Hallo Mike,
Geschult der Okularkonstruktion an sich denke ich.
genau das wollte ich nur damit gesagt und richtig gestellt haben.
Es darf nicht der Eindruck entstehen, es läge an der drehbaren Augenmuschel. Entspannter Einblick steht m.W. mit der Justage, der Austrittspupillenschnittweite und der Augenmuschel, im Verbund mit der Gesichtsnatomie des Beobachters im Zusammenhang.
Hier ein wunsch, sagen wir mal ein Dekarem/Jenoptem, auch hier mit besten Glassorten, modernere Okulare unter Beibehaltung des für mich konkurrenzlos wirkenden Seheindruckes in dieser Klasse.
(Minimalanforderung: AP-Lage 17mm, scheinbares Sehfeld 60° nach DIN-ISO)
Wenn ich mich nicht irre, muss die Brechzahl für ein Porro hoch sein, erforderlich für die Totalreflexion. Leider leidet mit steigenem Brechungsindex aber auch die Transmission.
(Räusper, Porros liegen diesbezüglich
m.W. IMMER unter die der Dachkanten)
Sie haben mehr Masse, hähere Dichte, vereinfacht, stehen dem Lichtstrahl also mehr im Weg, lenken ihn mehr ab. Auch haben diese Glassorten mehr C-Abberation.
Für eine höhere Transmission müssen also Gläser niederiger B-Zahlen eingesetzt werden. Problem hierbei ist aber, es sinken auch die Grenzwinkel für die Reflektion, was wieder kleinere Sehfelder hervorruft. Die Unterschiede sollen angeblich an Porros mit BK7 vs. BK4 ersichtlich werden.
BK7 mehr Transmission aber kleinere Sehfelder + stärkere Vignettierung.
Demnach sind hier anscheinend Grenzen gesetzt, die sich mit DK umgehen lassen.
Ja, größere Sehwinkel. Sehr wünschenswert. Wenn ich richtig aufgepasst habe, alles richtig verstanden, was ab und an ein Problem ist:
Ein "Wunschporro", welches ich auch begrüßen würde,
sollte aber dann auch, wenn der Hersteller sein Ziel, das Glas einer großen Interessengemeinschaft (auch BRILLENTRÄGER) zur Verfügung zu stellen, nicht die AP Lage vernachlässigen.
Mit größerem geforderten Sehwinkel steigt auch der Okulardurchmesser, bei gleichbleibender AP Lage.
Umgekehrt glaube ich auch, also, gleichbleibender Sehwinkel und größer geforderte AP Lage.
Soll heißen, wieder Grenzen - denn ab einer gewissen Größe wird es unabhängig der Bauart Porro oder DK preistreibend. Doch beim Porro bauartbedingt, stellt sich sonst, also Forderung großes SSW und AP für Brillenträger, die evtl. dickere Nase in den Weg. (problematische Augenstandsweite wegen großer Okularkörper-AP muss ja in Deckung der EP Augen kommen)
Und weltweiter Vertrieb, da andere Menschen auch engere Augenabstände haben, diese hätten keinen EINBLICK, wär gar nicht möglich. Siehe Ziel Hersteller, verfehlt.
"Elitärer Absatzmarkt" ?
Warum ein Porro nun dann der DK das Wasser reichen sollte, könnte bleibt mir aus o.a. Gründen somit schleierhaft.
Über die Naheinstellgrenze, die viele Kunden mittlerweile sehr schätzen, habe ich gar nicht gesprochen. Das kann auch evtl. vernachlässigt werden. Einen stetig unabhängig von der Temperatur funktionierenden Mitteltrieb sollte man dann aber auch dem Wunschporro gönnen. Ein Innenfokussierung schließe ich mal aus. Dicht bauen geht m.W. auch - siehe Swaro Harbicht (?)
Die so vielseitig gelobte Bildplastik geht ja mit zunehmender Entfernung verloren, wird m.E. immer überbewertet.
denn leider haben ja selbst die teuersten Dachkanten meist Probleme mit einer einwandfrei punktförmigen Sternabbildung.
das Swaro EL 10x50SV nicht,
bis zum Rand (wenn wir mal die vll. 1% außen vor lassen)
DK sind mir lieber, Porros haben für mich keinen Vorteil, begrüße aber abseits der traditionellen Argumentation jede Neuerung.
Hoffen wir auf Holgers Anmerkung, den ich auch bitte mich wenn nötig an den entsprechenden Stellen zu korrigieren.