Docter 8x56 ED/OH

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selenograph

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Das Gleiche noch in "10x56", und es wäre quasi ein "fast" Zeiss Victory 10x56 FL, oder? Optisch meine ich.

Gruß

Mike
 
angesichts des VK vom 8x56 wäre doch sicher die breite beliebte Größe 32 / 42 eine wirklich interessante Palette.
Belebend!
 
Die Zielgruppe für das neue 8x56 ist ja klar die Jägerschaft. Das neue Glas kann gegenüber dem 8x56 B/CF mit einem größeren Gesichtsfeld (125m zu 115m) und weniger Masse (1350g zu 1500g) punkten. Außerdem werden die Abbe-König-Prismen und die neue Vergütung die Transmission steigern. Interessanter für mich ist aber der Vergleich mit dem Nobilem 8x56, welches ich als Glas mit sehr guter Schärfe in Erinnerung habe.

Aber ich würde mir noch mehr eine Überarbeitung der Nobilem-Serie wünschen ... ED-Glas, herausdrehbare Augenmuscheln und ein schöneres Äußeres (ähnlich den Fujinon FMT-SX-Gläsern). Und dann werden die Dachkanten zu Ladenhütern. :biggrin: Man wird ja wohl noch träumen dürfen. ;)
 
Hallo Ralf,

zur Überarbeitung der Nobilem, mit einer Belederung wäre ich einverstanden. ED-Glas, na ja, ich denke die Nobilem Gläser dürfen schon nahe am Optimum liegen, oder?
Aber bitte keine herausdrehbaren Augenmuscheln...Das "klassische" an den Nobilem wäre verschwunden...

Gruß

Mike
 
Mike,
wenn optimaler Einblick Komfort die Leistungsausbeute steigert,
kann auf TraditionsFinish vollkommen verzichtet werden.
Denke ich.
 
Hallo Dominique,

bezüglich dem Einblick Komfort und der Leistunsgsausbeute liegt die Betonung auf "wenn"...

Für meinen Geschmack sollten gewisse traditionelle Dinge eingehalten werden. Diese Konstruktion würde zu den Nobilem Gläsern irgendwie nicht passen finde ich.

Man stelle sich vor die Leica Ultravid's als Beispiel wären zukünftig mit Gummiaugenmuscheln bestückt.

Gruß

Mike
 
Hallo Mike,

ich habe nichts gegen die Stülpaugenmuscheln der Nobilems, denn sie funktionieren tadellos. Allerdings bin ich inzwischen Brillenträger, d.h. bei Naturbeobachtungen mit Brille ... umstülpen, astronomisch beobachte ich immer ohne Brille d.h. ... zurück stülpen. Bei häufigem Wechsel wäre ein Herausdrehen praktischer. Außerdem ist für manche Beobachter eine Zwischenstellung ideal, aber eben so nicht möglich.

Natürlich sind die Nobilems klasse Ferngläser, aber auch hier geht es sicher noch besser. Schau dir mal die Porros der Oberklasse von Docter, Nikon und Swarovski an. Was gibt es denn da für Weiterentwicklungen in den letzten Jahren? Im Wesentlichen gibt es Stillstand und der Abstand zu den Spitzendachkanten wird wohl leider immer größer, weil das ganze Know-how dort investiert wird, mit dem Ergebnis unverschämter Preise jenseits der 2000 €. Ich wünschte mir als Alternative dazu einfach auch ein Spitzenporro.
 
Zitat von MikeS55:
Hallo Dominique,

bezüglich dem Einblick Komfort und der Leistunsgsausbeute liegt die Betonung auf "wenn"...
Für meinen Geschmack sollten gewisse traditionelle Dinge eingehalten werden. Diese Konstruktion würde zu den Nobilem Gläsern irgendwie nicht passen finde ich.
Man stelle sich vor die Leica Ultravid's als Beispiel wären zukünftig mit Gummiaugenmuscheln bestückt. Gruß Mike

Hallo Mike.

Nun, dass "wenn" ist aber im Kontext mit meinem Satz im "kann" und nicht mit "könnte" zu betrachten.

Ralf hat es treffend erwähnt, drehbare Augenmuscheln sind komfortabler. Ferner muss ein Nobilem sich Gedanken darüber machen, ob es traditionell oder innovativ sein will. Und zur Tradition gehört auch, dass sich Dinge ändern.

Dein seltsamer Vergleich Ultravid mit Gummimuscheln bleibt unverständlich. Denn in diesem Fall wäre es ein Rückschritt, in dem des Nobilem aber ein Fortschritt. Den Ingenieuren ist der "Stilbruch" wichtig, Design und Formsprache, doch dieser bleibt bei guter Auslegung der Funktion untertänig.

Wie ich bereits erwähnte, eine ungleichmäßige Abstufung der Rastung ist wichtig. Eine am Nahpunkt 0 und eine am Endpunkt.
Die Vorteile liegen auf der Hand, Swaro setzt diese um.

Dies erklärt sich aus dem Fortschritt, den die Glas-und Brillengestellindustrie in den letzten Jahren vollzogen haben.
Dünne/dicke neue Glassorten, neue dicke/dünne Brillengestelle - individuell auf die Anatomie der Gesichtsform, Sehfehler und auf die Geldbörse der Kunden zurecht geschnitten, erfordern eben eine auch dem angepasste Fernglasaugenmuschel. Da reicht eben der Standardgedanke nicht mehr aus. Ein Brillenträger erwartet eben ein optimales Einblickverhalten und er wird nicht dem Anspruch gerecht, sofern es das Fernglas fordert, aus Entwicklungsrückstand des FG Herstellers sich eben eine andere Brille zu kaufen. Dies kurz im Zusammenhang.

Und eben hier liegt ein Problem, wenn du nur eine konstruktive Lösung in Form von entweder Gummi raus oder Gummi rein anbietest.

Ferner ist es witzlos, Brillenträgerokulare anzubieten und dann dem Anwender diese nicht mit einer adäquaten Augenmuschelkonstruktion zugänglich zu machen.

Das nicht jede Neuerung dem Anwender dienlich sein muss, bleibt wohl unstrittig, die der drehbaren Augenmuschlen m.E. ebenso.
Ein dem o.a. Umstand der Anwender zwingend notwendig.

Das die drehbaren Augenhülsen teils zu laut sind (scheue Tiere) ist ein anderes Thema.


 
Nun, bezüglich der Augenmuscheln der Nobilem's, das ist halt meine Sicht. Das soll nicht als verallgemeinert verstanden werden :)

Natürlich ist es einleuchtend, dass neuartige Konstruktionen für Brillenträger besser geeignet sind. Diese dürfen meines erachtens jedoch nicht zu lasten der Nichtbrillenträger gehen, sprich Größe, Ergonomie, also Einbkickverhalten. Erst kürzlich erlebt.

Sicher wäre es ein Rückschritt bezüglich der Ultravid's. Davon ganz abgesehen, es würde nicht passen. Ebensowenig drehhare Augenmuscheln bei den Nobilem's, rein subjektiv und emotional.

Ralf, was fehlt für Dich denn aus der Sicht der aktuellen sehr guten Porro's noch zu einem "Spitzenporro". Meinst Du das nur auf die Augenmuschel bezogen?

Gruß

Mike
 
Natürlich ist es einleuchtend, dass neuartige Konstruktionen für Brillenträger besser geeignet sind. Diese dürfen meines erachtens jedoch nicht zu lasten der Nichtbrillenträger gehen, sprich Größe, Ergonomie, also Einbkickverhalten. Erst kürzlich erlebt.

Geschätzter Mike,
dein Erfahrungshorizont in Ehren,
doch die sich nach deiner Aussage ergebenen Nachteile eines Musterexemplars bezüglich Uneignung der drehbaren Brillenträgeraugenmuschel für nicht Brillenträger resultiert NICHT aus der Brillenträgertauglichkeit, sondern aus den Basisauslegungsparametern der AP Lage und Hülsenabstände. Bei Berücksichtigung elementarer Eckdaten ist für beide Anwendertypen eine einwandfreie komfortable Bedienung gewährleistet.
Beispiele habe ich genannt.
Soll heißen, mit drehbaren AM wirst du statistisch betrachtet in der Richterskala des besseren Einblickverhaltens immer weiter oben landen.

Dies kann eine umstülpbare Gummiaugenmuschel niemals leisten.
Sie unterliegt dem 2-Stufen Prinzip und somit dem Zufall, demnach kann sie sogar für beide Anwendertypen ungeeignet sein, muss aber nicht.

Abseits dessen sei die Frage in den Raum gestellt:

Was würde denn e.E. ein dem Stand der Technik-Porro mit allen Wunschparametern versehen wohl kosten?
 
Na so etwas besonderes sind AK-Prismen nicht. Gab es auch schon von Minox (BD 8x58 BR) und Optolyth (Vianova). Ich frage mich, wo die gefertigt werden?

Steve
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
..... und bieten auch den anderen Systemen genüber keine nennenswerten Vorteile, besser, nicht mehr. Bieten aber m.W. für den Hersteller hinsichtlich der Fertigungstoleranzen mehr Freiheitsgrade. Baut aber lang, Kompaktheit sinkt.

Vor und Nachteile haben alle.

Wichtig ist aber, es ist nur ein optisches Element der Kette.
Dies allein macht aber kein gutes Fernglas.
 
Hallo Dominique,

bezüglich der Fertigungstoleranzen bietet das AK-Prismensystem eher keine Vorteile. Wie bei anderen Dachkantenprismen, müssen auch hier die Winkelgenauigkeit der Prismenflächen im Dach und die Dachkante selbst möglichst präzise gefertigt werden. Bei einer offenen Knickbrücke in Verbindung mit einer großen Objektivgröße wie bei dem neuen 8x56 Docter hat das AK-System aber den Vorteil, dass durch den leichten seitlichen Versatz im Strahlengang die Objektive weiter auseinanderstehen alsb eim geradlinigen S-P-System und nicht zusammenstoßen oder die offene Knickbrücke so eng werden lassen, dass ein Durchgriff nicht mehr ausreichend möglich ist. Ich bin einmal gespannt, zu welcher Lösung Swarovski bei dem zu erwartenden neuen 8x56 Swarovision kommt. Bei offener Knickbrücke und Objektivgrößen größer als ca. 52mm geht eigentlich kein Weg an Abbe-König vorbei. Das wäre dann dort ein Novum. Ich persönlich finde lang bauende Ferngläser übrigens überhaupt nicht schlimm. Das bietet zupackenden Händen nur mehr Möglichkeiten.

Steve
 
.... Oh, oh,,
es sollte auch Fertigungskosten heißen.
Der Prismenstuhl ist m.W. günstiger als die der SP, das ja immer 2-geteilt ist. Das AK generell (?) aus 2 Teilen verkittet. Der Stuhl, die Halterung fordert vermutend eine einfachere Konstruktion. Fertigungsaufwand des AK ist m.W. sogar komplizierter.
Es entfällt aber die Verspiegelung, bessere Transmission entfällt aber.

Danke für die Korrektur, es sei dem Liegen auf dem Rücken und dem i-Phone geschuldet.

Ein AK ist an sich nicht mehr zeitgemäß. Die Verspiegelungstechnik und geforderte Schmalspurkompaktheit hat das SP zum Vorreiter gemacht.
Wohl aber für manche Sondergrössen ist das AK die bessere Wahl. (?)
Wir werden sehen.

Für die Gesamtleistung spielt das DK Prismsa eine fast untergeordnete Rolle.
Voraus gestellt sei aber, selbes betrachtendes Niveau.
 
Hallo Dominique,

na ja, immerhin hat sich bei Transmissionsuntersuchungen eines Herrn van Ginkel herausgestellt, die im Birdforum veröffentlicht wurden, dass das neue Zeiss HT mit AK-Prismen eine um rund 5 % höhere Transmission hat, als das vergleichbare Fernglas Swarovision mit SP-Prismen.

Zitat von leicam62003:
Für die Gesamtleistung spielt das DK Prismsa eine fast untergeordnete Rolle.
Voraus gestellt sei aber, selbes betrachtendes Niveau.

Hier kann ich nicht mehr folgen. Was ist gemeint?

Steve
 
Hallo Steve.
Und die Messungen beziehen sich nur auf das Prisma?
Nichts neues. Das AK Prisma hatte diesen Vorteil immer gegenüber den anderen Systemen. Durch die neue Verspiegelungstechnik, welche ja beim AK entfällt,
sind die anderen Systeme auf gleicher Höhe. Dies war früher der Nachteil.
M.W. kommt der gemessene Unterschied nicht durch das Prisma allein zu Stande.
Es sind die neuen Sondergläser der Objektive. Ferner stellt sich die Frage, ist dies am Tage nutzbar, sichtbar. Für ein Nachtglas sicher von Bedeutung.
Nur wenn 5% auch am Ende ankommen, darum meine Relativierung, machen solche Messungen, Aussagen Sinn.

Eine wirksamen Streulichtunterdrückung mittels Blenden, die eines der Vorteile des SP Prismas ist , sie können unmittelbar dort platziert werden, machen das Gesamtkonzept in der Betrachtung und Bewertung einer FG-Leistung transparent.
Die Einflussgrössen wie Blenden, Glaswahl, Vergütung, Okulardesign sind ein Summenspiel, da ist der Fingerzeig allein auf das Prisma und der Wert 5% mehr als mit Vorsicht zu genießen. Nutz auch wenig, wenn diese Steigerung nicht in die Kontraststeigerung eingeht, was an sich eingeschlossen werden muss.
Doch ist den Zeiss Gläsern eben genau diese Kühle im Bild zu eigen.
Daran erkennt man, das die Summenparamentrierung viel wichtiger ist.
Das aber Zeiss Spitzenprodukte baut muss ich nicht erwähnen.
 
Hallo Dominique,

bezüglich der AM.
Nochmal, es leuchtet ein, dass neuere Konstruktionen brillenträgertechnisch besser geeignet sind. Rein subjektiv wollte ich nur sagen, dass es Gläser gibt, eben mit drehbaren AM, bei denen der Einblick ohne Brille sehr anstrengend ist. Da kann ich durchaus auch mit verschiedenen Raststufen experimentieren. Der Einblick wirkt nervös, bis dahingehend, dass kein zufriedenstellendes Gesamtbild entsteht. Geschult der Okularkonstruktion an sich denke ich.

Tja, Spitzenporrowünsche...

Nun, ich ziehe mal zwei von meinen Gläsern heran als Beispiel.

Zum einen aus der Allround-Klasse 8x40/42.
Ich erwähnte es an andere Stelle bereits. Ein Minolta Standard MK 8x40 EW. Konnte ich vergleichen bei Tage und bei Nacht mit einem Minox BV 8x42 und einem Zeiss Conquest 8x42 HD.
Das Minolta sagen wir mal mit Fluoritbehafteten besten Glassorten...Ich bräuchte mir keine Gedanken mehr machen.

Zum anderen aus der 10x50 Klasse.
Ich denke es sind hier schon Spitzenporros vorhanden. Auch wenn ich sie für meinen Hauptzweck nicht kenne. Fujinon Fmt und Docter Nobilem. Ja, und auch ein Dekarem/Jenoptem aus meiner Sicht. Die erst genannten sollten, bzw. dürften wohl besser sein.
Hier ein wunsch, sagen wir mal ein Dekarem/Jenoptem, auch hier mit besten Glassorten, modernere Okulare unter Beibehaltung des für mich konkurrenzlos wirkenden Seheindruckes in dieser Klasse.

So einfach könnte es sein.

Gruß

Mike






 
OK, Spitzenporros. Eine gute Frage für den Hobbyastronomen, denn leider haben ja selbst die teuersten Dachkanten meist Probleme mit einer einwandfrei punktförmigen Sternabbildung. Ich kann Mike weitgehend zustimmen. Sondergläser a la ED sind meiner Meinung nicht unbedingt nötig (es sei denn für das Marketing...). Ferngläser wie die Nobilems und Nikon SE zeigen, dass man auch ohne gute Ergebnisse erzielen kann. Ich sehe den größten Verbesserungsbedarf im Okularbereich. Porros, die mit der Fertigungsqualität der Nobilems oder der Swarovski Habicht hergestellt würden, aber zusätzlich über echte Weitwinkel-Brillenträgerokulare (Minimalanforderung: AP-Lage 17mm, scheinbares Sehfeld 60° nach DIN-ISO) mit guter Korrektur der Abbildungsfehler auch im Feld, vor allem des Asti, verfügten, hätten meiner Meinung nach schon das Zeug dazu, alles andere wegzupusten. Der Streulichtanteil müsste dafür allerdings auch noch reduziert werden. Ich denke auch, das 8x40/42-Format wird am meisten nachgefragt. Wer sich hier mit einem Alleinstellungsmerkmal (z.B. weitestes Sehfeld auf dem Markt) platzieren kann, müsste wirtschaftlich klarkommen können. Denn das dürfte klar sein: Wir können hier so lange "Ich wünsch' mir was" spielen, wie wir wollen. Solange das für einen Hersteller ein Nullsummen- oder gar Verlustgeschäft ist, kann man von niemanden verlangen, ein solches unternehmerisches Wagnis einzugehen und dann in Schönheit zu sterben, s. Miyauchi.

In jedem Fall lohnt es sich meiner Meinung nach, einmal wieder etwas neue Entwicklungsarbeit in das Thema Okulare bei Feldstechern zu investieren. Das hat man bei Swarovski, Nikon (EDG) und Docter (UWA) ja bereits mit gutem Erfolg getan.

Steve
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Noch eine Anmerkung zu den Prismentypen und der damit verbundenen Transmission: Das Abbe-Koenig hat in der Tat einige Vorteile gegenueber dem Schmidt-Pechan. Erstens kann das AK aus Glaesern niedriger Brechzahlen bestehen, fuer die es ja seit kurzem die HT-Varianten gibt (es gibt auch fuer BaK4 eine HT Variante, die dem Standard BaK4 aber nur im UV-Bereich ueberlegen ist). Zweitens koennen SP-Prismen nicht mehrfachverguetet werden! Die gegenueberliegenden Flaechen der beiden durch einen Luftspalt getrennten Prismenteile erfuellen zwei Aufgaben, fuer die der Strahl einmal totalreflektiert und einmal durchgelassen wird. Bei der Totalreflexion wuerde eine Mehrfachverguetung stoeren, diese ist aber fuer den Durchlass optimal. Man verwendet als Kompromiss eine Einfachverguetung, nimmt dabei Lichtverluste und auch geringe Aufloesungsverluste in Kauf (es gibt eine Arbeit von Konrad Seil von Swarovski zu dem Thema).

Mit dem neuen Perger-Prisma, das alle Vorteile des Porros aufweist, dazu aber noch einen geringen Strahlversatz hat, waeren ausgezeichnete Hochleistungs-"Porros" moeglich. Hoffen wir, dass Leica (die haben das Patent darauf) diese Chance nutzt und eine neue Fernglasreihe auflegt, die leistungsfaehiger und gleichzeitig preisguenstiger als das Zeiss HT sein koennte.

Viele Gruesse,
Holger
 
Hallo Mike,
Geschult der Okularkonstruktion an sich denke ich.
genau das wollte ich nur damit gesagt und richtig gestellt haben.
Es darf nicht der Eindruck entstehen, es läge an der drehbaren Augenmuschel. Entspannter Einblick steht m.W. mit der Justage, der Austrittspupillenschnittweite und der Augenmuschel, im Verbund mit der Gesichtsnatomie des Beobachters im Zusammenhang.

Hier ein wunsch, sagen wir mal ein Dekarem/Jenoptem, auch hier mit besten Glassorten, modernere Okulare unter Beibehaltung des für mich konkurrenzlos wirkenden Seheindruckes in dieser Klasse.

(Minimalanforderung: AP-Lage 17mm, scheinbares Sehfeld 60° nach DIN-ISO)

Wenn ich mich nicht irre, muss die Brechzahl für ein Porro hoch sein, erforderlich für die Totalreflexion. Leider leidet mit steigenem Brechungsindex aber auch die Transmission.
(Räusper, Porros liegen diesbezüglich m.W. IMMER unter die der Dachkanten)
Sie haben mehr Masse, hähere Dichte, vereinfacht, stehen dem Lichtstrahl also mehr im Weg, lenken ihn mehr ab. Auch haben diese Glassorten mehr C-Abberation.
Für eine höhere Transmission müssen also Gläser niederiger B-Zahlen eingesetzt werden. Problem hierbei ist aber, es sinken auch die Grenzwinkel für die Reflektion, was wieder kleinere Sehfelder hervorruft. Die Unterschiede sollen angeblich an Porros mit BK7 vs. BK4 ersichtlich werden.
BK7 mehr Transmission aber kleinere Sehfelder + stärkere Vignettierung.
Demnach sind hier anscheinend Grenzen gesetzt, die sich mit DK umgehen lassen.

Ja, größere Sehwinkel. Sehr wünschenswert. Wenn ich richtig aufgepasst habe, alles richtig verstanden, was ab und an ein Problem ist:

Ein "Wunschporro", welches ich auch begrüßen würde,
sollte aber dann auch, wenn der Hersteller sein Ziel, das Glas einer großen Interessengemeinschaft (auch BRILLENTRÄGER) zur Verfügung zu stellen, nicht die AP Lage vernachlässigen.
Mit größerem geforderten Sehwinkel steigt auch der Okulardurchmesser, bei gleichbleibender AP Lage.

Umgekehrt glaube ich auch, also, gleichbleibender Sehwinkel und größer geforderte AP Lage.
Soll heißen, wieder Grenzen - denn ab einer gewissen Größe wird es unabhängig der Bauart Porro oder DK preistreibend. Doch beim Porro bauartbedingt, stellt sich sonst, also Forderung großes SSW und AP für Brillenträger, die evtl. dickere Nase in den Weg. (problematische Augenstandsweite wegen großer Okularkörper-AP muss ja in Deckung der EP Augen kommen)
Und weltweiter Vertrieb, da andere Menschen auch engere Augenabstände haben, diese hätten keinen EINBLICK, wär gar nicht möglich. Siehe Ziel Hersteller, verfehlt.
"Elitärer Absatzmarkt" ?

Warum ein Porro nun dann der DK das Wasser reichen sollte, könnte bleibt mir aus o.a. Gründen somit schleierhaft.
Über die Naheinstellgrenze, die viele Kunden mittlerweile sehr schätzen, habe ich gar nicht gesprochen. Das kann auch evtl. vernachlässigt werden. Einen stetig unabhängig von der Temperatur funktionierenden Mitteltrieb sollte man dann aber auch dem Wunschporro gönnen. Ein Innenfokussierung schließe ich mal aus. Dicht bauen geht m.W. auch - siehe Swaro Harbicht (?)
Die so vielseitig gelobte Bildplastik geht ja mit zunehmender Entfernung verloren, wird m.E. immer überbewertet.

denn leider haben ja selbst die teuersten Dachkanten meist Probleme mit einer einwandfrei punktförmigen Sternabbildung.

das Swaro EL 10x50SV nicht,
bis zum Rand (wenn wir mal die vll. 1% außen vor lassen)

DK sind mir lieber, Porros haben für mich keinen Vorteil, begrüße aber abseits der traditionellen Argumentation jede Neuerung.

Hoffen wir auf Holgers Anmerkung, den ich auch bitte mich wenn nötig an den entsprechenden Stellen zu korrigieren.
 
Ihr seid ja lustig - wartet Ihr also auf ein Machtwort des grossen Meisters ;-)

Es ist eigentlich nicht so schwierig:

"Wenn ich mich nicht irre, muss die Brechzahl für ein Porro hoch sein, erforderlich für die Totalreflexion."

Korrekt! Das gilt aber genauso auch fuer das SP, nicht jedoch fuer das AK - letzteres ist relativ langgestreckt und die Winkel sind flacher, so dass man hier mit niedrigeren Indizes auskommt.

"Räusper, Porros liegen diesbezüglich m.W. IMMER unter die der Dachkanten"

Falsch! Die Transmission der Porros liegt ueber derjenigen der Dachkanten. Entscheidend ist naemlich die Weglaenge des Lichts im Glas, und die ist beim Porro (bezogen auf die Einlassweite w) am kuerzesten: Beim symmetrischen Porro betraegt die geometrische Glasweglaenge 4w, beim SP sind es 4.62w, beim Ak sogar 5.2w. Das Porro kann auch asymmetrisch ausgelegt werden, weil das Strahlenbuendel ja konvergiert - daher kann das hintere Prisma kleiner ausfallen und Lichtweg/Volumen des Porro gehen noch weiter runter. Ein auf diese Weise optimiertes Perger-Prisma hat einen Glasweg von nur 3.3w! Das AK kann, mit neuesten HT Glaesern, die Transmission eines verkitteten Porro nahezu erreichen, das SP liegt mindestens um 3% dahinter (weil Luftspalt, Einfachverguetung an diesem etc.).


"Doch beim Porro bauartbedingt, stellt sich sonst, also Forderung großes SSW und AP für Brillenträger, die evtl. dickere Nase in den Weg"

Der Okulardurchmesser haengt, wie Du korrekt gesagt hast, vom scheinbaren Sehfeld und der AP-Lage ab. Das hat mit den Prismentypen aber nichts zu tun. Das "Nasenproblem" existiert unabhaengig von der Bauweise. Indem man das Okular mit Augenlinsen ausstattet, die etwas konkav sind, laesst sich das Problem entschaerfen - die Okulare haben ihre dickste Stelle dann nicht nahe am Auge, sondern eher in der Mitte (siehe: 'Handgranatenform' mancher Nagler).


"Warum ein Porro nun dann der DK das Wasser reichen sollte, könnte bleibt mir aus o.a. Gründen somit schleierhaft"

Weitere Probleme der Dachkanten: Die Dachkante :-), an der das Licht gebeugt wird (-> erzeugt Strahlen an hellen punktfoermigen Objekten), die Toleranzen (der 90 Grad Winkel der Dachflaechen muss auf wenige Bogensekunden genau geschliffen sein, beim Porro sind die Toleranzen 10x groesser), der P-Belag (teuer und nie ganz perfekt) oder die dielektrischen Vielfachspiegel (aus 30+ Schichten, teuer und erfordern hohe Investitionen bei der Beschichtungsanlage).


Vorteile der Dachkanten: Kuerzerer Nahpunkt (weil geringer Achsenversatz), leichtere Abdichtung des Fernglaskoerpers durch Innenfokussierung. Was die Qualitaet der Abbildung anbetrifft, ist das Porro nicht zu schlagen.

Ich hoffe, das reicht erst einmal ;-)


Viele Gruesse,
Holger
 
Hallo Holger,
da muss in meiner Wissensaktie also weiter investiert werden :)
Besten Dank für die Richtigstellung, bzw, Ergänzung.

... Das hat mit den Prismentypen aber nichts zu tun.

ja, schrieb ich doch........
denn ab einer gewissen Größe wird es unabhängig der Bauart Porro oder DK preistreibend

Dennoch (wie angemerkt = wenn richtig verstanden), einige Nachfragen:

Einblick

Transmission 1

Transmission 2

u.a., was habe ich an welcher Stelle dann durcheinander gebracht ? Selbst unser geschätzter Herr Jülich Transmission 3 siehe selbst.

Beiträge von W.E. Schön und konfokal falsch, von mir im Kontext nicht korrekt betrachtet?

Schwere Kost für einen wie mich, der, habe gerade nachgeschaut, Sonderschule mit Gratulation auf seinen Abschluss stehen hat. ;)

Wichtig ist mir, den allgemeinen oft klingenden Fürspruchgesängen den nötigen entschlüsselnden Unterton zu entlocken. Wie üblich in Foren und auch im realen Leben, schreiben/reden kann man viel, in der Nachfrage bleiben dann oft die Belege aus.

Dank dir nochmals.
 
Hallo Dominique,

was die Bemerkung Herrn Juelichs anbetrifft: Moderne Dachkanten haben hoehere Transmissionen als die meisten Porros, weil man hier das volle Programm abzieht, neueste Verguetungen und dielektrische Spiegel usw. - man sieht es am Preis. Das Swarovski 8x30 Habicht (Porro) hat kuerzlich eine neue Verguetung bekommen - und haelt seitdem den Rekord in Transmission (laut Herstellerangaben, und bestaetigt von Gijs van Ginkel im Birdforum, 95% - 96% integral). Wenn man also neue Technologie einsetzt, dann sind die Porros dort, wo sie hingehoeren - and der Spitze. Dabei kostet das Habicht halb so viel wie das 8x32 SV desselben Herstellers.

Was diese ellenlangen Erklaerungen von WES anbetrifft - sorry, ich habe nicht soviel Zeit, all das durchzuackern, da musst Du schon einen konkreten Punkt ansprechen. Ansonsten: In meinem Buch wird alles fein saeuberlich erklaert sein, ein bischen Geduld ;-)

Viele Gruesse,
Holger
 
Hallo Leute,

bezüglich der Transmission ganz einfach ausgedrückt, ein Abbe-König-Prisma sowie ein Porro-Prisma leistet eine "verlustfreie" Reflexion des Lichtes im Gegensatz zum Schmidt-Pechan-Prisma.

Nach DIN ISO 14490-5, Berechnung des Transmissionsgrades (T) unter Berücksichtigung des Transmissionsgrades des Fernglases und der Strahlungsfunktion der Normlichtart D65 nach ISO/CIE 10526 und des spektralen Hellempfindlichkeitsgrades für Tagsehen knackte nur ein Glas der 10x42er Klasse die 90% Marke, bzw. übertraf diese mit 92%. Dabei vieles was rang und namen hat. Zeiss Victory FL!
Gegenwärtig dürfte das Victory HT noch darüber liegen.

Unter Berücksichtigung des Hellempfindlichkeitsgrades für Nachtsehen das gleiche Ergebnis zugunsten des Zeiss, knapp unter 90%.

Porros aller Docter und Fujinon dürften die 90% Marke nach dieser Norm locker knacken.

Gruß

Mike


 
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