Dobson-Bau: wie fräst man zwecks Gewichteinsparung Material weg (Oberfräse)?

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Analemma

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Hallo liebe Dobson-Bauer,

wir kennen es alle, dass Dobsons an der Rockerbox oft Material weggefräst haben. So, dass das Material fast die Stabilität einer durchgehenden Platte behält, aber bei deutlich reduziertem Gewicht.

Dass das mit der Oberfräse gut geht, ist mir soweit klar. Aber wie läuft es praktisch ab? Wie begrenzt man die Fräse auf die Bereiche, die man wegnehmen will? Muss man sich da eine Schablone bauen oder geht das einfacher?

Danke und Gruß
Ulrich
 
Hallo Ulrich,
ich habe das eher klassisch mit anzeichnen, Stichsäge und dann Raspel/ Feile und Schmirgelpapier gemacht. Eine Oberfräse hätte ich auch gehabt, aber
man muss höllisch aufpassen, was man da macht. Wenn die sich verharkt wird es gefährlich und so viel schneller ist man auch nicht im Vergleich zur Stichsäge.

Gruß Thomas
 
Danke, Thomas!
 
Wenn man nach Verwendung der Stichsäge die Kanten verschönern will z.B. abrunden, dann kann man mit der Oberfräse einen Halbrundfräser benutzen. Die haben ein Kugellager als Anlage um die Kontur nachzufahren. Nur so als Idee….
CS Ulrich
 
Ja stimmt, das ist eine Option. Ich hoffe, dass noch jemand erklärt, wie man das ausschließlich mit der Oberfräse macht ... dann kann ich entscheiden ob ich diesen Weg gehen möchte. ?
 
Servus Ulrich,
du liegst mit Schablonen richtig. Weiters benötigst du eine sogenannte Kopierhülse die zum gewählten Fräser passt. Googlen und YouTube helfen dir mit diesem Suchbegriffen sicher weiter…. und solltest du nicht im Freien arbeiten wollen ist eine gute Absaugung und die griffbereite FFP2 Maske zu empfehlen.

CS Mario
 
Es kommt darauf an, was du machen möchtest.

Wenn das „Brett“ nur dünner werden soll, dann ist die Oberfräse gut.

Wenn es „Löcher“ bzw. Aussparungen werden sollen, ist die Idee mit der Stichsäge und dem Nachbearbeiten mit der Fräse gar nicht so schlecht.

Wenn nicht mit der Stichsäge vorgearbeitet wird, braucht man Anlegeleisten, an denen man langfährt. Oder halt eine Schablone. Es gibt Gelenklineale, mit denen man sich eine „Schablone“ bzw. variable Anlegeleiste erstellen kann.

Und hilfreich ist eine Auflage in der Stärke des zu bearbeitenden Werkstücks. Das liegt unter dem Teil der Fräse, der über dem Werkstück hervorsteht. So wird ein Abkippen der Fräse verhindert. Es gibt auch Frästische, die unter den Frästisch der Fräse geschraubt werden, um die Auflagefläche der Fräse zu vergrößern.

Und zusätzliches Holz finde ich wichtig, an dem man die Einstellung der Fräse (Tiefe, Fräsform, Anschlag, …) testen kann.

Grüße
Andreas
 
Sorry,
um „Brettchen“ dünner zu bekommen wird eine Abricht- und/oder Dicktenhobel verwendet. Für „Löcher“ die Oberfräse mit Schablonen.

LG
 
Das ist korrekt. Der wird aber nicht vorhanden sein. Zudem gehe ich davon aus, dass ein Rahmen stehen bleiben soll und nur Teile einer Fläche abgetragen würden. So kann auch Masse reduziert und Stabilität erhalten werden. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass eine komplette, große Fläche von z.B. 30 mm auf 10 mm gebracht werden soll. Aussparungen, die nicht durch das Werkstück durchgehen sollen, funktionieren aber schon so.

Es kommt auch darauf an, was wirklich mit dem Einsatz der Fräse erreicht werden soll.

Grüße
Andreas
 
Das mit den „Brettchen“ kam ja nicht von mir!
Also Oberfräse, Kopierhülse und Schablonen. Stichsäge kannst du vergessen, das bekommst du fast nicht ausrissfrei hin, aber dafür zur Schablonenherstellung notwendig.
Schablonen am besten aus Hartfasermaterial herstellen, geht auch mit breiteren Leisten. Ich klebe die gerne mit doppelseitigen Klebeband auf.
Wie gesagt gibt’s auf YouTube jede Menge Videos die da weiter helfen.

LG
 
Hallo Uli, @Analemma

ich bin gerade mit meinem Dobson fertig geworden. Dazu habe ich mir extra eine kleine Oberfräse beim Amazon, Makita Nachbau, Kosten ca. € 40 und entsprechendes Zubehör gekauft. Am Ende war es sicher € 150 bis € 200 zusammen für Fräser, Eckenschablonen etc. . Ich hatte keine Ahnung vom Fräsen und mir haben sämtliche Youtube Videos wenig geholfen. Das sieht dort immer ganz einfach aus, nur in der Realität fehlt einem die Erfahrung in der Handhabung. Und am Anfang hat man auch Mords Respekt vor dem mit ein paar Tausend Touren, offenem, rotirenden, messerscharfen Werkzeug. Lärm und Staub bis in die letzte Ecke gibt es obendrein noch kostenlos mit. Gegen den Krach hilft Gehörschutz. An dem Staub in allen Ecken, Schränken und Regalen hat man wochenlang Freude.

dobsone-01-1000.jpg


Wir haben einen 10" f/5 Galaxie Newton, der früher nur kleine "Plastik" ca. 10-12cm Durchmesser Höhenräder hatte. Für uns war es wichtig größere Höhenräder zu bekommen und auch, dass der Einblick des Newton etwas höher liegt darum habe ich de Kiste auch etwas höher gemacht. Der Durchmesser der Grundplatten ist 62 cm mit einem TS Wälzlager.

rossone-dobsone-1000.jpg


Als Material habe ich 21mm Siebdruckplatten verwendet. Jetzt hat es ein Endgewicht von 18,4 kg. Ich hatte auch überlegt, aus den drei stehenden Platten je einen Kreis mit ca. 30 cm raus zu fräsen. Das würde je Kreis ca. 1 kg Gewichtsersparnis bringen, dann hätte ich auf der Waage 15,4 kg. Hätte ich statt 21 mm 16 mm Siebdruckplatten genommen, wäre das Kampfgewicht mit drei Ausschnitten knapp 12 kg. Für Susanne und mich ist aber das Gewicht nicht Ausschlag gebend, da wir an unserem Beobachtungsplatz den Dobson aus dem Transporter direkt ausladen können und nur knapp 10 m tragen müssen. Daher bleibe ich bei den knapp 19 kg und verzichte auch auf die drei Ausschnitte.

Zurück zum Fräsen. Ich habe bei diesem Projekt ewig viel Zeit und Material zum testen und ausprobieren gebraucht. Falls jemand 30cm Höhenräder will, da habe ich noch einiges über! :sneaky:Ursprünglich dachte ich an einem oder zwei Wochenenden ist alles fertig. Wenn ich so was wieder machen würde, würde ich bei plattenzuschnitt24.de das Material fix und foxi bestellen. Die machen für kleines Geld, die fertig gefrästen Teile auch mit Ausschnitten, dafür kann man das Rohmaterial kaum im normalen Baumarkt kaufen. Lieferzeit ist nur wenige Tage. Man kann alles Online planen und direkt bestellen. Eine mega-toll gemachte Web-Seite. Dann gibt es nur noch eine einzige Anwendung für eine Oberfräse, das sind die Kanten. Das kann man bei den Zuschnittleuten nicht bestellen. Dafür habe ich mir eine sogenannte "Stegkante T-Molding" besorgt. Im Prinzip ist das eine richtig dicke, leicht kreisförmige (Riesen Radius) Kunststoffkante die auf der Rückseite ein ca. 4mm tiefe Stegleiste mit Hakenprofil hat. Dafür muss man in die Mitte der Platten-Kante eine 2,5mm dicke, ca. 4,5 mm tiefe Nut fräsen. Diese Stegkante hält darin super fest, fühlt sich in den Händen richtig gut an Zusätzlich kann man die Kante für die Ewigkeit auch noch zusammen mit weißen Holzleim einpressen. (=Gummihammer).

Ansonsten wenn man Freude an Holzbearbeitung hat, finden sich natürlich viele weitere Anwendungen für eine Oberfräse. Nur für den Dobson-Bau, wie beschrieben, lieber fertige Teile holen.

Viel Spaß beim Dobsonbau! MünchenBeiNacht - Ewald
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Uli,

das mache genau so. Die Teile kaufe ich möglichst zugeschnitten. Der Hinweis auf die Seite finde ich gut. Und das mit dem Dreck kann ich auch nur bestätigen. Auch mit angeschlossenem Sauger fliegen die Späne auch in die letzte Ecke.

Grüße
Andreas
 
Hallo Ewald,

ich habe meinem 10"er eine ähnliche Montierung aus 15mm Multiplex spendiert. Die Räder sind noch etwas größer und zur Gewichtsersparnis habe ich einfache möglichst große Löcher in die Rockerbox gefräst. Die Bodenplatte ist zwar auch Rund, aber der Boden der Box ist es nicht. Das macht die Konstruktion etwas leichter und die Standfläche ist so immer noch groß genug, damit den Dobs niemand unwillentlich umwirfst.
Nachträglich muss ich sagen, dass selbst 15mm starke Multiplexplatten ein klein wenig überdimensioniert sind. 12mm hätten für die Box wohl auch gereicht. Die geschlossenen Höhenräder sollten aber etwas dicker sein, denn so kann man sie schön als Transportgriffe verwenden.


MfG

Rainmaker
 
Hallo Rainmaker,
dass selbst 15mm starke Multiplexplatten ein klein wenig überdimensioniert sind. 12mm hätten für die Box wohl auch gereicht.
da bin ich inzwischen auch überzeugt, dass man locker statt 21 mm, 15mm und wenn ich Deinen Eindruck mitnehme sogar 12 mm Platten kein Problem wären. Als ich angefangen habe, dachte ich, ich mach mal schnell und wenn es zu mächtig wird, dann mach ich es halt neu .... :beobachten: Vielleicht im nächsten Leben, probiere ich den XXS-leichten Dobson. Klar wenn man von 21mm mit 18,4 kg abzüglich drei Sparlöcher mit je einem Kilogramm auf 12 mm umrechnet kommen knapp 9 kg raus. Aber ich habe mir aber auch schon gedacht die Räder sollten lieber nicht dünner als 21 mm sein. Jetzt fassen sie sich richtig gut an. Wenn Sie dünner wären, müsste man sicher auch irgendwie über die Teflon Lager und die schmälere Lauffläche nachdenken. - Egal mein Dobson ist fertig und bis Windböen mit 180 km/h standfest!

Viele Grüße - MünchenBeiNacht
 
Hallo Ewald,

meine Höhenräder sind 18mm stark und da verbiegt und verzieht sich nichts. 15mm würden wohl auch locker reichen.
Mit der breite Lauffläche gibt es auch bei 9mm Multiplex kein Problem. Das Teflon wird aufgenagelt oder aufgeklebt und gut is.


MfG

Rainmaker
 
Hi an die Dobson Bauer hier,

nur zur Info:
bei Astro Optik Martini gibt es Bausätze zB für 10 Zoll/250mm Optik die das vorhandene Teleskop/Optik in so etwas verwandeln:

Kostet ca. 640€.
Das ist dann was "Gescheites". ;)

Gruß
Peter
 
Hallo Peter, @AstroPZ ,
Danke für den Hinweis. Ich bin mit dem Blech-Volltubus sehr zufrieden und würde sicher nicht auf einen Gitterrohr-Tubus umsteigen wollen. Aber kann man sicherlich machen, vor allem wenn einem das Gewicht aus welchen Gründen auch immer wichtig ist. Nur ehrlich gesagt, den Hype darum verstehe ich persönlich nicht. Mein Teleskop ruht im Transporter, wird daraus 10 m bewegt. Ob 5, 10, 15 oder 20 kg egal. Da ist mir wichtiger, dass ich "nur" zwei Trümmer (Dobson + Newton) habe, die ich zusammen stelle, fertig. Der Galaxy Dobson ist auch optisch so stabil, dass ich nur alle paar Wochen nachkollimieren muss. Also quasi für mich ein Rundum-Sorglos-Paket.
Viele Grüße und klare Nächte - egal welches Telekop man nutzt - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hi Ewald,
Hallo Peter, @AstroPZ ,
Danke für den Hinweis. Ich bin mit dem Blech-Volltubus sehr zufrieden und würde sicher nicht auf einen Gitterrohr-Tubus umsteigen wollen. Aber kann man sicherlich machen, vor allem wenn einem das Gewicht aus welchen Gründen auch immer wichtig ist. Nur ehrlich gesagt, den Hype darum verstehe ich persönlich nicht. Mein Teleskop ruht im Transporter, wird daraus 10 m bewegt. Ob 5, 10, 15 oder 20 kg egal. Da ist mir wichtiger, dass ich "nur" zwei Trümmer (Dobson + Newton) habe, die ich zusammen stelle, fertig. Der Galaxy Dobson ist auch optisch so stabil, dass ich nur alle paar Wochen nachkollimieren muss. Also quasi für mich ein Rundum-Sorglos-Paket.
Viele Grüße und klare Nächte - egal welches Telekop man nutzt - MünchenBeiNacht - Ewald
das ist definitiv kein Hype (= eine rein temporäre, emotionale Mode ;) ) für Gitterrohr-Dobsons. Das ist technisch die beste Lösung für grössere Spiegel (mM ab 12 Zoll).
Im Moment stört dich das Gewicht nicht, warte aber mal ab. ;)
Gitterrohr-Dobsons sind genauso stabil wie Volltubus und überraschenderweise kann man sie auch einfach aufgebaut lassen, dann entspricht das dem "Handling" eines Volltubus, aber viel leichter, viele "smoothere" Alt-Bewegung durch sehr grosse Sichelräder, kein Tubus-Seeing, einfache Fokuslage Anpassung durch kürzere/längere Rohre, einfachere Justierung, da alles einsehbar ist, usw..

Also mein Rat ist, da ich diesen Weg weg von einem 12 Zoll Volltubus zum Gitterrohr gegangen bin, wenn etwas investieren (zB Oberfräse und anderes, wobei die kann auch toll für anderes sein ;) ), dann am besten gleich in einen Gitterrohr-Umbausatz.

Gruß
Peter
 
Ich hab noch eine Empfehlung zum Fräsen.
Es ist nicht so gut, das volle Material wegzufräsen.
Arbeitet man mit viel Zustellung, wird der Fräser heiß, es kann schwarze Brandstellen an den Fräskanten geben.
Weiterhin tendiert der Fräser dazu, sich in die "Gleichlaufseite" einzugraben und es reißt dir ggfs. die Maschine aus der Hand.

Besser ist immer, erst die Form mit der Stichsäge auszusägen, mit ca. 2mm Überstand und dann die Kante zu fräsen.
Damit das Material beim Schneiden mit der Stichsäge nicht ausfranst kann man mit einem Cuttermesser + Anschlag die oberste Schicht vorschneiden.
Zumindest die Seiten, wo man quer zur Faser schneidet.
Aber Achtung. Cuttermesser können sehr böse sein. Das Messer immer von allen Körperteilen weg bewegen.

Wenn das so vorbereitet ist, kann man anschließend mit dem Fräser in einem Zug (Tiefe) durchfräsen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Abend,

und sind ja schon jede Menge Hinweise und Tips eingegengen. Ich habe aber irgendwie das Gefühl es wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Ulrich möchte doch nur ein paar Aussparungen zur Gewichtsreduktion bei Beibehaltung der Stabilität einbringen.
Das muss nicht maßhaltig und reproduzierbar sein. Warum der Aufwand mit Schablonen und Kopierhülsen. Auch geht es nicht um Höhenräder, die ordentlich rund sein müssen. Klar kann man das auch mit der Oberfräse machen, aber man sollte schon ein wenig Erfahrung im Umgang mit dem Gerät mitbringen. Falls nicht unbedingt ein paar Teststücke fertigen bevor man seine Rockerbox aufs Kreuz legt.
Einfacher, schneller und optisch ansprechend geht es, wie ich weiter oben schon geschrieben habe, mit Stichsäge, Feile und Schmirgel.
Aber auch bei dieser Bearbeitungsweise am besten an der frischen Luft und eine Maske aufsetzen.

mal so als Beispiel:

32891370107_ac0f0e113c_k.jpg


Gruß und CS
Thomas
 
….es gibt ja scheinbar viele Kreative hier aber offensichtlich wenige die eine Frage verstehen können. Zur Info, die Frage steht ganz oben.
Natürlich kann man auch versuchen, die Löcher rauszuschleifen, rauszufeilen, rauszuschneiden…. lasern wäre auch noch eine Möglichkeit, das mit dem Cuttermesser gefiel mir am Besten, hab noch irgendwo Siebdruckplatten in der Werkstatt und meine Frau ist bei einer Versicherung beschäftigt….

Die Frage war:
Dass das mit der Oberfräse gut geht, ist mir soweit klar. Aber wie läuft es praktisch ab? Wie begrenzt man die Fräse auf die Bereiche, die man wegnehmen will? Muss man sich da eine Schablone bauen oder geht das einfacher?

Die Antwort ist:
Wenn es sauber und professionell werden soll, verwendet man Schablonen und Kopierhülsen!

CS

PS: ich bin mir ziemlich sicher, dass die Schablone schneller fertig ist, als manche hier das Sägeblatt in die Stichsäge bekommen ;)
 
Dafür gibt es ja immer mindestens einen, der ordentlich klugsch... kann :ROFLMAO:
Wenn man ganze Ausschnitte fräst, ist es von Vorteil, wenn man den Ausschnitt vorher mit etwas Überstand mit der Stichsäge ausschneidet.
Kann und wird aber jeder so machen, wie er meint, dass es am besten geht.

Übrigens, ich weiß nicht, ob du das schon mitbekommen hast,
in einem Thread werden ab und an (sehr selten, aber es soll vorkommen) auch Dinge angesprochen, die etwas über die ursprüngliche Frage hinausgehen.
 
Welchen Vorteil siehst du denn beim vorher Aussägen, außer dass du dir die Auflage für die Fräse wegsägst *klugschei.. Modus aus*
 
Hallo Leute,

vergesst die Stichsäge im Fernrohrbau. Ich hab mir vor vielen Jahren eine billige Oberfräse gekauft und das Buch "The Dobsonian Telescope"(darin steht auch ein wenig dazu) und mir den Umgang mit Zirkel und Schablonen selbst beigebracht. Ist sehr präzise und relativ unkompliziert. Habe damit einen 12", einen 18" und einen 24" Obsession nachgebaut und derzeit brauch ich die Oberfräse erneut um einen 18" UC Obsession umzubauen. Kann dieses Werkzeug nur sehr empfehlen. Immer nur ein paar Millimeter auf einmal wegnehmen, immer gegen die Fräsrichtung arbeiten Schabloben anschrauben oder wo nicht möglich mit Doppelklebeband gut befestigen, vor Staub und Lärm gut schützen!
CS MIKE
 
Moin,
ich würde sagen Stichsäge, den Pendelhub ausschalten und ein feines Metallsägeblatt einspannen, das gibt einen sauberen Schnitt und es reißt nichts aus.
So mache ich es immer.

Gruß
Ralf
 

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Hallo @lippitsch
Du hast recht, die ursprüngliche Frage ist etwas untergegangen. Ich habe mich um Schablonen bis zu letzt herum gemoggelt und mich auf das Problem Kreisausschnitt zurückgezogen. Dazu habe ich mir einen Zirkel gebastelt. Auf den Fotos habe ich das "staubfrei" ;) nachgestellt.

oberfräse-01.jpg



oberfräse-02.jpg


Ich habe auch einiges an Material gebraucht und ziemlich geübt. Vor allem man muss drei Mal überlegen wenn man einen 300 mm Kreis will, der Fräser 6 mm dick ist, was für einen Abstand/Radius stellt man ein: 300, 150, 156, 153 mm ???? Ist halt wie mit dem Rechts und dem anderen Rechts. Bei Verwendung eines Zirkels hat man in der Mitte immer ein Loch. Ist nicht unbedingt ein Problem, muss man aber wissen.

oberfräse-03.jpg


Auch richtig überlegt muss werden, wie hält man das Werkstück fest, so dass der Zirkel nicht anstößt und vor allem wie hält man das rausgefräste Stück fest. Ich habe es mit ankleben aber am Ende einfach mit Anschrauben gelöst. Macht halt auch wieder Löcher. Und man braucht in jeden Fall auch eine "Opferplatte" auf den Tisch und wenn man auf schöne kreisförmige Fräslinien im Tisch verzichten möchte, muss man sich die Frästiefe auch geanu überlegen.

Die vier Ecken oben an meinem Dobson habe ich mit einer 30 mm Schablone gemacht. Die habe ich gekauft. Geschickte HJolzwerker machen sich das selber. Das funktioniert in etwa so ...

oberfräse-04.jpg


oberfräse-05.jpg


Konnte ich aber nur machen, da ich einen zweiten, ich nenne es Fräsmaschinenhalter bereits hatte, der entsprechend schmal / klein im Durchmesser ist.

oberfräse-06.jpg

Hier dieser Halter ohne die eigentlich Fräse.


Wenn man Spaß an Holzarbeit hat, ist es super und mit so einer Oberfräse ergeben sich unendliche Möglichkeiten. Quasi der3D-Drucker für Schreiner. Na ja in jeden Fall der 2D-Drucker. Aber es macht Dreck ohne Ende und am Anfang produziert man sicherlich viel Ausschuss aber wenn es ohne große Verletzungen und mit allen Fingern noch dran endet, macht es wirklich Freude. Aber es ist eine Materialschlacht, gerade bei Anfängern wie mir und verschlingt auch jede Menge Budget.

Wenn es noch Fragen gibt, helfe ich gerne mit meinem Anfängerwissen.

Staubige Grüße - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Servus Ewald,
jaja da fliegen die Späne… daher auch die Anmerkung, eine vernünftige Absaugung zu verwenden.
Tipp zu deiner Radienschablone:
Die gehört unter die Platte und mit einem Bündigfräser geht’s dann zur Sache, so bist du nicht mit dem Fräskorb eingeklemmt. Die Dinger sind ja eigentlich für die Tischfräse gedacht.
 

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Hallo,

Masken für die abgerundeten Ecken? Sorry, vielleicht bin ich ja ein Holzbastelproll, aber die zeichne ich an, schneide die mit einer billigen Stichsäge grob vor und bringe sie dann mit einem Bandschleifer in wenigen Augenblicken in ihre endgültige Form.


MfG

Rainmaker
 
Welchen Vorteil siehst du denn beim vorher Aussägen, außer dass du dir die Auflage für die Fräse wegsägst
Du kannst die Kante dann in einem Zug durchfräsen, musst nicht millimeterweise neu ansetzen,
sehr viel weniger Späne beim Fräsen,
das ausgefräste Teil fliegt nicht nach unten weg,
der Fräser muss sehr viel weniger Arbeit leisten, haut nicht auf die Gleichlaufseite ab, und brennt nicht.

Die "Auflage" fräst man ja nicht weg. Bei Verwendung eines Bündigfräsers oder eines Kopierrings liegt die Fräse ja nicht am Werkstück auf, sondern auf der Schablone.

:geek: ;)
 
Entweder wir reden aneinander vorbei oder unsere Mitarbeiter machen das seit 20 Jahre Musterbau falsch….
 
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