit seinem "einsteigergerät" doch nicht soviel anfangen/sehen kann, wie man eigentlich erwartet hatte.

nun kommen auch noch die persönlichen befindlichkeiten dazu, so fühlte ich mich in meinem hobby überhaut erst wohl, nachdem ich ein goto teleskop hatte.

mit meinem dobson kam ich nicht wirklich klar und war schnell unzufrieden und dann stand das teil jahrelang nur noch im keller herum.
nun gibt es aber sehr viele leute, die kommen mit einem dobson bestens klar und sind extrem begeistert von so einem gerät.

wie soll man nun herausfinden, was nun wirklich das richtige für den einstieg ist, wenn man nicht gerade bekannte hat, die dieses hobby schon etwas länger betreiben und wo man dann mal live vor ort mitmischen kann ?

lieber gleich etwas besseres, dafür gebraucht..... das wäre der einzige tipp, den ich zu dem thema hätte, denn nur mond und saturn anschaun wird sehr schnell fad.

gruß
andi
 
Hi Sven,

Es wäre "politisch unklug" zu sagen, wir machen weiter, wie bisher. Aber Fakt ist, dass es darauf hinauslauft.

So weit ausgeufert (in den Bereich der Politik nämlich) ist das Forum aber dann auch noch nicht, oder <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ?
Wenn die Beratung bisher - auch wenn schon seit langer Zeit mit immer ähnlichem Ergebnis - die besten Möglichkeiten aufgezeigt hat, warum nicht damit weitermachen? Außerdem ist es ja nicht so, daß nicht auch neue Ideen gesetzt werden, wenn sie auch bis dato keine Umsetzung gefunden haben...

lg
Sebastian
 
Hallo Andi,

was ist "besser"? Da beißt sich die Katze doch in den Schwanz.
Für mich ist ein Dobson besser, für Dich muss es GoTo sein, was sich übrigens nicht
ausschließt aber dann kommen immer noch die verfügbaren Euros ins Spiel.

Wir können nur Möglichkeiten aufzeigen, Vorteile und Nachteile benennen (auch kontrovers
diskutieren) und so dem Einsteiger einen Eindruck von den jeweiligen Möglichkeiten vermitteln.

Dann muss der Einsteiger entweder Sternenfreunde mit entsprechenden Teleskopen
suchen und sich das live ansehen (durchsehen/handhaben)oder aus der Diskussion seine Schlüsse ziehen
und letztlich ins kalte Wasser springen.

Schlecht für uns und vor allem für den Einsteiger ist es dann, wenn kontroverse Diskussionen von
persönlichen Empfindlichkeiten, Eitelkeiten, Polemik, Händlerlobhudelei/-kritik, System- und
Markenfetischismus überlagert werden, also sein eigentliche Anliegen von anderen Interessen verdrängt
wird.
Selbst im Kern und zwischen den Zeilen solcher Aussagen/Streitigkeiten kann der
Einsteiger zwar immer noch für ihn wichtige Information gewinnen, das fordert aber einen kühlen
Kopf und Durchhaltevermögen sowie die Fähigkeit und auch die Lust sich irgendwann wieder in den
Vordergrund zu schieben.

CS
*entfernt*
 
Hi Andi,

stimm ich dir schon zu, für den genannten Rahmen hat ja auch niemand Wunder erwartet. Realistischerweise hat (oder sucht) aber nicht jeder gleich Kontakt zu anderen Sternguckern oder traut sich sofort auf den Gebrauchtmarkt, was ich gut versteh.

Es ging ja eingangs eigentlich nur um die Frage nach Alternativen zu den typischen Einsteigersystemen, der 6" f/6 wurde genannt, gibts halt noch nicht (in dieser Preisklasse).

Die Diskussion hat sich ein bißchen verlagert, was ich, wie Sven, gar nicht schade finde.

lg
Sebastian
 
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