Re: Tscha... das spricht wohl für sich...
Hallo Günther,
(dieser Beitrag bezieht sich auf dein Posting von gestern, denn das von heute hast du verfasst während ich meinen Beitag erst geschrieben habe, deswegen habe ich noch nicht darauf regiert)
ein ganz klares JAIN zu Deinem Einwand.
Dies entzieht sich meiner Kenntnis, schließlich habe ich nur einem von dir verfassten Textausschnitt zugestimmt.
Zu allererst einmal: Die Angelegenheit mit f/5 und der Okularproblematik hat Osho ins Gespräch gebracht (dies soll kein Vorwurf oder eine Beschuldigung sein), davon habe ich nicht gesprochen obwohl mir klar ist, dass mein Statement diese Problematik durchaus impliziert.
Nun zur Okularproblematik bei schnellen Öffnungsverhältnissen: Ich habe bisher unter anderem an einem 8'' f/5 Newton mit Okularen des Typs "Super Plössl" (nur die gängige Bezeichnung) beobachtet und habe keine Augengeschwüre davon bekommen (dies soll keineswegs deine Erfahrungen in Frage stellen).
Einige Aspekte dieser Problematik sind mir durchaus aufgefallen wie zB. die nicht Randscharfe Abbildung und natürlich Koma(da ich keinen Komakorrektor benutze rührt dies m.E. vom Teleskop her).
Die zentrale Frage ist meines erachtens was dem Einsteiger lieber ist, mehr sehen (und später bessere Okulare anschaffen) oder nicht so viel Geld auszugeben.
Ich möchtte nicht in Frage stellen, dass es auch 10'' und 12'' Geräte mit einem langsameren Öffnungsverhältnis wie f/6 gibt, jedoch sind diese eher spärlich vorhanden.
Ich finde man sollte wegen der Okulraproblematik bei schnellen/lichstarken Systemen genau überlegen was dem Einsteiger (welcher vieleicht noch nicht die Gelegenheit gehabt hat dirch eine größere Optik zu sehen) wichtiger ist, ein halbwegs gut korrigiertes Bildfeld oder der womöglich größere Wow-Effekt.
Während der Einsteiger sich vielleicht noch nicht sicher ist ob die Okularproblematik für ihn eine so entscheidende Rolle spielt, so kann er bei einer größeren Öffnung auf mehr Reserven zählen.
Selbstverständlich macht es nicht so viel Sinn zuerst günstigere Okulare anzuschaffen und dann bessere, teurere Okulare, aber wenn das Budget einen Riegel vorschiebt so ist dies eine Möglichkeit. Später besteht immer noch die Möglichkeit bessere Okulare anzuschaffen.
Was mich hier stört ist, dass ein 8''/f6 Dobson anscheinend immer als das Maß aller Dinge angesehen wird. 8'' sind eine respektable Öffnung, aber nicht die Welt.
Ich möchte an dieser Stelle nicht in Frage stellen was mit 8'' alles zu sehen ist, schließlich habe ich bisher auch immer mit 8'' Öffnung beobachtet (über das First Light meines neuen Gerätes werde ich noch berichten) und war mehr als nur fasziniert, aber irgendwann entsteht der Wunsch nach mehr.
Wenn wir bei den Dobsons bleiben, stellt sich die Frage was teurer ist:
Ein Einstieg mit einem 8''f/6 und passenden Okularen und später ein Umstieg auf einem z.B. 12''f/5 mit passenden Okularen oder gleich ein 12''f/5, wobei die besseren und somit teureren okulare erst nach und nach angeschafft werden.
Ich glaube diese Frage ist leicht zu beantworten.
Ich möchte abschließend nur bedingt eine Empfehlung/Bewertung abgeben da es jedem selbst überlassen ist (zu Anfang, später ändern sich die Umstände meistens) der Öffnung oder den preisgünstigeren Okularen den Vorzug zu lassen. Das eine schließt das andere natürlich nicht aus.
Wenn man sich eine goße Öffnung als Einsteiger(der schon einmal durch ein Teleskop geschaut hat) leisten kann und die Okularproblematik und das Gewicht für die Mobilität keine allzu große Rolle spielen, so steht dem größeren ausbaufähigem Gerät mit enstsprechenden Reserven nichts mehr im Wege.
Mir ist bewusst, dass ich für diesen Beitrag vermutlich viel Kritik einstecken muss, aber er entspricht trotzdem meiner Auffassung.
In diesem Sinne schöne Grüße
Daniel Martins