Moin,
ui - viel Material zum Lesen.
Aber, wenn man die Menge an Information in Allgemeindeutsch zusammenzufassen versucht heißt das doch, dass damit die Datenbasis für die berechnete Abweichung der Hubble-Konstante nicht nur was die Anzahl der einzelnen Proben (SN's) angeht sondern auch deren Staffelung nach Entfernung (Rotverschiebung) massiv ausgeweitet wurde und trotzdem oder eben deshalb die Abweichung wie in anderen zitierten Arbeiten bestätigt wurde. Peter hat es ja vorgerechnet, 5 Sigma Sicherheit sind schon ein Brett.
Damit wird das Risiko dass man durch in der Wahl der Probe oder andere im beobachteten Auswahlfeld von SN's liegende systematische oder stochastische Fehler genarrt wurde, stark reduziert, zudem wurde das eigentliche Beurteilungsverfahren ja eingehendst auf Fehler untersucht.
An der Existenz der Abweichung zu zweifeln wird damit immer schwerer - letztlich muss der Fokus auf den Mechanismus konzentriert werden, der sie verursacht, wenn man denn spätestens ab jetzt davon ausgehen muss, dass es sich nicht um einen Messeffekt handelt.
Somit darf man zudem gespannt sein, was die alterantiv vorgeschlagenen (weiter oben im Thread schon angesprochenen) Detektionswege ergeben, wenn man diese mit den Ergebnissen dieser Studien sowie dem Ergebnis des Standardmodells vergleicht.
Führen sie zu einem der beiden nun bekannten und weiter untermauerten Ergebnisse oder gibt es weitere "Äste" zu denen diese dann unabhängig von beiden bekannten Erhebungswegen gewonnenen Daten führen?
Wenn wir dann zum Schluß unabhängig voneinander ermittelt 4 verschiedene Hubble-Konstanten haben wird es spanned... Stützen die neuen Messverfahren aber eine der beiden jetzt gewonnenen Werte, wird es interessant sein zu erklären, warum der andere so "daneben" liegt, vielleicht eröffnet sich aber auch ein Weg zur Erklärung - es wird nicht langweilig, obwohl solche Papers vor dem Frühstück schon schwer im Magen liegen ...
CS
Jörg