TigerClaw35
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Hallo Zusammen,
heute früh konnte ich endlich meinen neuen 16 Zöller Newton Gitterrohr Dobson testen und möchte gerne die ersten Erfahrungen damit mit euch teilen.
Als Grundbasis habe ich mir von DocTelscope die Struktur eines Gitterrohr Newtons 16" bestellt und diesen unter anderem pulverbeschichtet und mit Carbon und Co ausgestattet. Dazu werde ich noch einen detaillierten Bericht veröffentlichen (Review).


Während der Umbauphase habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, wie sich das Instrument aufgrund seiner Größe und Bauweise verhält. Mein vorheriges Teleskop war ein Newton 12" mit Carbontubus und das habe ich oft gut ausgereizt. Parallel dazu habe ich mir auch noch einen GreatStar ADK zugelegt, da die kleinen Linsen immer noch ausreichen, um meine ASI 178 auszuleuchten. Das habe ich bereits im Vorfeld getestet, indem ich einfach etwas mehr belichtet habe und nach Schatten am Rand Ausschau gehalten habe.
Sehr wichtig war mir auch die Kollimation und die korrekte Ausrichtung der Spiegel. Beim Hauptspiegel habe ich die laterale Lagerung etwa in der Höhe 44% der Dicke vom Boden aus eingestellt. Also die Punktauflage nich exakt mittig, sondern etwas darunter. Ich habe dazu auch minimal Luft gelassen(1x Papierdicke dazwischen), damit die Lager nicht am Spiegel kleben. Beim Schwenken macht sich das am laser nur minimal bemerkbar. Der Spiegel soll ja nicht gepresst sein.
So, heute früh war es dann soweit. Das komplett umgebaute Teleskop ging an den Start. Hier ein Short Video davon: Next Level Stargazing: 16" Carbon-Newton im Gitterrohr-Design #space#telescope #astrophotography
Eigentlich habe ich für den unteren Teil auch noch eine 1mm starke ABS Ummantelung zugeschnitten. Soltle als Streulichtschutz dienen und meine eigene Körperwärme fern halten. Ich wollte es allerdings mal ohne versuchen, da der Spiegel so besser auskühlen und atmen kann und ich die Luftschicht mit Temperaturgradient über dem Spiegel nicht durch Lüfter ausgleichen muss (Tubusseeing).
Als erstes kam der Mond gegen 3 Uhr morgens, später Saturn gegen 4 Uhr. Zunächst war ich verunsichert, da ich einfach nicht in den Fokus kam. Ich habe die Einstellungen des Motorfokussierers sehr fein eingestellt. Allerdings bekam ich oft ein doppeltes Bild. Entweder wanderte der doppelte Teil (2 unscharfe Scheiben) nach oben Richtung 12 Uhr oder Richtung 15 Uhr, je nach dem ob Intra oder Extrafokal. Die Art wie die doppelte Scheibe wandert, ist oft ein Indiz für mich, dass das Seeing einfach nicht passt und es nicht am Teleskop selbst liegt. Da war zwischen Intra- und Extrafokal eigentlich kein Spielraum. Ich bekam kein scharfes Bild.
Beim Mond sah der Rand so aus, als würde dieser glühen, nicht wabbeln. Das ist eigentlich ein Indiz für Tubusseeing. Doch was ist beim 16 Zöller anders? Lag es wirklich am Wetter? Als Gitterrohrkonstruktion könnte meine eigene Körperwärme das Ganze beeinflussen, ebenso die leicht gekippte Balkontür hinter dem Hauptspiegel, da es in der Wohnung wärmer ist. Dagegen kann man nicht viel machen, außer mehr Abstand zum Teleskop zu halten. Auskühlen konnte das Teleskop die halbe Nacht, allerdings sinken und steigen die Temperaturen derzeit dermaßen rasant und das auch noch innerhalb einer Stunde, dass auch ein kleiner 90mm Lüfter hinter dem Spiegel nicht viel hilft, wenn sich die Temperatur nicht angleicht.
Ein weiterer Faktor ist die Öffnung. Details sind etwas größer als bei einem 12 Zöller, dadurch wirkt alles etwas unschärfer, vor allem beim schlechterem Seeing. Hinzu kommt, dass schlechte Einflüsse verstärkt dargestellt werden. Alles in allem also ein eher schlechter Start. Eventuell kleide ich den unteren Spiegelteil ebenfalls mit ABS Material ein, allerdings kann sich so schneller Tubusseeing bemerktbar machen. Das kann ich mit Lüftern aber ausgleichen. Ohne den Schutz könnten das Notebook oder die Körperwärme oder die Steine vom Balkon Einfluss auf das Tubusseeing nehmen.
Na ja, das war soweit der die erste Erfahrung mit dem 16" und ohne gutes Seeing bleiben viele Fragezeichen, welche Fehlerquellen in Frage kommen.
Viele Grüße,
Raul
heute früh konnte ich endlich meinen neuen 16 Zöller Newton Gitterrohr Dobson testen und möchte gerne die ersten Erfahrungen damit mit euch teilen.
Als Grundbasis habe ich mir von DocTelscope die Struktur eines Gitterrohr Newtons 16" bestellt und diesen unter anderem pulverbeschichtet und mit Carbon und Co ausgestattet. Dazu werde ich noch einen detaillierten Bericht veröffentlichen (Review).


Während der Umbauphase habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, wie sich das Instrument aufgrund seiner Größe und Bauweise verhält. Mein vorheriges Teleskop war ein Newton 12" mit Carbontubus und das habe ich oft gut ausgereizt. Parallel dazu habe ich mir auch noch einen GreatStar ADK zugelegt, da die kleinen Linsen immer noch ausreichen, um meine ASI 178 auszuleuchten. Das habe ich bereits im Vorfeld getestet, indem ich einfach etwas mehr belichtet habe und nach Schatten am Rand Ausschau gehalten habe.
Sehr wichtig war mir auch die Kollimation und die korrekte Ausrichtung der Spiegel. Beim Hauptspiegel habe ich die laterale Lagerung etwa in der Höhe 44% der Dicke vom Boden aus eingestellt. Also die Punktauflage nich exakt mittig, sondern etwas darunter. Ich habe dazu auch minimal Luft gelassen(1x Papierdicke dazwischen), damit die Lager nicht am Spiegel kleben. Beim Schwenken macht sich das am laser nur minimal bemerkbar. Der Spiegel soll ja nicht gepresst sein.
So, heute früh war es dann soweit. Das komplett umgebaute Teleskop ging an den Start. Hier ein Short Video davon: Next Level Stargazing: 16" Carbon-Newton im Gitterrohr-Design #space#telescope #astrophotography
Eigentlich habe ich für den unteren Teil auch noch eine 1mm starke ABS Ummantelung zugeschnitten. Soltle als Streulichtschutz dienen und meine eigene Körperwärme fern halten. Ich wollte es allerdings mal ohne versuchen, da der Spiegel so besser auskühlen und atmen kann und ich die Luftschicht mit Temperaturgradient über dem Spiegel nicht durch Lüfter ausgleichen muss (Tubusseeing).
Als erstes kam der Mond gegen 3 Uhr morgens, später Saturn gegen 4 Uhr. Zunächst war ich verunsichert, da ich einfach nicht in den Fokus kam. Ich habe die Einstellungen des Motorfokussierers sehr fein eingestellt. Allerdings bekam ich oft ein doppeltes Bild. Entweder wanderte der doppelte Teil (2 unscharfe Scheiben) nach oben Richtung 12 Uhr oder Richtung 15 Uhr, je nach dem ob Intra oder Extrafokal. Die Art wie die doppelte Scheibe wandert, ist oft ein Indiz für mich, dass das Seeing einfach nicht passt und es nicht am Teleskop selbst liegt. Da war zwischen Intra- und Extrafokal eigentlich kein Spielraum. Ich bekam kein scharfes Bild.
Beim Mond sah der Rand so aus, als würde dieser glühen, nicht wabbeln. Das ist eigentlich ein Indiz für Tubusseeing. Doch was ist beim 16 Zöller anders? Lag es wirklich am Wetter? Als Gitterrohrkonstruktion könnte meine eigene Körperwärme das Ganze beeinflussen, ebenso die leicht gekippte Balkontür hinter dem Hauptspiegel, da es in der Wohnung wärmer ist. Dagegen kann man nicht viel machen, außer mehr Abstand zum Teleskop zu halten. Auskühlen konnte das Teleskop die halbe Nacht, allerdings sinken und steigen die Temperaturen derzeit dermaßen rasant und das auch noch innerhalb einer Stunde, dass auch ein kleiner 90mm Lüfter hinter dem Spiegel nicht viel hilft, wenn sich die Temperatur nicht angleicht.
Ein weiterer Faktor ist die Öffnung. Details sind etwas größer als bei einem 12 Zöller, dadurch wirkt alles etwas unschärfer, vor allem beim schlechterem Seeing. Hinzu kommt, dass schlechte Einflüsse verstärkt dargestellt werden. Alles in allem also ein eher schlechter Start. Eventuell kleide ich den unteren Spiegelteil ebenfalls mit ABS Material ein, allerdings kann sich so schneller Tubusseeing bemerktbar machen. Das kann ich mit Lüftern aber ausgleichen. Ohne den Schutz könnten das Notebook oder die Körperwärme oder die Steine vom Balkon Einfluss auf das Tubusseeing nehmen.
Na ja, das war soweit der die erste Erfahrung mit dem 16" und ohne gutes Seeing bleiben viele Fragezeichen, welche Fehlerquellen in Frage kommen.
Viele Grüße,
Raul
